Eine eigene Zukunft als Buch (gebunden)
PORTO-
FREI

Eine eigene Zukunft

Roman. Originaltitel: Las hijas del Capitán.
Buch (gebunden)
Kundenbewertung: review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.1
1936 holt der Vater die drei Töchter nach, aus der andalusischen Provinz mitten hinein in die Hauptstadt der Welt: New York. Hier sollen sie im Restaurant helfen. Doch als der Vater stirbt und das Geld kaum zum Überleben reicht, wissen sich Victoria, … weiterlesen
Dieser Artikel ist auch verfügbar als:
Buch (gebunden)

24,00 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Eine eigene Zukunft als Buch (gebunden)

Produktdetails

Titel: Eine eigene Zukunft
Autor/en: María Dueñas

ISBN: 3458177833
EAN: 9783458177838
Roman.
Originaltitel: Las hijas del Capitán.
Übersetzt von Petra Zickmann
Insel Verlag GmbH

1. April 2019 - gebunden - 587 Seiten

Beschreibung

1936 holt der Vater die drei Töchter nach, aus der andalusischen Provinz mitten hinein in die Hauptstadt der Welt: New York. Hier sollen sie im Restaurant helfen. Doch als der Vater stirbt und das Geld kaum zum Überleben reicht, wissen sich Victoria, Mona und Luz nicht anders zu helfen: Sie verwandeln das väterliche Lokal in ihren eigenen Nachtklub ... María Dueñas hat einen ergreifenden Schwesternroman geschrieben. Ein Buch über drei starke Frauen, die sich einen Platz in der Fremde erkämpfen, über Familienbande und den Glanz der ersten großen Gefühle.
Zu Beginn ist New York eine einzige Überwältigung. Doch als der Vater bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt, wird die Stadt für die Schwestern schnell zur Bedrohung. Wie sollen sie für sich und ihre lebensuntüchtige Mutter aufkommen? Victoria, Mona und Luz verzagen nicht, die jungen Frauen haben eine Idee: Warum verwandeln wir das Restaurant nicht in einen Nachtklub, in einen Ort für die vielen spanischen Migranten, mit Gesang, Tanz und Unterhaltung? Gemeinsam begeben sie sich auf ein verwegenes Abenteuer in den Häuserschluchten Manhattans. Sie begegnen der Liebe, verfallen der Leidenschaft für die Musik und kosten den süßen Geschmack der Unabhängigkeit zum allerersten Mal ...

Portrait

María Dueñas, geboren 1964, lehrte in Murcia Englische Literatur, bis ihr Debütroman 2009 alle Rekorde brach. Mittlerweile ist ihr Werk in 35 Sprachen übersetzt, mehrfach ausgezeichnet und in eine Fernsehserie verwandelt.

Pressestimmen

"Der unangefochtene Bestseller des Jahres."
La Vanguardia

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 27.06.2019

Und wenn wir heimkehren?
María Dueñas' geplatzte Träume in New York

María Dueñas ist die erfolgreichste Romanschriftstellerin Spaniens. Bereits ihr Debüt, erschienen 2009, verkaufte sich glänzend und wurde wie die nachfolgenden Werke zur Vorlage für filmische Adaptionen. Ihren Lehrstuhl für Englische Literatur in Murcia konnte sie bald aufgeben. Geboren 1964 im zentralspanischen Puertollano, beschreibt sie die Welt der kleinen Leute und scheut sich nicht vor Trivialem. Ihren vierten Roman, der monatelang den Spitzenplatz der spanischen Bestsellerlisten besetzte und jetzt auf Deutsch erscheint, hat sie nicht nur ihren zahlreichen Schwestern und Cousinen gewidmet, sondern auch allen, "die das Leben in die Emigration trieb".

Denn darum geht es in ihrem Roman "Eine eigene Zukunft": 1936, kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs, zwang die Not viele spanische Familien wie die Arenas mit ihren drei Töchtern zur Auswanderung nach Amerika. Über die Zustände in der alten Heimat verliert Maria Dueñas allerdings nur wenige Sätze.

In einem Land, dessen Sprache man nicht spricht, dessen Kultur fremd und wo die Armut noch bedrückender ist als in der Heimat, zerplatzen Träume vom besseren Leben leicht. Die Töchter Arenas' und ihre Mutter müssen außerdem in New York, nachdem der Familienvater durch einen Unfall gestorben ist, allein zurechtkommen. Für die heimwehkranke Mutter, die weder lesen noch schreiben kann, ist das besonders schwer. Sie klammert sich an ihre Töchter und versucht mit deren Hilfe, das kleine hochverschuldete Restaurant weiter zu betreiben, um endlich genug Geld für die Rückreise zu haben.

Geprägt von den dörflichen Sitten ihrer Heimat Andalusien, ist sie in der Riesenstadt New York verloren. Die Mädchen aber müssen gegen den Widerstand ihrer Mutter die titelgebende "eigene Zukunft" finden. Es gelingt ihnen auf unterschiedliche Weise. Unerfahren, wie sie sind, werden sie ausgenützt oder betrogen, halten aber zusammen und stehen wieder auf. Natürlich sind alle drei bildschön - das gehört zu diesem Romangenre - und finden unter ihren Landsleuten Beschützer und Helfer.

María Dueñas weiß, wie man immer wieder Spannung durch Hoffnungen erzeugt, die in Katastrophen und Gewalt enden. Ungeniert benutzt sie auch wundersame oder märchenhafte Erscheinungen wie eine rechtskundige Nonne oder einen wahrhaftigen Prinz von Asturien, die Schicksalswendungen auslösen. Nebenbei beschreibt sie das Ambiente der Vierzehnten Strasse, "Little Spain" genannt, und die besseren Stadtviertel von New York in den dreißiger Jahren, die Sehnsuchtsorte und Zeugen sozialen Aufstiegs der Arenas-Schwestern. Mit einem Epilog, der einen Ausblick auf das weitere Schicksal der Schwestern gibt, schließt dieser leichthändig erzählte Roman, der allerdings allein durch seinen Umfang geduldige Leser verlangt.

MARIA FRISÉ.

María Dueñas: "Eine eigene Zukunft". Roman.

Aus dem Spanischen von Petra Zickmann. Insel Verlag, Berlin 2019. 587 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Bewertungen unserer Kunden
Großartiger Familienroman
von E. - 27.06.2019
Drei Schwestern in den Dreißigerjahren. In ihrer Heimat Spanien tobt der Krieg, weshalb sie auf Wunsch des Vaters nach New York auswandern, um ein Restaurant zu eröffnen. Das Unterfangen stellt sich alsbald als wenig rentabel heraus, weshalb die drei das Restaurant in einen Nachtklub verwandeln. Ich habe dieses Buch mit großer Freude gelesen. Nicht nur, weil die Geschichte ein bisschen skurril und deswegen lustig ist. Die Autorin beschreibt so warmherzig die Charaktere der drei Schwestern, die einfach die Hemdsärmel hochkrempeln und ihr eigenes Ding durchziehen, und das in einer biederen und von Männern dominierten Zeit. Dazu kommen diese herrlichen Beschreibungen eines pulsierenden New York, das in dieser Zeit mehr als sonst die große Freiheit der Welt bedeutete. Ein Buch für Frauen, ganz klar, das Charme, Lebensfreude und Selbstbewusstsein versprüht.
Gut, aber etwas anstrengend
von Lea - 20.06.2019
"Eine eigene Zukunft" hat mir gut gefallen, ist aber ein bisschen anstrengend zum Lesen, deswegen gebe ich vier Sterne für diese tolle Frauen-Geschichte. Victoria, Mona und Luz kommen 1936 nach New York. Ihr Vater versucht dort das große Glück zu machen, doch dann stirbt er. Die drei Schwestern und ihre Mutter stehen vor dem Aus, also was tun? Kurzerhand verwandeln sie das väterliche Lokal in einen Nachtklub. In der Hauptgeschichte gibt es zwischendurch immer Rückblicke, bei denen das Leben von verschiedenen Figuren (Haupt- und Nebencharakteren) erzählt wird. Das fand ich ein nettes Stilelement, um die Figuren näher kennenzulernen und somit war die Geschichte auch nicht nur auf New York beschränkt, sondern hat noch andere Schauplätze. Da das Buch von einem allwissenden Erzähler erzählt wird, passt das auch sehr gut und man kann das Geschehen von allen im Wechsel miterleben. Die Charaktere in der Geschichte haben mir gut gefallen. Jede der Schwestern ist unterschiedlich und bringt ihr eigenes Temperament mit in die Geschichte. Dazu kommen noch ganz andere spannende Figuren, die so die Geschichte ergänzen. Besonders gut gefallen hat mir die Kulisse von New York in diesen Jahren. Die Stadt ist wirklich vor mir lebendig geworden und man konnte richtig die Schauplätze betreten. Den Sprachstil fand ich nicht schlecht, weil er auch sehr schön Details beschreibt, aber irgendwie doch etwas anstrengend zu lesen. Für mich war es kein Buch, das ich nicht aufgehört habe zu lesen, ich habe viele Pausen gebraucht. Trotzdem habe ich es genossen, die Geschichte zu lesen und empfehle sie auch herzlich weiter.
Interessantes Einwandererschicksal in New York
von bookloving - 26.05.2019
Mit ihrem neuesten historischen Roman "Eine eigene Zukunft" hat die spanische Autorin María Dueñas ein bewegendes Familienepos verfasst über das Schicksal dreier Schwestern einer spanischen Einwandererfamilie in New York und ihren hart erkämpften Neubeginn in der Fremde in den späten 1930iger Jahren. Trotz hochinteressanter Thematik, stimmigen historischen Flairs und eines beeindruckenden Schreibstils konnte mich der Roman leider mit seinem Handlungsverlauf wenig überzeugen und ließ mich etwas enttäuscht zurück. In vielen Episoden beschreibt Dueñas sehr eindringlich und anschaulich, wie die drei Schwestern Mona, Victoria und Luz nach dem tragischen Unfalltod des Familienoberhauptes Emilio Arenas gemeinsam mit ihrer recht lebensuntüchtigen Mutter völlig auf sich allein gestellt, der englischen Sprache nicht mächtig und nahezu mittellos versuchen, sich durchzuschlagen, in einem völlig fremden Land Fuß zu fassen und schließlich ihre eigene Zukunft in die Hand zu nehmen. Sehr realistisch und lebendig fängt die Autorin das unnachahmliche Flair der Weltstadt New York in den 1940ger Jahren ein, ein faszinierender Schmelztiegel der Kulturen und unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und gibt interessante Einblicke in die historischen Hintergründe. Im turbulenten Manhattan begegnet der Leser all den hoffnungsvollen Einwanderer aus allen Herren Länder, die sich und ihren Kindern den "American Dream" ermöglichen wollen, von einem besseren, sorgenfreien Leben in Freiheit und Wohlstand träumen und schließlich in der ernüchternden Realität ankommen. Geschickt zeigt sie auch die die Spannungen zwischen den verschiedenen ethnischen Einwanderungsgruppen auf und zeichnet sehr anschaulich, die zahlreichen Schwierigkeiten und Herausforderungen nach, mit denen die Immigranten im Alltag zu kämpfen haben. Auch die entwurzelte Familie Arenas findet bei ihrem verzweifelten Überlebenskampf in der feindseligen Großstadtmetropole Rückhalt und Unterstützung in der spanischen Einwanderer-Gemeinschaft. Die Protagonistinnen sind von Dueñas sehr differenziert und einfühlsam charakterisiert und die Persönlichkeiten der drei Arensa-Schwestern vielschichtig und lebendig ausgearbeitet. Mit der ältesten konfliktscheuen Victoria, über die anpackende, pragmatische Mona bis hin zur etwas naiven Luz, die vom Ruhm träumt und sich stets mit den falschen Männern einlässt, hat sie für die drei jungen Frauen sehr unterschiedliche, interessante Charaktere entworfen. Jede von ihnen durchlebt eine andere Entwicklung und hat so manche Enttäuschung und Rückschläge auf ihrem Lebensweg durchzustehen. Sehr fesselnd ist es ihr Schicksal mitzuverfolgen und schließlich mitzuerleben, wie diese Frauen ihren Alltag meistern, allmählich ihr neues Leben in Selbstständigkeit angehen und ihr Glück in der neuen Heimat finden, auch wenn ich mir manches Mal bei ihnen ein wenig mehr Kampfgeist, Mut und Tatkraft gewünscht hätte. Sehr schön ist es mitzuerleben, wie die Niederlagen und gemeinsam angepackten Hürden ihren Familienzusammenhalt stärken und sie zusammenschweißen. Der Einstieg in das wendungsreiche und wechselvolle Familienepos ist dank des mitreißenden, atmosphärisch dichten und wortgewaltigen Schreibstils der Autorin sehr vielversprechend. Die vielen eingeflochtenen, abschweifenden Nebengeschichten und unzähligen Nebenfiguren wirken allerdings etwas verworren und überladen. Für meinen Geschmack machten sie den Handlungsverlauf recht unübersichtlich und ließen zeitweise deutliche Längen aufkommen. FAZIT Ein eindrucksvoller historischer Roman mit stimmigem historischen Flair und ein bewegendes Familienepos über das Schicksal dreier Schwestern einer spanischen Einwandererfamilie in New York, das mich allerdings nicht völlig überzeugen konnte.
Der Traum von einer eigenen Zukunft
von Lese-katze92 - 13.05.2019
Emilio Arenas ist ein Lebemann, wie er im Buche steht. Verantwortung oder Verpflichtungen sind ihm seit jeher ein Graus. So ist es auch wenig verwunderlich, dass er seine Frau und die gemeinsamen Kinder nach einem kurzen Aufenthalt zuhause schnell wieder verlässt, um in die Welt hinauszuziehen. Während Frau und Kinder im heimischen Spanien ein scheinbar beschauliches Leben führen, reist Emilio durch die Welt. Seine Arbeiten sind dabei ebenso vielseitig, wie die Länder die er bereist. Als er eines Tages auf einer seiner vielen Zwischenstationen in New York von einer Geschäftsaufgabe Wind bekommt, sieht er seine Chance. Endlich könnte er etwas aus seinem Leben machen, er würde seine Frau und die gemeinsamen Kinder nachholen, sobald es ihm möglich wäre. Gemeinsam würden sie ein glückliches und gut situiertes Leben in New York führen. Doch es kommt anders. Als die Schwiegermutter in der Heimat stirbt, stehen seine Frau und die gemeinsamen Töchter vor dem Nichts. Kurzentschlossen sorgt Emilio dafür, dass sie schon jetzt zu ihm kommen können und ihn beim Aufbau des Familienunternehmens unter die Arme greifen, immerhin hat er sich doch für sie verschuldet. Als Emilio jedoch eines Tages bei einem tödlichen Unfall verunglückt, stehen seine Frau und die gemeinsamen Töchter nicht nur vor dem finanziellen Ruin, auch müssen sie eine Lösung für ihr schlecht laufendes Familienlokal finden. Wird es Ihnen dennoch gelingen, ihr persönliches Glück in der doch so fremden neuen Heimat zu finden?  Mir hat der Schreibstil der Autorin ausgesprochen gut gefallen. Auch ihre detaillierte Erzählweise konnte mich für sich gewinnen, wenngleich manche Stellen doch einige Längen aufwiesen. Einfühlsam und zugleich fesselnd erzählt die Autorin aus dem zeitweilig doch strapazenreichen Leben der Familie, weshalb es mir als Leserin gut gelungen ist, die Emotionen und Handlungen der Protagonisten nachzuvollziehen. Aber auch die einzelnen Beschreibungen der Umgebung wirkten auf mich authentisch und konnten mich direkt in ihre Welt ziehen. Wie ist es wohl, wenn man plötzlich auf eigenen Beinen stehen und für das Leben kämpfen muss? Einige Antworten auf diese Fragen liefern die Protagonisten, welche es wahrlich nicht leicht haben, dennoch aber Stärke beweisen und ihren Weg beschreiten. Neben dem Schicksal der Eimwandererfamilie stehen aber auch andere Dinge im Vordergrund wie Zusammenhalt und Verbundenheit, weshalb mich der Handlungsverlauf zusätzlich an die Geschichte fesseln konnte.
Beeindruckender Roman
von Edith Lannert - 05.05.2019
Der Andalusier Emilio war ein Leben lang auf den Weltmeeren zuhause. Er stattete seiner Frau und den drei Töchtern Victoria, Mona und Luz immer nur kurzfristige Besuche ab und ließ sie in der Obhut der Schwiegermutter zurück. In New York beschließt Emilio seßhaft zu werden und holt nach dem Tod der Schwiegermutter seine Familie gegen den Willen der Mädchen nach New York. Er übernimmt ein Lokal und arbeitet hart, um die Schulden abzahlen zu können. Als Emilio tödlich verunglückt, steht die Familie vor einem großen Problem: wie soll es mit ihnen nun weitergehen? Als man das große Gesangs- und Showtalent von Luz entdeckt, beschließen die drei Schwestern, das väterliche Lokal in einen Nachtklub zu verwandeln und müssen dabei einen langen, steinigen Weg mit unliebsamen Überraschungen gehen. An diesem Roman hat mich vor allem die Entwicklung der drei Charaktere Victoria, Mona und Luz beeindruckt. Zu Beginn der Geschichte fand ich diese Mädchen eher unsympathisch: sie sind bockig, frech, antriebslos, nur am Lamentieren und unterstützen die Eltern nur widerwillig beim Aufbau einer eigenen Existenz. Als sie nach dem Tod des Vaters beschließen, einen Nachtklub zu eröffnen, wachsen sie über sich selbst hinaus. Jede entdeckt ihre Stärken, mit denen sie zur Verwirklichung ihres Traums beitragen wollen. Sie nabeln sich von ihrer Mutter ab und nehmen ihr Leben selbst in die Hand. Ihr Leben wird geprägt durch unglückliche Liebesbeziehungen, Gewalt und Betrug. Aber sie lernen auch die andere Seite des Lebens kennen, wie wahre Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt in der Not. Ein wunderschöner und spannender Roman, den man nur weiterempfehlen kann!
Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt
von Wencke - 28.04.2019
Die Buchbeschreibung und die Leseprobe haben mich sehr neugierig auf das gesamte Buch gemacht. Es klang so vielversprechend! Der Vater von Victoria, Mona und Luz hat im New York von 1936 das Glück für seine Familie gesucht. Er möchte dort mit Unterstützung der Familie ein Restaurant führen. Seine Frau und seine drei Töchter kommen nach, sie hatten bislang im heimischen Spanien gelebt. Kurz nach der Ankunft der Familie kommt der Vater bei einem Unglück zu Tode. Nun beginnt für die Familie eine sehr schwere Zeit, die durch die sprachlichen Probleme bei der Verständigung mit anderen Menschen, nicht einfacher wird. Den Schreibstil hatte ich zu Beginn des Buches als sehr atmosphärisch wahrgenommen. Allerdings bin ich im Verlauf des Buches mit diesem Schreibstil nicht warm geworden. Mir ist es nicht gelungen, richtig in die Geschichte einzutauchen. Viele Personen, vieles Hin und Her haben meiner Meinung nach das Interessante auf der Strecke gelassen. Ich finde es wirklich sehr schade, denn trotz des ungewöhnlichen Schreibstils hätte es eine packende und spannende Einwanderergeschichte werden können.
Interessant, aber schwerfällig
von Anonym - 28.04.2019
Sehr steif und nur mäßig ansprechend begrüßt eine streng gekleidete junge Frau den Leser auf dem Cover. Viel einladender dagegen ist die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken, welche von Lebenslust und Willen zeugt, das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die ersten Seiten des Buches sind sehr interessant geschrieben und auch die erzählte Geschichte um den spanischen Familienvater und Weltenbummler Emilio weckt eine gewisse Neugier beim Leser. Als junger Mann aus Spanien fast schon geflohen, wandte er sich der Weltgeschichte zu, trudelte manchmal zu Hause ein, während sich seine Frau im Spanien der 20er und 30er Jahre selbst durchschlagen musste und ein Kind nach dem anderen bekam. So lebte sie mit ihren drei Mädchen ein eigenständiges Leben, bis ihre familiäre Stütze in der Heimat wegbrach und sich Emilio nun gezwungen sah, Frau und Kinder zu sich zu holen: nach New York, seiner Wahlheimat. Missmutig und ohne Wunsch nach Integration zeigten die drei jungen Frauen der Weltstadt die kalte Schulter, behandelten alle Nachbarn und Freunde unfreundlich und gaben sich auch im familiären Geschäft keinerlei Mühe. Bis eines Tages das Schicksal zuschlug, Emilio einen grauenvollen Tod fand und ab diesem Moment vier Frauen in einer fremden Stadt auf sich selbst gestellt waren. Eine Idee kristallisiert sich schnell heraus: den vom Vater betriebene Restaurant in einen Nachtclub zu verwandelt. Auf den ersten Seiten des Buches noch etwas Neuem und Interessantem geleitet, muss der Leser schnell feststellen, dass sich eine gewisse Langatmigkeit über die gesamte erste Hälfte des Buches ausdehnt. Wie eine Spinne ihre Beine spreizt die Autorin ihre Worte in alle auftauchenden Personen aus, beschreibt sie sehr intensiv und bringt sie mit den Mädchen der Familie in Zusammenhang. Was für die Abhandlung des Buches zwar sinnvoll erscheint, gibt dem Buch in diesem Moment allerdings etwas Schwerfälliges, was auch auf den Leser übergeht. Den Werdegang der Mädchen zu begleiten, macht Spaß und wiegt die eben noch gestreute Schwerfälligkeit ein bisschen auf. Nichtsdestotrotz scheint es, als sei das Ziel, den Nachtclub zu eröffnen, nicht das Hauptaugenmerk, auf das sich die Autorin hier fixiert. Scheinbar ist alles anderen interessanter, das sich diese Gegebenheit immer weiter nach hinten verschiebt, als würde sie gar kein Teil der angepriesenen Geschichte auf dem Buchrücken darstellen. Selbstverständlich basiert alles, was die Mädchen tun, auf diesem Ziel, jedoch muss ich zugeben, habe ich hier definitiv mehr erwartet. Der Schreibstil ist einer, in den ich mich persönlich erst hineinfinden musste. Zwar ist die Art sehr flüssig und stimmig, doch das Gesamtpaket brauchte etwas, um mich mitzureißen. Ebenso hat die gesamt Handlung mich erst im letzten Drittel des Buches wirklich erwischt, sodass ich mich ab dort wirklich erst im Buch wiedergefunden habe. Zusammenfassend ist das Buch etwas schwerfällig, dennoch definitiv interessant. Es hat mich fasziniert in eine Weltstadt der 30er Jahre entführt zu werden, eine Entwicklung zu verfolgen, welche sehr emotional war.
Spanische Einwanderinnen schlagen sich in New York durch
von Anonym - 27.04.2019
Dieser Roman hat mir gut gefallen, dreht er sich doch um ein Thema, über das ich bislang nicht viel wusste - wie sich aus Spanien nach Amerika Mitte der 1930er Jahre eingewanderte Frauen in ihrer neuen Heimat durchschlugen. Nachdem ihr stets in der Weltgeschichte herumvagabundierender Vater endlich in New York sesshaft geworden ist und einen Gaststättenbetrieb aufgenommen hat, holt er 1936 seine in ärmlichen Verhältnissen lebenden drei Töchter und seine Ehefrau gegen deren Willen aus Spanien nach. Schon bald verunglückt er tödlich und seine Angehörigen würden am liebsten umgehend nach Spanien zurückkehren. Allerdings hält sie zunächst noch das Versprechen einer sich um sie kümmernden Anwältin, aus dem Unglücksfall ihres Vaters eine Entschädigung für sie herauszuholen. Um in der Zwischenzeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen, verwandeln sie die unrentable Gaststätte in einen Nachtclub, mit dem sich vor allem die Schwestern einen Lebenstraum verwirklichen. Dabei können sie auf so manche helfende Hand neuer Bekannter zurückgreifen, sehen sich aber auch vielen Hindernissen ausgesetzt. Wie spanische Einwanderer in das gelobte Amerika kommen und dann doch wieder nur ein ärmliches Leben führen müssen, ist gelungen dargestellt. Auch der Zusammenhalt der verschiedenen Einwanderergemeinschaften ist beispielhaft. Die vier Protagonistinnen sind sehr individuell. Während die Mutter ihre Töchter rasch unter die Haube bringen will und nur am Lamentieren ist, nutzen die Mädchen ihre neue Chance, um Träume zu verwirklichen und Eigenständigkeit zu erlangen. Vor allem für die Jüngste bieten sich Möglichkeiten, als Tänzerin erfolgreich zu werden. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. So verschieden alle Frauen auch sind und sich oftmals untereinander bekriegen, so halten sie doch in Krisensituationen zusammen. Den Hauptfiguren wurden eine Menge weiterer helfender und opponierender Personen an die Seite gestellt, ohne dass die Geschichte dadurch an Übersichtlichkeit verliert. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Handlung nur in einigen Monaten im Jahr 1936 angesiedelt ist und es unrealistisch ist, was die Familie in diesem kurzen Zeitraum alles erlebt.
Hervorragendes Flair
von Anonym - 25.04.2019
Drei junge Frauen - Schwestern - kommen 1936 mit ihrer Mutter aus Andalusien nach New York, um mit dem vor vielen Jahren ausgewanderten Vater ein gemeinsames Leben zu führen. Der Vater kommt bei einem Unfall im Hafen ums Leben, Mutter und Töchter stehen hilf- und mittellos, allein und ohne Sprachkenntnisse da. Hier beginnt für mich die eigentliche Geschichte, in der das New York der spanisch sprechenden Emigranten beschrieben wird. Dabei kommen so viele neue, interessante und lebendige Charaktere zum Vorschein, dass die Entwicklung der drei Schwestern für mich bald nebensächlich wurde. Schwester Lito, Tony und Fidel, Luciano und Chano Barona, das sind für mich die eigentlichen Hauptpersonen des Buches, deren Schicksale mich mitfühlen ließen. Die Schwestern Victoria, Mona und Luz wurden für mich immer blasser und weniger authentisch. Wie ich es schon aus "Wenn ich jetzt nicht gehe" kannte, fand ich auch bei diesem Roman den Anfang etwas zäh. Erst mit steigender Anzahl an Kapiteln steigern sich Geschwindigkeit und Spannung. Mir kam es so vor, als ob der Schreibstil bis zum fulminanten Finale immer flüssiger wurde. Dabei fand ich das Leben der spanischen Auswanderer sehr interessant und lesenswert beschrieben, das Flair der Einwandererinseln in New York ist sehr atmosphärisch und wird greifbar.
Im New York der 30er Jahre
von buecherwurm_01 - 24.04.2019
Drei Schwestern kommen gegen ihren Willen ins New York der 30er Jahre. Ihr Vater hat dies vorbereitet und ihre Mutter wagt keinen Widerspruch und reist mit ihnen in die USA. Sie weigern sich, anzukommen und Englisch zu lernen. Selten verlassen sie ihr Viertel. Widerwillig arbeiten sie im schlecht laufenden Restaurant ihres Vaters. Dieser fällt kurz nach ihrer Ankunft einem Unfall zum Opfer. Ihnen werden als Entschädigung Geld und Schiffspassagen zurück nach Spanien angeboten. Sie entscheiden sich jedoch für ein Schadenersatzverfahren, das sich bis zum Ende durch die Geschichte zieht. Die Drei entwickeln sich selbstverständlich in ihre eigene Richtung und doch bleiben sie miteinander verbunden. Jede findet letztendlich ihre eigene Zukunft. Die Geschichte ist aus dem Leben gegriffenen und verzichtet auf Klischees, dadurch ist sie absolut authentisch. Die Nebencharaktere sind gut gewählt und passen sehr gut ins Bild. Die Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil total in den Bann der Geschichte gezogen. Ich habe mitgelittenen und bin emotional mit den Protagonistinnen verbunden gewesen. Selten bin ich so in eine Geschichte eingetaucht. Das New York der 30er Jahre ist vor meinen Augen auferstanden, die Atmosphäre ist fühlbar - ein toller Lesegenuss. Dieser Roman hat mich rundum begeistert. Daher von mir 5 Sterne mit uneingeschränkter Leseempfehlung.
Drei Frauen gehen ihren Weg im New York der 1930er Jahre
von BigZ - 24.04.2019
Emilio, der viele Jahre ein unstetes Leben an allen möglichen Orten auf der Welt geführt hat, scheint nun tatsächlich ein Plätzchen gefunden zu haben, an dem er zusammen mit seiner Familie, seiner Frau und seinen drei schon fast erwachsenen Töchtern, sesshaft werden will. Und so holt er diese von Andalusien, wo sie bisher gelebt haben, nach New York, um dort mit ihrer Hilfe ein kleines spanisches Lokal zu betreiben. Doch dann kommt es zu einem Unfall, Emilio stirbt und die vier Frauen bleiben verzweifelt und zumindest anfangs hilfslos zurück. Wie soll es weitergehen. Gerade die drei Töchter, Victoria,Mona und Luz, kommen letztendlich zu dem Schluss, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen müssen und so beschließen sie, in den Räumen ihres Restaurants einem Nachtclub zu eröffnen. Der Weg, diesen erfolgreich zu führen, ist steinig und macht auch den jungen Frauen ganz neue Menschen. Sie erkennen ihre eigenen Fähigkeiten und werden von zurückgezogenen zaghaften und zweifelnden Menschen zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten. Es ist eine Freude, diese unterhaltsame Familiengeschichte mit all ihren Wendungen im New York der 1930er Jahren in dieser sehr umtriebigen Zeit zu lesen. Der wunderbar fließende Schreibstil der Autorin und das ständig in Bewegung befindliche Leben der nie aufgebenden Familie machen den Roman zu einem wahren Genuss und es fällt einem schwer, dieses Buch überhaupt einmal aus der Hand zu legen.
Drei Frauen gehen ihren Weg im New York der 1930er Jahre
von BigZ - 24.04.2019
Emilio, der viele Jahre ein unstetes Leben an allen möglichen Orten auf der Welt geführt hat, scheint nun tatsächlich ein Plätzchen gefunden zu haben, an dem er zusammen mit seiner Familie, seiner Frau und seinen drei schon fast erwachsenen Töchtern, sesshaft werden will. Und so holt er diese von Andalusien, wo sie bisher gelebt haben, nach New York, um dort mit ihrer Hilfe ein kleines spanisches Lokal zu betreiben. Doch dann kommt es zu einem Unfall, Emilio stirbt und die vier Frauen bleiben verzweifelt und zumindest anfangs hilfslos zurück. Wie soll es weitergehen. Gerade die drei Töchter, Victoria,Mona und Luz, kommen letztendlich zu dem Schluss, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen müssen und so beschließen sie, in den Räumen ihres Restaurants einem Nachtclub zu eröffnen. Der Weg, diesen erfolgreich zu führen, ist steinig und macht auch den jungen Frauen ganz neue Menschen. Sie erkennen ihre eigenen Fähigkeiten und werden von zurückgezogenen zaghaften und zweifelnden Menschen zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten. Es ist eine Freude, diese unterhaltsame Familiengeschichte mit all ihren Wendungen im New York der 1930er Jahren in dieser sehr umtriebigen Zeit zu lesen. Der wunderbar fließende Schreibstil der Autorin und das ständig in Bewegung befindliche Leben der nie aufgebenden Familie machen den Roman zu einem wahren Genuss und es fällt einem schwer, dieses Buch überhaupt einmal aus der Hand zu legen.
Drei Schwestern kämpfen fernab der Heimat im New York der 30er Jahre um Ihre Zu
von duenefi - 24.04.2019
Nachdem El Capitan Emilio Arenas nach vielen Jahrzehnten als Seefahrer, Herumtreiber und ruheloser Geist endlich im 2ten spanischen Viertel von New York seßhaft wird und dabei ist, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, wandern umständehalber auch seine Frau und die drei Töchter Victoria, Mona und Luz ein. Die Eltern rackern sich ab, und die Töchter weigern sich beharrlich und trotzig, den Eltern zur Seite zu stehen und in New York Fuß zu fassen. Dann ereilt die Familie aber ein schweres Schicksal, der Vater verstirbt plötzlich bei einem Unfall mit 52 Jahren und die Frauen müssen sehen, wie sie von da an zurechtkommen, allein auf sich gestellt. Man taucht ein in die bunte Welt der Arenas-Schwestern, jede meistert die Situation auf ihre eigene Weise, aber wenn es darauf ankommt, halten sie doch immer wieder zusammen...Ideen, Talente, Liebe, Enttäuschungen, das alles ist hier dabei. Der Schreibstil der Autorin ist quirlig und temperamentvoll. so wie man sich das bei einer Spanierin vorstellt. Die Atmosphäre des trubeligen New York der 30er Jahre wird lebhaft und eindrucksvoll geschildert, man kann förmlich die Rufe der Zeitungsjungen hören und den Fisch am Hafen riechen... Das Buch ist klasse zu lesen, zwischendurch sind allerdings einige Passagen etwas langatmig, da hätte man das Ganze etwas straffen können...
Der schwierige Weg der Schwestern Arenas in eine eigene Zukunft
von Philo - 24.04.2019
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da ich das großartige Buch der Autorin Wenn ich jetzt nicht gehe gelesen habe. Einen solchen Erfolg zu wiederholen, ist gewiß nicht einfach und hier auch nicht wirklich gelungen. Maria Duenas behandelt ein interessanes Thema, in dem es um spanische Einwanderer nach New York geht, die hier ums Überleben und eine eigene Zukunft kämpfen. So auch die drei Schwestern Victoria, Mona und Luz Arenas mit ihrer Mutter Remedios. Der Vater Emilio holte seine Familie im Jahr 1936 nach New York, nachdem er beschlossen hatte, sein Leben als Weltenbummler aufzugeben und in New York seßhaft zu werden. Mit einem kleinen Lokal wollte er den Lebensunterhalt seiner Familie sichern. Da Emilio aber kurz darauf durch einen Unfall ums Leben kommt, ist seine Familie gezwungen, alleine für das Überleben zu kämpfen. Ohne Sprachkenntnisse und aus eigener Kraft schaffen die drei Schwestern es trotz aller Bemühungen nicht, das kleine Restaurant in einen Nachtclub zu verwandeln. Es gibt etliche Personen, die sie daran hindern wollen. Da sind zum Beispiel der windige Anwalt Mazza mit seinem Neffen und der Talentsucher Kruzan. Aber es gibt auch helfende Hände, z. B. Fidel, den Sohn eines Bestatters, Luciano Barona und sein Sohn Chano, Tony, der Sohn eines Freundes und Schwester Lito, eine Nonne, die mir am meisten imponiert hat. Packend und in einer lebhaften und bildreichen Sprache beschreibt die Autorin das Leben der Einwanderer in der damaligen Zeit und deren Wunsch, eines Tages wieder in die alte Heimat zurückzukehren. Zunächst einmal aber müssen sich die Schwestern Arenas mit den Widrigkeiten auseinandersetzen, die der tägliche Überlebenskampf mit sich bringt. Zu einfach tun sich für mein Verständnis immer wieder neue Wege auf, indem Tony eine Unmenge Leute kennt und Zugang zu vielen Hilfsmöglichkeiten hat. Daß er obendrein auch noch zum Privatsekretär des enterbten spanischen Thronfolgers wird, hat mit der eigentlichen Handlung wenig zu tun. Ich finde das Buch ist mit zu vielen Personen und Ereignissen überfrachtet und hätte sich besser auf den Lebensweg der Schwestern konzentriert. So finde ich den Epilog unbedingt lesenswert, weil er aufzeigt, was letztendlich aus den Schwestern wird. Alles in allem fand ich das Buch gut geschrieben und lesenswert. Was hat die Menschen veranlaßt, ihre Heimat zu verlassen, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen, ohne zu wissen, was sie dort erwartet. Diese Frage hat die Autorin sehr gut beantwortet und das Buch somit eine Leseempfehlung verdient.
Eine tolle Familiengeschichte
von nellsche - 23.04.2019
1936 kommen Victoria, Mona und Luz gemeinsam mit ihrer Mutter von Andalusien nach New York, um ihren Vater Emilio Arenas in dessen kleinen Restaurant zu unterstützen. Das ist nicht einfach für die Frauen, da sie auch die Sprache nicht beherrschen. Dann geschieht ein Unglück und Emilio stirbt. Um sich und das Lokal über Wasser zu halten, entwickeln sie einen Plan - das Lokal wird kurzerhand ein Nachtclub. Dies war das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. Gerne möchte ich auch weitere von ihr lesen, da mir dieses Buch sehr gut gefallen hat.  Der Schreibstil ließ sich sehr gut und flüssig lesen und ich konnte direkt spüren, dass dieser Roman von einer Spanierin verfasst wurde. Das Temperament sprang so manches Mal direkt durch die Seiten zu mir. Ich fühlte mich während des Lesens in die 1930er Jahre versetzt und konnte bestens in die damalige lebendige Zeit eintauchen. Das Flair wurde wirklich hervorragend beschrieben und vermittelt.  Die Charaktere waren greifbar und authentisch und ich hatte ein gutes Bild von ihnen vor Augen. Ich war in der Lage, mich in sie hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufühlen. Ich konnte richtiggehend mitfiebern und mithoffen, dass sich alle ihre Träume irgendwann erfüllen mögen.  Hervorragend skizziert wurde das Familienband und das Miteinander der Schwestern, auch mit der Mutter. Es war total faszinierend zu lesen, wie sie sich fernab der Heimat durchschlugen, was sie alles erlebten und wie sie sich entwickelten. Durch interessante Wendungen und Erlebnisse entfaltete sich eine tolle Spannung, die mich an der Geschichte festhielt. Allerdings gab es auch ein paar kleine Längen, die ich dann aber auch schnell gelesen hatte.  Eine tolle Familiengeschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
Schade
von J.S. - 17.04.2019
Ich fand die Idee des Buches so toll, aber um es gleich vorweg zu nehmen: Für mich persönlich konnte sie nicht so umgesetzt werden. Der Vater vermacht den Töchtern nach seinem Tod seinen Restaurant. Seine Töchter, aufgewachsen in Spanien sind ihm erst kurz vor sein Ableben nach New York gezogen. Auf einmal auf sich allein gestellt, übernehmen sie das schlecht laufende Restaurant und damit verändert sich alles. Die Geschichte ist super, die Charaktere mochte ich auch, aber leider den Schreibstil überhaupt nicht. Es gibt kaum Dialoge. Getragen wird das Buch von dem allwissenenden, unemotionalen Erzähler. Man kommt so kaum an die Geschichte heran. Immer wenn man denkt, jetzt geht es los, passiert irgendwie doch nichts. Schade.
Packender, abwechslungsreicher Einwanderinnenroman im New York der 40er Jahre
von Xirxe - 15.04.2019
Eine neue Heimat, eine unbekannte Sprache, fremde Gesichter - es ist wirklich eine neue Welt, die die drei spanischen Schwestern Victoria, Mona und Luz im Jahre 1936 in New York eher widerwillig betreten. Ihr Vater hat sie und ihre Mutter aus dem armen Südeuropa geholt, um für sich und seine Familie in Amerika ein neues Leben aufzubauen. Ein Restaurant soll dies ermöglichen, El Capitán, und obwohl die Aussichten nicht sehr rosig sind, arbeiten sie weiter und weiter. Bis der Vater bei einem Unfall stirbt und keine der Frauen mehr weiß, wie es weitergehen soll. Zurück wollen sie, nach Spanien, doch sie haben Schulden und die Überfahrt ist teuer. Da eröffnet sich ihnen eine ungeahnte Möglichkeit, die sie umgehend nutzen wollen; doch plötzlich gibt es eine weitere Chance, die noch erfolgversprechender scheint. Es sind aufregende Monate und Jahre, in denen man die sehr unterschiedlichen Schwestern auf ihren Wegen in der neuen Heimat begleitet. Die Autorin beschreibt das Leben der Drei beispielhaft für die vielen (sicherlich nicht nur) spanischen ImmigrantInnen, die mit viel Mühe danach streben, sich eine neue Existenz aufzubauen. Ohne die Hilfe und Solidarität ihrer schon länger dort lebenden Landsleute hätten sie vermutlich kaum eine Chance, denn immer wieder geraten sie an Menschen, die versuchen, ihre prekäre Existenz zum eigenen Vorteil auszunutzen. Obwohl alle Drei starke Persönlichkeiten mit einem unbeugsamen Willen sind, kommen sie angesichts windiger Künstleragenten und krimineller Rechtsanwälte doch an ihre Grenzen. Ein allwissender Erzähler begleitet die Geschichte, sodass man nicht nur die Schwestern im Blick hat sondern auch jene, die sie unterstützen und ihnen zugetan sind. Vielleicht ist dies der Grund, weshalb man den Hauptfiguren nicht so nahe kommt, wie es in manch anderen Büchern der Fall ist. Die Szenenwechsel sind manchmal abrupt und es gilt so Vieles im Blick zu behalten, dass es auf diese Weise einfach schwierig ist, eine grössere Nähe zu den Protagonistinnen aufzubauen. Trotzdem ist es eine unterhaltsame und lesenswerte Lektüre, die zudem zeigt, wie mühsam es ist, sich ein neues Leben in der Fremde aufzubauen.
Etwas märchenhaft
von raschke64 - 15.04.2019
Mitte der 1930er Jahre kommen drei junge Frauen mit ihrer Mutter von Spanien nach New York. Der Vater, der sich jahrelang nicht um sie gekümmert hat, möchte plötzlich seine Familie um sich haben und holt alle nach Amerika. Dort hat er ein kleines Restaurant eröffnet und alle sollen helfen. Doch bei einem Unfall im Hafen stirbt der Vater bald und die Familie steht ziemlich mittellos da. Die Mädchen versuchen, sich ein Leben aufzubauen. Für mich war das Buch ein wenig wie ein modernes Märchen. Da kommen drei junge Mädchen aus Spanien nach Amerika. Anfangs werden sie ein bisschen dargestellt, als kämen sie aus dem tiefsten Urwald und hätten noch nie etwas von Zivilisation bemerkt. Ihre Mutter ist da sogar noch etwas schlimmer, sie verweigert sich allem. Im Laufe des Buches entwickeln sich die Mädchen zu jungen Frauen, die eigene Wege gehen und die sich auch dem Leben in New York anpassen. Sie lernen verschiedene Menschen kennen, die ihnen gut tun, die ihnen aber auch Schaden bringen. Am Ende des Buches gibt es dann wie im Märchen auch wieder eine besondere Wendung. Alles in allem aber eine gut lesbare Geschichte über noch gar nicht so lange vergangene Zeiten und über eine Entwicklung einer Familie
¿Phoebe¿
von tigerbea - 14.04.2019
Phoebe zieht das große Los: Als Welpe mit ihren Geschwistern ausgesetzt, landet sie in einem ausländischen Tierheim. Dort wird sie von der Pflegerin schlecht geredet - doch Uwe Krauser hat sein Herz an Phoebe verloren. Und so beginnt für Phoebe, Uwe und Oliver eine aufregende und lustige Zeit. Aus der Phoebe hier aus dem Nähkästchen plaudert. Dieses Buch ist so herzerwärmend! Schon das Cover verspricht genau das, was der Inhalt wiedergibt: Eine liebevolle Geschichte, die Spaß bereitet und aus verschiedenen Gründen Tränen erzeugt. Zum Einen sind dies Lachtränen, denn Phoebe erzählt aus Hundesicht über viele Dinge, die aus ihrer Sicht halt anders wirken als aus unserer Sicht. Dies hat Uwe Krauser perfekt umgesetzt. So zum Beispiel der Kampf um das Bett. Da hat Phoebe so ihre Geheimwaffen - und mit Uwes Verhalten bekommt der hundehaltende Leser einen Spiegel vorgehalten. Sie erzählt aus ihrem Job als Hotelhund, den sie sehr ernst nimmt, von ihren Urlauben in der Hundepension und ihren Erlebnissen mit ihren vier- und zweibeinigen Freunden. Und den Menschen, die im Laufe der Geschichte erst noch zu ihren Freunden werden. Aber es kommt auch traurige Stimmung auf. Denn auch Phoebe hat es nicht immer leicht und lernt das Leben auch von der Schattenseite kennen. Uwe Krauser schreibt aus der Sicht von Phoebe - dies ist ihm absolut gelungen. Das Buch ist nicht kitschig rosarot - hier wird alles thematisiert, was ein Hundehalter so erlebt. Dies wird auf liebenswerte Art beschrieben - man merkt, daß Phoebe und Uwe ein absolutes Team bilden. Die zwei, zusammen mit Oliver und später Layla, sind eine Familie, in der jeder für jeden alles gibt! Ich hoffe sehr, daß dieses Buch eine Fortsetzung findet - die vier sind mir sehr ans Herz gewachsen!
Anders als erwartet, aber okay
von Furbaby_Mom - 14.04.2019
Die spanische Bestsellerautorin María Dueñas hat mit diesem historischen Roman ein spannendes Werk über das Schicksal einer andalusischen Einwandererfamilie im New York der 1930er Jahre geschrieben. Als die drei Schwestern Victoria, Mona und Luz im Jahr 1936 von ihrer Mutter dazu gezwungen werden, ihre geliebte Heimat aufzugeben um nach Amerika überzusiedeln, wo der Vater der Familie - zu dem sie bisher aufgrund seines rastlosen Lebenswandels ein eher gleichgültiges Verhältnis hatten - sich mittlerweile niedergelassen und ein Restaurant eröffnet hat, sind sie fest entschlossen, Widerstand zu leisten. Sie weigern sich, die englische Sprache zu lernen, verschließen sich vehement vor jeglichem Kontakt zu anderen Migranten und haben nur ein Ziel vor Augen: die Rückkehr nach Andalusien. Doch dann kommt alles anders - der Vater verunglückt und hinterlässt ihnen einen Schuldenberg; nun gilt es in erster Linie darum, das nackte Überleben zu sichern. Und so sehen sich die stolzen jungen Damen, die bisher ihren Nachbarn mit Hochmut und Ignoranz begegnet waren, nicht nur gezwungen, Andere um Hilfe zu bitten, sondern aufgrund der Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität ihrer Mitmenschen beschämt zu erkennen, wie unhöflich ihr eigenes Verhalten zuvor gewesen war. Die Zeiten sind hart, viele Amerikaner leiden selbst an den Folgen der Great Depression; die Wirtschaftskrise hat die Kluft zwischen Arm und Reich noch vertieft. Die Hindernisse, die den Frauen der Familie Arenas das Leben erschweren - der Kulturschock, Verständigungsschwierigkeiten aufgrund der Sprachbarriere, Männer, die ihre Notsituation finanziell wie zwischenmenschlich ausnutzen wollen - werden von der Autorin sehr authentisch widergegeben. Alle Schwestern sind sehr temperamentvolle und willensstarke Persönlichkeiten, dennoch könnten sie in ihren Lebensansichten unterschiedlicher kaum sein. Die eigenwillige Familiendynamik (inklusive lautstarker, hitziger Auseinandersetzungen, humorvoller Dialoge und Zuneigungsbekundungen) hat mich des Öfteren schmunzeln lassen, wäre mir im echten Leben allerdings zu anstrengend. Wir erhalten einen Einblick in die Gedanken zahlreicher Nebenfiguren, aber es sind vor allem die Schwestern, die als Hauptfiguren die Geschichte tragen, deren Charakterzüge und Ansichten sehr tiefgründig ausgearbeitet worden sind. Natürlich haben die Arenas-Schwestern, bildschön wie sie alle sind, allerlei Verehrer - meines Erachtens finden ein wenig zu viele Erwähnung, da ohnehin schon etliche Zusatzcharaktere eingearbeitet worden sind, was recht verwirrend ist und mich daran hinderte, mehr Nähe zu den Hauptfiguren aufzubauen. Meine stille Heldin war übrigens die unkonventionelle Nonne Schwester Lito. Von der ersten Seite an hat mir der angenehm flüssige Schreibstil gefallen; es gibt keine große Einleitung, man wird direkt in die Geschehnisse hineinkatapultiert, dennoch geraten die feinen Zwischentöne hierbei nicht in Vergessenheit. Es überwiegt ein unterhaltsamer Erzählton. Sicherlich war der Aufbau einer neuen Existenz in der damaligen Zeit kein leichtes Unterfangen, allerdings hätten es ruhig etwas weniger Rückschläge für die - zugegebenermaßen oftmals naiven - Damen sein können; diese Entwicklung hat dem Roman zu viel Schwere verliehen. Die Story um den spanischen Thronfolger machte für mich überhaupt keinen Sinn und hat die Handlung unnötig verworren, in die Länge gezogen und meinen Leseeindruck dahingehend geschwächt, dass ich mich durch diese Seiten eher notgedrungen durchgequält habe, als dass ich sie genießen konnte. Der Fokus hätte mehr auf der Arenas-Familie liegen sollen; auch die Abschweifungen ins Gangstermilieu erschienen mir völlig fehl am Platz und gefielen mir überhaupt nicht. Am schlimmsten fand ich jedoch die Erkenntnis, dass der im Klappentext angepriesene Nachtclub eine komplett untergeordnete Rolle spielt und quasi nie existiert. Ich hatte mir gerade diese Lokalität als zentrales Element des Werkes vorgestellt und fühlte mich daher von der Inhaltsangabe ein wenig getäuscht. Während der Lektüre hatte ich irgendwie immer das Gefühl, auf etwas Großes hinzusteuern, aber obwohl es durchaus überraschende Wendungen gab, reihten sich die Ereignisse hinsichtlich des Spannungsniveaus eher gleichmäßig aneinander und plötzlich war man am Ende des Romans angelangt, das mir - in Anbetracht der vielschichtigen vorherigen Handlungsstränge - ein wenig zu schnell abgehandelt und daher recht unglaubwürdig und halbherzig erschien. Ein solch tiefgründiges Werk hätte einen fulminanten Abschluss verdient; hier plätscherte das Ende jedoch eher so dahin und hat mich nicht sonderlich berührt. Fazit: Ein interessanter Schwesternroman über den Zusammenhalt einer Familie, amouröse Abenteuer, unternehmerische Neubeginne und das Leben als Einwanderer im Amerika der 1930er Jahre, den man gerne mal gelesen haben kann. Zwar hatte ich mir aufgrund des Klappentextes einen anderen Inhalt erwartet, dies wurde aber durch den wunderbaren Schreibstil ausgeglichen, daher gibt es von mir dennoch 4 Sterne.
Alle Kundenbewertungen anzeigen
Eigene Bewertung schreiben Zur Empfehlungs Rangliste
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Sicher & bequem bezahlen:
Bleiben Sie in Kontakt:
Hugendubel App
Zustellung durch:
1 Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche gekennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den gebundenen Preis eines mangelfreien Exemplars.

2 Diese Artikel unterliegen nicht der Preisbindung, die Preisbindung dieser Artikel wurde aufgehoben oder der Preis wurde vom Verlag gesenkt. Die jeweils zutreffende Alternative wird Ihnen auf der Artikelseite dargestellt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

4 Der gebundene Preis dieses Artikels wird nach Ablauf des auf der Artikelseite dargestellten Datums vom Verlag angehoben.

5 Der Preisvergleich bezieht sich auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers.

6 Der gebundene Preis dieses Artikels wurde vom Verlag gesenkt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

7 Die Preisbindung dieses Artikels wurde aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

10 Ihr Gutschein TONIE10 gilt bis einschließlich 30.11.2020. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung in der Buchhandlung möglich. Der Gutschein gilt nur auf Tonie-Figuren, Tonie-Transporter, Wandregale und Lauscher und nur solange der Vorrat reicht. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

11 Bestellungen ins Ausland und der DHL-Paketversand sind von der kostenfreien Lieferung ausgeschlossen.

* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.

*** Gilt für Bestellungen auf Hugendubel.de. Von dem verlängerten Rückgaberecht ausgeschlossen sind eBooks, Hörbuch Downloads, tolino select, das Leseglück-Abo, die eKidz.eu Apps sowie phase6 Apps. Das gesetzliche Widerrufsrecht bleibt hiervon unberührt.