Wiedersehen mit mir selbst - zwischen Pasta und Limoncello ist der 2. Band der Reihe von Melanie Pignitter und hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Wie schon der erste Teil ist es eine schöne Mischung aus Roman und Ratgeber. Das schöne Cover sowie die liebevoll gestalteten Kapitelanfänge haben mir besonders gefallen- da merkt man, wie viele Herz in dem Buch steckt.
In der Geschichte geht es um Lena, eine Mutter mit Vollzeitjob, die ständig unter Strom steht und als Perfektionistin einfach nicht abschalten kann. Für einen Roadtrip nach Italien leiht sie sich daher von ihrer Freundin Eva den Bulli Berta, der seinen eigenen Charakter hat
Als die Reise nicht wie geplant verläuft und Lena in einem italienischen Dorf strandet, da Berta streikt, wird sie gezwungen, innezuhalten. Durch die ungeplante Situation lernt Lena nach und nach ihre ständige Leistungsorientierung zu hinterfragen. Ihr Gefühl immer funktionieren zu müssen war sehr authentisch dargestellt.
Die Begegnungen, die sie auf ihrer Reise macht, fand ich sehr herzlich. Sie zeigen auf eine schöne und ruhige Art, was im Leben wirklich wichtig ist. Auch die Affirmationen am Ende der Kapitel fand ich eine tolle Ergänzung.
Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre: Die italienische Kulisse ist so lebendig beschrieben, dass ich beim Lesen richtig Fernweh bekommen habe und am liebsten selbst losgefahren wäre.
Die Selbst-Gespräche zwischen Lena und Berta fand ich richtig unterhaltsam und besonders, ich hätte mir im Vergleich zum ersten Band sogar noch ein bisschen mehr davon gewünscht.
Für mich ist das Buch ein Wohlfühlbuch, dass zum Nachdenken anregen, aber gleichzeitig leicht und angenehm zu lesen ist. Es hat mich daran erinnert, auch mal langsamer zu machen und Dinge einfach auf mich zukommen zu lassen.