Dead Lions

Ein Fall für Jackson Lamb. Originaltitel: Dead Lions.
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"Die besten Krimis? Ein Brite übernimmt die Spitze: Mick Herron." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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Produktdetails

Titel: Dead Lions
Autor/en: Mick Herron

ISBN: 3257070462
EAN: 9783257070460
Ein Fall für Jackson Lamb.
Originaltitel: Dead Lions.
Übersetzt von Stefanie Schäfer
Diogenes Verlag AG

1. September 2019 - gebunden - 478 Seiten

Beschreibung

Zwei Agenten von Slough House, einem Abstellgleis des MI5, erhalten den Auftrag, einen russischen Oligarchen zu beschützen, den der britische Geheimdienst als Informanten gewinnen will. Gleichzeitig wird ein ehemaliger Spion aus kalten Kriegszeiten tot aufgefunden, angeblich infolge eines Schlaganfalls. Bei beiden Fällen spielen russische Schläfer eine wichtige Rolle: 'Dead Lions'. Ausgerechnet die Agenten, denen keiner etwas zutraut, sind beim Erwachen der Löwen dabei.

Portrait

Mick Herron, geboren 1963 in Newcastle-upon-Tyne, studierte Englische Literatur in Oxford, wo er auch lebt. Seine in London spielende >Jackson-Lamb<-Serie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem CWA Gold Dagger for Best Crime Novel, dem Steel Dagger for Best Thriller und dem Ellery Queen Readers Award.

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von Mick Herron
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Bewertungen unserer Kunden
Langsame Story
von Anonym - 14.11.2019
Dies ist der zweite Teil um die slough house Bewohner/Beamte. Diese sind auf dem Abstellgleis des britischen Geheimdienstes und erledigen nur unbedeutende Aufgaben. Bis die zwei Neuen auf der Abschussliste einen geheimen Auftrag bekommen. Sie sollen einen russischen Oligarchen beschützen. Natürlich erhoffen sie sich eine Rückkehr ins Hauptquartier. Lamp dagegen ist auf die Spur eines toten Spions gestoßen. Dieser war im kalten Krieg beschäftigt. Obwohl es der zweite Fall ist, kam ich gut mit den Hauptfiguren zurecht. Durch die neuen Kollegen erfahren auch neue Leser wer alles dabei ist und wie die Charaktere so sind. Mick Herron hat einen angenehmen und lockeren Schreibstil. Es gab auch witzige Situationen und schwarzen, britischen Humor. Die Spannung des Falles blieb aber für mich auf der Strecke. Es war eher ein langsames aufbauen des Geschehens. Gut zu lesen, aber nicht aufregend.
Unterhaltsamer britischer Agentenkrimi für Low-Tempo-Fans
von pure.and.simple - 10.11.2019
Meine Meinung: Der Autor behält auch im zweiten Teil seinen detaillierten, mit britischem Humor versehenen Schreibstil bei. Auch hier geht die Handlung ein wenig schleppend voran. Es gibt halt viele agierende Personen, die alle eine eigene Perspektive erhalten. Wenn man jeden einzeln beleuchtet, kommt man halt etwas langsamer zum Ziel. Trotzdem hat das alles seinen Sinn und gegen Ende des Buches ergibt sich daraus ein großes Ganzes. Den Weg dahin würde ich als interessant und unterhaltsam bezeichnen, aber wer temporeiche Bücher bevorzugt, die von Anfang bis Ende spannend sind, ist mit dieser Serie eher nicht gut beraten. Die ganzen Perspektivenwechsel, die teilweise auch in Cliffhangern enden, machen das Buch einerseits unterhaltsamer, sind aber andererseits auch irgendwie nervig, weil man sich ständig neu einfinden muss. Besonders ungünstig ist das, wenn der Perspektivwechsel von einer auf die andere Seite stattfindet und man erstmal gar nicht weiß, um wen es eigentlich geht. Das kam in Dead Lions öfter mal vor. Mir persönlich ist das alles immer noch zu wenig Miteinander unter den Charakteren. Es passt irgendwie zur Situation und es hat sich, im Vergleich zum ersten Teil schon einiges verbessert, aber der Begriff "Team", der sich zum Ende des ersten Bandes gefestigt hatte, hat sich im zweiten Teil dann doch irgendwie wieder verloren. Wenn es drauf ankommt funktioniert es, aber im Alltag ist wieder jeder für sich. Das stört mich irgendwie. Deshalb steige ich, denke ich, nach dem zweiten Teil aus der Serie aus, kann sie aber trotzdem guten Gewissens weiter empfehlen. Das Cover ist, mit dem farbigen Londoner Hintergrundbild und dem Labyrinth von weißen (U-Bahn?)-Linien, an das Design vom ersten Band angelehnt und unterscheidet sich sonst eigentlich nur in der Farbe, die auf den ersten Blick vielleicht ein wenig seltsam, aber auffallend ist. Durch die weißen Linien wirkt es auf mich ein wenig überladen, aber irgendwie passt es trotzdem zum Buch. Wenn man beide Teile nebeneinander legt, schließen die Linien aneinander an, was schon ziemlich cool aussieht. Mehrere Linien, die den gleichen Weg laufen und ab und zu aufeinander treffen. Ähnlich wie die Agenten in Slough House. Fazit: Ein unterhaltsamer Agentenkrimi mit britischem Humor, der sich zwar langsam aufbaut, aber in einem spannenden Finale endet.
Langsamkeit ist hier Programm
von Gisel - 28.10.2019
Slough House in London: Das ist der Ort, an den Agenten des Geheimdienstes MI5 landen, die bei ihrer Arbeit versagt haben. Sie sind Einzelgänger, jeder von ihnen will wieder zurück in den aktiven Dienst in Regents Park. Als ein ehemaliger Spion aus kalten Kriegszeiten tot aufgefunden wird, angeblich in Folge eines Schlaganfalls, wird bald klar, dass da mehr dahinterstecken muss. Langsamkeit ist hier Programm, denn jeder der abgestellten Agenten darf sich in diesem Buch auf seine ganz eigene Weise darstellen, und so entwickelt sich die Handlung auch nur sehr langsam. Als Leser muss man sich auf diese Langsamkeit einstellen können, denn es scheint ewig lange kaum was zu passieren. Erleichtert wird die Lektüre durch die gewaltige Prise trockenen britischen Humors, mit der die Erzählung aufwartet. Es fällt mir gar nicht so einfach, für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, denn ich habe mich sehr schwer getan, mich in der Geschichte zu orientieren. Doch ab einem bestimmten Punkt, als sich die Verbindungen der verschiedenen Handlungsstränge andeuteten, wollte ich einfach nur wissen, wie es weitergeht. In diesem Sinne kann ich das Buch nur sehr verhalten empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.
Geheimdienst ist nicht so mein Fall
von cybergirl - 22.10.2019
In Slough House arbeiten die Slow Horse. So nennt man die Agenten des Geheimdienstes in London die versagt haben. Sie werden dort mir langweiliger Recherchearbeit beschäftigt in der Hoffnung, dass sie von selbst aussteigen. Doch plötzlich regt sich was, ein früherer Kollege von Slough House Chef Jackson Lamb wird tot aufgefunden. Lamb glaubt nicht an einen normalen Tod und setzt 2 seiner Leute darauf an. Auch soll ein russischer Oligarch beschützt werden und so sehen einige der Agenten in Slough House ihre Chance wieder zurück in den Regent¿s Park zu kommen. Das Buch beginnt einigermaßen spannend. Ein Zug muss anhalten und es werden Busse eingesetzt. Ein Mann verfolgt einen anderen durch die Menschenmenge vom Zug bis zu den Bussen. Dieser Mann wird später tot im Bus aufgefunden. Es wird kein fremdeinwirken festgestellt. Trotzdem ist Slough House Chef Jackson Lamb davon überzeugt, dass er ermordet wurde. Jackson Lamb ist eine sehr unsympathische Person. Er raucht, er trinkt und auch sonst sind seine Manieren nicht die besten. Seine Mitarbeiter behandelt er nicht gerade freundlich. Und das ist alles noch untertrieben. Aber auch bei den Mitarbeitern des Slough House, den Slow Horse hat man das Gefühl, jeder gegen jeden. Bis auf Min Harper und Louisa Guy die auch privat liiert sind. Die Charaktere machen also alle einen recht unsympathischen Eindruck was wohl auch beabsichtigt war. Mit den Namen der Agenten bin ich immer etwas durcheinander gekommen, wusste nicht immer gleich wer an was arbeitet. Auch hat die Story sich lange hingezogen, war etwas zu langatmig. Ich musste beim lesen feststellen, dass Geheimdienst und Agentengeschichten nicht ganz mein Ding sind. Aber das ist mein eigener Geschmack. Für Fans von Agentengeschichten mag das Buch durchaus lesenswert und spannend sein.
Spannend
von Jerri - 20.10.2019
Slough House, der Ort, an dem Agenten ihr Dasein fristen, die in Ungnade gefallen sind. In der Hoffnung, dass sie vor Langeweile sterben oder von selber kündigen. Nach den Ereignissen des ersten Bandes hat Slough House nun zwei Neuzugänge zu verzeichnen. In allen lebt noch die Hoffnung, durch ihre Arbeit doch wieder qualifiziert zu sein und auserwählt zu werden, um bei den ¿richtigen` Agenten mitzumischen. So lassen sich auch zwei der Bewohner von Slough House vom MI5 abkommandieren zu einem Job. Gleichzeitig verfolgt Jackson Lamb den Tod eines ehemaligen Agenten. Alle Handlungsstränge scheinen nichts miteinander zu tun zu haben. Die bedächtige Weise, in der Mick Herron die Spannung aufbaut, grenzt schon fast an Körperverletzung. Aber es lohnt sich. Nachdem man die Vorstellung aller Kollegen hinter sich hat (die man evtl. schon aus dem ersten Band kennt), kann man ihnen auf ihrem Weg durch das Datenlabyrinth folgen und bekommt einen spannenden Agentenroman geliefert. Mick Herron hat mich auch mit dem zweiten Teil um seine Slow Horses überzeugt.
Falsche Identitäten, Ränkespiele und britischer Humor bieten beste Unterhaltung
von Summerdance - 19.10.2019
Dead Lions erzählt die Geschichte mehrerer ausgemusterter Agenten des MI5. Durch Fehler aufs Abstellgleis geraten, bekommen die ausgebildeten Agenten nun nur noch langweilige Routine- und Archivierungsarbeiten zugewiesen. Erst als ein ehemaliger Spion ermordet wird beginnt sich das langsam zu ändern. Auch wenn insgesamt nicht viel Action wie bei anderen Agentenromanen enthalten ist, fand ich das Buch enorm spannend. Alleine die Verwicklungen der Agenten untereinander sorgen für viele Überraschungen und unerwartete Wendungen. Nichts lässt sich konkret hervorsagen, bei keinem Charakter ist man sich sicher, dass er nicht doch etwas zu verbergen oder tiefgehende Hintergedanken hat. So baut sich sehr atmosphärisch die Spannung auf, bis es schließlich zum großen Showdown kommt. Erzählt wird das ganze aus der Sicht mehrerer Personen, gewürzt mit wunderbarem britischem Humor. Das Erzähltempo ist dabei sehr hoch, Harron schreibt oft über gleichzeitig stattfindende Ereignisse. So kommt es vor, dass er eine Szene mitten in einem Dialog abbricht, um zu erzählen was zeitgleich an einem anderen Ort stattfindet. Da diese Abschnitte meist recht kurz sind ist es jedoch problemlos möglich die Zusammenhänge im Auge zu behalten. Fazit: Eines der besten Bücher die ich dieses Jahr gelesen habe! Eine durchdachte Geschichte, teils skurrile Charaktere und viel britischer Humor sorgen für beste Unterhaltung. In England ist man uns übrigens schon etwas voraus, dort ist dieses Jahr bereits der sechste Band erschienen. Für weitere gute Unterhaltung ist wohl gesorgt!
Würdige Fortsetzung
von Julia Lindner - 13.10.2019
Dieses Buch ist für mich ein ziemlich seltenes Kunststück, schafft es doch, was nur wenigen Büchern gelingt. Mit seiner Geschichte versetzt es den Leser auf eine kleine Zeitreise, zeigt einen kleinen Rückblick in eine vergangene Ära, obwohl es doch in der Gegenwart spielt. Und doch spielt im Hinterkopf leise die Titelmelodie des britischen Geheimagenten. Dabei haben die Mitarbeiter von Slough House auf den ersten Blick nur wenig mit James Bond gemeinsam.Denn sie sind die Beschädigten, die Ausrangierten des MI5, die sich dank eines mehr oder weniger erheblichen Fehlers aufs Abstellgleis für Angenten geschoben wurden. Und doch beweisen sie einen feineren Riecher als alle aktiven Mitarbeiter, als es um russische Schläfer in London geht. Mick Herron zeigt auch mit seinem zweiten Band um die Truppe von Jackson Lamb wieder ein außergewöhnliches Gespür für Atmosphäre, Spannung und den typisch britischen Humor. Ein feinsinniger Agententhriller, dessen fesselnde Spannung unterschwellig zum Tragen kommt und eventuell dadurch nicht für jedermann geeignet sein wird.
Krimi mit Stil
von paulaso - 08.10.2019
Ein schönes Buch, hochwertig gebunden mit einem ansprechenden Cover. Der Erzählstil gefällt mir sehr gut, ein wenig schrullig und sehr detailgenau. Zu Anfang gibt es das erste Todesopfer, ein Agent, der tot in einem Bus aufgefunden wird. Der Autor lässt uns zuerst aus der Perspektive einer Katze über die Straße springen und in ein Gebäude schleichen, wo wir einige der Protagonisten kennenlernen. Das empfand ich als einen originellen Kunstgriff. Jackson Lamb, möchte dem Fall auf seine spezielle Art auf die Spur kommen, denn nachdem er und sein Team in ermittlerische Ungnade gefallen sind, wollen sie nun beweisen, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören. Das Vorbuch kannte ich noch nicht , bin jedoch gut in diese Geschichte hinein gekommen. Ein wirklich stilvoller Krimi mit eigenwilligen Charakteren.
Guter Krimi
von Ig - 07.10.2019
Das Buch hat einen schönen stabilen und festen Kartonumschlag , der zusätzlich Papierumschlag ist schön bedrückt doch stört es etwas beim lesen , wenn er sich löst , verrutscht oder knickt ,.. es sieht auch nicht mehr so toll später aus , wenn man öfter das Buch in der Hand und gelesen hat ,... aber es erinnert an alte Bücher , die meine Großeltern im Regal hatten ;) man erwartet ein klasse Krimi mit Tiefgang und toller Story ,... wenn man das Cover sieht und den Inhalt liest. Ich hab den ersten Teil mit Jackson lamb leider nicht gelesen , aber man kann das Buch ohne Vorkenntnisse lesen. Es ist eine eigenständige Story und abgeschlossen in sich ,... Die Geschichte ist spannend und man kann Jackson und die Ereignisse , sehr gut verfolgen und gedanklich begleiten ;) die Geschichte ist nur manchmal leider etwas lang gezogen und man hat nicht das volle Potential ausgenutzt ,.. aber Agentenkrimis kann man immer lesen ;) und es ist wirklich eine tolle Geschichte :) Ich werde mir den ersten Teil jetzt über die Wintermonate noch holen und diesen lesen ,... Der vorliegende Band ist für gemütliche lesestunden schon geeignet .
Es lohnt sich auch den zweiten Fall von Jackson Lamb zu lesen.
von denise - 04.10.2019
Der Krimi "Dead Lions - Ein Fall für Jackson Lamb" wurde von Mick Herron geschrieben und ist im Diogenes Verlag erschienen. Die MI5-Agenten, die einen Fehler begangen haben, der zu schwerwiegend war, um weiter im Hauptsitz im Regent¿s Park arbeiten zu dürfen, werden zu den Slow Horses in das Slough House versetzt. Die Arbeit bei den Slow Horses ist sehr stupide und es wird daher seitens des MI5 des Hauptsitzes gehofft, dass die Personen von sich aus kündigen. Das tun sie allerdings nicht. Chef der Slow Horses ist Jackson Lamb, dem leider teilweise die gute Kinderstube fehlt. So gehört beispielsweise ein unfreundlicher Umgang mit seinen Mitarbeitern zum Arbeitsalltag. Der aktuelle Krimi ist in zwei Erzählstränge unterteilt. Der eine handelt von einem russischen Oligarchen, der bei seinem Treffen mit einem Mitarbeiter vom MI5-Hauptsitz von zwei Slow Horses beschützt werden soll. Denn für solche Aufgaben sind die ausgemusterten Agenten noch gut genug. Der andere Erzählstrang beschäftigt sich mit der Ermordung von Dickie Bow, dessen richtiger Name Richard Bough war. Seine Leiche wurde in einem Bus, der als Schienenersatzverkehr fuhr, gefunden. Um den Krimi zu verstehen ist es nicht erforderlich den ersten Teil zu kennen, denn die Mitarbeiter von Slow Horses und der jeweilige Fehler der zur Versetzung dahin geführt hat, werden auch in diesem Fall vorgestellt. Der Schreibstil des Krimis ist angenehm und er lässt sich daher gut lesen. Allerdings wird sehr häufig zwischen verschiedenen Szenen und Personen gesprungen. Dieses verwirrt leider teilweise, da nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist, in welcher Szene sich der Leser gerade befindet. Es ist ein etwas ruhigerer Krimi, der sich nach und nach wie ein Puzzle zusammensetzt und dessen handelnde Personen insbesondere Jackson Lamb ihre Ecken und Kanten und natürlich auch Fehler haben. Insgesamt hat mir der Krimi gut gefallen und ich würde gerne einen weiteren Fall von Jackson Lamb lesen.
Toller Nachfolger von Slow Horses
von Anonym - 30.09.2019
Im zweiten Roman der Reihe von Mick Herron wird ein russischer Schläfer tot aufgefunden. Jackson Lamb, Chef der gescheiterten Agenten im Slough House, zweifelt an einer natürlichen Todesursache. Er kannte den Ex-Spion aus früheren Zeiten und beginnt selbst zu ermitteln um seine Fähigkeiten zu beweisen. Ich habe mich bereits auf den zweiten Roman der Reihe gefreut und wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist spannend, wendungsreich und mir gefällt der klare und sarkastische Schreibstil des Autors. Dem Buch kommt außerdem zugute, dass man die handelnden Personen schon kennt (auch wenn es zwei Neuzugänge bei den Slow Horses gibt) und die Protagonisten damit schon so etwas wie gute Bekannte für den Leser sind. Fazit: Ein spannender und origineller Spionage-Thriller der Lust auf weitere Bücher der Reihe macht.
Wenn Löwen erwachen.....
von Sagota - 25.09.2019
Aktuell ist der zweite Band der Agententhriller-Reihe des englischen Autors Mick Herron erschienen; Dead Lions (UT in der deutschen Übersetzung) Ein Fall für Jackson Lamb) erschien (HC, gebunden) im Diogenes-Verlag, 2019. Dieser Fall , in dem es um Schläfer aus Zeiten des Kalten Krieges in Großbritannien geht und um einen russischen Ölmagnaten, der ein Treffen mit Spider Webb, seinerzeit Kollege von River Cartwright beim MI5 (Secret Service) anberaumt und zwei seiner russischen Gorillas vorschickt, um die Lage zu erkunden: Das Treffen soll in The Needle stattfinden, ein stattliches imposantes Hochhaus im Zentrum von London.... Um die Lage seinerseits auszukundschaften, beauftragt Spider Webb zwei Mitarbeiter des Slough House , Louisa Gay und Min Harper, die Machenschaften von Piotr und Kyril genau zu beobachten. Jackson Lamb, dem Chef der Abservierten, erscheint es merkwürdig, dass ein ehemaliger Wegbegleiter von ihm, Dickie Bow , der wie er damals kurz vor dem Mauerfall in Berlin eingesetzt, durch einen Schlaganfall in einem Bus zu Tode kam: Wurde da nachgeholfen, wenn auch alles wie ein unspektakulärer Tod aussah? Es wird bereits zu Beginn ersichtlich, dass hier keiner dem anderen traut, manch einer sich eine weitere Karrierestufe hochangeln möchte (Spider Webb) und andere ihren Buckel hinhalten sollten, falls etwas schiefgeht: Am besten eignen sich hier natürlich die Mitarbeiter im Slough House, dem abseits gelegenen heruntergekommenen Stützpunkt der lahmen Gäule, die sich um ihren Chef Jackson Lamb scharen: Wie im ersten Band in deutscher Übersetzung lernt der Leser die Agenten im Slough House kennen; allen voran Jackson Lamb, der selbst so heruntergekommen und recht fettleibig aussieht wie das Haus, dessen Verstand jedoch jedem Vergleich zu den Kollegen im Regents Park standhält (auch den von Diana Tearner, die noch etwas gutzumachen hat bei ihm) und manche gar überflügelt. Die altbekannte Truppe, bereits im ersten Band vorgestellt, wie River Cartwright, Louis Guy und Min Harper, Catherine Standish wie auch der Computerexperte Roderick Ho erscheinen allesamt wieder auf der Agenten-Bildfläche; wobei Marcus Longridge und Shirley Dander als neue Slow Horses dazugekommen sind. Sie alle haben es auf die eine oder andere Weise vermasselt und wollen gerne wieder zurück in den Regents Park - allein bei Jackson Lamb bin ich mir da nicht sicher; gibt ihm die Außenstelle der lahmen Gäule auch mehr Spielraum als zuvor, was seinen teils unkonventionellen Ermittlungsmethoden durchaus zugute kommt. So glaubt er auch nicht an den natürlichen Tod des früheren Agenten - und er und seine Mitarbeiter heften sich auf diverse Fährten Verdächtiger; Cartwright begibt sich undercover in die Cotswolds und erkennt, dass in dem beschaulichen Dorf Upshott nicht alles so ist, wie es scheint; Min und Louisa beschatten die Gorillas und besonders Louisa soll später ein persönliches Interesse daran finden, den russischen Ölmagnaten Arkadi Paschkin sehr genau unter ihre Lupe zu nehmen, als es zu dem geplanten Treffen - und dem Showdown im 2. Teil des Agententhrillers, der wie gewohnt von Beginn an spannend und stimmig zu lesen ist, kommt: Die vorhandene Spannung nimmt noch einmal kräftig an Fahrt auf und neben den markigen Sprüchen des Autors (die für mich diese Agententhriller zum wahren Lesegenuss machen) fehlt es auch nicht an gesellschaftskritischen Seitenhieben, die Mick Herron in das Doppelspiel unserer Agenten einbezieht. Auch ein Schmunzeln ist immer wieder unumgänglich, etwa wenn der Autor konstatiert, dass Roderick Ho (ein Genie im IT-Bereich, jedoch ohne jeglichen sozialen Kompetenzen) lieber im Internet tiefgetaucht wäre, als die Treppen bis zum 77. Stockwerk des abgeriegelten The Needle nehmen zu müssen ..... Solche schwarzhumorigen Anmerkungen finden sich immer wieder; die Inhalte dieses wiederum unglaublich spannenden, mit durchaus sympathischen Agenten im Slough House personalisierten Krimis sollte man sich selbst erlesen. Um nicht zu spoilern, gehe ich daher nicht weiter auf den Verlauf der Handlung ein, um geneigten LeserInnen (von denen es hoffentlich nur so wimmelt!) keine Pointen vorwegzunehmen. An diesem Fall für Jackson Lamb gefiel mir besonders die Tatsache, dass Mick Herron zu Beginn eine Katze die Räume des Slough House besuchen lässt und den Leser zu den einzelnen Agenten mitnimmt (falls Band 1 noch unbekannt) und am Ende eine Maus durch die Räume trippelt - um am Ende im Büro des Chefs, Jackson Lamb, anzukommen: Dazwischen verbirgt sich ein hochspannendes Doppelspiel der Agenten, das mit Zeiten des Kalten Krieges, dem Mauerfall 1989 und dem britischen Geheimdienst MI5 (nebst seinen Abservierten lahmen Gäulen, die jedoch zu Topform auflaufen können, hinter der sich jeder Mitarbeiter im Regents Park nur verstecken kann) zu tun hat. Hauptsächlich geht es hier um tote Löwen - eben Dead Lions - und ihrem Wiedererwachen: Wenn Löwen gähnen, heißt das nicht, dass sie müde sind. Es heißt, dass sie aufwachen. (Zitat S. 58) Ich für meinen Teil freue mich bereits auf den Folgeband und spreche hiermit eine absolute Leseempfehlung aus - verbunden mit 4,5 Sternen und 96° auf der Krimi-Couch . In sprachlicher wie auch inhaltlicher Hinsicht ein absoluter Lesegenuss und eine hochspannende wie auch mit schwarzem Humor versehene Lektüre, zu der ich nur viel Lesespaß wünschen kann!
Keine lahmen Gäule, sondern coole Säue
von melange - 22.09.2019
Zum Inhalt: Ein Ex-Spion stirbt scheinbar an einem Herzinfarkt in einem Bus. Aber dann stellt Jackson Lamb, Chef des Slough House für gescheiterte MI5-Existenzen, Ungereimtheiten fest. Möglicherweise ergibt sich ein Zusammenhang mit russischen Schläfern, die geweckt werden sollen: Tote Löwen, die in Wirklichkeit nur Winterschlaf halten. Oder aber mit der Ankunft eines Oligarchen, die das MI5 in Atem hält und für das zwei Mitarbeiter der Slough House wieder - für kurze Zeit - in Amt und Würden gesetzt werden. Grund genug für Jackson, die Kräfte des Slough House zu mobilisieren, denn schließlich sind seine Leute alle Agenten, auch wenn sie einen Fehler gemacht haben. Mein Eindruck: Nach dem ersten Fall, der die lahmen Gäule erst einmal paradieren ließ bevor sie richtig loslegten, beginnt "Dead Lions" direkt einmal mit mehr als nur einem gemächlichen Trab. Dadurch, dass es nur zwei neue Agenten als Ersatz für Weggänge aus dem ersten Fall zu beschreiben gilt und die schon bekannten Charaktere nur mit einem Auffrischen ihrer Verfehlungen eingeführt werden, geht die Story gleich in die Vollen. Intelligent entwickelt Herron seine doppelbödige Geschichte, seine Personen - insbesondere den Protagonisten Jackson Lamb - und ihre Lebensumstände beschreibt er zuweilen fast zu bildhaft (die Flatulenzen Lambs gehen irgendwann doch ein wenig über die Grenzen des guten Geschmacks). Am besten gefallen der boshafte, sarkastische und tiefschwarze britische Humor - lakonisch bis ins Mark - und die Schilderungen des gegenseitigen Misstrauens auf allen Ebenen: Untereinander, gegenüber den Russen und ganz besonders gegenüber die Kollegen, die noch in Ehren und Würden arbeiten dürfen und die Slough Horses gerne als Bauernopfer oder Sündenböcke missbrauchen. Aber trotz aller Bedenken kämpfen sie dann doch als Herde und Verluste in den eigenen Reihen führen zu wenn auch nur kurzzeitiger Verbundenheit, die dieses Misstrauen hinwegfegt und ungeahnte Kräfte freisetzt. Mein Fazit: Zwar zuweilen zu schlechte Manieren, trotzdem very british und ein großer Genuss
Exzellente Unterhaltung
von Amena25 - 18.09.2019
Wer¿s britisch und etwas bizarr mag, ist bei ,,Dead Lions", dem 2. Band um die Agenten-Außenstelle des MI5, genau richtig. Jackson Lamb, Chef der Gurkentruppe, schart um sich diejenigen Agenten, die es beim eigentlichen Geheimdienst so vergeigt haben, dass sie nun im Slough House aufs Abstellgleis abgeschoben wurden. Hier werden sie mit langweiligen und völlig sinnfreien Aufgaben betraut, in der Hoffnung, dass sie irgendwann von selbst den Dienst quittieren. Allerdings gibt es ein paar wenige unter ihnen, die unbedingt zum richtigen MI5 zurückkehren und sich beweisen wollen. Zwei der in Anlehnung ihrer Arbeitsstätte zynisch als Slow Horses bezeichneten Mitarbeiter wittern ihre große Chance, als sie den Auftrag erhalten, einen russischen Oligarchen bei seinem Geschäftsaufenthalt in London zu schützen. Ihnen wird bald klar, dass dies keine leichte Aufgabe ist. Und offenbar wurden sie als ,,Lahme Gäule" bewusst für diese gefährliche Aufgabe ausgewählt. Denn nicht nur der russische Oligarch, sondern auch Mitarbeiter des Geheimdienstes spielen ein doppeltes Spiel. Jackson Lamb geht unterdessen dem rätselhaften Tod eines früheren Geheimdienstmitarbeiters aus Zeiten des Kalten Krieges nach. Er behandelt seine Untergebenen wie auch generell seine Mitmenschen wie den letzten Dreck, dennoch ist er keine völlig unsympathische Figur. Bequem und träge, aber überaus intelligent, erkennt er die komplexen Zusammenhänge und versteht es meisterhaft, seine Gegner und auch den Leser immer wieder hinters Licht zu führen. Schrullige Charaktere, teils merkwürdige und schräge Dialoge machen den Witz dieser Lektüre aus. Wer den ersten Teil ,,Slow Horses" nicht gelesen hat, wird sich zu Beginn etwas schwer tun. Dennoch kann der Agentenkrimi durch die wendungsreiche Handlung, aber auch durch den Wortwitz, originelle Metaphern und eine sehr anschauliche, teils auch derbe Sprache bestens unterhalten.
Liest sich wunderbar
von Xanaka - 17.09.2019
Schon bereits aus dem ersten Teil "Slow Horses" kannte ich die Mitarbeiter des Slough House. Im Slough House werden die Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes gesammelt, die man für weitere Einsätze, auf Grund des Alters oder sonstigen Fehlverhaltens, nicht mehr vorsieht. In der Abgeschiedenheit sind sie dazu verdammt sinnlose Überwachungen per Video zu überprüfen oder sonstige nicht notwendige Recherchen durchzuführen. Und doch bekommen zwei von den Agenten den Auftrag einen russischen Oligarchen zu beschützen, den man als Informanten gewinnen will. Beide Agenten erhoffen sich durch diesen Auftrag auf jeden Fall die Chance wieder in die Reihen der Aktiven aufgenommen zu werden. Gleichzeitig wird ein ehemaliger Spion aus Zeiten des kalten Krieges tot aufgefunden. Jackson Lamb, der Chef der Slow Horses, kann das nicht glauben und versucht den Dingen auf den Grund zu gehen. Haben diese beiden Vorkommnisse etwa etwas miteinander zu tun? Oder ist es purer Zufall, dass genau jetzt diese Aktivitäten stattfinden? Lest selbst und ihr werdet es herausfinden! Dieser Krimi ist anders als andere. Die skurrilen Charaktere werden so treffend beschrieben, dass das Kino im Kopf sofort losgeht. Die Dialoge, sofern sie denn welche miteinander führen, sind sehr oft gespickt mit dem typischen britischen Humor. Und dann die Handlung, am Anfang wusste ich nicht so recht, wo es hingeht. Aber nach kurzer Zeit steckt man mittendrin und es lässt einen nicht mehr los. Durch die unvorhersehbaren Ereignisse entwickelt das Buch eine Dynamik, der man sich nur schwer entziehen kann. Dabei ist es durchaus actionreich und absolut spannend. Ganz besonders gut gefällt mir bei Mick Herron auch die vielen kleinen zum Teil auch lustigen Lebensweisheiten, die er mit in das Buch einfließen lässt. Schon allein diese machen das Buch umso lesenswerter. Von mir gibt es für diesen überaus spannenden und trotzdem humorvollen Krimi eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.
Dead Lions
von aldo - 13.09.2019
Endlich ist mit Dead Lions die Fortsetzung erschienen, der zweite Fall für Jackson Lamb. Jackson Lamb, Chef der Losertruppe aus dem Slough House. Lamb und seine Agenten wurden aussortierten, weil sie Fehler gemacht haben. So heruntergekommen das Gebäude in dem sie arbeiten wirkt, so heruntergekommen wirken auch die Agenten. Als ein Ex-Spion unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden wird, den Lamb noch aus der Zeit des kalten Krieges kennt, wittert er seine Chance dem Slough House zu entkommen. Er muss beweisen, dass er es noch drauf hat und beginnt selbst zu ermitteln, kommt aber nicht so recht voran. Der Autor lässt seinen Protagonisten in Sackgassen laufen und bietet Wendungen, die nicht vorhersehbar sind. Bis zum Schluss stand ich auf dem Schlauch, finde es gut dass die Story nicht zu durchschauen ist. Mick Herron schreibt in einem klaren, ungeschönten Schreibstil, das passt gut zur Handlung im Agentenmilieu. Es gibt mehrere Stränge und einige Protagonisten, aber alles ist noch gut überschaubar. Spannender Spionagethriller, kann ich nur empfehlen.
Schlafende Löwen
von Kaffeeelse - 12.09.2019
Ich hatte den ersten Teil der Bücher um Jackson Lamb und seine Slow Horses gelesen, war schwer begeistert und beschloss dieser Reihe zu folgen. Jetzt war es dann endlich soweit, der zweite Teil der Reihe liegt hier mit dem Titel Dead Lions vor. Und die im ersten Band so perfekte Umsetzung dieses Krimis blieb vorhanden und ich bleibe wieder schwer begeistert zurück. Wir haben hier einen Krimi, der sich mit dem MI5 und seiner fiktiven Außenstelle, dem Slough House befasst. In diese Außenstelle des MI5 werden die Agenten versetzt, die Mist gebaut haben. Die werden dann in scherzhafter, wie auch boshafter Weise Slow Horses genannt. Hier im Slough House dürfen die Slow Horses dann über ihre Fehler nachdenken und werden mit nichtigen Aufgaben beschäftigt, in der Hoffnung, dass sie irgendwann frustriert aufgeben und selbst kündigen. Zumindest ist dies der Plan, wäre da nicht Jackson Lamb. Zu der alten Besetzung kommen zwei neue Charaktere hinzu. Und auch diese passen sich perfekt in das Team ein. Die Beschreibung dieser so herrlich schrulligen Agenten ist einfach köstlich, so typisch englisch und mit einem wunderbaren trockenen Humor versehen, einen Humor, den ich liebe. Einfach fantastisch! In diesem Band wird ein toter Mann in einem Bus gefunden, es wird eine natürliche Todesart vermutet. Doch Jackson Lamb beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, denn er kennt diesen Mann, es ist ein ehemaliger Agent. Hier wird Lamb hellhörig. Und natürlich täuscht sich Jackson Lamb nicht. Die Handlung nimmt sofort an Fahrt auf, verschiedene Thesen tauchen auf, verschiedene Handlungsstränge erscheinen, beim Lesen entwickelt man immer wieder verschiedene Theorien, die Ermittlungen beginnen, auch einige Intrigen werden gesponnen, aber deutlich weniger als im ersten Teil. Herrlich! Dieses Buch hat Spaß gemacht. Wer durchdachte, intelligente und etwas verworrene Krimis mit sehr authentischen Menschen mag, ist hier vollkommen richtig. Wer schräge und skurrile Charaktere und diesen so besonderen britischen Humor mag, ist hier ebenso richtig. Die in diesem Buch verwendete Thematik erinnert mich an die vergangenen Zeiten des Kalten Krieges und Mick Herron schafft es hervorragend, diese vergangenen Zeiten in die heutige Zeit zu transferieren. Außerdem besitzt dieses Buch wieder einen wunderbaren Sog. Auch bei diesem Teil schafft es der Autor Mick Herron mich zu begeistern und deswegen gibt es von mir eine unbedingte Leseempfehlung und ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf den dritten Teil!
Freudiges Wiedersehen
von Batyr - 10.09.2019
Wer Mike Herrons ersten Band seiner Reihe um Jackson Lamb gelesen hat, fieberte sehnsüchtig der Fortsetzung entgegen. Und siehe da, neben dem bekannten und ins Herz geschlossenen Stammpersonal erwarten auch zwei vielversprechende Neuzugänge den erwartungsvollen Leser. Der ist ja bereits durch die Lektüre der `Slow Horses` konditioniert und damit gewieft genug, den Tricks und Finten des Autors genüsslich zu folgen: abrupte Umschwünge im Plot und Wechsel von Schauplatz und Perspektive, gekonnt platzierte punch lines allerbester britischer Provenienz, ein wahres Panoptikum skurriler Zeitgenossen, die in liebevoll-bissigen Charakterporträts präsentiert werden. Wem es um knallharte action zu tun ist, kommt nicht auf seine Kosten, aber der fein kalibrierte Handlungablauf mit seinen immer neuen Ausblicken auf die unterschiedlichsten Reizthemen unserer modernen Gesellschaft bieten ein intelligentes Lesevergnügen.
Britisch sarkastisch, spannend und so gar nicht slow
von BigZ - 10.09.2019
Das Slough House mit ihrem Chef Jackson Lamb ist eine Art Abstellkammer für in Ungnade gefallene MI5-Agenten. Sie werden hier mit Aktenstudien beschäftigt und man versucht, sie so mürbe zu machen, damit sie schließlich aufgeben und von sich aus kündigen. Doch wie schon im ersten Buch dieser Thrillerreihe können diese Slow Horses durchaus mit der ersten Garde ihrer Zunft mithalten. Diesmal ist es ein angeblich auf natürliche Weise gestorbener ehemaliger Kollege von Jackson Lamb, der die Kugel ins Rollen bringt. Denn da gibt es augenscheinlich doch einige Ungereimtheiten, die Lamb keine Ruhe lassen und so macht sich dieser daran, die Hintergründe der Sache zu untersuchen. Aber nicht nur dadurch kommt richtig Leben in die Truppe. Zwei der Mitarbeiter werden für den Schutz eines russischen Oligarchen abgestellt und als einer der Horses dabei getötet wird, ist es endgültig vorbei mit der erzwungenen Inaktivität. Vom dem, was dann passiert, an Ermittlung, Erkenntnis und durchaus überraschendem Erleben dazu, davon können sich die so von sich eingenommene MI5-Agenten im Hauptquartier aber mal eine ganz große Scheibe abschneiden. Jeder der Slow House Mitglieder ist ein echtes Original, authentisch, mit echter Vita und sehr sympathisch dazu, was man von Geheimagenten ja auch nicht so oft sagen kann. Der Fall ist sehr stimmig und spannend bis zu seinem überraschenden, aber passenden Ende. Was hier aus einem guten soliden Thriller einen richtig tollen Lesestoff macht, ist der britisch ironisch untermalte sarkastische Unterton, der Verzicht auf zu blutrünstige Action und, ungewöhnlich, die wenn auch eher leise gehaltene Kritik am System. Das Alles ergibt letztendlich ein verdammt gutes Ganzes. So machen Thriller richtig Spaß und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall dieses ungewöhnlichen Haufens, den Slow Horses, die geduldig in ihrem Slough House sitzen, bis ihre nächste große Stunde schlägt.
spitzenmäßiger Krimi
von ingilu - 09.09.2019
Das Slough House ist der Ort, an dem die Agenten vom MI5 sitzen, die Mist gebaut haben. Acht dieser sogenannten Slow Horses sitzen in der Außenstelle und sind mit unwichtigen Aufgaben betraut. Doch diesmal hat Jackson Lamb mehr als genug Arbeit, Russische Agenten und ein toter ehemaliger Kollege sorgen für Aufregung. Jackson Lamb und sein Team gehen auf Mördersuche und ermitteln, jeder auf seine eigene Art und Weise. Den ersten Teil Slow Horses habe ich nicht gelesen, werde das aber unbedingt nachholen. Ich mag den britischen trockenen Humor und den Wortwitz, der Krimi hat mich positiv überrascht. Es war für mich ein typisch britischer Krimi, der ohne großes Blutvergießen auskommt, dafür aber mit schrulligen, einzigartigen Protagonisten punktet. Ein sehr unterhaltsamer Krimi mit Witz und Spannung. Dazu noch ein verzwickter Fall, der Jackson Lamb aus der Reserve holt. Toller Krimi, very british.
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