Einsamkeit - die unerkannte Krankheit

schmerzhaft, ansteckend, tödlich.
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Ein neuer verstörender Weckruf von Sachbuch-Bestseller-Autor Manfred Spitzer: Einsamkeit ist eine Krankheit mit fatalen Folgen für Körper und Seele. Wer einsam ist, erkrankt häufiger als andere an Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen und D … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Einsamkeit - die unerkannte Krankheit
Autor/en: Manfred Spitzer

ISBN: 3426276763
EAN: 9783426276761
schmerzhaft, ansteckend, tödlich.
Droemer HC

1. März 2018 - gebunden - 317 Seiten

Beschreibung

Ein neuer verstörender Weckruf von Sachbuch-Bestseller-Autor Manfred Spitzer: Einsamkeit ist eine Krankheit mit fatalen Folgen für Körper und Seele. Wer einsam ist, erkrankt häufiger als andere an Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen und Demenz. Einsamkeit ist zudem ansteckend und breitet sich wie eine Epidemie aus - nicht nur Singles und Alleinstehende sind davon betroffen, sondern auch Verheiratete! Einsamkeit ist die Todesursache Nummer eins in den westlichen Ländern, so Manfred Spitzer. Diese alarmierende Botschaft wird mittlerweile weltweit von zahllosen wissenschaftlichen Studien bestätigt, die auch deutlich machen: Einsamkeit ist mehr als Alleinsein. Manfred Spitzer beschreibt in seinem neuen Buch erstmals, warum Einsamkeit ein Krankheitsverursacher ist, wie krankmachende Einsamkeit und soziale Isolation aussehen und welch gravierenden Einfluss das auf die Gesundheit, auf Körper und Seele der Betroffenen hat. Der streitbare Psychiater will damit eine Gesellschaft aufrütteln, die Einsamkeit immer noch als erstrebenswertes Wellnessangebot für gestresste Zeitgenossen betrachtet. "Manfred Spitzer versteht sich nicht nur als Wissenschaftler, sondern in erster Linie als Arzt, der sofort helfen will." aerzteblatt.de

Portrait

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, geboren 1958, leitet die Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm und das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, darunter die Bestseller "Lernen" und "Vorsicht Bildschirm!" und "Digitale Demenz". 2004 - 2013 moderierte er die wöchentliche Sendereihe "Geist & Gehirn" auf Bayern Alpha. Manfred Spitzer ist einer der bedeutendsten deutschen Gehirnforscher. Kaum jemand kann wissenschaftliche Erkenntnisse derart pointiert und anschaulich präsentieren.

Leseprobe

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Pressestimmen

"Ein interessantes Buch - noch nie hat jemand die schleichenden Gefahren unserer Gesellschaft so klar untersucht und beschrieben." Abenteuer Philosophie

"(...) Spitzer, der lustvoll (...) einen Wust an Erkenntnissen und Sozialpsychologie, Spieltheorie und Neurologie durcheinanderwirbelt, plädiert für die Wiederentdeckung des Teamtiers Mensch." Tages-Anzeiger

"Alarmierend!" FÜR SIE

"In seinem Buch gibt der renommierte Psychiater eine fundierte Analyse zu einer Krankheit, die Geist und Körper beeinträchtigt." myself

"Der Psychiater will damit eine Gesellschaft aufrütteln, die Einsamkeit immer noch als erstrebenswertes Wellnessangebot für gestresste Zeitgenossen betrachtet." Pforzheimer Zeitung

"Diese enge Verbindung von Psyche und Körper beim Thema Einsamkeit ist im Buch sehr eindrucksvoll beschrieben." www.mdr.de

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 26.05.2018

Wird der Einsame krank oder der Kranke einsam?

Der Psychiater Manfred Spitzer will die Antwort auf diese Frage lieber nicht so genau wissen. Sie könnte sein Weltbild trüben, in dem der wahre Verantwortliche für die Misere längst feststeht.

Manfred Spitzer hat vor kurzem in der Wochenzeitung "Junge Freiheit" die unkritische Nutzung von Smartphones gegeißelt. Als Nebenwirkungen listet er erhöhtes Risikoverhalten beim Geschlechts- und Straßenverkehr auf, gewisse Apps förderten Gelegenheitssex und somit die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten. Smartphones verminderten zudem die Fähigkeit zur Empathie, zum Mitgefühl, schreibt der Psychiater aus Ulm, dem offenbar jede Plattform recht ist, um die digitale Informationstechnik als Reich des Bösen zu brandmarken.

Selbst in seinem jüngsten Buch, das sich laut Titel eigentlich dem Thema Einsamkeit widmet, spielt sein Lieblingsfeindbild eine zentrale Rolle. Denn außer vielen anderen Nachteilen sind Internet, Computer und Smartphones mit schuld an der Vereinsamungsepidemie. Als Indiz gelten etwa Postings, die immer mehr Scheidungsgründe lieferten und so Einsamkeit quasi per Knopfdruck produzierten. Wer digital und online lebt, läuft Gefahr, sich beim einsamen Gelegenheitssex anzustecken, so die Quintessenz dieser Lektüre.

Spitzers Kreuzzüge gegen die digitale Welt sind bereits von Wissenschaftsjournalisten und Medienpsychologen demontiert worden, in seinen aktuellen Thesen zur Einsamkeit macht ein Kritiker Seitenhiebe gegen Linksintellektuelle aus. Soll hier womöglich ein Wertkonservativer an den Pranger gestellt werden? Keineswegs. Das aktuelle Buch hat tatsächlich derart gravierende Schwachpunkte, dass sie mit antiquierten Vorstellungen allein nicht zu entschuldigen sind. Vor allem in Sachen falscher Schlussfolgerungen ist der Autor ein unverbesserlicher Serientäter.

So versucht er, mit Hilfe einer Armada von Quellenangaben das bloße Zusammentreffen von Faktoren als Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zu konstruieren und evoziert empirische Trugbilder. Es gibt Krankheiten, die gehäuft mit Einsamkeit assoziiert werden - etwa Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt und Krebs. Spitzer deutet dies als "negative Auswirkungen von Einsamkeit und sozialer Isolation auf die Gesundheit und die Lebenserwartung". Einsamkeit soll gar Todesursache Nummer eins sein, wirke schädlicher als Luftverschmutzung, Übergewicht, Rauchen und starker Alkoholkonsum. So entsteht der Eindruck, Einsamkeit könne Krebs ebenso hervorrufen wie Rauchen. Das geben die Daten indes mitnichten her.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien nennen Krankheit vielmehr als Risikofaktor für Einsamkeit. Umgekehrt könnte mithin ein Schuh aus dem präsentierten Datenwust werden. Wer einen Schlaganfall hatte und gelähmt ist oder an Parkinson leidet und zittert, zieht sich aus verständlichen Gründen aus der Gesellschaft zurück. Infolgedessen findet man solche Erkrankungen, naturgemäß möchte man sagen, häufiger unter den Einsamen - gleichwohl sind sie nicht die Folge der sozialen Isolation. Auch junge Einsame haben vermehrt gesundheitliche Probleme.

Hier versucht man bereits, anhand ihrer Veranlagung für bestimmte psychiatrische Krankheiten eine Art Einsamkeitsvorhersage-Index zu entwerfen. Die Forschung spricht explizit von einer genetischen Prädisposition für Einsamkeit und andere Krankheiten, auch hier ist die Einsamkeit nicht der Verursacher. Da zudem unsere Gene eindeutig vor dem Internetzeitalter geprägt wurden, sind die Smartphones ebenfalls entlastet. Nicht nur das Rückgrat der Argumentation hält näherer Prüfung nicht stand, auch an anderen Stellen hapert es. Das Anwachsen der Einpersonenhaushalte soll zum Beispiel die These von der stetig zunehmenden Vereinsamung stützen. Wer auf die Singlewebsites schaut, darf vermuten, dass diese Gruppe eine derart pauschal negative Konnotation sicher von sich weisen würde.

Die wachsende Anzahl alleinlebender älterer Menschen ist dafür ebenfalls kein Beweis. Im Gegensatz zu landläufigen Behauptungen nimmt nämlich die Einsamkeit unter Senioren nicht zu, wie die Ergebnisse einer repräsentativen schwedischen Studie über das Leben der "oldest old" nahelegen. Der optimistische Altersforscher Hans-Werner Wahl bescheinigt den Älteren sogar sehr gute Sozialkontakte. Auch der durchsichtige Versuch, den digitalen Informationstechnologien die Schuld an der vermeintlich grassierenden Einsamkeit unter den Jüngeren zu geben, ist zum Scheitern verurteilt.

Es gibt im Gegenteil Hinweise - in diesem Fall stammen sie aus einer Untersuchung mit Medizinstudenten -, dass sich die besonders Einsamen häufiger dem Internet zuwenden. Somit sind mangelnde Sozialkontakte der Grund, nicht die Folge des extensiven Eintauchens in die digitalen Welten.

Rein formal hätte man von einem so routinierten Bücherschreiber wie Spitzer ebenfalls mehr erwartet. Wer will sich schon durch Konstruktionen wie diese quälen: "Sonstige ebenfalls erfragte persönliche Eigenschaften wie beispielsweise das jeweilige Vorstellungsvermögen oder bekundete Probleme im Zusammenleben...". Wüsste man nicht um die Einstellung des Autors, könnte man es für eine unbearbeitete Googleübersetzung halten. Dabei gab es keinen Grund zur Nachlässigkeit, ist das Buch doch in entspannter Atmosphäre während des letzten Sommers auf einer Ostseeinsel entstanden, wo es dank der Besucher nicht einsam war, auch der Natur wegen - grün und blau -, was uns der Abspann nicht vorenthält.

Vor allem das Naturerlebnis wird den Einsamen ans Herz gelegt, macht es den Menschen doch "gesünder, glücklicher, kreativer, pfiffiger und (in moralischer Hinsicht) besser" und bringt uns noch dazu anderen näher, aber, das räumt Spitzer dann doch ein, dies lasse sich nur schwer "mit quantifizierender Methodik einfangen". Wer seine Sommer nicht auf Ostseeinseln verbringen mag, kann sein "prosoziales" Verhalten auch anders schulen. Zum Beispiel könnte er einfach weniger Geld für sich selbst ausgeben, denn auch Geld macht einsam, vor allem, "wenn man es falsch ausgibt". Ab da durchschauen selbst geneigte Leser, dass die Ratschläge eher wohlfeil als wohlfundiert sind.

Ist das Buch der "überfällige Weckruf", als den es der Klappentext anpreist? Bereits vor einem Vierteljahrhundert erschienen Artikel, die mit Titeln wie "Preis der Ich-Sucht" auf das "Millionenschicksal Einsamkeit" aufmerksam machten. Und schon im achtzehnten Jahrhundert warnten Pädagogen in ähnlich alarmierender Diktion vor den Psychoproblemen, die durch das Lesen von Büchern - es sind eben immer die neuen, gefährlichen Medien - hervorgerufen werden. Bücher konnten in den Augen der damaligen Bedenkenträger einsam, süchtig und krank machen. Unter den mehr als fünfhundert zitierten wissenschaftlichen Quellen dieses Buches fehlt freilich ein solcher Hinweis auf die Vordenker.

MARTINA LENZEN-SCHULTE

Manfred Spitzer:

"Einsamkeit".

Die unerkannte Krankheit.

Droemer Knaur Verlag,

München 2018.

320 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
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Sascha K.
von Sascha K. - Hugendubel Buchhandlung Wiesbaden Kirchgasse - 18.09.2018
Ein Buch für die Wunden unserer Zeit! Anhand detaillierter Studien formuliert Bestsellerautor Manfred Spitzer die These: Einsamkeit macht krank. Anschaulich werden die Gefahren von Einsamkeit geschildert und es wird deutlich, wie groß dieses Problem für unsere Gesellschaft ist. Seine Tipps scheinen banal, aber haben die klare Botschaft: Gemeinsam glücklicher!
Bewertungen unserer Kunden
Einsamkeit - ein Symptom oder eine Krankheit?
von Sikal - 18.05.2018
"Einsamkeit ist nicht das Gleiche wie soziale Isolation, sondern deren psychologischer Aspekt. Mit Einsamkeit wird ein subjektives Erleben bezeichnet - man FÜHLT sich einsam - wohingegen soziale Isolation gemessen werden kann (wie einsam IST man)" Der Trend zum Singledasein, auf keinen Menschen Rücksicht nehmen, keinerlei Verantwortung übernehmen - außer für sich selbst. All dies rächt sich irgendwann mal. Nicht umsonst gibt es die alte Weisheit "Beziehungen gehören gepflegt" - und das gilt nicht nur für die Partnerschaft, auch Freundschaften oder Nachbarschaften sowie die Familie Soziale Interaktion ist wichtig und - wenn man Dr. Spitzer glauben darf - ein "Krankheits-Reduzierer". "Nichts ist gesünder im Sinne der Verlängerung des eigenen Lebens als die aktive Teilnahme an der Gemeinschaft mit anderen Menschen. Einsamkeit erlebt jeder von uns - der eine mehr und der andere weniger -, und man solle sie nicht leichtfertig als Nebensache abtun. Sie kann jeden befallen, Jung und Alt, Mann und Frau, Arm und Reich. Und langfristig bringt sie uns um!" Das Buch ist gut strukturiert, in zehn Kapiteln werden verschiedene Themen behandelt, wie z.B. soziale Ansteckung, Online (gem)einsam, Einsamkeit als Krankheitsrisiko, "Du machst mich krank", usw. In den jeweiligen Kapiteln werden nicht nur diverse Thesen aufgestellt und mit Studien belegt, interessante Fakten finden sich hier immer wieder, wie den Zusammenhang Schmerzen - Einsamkeit. Spitzer deutet darauf hin, dass diese zwei unterschiedlichen Zustände den gleichen Bereich in unserem Gehirn aktivieren. Interessant ist aber auch: "Im Hinblick auf das Geschlecht gibt es Wechselwirkungen mit dem Familienstand: Am einsamsten sind unverheiratete Männer, gefolgt von unverheirateten Frauen und, mit einem gewissen Abstand, verheirateten Frauen. Am wenigsten einsam fühlen sich verheiratete Männer." Spitzer plädiert dafür, dass es ein Umdenken in der Gesellschaft geben muss. Einsamkeit muss den Status einer Krankheit erreichen, um dagegen etwas tun zu können. Prävention wird hier noch nicht groß geschrieben. Es gibt Interventionen gegen Rauchen, für gesundes Essen, Bewegungstherapien und vieles andere mehr - doch es gibt keine "Verordnung", um das Risiko in die Einsamkeit zu rutschen, abzufangen. Hier darf man nur auf die Zukunft hoffen, dass diese Gefahr minimiert werden kann. Was mir letztendlich ein wenig fehlt, sind praktikable Lösungsvorschläge - hier wird eindeutig nur auf eine Therapie gezielt. Auch der Vorschlag, dass aktives Vereinsleben, gemeinsame Unternehmungen oder Musik zum Entgegensteuern herangezogen werden sollen, klingt wenig brauchbar. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Menschen sich aus dem Sumpf "Einsamkeit" herausziehen lassen (oder dies selbst tun), wenn diese nicht von selber wollen. Ob man als "Nicht-Psychologe" die Kompetenz hat, einen Zugang zu einem einsamen Menschen zu finden, wage ich zu bezweifeln.
Interessant und lesenswert.
von Wedma - 01.03.2018
Rund 230 Seiten des Textes sind in 10 Kapitel geordnet, darunter: "Einsamkeit löst Stress aus", "Einsamkeit als Krankheitsrisiko", "Online (gem)einsam?", usw., in denen der Autor argumentiert, warum Einsamkeit schädlich ist, noch schlimmer als im Allgemeinen angenommen, und warum und wie sie zu meiden wäre. Spitzer spricht auch von Einsamkeit unter Kindern und Jugendlichen. Sagt auch, dass man sich durchaus in einer Gemeinschaft sehr einsam fühlen kann. Es geht also um das Empfinden der Einsamkeit, was letztendlich zählt, denn laut Kap. 1 sind Menschen im höchsten Grade soziale Wesen, die, laut Kap. 2, mit Schmerzen auf Vereinsamung reagieren. Die modernen Tendenzen wie Selbstbezogenheit, der Drang, das Geld und die Zeit nur für sich aufzuwenden, nehmen statt geben, Gebrauch von sozialen Medien, Smartphone, PC, etc. sind vom Autor als brandgefährlich eingestuft worden. "Soziale Onlinemedien verursachen Einsamkeit, Angst und Depression. Diese Feststellung ist deswegen so bedeutsam und erschreckend zugleich, weil die sozialen Onlinemedien heute gerade bei jungen Menschen einen wesentlichen Teil der Alltagsgestaltung ausmachen." S. 133. "Soziale Medien schaden der seelischen Gesundheit." S. 136. Spitzer plädiert auf die Notwendigkeit der organisierten Bekämpfung der Einsamkeit auf Gesellschaftsebene, schlägt Maßnahmen zu vor, wie man, seiner Meinung nach, mit Einsamkeit nachhaltig fertigwerden könnte. So gesehen, liegt er im Trend und geht mit andern Autoren konform, die auf ihre Art die neoliberale Weltordnung infrage stellen, sie als krankmachend und wenig zukunftweisend erachten und zu einem sozial engagierten Leben aufrufen. Die Lösungsvorschläge sind nichts grundsätzlich Neues, was der Autor zum Schluss auch zugibt: Bei der Bewegung in der Natur blüht der Mensch auf. Gemeinsame Unternehmungen wie Tanzabende, das Singen im Chor, Gruppenwanderungen sind in vielerlei Hinsicht eine gute Idee. Je weiter und sicherer das soziale Netzwerk einer Person, desto besser geht es ihr, solche Menschen leben auch länger. Wer lieber gibt als nimmt, der handelt klug und schafft auf diese Weise eine gute Abwehr gegen Einsamkeit. Spitzer hat viele Daten aus der Forschung aufbereitet und für seine Argumentation verwendet: Anmerkungen und Quellenangaben gehen über 60 Seiten. Einiges an seiner Argumentation hat mich jedoch nicht so ganz überzeugen können. Spitzer stützt sie oft auf Statistiken, die aus US Quellen stammen und mit US-amerikanischen Probanden durchgeführt wurden. Es wurde schlicht vorausgesetzt, dass diese Ergebnisse auch auf Europäer, auf das deutsche Publikum übertragbar sein sollten. Vllt kann es mal bei grundliegenderen Dingen der Fall ein, aber nicht ohne weiteres und nicht in jeder Hinsicht. Es können auch andere wichtige Unterschiede sein, die für Mr. X stimmen, beim Herrn Y aber kaum anwendbar sind, weil er ganz anders ist, seine Einsamkeit ganz anders lebt oder z.B. auch sein Alter nicht mit dem der Probanden übereinstimmt. Oft wurden die Ergebnisse der Tests/Umfragen unter jungen Onlinemediennutzern in USA hier als Grundlage der Ausführungen verwendet. Diese Ergebnisse für die Menschen im reiferen Alter, bei etwa über sechzig-siebzig Jährigen in Deutschland rein pauschal als ohne weiteres anwendbar zu betrachten, erscheint mir eher problematisch, denn junge Amerikaner ticken in manchen Dingen doch anders als deutsche Rentner. Oft musste ich bei solchen Ausführungen denken, dass man mit gleichen Statistiken oft auch konträre Thesen belegen kann, wenn man die Argumentation mit Inbrunst der Überzeugung vorträgt. Ob es dann wirklich überzeugend wirkt, steht auf einem anderen Blatt. Das Buch ist gut gemacht: Festeinband in Grau, Umschlagblatt. Einige s/w Fotos, Zeichnungen, Diagramme helfen, die Ausführungen dem Publikum verständlich zu machen. Fazit: Das Buch ist lesenswert, insb. wenn man sich als Einsteiger mit dem Thema Einsamkeit auseinandersetzen möchte, denn es führt vor Augen, was Einsamkeit mit Menschen machen kann, was zu meiden wäre, auch was der psychischen Gesundheit guttut, was erstrebenswert ist. Man sollte aber in der Tat einiges gegen Einsamkeit tun, dann wird man das Nutzen vom Lesen dieses Buches auch auf eigener Haut spüren können.
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