Die hundert Jahre von Lenni und Margot

Roman. »Bezaubernd und zu Tränen rührend. « (Elle). Originaltitel: The Hundred Years of Lenni and Margot.…
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Manchmal ist es nicht so wichtig, was du im Leben erreichst, sondern mit wem du es teilst ...

Das Leben ist kurz. Niemand weiß das besser als die siebzehnjährige Lenni. Sie leidet an einer unheilbaren Krankheit, die ihr nicht mehr viel Zeit lässt. Was … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die hundert Jahre von Lenni und Margot
Autor/en: Marianne Cronin

ISBN: 3570104621
EAN: 9783570104620
Roman. »Bezaubernd und zu Tränen rührend. « (Elle).
Originaltitel: The Hundred Years of Lenni and Margot.
Deutsche Erstausgabe.
Übersetzt von Charlotte Breuer, Norbert Möllemann
Bertelsmann Verlag

18. April 2022 - gebunden - 400 Seiten

Beschreibung

Manchmal ist es nicht so wichtig, was du im Leben erreichst, sondern mit wem du es teilst ...

Das Leben ist kurz. Niemand weiß das besser als die siebzehnjährige Lenni. Sie leidet an einer unheilbaren Krankheit, die ihr nicht mehr viel Zeit lässt. Was soll sie mit gleichaltrigen Freunden, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben? Was soll sie anfangen mit der ihr verbleibenden Zeit, wenn sie noch so viele Fragen hat, die das Leben ihr nie beantworten wird?In einem Malkurs im Krankenhaus trifft sie auf Margot: dreiundachtzig, voller Lebenserfahrung, Witz und Widerspenstigkeit. Margot weiß, wie es ist, im letzten Kapitel des Lebens angekommen zu sein. Als sie entdecken, dass sie zusammen genau einhundert Jahre gelebt haben, fühlt es sich für Lenni an wie ein Weckruf. Sie wollen gemeinsam Bilder malen - für jedes ihrer hundert Jahre eins. Für all die kostbaren Momente, voller Liebe, Lachen und Weinen, voller Erinnerungen, von denen sie sich gegenseitig erzählen. Und auch wenn ihre gemeinsame Geschichte sich dem Ende neigt, spüren sie doch umso mehr, dass im Leben jeder Moment zählt, bis zum letzten Augenblick ...Ein unvergessliches Buch, das mit Anmut, Weisheit und ganz viel Herz davon erzählt, worauf es im Leben wirklich ankommt.»Bezaubernd und zu Tränen rührend. Diese Geschichte wird man so schnell nicht vergessen.« Elle


Portrait

Marianne Cronin wurde 1990 in Warwickshire, England, geboren. Nach ihrem Studium hat sie in Birmingham promoviert und nebenbei an ihrem ersten Roman gearbeitet. Von der ersten Idee bis zum letzten Satz hat sie die Geschichte von Lenni und Margot fast sieben Jahre lang begleitet. Dass der Roman so ein großer Erfolg werden würde, hätte sie niemals zu träumen gewagt: innerhalb weniger Tage wurde das Buch in 25 Länder verkauft und die Filmrechte gingen nach Hollywood. Marianne Cronin schreibt bereits an einem neuen Roman - unter den wachsamen Augen ihrer neuen vierbeinigen Mitbewohnerin, einer kleinen Katze aus der Haustierauffangstation, die es sich gerne unter ihrem Schreibtisch gemütlich macht.

Leseprobe

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Pressestimmen

»Marianne Cronin beherrscht das Drama ohne in Trauer zu versinken.« BARBARA

»Ein anmutiges, zu Tränen rührendes Buch.« Flow

»Eine lebensweise Geschichte, oft an der Grenze zwischen Lachen und Weinen.« Oberösterreichische Nachrichten

»Ein Buch, das berührt und das man nicht so schnell vergessen wird.« Frau von Heute

»Ein mit berührender Zartheit geschriebener Roman, der das Leben preist ernst und humorvoll zugleich.« Hörzu

»Cronin hat ihre Protagonistinnen mit Mut, Kraft, Humor und Widerspenstigkeit ausgestattet, sodass das Schmunzeln beim Lesen die Oberhand behält.« Freie Presse

»Berührender Roman« Neue Welt

»Zum Weinen schön.« Frau im Leben
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Hedda Freier, Hugendubel Flensburg
Sehr bewegende Geschichte
von Hedda Freier, Hugendubel Flensburg - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 15.06.2022
Ein sehr bewegender, emotionaler Roman. Lenni und Margot lernen sich in einem Krankenhaus kennen. Beide sind schwer krank und werden wohl nicht mehr lange zu leben haben. Lenni ist 17 Jahre und Margot ist 83 Jahre alt, zusammen ergibt das die Zahl 100. Sie belegen gemeinsam einen Malkurs im Krankenhaus und haben das Ziel genau 100 Bilder zu malen. Dabei erzählen sie sich ihre Lebensgeschichten. Eine sehr bewegende Geschichte, die mich sicherlich noch länger beschäftigen wird. Ein Cover, das mich neugierig auf diese Geschichte gemacht hat und sehr gut dazu passt. Denn Lenni und Margot überzeugen durch ihren Willen zu leben und ihre Geschichte zu erzählen. Dadurch hat dieser Roman auch sehr viele positive Momente. Das Ende dieser Geschichte schließt alles perfekt ab. Ich bin froh, das ich dieses Buch gelesen habe.
Bewertungen unserer Kunden15
Eine Ode an das Leben - gefühlvoll, humorvoll, wundervoll!
von Lesezauber_Zeilenreise - 28.06.2022
Lenni, 17 Jahre alt, hat eine lebensverkürzende Krankheit und befindet sich im Krankenhaus. Dort trifft sie auf Margot, 83 Jahre alt, die eine Herzerkrankung hat. Beide nehmen an einer neu eingeführten Kunsttherapie teil, da kommt Lenni die Idee, dass sie für jedes ihrer gemeinsamen 100 Jahre je ein Bild malen und sich die dazugehörige Geschichte gegenseitig erzählen. Und so machen sie es dann auch. Heraus kommt eine Liebeserklärung an das Leben und die beiden Frauen verbindet sehr bald eine tiefe Freundschaft, die zwar nur kurz sein wird, aber intensiv und lebensbejahend. Ich weiß gar nicht, was ich erwartet habe, als ich den Inhalt des Buches gelesen habe. Was ich dann jedoch erhalten habe, ist eine Geschichte, die unfassbar berührend und warmherzig und humorvoll und einfach wunderschön ist! Auf der einen Seite erfahre ich ein bisschen was über Lennis kurzes Leben, die Auswanderung von Schweden nach England, ihre eher oberflächlichen Freundschaften und ihre Familienprobleme. Und ganz viel darüber, was Lenni für ein fabelhaftes Mädchen ist: mutig, direkt, selbstbewusst und dennoch auch verletzlich und ängstlich. Auf der anderen Seite darf ich Margots langes, teils mit viel Leid, teils mit viel Liebe angefülltes Leben in Episoden miterleben. Und ich bin dabei, als diese wunderbare Freundschaft zwischen der alten Dame und dem jungen Mädchen entsteht, die beide vor dem Ende ihres Lebens stehen und ineinander einen Seelengefährten finden. Und auch, als Lenni sich mit dem kurz vor der Rente stehenden Krankenhauspriester Pater Arthur anfreundet und dessen Leben dadurch irgendwie gehörig durcheinanderwirbelt. All diese Themen - Familie, Freundschaft, Liebe, Glaube, Hoffnung, Tod und Leben - werden auf eine humorvolle, tiefgründige und herzerwärmende Art und Weise erzählt, die niemals kitschig oder überzogen ist, aber auch nicht ins Lächerliche abdriftet oder belehrend daherkommt. Hier geht jede Zeile direkt ins Herz, die Charaktere muss man einfach alle gern haben, die Rückblicke/Lebensepisoden sind furchtbar fesselnd und das ganze Buch steckt so voller Leben und Liebe, obwohl es letztlich um den Tod, um das Sterben geht. Ich musste viel schmunzeln und lachen, aber auch oft einen dicken Kloß herunterschlucken und mir Tränen wegwischen. Gefühl pur, ohne Schnickschnack und Klimbim. Mit Figuren, die man nicht so schnell vergisst und einem Schreibstil, der sich festsetzt. Lebensbejahend, hoffnungsvoll, grandios! 5/5 Sterne.
Der Tod fragt nicht nach dem Leben
von Aischa - 26.06.2022
Die britische Autorin Marianne Cronin ist promovierte Sprachwissenschaftlerin, und fraglos ist sie keine ausschließliche Theoretikerin, sondern weiß auch praktisch gut mit Worten umzugehen. Doch mehr als durch die Sprache überzeugt Cronins Romandebüt, an dem sie neben ihrem Studium nahezu sieben Jahre lang schrieb, durch die ihm zugrunde liegende Idee: Zwei schwerstkranke Frauen, eine noch Teenager, die andere hochbetagt, erzählen einander ihre Leben, ausgehend von je einem Bild, das sie für jedes Ihrer Lebensjahre malen. Die Romanfiguren sind unterschiedlich gut ausgearbeitet. Die jugendliche Protagonistin Lenni schwankt nachvollziehbar zwischen Trotz, Verzweiflung und altkluger Schnoddrigkeit. ("Ich bin nicht mutig, ich bin nur noch nicht tot.) Hingegen enttäuscht der Klinikpater sehr - er bietet den Kranken weder Trost noch Stütze, ja er scheint selbst mit seinem Glauben zu hadern. Leider erfährt man nichts über mögliche Ursachen seiner Zweifel. Die Geschichte glänzt vor allem dann, wenn die zweite Hauptfigur, Seniorin Margot, in Rückblenden von ihrem Leben erzählt. Das ist berührend, witzig, immer wieder überraschend und lädt dazu ein, das eigene Leben zu hinterfragen. Insgesamt ist der Roman leider etwas überfrachtet, etliche Handlungsstränge sind nicht auserzählt, und ich bleibe mit der Frage zurück, wieso sie überhaupt in die Story aufgenommen wurden. Auch die Freundschaft zwischen Lenni und Margot wird kaum greifbar, den Dialogen fehlt hier echter Austausch, die Nachfrage, eine reflektierte, interessierte Reaktion auf das Gesagte. Davon abgesehen ist Cronin ein anerkennenswerter Erstling mit Tiefgang und Humor gelungen, der auf Weiteres aus ihrer Feder hoffen lässt.
Die Kraft der Freundschaft
von whenpaperwhispers - 21.06.2022
Rezension Die Hundert Jahre von Lenni und Margot Irgendwo auf der Welt sind alle Menschen, die uns berührt oder geliebt haben oder vor uns davongelaufen sind. [...] Es reicht nicht ein winziges Teilchen im Großen und Ganzen des Lebens gewesen zu sein. [...] Wir wollen dass die Leute uns kennen, dass sie sich an unsere Geschichte erinnern, dass sie wissen, wer wir sind und wer wir sein werden. Und dass sie, wenn wir eines Tages nicht mehr da sind, wissen, wer wir waren. Und deswegen werden wir für jedes Jahr, das wir gelebt haben, ein Bild malen. Hundert Bilder für Hunder Jahre. [...] Lenni und Margot waren hier. (Zitat: Die Hundert Jahre von Lenni und Margot von Marianne Cronin) Lenni und Margot wissen, dass sie sterben werden. Als im Krankenhaus ein Raum eingerichtet wird, in dem die PatientInnen malen, basteln und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, begegnen sich die 17- und die 83-Jährige zum ersten Mal. Es ist der Beginn einer Freundschaft über Generationen hinweg, der Beginn einer Geschichte über das Leben, die Liebe und verpasste Chancen. Der Titel hat mich als allererstes auf das Buch aufmerksam gemacht und sobald ich den Klappentext gelesen hatte, war ich hin und weg von der grandiosen Idee. Das Cover überzeugt durch die bunten Farbtuper und greift das Thema des Buches auf. Bereits auf den ersten Seiten, schafft die Autorin es mich durch ihren Schreibstil, der zugleich witzig als auch melancholisch und poetisch angehaucht ist, in den Bann zu ziehen. Ich habe mir einige meiner liebsten Zitate markiert und die Seiten mit Post-Its versehen. Doch besonders zu den Charakteren habe ich schnell eine Verbindung aufbauen können. Lenni ist schlagfertig und witzig, eine Fassade, mit der sie die Schmerzen ihrer unheilbaren Krankheit kaschiert (die übrigens nicht wie in vielen ähnlichen Büchern im Vordergrund steht! Finde ich gut!) Margot ist besonnen, ruhig und findet immer die richtigen Worte. Die Beiden ergänzen sich nicht nur perfekt sondern zeigen auch, dass wahre Freundschaft keine Grenzen kennt. Wenn die beiden sich im Kunstraum treffen, erzählt Margot Lenni Geschichten aus ihrem Leben: zu jeden Bild, das sie malt, eine. Mit Voranschreiten des Romans erfährt man mehr und mehr über die Frau, die auf ihr Leben zurückblickt - die Dinge, die sie bereut, die Menschen, die sie geliebt und verloren hat, die ungeschönte Wahrheit darüber, dass man manches nicht ändern kann. Mein Lieblingscharakter des Buches war jedoch Pater Arthur, den Lenni in der Krankenhauskapelle aufsucht. Der religiöse Aspekt des Sterbens wird nicht sehr viel weiter ausgeführt, viel mehr findet Lenni in ihm einen Freund, einen Begleiter und einen Wegweiser, der ihr Beiseite steht. Als Kritikpunkt wäre aber leider anzuführen, dass ich gerne mehr über Lennis Vergangenheit erfahren hätte, die nur sporadisch angedeutet wird. Dagegen waren Margots Geschichten teilweise etwas langatmig und ich hätte mir eine bessere Balance gewünscht. In ihren Geschichten ist es mir auch schwergefallen, die Charaktere zu greifen zu können, da sie nicht selbst "handeln", sondern ihr Handeln nur von einer dritten Person berichtet wird. Meinem Geschmack nach hätte die Autorin dem Ende auch ein paar mehr Seiten widmen können. Das Ende hat mich jedoch ein bisschen sehr zu Tränen gerührt, weil ich diesen Personen, die ich so lieb gewonnen habe, gehen lassen musste. Lenni, Margot, Pater Arthur und alle aus dem Kunstraum. Besonders der Epilog hat mir eine kleine Gänsehaut beschert. Fazit: Ein schöner Roman über die Liebe, die Schönheit der zweiten Chance, das Leben und die Kraft der Freundschaft. Dass es manchmal nicht fair ist, wie das Leben sein Spiel spielt. Aber dass wir das Schönste aus dem machen sollen, was wir haben. Dass wir die Momente nutzen sollten, die uns bleiben. Große Empfehlung!
von MsChili - 21.06.2022
Ein Buch, das mich direkt mit dem Klappentext verzaubert hat. Lenni ist siebzehn und weiss, dass sie bald sterben wird. Doch dann trifft sie auf Margot und die beiden beginnen ihre hundert Jahre in Bildern festzuhalten. Mit den wichtigsten Momenten aus jedem einzelnen ihrer gelebten Jahre. Die Geschichte ist gefühlvoll, intensiv, hat jedoch für mich auch ein paar Längen. Ich mochte es Lenni und Margot kennen zu lernen, auch wenn die Geschichte zum Großteil von Lenni in der Gegenwart erzählt wird. Dafür bekommt man in Margots Vergangenheit große Einblicke und lernt sie dadurch besser kennen. Dennoch blieben beide für mich ein wenig blass und ich war nicht vollends gefangen. Sympathisch waren sie mir jedoch beide, Lenni ist eine Kämpfernatur, Margot hat viel erlebt und mir hat es gefallen, wie sie sich um Lenni gekümmert hat. Das Buch bleibt auch eher ruhig, ist etwas beklemmend, auch wenn es jede Menge Momente gibt, die auflockernd und auch mal witzig sind. Man ahnt jedoch, wie es endet und mit diesem Hintergedanken sieht man vieles in einem anderen Blickwinkel. Mich hat es dazu angeregt, mehr über das Leben nachzudenken, was ich auf meinen Bildern verewigen würde. Bei manchen Dingen blieb mir die Autorin zu ungenau, hat mir zu viele Fragen offen gelassen. Ich bin ein Mensch, der gerne (fast) alles aufgeklärt haben möchte und das ist mir hier nicht ausreichend genug. Eine tiefgründige Geschichte, die zum Nachdenken übers Leben und die Zukunft anregt. Man sollte jeden Moment genießen und auch mit Freude zurückschauen.
Humorvoll und Tränenreich
von Anonym - 19.06.2022
Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so ein Buch gelesen was mich so tief berührt hat wie dieses hier! Die Autorin schafft es dem öden Krankenhausalltag Leben einzuhauchen und erzählt sowohl mit großem Witz als auch mit Ernsthaftigkeit die Geschichte von Lenni und Margot. Ich habe Lenni mit ihrer Neugier und ihrer munteren Art direkt in mein Herz geschlossen. Gleiches gilt natürlich auch für Margot, die ihre Lebenserfahrung teilt und uns an ihren Geschichten aus jüngeren Jahren teilhaben lässt. Sie könnte auch gut meine Oma sein In diesem Buch gibt es soviel Lebensfreude, dass man schon gar nicht mehr daran denkt, dass das Leben manchmal schneller endet als einem lieb ist. 100 Bilder - 100 Geschichten.. Die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben. Wie würden meine Bilder aussehen? Was macht ein glückliches erfülltes Leben aus? Wie leicht oder schwer fällt es, am Ende loszulassen? Die 400 Seiten des Romans sind nur so dahin geflogen. Ich war so tief in der Geschichte und fühle mich mit den beiden Protagonistinnen sehr verbunden. Die mich wohl vorerst auch noch weiterhin gedanklich begleiten werden. Die hundert Jahre von Lenni und Margot sollte ausschließlich mit Taschentüchern verkauft werden, da doch die eine oder andere Träne fließen wird! Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung für dieses Buch und noch eine kleine Notiz am Rande:
von Buechermango - 13.06.2022
Lenni ist siebzehn Jahre alt und schwerkrank. Viel Zeit hat sie nicht mehr und diese Zeit verbringt sie in einem Krankenhaus. Gleichaltrige Freundinnen hat sie nicht, zu groß sind die Unterschiede. Dafür hat sie viele Fragen und viel Zeit. In einem Malkurs trifft sie die dreiundachtzigjährige Margot. Eine liebevolle Frau, die einiges erlebt hat. Auch sie wird bald sterben. Als die beiden merken, dass sie gemeinsam 100 Jahre alt sind, beschließen sie, ein letztes großes Projekt zu starten. Denn noch leben sie, und das sollte zelebriert werden! Sie malen 100 Bildern, für jedes Jahr ihrer Lebens eins. Dazu erzählen sie sich die großen Geschichten ihres Lebens und entwickeln dabei eine wunderschöne Verbindung. Lenni ist ziemlich offen und verschwendet keine Zeit auf Gepflogenheiten. Sie stellt Fragen direkt und möchte ihre verbleibende Zeit nutzen. Ich habe sie total schnell in mein Herz geschlossen, mich mit ihr gefreut und das Bedürfnis gehabt, sie in trotzigen Momenten in den Arm zu nehmen. Sie hat einen tollen Humor und eine so lockere, erwärmende Art, dass auch die Leute in ihrem Umfeld sich ihr schnell nähern. Alle Freundschaften, die sie aufbaut sind total echt und machen die Story noch schöner. Auch Margot ist eine tolle Protagonistin. Sie hat ein bewegtes Leben hinter sich und einiges zu erzählen. Zu gern hätte ich ihre Bilder zu den Geschichten gesehen, auch wenn diese allein schon was ganz besonderes waren. So viel Leid, in einem Leben, aber auch so viel Liebe. Ich war um ehrlich zu sein ziemlich abgeschreckt von dem Hype um das Buch - zu unrecht. Es ist eine herzergreifende, besondere Geschichte. Ich habe jede Seite genossen und kann es euch nur ans Herz legen, wenn ihr eine Geschichte sucht, die euch berührt und Charaktere, die ihr so schnell nicht vergesst. Dass Thema Tod ist natürlich nicht ohne, aber dieses Buch feiert das Leben und bringt viel Wärme mit.
Traurig aber voller Lebensfreude
von Blubie - 10.06.2022
Dieses Buch hat geschafft, was Bücher selten bei mir schaffen... ich habe stellenweise geweint. Was für ein einfühlsames, bewegendes und ausserordentlich kluges Buch. Auch wenn es sich bei Lenni und Margot um zwei Personen handelt, die kurz vor dem Tod stehen, so ist dieses Buch dennoch so voller Lebensfreude. Diese beiden Frauenfiguren, die einander trotz des großen Altersunterschieds so Nahe kommen, sind Charaktere, die man so schnell nicht wieder vergessen wird. Ihre Freundschaft und ihre unterschiedliche Sicht auf das Leben - das sind Dinge, die inspirieren, Mut machen und die eigene Sicht auf Dinge ändern können. Und doch ist dieses Buch an keiner Stelle ein lästiger Lifecoach, es ist an keiner Stelle kitschig, nirgendwo dick aufgetragen... es ist einfach nur ein tolles Buch, das die unterschiedlichsten und intensivsten Gefühle in einem weckt. Hollywood hat schon eine Verfilmung geplant und ich hoffe, dass es dem Buch gerecht wird.
Wie viel Zeit bleibt noch?
von peedee - 09.06.2022
Die 17-jährige Lenni und die 83-jährige Margot - sehr unterschiedliche Frauen an sehr weit auseinanderliegenden Stadien ihres Lebens... und doch eint sie eins: beide sind im Krankenhaus und fragen sich, wie viel Zeit auf Erden ihnen noch bleibt. Lenni ist todkrank und Margot muss operiert werden. Als sie bemerken, dass sie gemeinsam 100 Jahre gelebt haben, wollen sie genauso viele Bilder malen: für jedes Jahr ein Bild Erster Eindruck: Mit den farbigen Punkten wirkt das Cover fröhlich; die beiden unterschiedlichen Schriftarten des Buchtitels sind aussergewöhnlich. Mir gefällt das Cover sehr gut. Die Leser werden mitten in die Geschichte geschubst, die sich in der Gegenwart im Krankenhaus abspielt. Lenni und Margot sind als Patientinnen dort. In vielen Rückblenden erzählen sie später aus ihrem Leben; der Wechsel der Zeiten ist immer gut gekennzeichnet. Lenni ist todkrank und das allein macht schon sehr traurig: eine 17-Jährige, die gemäss der durchschnittlichen Lebenserwartung eigentlich noch so viele Jahre vor sich haben sollte. Als Lenni meinte, sie wolle sich Gott mal vorstellen, hat mich dies sehr berührt: Die Leute sagen, wenn man stirbt, dann bedeutet das, dass Gott einen zu sich ruft, also dachte ich mir, am besten stelle ich mich schon mal vor. Schluck. Sie sucht Kontakt zum Seelsorger des Krankenhauses: Pater Arthur. Die Begegnungen mit ihm haben mir gut gefallen, obwohl Lenni für Arthur eine grosse Herausforderung ist, u.a. mit ihrer Frage warum sterbe ich? . Margot ist eine interessante, rüstige Seniorin, die schon sehr viel erlebt hat - kein Wunder, in 83 Jahren haben etliche Ereignisse Platz. Erzählungen aus ihrer Kindheit, jung geheiratet, ein Kind, später wurde sie verlassen. Sie bricht aus ihrem gewohnten Leben aus und verliebt sich neu. Kann sie wieder glücklich werden? Zu Margot könnte ich sehr viel schreiben, doch ich möchte nicht spoilern. Ich sehe die verzweifelten Gesichter der Mütter hier auf der Station. Ich sage mir immer, das Letzte, was ich als Tochter für sie tun kann, ist ihr das zu ersparen. Wow! Es gibt immer mehr Puzzlesteinchen aus Lennis und Margots Leben. Die beiden Frauen freunden sich an und beschliessen, im Kunstraum 100 Bilder über ihr Leben zu erschaffen. Diese Idee hat mich zum Nachdenken gebracht. Was würde ich auf den Bildern meines bisherigen Lebens sehen? Endlichkeit, Sinn des Lebens, Erfahrungen, Vergebung, Liebe, Leid - dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Vor Lesebeginn habe ich mich gefragt, ob die Geschichte wohl durchgehend bedrückend sein würde. Doch dem war nicht so, es gab sehr wohl schwere Momente, glücklicherweise aber auch schöne. Dem Leser muss jedoch bewusst sein, dass nicht jedes Buch ein Happy End (oder in diesem Falle zwei Happy Ends) hat. Von mir gibt es 4 Sterne.
Ein berührendes Buch über Tod und Leben
von Sommerlese - 20.05.2022
Der Roman Die hundert Jahre von Lenni und Margot von Marianne Cronin erscheint im Bertelsmann Verlag. Lenni ist siebzehn Jahre alt, unheilbar krank und lernt in einem Glasgower Krankenhaus in einem Kunstprojekt die 83 jährige Margot kennen. Beide stehen vor dem Ende ihres Lebens und sind zusammen 100 Jahre alt. Das möchten sie mit gemalten Bildern festhalten, für jedes Jahr ein Bild. Denn die kostbaren Erinnerungen ihres Lebens sind es wert, sie stecken voller Liebe und Glück, Lachen, Weinen und Leiden. Werden sie ihr Ziel schaffen? Bei diesem Buch taucht man in zwei Lebensgeschichten ein, wo sich Margot und Lenni im Krankenhaus Einblicke über ihr Leben erzählen. Wechselseitig kommen so traurige und ernste Erinnerungen ans Licht, aber auch zahlreiche schöne und glückliche Momente, die uns die Leben der beiden Frauen näher bringen. Die junge Lenni sucht nach einer Antwort auf die Frage, warum sie sterben muss und kommt so auch in die Krankenhauskapelle, wo sie mit dem Pater Arthur einen intensiven Austausch beginnt. Diese Gespräche haben mir sehr gefallen, die Freundschaft zu Margot fand ich dagegen nicht so deutlich herausgearbeitet. Denn es fand kaum ein Austausch über das Erzählte statt. Alles blieb gesagt, ausgesprochen und irgendwie ohne Gegenhall. Da hatte ich eigentlich Nachfragen erwartet oder zumindest ein Wort des Verstehens der anderen Frau. Der Schreibstil wirkt bildhaft und leicht und bringt Tiefe und etwas Humor gut zum Ausdruck. Der Roman lässt einige Emotionen zu und sorgt mit dem nahenden Tod für wichtige Fragen über das Leben. Allerdings muss man sich auf die häufigen Perspektivwechsel einlassen, dann wird man von den Geschichten der beiden Frauen ergriffen. Wie sich hier eine junge und eine alte Frau annähern, ist berührend, es kommt zu aufschlussreichen Gesprächen und es wird manchmal lustig. Doch viel entscheidender sind ihre Erzählungen über ihre gelebten Jahre und Erlebnisse, die für das Leben stehen. Jeder Augenblick zählt, ob gut oder schlecht, es ist das, was das Leben ausmacht und nicht die Länge des Lebens. Auch wenn man wegen Lennis Alter ihrem nahenden Tod traurig entgegen sieht, so spürt man, wie sie die Gemeinschaft mit Margot genießt. Und auch Margot fühlt sich Lenni verbunden. Interessant waren für mich die Lebensgeschichten, die sich die Frauen gegenseitig erzählen. Allerdings fand kaum ein Austausch über das Gehörte statt und es uferte auch in viele Einzelheiten aus, die eigentlich Nachfragen zwischen Freunden als selbstverständlich gewesen wären. Deshalb hatte ich das Gefühl einer recht oberflächlichen Freundschaft, die gerade bei wichtigen Themen etwas mehr Aufeinander Eingehen erfordert hätte. Dieser emotional wirkende Roman steckt voller Höhen und Tiefen des Lebens und das macht das Leben auch aus. Im Leben zählt jeder gelebte Moment.
Lebe das leben und die Erinnerung
von Chrilibre 20.5.2022 - 20.05.2022
Mit dem Buch die Hundert Jahre von Lenni und Margot ist es der Autorin Marianne Cronin gelungen das schwierige Thema Sterben einfühlsam zu beschreiben und die Leser*innen mit auf die Reise zu nehmen. Die Geschichte handelt vom Sterben , insbesondere bei Kindern mit einer lebensverkürzenden Krankheit . Im Glasgow Princess Royal Hospital begegnen sich die 17 jährige todtkranke Lenni und die 83 jährige , gesundheitlich angeschlagene , Margot. Um das Leben der Patienten abwechslungsreicher zu gestalten wird ein Malkurs ins Leben gerufen. Lenni zieht es in die Gruppe der älteren Patienten und lernt dort Margot kennen. Es entwickelt sich eine gegenseitige Zuneigung. Lenni kommt auf die Idee ihrer beider Leben in Bildern festzuhalten. Zusammen sind sie 100, die Hundert Jahre von Lenni und Margot. Wir sehen die Bilder nicht, sie stehen als Symbol für das Leben der beiden , um Erinnerungen wiederzugeben. Mit vielen wunderbaren, aufregenden, einmaligen Ereignissen. Da Lenni alleine ohne Beistand ihrer Familie auf der Palliativ Station lebt sucht sie den Kontakt zu Pater Arthur. Dieser unterstützt nach Kräften ihre noch verbleibende Zeit so kraftvoll und impulsiv zu verbringen wie nur möglich. Bei ihm findet sie Antworten auf Fragen und eine Art der Umarmung die ihr Kraft gibt. Die beiden Protagonistinnen werden durch einzelne Abschnitte ihrer Leben so detailliert dargestellt dass es tiefe Einblicke gibt. Margot findet man sich tief in der Vergangenheit, Krieg, Wiederaufbau, die wilden 60 er , Liebe / Mann / Frau. Genauso bei Lenni, die aber leider nur einen kurzen Rückblick auf ihr Leben hat. Die Geschichte von Lenni und Margot eine kurze Zeit begleiten zu können war sehr berührend. Mit Lenni mitzuerleben wie kraftvoll sie ist , positive Energie gespickt mit Humor an ihre Mitmenschen weitergibt ist sehr eindrucksvoll. Offen bleibt welche Krankheit sie hat , warum ihre Familie zerbricht; aber das gibt die Möglichkeit seine Gedanken kreisen zu lassen . Eine Geschichte die zum Nachdenken über das Sterben anrührt, die Freundschaft zwischen Generationen und auch das Einlassen auf Gott und die Unendlichkeit. Mich hat das Buch sehr berührt . Es ist ein Thema das nicht so schnell im Nichts abtaucht. Und immer die Frage nach dem Warum , eine Antwort wird es nie geben.
über das LEben und das Sterben
von gusaca - 08.05.2022
Die 17-jährige todkranke Leni lernt im Krankenhaus die 83-jährige Margot kennen. Beide beschließen über ihre zusammengezählten 100 Lebensjahre 100 Bilder zu malen , die ihre Geschichte erzählen. Mit jedem gemalten Bild und jeder erzählten Lebensgeschichte setzt sich für den Leser und die beiden Malerinnen ein Gesamtbild zusammen, das zwei Lebenswege beleuchtet und zusammenwachsen läßt. Die Autorin schildert in diesem Roman die tiefgründige Lebensgeschichte zweier Menschen, die dabei abwechselnd zu Wort kommen. Der Schreibstil ist flüssig und trotz der Schwere des Themas kommen immer wieder humorvolle Töne zum Vorschein. Dies liegt vor allem an der guten Darstellung der sehr unterschiedlichen Stärken und Entwicklungen der Charaktere . Leni ist bis zum Schluss unangepaßt, hoffnungsvoll , hilfsbereit und sehr kreativ. Sie geht auf andere Menschen zu, schließt neue Freundschaften und sieht in anderen Menschen deren Stärke. Sie beobachtet sehr genau und erkennt trotz ihrer Jugend, was im hier und jetzt wichtig ist. Margot lebt mehr in der Vergangenheit, die sie breitwillig mit Leni teilt. Beide geben sich gegenseitig Kraft und teilen diese auch mit anderen Menschen. Interessant ist vor allem, das das Umfeld der Beiden von dieser neuen Freundschaft genauso profitieren wie die Beiden selber. Das Buch hat mich tiefbewegt und auch zu Tränen gerührt. Es ist sowohl für jüngere als auch für ältere Menschen geeignet , die sich mit dem Thema des nahenden Todes auseinandersetzen möchten
Lenni und Margot waren hier
von hasirasi2 - 29.04.2022
"Das Leben und das Sterben sind große Geheimnisse, man kann beides nicht verstehen, so lange man es nicht selbst erlebt hat." (S. 21) Lenni ist siebzehn, als sie erfährt, dass sie eine tödlich verlaufende Krankheit und nicht mehr viel Zeit hat. Die letzten Monate ihres Lebens verbringt sie im Krankenhaus und hadert mit Gott und der Welt, denn sie hat noch nichts von dem erlebt, was man sich in dem Alter erträumt: Keinen Freund oder wenigstens den perfekten ersten Kuss. Da entdeckt sie den Kunstkurs des Krankenhauses und darin Margot - 83 Jahre alt, im Kopf jung geblieben, auch wenn ihr Herz gerade streikt - die ein sehr erfülltes und bewegtes Leben hinter (und wenn sie Glück hat, auch noch einen Rest vor) sich hat. "Zusammen sind wir hundert Jahre alt." (S. 57) stellen sie fest. Und schmieden einen Plan. Für jedes gelebtes Jahr werden sie das Bild einer Erinnerung zeichnen. Das wird ihre Art sein, einen Fußabdruck auf der Erde zu hinterlassen, wenn sie nicht mehr da sind. Aber hundert Jahre bedeuten hundert Bilder - schaffen sie das, bevor Lenni gehen muss? "Die hundert Jahre von Lenni und Margot" sollte nur zusammen mit Taschentüchern verkauft werden, denn ich habe Rotz und Wasser geheult. Lenni scheint sehr einsam zu sein, bekommt nie Besuch und gibt kaum etwas von sich Preis. Sie will sich auch nicht mit anderen PatientInnen in ihrem Alter anfreunden, die im Gegensatz zu ihr irgendwann wieder nach Hause gehen werden. Sie haben einfach nichts gemein. "Die Leute sagen, wenn man stirbt, dann bedeutet das, dass Gott einen zu sich ruft, also dachte ich mir, am besten stelle ich mich schon mal vor." (S. 9) Stattdessen besucht sie regelmäßig den Pater des Krankenhauses und diskutiert mit ihm über die Bibel und Gott, stellt Fragen, auf die er keine Antworten hat und entwickelt eine Marketingstrategie für seine kaum besuchte Kapelle. Ich hatte das Gefühl, sie geben sich dadurch gegenseitig Halt und Lenni hilft ihm, seinen Glauben zu überprüfen und zu behalten. Dabei klingt sie manchmal extrem jung und verloren, aber schon kurz darauf wieder so weise, als hätte sie ein ganzes erfülltes Leben hinter sich. Ich mochte ihren oft versteckten, sehr intelligenten Witz und ihre warmherzige und rücksichtsvolle Art, selbst beim Sterben noch an andere zu denken. Margot hingegen blickt auf ein sehr ereignisreiches Leben zurück, an dem sie Lenni durch ihre Bilder und Geschichten teilhaben lässt. Sie hat geliebt, verloren und wiedergefunden, große Enttäuschungen erlebt und die eine ganz große Liebe gefunden, um die sie fast ihr ganzes Leben kämpfen musste. Ich hatte Lenni und Margot sofort in mein Herz geschlossen, habe mit ihnen gebangt und gelitten und jedes Schnipselchen ihres Lebens aufgesaugt, das sie nach und nach erzählt haben. Ihre Geschichten haben mich extrem berührt und nachdenklich gemacht - was macht ein erfülltes, glückliches Leben aus? Und wie leicht oder schwer ist es, am Ende loszulassen? Marianne Cronin hat einen wunderbaren, sehr empathischen und packenden Schreibstil, obwohl ihr Roman eher unaufgeregt ist. Ich bin schon sehr gespannt auf ihr nächstes Buch. "Die hundert Jahre von Lenni und Margot" von Marianne Cronin ist mein Geheimtipp für LeserInnen von Cecelia Ahern oder Anna McPartlin.
Jeder Augenblick im Leben ist es wert
von Saskia Matthäus - 24.04.2022
Mit "Die hundert Jahre von Lenni und Margot" gelang Marianne Cronin meiner Meinung nach ein wunderbarer Roman, der ans Herz geht und einem wieder bewusst macht worum es im Leben wirklich geht und was am Ende zählt. Die siebzehnjährige Lenni ist unheilbar krank und sie weiß nicht wie viel Zeit ihr noch auf dieser Welt bleibt. Sie verbringt ihre letzten Lebensmonate im Krankenhaus, auf der Mai-Station. Mit Gleichaltrigen kann sie nicht viel anfangen, denn die haben ihr Leben schließlich noch vor sich. Lenni bewegen schließlich die großen Fragen des Lebens:. Warum sterbe ich? Warum gibt es Leid? Wieso muss ein so junger Mensch, so früh sterben? Als Lenni an einem Malkurs im Krankenhaus teilnimmt, lernt sie Margot kennen. Margot ist 83 Jahre alt. Eine Frau die Lenni durch ihre Lebenserfahrung, ihren Charme und Witz und ihre Widerspenstigkeit beeindruckt. Die beiden beschließen für ihre zusammen genommen 100 gelebten Jahre jeweils ein Bild zu malen, dass die wundervollen Momente von Freude und Liebe aber auch Tränen einfangen. Gemeinsam begeben die beiden sich auf eine letzte gemeinsame Reise. Vom Cover, über den Schreibstil hin zur Handlung ein wirklich wunderbares Werk. Dieses Buch werde ich sicherlich so schnell nicht vergessen und möchte es von Herzen empfehlen!
von marielu - 15.04.2022
Zum Inhalt: Die 17-jährige Lenni liegt auf der Mai Station im Krankenhaus. Intern bezeichnet man ihren Zustand als "terminal", bedeutet: "Kind mit einer lebensverkürzenden Krankheit". Sie gestaltet ihren langweiligen Alltag damit, das Krankenhaus zu erkunden und so trifft sie in der Kapelle auf Pater Arthur, den sie mit ihren Fragen selbst zum Nachdenken bringt, freundet sich mit dem Hausmeister und der neuen Krankenschwester an und begegnet der 83-jährigen Margot auf dem Flur. Als ein Kunstkurs im Krankenhaus angeboten wird, treffen Margot und Lenni erneut aufeinander. Beide dem Tode geweiht, stellen sie fest, dass sie zusammen genau 100 Jahre gelebt haben und beschließen für jedes ihrer Lebensjahre ein Bild zu malen und die dazugehörige Geschichte sich zu erzählen. Voller Tatendrang machen sie sich ans Werk, bleibt ihnen die Zeit, ihr Ziel auch zu erreichen? Meine Meinung: Etwas zögerlich wagte ich mich an das Buch, denn schließlich geht es hier auch um Krankheit und Tod eines Kindes. Aber die Autorin Marianne Cronin schaffte mit ihrem Roman eine wunderbare Geschichte. Lenni überzeugt durch ihre aufgeweckte und forsche Art, mit der sie auch, aber nicht nur Pater Arthurs Leben bereichert und ihr Schicksal ohne Wehklagen annimmt, harmonisch ergänzt wird das Ganze mit Margot, die mit ihrer ruhigen und freundlichen Art natürlich wirkt. Da die hundert Bilder die Lebensgeschichte der beiden erzählen erfährt man so nach und nach, wie das Leben von Margot und Lenni verlaufen ist. Natürlich überwiegt hier die Erzählung von Margots Leben, da sie älter ist und mehr erlebt hat, aber auch Lenni ist so einiges widerfahren. Kurze Kapitel bringen uns die beiden, mal harmonisch, traurig, unkonventionell und witzig, Seite für Seite näher. Zwar sah ich am Anfang meine Erwartungen nicht erfüllt, aber nach und nach habe ich die beiden Protagonisten und andere Figuren in mein Herz geschlossen und zum Schluss konnte ich vieles rückblickend besser verstehen. Ein tiefes Gefühl der Ruhe und Ausgeglichenheit hat bei mir der letzte Satz über Margot hinterlassen, denn auch welche Reise sie antreten wird, sie geht sie voller Zuversicht. Fazit: Eine berührende Hommage ans Leben mit zwei außergewöhnlichen Protagonisten.
ein wundervolles Buch über Jugend und Alter, über Leben und Tod
von Tuberose - 14.04.2022
ein so wundervolles Buch, geschrieben mit der Herzlichkeit, die es notwendig macht, mit der Traurigkeit, die es verdient, wenn ein 17 jähriges Mädchen sterbenskrank ist. Lenni, 17 Jahre alt, trifft auf Margot, 83 Jahre alt, zusammen also 100 Jahre, daher der Titel auch. Lenni ist im Krankenhaus, da sie unsterblich krank ist und versteht nicht, warum sie so früh sterben muss. Auch der Krankenhauspriester kann ihr keine Antwort darauf geben. Im Buch geht es um Leben und sterben der beiden Protagonisten. Was haben sie erlebt, wie ist ihr Leben bisher verlaufen. Beide lernen sich im Malkurs kennen und lieben, wie Großmutter und Enkelin. Lennis Idee für den Malkurs ist, ihre 100 Jahre, die sie zusammen sind, zu malen und zwar für jedes Jahr eines, also zusammen 100 Bilder. Das schaffen sie auch , bevor Lenni stirbt. Marianne Cronin, hat trotz ihres jungen Alters die Stimmung sehr gut eingefangen, ohne langweilig zu werden und eine Spannung zu halten. Es ist ein Buch, das einsaugt, ohne es loslassen zu wollen. Eine Schreibe, die unkompliziert ist, ohne zu langweilen. Man will nicht aufhören. Eines der besten Bücher die ich gelesen habe, sowohl vom Thema, vom Inhalt, von der Geschichte und von der wundervollen Schreibe. Ich waret auf das nächste Buch von ihr....
Ein wunderbares Buch über Freundschaft ohne Altersgrenze
von Steinbock29 - 05.04.2022
Lenni ist gerade einmal 17 Jahre alt, schwer krank und weiß, dass sie das Krankenhaus nicht mehr lebend verlassen wird. Sie trifft allerhand Menschen, mit denen sie eine kleine Freundschaft verbindet: Pater Arthur, die neue Schwester und Margot, die ebenfalls Patientin im Krankenhaus ist, und mit der sie zusammen einen Malkurs besucht. Margot ist 83 Jahre alt. Sie stellen beide fest, dass sie zusammen 100 Jahre sind. Sie beschließen, ihre Jahre in Bildern festzuhalten. So erfährt man viel von Margot, die den Krieg erlebt hat, zusammen mit Mutter und ihrer zweitliebsten Großmutter, ihre junge Ehe und all die kleinen und großen Erlebnisse. Auch Lenni hat schon viel in ihren jungen Jahren erlebt. Die Geschichte ist mit viel Herz geschrieben. Sie berührt, vermittelt Emotionen, spricht über den Tod und schafft es trotzdem den Leser zum Weiterlesen zu animieren. Das Buch hat mich sehr berührt, es lässt mich über das Thema Freundschaft, aber auch über die wichtigen Momente im eigenen Leben nachdenken. Fazit: ein toller und lesenswerter Roman.
Wundervoll
von wiechmann8052 - 22.03.2022
Lenni liegt im Krankenhaus, sie weiß das sie es lebend nicht mehr verlassen wird. Langeweile, Schmerzen, Menschen die nichts mit ihr gemeinsam haben von allem gibt es für sie mehr als genug. Dann trifft sie Margot, zusammen sind die beiden 100 Jahre alt. Ein besonderer Zufall, der die beiden zu Freundinnen werden lässt. In einem Malkurs des Krankenhauses fertigen die beiden für jedes Lebensjahr ein Bild an. Zu jedem Bild erzählt Margot eine Geschichte aus ihrem Leben. Es ist ein sehr besonderes Buch. Erstmal nimmt das Schicksal von Lenni den Leser sehr mit. Sie hat Krebs im Endstadium. Die Angst vor dem Tod und die Frage Warum sind bisher die wichtigsten Dinge in ihrem Leben gewesen. Trotz allem ist sie ein sehr intelligentes, kämpferisches junges Mädchen. Sie bereichert das Leben aller die sie kennenlernen. Dann ist da Margot, eine alte tapfere kleine Dame mit einem Herzproblem, ihre Geschichten erzählen ein Leben mit Höhen und Tiefen. Sie erzählen von Mut, Liebe und Verzweiflung. Es ist die Sprache der Autorin, die das Buch besonders macht. Ihr Schreibstil ist nicht melodramatisch sondern in vielen Bereichen überlässt sie es der Phantasie des Lesers sich die Einzelheiten auszumalen. Dann wieder werden wunderschöne Momente oder Erlebnisse beschrieben, so das man beim Lesen das Gefühl vermittelt bekommt, als wäre man an der Seite von Margot oder von Lenni. Auch die Nebenfiguren sind sehr verständnisvoll beschrieben. Ein Pastor kurz vor dem Ruhestand, eine überforderte Krankenschwester, Eltern, Ehemänner und Freundinnen. Alle miteinander haben mich zeitweise zu Tränen gerührt, dann wieder musste ich schmunzeln. Besonders gut fand ich das das Buch sich gesteigert hat. Am Anfang war es angenehm und leicht zu lesen, mit jeder Seite wurden die Empfindungen intensiver. Der Tod ist trotz allem nicht das Ende, denn es bleiben wundervolle Erinnerungen zurück. Dadurch leben wir in den anderen weiter.
sehr angenehmes Buch mit schönen Erzählungen aus dem jeweiligen Leben
von Emely - 22.03.2022
Ich durfte das Buch im vorab von Pengiumrandomhouse lesen und ich muss sagen es eines meiner liebsten Bücher des Jahres 2022. Fangen wir mit dem Cover an: Das Cover ist schlicht gehalten und verrät nichts über den Inhalt. Lenni und Margot können Freunde sein, eine Beziehung führen oder sonstiges. Man lässt sich also überraschen. Die Farbkleckse passen zum Inhalt des Buches und dadurch wirkt es von außen lebendiger. Der Schreibstil ist flüssig und einfach. Die Kapitel sind sehr kurz und es wird meistens aus Lennis Sicht erzählt. Lenni (17 Jahre) und Margot (83 Jahre) haben sich vorgenommen 100 Bilder zu zeichnen/ malen für jedes Jahr was sie auf der Erde verbracht haben. Lenni erzählt dabei Margot ihre Geschichte und Margot erzählt Lenni ihre Geschichte. Ich bin eigentlich kein Fan in Büchern wenn es um die Vergangenheit von 19 hundert geht. Aber Margots Geschichte hat mich fasziniert und neugierig gemacht. Ich mochte auch sehr den Pater und war traurig (SPOILER) wo ein neuer kam. Ich hätte ggf. nicht so viel Geduld mit Lenni gehabt, aber ich fand die Fragen und die Antworten sehr gut gewählt. Sowie das sie eine Regel hatten, immer die Wahrheit zu sagen. Also allen in allem habe ich das Buch sehr geliebt und innerhalb von 2 Tagen gelesen.
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