Kritik der Freiheit

Das Grundproblem der Moderne.
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Freiheit hat für den Menschen und zugleich für die Moderne eine konstitutive Bedeutung. Trotzdem können heute weder das Prinzip Freiheit noch das Projekt der Moderne mit uneingeschränkter Zustimmung rechnen. Skeptiker machen auf negative Folgen der M … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Kritik der Freiheit
Autor/en: Otfried Höffe

ISBN: 3406675034
EAN: 9783406675034
Das Grundproblem der Moderne.
Beck C. H.

10. März 2015 - gebunden - 398 Seiten

Beschreibung

Freiheit hat für den Menschen und zugleich für die Moderne eine konstitutive Bedeutung. Trotzdem können heute weder das Prinzip Freiheit noch das Projekt der Moderne mit uneingeschränkter Zustimmung rechnen. Skeptiker machen auf negative Folgen der Moderne und auf Kehrseiten ihres Freiheitsbegriffs aufmerksam. Höffe nimmt die Skepsis ernst, stellt die Freiheit auf den Prüfstand und unterwirft die Moderne einer Neuvermessung.
Freiheit und Moderne werden in dieser Studie weder abgelehnt noch verteidigt, vielmehr einer Kritik im Kantischen Sinne ausgesetzt. Statt einem radikalen Pessimismus oder Optimismus zu verfallen, werden Argumente des Für und Wider aufgesucht und gegeneinander abgewogen: Welches Potential an Legitimation, welches an Limitation enthalten das Prinzip Freiheit und das Projekt der Moderne? Das Werk versteht sich als Beitrag sowohl zu einer philosophischen Anthropologie als auch zu einer kritischen Theorie der Moderne, darüber hinaus zu einer kritischen Rechts- und Demokratietheorie und zu einer Theorie personaler Freiheit. Und zumindest Bausteine sucht es zu einer kritischen Theorie von Technik und Umweltschutz, von Medizin und Erziehung, von Wirtschaft und Politik, nicht zuletzt zu einer Freiheitstheorie von Wissenschaft und Kunst.

Portrait

Otfried Höffe lehrte u.a. in Fribourg, Zürich, Sankt Gallen und Tübingen, wo er die Forschungsstelle Politische Philosophie leitet.

Pressestimmen

"Eine grundlegende, quellenbasierte und gedankenreiche Studie, nach deren Lektüre man sich gut gerüstet in die gegenwärtigen Debatten einschalten kann."
Barbara Stühlmeyer, Die Tagespost, 9. Dezember 2017 "Pointiert und anregend." Otto A. Böhmer, Frankfurter Rundschau, 29. September 2015

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 28.07.2015

Visionen der Weltrepublik
Antizyklisch: Otfried Höffe bilanziert die Moderne

Wo doch die Krise nicht endet, Europa am Ende ist und die Welt sowieso: Wie kann da ein Intellektueller die Moderne preisen? Der Philosoph Otfried Höffe tut es, sorgfältig differenzierend mit wohlgesetzten Punkten und Unter-Punkten, sowohl die Gegenargumente der Tierliebhaber und Hirnforscher berücksichtigend als auch die Risiken verrückt gewordener Banker bedenkend. Sein Argument erweist sich allen Differenzierungen zum Trotz als bemerkenswert schlicht: Die Freiheit ist das höchste Gut des Menschen, und die Moderne bringt die Freiheit zur Blüte. Daher fällt die Bilanz der Moderne gut aus.

Seine These überprüft Höffe auf fünf Feldern: Freiheit von Naturzwängen, Freiheit in der Wirtschaft, Freiheit in Wissenschaft und Kunst, politische Freiheit und schließlich personale Freiheit. Dabei stellt er in philosophisch versierten Gedankengängen fest, was sich auch mit bloßem Auge erkennen lässt. Die Medizin bringt neben allen Gefahren letztlich mehr Freiheit, weil sie Krankheiten bekämpft und eine um viele Jahre gestiegene Lebenserwartung ermöglicht. Politisch hat sich in der Moderne ein aufgeklärter Liberalismus durchgesetzt, der die Menschenrechte achtet und die Schwachen schützt. Bei allen Rückschlägen erhält das Völkerrecht mehr und mehr Einfluss. Die Marktwirtschaft bietet Anreize zu Höchstleistungen, zugleich beschert sie einer breiten Bevölkerung einen nie zuvor gekannten Wohlstand und trägt mit dem von ihr produzierten Reichtum wesentlich dazu bei, dass sich die weltweite Armut in den letzten Jahren halbiert hat. Ganz nebenbei - aber immerhin - erwähnt Höffe eine der größten Leistungen der Moderne: die Emanzipation der Frau.

Höffe beansprucht nicht, originell zu sein. Völlig zu Recht. Auch seine selbstgesteckte Aufgabe, die Freiheit neu zu vermessen, ist eine aufklärerische Grundhaltung: die Selbstkritik. Kant rief zur Befreiung aus der selbst-, nicht aus der fremdverschuldeten Unmündigkeit auf, und die Dynamik der Moderne ließe sich ohne den Motor der Selbstkritik gar nicht verstehen. So untersucht Höffe nicht nur die Leistungen, sondern auch die Gefahren der Freiheit und plaziert bei Bedarf ein Warnschild, etwa bei der wachsenden Ungleichheit, bei der Umweltzerstörung oder bei fehlender Generationengerechtigkeit. Freiheit kann eben immer nur mit Selbstbeschränkung funktionieren, sonst verkommt sie zur Freiheit der wenigen und verrät die Gleichheit.

Freiheit und Moderne sind für Otfried Höffe ein andauerndes Projekt. Daher wirbt der Philosoph zuletzt für eine Weltrepublik, in der die Freiheit aller Menschen geachtet wird, die den Finanzmarkt mit einem eigenen Völkerrecht zügelt und der Umweltzerstörung Einhalt gebietet. Um Hörsäle und Suhrkamp-Bände zu füllen und intellektuelle Debatten zu elektrisieren, bedarf es antikapitalistischer Diagnosen und beschworener Apokalypsen des Abendlandes. Dazu ist Höffes tapferer Freiheitsessay einfach zu optimistisch. Nach Faktenlage besitzt seine Analyse aber mehr Plausibilität. Weltrepublik-Visionen statt Weltuntergangs-Diskurse: Das ist dann doch originell.

HEDWIG RICHTER.

Otfried Höffe: "Kritik der Freiheit". Das Grundproblem der Moderne.

Verlag C. H. Beck, München 2015. 398 S., geb.

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