Als wir uns die Welt versprachen

Roman. Originaltitel: I bambini di Svevia. 1. Auflage. 1 s/w-Abbildung.
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Zwei Kinder, tausend Schicksale und eine unglaubliche Reise über die Alpen.

Der internationale Bestseller von Romina Casagrande, so ergreifend wie humorvoll erzählt.
»Ein wunderbarer Roman mit einer Protagonistin, in die man sich nur verlieben kann.« a

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Produktdetails

Titel: Als wir uns die Welt versprachen
Autor/en: Romina Casagrande

ISBN: 3810500097
EAN: 9783810500090
Roman.
Originaltitel: I bambini di Svevia.
1. Auflage.
1 s/w-Abbildung.
Übersetzt von Katharina Schmidt, Barbara Neeb
FISCHER Krüger

10. März 2021 - gebunden - 476 Seiten

Beschreibung

Zwei Kinder, tausend Schicksale und eine unglaubliche Reise über die Alpen.

Der internationale Bestseller von Romina Casagrande, so ergreifend wie humorvoll erzählt.
»Ein wunderbarer Roman mit einer Protagonistin, in die man sich nur verlieben kann.« a3 kultur


Als die Südtirolerin Edna in einer deutschen Zeitschrift ein Bild ihres Kinderfreundes Jacob sieht, macht sie sich auf den Weg über die Berge, um eine alte Schuld zu begleichen. Vor einem ganzen Leben mussten Edna und Jacob unter härtesten Bedingungen bei schwäbischen Landbesitzern schuften, wie Tausende arme Bergbauernkinder vor ihnen. Der Zweite Weltkrieg riss sie auseinander. Zu Fuß, mit Bus und Zug und ihrem Papagei Emil im Gepäck, beginnt Edna unbeirrt eine Reise voller berührender und überraschender Begegnungen.

Der internationale Bestseller von Romina Casagrande, so ergreifend wie humorvoll erzählt.

»Ein wunderbarer Roman mit einer Protagonistin, in die man sich nur verlieben kann!« a3 kultur

»Bewegend schreibt Romina Casagrande über die Geschichte der kleinen Sklaven und auch über das Reisen als Bild für das Leben an sich.« Corriere della Sera

Portrait

Romina Casagrande, geboren 1977, lebt in Meran in der Provinz Bozen in Südtirol. Ihre Mutter ist deutsch, ihr Vater Italiener. Mit ihrem Roman »Als wir uns die Welt versprachen« gelang ihr auf Anhieb der Durchbruch als Autorin; das Buch wird in viele europäische Sprachen übersetzt. Romina Casagrande hat klassische Literatur und Geschichte studiert, für Museen in Südtirol gearbeitet und unterrichtet als Mittelstufen-Lehrerin. Sie liebt die Natur, besonders die Berge; ihr Zuhause teilt sie mit ihrem Mann, drei Papageien und zwei Hunden.

Katharina Schmidt lebt in Frankfurt am Main und arbeitet als Übersetzerin, gern auch im Tandem. Ihre literarischen Wege führen sie nach Italien, England und Frankreich. 

Pressestimmen

Vor allem jedoch schenkt Romina Casagrande dem Leser [...] eine ermutigende Botschaft: Es ist nie zu spät für eine Reise zu sich selbst. Carolin Federl, Passauer Neue Presse

Der Roman Als wir uns die Welt versprachen von Romina Casagrande verbindet berührend historische Fakten und Fiktion. Südwest Presse

voller berührender und überraschender Begegnungen. Wally Gramm, Dolomiten

Ein wunderbarer Roman mit einer Protagonistin, in die man sich nur verlieben kann! Juliana Hazoth, a3 kultur

Casagrande [...] erzählt eindringlich in Rückblicken von den Kindern Edna und Jacob; von Armut, harten Arbeitsbedingungen, Gewalterfahrung, Not und Hilfsbereitschaft. Zett Südtirols Sonntagzeitung

Das Buch erzählt ergreifend aber auch humorvoll akzent-magazin

Schwere Kost, die leicht erzählt wird. [...] Sehr lesenswert! Beate Windisch, Heilbronner Stimme
Bewertungen unserer Kunden15
Außergewöhnliche Pilgerreise mit Hahn
von Irisblatt - 23.01.2022
Die hochbetagte Edna entdeckt im Magazin "Der Stern" ein Foto von Jacob, den sie seit Kindertagen nicht mehr gesehen hat. Sie erkennt ihn sofort an einer alten Verletzung, die er sich während ihrer gemeinsamen Zeit als sogenannte Schwabenkinder zugezogen hat. Aus dem Zeitungsartikel erfährt sie Jacobs derzeitigen Aufenthaltsort - das Krankenhaus in Ravensburg. Ohne lange zu überlegen macht sie sich mit Rucksack und Papagei Emil bepackt auf den Weg von Südtirol nach Ravensburg. Sie folgt dabei der Route, der sie bereits als Schwabenkind gefolgt ist. Nach all den vergangenen Jahrzehnten möchte sie Jacob endlich wiedersehen und eine alte Schuld begleichen. Das Erzähltempo ist gemächlich und passt sehr gut zu Ednas hohem Alter und dem langen Weg, den Edna in großen Teilen zu Fuß zurücklegt. Ednas Reise ist zugleich auch ein Ausflug in ihre eigene Erinnerung. In Rückblenden erfahren wir von ihrer Freundschaft mit Jacob, vom harten Arbeitsleben der Schwabenkinder auf den Höfen sowie den Misshandlungen und sexuellen Übergriffen, die diese Kinder erlitten haben. Wir begleiten Edna und ihren Papagei auf ihrer persönlichen Pilgerreise nach Ravensburg und zu Jacob. Edna stößt auf zahlreiche Hindernisse, gibt nicht auf und begegnet sehr unterschiedlichen Menschen. Ednas Reise ist mal berührend, mal spannend, mal skurril, mal traurig und mal witzig. Ich habe Edna über weite Teile ihrer wichtigen Reise gerne begleitet, mit ihr gemeinsam gebangt, gehofft und mich gefreut. Immer wieder gab es jedoch Abschnitte, wo ich der Geschichte nicht mehr folgen konnte. Die beschriebenen Szenen und Begegnungen wirkten auf mich konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Ein Roman muss für mich nicht realistisch sein, aber auf jeden Fall glaubwürdig. Diese Glaubwürdigkeit habe ich an einigen Stellen vermisst. Das Ende des Romans ist für mich wieder schlüssig und gut gelungen. Als Gesamtwerk würde ich diesem Roman, der sich übrigens angenehm leicht lesen lässt, gerne 3,5 Punkte geben. Wegen der vielen schönen Bilder, die ich von Ednas Reise mit Papagei im Kopf habe und den sehr gelungenen Abschnitten über die Situation der Schwabenkinder runde ich gerne auf vier Sterne auf. Im Anhang findet sich noch ein sehr lesenswertes Interview mit der Autorin.
Das Gestern fließt immer ins Heute
von Waschbaerin - 24.08.2021
Als wir uns die Welt versprachen ist eine fiktive Geschichte, wie sie sich zum größten Teil tatsächlich hätte so abspielen können. Das traurige Schicksal der Schwabenkinder wurde viele Jahre lang nicht wahr genommen. Es war zu unrühmlich, als dass man daran erinnert werden wollte. Die Autorin hat sich dieses Themas angenommen und einen Roman daraus gemacht, der sowohl im Gestern als auch im Heute spielt. Heute: Die 90jährige Südtirolerin Edna macht sich in Begleitung ihres Papageis auf den Weg, ein vor mehreren Jahrzehnten gegebenes Versprechen einzulösen. Edna entspricht so gar nicht der betagten alten Frau, wie man diese Generation sowohl in TV-Filmen, als auch in den Medien üblicherweise darstellt. Zwar sagen auch die Menschen im Umfeld über Edna, sie sei alt und tatterig, brauchte Pflege usw. - im Grunde um selbst nicht belästigt zu werden und das eigene Gewissen zu beruhigen - doch Edna ist ganz und gar nicht damit einverstanden, in ein Pflegeheim abgeschoben zu werden. Würde ich nicht selbst Senioren dieses Alters kennen, die noch fit genug sind (manchmal fitter als 40jährige) ausgiebige Wanderungen oder im eigenen Camper Urlaub zu machen, ich hätte wohl den Kopf geschüttelt und der Autorin zu viel Phantasie bescheinigt. Die Autorin nahm sich viel künstlerische Freiheit in ihren Schilderungen. Trotzdem fand ich es erfrischend zu lesen, wie sich Edna diesem Klischee der Alten widersetzt. Gestern: Als kleines Mädchen wurde sie als Schwabenkind zu einem reichen Bauern in Dienst gegeben. Es war eine Möglichkeit armer Eltern einen Esser weniger am Tisch zu haben, wenn sie sich nicht in der Lage sahen, ihre Kinder zu ernähren. Soweit die grobe Kurzfassung. Mein Tipp wäre, dass sich der Leser schon vor Beginn der Lektüre über das Schicksal der Schwabenkinder informiert, damit er die Zusammenhänge und Abläufe besser versteht. Es gibt einen sehr guten Film mit T. Moretti, der auch Schwabenkinder heißt und das Schicksal dieser Kinder zum Thema hatte. Dass Ausbeutung durch die wohlhabende Herrschaft, brutale Gewalt und auch sex. Missbrauch Tür und Tor geöffnet wurden, versteht sich von selbst. Doch die Knechte (S. 154/158) waren nicht besser. Hier kam die berühmte Hackordnung zum Tragen. Mitleid war für viele ein Fremdwort. Auch sie wurden ausgebeutet, mussten für geringen Lohn viel arbeiten. Da kamen diese schutzlosen Kinder gerade recht, waren oftmals Freiwild. Es waren Esser , kosteten also Geld und das mussten sie wieder einbringen. Die Not der Schwächeren wurde schon zu allen Zeiten von den Stärkeren ausgenützt. Doch Edna war auf dem Hof nicht allein. Sie fand einen Freund, Jacob, der sie beschützte - wenn es ihm möglich war. Gemeinsam schmiedeten sie Pläne, aus diesem unerträglichen Dasein zu fliehen. Zusammen bereiteten sie alles für ihre Flucht vor. Mehr will ich über deren Zeit als Schwabenkinder nicht verraten. Ich glaube, diese eindrücklichen Schilderungen lassen niemanden unberührt. In dem Roman ist es Fiktion, doch so oder so ähnlich hat es sich unzählig oft abgespielt. Zurück zu der Edna von heute. Natürlich war es eine abenteuerliche Reise, auf die sie sich begab. Nachdem sie ihr Geld verloren hatte, musste sie ihren Weg sogar zu Fuß fortsetzen und traf dabei auf die skurrilsten Menschen, die ihr weiter halfen. Manchmal verstanden sie sich auf Anhieb. Natürlich kann man sagen, der Autorin sei die Phantasie durch gegangen und es sei von allem etwas zu viel und zu dick aufgetragen. Doch wer schon mal auf Reisen war - ich meine nicht in einem Pauschalurlaub oder in einer Ferienwohnung, sondern mit einem Campingbus - der weiß, solche kunterbunten Leute wie in dem Roman beschrieben, gibt es tatsächlich. Derart ungeplante Begegnungen können außergewöhnlich und auch spannend sein, wenn man den Mut hat, sich darauf einzulassen. Edna hatte keine Berührungsängste. Sie ist ganz und gar keine alltägliche Person. Sie ist eher der Gattung unbequeme Alte zuzuordnen. Ein Hauch von später Freiheit durchweht diesen Roman von Anfang bis Ende. Wie schon am Anfang erwähnt, mir gefiel dieses Buch mit der alten Dame als Protagonistin. Die Autorin wählte eine angenehm zu lesende Sprache. Flickte in den Text immer wieder Lebensweisheiten ein, wie z B. Denn Menschen verschwinden nie vollständig . (S. 343) oder .... Der Junge zuckte mit den Schultern. Keine Ahnung.... Dass jedes Ende irgendwie der Anfang von etwas anderem ist. Wie bei einem Kreis, glaube ich . (S. 439)
Ein Versprechen aus Kindertagen erfährt nach Jahrzehnten seine Erfüllung.
von jumare2703 - 04.07.2021
Ein Roman, dessen Cover, Bild und Titel gleichermaßen, mich sofort angesprochen hat. Wurden doch Erinnerungen an Kinderbilder meiner Eltern und Großeltern geweckt und in Kombination mit dem Titel des Romans entstand die Neugier, was möglicherweise aus einem Kindheitsversprechen geworden ist. So meine Frage und nachdem ich den Begriff Schwabenkinder entdeckt hatte, habe ich mich lesend auf die Suche nach einer Antwort zu dieser Frage gemacht. Da mir die Thematik der Schwabenkinder bereits aus einem anderen Roman bestens bekannt ist, wird mit diesem Roman jetzt die Geschichte von zwei ehemaligen Schwabenkindern, Edna und Jacob, bis hinein in die Gegenwart erzählt. Die hochbetagte Edna begibt sich zu Fuß und einem alten Papagei auf den Weg über die Alpen nach Deutschland, um ihren Kindheitsfreund Jacob aufzusuchen. So weit so gut. Interessante Romanidee aber die Ereignisse um und mit Edna haben mich nicht wirklich überzeugt - eher das Gegenteil. Ihre Reise, in dem Alter und in der beschriebenen Form wirkt auf mich zwar sehr kreativ aber alles andere als realistisch und glaubwürdig. Und das ist sehr schade, da es sich bei den Schwabenkindern um ein wirklich wichtiges und ergreifendes Thema handelt, unter dessen Härte und Grausamkeit sicher viele Kinder ihr Leben lang gelitten haben. Da der Roman in zwei Zeitebenen spielt, auf der einen Seite Ednas Reise hier und jetzt, und auf der anderen Seite die gemeinsame, aber sehr harte Zeit als Kinder, die sie und Jacob gemeinsam durchgestanden und überlebt haben. Gerade dieser Erzählstrang wird den Erwartungen, die ich an den Roman hatte, gerecht. Nur schade, dass Ednas (unglaubwürdige) Reiseerlebnisse und der Reiseverlauf diese berührenden, tragischen und ergreifenden Rückblenden immer wieder unterbrechen. Dies ein Grund, dass mich der Roman letztendlich doch enttäuscht zurücklässt.
Schwabenkinder
von Lea - 09.06.2021
"Als wir uns die Welt versprachen" bekommt vier Sterne von mir. Ich fand die Geschichte, vor allem der Rückblick auf die historischen Begebenheiten, sehr interessant. Aber auch sich mit Edna zurückzuerinnern und die neue Reise mitzumachen ist mitreißend. Edna sieht in einer Zeitung ein Bild ihres Kinderfreundes Jacob, weswegen sie zu einer Reise aufbricht, die sie von Südtirol bis Süddeutschland führt und bei der sie vor allem ihre Erinnerung an ihre Kindheit als "Schwabenkind" aufarbeitet, eine Begebenheit, die es auf jeden Fall wert zu erzählen ist. Die Reise birgt natürlich schon viel Erzählstoff, hinzu kommt der Vergangenheitsstrang. Auch ist die Geschichte gut erzählt. Zu Anfang sind noch viele Fragen offen, die dann nach und nach erklärt werden. Man muss kurz etwas ins Buch hineinkommen, aber dann ist man total drin. Nur ein Erzählstrang von einer Frau, die Adele kennt, hinterlässt ein paar Fragezeichen, weil der Sinn dieser Geschichte nicht ersichtlich wird. Nur die Geschichte von Edna und Jacob hätte es auch getan. Edna ist eine gute Hauptperson, der man direkt anmerkt, dass sie schon viel erlebt und deswegen viel zu erzählen hat. Natürlich ist sie ein bisschen eigensinnig, aber das passt einfach zu ihrem Alter und ihrem Charakter. In der Geschichte tauchen auch viele andere interessante Personen auf, die das gesamt Geschehen gut ergänzen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Unterhaltsam und gleichzeitig erschütternd
von adel69 - 09.06.2021
Worum geht es in dem Buch? Edna ist ungefähr 90 Jahre alt, lebt in Südtirol (Italien) mit dem Papagei Emil und liest immer wieder die deutsche Zeitschrift "Stern", die sie sich von ihrer Nachbarin Adele besorgen lässt. Tief im Herzen weiß Edna jedoch, dass sie ein jahrzehntealtes Versprechen einlösen muss. Sie muss den Papagei Emil seinem rechtmäßigen Besitzer, ihrem Freund aus Kindertagen Jacob, zurückbringen. Allerdings konnte sie sich nicht früher auf den Weg machen, denn sie wusste nicht, wo Jacob lebt und wie er mit Nachnamen heißt. Mit Jacob verbinden Edna gemeinsame Erlebnisse auf einem Bauernhof in Süddeutschland. Sie waren so genannte "Schwabenkinder", die oft schuften mussten, um zu überleben. Viele Bauern und ihre Mitarbeiter gingen mit den Schwabenkindern um, wie es ihnen beliebte. So gab es bittere Zeiten für die Kinder - aber auch Freundschaften entstanden. Ein Artikel im "Stern", der von einer Katastrophe im Süden Deutschlands berichtet, zeigt Edna plötzlich, dass Jacob in einem Krankenhaus in Ravensburg ist. Er wurde schwer verletzt und kämpft um sein Leben. Edna fasst den Entschluss, ihn endlich in Deutschland zu besuchen und den Papagei Emil zurückzugeben. Diverse Pannen - zum Beispiel der Verlust ihres Geldes und ihres Ausweises - bringt sie nicht davon ab, die Reise zu machen. Auf ihrem Weg findet sie immer wieder Leute, die sie unterstützen und ihr helfen können. Sie nehmen sie beispielsweise mit auf einem Motorrad, sie begleiten sie zu Fuß und so weiter. Meine Leseerfahrung: Dieser Roman ist ein aberwitziges Roadmovie - teilweise abenteuerlich, absurd und humorvoll, teilweise aber auch sehr ernst. Er ist in der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit verfasst. Als Leserin erfahre ich, wie Edna mit ihrem Papagei per Bus, Zug, Motorrad, zu Fuß und so weiter versucht, ihr Ziel in Deutschland zu erreichen. Dabei trifft sie allerhand interessante Leute, Roland mit der Lederjacke, das esoterische Pärchen Priska und Flo und andere. Ich habe das Buch gelesen, weil ich wissen wollte, ob Edna Deutschland erreichen und wie das Treffen mit Jacob nach langer Zeit ablaufen wird. Natürlich habe ich mich auch gefragt, warum Edna in ihrem Alter diese Reise überhaupt noch macht. Ihre Gesundheit ist nicht die beste. Das Buch spielt in zwei Zeiten. Einmal in der Vergangenheit, als Edna und Jacob als "Schwabenkinder" auf einem Bauernhof in Süddeutschland schuften und der Willkür von Bauern und Knechten ausgeliefert sind. Diese Kapitel erschüttern. Ein Lichtblick ist hier, dass sich Edna und Jacob anfreunden - und sich gemeinsam um den Papagei Emil kümmern, den sie im Hof immer wieder verstecken können. Die Reise Ednas nach Deutschland dagegen ist humorvoll, spannend und immer wieder skurril. Die Autorin schildert alles mit intensiver Fantasie - so entstehen immer wieder Bilder im Kopf und man kann sich beim Lesen gut ablenken. Auch wenn ich denke, dass viele der beschriebenen Begebenheiten so nicht in Wirklichkeit passieren können, hat mich der Roman sehr gut unterhalten. Einen Augenblick lang habe ich geschmunzelt - und im nächsten Moment war ich erschüttert. Den Schluss hätte ich mir etwas anders gewünscht. Aber das ist meine Meinung. Ich vergebe dem Buch alle Sterne und eine Weiterempfehlung.
Ein tiefgründiges Buch mit einer starken Protagonistin
von Jonas1704 - 16.05.2021
Die junge Südtirolerin Edna ist eines der Schwabenkinder, die während des zweiten Weltkriegen von ihren Eltern an wohlhabende schwäbische Bauern verkauft wurden, wo sie unter härtesten Bedingungen arbeiten mussten. Diese Bergbauernkinder hausten unter ärmlichen Verhältnissen sowohl vor als auch nach ihren Verkauf a de strengen Dienstherren. Während des Kriegen verliert Edna ihren Freund Jacob und nachdem sie sein Bild in einer deutschen Zeitschrift sieht, beschließt sie, ihn zu suchen und mit sich im Reinen zu kommen. Somit beginnt sie zu Fuß, mit Bus und Zug und ihrem Papagei Emil im Schlepptau, unbeirrt eine Reise voller berührender und überraschender Wendungen und Begegnungen. Das komische an der Geschichte ist, dass sich Edna auf diese Suche schon im hohen Alter macht, was die Geschichte etwas unglaubwürdig macht. Denn bis dahin hatte sie ihn nie wieder gesehen und sie wollte unbedingt eine alte Schuld begleichen bevor sie starb. Die Geschichte ist sehr ausdrucksstark und beschreibt mit viel Gefühl und Wehmut die Geschehnisse die Edna durchlebt und lässt ihren Erinnerungen Revue passieren. Trotzdem war das Buch berührend und spannend zugleich obwohl es manchmal etwas übertrieben rüber kam. Das Interessanteste auf jeden Fall ist die Tatsache, dass man sich über diese Zeit der Geschichte informieren kann und man kann sich auch über das Schicksal der Schwabenkinder nachhaltig beschäftigen. Bücher die mir solche Anregungen geben betrachte ich immer als eine gelungene Wahl.
Gemischte Gefühle
von amena25 - 13.05.2021
Die neunzigjährige Südtirolerin Edna lebt sehr zurückgezogen mit ihrem Papagei Emil. Ihr Leben verläuft in ruhigen, regelmäßigen Bahnen. Als sie aber in einer deutschen Zeitschrift das Bild ihrer Freundes Jacob sieht, bricht sie aus ihrer beschaulichen Zurückgezogenheit auf. Mitsamt ihrem Papagei macht sie sich auf den Weg, über die Alpen, bis nach Ravensburg. Dort hatte sie als junges Mädchen zusammen mit tausenden anderen ,,Schwabenkindern¿ auf einem Hof schwere Arbeit leisten müssen und unter menschenunwürdigen, fast sklavenähnlichen Bedingungen gelebt. Dort hatte sie auch in Jacob einen Freund gefunden, der ihr Mut und Trost gegeben hatte. Doch bei einem Fluchtversuch wurden sie auseinandergerissen. Noch heute plagen Edna deshalb Schuldgefühle, die sie nun, fast am Ende ihres Lebens, zu dieser Reise treiben. Zu Fuß, mit Bus und Zug und ihrem Papagei beginnt Edna diese beschwerliche Reise, die aber zu vielen überraschender Begegnungen und berührenden Momenten führen. Auf dem Weg beginnt Edna sich zu öffnen und nach und nach lässt sie so auch ihre lang verdrängten Erinnerungen an die Oberfläche kommen. So erfährt der Leser in immer wieder eingestreuten Passagen von Ednas Leben auf dem oberschwäbischen Hof, von den Ungerechtigkeiten, dem Heimweh, den Zudringlichkeiten der Männer¿. ,,Als wir uns die Welt versprachen¿ erzählt wie schon die Kinderbücher ,,Hungerweg¿ von Othmar Franz Lang oder ,,Das verkaufte Glück¿ von Manfred Mai vom Schicksal der Schwabenkinder. Jedoch wird Casagrande in manchem deutlicher und konkreter, was in den Kinderbüchern nur angedeutet wurde. Allerdings erscheint mir die beschwerliche Reise, teilweise zu Fuß, mitsamt dem Papagei und Übernachtungen teils im Freien für eine Frau in diesem Alter wenig realistisch, die ,,wundersamen Begegnungen¿ Ednas auf ihrer Reise wirken zum Teil etwas konstruiert und eher schräg. Auch bleibt so einiges offen, z.B. warum Edna nicht schon früher nach Jacob gesucht hat. Der Roman ist auf jeden Fall lesenswert, vor allem die historischen Passagen sind bedrückend und sehr bewegend. Der ,,moderne" Teil konnte mich allerdings nicht so überzeugen und noch weniger begeistern.
Edna auf der Suche nach ihre Jugendfreund
von Philo - 11.05.2021
Das Buch über Edna und Jakob geht weit zurück in die Vergangenheit und behandelt zunächst einmal deren Schicksal als Schwabenkinder. Auch wenn ich darüber schon viel gehört habe, hat mich deren Verkauf auf Bauernhöfe von Südtirol nach Schwaben wieder erschüttert. Die Autorin beschreibt in gut lesbarer Erzählform, wie arme Bergbauern ihre Kinder nach Schwaben an reiche Bauern verkauften in der Hoffnung, daß es ihnen dort besser gehen würde. Aber weit gefehlt. Sie mußten dort schwerste Arbeiten verrichten, bekamen nicht ausreichend zu essen und waren erbarmungswürdig untergebracht. Schrecklich zu lesen ist, daß die Mädchen nicht vor den Übergriffen der Knechte geschützt wurden. Edna und Jakob beschließen, aus ihrer Gefangenschaft zu fliehen und bereiten ihre Flucht akribisch vor. Bei dem Fluchtversuch werden sie getrennt. Nur Edna entkommt mit einem Papagei, der eigentlich Jakob gehört. In einem Zeitsprung erleben wir Edna, die allein in ihrem Haus in Tirol wohnt, immer dabei auch noch nach fast 80 Jahren Emil, der Papagei. Von Jakob weiß man leider nichts, aber Edna hat ihn nie vergessen. Ein Bild in einer Zeitschrift, das den verunglückten Jakob während eines Unwetters zeigt, ist für Edna Anlaß genug, sich auf die Reise und Suche nach Jakob zu machen. Interessant am Buch fand ich die Schilderung über die Schwabenkinder. Ein wirklich trauriges Kapitel in der deutschen Geschichte. Ednas Reise hat mich nicht überzeugen können. Daß sie Jakob wiederfinden wollte, kann ich gut nachvollziehen, aber die ihr in dem Buch zugemutete Reise kann nach meinem Dafürhalten eine Frau in ihrem Alter nun wirklich nicht durchstehen. Daß sie lauter Gutmenschen begegnet, die ihr ständig Hilfe anbieten, ist meines Erachtens auch völlig unrealistisch. Und die Erschwernisse, die das Mitschleppen von Jakobs Papagei mit sich bringt, sind grotesk. Hier hätte die Autorin lieber einen Geldspender für Edna finden sollen, der ihr eine Fahrkarte kauft, damit sie ihr Reiseziel auf unproblematische Art und Weise erreichen kann. Die Erzählung der Reiseabenteuer fand ich zu langatmig und nicht immer sehr überzeugend. Hier hat die Autorin zu viel Phantasie hineingelegt Ich hatte mir mehr von dem Buch erwartet. Hier wären viele Seiten weniger mehr gewesen.
Ausgesprochen berührend!!!
von MB - 09.05.2021
Romina Casagrande hat einen sehr berührenden Roman geschrieben. Als Südtirolerin hat sie sich mit den Figuren Edna und Jacob der Geschichte der Schwabenkinder gewidmet, einem dunklen Kapitel der Geschichte: Der armutsbedingten Verschickung von Kindern aus südlichen Gefilden (v.a. den verarmten Bergdörfern) über die Berge hinweg, um auf den reichen Höfen Oberschwabens (hier Ravensburg) ihre Arbeitskraft zu opfern; Gewalt, sexuelle Nötigung und Missbrauch waren an der Tagesordnung. Auf einem Hof in Ravensburg haben sich die Kinder Edna und Jacob kennengelernt, sich die Welt versprochen und die gemeinsame Flucht geplant, die dann allerdings nur Edna gelungen ist. In der Gegenwartsebene des Romans erfährt die inzwischen hochaltrige Edna (immer noch das kleine gemeinsame Geheimnis von damals - den Papagei Emil - an ihrer Seite...) in einem Zeitungsartikel über einen Unfall in der Region Ravensburg, bei der auch Ihr alter Freund Jacob zu Schaden gekommen und zur Behandlung dort im Krankenhaus untergebracht ist. Sofort macht Edna sich mit iherem Papagei auf die Reise über die Berge - genau wie damals bei ihrer Verschickung - um Jacob wiederzusehen und sich ihm anzuvertrauen, ihm das zu berichten, was sie ihm damals nicht hatte mitteilen können. Natürlich gerät Edna auf ihrer Reise in einige Schwierigkeiten. Eine wahre Lebensreise mit inspirierenden Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen; ein wahres Roadmovie im Spannungsfeld von Verzweiflung und Glück! Nach vielen Jahrzehnten will Edna etwas zuende bringen, eine Seelenlast klären und entdeckt schlussendlich einen Neubeginn für sich. Ein Roman, der es schafft zu berühren, sich bis an den Rand des zu Anrührigen zu bewegen - und dabei doch eine große Geschichte zu bleiben! Leseempfehlung!
Sehr ergreifend
von BQK - 09.05.2021
Bei Als wir und die Welt versprachen handelt es sich um einen wirklich sehr ergreifenden Roman. Der Klappentext macht direkt neugierig und zeigt, dass es sich um eine spannende Geschichte handeln wird. Außerdem lässt sich erahnen, dass es einen historischen Hintergrund gibt. Beim Lesen fängt man sofort an mit zu fiebern. Wird Edna ihre Reise schaffen und ihr Versprechen einlösen können? Im Laufe des Romans reist man nicht nur mit der älteren Dame und ihrem treuen Papagei Emil in Richtung Ravensburg, sondern man reist auch durch die Zeit. In Rückblenden erfährt man immer mehr schreckliche Dinge aus der Vergangenheit von Edna und man kann beim Lesen kaum glauben, dass dies alles auf wahren Begebenheiten beruht. Die Passagen der Vergangenheit sind beim Lesen wirklich sehr bedrückend und regen stark zum Nachdenken an. Der Roman verdeutlicht auch, dass man so gut wie alles schaffen kann, wenn man nur genug Mut hat. Man sollte sich nicht vor unbekannten Dingen verschließen, sondern offen für neues sein. So kann man auch ganz wunderbare neue und unerwartete Freundschaften knüpfen.
Als wir uns die Welt versrpachen
von Elisabeth Ullmann - 05.05.2021
Ein melancholisches und sehr sentimentales Buch. Es zeigt uns das Schicksal der Schwabenkinder, die aus der armen Bergregion in Südtirol zum Arbeiten zu den reichen Bauern nach Schwaben geschickt wurden. Auch Edna ist so ein Kind. Sie mußte hart arbeiten, bekam sehr wenig zu essen und wurde von den Knechten vergewaltigt. Ihr einziger Freund ist Jacob, der mit ihr bei einem heimlich besuchten Rummel eine zerflederten Papagei kaufte. Mit dem wollten sie um die Welt reisen und vor ihrem tristen Leben fliehen. Aber auf der Flucht wurde Jacob aufgehalten und Edna erreichte allein mit dem Papagei Emil ihre Heimat. Sie hat sich aber geschworen, eines Tages Emil zurück zu Jacob zu bringen. Inzwischen ist Edna fast 90 Jahre alt, verwitwet und kinderlos und da sieht sie in einer Zeitschrift plötzlich ein Foto von Jacob. Er lebt anscheinend noch immer in Ravensburg. So macht sich die alte Dame auf den Weg von Castelbello nach Deutschland ins Schwabenland, mit in einer Karre mit Emil, denn er soll nun endgültig an seinen Besitzer zurückgegeben werden. Sie macht sich auf den Weg über die Berge, ihr wird die Geldbörse gestohlen aber sie findet immer wieder Leute, die ihr weiterhelfen: Hippies, ein Werkstattbesitzer, Rocker, Wanderer auf dem Jacobsweg bis sie dann endlich Ravensburg erreicht. Am Ende ihres Weges hat sie so viele gute Erlebnisse gehabt und sie trifft auf Jacobs Enkelin. Das Buch ist sehr interessant und so gut geschrieben, besser kann kein Krimi sein. Es wird aus der heutigen Sicht von Edna berichtet und schweift dann immer wieder in die Vergangenheit zurück auf den Hof in Schwaben und der Leser erfährt Dinge, die die Schwabenkinder erdulden mußten, sogar das Vieh des Bauern hatte es besser. Aber mit fast 90 Jahren hat Edna noch so einen eisernen Willen, dass sie die Wanderung über das Gebirge schafft, getrieben von der Sehnsucht nach Jacob. Ich finde es aber total überzogen, welche Kräfte die fast 90jährige Edna hat. Hier hat es die Autorin wirklich sehr gut mit ihrer Protagonisten gemeint. Ansonsten war es eine sehr gute Unterhaltung und man bekam wieder Einblick in eine vergangene Zeit. Mir gefällt das sepiafarbene Cover sehr gut, das ein kleines Mädchen mit Zöpfen im wirren Haar zeigt.
Das Lesen lohnt, mit einem Ja, aber
von Flyspy - 05.05.2021
Lohnt sich das Lesen dieses Buches? Ja, es lohnt sich, allein wegen der historischen Passagen, in der Romina Casagrande die Erlebnisse von Edna aus ihrer Kindheit erzählt. Die Geschichten um die sogenannten Schwabenkinder, die als billige Arbeitskräfte von ihren armen Familien an Bauern vermittelt wurden, war mir bekannt und war auch der Grund, warum mich das Buch interessierte. Dieser Teil der Erzählung ist bewegend und dramatisch zugleich. Die Schwabenkinder hatten ein schweres Leben, in so jungen Jahren hart arbeiten zu müssen. wurden dabei drangsaliert. Dennoch entsteht zwischen dem Leid eine besondere Freundschaft zu Jacob, die noch lange im Leben Ednas nachhallt. Während der historische Teil berührt, ist es schwierig zu der alten Edna einen persönlichen Zugang zu finden. Es fängt damit an, dass ich nicht glauben kann, dass eine beschwerliche Reise von Südtirol über die Alpen bis nach Ravensburg ¿ überwiegend zu Fuß - für eine Neunzigjährige ¿mit Papagei im Käfig¿ realistisch ist. Edna hat zwar einen starken Willen, ist aber nicht so fit, dass ich es ihr zutrauen würde. Unterwegs hat sie einige ¿ teils kuriose Begegnungen ¿ die durchaus auch witzig beim Lesen wirken. Was sich mir gar nicht erschlossen hat, ist der Handlungsstrang um Adele und ihre Familie. Das fand ich einfach unnötig für das Buch an sich. Beim Lesen war ich versucht, diese Passagen nur zu überfliegen. Dadurch wirkt die Erzählung auch seltsam zerrissen, fast wie von zwei Autorinnen verfasst. Der historische Teil wirkt gut recherchiert und wühlt auf, dem Teil, der im ¿heute¿ spielt fehlt es an Substanz. Dreieinhalb Sterne wäre meine Bewertung, vier Sterne mit Wohlwollen, weil die Geschichte der Schwabenkinder es wert ist, dass sie so erzählt wird.
Eine mutige alte Frau geht ihren Weg
von Waca - 02.05.2021
Edna ist eine fast 90jährige rüstige alte Dame, die mit Papagei Emil zurückgezogen in einem kleinen Dorf in Südtirol lebt. Keiner der Dorfbewohner ahnt, dass Edna in ihrer Kindheit schreckliches erleben musste, da sie von ihrer Familie als sogenanntes "Schwabenkind" über die Alpen nach Deutschland verkauft wurde, um bereits als 10jährige Schwerstarbeit auf einem schwäbischen Bauernhof zu leisten. In diesen harten Monaten hat sich eine enge Freundschaft mit Jacob aufgebaut, einem Jungen, der sich um sie gekümmert und sie so gut es geht beschützt hat. Damals haben sich die geschworen, zusammen fliehen - gelungen ist es nur Edna. Als die alte Dame Edna nun Jacobs Foto in einer Zeitung sieht, fühlt sie sich an das alte Versprechen gebunden und rüstet sich zum Aufbruch: Sie möchte Emil Jacob zurückbringen und dafür ist ihr kein Weg zu weit oder zu steinig - selbst der der Schwabenkinder über die Berge nicht. "Als wir uns die Welt versprachen" von Romina Casagrande ist ein berührender Roman, der zwei Geschichten in einer vereint: Die der jungen Edna aus der Zeit als Schwabenkind und die der alten Edna auf ihrer Reise zurück nach Ravensburg. Der Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart liest sich angenehm, auch wenn zu Beginn eines neuen Kapitels zunächst nicht eindeutig klar ist, in welcher Zeit wir uns gerade befinden. Das in Sepia gehaltene Bild des kleinen Mädchens passt sehr gut dazu, man kann sich gut vorstellen, dass es sich dabei um das Foto aus dem Buch handelt. Auch gut gefällt mir die abgedruckte Karte, die ebenfalls eine große Rolle in der Geschichte spielt. Ich hatte viel Freude dabei, anhand dieser Ednas Weg nachzuvollziehen. Der Schreibstil der Autorin ist zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig und ich habe dadurch etwas gebraucht, bis ich wirklich in die Geschichte eintauchen konnte. Vieles wird nur angedeutet und die vielen zusätzlichen Einschübe in Klammern waren so zahlreich, dass sie den Lesefluss etwas beeinträchtigt haben. Auch wirkt das Erzähltempo aufgrund des Schreibstils mit vielen Detailbeschreibungen irgendwie sehr langsam. Dies passt zwar zur Sichtweise der alten Dame, für meinen Geschmack hätte die Story aber an einigen Stellen schneller voranschreiten dürfen. Mit der Zeit habe ich mich aber an den etwas anderen Schreibstil gewohnt und mich nicht mehr daran gestört. Der Erzählstrang aus der Vergangenheit ist der Autorin sehr gut gelungen. Das Mädchen Edna berichtet in ihrer naiven Art von den schlimmen Geschehnissen auf dem Hof, durch ihre kindliche Erzählweise wirken trotz ihres Schreckens beinahe alltäglich. Die Szenen auf dem Hof haben mich tief erschüttert, vor allem weil sie auf der wahren Geschichte der "Schwabenkinder" beruhen, über die es meiner Meinung nach viel zu wenig Aufklärung gibt. Ihr Schicksal hat mich unheimlich erschüttert und traurig gemacht. Wo der Vergangenheitsstrang durch seine grausame Authentizität überzeugt, desto unglaubwürdiger wirkt der aus der Gegenwart. Auch wenn es amüsant zu lesen war, so halte ich es doch für überzogen, dass eine fast 90jährige alleine mit einem Papagei den Weg über die Alpen geht, ohne dabei aufzufallen oder zusammenzubrechen. Natürlich erhält sie Hilfe von verschiedensten Leuten, überwindet eigene Vorurteile und lernt dabei viele Lebensweisheiten, aber an vielen Stellen wirkte die Wanderung dann doch zu konstruiert, um noch realistisch zu sein. Trotzdem sind der Trip und ihre Begegnungen sehr unterhaltsam. Das Ende hingegen hat mich traurig hinterlassen. Es ist emotional, irgendwie aber auch stimmig. Vieles bleibt ungesagt, aber Edna schließt ihren Frieden mit ihrem Schicksal. Dieses Ende hat mich sehr berührt, auch aufgrund seiner gnadenlosen Ehrlichkeit - der Kreis hat sich geschlossen. Der alten Dame Edna stand ich bis zum Ende hin etwas zwiespältig gegenüber. Einerseits hatte ich das Gefühl, dass sie nicht mehr vollkommen klar denken kann, stark in der Vergangenheit lebt und darüber hinaus ihre körperlichen wie geistigen Fähigkeiten überschätzt. Andererseits bewundere ich sie für ihren Mut, ihre Hartnäckigkeit und Entschlossenheit, das Versprechen Jacob gegenüber einzuhalten. Auch ist sie sehr tolerant, wundert sich zwar über die seltsamen Menschen, die ihr auf ihrer Reise begegnen, gibt aber jedem eine Chance und sieht das Gute in ihnen. Dadurch werden beiderseits Vorurteile abgebaut und generationsübergreifende Lebensweisheiten ausgetauscht. Insgesamt hat mir das Buch trotz einiger unrealistischer Begebenheiten gut gefallen, gerade die Botschaften hinter den Worten waren so wahr und wichtig. Die alte Edna macht Mut, seinen Weg zu gehen und anderen Menschen offen zu begegnen und ihnen zuzuhören. Insbesondere hat mich aber die Thematik der Schwabenkinder nachhaltig beschäftigt. Meiner Meinung nach ist die Zeit der Schwabenkinder ein sehr dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, von deren Schicksal jeder gehört haben sollte. Super, dass in "Als wir uns die Welt versprachen" mithilfe eines fiktiven Romans gleichzeitig geschichtliche Aufklärung stattfindet.
Aufwühlend
von Anonym - 02.05.2021
Ein Artikel im Stern versetzt Edna zurück in ihre Vergangenheit, in der sie als junges Mädchen nach dem Tod ihres Bruders den beschwerlichen Weg über die Alpen angetreten ist, um dort unter schlimmen Bedingungen auf einem Bauernhof zu arbeiten. Nur Jacob, ein anderes der vielen auf dem Hof arbeitenden Kinder, ist ihr ein t. Er nimmt sich ihrer an und verhilft ihr schließlich zur Flucht. Diese wollten sie eigentlich gemeinsam antreten. Im hohen Alter macht sich Edna mit ihrem Paradiesvogel Emil aus der Zeit auf dem Hof auf den beschwerlichen Weg zurück nach Ravensburg, um Jacob zu finden. Dabei begegnet Sie vielen interessanten Charakteren, zum Beispiel Roland dem Rocker, oder auch ein alternatives Pärchen, die sich ihrer annehmen. Doch sie lässt sich nicht von ihrer Reise über die Alpen abbringen, auf der sie allerhand Unwägbarkeiten überwinden muss. Das Buch ist interessant geschrieben, springt immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Während sie den beschwerlichen Weg der Gegenwart meistert, erinnert sie sich immer wieder an die Zeit auf dem Hof und Jacob. Sprachlich ist das Buch gut gehalten, er schafft es, mich als Leserin zu fesseln. Allerdings springt es doch sehr und baut neue Personen/Geschehnisse eher schockartig als solide auf.
Von festen Freundschaftsbanden
von Miss Marple - 01.05.2021
Edna und Jakob waren in ihrer Kindheit Freunde, die das schwere Schicksal der sogenannten "Schwabenkinder" teilten. Sie versprachen sich, immer füreinander da zu sein. Als jedoch der 2. Weltkrieg kam, wurden sie getrennt und verloren sich aus den Augen. Fast 80 Jahre später macht sich Edna auf den Weg, Jakob zu suchen. Im Gepäck hat sie ihren Papagei und eine Menge Erinnerungen, die der Leser auf dieser Reise mit ihr teilt. Wir wechseln während des Lesens immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit. Ich war sehr gespannt auf das fast in Vergessenheit geraten Kapitel deutsch- italienischer Geschichte, als sich über Jahrhunderte hinweg arme Bergbauernkinder aus Südtirol bei schwäbischen Landbesitzern verdingen mussten. Hier gelingt es der Autorin den Leser zu fesseln, ihn mit auf eine Zeitreise zu nehmen. Doch die Handlung in der Gegenwart kann den Spannungsbogen nicht immer halten. Was jedoch am Ende des Buches nachhallt, ist die Bedeutung von Freundschaft und Freiheit.
Eine Reise
von misery3103 - 27.04.2021
Edna entdeckt in einer Zeitung ein Bild ihres Kinderfreundes Jacob. Sofort macht sie sich auf den Weg nach Deutschland, um eine alte Schuld zu begleichen. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt, bei der Edna neue Bekanntschaften macht, während sie zu Fuß, mit Bus und Zug unbeirrt ihren Weg hinter sich bringt. Über weite Strecken fand ich Ednas Reise wirklich amüsant und unterhaltend. Die Sprünge zwischen den Ereignissen damals und heute sind nachvollziehbar und interessant. In dem Buch geht es um die sogenannten "Schwabenkinder". Bergbuernkinder, die unter härtesten Bedingungen bei schwäbischen Landbesitzern schuften mussten, so auch Edna und Jacob. Das ist historisch interessant und spannend. Die Rückblenden fand ich auch wirklich gut beschrieben und berührend, während ich die Ereignisse in der Gegenwart nicht so fesselnd fand. Natürlich ist es interessant gewesen, Edna während ihrer ereignisreichen Reise zu begleiten, aber ich fand die Gegenwartsgeschichte nicht so fesselnd. Insgesamt konnte mich Ednas Reise nicht komplett überzeugen. Ich gebe 3 Sterne für eine hinreißende alte Dame, die ein altes Unrecht gut machen will.
Ein schöner Roman mit ein paar unrunden Stellen
von wanderer.of.words - 25.04.2021
Auf zwei Zeitebenen erzählt Romina Casagrande die Geschichte von Edna. In der Gegenwart geht es um ihre Reise nach Ravensburg zum verloren geglaubten Freund und in der Vergangenheit um das Schicksal als sogenanntes "Schwaben- oder Hütekind". Von diesen Kindern habe ich durch das Buch zum ersten Mal gehört. Bis ins frühe 20. Jahrhundert gaben arme Familien ihre Kinder als Arbeitskräfte an Bauern, doch um zu den Höfen zu gelangen mussten die Kinder erst einmal über die Alpen ziehen um dann in der Fremde harte Arbeiten unter strengen Dienstherren zu verrichten. Die in der Vergangenheit spielenden Kapitel sind daher oft eine eher schwere Kost, konnten mich insgesamt aber mehr überzeugen als die in der Gegenwart angesiedelten. Bei Ednas in der Gegenwart stattfindenden Reise über die Alpen tat ich mich teilweise etwas schwer was die Glaubwürdigkeit angeht. Schon für einen jungen Menschen ist so ein langer Fußweg enorm beschwerlich, an vielen Stellen konnte ich nicht nachvollziehen wie eine knapp 90-Jährige mit einem sperrigen und schweren Transportkäfig auf den unebenen und steilen Bergpfaden zurechtkommen soll. Denn Edna ist keineswegs übermäßig fit. Auch das Verhalten einiger Personen war nicht immer nachvollziehbar. So wird der gänzlich erschöpften Edna von einer Freundin angeboten, sich von ihr mit dem Auto fahren zu lassen. Doch als dieses den Dienst versagt soll die alte Dame alleine mit dem Zug reisen. Warum die Freundin sie zwar mit dem Auto chauffieren, aber nicht auch im Zug begleiten will bleibt ungeklärt. Solche Ungereimtheiten trüben die Lesefreude ein wenig. Auch Ednas Begegnungen erschienen mir teils etwas konstruiert und ich konnte mir nicht immer vorstellen, dass etwas in der Realität so ablaufen könnte. Die Stärken des Buches liegen für mich in den eher unspektakulären Begegnungen, aus denen oft Gespräche mit fast philosophischer Note entstehen. Insgesamt muss man aber sagen, dass die Charaktere wunderbar herausgearbeitet sind und selbst die Nebencharaktere immer sehr lebendig wirken. Edna und Papagei Emil schließt man schnell ins Herz, die beiden sind zwar etwas kauzig aber absolut liebenswert. Sehr gut haben mir auch die Erzähl- und Schreibweise der Autorin gefallen. Das Buch liest sich flüssig mit vielen tollen Formulierungen die mein literaturbegeistertes Herz höherschlagen lassen. Fazit Wenn man über die nicht ganz runden Stellen hinwegsehen kann, ist es ein sehr schöner Roman mit gut herausgearbeiteten Figuren, den zu lesen sich durchaus lohnt.
Als wir uns die Welt versprachen...
von Bücherfuchs88 - 25.04.2021
Die Südtirolerin Edna hat in ihrem Leben schon viel erlebt. Nicht nur die schwere der Vergangenheit macht ihr zu schaffen, auch fühlt sie eine Schuld über die sie nie sprach. Als sie das Bild ihres Freundes Jacob in einer renommierten Zeitung sieht, macht sie sich auf dem Weg zu ihm, auch wenn dieser lang und beschwerlich über die Alpen führt. Doch Edna ist wild entschlossen, trotz ihres hohen Alters diese Reise auf sich zu nehmen. Der Schreibstil der Autorin sowie deren sprachlicher Ausdruck konnten mich für sich gewinnen. Gefallen hat mir auch der Aufbau der Handlung, auch wenn ich anfänglich ein paar Probleme hatte, mich besser in selbige einzufinden. Edna wirkte auf mich sympathisch, ein wenig schrullig und dennoch authentisch. Sie war vom Leben gezeichnet und man merkte im Verlauf der Handlung immer wieder, wie emotional und bewegend ihr Schicksal war, welches sie in seinen Auswirkungen bis ins hohe Alter beeinträchtigte. Auch erzählt die Autorin eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt, welche mich in ihrer Gesamtheit mit einem positiven Gefühl zurückgelassen hat. Das Schicksal der Schwabenkinder war wahrlich kein leichtes und es erfordert Fingerspitzengefühl, dieses Thema zu ergründen, was der Autorin scheinbar mühelos gelang. Die Länge der in Kapiteln gegliederten Handlung war angenehm und die Covergestaltung passt wirklich sehr gut zur Handlung.
Ergreifend und humorvoll
von Mareike Honkomp - 21.04.2021
Die Südtirolerin Edna sieht in einer Zeitung das Bild ihres Kinderfreundes Jacob. Als Kinder mussten die Beiden bei einem schwäbischen Landbesitzer, unter härtesten Bedingungen arbeiten. Der zweite Weltkrieg riss sie auseinander. Zu Fuß, mit dem Bus und Zug macht sie sich, zusammen mit ihrem Papagei Emil auf die Reise über die Alpen um ihren Freund zu treffen und eine alte Schuld zu begleichen. Diese Reise steckt voller berührender und überraschender Begegnungen. Meine Meinung: Ein tolles Buch. Eine tolle Geschichte. Der Schreibstil ist super, ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Edna ist eine tolle Person und ich finde die Geschichten sehr interessant und auch spannend. Ich habe beim Lesen viele verschiedene Emotionen gehabt und genau das ist auch wohl das was dieses Buch ausmacht. Absolute Leseempfehlung.
Die Geschichte kommt zu oft vom Weg ab
von Lesepartie - 20.04.2021
Meinung Die Autorin Romina Casagrande hat sich einem unpopulären und schrecklichen Thema angenommen, den Schwabenkindern. Jahrhunderte lang wurde Kinder der armen Bergbauern aus Südtirol an reichen Großbauern in Schwaben verkauft. Manche Kinder sahen ihre Heimat und ihre Eltern nie wieder. Auch als unter Mussolini dieser Handel untersagt wurde, gab es weiterhin illegale Wanderungen über die Alpen. Federführend war dabei die katholische Kirche, deren Dorfpfarrer meinten, sie täten den Armen etwas Gutes. In Schwaben angekommen, wurden die Kinder wie Sklaven angeboten. Auf den Höfen erwartete die Kinder nicht nur schwere, harte Arbeit, sondern auch Missbrauch und Demütigung. Dem war damals auch Edna ausgesetzt. Glücklicherweise fand sie einen guten Freund, Jacob, der auf sie aufpasste. Jacob war ihr Halt, auch wenn er sie nicht vor allem beschützen konnte. In Rückschauen erinnert sie Edna an die Zeit auf dem Hof und an Jacob. So erfahren wir Leser:innen, wie das Leben der Schwabenkinder auf dem Hof aussah und was Edna als zehnjährige erlebte. Eines Tages ersteht Jacob einen Papagei, einen Paradiesvogel, der zur lebendig gewordenen Hoffnung der beiden Kinder wird. Sie schmieden einen Plan um fortzulaufen. Sie wollen mit Emil um die Welt ziehen. Doch es kommt anders. Ednas Erinnerungen verlaufen meist chronologisch, sodass wir auch erst zum Schluss erfahren, warum Jacob und Edna auf ihrer Flucht getrennt wurden. Die Erlebnisse auf dem Hof schildert die Autorin oftmals aus der naiven Sichtweise der zehnjährigen Edna. Dadurch wirkt das Geschehene nicht weniger schrecklich und grausam, doch es mildert die harten Worte, die Erwachsene dafür hätten, ab. Ich habe bei den Episoden der Vergangenheit sehr mitgelitten und musste das Buch öfters aus der Hand legen, um das Schicksal sacken zu lassen. Die Handlungen heute und damals fließen wunderbar ineinander über, ohne zu verwirren. Ednas Reise entbehrt nicht allerlei skurriler Begegnungen. Von einem, im Wohnwagen lebenden, Motorradfahrer über eine Schamanin mit Jura Studium oder einem Städter, der pilgert, um über den Verlust seines Partners hinwegzukommen. Den größten Teil der Strecke, dieser beschwerlichen Reise, geht sie zu Fuß. Natürlich kann man darüber streiten, ob es überhaupt möglich ist, dass eine Neunzigjährige den Weg über die Alpen schafft, dennoch halte ich es für durchaus denkbar. Edna hat viel erlebt in ihrem Leben, sie ist zäh, sie hat einen starken Willen und der versetzt bekanntlich Berge - oder überwindet sie. Allerdings wird es manchmal etwas abstrus und wirr, sowie ihre Fahrt im Gepäckraum eines Busses oder die ungeklärte Verfolgungsjagd mit der Polizei. Im letzten Drittel eröffnet die Autorin einen unnötigen Erzählstrang um Adeles Familie. Sinn und Zweck dieses Strangs hat sich mir bis zum Schluss nicht erschlossen. Mich hat er verwirrt, den Fokus der Geschichte verrückt und alles künstlich in die Länge gezogen. Edna stellt sich ihren Dämonen der Vergangenheit, damit hätte das Buch beendet sein sollen. Ich verstehe, dass die Autorin Zuversicht vermitteln möchte, aber das hätte auf andere, kürzere Weise geschehen können. Max und Lukas sind für mich auf dieser Reise zwei vollkommen unnötige Charaktere, ebenso wie deren Probleme. Die reine Konzentration auf Edna und Jacob wäre ausreichend und richtig gewesen, so habe ich mich streckenweise ziemlich gelangweilt, weil ich kein Verständnis hatte, warum ich mich mit Adeles Familie beschäftigen soll. Ich war davon so genervt, dass ich die letzten Seiten nur noch überflogen habe. Die Rückblenden sind absolut gelungen. Ich konnte mir das Leben auf dem Hof gut vorstellen. In der Gegenwart fehlt es mir oftmals an Tiefgang. So hätte ich gerne mehr über Ednas Leben nach ihrer Rückkehr nach Südtirol erfahren. Die alte Dame bleibt mir das Buch über fremd. Sie ist für mich nicht greifbar, weil es ihr an Kontur, an wahrem Charakter fehlt. Nur weil ich über ihre Liebe zum Garten oder ihre Sternsammlung Bescheid weiß, ist das für mich noch kein tiefer gehendes Kennenlernen. Zu Beginn hatte ich den Eindruck sie sei etwas senil, dann hielt ich sie trotz ihres Alters für ziemlich naiv, aber richtig warm wurde ich mit der alten Edna nie. Mir fehlen die Verknüpfungspunkte von der jungen zu der alten Edna. Auch bei den Abenteuern und Begegnungen auf ihrer Reise wäre weniger mehr gewesen. Es ist etwas zu viel des Guten, wie beispielsweise die Fahrt im Gepäckraum und die darauffolgende Jagd nach Emil. Fazit Die grauenhaften Bedingungen, unter denen die Schwabenkinder zu leiden hatten, sollten öfters Platz in Romanen finden. Der Roman konnte mich nicht vollends überzeugen. Teils zu oberflächliche Charaktere, teils fehlt mir die Sinnhaftigkeit. Die Erzählung verlor sich immer wieder in Nebenstränge, was dazu führte, dass sie kein Ende zu finden schien. Guter Ansatz, leider kommt die Geschichte zu oft vom Weg ab.
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