Stay away from Gretchen

Eine unmögliche Liebe, Roman.
Buch (gebunden)
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Eine große Liebe in dunklen Zeiten


Eine junge Frau, ein afroamerikanischer GI und das Geheimnis einer verbotenen Liebe

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Produktdetails

Titel: Stay away from Gretchen
Autor/en: Susanne Abel

ISBN: 3423282592
EAN: 9783423282598
Eine unmögliche Liebe, Roman.
dtv Verlagsgesellschaft

18. März 2021 - gebunden - 526 Seiten

Beschreibung

Eine große Liebe in dunklen Zeiten


Der bekannte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath macht sich Sorgen um seine 84-jährige Mutter Greta, die immer mehr vergisst. Was anfangs ärgerlich für sein scheinbar so perfektes Leben ist, wird unerwartet zu einem Geschenk. Nach und nach erzählt Greta aus ihrem Leben - von ihrer Kindheit in Ostpreußen, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter, der Sehnsucht nach dem verschollenen Vater und ihren Erfolgen auf dem Schwarzmarkt in Heidelberg. Als Tom jedoch auf das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut stößt, verstummt Greta. Zum ersten Mal beginnt Tom, sich eingehender mit der Vergangenheit seiner Mutter zu befassen. Nicht nur, um endlich ihre Traurigkeit zu verstehen. Es geht auch um sein eigenes Glück.


Portrait

Susanne Abel stammt aus einem badischen Dorf an der französischen Grenze, arbeitete bereits mit 17 Jahren als Erziehungshelferin und später als Erzieherin. Nach einer Ausbildung zur Puppenspielerin landete sie über den Weg des Theaters beim Fernsehen. Sie schloss ein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin ab und realisiert seither als Autorin und Regisseurin zahlreiche Dokumentationen fürs Fernsehen. Die Autorin lebt und arbeitet in Köln.


Pressestimmen

»Noch lange nach der Lektüre bleibt diese Geschichte im Kopf.«
MDR, Unter Büchern 30.06.2021
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Ihrem Buchhändler
von Ihrem Buchhändler - Hugendubel Buchhandlung Cottbus Mauerstraße - 18.06.2021
Unter den vielen Romanen, die in der Kriegs- und Nachkriegszeit spielen, hat mich dieser hier am stärksten berührt. Es ist eine Geschichte von Krieg, Leid und Angst, aber auch von Hoffnung und Liebe unter dem noch immer heiß schwelenden Rassismus. Einmal begonnen, mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Sigrun Franke
von Sigrun Franke - Hugendubel Buchhandlung Hannover Bahnhofstraße - 15.05.2021
Dieser Roman liest sich flott und sehr unterhaltsam, aber es steckt doch eine ganze Menge mehr zwischen den Zeilen. Zum einen ist da Tom Monderath, ein sehr erfolgreicher Moderator, der vielleicht ein bisschen zu sehr vom Erfolg verwöhnt ist und etwas Bodenhaftung verloren hat. Und da ist seine Mutter Greta, bei der sich erste Anzeichen einer Demenz zeigen. Die Mutter, die nie über ihre Jugend oder Ihre Vergangenheit gesprochen hat. Aber mit den ersten Anzeichen einer Demenz öffnen sich auch die Türen zu dieser Zeit und lange unter Verschluss gehaltene Erinnerungen kommen ans Tageslicht. Und so wird dem Leser nicht nur eine Mutter - Sohn Beziehung nahe gebracht, sondern auch ein Stück deutsche Vergangenheit. Eine Geschichte von Flucht und Vertreibung und einer damals unmöglichen Liebe. Themen, die nicht nur zu dieser Zeit präsent waren, sondern auch in der heutigen Zeit stattfinden. Ich habe dieses Buch gern gelesen und kann es sehr empfehlen.
Hedda Freier, Hugendubel Flensburg
Sehr bewegende Familiengeschichte
von Hedda Freier, Hugendubel Flensburg - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 23.03.2021
Die 84-jährige Greta Monderath leidet an beginnender Demenz. Ihr Sohn Tom, ein bekannter Fernsehmoderator, macht sich große Sorgen um sie. Dann findet er bei seiner Mutter Hinweise auf ihre Flucht aus Ostpreußen und findet außerdem noch das Foto eines farbigen Mädchens. Bevor sie alles vergessen wird, versucht Tom möglichst viel über die Kindheit und Jugend seiner Mutter zu erfahren. Und sie beginnt, einiges aus ihrem Leben zu erzählen. Geprägt wurde ihr Leben durch die verbotene Beziehung zu einem farbigen amerikanischen Soldaten nach dem 2. Weltkrieg. Eine bewegende Familiengeschichte. Sehr emotional erzählt.
Bewertungen unserer Kunden
Eine bewegende Geschichte
von Mk - 29.07.2021
Das Buch "Stay away from Gretchen" von Susanne Abel hat mich wirklich berührt. Die Geschichte "im Jetzt" vom Nachrichtenmoderator Tom und seiner Mutter, bei der die Alzheimerkrankheit erkannt wird und immer weiter fortschreitet, und in der Vergangenheit von Toms Mutter Greta konnte ich kaum aus der Hand legen. Mit viel Gefühl ist die damalige Zeit und sind die schwierigen Probleme der damaligen Zeit beschrieben worden. Die Person Greta in der Gegenwart hat mich öfter zum Schmunzeln gebracht und so den Ernst der Alzheimerkrankheit für die Geschichte gut erträglich gemacht. Auch die anderen Personen der Geschichte finde ich sehr treffend beschrieben, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Besonders gut hat mir an dem Buch gefallen, dass es ein spannender, interessanter Roman und gleichzeitig ein Zeitzeugnis ist. Von mir eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.
Liebe zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs
von Mareike Kollenbrandt - 18.07.2021
Vorweg: Die Sprecherin dieses Hörbuch ( exklusiv bei Audible ) ist grossartig. Vera Teltz drückt mit ihrer Stimme zahlreiche Gefühlssituationen aus und kann Spannung, Trauer und Freude hundertprozentig rüberbringen. Auch die verschiedenen Personen in dieser Geschichte werden sehr gut von ihr dargestellt. Nicht zuletzt durch ihre angenehme Stimme ist dieses Hörbuch so hörenswert. Aber auch die Geschichte ist mitreissend. Eine Mischung zwischen Gegenwart und Vergangenheit zeigt einerseits den Verfall der 84jährigen Greta, und andererseits ihr Leben in den schweren Zeiten des Krieges. Eine grosse Liebesgeschichte, die scheinbar in einem anderen Leben stattgefunden hat und deren Auswirkung bis in die heutige Zeit zu spüren sind. Die Geschichte der vielen unerwünschten Kinder, die der Zwiete Weltkrieg hervor gebracht hat und das traurige Schicksal ihrer Mütter. Ergreifend, erschreckend und auch sehr berührend, aber eine Geschichte die auf jeden Fall erzählt werden musste.
Ich bin begeistert von der Geschichte, vom Hörbuch
von Magnolia - 11.07.2021
Zwei /drei Hörbücher hatte ich bis jetzt gehört und danach beschlossen, doch beim gedruckten Wort zu bleiben. Dann aber ist mir "Stay Away from Gretchen" in Hörform begegnet und es war ein so eindringlicher Hörgenuss, dass ich mein Urteil bezüglich dieses Formates revidiere. Diese so wundervolle Geschichte hat durch die ausdrucksstarke Stimme der Synchronsprecherin Vera Teltz ganz enorm gepunktet. Zum einen war es die sehr berührende, emotionale Geschichte Gretchens und zum anderen das so gekonnte Vortragen. All die Stimmungsschwankungen der einzelnen Charaktere konnte ich gut heraushören. Die Sprecherin hat jedem Einzelnen ein Gesicht gegeben, ich konnte mich zurücklehnen und genießen, mich mit ihnen freuen, ob ihres Schicksals traurig und verzweifelt sein. Vera Teltz, ihre Stimme, werde ich mir merken, ich werde sie bestimmt wieder hören. "Geschichte, so bitter sie auch sein mag, ist Realität, die täglich in unserer Gegenwart und in unserer Zukunft fortwirkt." Willy Brandt in einer Rede in Jerusalem am 7. Juni 1973. So beginnt Gretchens Lebensgeschichte und in diesem Satz verbirgt sich ganz viel Wahrheit. Heute: Greta ist topfit, so denkt sie sich und will nur schnell was besorgen. Mit ihrem Auto fährt sie immer weiter, sie ist auf der Autobahn, verpasst die Ausfahrt, bis sie irgendwo im ihr unbekannten Nirgendwo stehen bleibt, im Krankenhaus landet. Der bekannte Nachrichtenmoderator Tom Monderath wird angerufen, er holt seine 84jährige Mutter zurück, muss sich eingestehen, dass er ihre weiter fortschreitende Demenz nicht länger ignorieren kann. Er wird sich zwangsläufig um sie kümmern müssen. So beginnt er nachzuforschen, findet in Gretas Sachen ein Foto von einem ihm unbekannten dunkelhäutigen Mädchen. Gestern: Gretas Familie muss weg aus Ostpreußen, in Heidelberg finden sie eine neue Heimat und die blutjunge Greta - Gretchen genannt - erlebt während des Zweiten Weltkrieges und der US-Besatzung ihre große Liebe, aber auch die bitterste Enttäuschung, die sie fast nicht verkraften kann. Vertreibung und Flucht, der auch hierzulande verbliebene Rassenhass mit all seinen Folgen werden hier thematisiert, genau so Adoption und die Suche nach den eigenen Wurzeln. Heute ist unvorstellbar, was im Nachkriegsdeutschland alles möglich war. Ein Frauenschicksal, das für viele andere steht. Gegen die starren Vorschriften der aus jetziger Sicht verstaubten Behörden kam man nicht an, im Gegenteil. So manches menschliche Drama war amtlich gewollt. Die Autorin erzählt ausdrucksstark in zwei Zeitebenen, die gut ineinandergreifen. Tom in seinem durchgestylten Leben in der Gegenwart gräbt immer tiefer in der verborgenen, verschwiegenen Vergangenheit seiner Mutter. "Stay Away from Gretchen" hat mich in seiner Gänze umgarnt, bewegt, begeistert. Ein Stück Zeitgeschichte, mitreißend geschrieben von Susanne Abel, von Vera Teltz wundervoll vorgetragen. Gerne empfehle ich diesen Leckerbissen.
Vom kaum bekannten Schicksal der Brown Babys
von de.Susi - 01.07.2021
Rezension des HÖRBUCHES: Toms Mutter Greta zeigt Anzeichen von Alzheimer-Demenz und ihre Alleingänge bringen das nur auf sich gerichtete Leben des Yuppies ziemlich durcheinander. Ignorant egoistisch versucht der dieses Problem weg zu planen, was selbstredend schiefgeht. Als er beginnt sich mit der Situation auseinanderzusetzen, findet er das Foto eines kleinen dunkelhäutigen Mädchens in den Sachen seiner Mutter. Neugierig geworden spricht er sie darauf an und erfährt zum ersten Mal näheres über das bisher verschwiegene Leben seiner Mutter So traurig und schwer die Thematik, so feinfühlig hat die Autorin dies in eine absolut lesens-/hörenswerte Geschichte gepackt, die unter die Haut geht. Vor allem die - mir bisher unbekannte - Sprecherin Vera Teltz verleiht der Geschichte eine Aura, der man sich nur schwer entziehen kann und durch ihre starke Ausdrucksweise bei mir stellenweise Gänsehaut hervorrief. In Stay away from Gretchen wird ein dunkles Kapitel der Nachkriegsgeschichte thematisiert, dessen Tragweite mir für alle Betroffenen so noch nicht bewusst war. Ich bewundere Gretchen sehr, wie sie, vor allem in dieser Zeit, an ihrem Ziel und Traum festhält, obwohl Schwierigkeiten und schlimme Konsequenzen vorgezeichnet sind. Dazu gehört verdammt viel Mut! Aber ich glaube auch, das zeichnet diese Generation aus, die nach dem Erlebten fast nichts Schlimmeres mehr erwarten konnten. Und trotz aller Schwere klingt auch eine Leichtigkeit durch, die mir mehr als einmal ein Schmunzeln entlockte. Sehr interessant ist auch der Verweis zu den vererbten Erinnerungen der Kriegsenkel , mit denen ich mich selbst auch schon beschäftigt habe. Somit bietet dieses Buch eine weite Bandbreite von Themen, die man erstmal gelungen zusammenfügen muss. Dies ist Susanne Abel hervorragend gelungen, so dass ich auch über die fast zu kitschig anmutenden Zufälle hinwegsehen kann. Fazit: Durch die spannende Story und die klasse Umsetzung durch die Sprecherin war ich sehr an dieses Hörbuch gefesselt, so muss ein Buch sein. Empfehlung!
Sehr bewegende Lebensgeschichte
von bookloving - 18.06.2021
Mit ihrem großartigen Debüt "Stay away from Gretchen - Eine unmögliche Liebe " ist der deutschen Autorin Susanne Abel ein hervorragend recherchierter, sehr bewegender historischer Roman gelungen, der mich sehr berühren konnte und noch längere Zeit beschäftigt hat. Gekonnt konfrontiert uns die Autorin in ihrem sehr emotional und fesselnd erzählten Roman mit den Schrecken der deutschen Vergangenheit, zeigt die verheerenden Auswirkungen des 2. Weltkriegs und der erlittenen Traumata auf die Kriegsgeneration auf , die auch auf ihre Nachkommen bis in die Gegenwart nachwirken. Darüber hinaus beleuchtet sie mit dem Schicksal der "Brown Babies" und Afrodeutschen ein sehr dunkles, wenig bekanntes und nachdenklich stimmendes Kapitel der Nachkriegszeit. In der mitreißenden, in der Gegenwart angesiedelten Rahmenhandlung um Greta, die zwar körperlich fitte, aber zunehmend dementer werdende 84jährige Mutter des bekannten Fernsehmoderators Tom, enthüllt diese in plötzlich hochkommenden Erinnerungsfetzen allmählich ihre ergreifende Lebensgeschichte. In den eingeschobenen Rückblicken werden immer mehr, bislang sorgsam verborgene Details aus Gretas bewegter Vergangenheit enthüllt. Um Gretas verwirrenden Geheimnissen und seiner eigenen Familiengeschichte auf die Spur zu kommen, stellt Tom schließlich gemeinsam mit einer Assistentin weitere Nachforschungen an und begibt sich auf eine ereignisreiche Spurensuche. Die sich abwechselnden, auf unterschiedlichen Zeitebenen angesiedelten Erzählstränge, in denen die sehr warmherzig und lebensnah gezeichnete Protagonistin Gretchen steht, haben mich bald in ihren Bann gezogen. Susanne Abel ist es hervorragend gelungen, viele gut recherchierte und zeitgeschichtlich wichtige Themen der Nazizeit und deutschen Nachkriegszeit mit ihrer fiktiven Geschichte zu verweben und die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe sehr lebendig und anschaulich zu gestalten. Die Autorin nimmt uns mit auf eine abenteuerliche, sehr facettenreiche Zeitreise, beginnend mit Gretas Kindheit in Preußisch Eylau während der Nazizeit, reißt die traumatischen Erlebnisse während der überstürzten Flucht vor den Russen aus dem Osten an, lässt uns schließlich eintauchen in die entbehrungsreiche Nachkriegszeit im von den Amerikanern besetzten Heidelberg, wo Gretas während der Flucht getrennte Familie schließlich wieder zusammen findet, und lässt uns schließlich Anteil nehmen an Gretas "Unmöglicher Liebe" und ihrem höchst tragischen Ausgang. Kenntnisreich und sehr plastisch führt uns die Autorin die während der unterschiedlichen Zeitepochen vorherrschenden Verhältnisse, die politischen Einstellungen und Stimmungen in der Bevölkerung vor Augen und lässt uns in so manche erschütternden gesellschaftlichen Abgründe jener Zeit blicken. Geschickt untermalt die Autorin zudem einige zeitgeschichtliche Ereignisse und reale Begebenheiten mit Zeitdokumenten, so dass die Geschichte noch authentischer wirkt. Sehr einfühlsam erzählt Abels Gretas außergewöhnliche Lebensgeschichte voller Höhen und Tiefen, die zugleich stellvertretend für viele Frauenschicksale jener Zeit steht. Die Autorin hat mit Greta eine sehr beeindruckende, vielschichtige Frauen-Figur geschaffen, die mit ihren Eigenheiten, Stärken und Verletzlichkeiten sehr lebensnah und lebendig wirkt und die man rasch ins Herz geschlossen hat. Sie versteht es, uns im Laufe der Handlung ihr Innenleben, ihre schillernde Persönlichkeit und charakterliche Entwicklung sehr glaubhaft näherzubringen. Gekonnt zeigt sie in ihrem bewegenden Roman auf, wie nachhaltig Lebensentscheidungen auch das Leben der nachfolgenden Generationen beeinflussen und emotional prägen können. Geschickt verdichtet die Autorin ihre Geschichte immer weiter und lässt diese nach einigen unvorhersehbaren Wendungen und überraschenden Enthüllungen zwar etwas weichgespült, aber dennoch sehr stimmig ausklingen. Hervorragend hat mir auch das Nachwort der Autorin gefallen, in dem sie ausführlich die Hintergründe zu ihrem Roman erläutert und interessante weiterführende Informationen zu ihren Recherchen gibt. Abgerundet wird der Roman für alle an den angeschnittenen Themen interessierten LeserInnen mit einem umfangreichen Literatur- und Filmverzeichnis. FAZIT Ein fesselnder, sehr emotionaler historischer Roman mit einer bewegenden Lebensgeschichte und einer wundervollen Protagonistin - lebendig und mitreißend erzählt, hervorragend recherchiert und kenntnisreich umgesetzt. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre!
Ein sehr berührendes Buch!
von Anonym - 18.06.2021
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, 2015 und in der Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg. In der "Gegenwart" ist der bekannte Nachrichtenmoderator Tom Monderath auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Single, erfolgreich und kann jede Frau haben die er möchte. Doch dann bekommt er einen Anruf der Polizei, die seine Mutter vollkommen verwirrt auf der Autobahn aufgelesen haben, viele hundert Kilometer von ihrem Wohnort entfernt. Tom muss sich diesem Problem stellen und erfährt immer mehr über die Lebensgeschichte seiner Mutter und ihre große Liebe zu einem amerikanischen GI... Das Buch war für mich ein echtes Highlight, das mich teilweise auch zu Tränen gerührt hat! Die ganze Geschichte wird so authentisch geschrieben, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit, alles hätte genau so passieren können. Das Buch ist gleichermaßen Zeitreise und Vergangenheitsbewältigung in einem. Man erlebt die Zeit rund um den zweiten Weltkrieg, die Alliierten und auch immer wieder den Umgang mit "schwarzen" Amerikanern mit. In der Gegenwart bekommt man einfühlsam das Thema Demenz näher gebracht. Die Charaktere sind alle sehr liebevoll gezeichnet und haben ihren eigenen Charakter, den man mögen kann oder auch nicht. Ich kann das Buch nur empfehlen denn selten hat mich eine (Liebes-) Geschichte so berühren können!
Ergreifend
von Gisel - 18.06.2021
Tom Monderath ist ein erfolgreicher Nachrichtenmoderator. Seine 84jährige Mutter Greta hat bisher allein in ihrem Haus gelebt, doch eine Autofahrt zeigt, dass sie immer mehr vergisst. Für Tom ist das einerseits ärgerlich, doch andererseits erhält er nun die Chance, etwas über Gretas Leben zu erfahren. Bisher hat sie kaum etwas darüber erzählt. Besonders überraschend ist für Tom das Foto eines kleinen dunkelhäutigen Mädchens. Tom stößt auf ein wohlgehütetes Geheimnis seiner Mutter und damit auch auf den Grund der vielen Depressionen, die ihr Leben begleitet haben. Die Generation der Kriegskinder hat vieles miterleben müssen, das im Alter allerdings nochmal hochkommt. An Gretas Beispiel zeigt die Autorin Susanne Abel dies sehr anschaulich. In zwei Zeitebenen enthüllt der Roman eine ergreifende Erzählung über ein wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte. Dabei fällt es nicht von Anfang an leicht, Greta und Tom sympathisch zu finden - zu erfolgsorientiert, ja arrogant tritt Tom auf, zu trotzig zeigt sich Greta im Bemühen, ihre Demenz zu verschleiern. Und doch wachsen die beiden dem Leser nach und nach ans Herz, je länger man von ihnen liest. Manche Entwicklung fand ich letztendlich etwas zu aufgesetzt, andererseits ergibt sich damit ein stimmiger Schluss. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben, die beschriebenen Themen sind sehr gut aufgearbeitet, so dass ich das Buch unbedingt weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
Starker Roman
von meggie3 - 17.06.2021
Der Roman hat zwei Zeitebenen, die sich immer wieder abwechseln. Der eine Teil beschreibt Gretas Jugend und ihr Leben während des Zweiten Weltkriegs und in den Jahren danach. Dies geschieht sehr eindrücklich und auf intensive Weise. Der andere Teil beginnt im Sommer 2015: Tom Monderath ist Nachrichtensprecher einer bekannten Nachrichtensendung und sehr beschäftigt. Als seine Mutter Greta nach einer verwirrten Autofahrt ins Krankenhaus kommt und ihn die Ärzte mit der Verdachtsdiagnose Demenz konfrontieren, ist er zunächst schockiert. In der Wohnung seiner Mutter findet er durch Zufall ein Foto und erfährt Stück für Stück, was es mit dem Foto auf sich hat und findet eine Erklärung dafür, wieso seine Mutter als er klein war Phasen hatte, in denen es ihr sehr schlecht ging und sie traurig war. Mir hat der Schreibstil von Susanne Abel gut gefallen, auch die Perspektiv- bzw. Zeitwechsel waren für mich ein gutes Stilmittel. Ich habe den Roman als sehr spannend empfunden und war durchgehend von der Geschichte gefesselt. Sowohl Tom als auch Greta sind sehr gut beschrieben, sodass ich ein genaues Bild von ihnen hatte. Gerade Toms Entwicklung in dem Roman ist überzeugend. Auch die anderen Charaktere sind meines Erachtens detailliert gezeichnet. Der spannende historische Teil war für mich sehr lehrreich, das Thema wird sehr eindrücklich umgesetzt. Interessant war es auch von der Zeit ab Sommer 2015 aus Nachrichtenperspektive zu lesen. Dies war ein guter chronologischer Überblick. Für mich war besonders spannend, wie Tom mit Hilfe einer Kollegin versucht herauszufinden, was Greta in den Jahren nach dem Krieg erlebt hat. Die Suche nach der Wahrheit ist sehr vorstellbar beschrieben. Insgesamt hat mich der Roman sehr überzeugt, auch weil Susanne Abel verschiedene gesellschaftliche Themen in dem Roman zusammenbringt und dieser dabei sehr berührend ist. Auch die Demenzerkrankung von Greta ist eindrücklich beschrieben und wirkt auf mich sehr realistisch. Ich würde den Roman definitiv weiterempfehlen!
Eine wundervolle Liebesgeschichte
von Anonym - 13.06.2021
Das Cover einladend und offen, die Sprache des Buches einfach einnehmen und gewinnend. So wird der Leser auf den ersten Seiten begrüßt von einer in die Jahre gekommenen Greta, die langsam aber sich an Demenz leidet und die ihrem Sohn Tom immer mehr Kummer macht. Doch gleichzeitig kann sie sich noch gut an die Vergangenheit und ihre Kindheit und Jugend in Schlesien und im Krieg und auch an dessen Folgen und die Jahre danach erinnern. Und so nimmt die junge Greta den Leser mit auf eine Reise in eine andere Zeit, während Tom versucht, gegen das Hier und Jetzt anzukämpfen und gleichzeitig mehr über seine Wurzeln herauszufinden. Ich habe das Buch mit einem Lächeln begonnen und mit einem Lächeln beendet. Alles dazwischen war eine Achterbahn der Gefühle, die den Leser von Anfang an packt und fesselt, auch wenn es ein historisch gelenkter Roman ist. Dennoch entwickelt der Leser eine solche Sympathie für Greta und ihr Leben, für ihre Art und ihre Leichtigkeit, dass er sie einfach nicht mehr loslassen kann. Die wunderbare bildliche Sprache, derer sich die Autorin bedient ist so wunderbar einfach und offen, dass es ein jeder schaffen sollte, ohne Umschweife an die Seite von Greta zu gelangen und ihr zum Weggefährten zu werden.
Fesselnde, hochinteressante, brillante Verknüpfung von Historischem und Gegenwar
von Lesendes Federvieh - 10.06.2021
Ich bin einfach nur begeistert von diesem grandiosen Familienroman, in dem so viel mehr als eine bittersüße, letztlich unerfüllte Liebesgeschichte steckt, wie es der Titel erwarten lässt. Susanne Abel erzählt mitreißend und feinfühlig die Lebensgeschichte von Greta Monderath, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. Dabei spannt sie den Erzählbogen von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Fundiert und klasse recherchiert nimmt sie den Leser mit in die Zeit des Nationalsozialismus und zeigt auf, wie der Alltag in dieser Zeit aussah. Ehrlich und objektiv schildert sie, dass es durchaus Sympathisanten des Regimes gab. Das habe ich so bisher noch in keinem Roman gelesen. Auch die Kriegswirren, die Nachkriegszeit mit der entbehrungsreichen, gefährlichen Flucht und den schwierigen, aufreibenden Neuanfang in der amerikanisch besetzten Zone beschreibt sie so lebendig und authentisch, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Erst recht nicht, als sie den für mich völlig unbekannten Aspekt der Brown Babys in die Geschichte einfließen ließ, der einen äußerst unrühmlichen, beschämenden Punkt der deutschen Nachkriegsgeschichte darstellt. Durch ihre liebevoll und detailliert skizzierten Charaktere verleiht sie der Handlung eine solche Lebendigkeit, man glaubt alle Figuren zu kennen, ihre Gefühle und Sorgen zu spüren. Diese Nähe lässt die Heftigkeit des Gelesenen noch eindrucksvoller wirken. "Stay away from Gretchen" bietet ein vielschichtiges, absolut lesenswertes Porträt, nicht nur einer außergewöhnlichen Frau, sondern auch unserer Gesellschaft in der Vergangenheit und im Heute. Gerade auch im Gegenwartsteil packt sie auf brillante Art unsere heutige Flüchtlingsproblematik und den Rassismus in unserer Gesellschaft an.
Eine Liebe, die nicht sein durfte
von S.Kuehn - 10.06.2021
Stay away from Gretchen von Susanne Abel ist eine großartige Liebesgeschichte, aber es ist auch noch viel mehr. Es ist eine Geschichte der Nachkriegsjahre in Deutschland, eine Geschichte über Rassismus, eine Geschichte über Menschlichkeit und auch über Unmenschlichkeit. Erzählt wird diese Geschichte in zwei Zeitebenen. Einmal sind wir in den Jahren 2015 und 2016, Greta ist eine fünfundachtzigjährige Frau und ihr Sohn Tom ein überarbeiteter und bekannter Nachrichtensprecher. Greta zeigt erste Anzeichen von Altersdemenz und Tom muss sich mehr um seine sonst noch sehr rüstige und schlagfertige Mutter kümmern. Dabei stößt er auf Spuren und Fragmente aus der Vergangenheit, die ihn interessieren und er fängt an zu recherchieren. Durch seinen Job wird hier auch die politische Gegenwart mit den Flüchtlingen ins Spiel gebracht, was sehr interessante Parallelen bildet. Im anderen Erzählstrang erfahren wir nach und nach Details aus Gretas Leben von ihrer Kindheit an. Die Nazizeit, der Krieg, Hunger und Leid, das alles wird hier sehr bildhaft beschrieben, dass man es sich schon fast zu gut vorstellen kann. In die Zeit kurz nach dem Krieg fällt auch die große Liebe ihres Lebens, die als furchtbares Schicksal endete und die sie wohl bis ins hohe Alter nicht verarbeitet hatte. Das alles wird hier sehr emotional erzählt, ohne ins kitschige abzudriften. Alleine das Ende war mir persönlich dann etwas zuviel. Im Laufe dieses Buches habe ich sehr viel über die Nachkriegsjahre und auch die Zeit der großen Verdrängung erfahren. Hier werden sehr viele gut recherchierte Fakten verarbeitet und als spannende Geschichte erzählt, in der am Ende alle Stränge zueinander finden. Eine absolute Empfehlung von mir. Auch das Hörbuch ist wundervoll gesprochen von Vera Teltz, die es schaffte jeder Person eine eigene Stimme zu geben und mit der man sich in die Geschichte fallen lassen konnte.
Dont stay away from this book
von Cindy - 06.06.2021
Ich habe schon einige Bücher gelesen, die Nationalsozialismus und den 2. Weltkrieg zum Thema hatten. Aber den in diesem Buch geschilderten Aspekt - die Flucht einer Familie aus Ostpreußen und ihr harter Neuanfang in Deutschland - kannte ich tatsächlich noch nicht. Ebenso kamen die Soldaten der Besatzungsmächte meiner Erinnerung nach bisher nie in einem meiner gelesenen Bücher vor. Insofern ein ganz neues Thema für mich, das mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen hat. Voller Spannung und Interesse las ich von Gretchen und ihrem Lebenweg - sowohl im Nachkriegsdeutschland als auch in der heutigen Zeit. Es ist allerdings auch keine leichte Kost, an mehreren Punkten hat mich die Geschichte tief bewegt und ließ mich einmal mehr dankbar sein, in der heutigen Zeit in Mitteleuropa leben zu dürfen. Dass ich trotz der unbequemen Details dennoch immer weiterlesen wollte hängt zu einem nicht unwesentlich Teil auch an dem wundervollen Schreibstil von Susanne Abel. Kein Wort zu viel aber auch keines zu wenig. Ehrlich und authentisch geschrieben, aber auch so, dass man als LeserIn voller Empathie für die Figuren ist, denen Abel so wunderbar Leben eingehaucht hat. Dabei ist dieses Buch anscheinend ihr erster Roman, sie ist eigentlich im Bereich Dokumentarfilm zu Hause. Daher ist ihr wohl gutes Recherchieren auch nicht fremd, denn das hat sie für diesen Roman sehr ausführlich und gewissenhaft getan. Im Anhang zählt Susanne Abel zahlreiche Quellen auf. Wenn sie diese Bücher alle durchgearbeitet hat, dann war die Arbeit an diesem Buch - abseits der reinen Schreibarbeit - echt nicht ohne! Aber es hat sich soo gelohnt, liebe Frau Abel!
Großartiges Leseerlebnis
von Daniela - 30.05.2021
Ich habe bereits sehr viele Roman gelesen, die während des zweiten Weltkriegs spielen. "Stay away from Gretchen" geht mit Details unter die Haut, von denen ich teilweise noch nichts gehört hatte. Bei Kriegsausbruch ist Greta gerade einmal 8 Jahre alt. Was mich auf den ersten Seiten besonders schockiert ist, zu welchem Fanatismus Lehrer ihre Schüler erzogen haben. Greta und ihre ältere Schwester sind glühende Verehrerinnen von Adolf Hitler. Nach dem ich bereits dachte Schmucktassen und Weihnachtskugeln mit seinem Konterfei sind kaum zu überbieten, las ich schockiert, dass sogar eine Art Gebet, adressiert an Hitler, existierte. Wir begleiten Grete durch die späten Kriegsjahre, während der Vertreibung aus Ostpreußen und durch die Nachkriegszeit, als sie sich zum ersten Mal verliebt - in einen schwarzen GI, zur damaligen Zeit ein absoluter Skandal. Die Autorin behält sich die eingangs beschriebene Liebe für weniger bekannte Details aus der deutschen Geschichte bei und ich konnte aus diesem Roman sehr viele Informationen mitnehmen. Zum Beispiel hörte ich zum ersten Mal davon, dass Frauen, die sich mit schwarzen Amerikanern eingelassen haben, teilweise von Deutschen gelyncht wurden. Schwer zu verkraften war auch dieser offen gezeigte Rassismus, der damals an der Tagesordnung war. Das Schicksal der sogenannten brown Babies hat mich sehr erschüttert. Diese Thematik war auch komplett neu für mich und es macht mich fassungslos, mit welcher Selbstverständlichkeit Politiker bestimmt haben, dass es für die Kinder am Besten sei, wenn man sie in einem fremden Land quasi aussetzt. Trotz all der harten Kost schreibt Susanne Abel ungemein fesselnd und mitreißend. Die Kapitel sind sehr lang, teilweise 50 bis 80 Seiten, so dass man nur schlecht einen Punkt findet um das Lesen zu pausieren. Eigentlich möchte man den Roman aber auch gar nicht aus der Hand legen. Der zweite Erzählstrang spielt in den Jahren 2015 und 2016. Greta ist mittlerweile 85 Jahre alt. Erste Zeichen von Altersdemenz machen sich bemerkbar. Dennoch wirkt sie die meiste Zeit sehr rüstig für ihr betagtes Alter und ist nie um einen schlagfertigen Kommentar verlegen. Ihr Sohn Tom ist ein bekannter Nachrichtensprecher und so ist die Brücke geschlagen um immer wieder politische Details aus der Gegenwart einfließen zu lassen. Hier gibt es auch Parallelen zwischen der aktuellen Flüchtlingssituation und zu Gretas Erlebnissen von einst. Der Untertitel "Eine unmöglich Liebe" assoziiert ein wenig, dass dies vor allem ein Liebesroman ist. Ich hoffe, dass sich dadurch niemand davon abhalten lässt, dieses Buch zu lesen, denn es ist bei weitem kein Schnulzenroman. Ja, es gibt eine Liebesgeschichte, aber im Hauptfokus steht das Leben nach Kriegsende, der schwierige Weg in eine neue Normalität und die gesellschaftlichen Normen, die sich noch immer an den alten Idealen orientierten. Dieser Roman war für mich ein großartiges Leseerlebnis und ich bin sehr gespannt, auf die weiteren Geschichten, die Susanne Abel hoffentlich noch schreiben wird.
Die verschüttete Vergangenheit
von Langeweile - 30.05.2021
Ich lese sehr gerne Bücher die sich mit der deutschen Geschichte vor und während des 2. Weltkriegs beschäftigen und habe auch schon viel Literatur dazu gelesen. In diesem Buch habe ich etliches erfahren, was mir bis dahin völlig unbekannt war zum Beispiel die Geschichte der sogenannten "Brown Babys". Der im Mittelpunkt stehende Tom Monderath ,Anchormann einer bekannten Nachrichtensendung,ist ein Mann mit ziemlich narzisstischen Zügen und führt ein Leben auf der Überholspur,für seine 84 jährige Mutter ist wenig Platz. Das ändert sich schlagartig, als er seine Mutter bei der Polizei abholen muss und erfährt, dass sie orientierungslos auf der Autobahn unterwegs war.Die Untersuchungen im Krankenhaus ergeben, dass Greta an einer beginnenden Demenz leidet und Tom muss sich der Tatsache stellen, dass seine Mutter nun mehr Aufmerksamkeit benötigt. Im Zustand zwischen absoluter Klarheit und Verwirrtheit,erzählt sie plötzlich aus ihrer Vergangenheit und Tom erfährt Dinge ,die ihm bis dahin völlig fremd waren.Als er in ihrem Führerschein das Foto eines dunkelhäutigen Mädchens findet ,beginnt er tiefer zu graben. Die Geschichte wechselt nun ständig zwischen der Vergangenheit während und nach dem zweiten Weltkrieg und der Gegenwart. Besonders die Abschnitte in der Vergangenheit verlangen dem Leser einiges ab,ich habe mehr als einmal einen dicken Kloß im Hals und Tränen in den Augen gehabt. Tom erfährt Dinge aus dem Leben seiner Mutter, die auch sein Leben ziemlich auf den Kopf stellen und seine Einstellung verändern. Die einzelnen Personen allen voran Greta(Gretchen) und Bob (Bobby)wurden von der Autorin wunderbar in die Geschichte etabliert und dadurch dem Leser sehr nahe gebracht. Auch wenn es sich um eine fiktive Story handelt,ergeben sich viele Parallelen zu unserem heutigen Leben. Zum Beispiel sind die Themen Flüchtlinge und Rassismus leider immer noch topaktuell. Fazit: Das Buch hat mich tief bewegt und aufgewühlt, es wird mich noch einige Zeit gedanklich begleiten. Ich wünsche ,dass es viele Leser findet,die dadurch auch ihre eigene Einstellung neu überdenken. Von mir fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
Eine packende Verknüpfung von Frauenschicksal und Zeitgeschichte...
von Bookworm26 - 29.05.2021
Wir haben es hier mit einem unbedingt lesenswerten Roman zu tun, der auf zwei Zeitebenen spielt: Das Hier und Jetzt (2015/2016). Der zweite Weltkrieg und die Nachkriegsjahre (1939-1953). Die 84-jährige Greta wird zunehmend dement, weshalb ihr Sohn Tom sich mehr um sie kümmern muss. Tom ist ein bekannter und erfolgreicher Nachrichtensprecher und lebt sorgenfrei und luxuriös als Single in Köln. Seine Freiheit genießt er in vollen Zügen. Durch den vermehrten Kontakt zu seiner Mutter erfährt er bisher Unbekanntes aus ihrem Leben, beginnend mit ihrer Kindheit im ostpreußischen Eylau, über ihre Flucht vor den Russen im zweiten Weltkrieg und ihrer Ankunft in der amerikanischen Besatzungszone Heidelberg, wo sie sich in einen schwarzen amerikanischen GI verliebt. Tom sichtet alte Fotos und liest Briefe. Dann entdeckt er ein Foto, auf dem ein dunkelhäutiges Mädchen abgebildet ist. Greta schweigt. Tom ist neugierig und steht vor einem Rätsel: Was hat seine Mutter Greta mit diesem Mädchen zu tun? Nach und nach erblicken lange verschüttete Geheimnisse das Tageslicht. Susanne Abel bringt uns bildgewaltig und einfühlsam ein Frauenschicksal näher und sie erzählt Zeitgeschichte glaubwürdig und packend. Sie verwebt Gretas fiktive Lebensgeschichte mit historischen Fakten und konstruiert daraus einen mitreißenden und gefühlvollen, aber zu keinem Zeitpunkt kitschigen oder gefühlsduseligen Roman. Die Protagonisten werden dabei in all ihrer Vielschichtigkeit und Unterschiedlichkeit dargestellt: Greta, die viel Schmerz in sich trägt, zunehmend in eine andere Welt abdriftet, aber immer wieder klare Momente hat. Tom, der erstmal keine sonderlich große Lust hat, in seiner Freiheit eingeschränkt zu werden, weil er sich mehr um seine Mutter kümmern muss, der aber in diese neue Lebenssituation hineinwächst, sich seiner Mutter zunehmend fürsorglich und liebevoll annimmt und letztlich auch in Kontakt mit seinen Veränderungs- und Verlustängsten kommt. Ich empfehle diesen spannenden und berührenden Debütroman, der viele Themen (Demenz, Krieg, Vertreibung und Flucht, Rassismus) aufgreift und dabei auch ein wichtiges Thema (¿brown babies¿) aus der Vergessenheit hervorholt, sehr gerne weiter.
Alarm in Köln!
von TochterAlice - 25.05.2021
Hier beginnt für Nachrichtenmoderator Tim Monderath im Alter von 49 Jahren der Ernst des Lebens: seine Mutter Greta wird immer tüddeliger. Bisher hat sie noch allein in der ehemaligen Familienwohnung in Köln-Porz, direkt am Rhein, gelebt und ist sogar noch Auto gefahren! Doch nachdem sie sich mit ihrem Auto hunderte von Kilometern weit entfernt von Zuhause findet, ohne Benzin und völlig verwirrt, muss etwas geschehen. Auch wenn Nachbarin Helga sich kümmert und schon immer ein Auge auf Greta hatte. Irgendwie entwickelt sich jedoch so einiges sehr, sehr merkwürdig: sie spricht über ihre Kindheit in Ostpreußen und über andere Dinge, die sie nie zuvor angesprochen hat. Das Gesagte lässt vermuten, dass sie es im und nach dem Krieg noch deutlich schwerer hatte als angenommen - und einige der Fäden weisen in eine komplett unerwartete Richtung! Ein spannender Roman, der sich für meinen Geschmack manchmal etwas zu wild entwickelte, auch in der Entwicklung einiger Figuren schoss Autorin Susanne Abel aus meiner Sicht deutlich über das Ziel hinaus: so wurde Tom zunächst doch sehr einseitig als lebenslustiger Bonvivant dargestellt, zu dem die weiteren Entwicklungen gar nicht so recht passen wollten. Doch einige der Punkte wie bspw. Rassismus in der unmittelbaren Nachkriegszeit trafen in ihrer Darstellung genau ins Schwarze und bewegten mich tief. Auf jeden Fall widmet sich dieser Roman auch einigen Aspekten, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen nicht ganz so häufig in der Literatur eine Rolle spielen! Wer sich gern mit diesem Thema beschäftigt, wird hier einige neue Impulse und Eindrücke gewinnen!
Verloren und wiedergefunden
von schokoflocke - 14.05.2021
Ein Afroamerikaner inmitten einer deutschen Familie so kurz nach dem Rassenwahn im Nationalsozialismus. Verrückt ! Als der Krieg zu Ende ging musste Greta und ihre Familie Ostpreußen verlassen. Als Flüchtlinge in eigenem Land schlagen sie sich nach Heidelberg durch und hoffen bei der Familie Zuflucht zu finden. Der Neuanfang ist alles andere als leicht, Hunger und Kälte sind ein ständiger Begleiter, aber langsam geht es aufwärts. So schwierig diese Zeit auch war, für Greta hatte sie auch etwas Schönes - sie hat ihre große Liebe gefunden. Leider ist eine Ehe mit dem afroamerikanischen GI Bob unmöglich und die Liebesgeschichte verläuft sehr tragisch. Jahrelang behält Greta dieses Geheimniss für sich, erst im Alter als sie wegen Demenz Vergangenheit und Gegenwart vermischt, fängt sie an über Bob zu reden. Gretas Sohn Tom folgt den Spuren, rechechiert und endeckt so die ganze Geschichte... Ein Hauptthema dieses Buches ist ein nicht so bekanntes Kapitel deutscher Geschichte - die Brown Babies. Schon deswegen lohnt sich die Geschichte zu lesen, auch wenn es teilweise schwer verdaulich ist. Es ist wirklich erschütternd, wie stark der Rassismus in den Nachkriegsjahren ausgeprägt war und es tut im Herzen weh was alles manche Familien und vorallem die Kinder ertragen mussten. Ich fand das Buch gut geschrieben, bewegend und emotional. Die Vergangenheit und Gegenwart sind meiner Meinung nach gekonnt verknüpft und ( was nicht immer der Fall ist ) beide Stränge fand ich gleichermassen interessant ( vielleicht mit ganz kleinem Abzug für die Gegenwart ). Neben Rassismus spricht die Geschichte auch andere wichtigen Themen an und die Ernsthaftigkeit wird durch eine Prise Humor leicht abgemildet. Alles in einem war das für mich eine angenehme, bewegende und informative Lektüre, die ich sehr gerne weiterempfehlen möchte.
Emotionale Reise in die deutsche Vergangenheit
von mimitatis_buecherkiste - 07.05.2021
Der Zweite Weltkrieg fasziniert und stößt mich gleichermaßen ab. Viele Geschichten habe ich darüber gelesen, unzählige Bücher ausgelesen, viele Filme geschaut. Von der Thematik des Buches aber hatte ich bislang noch nie gehört. Ich gebe allerdings zu, ich habe mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht und war mehr als überrascht, von diesem Skandal zu lesen. Eine Liebe, die nicht sein durfte, eine Liebe mit Folgen. Wie mit diesen Folgen umgegangen wurde, beschämt und entsetzt mich. ¿Also, warum sollen wir dann nicht zusammen sein? Wenn ich erst einmal volljährig bin...¿ ¿In my America es is forbidden, zu haben ein weiße Frau¿, unterbrach er sie. ¿Aber in meinem Deutschland nicht! Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.¿ (Seite 236) Die Autorin verbindet hier Fakten mit Fiktion und das macht sie so außergewöhnlich gut, dass man kaum unterscheiden kann, was nun wahr und was erfunden ist. Tom war für mich anfangs kein wirklich sympathischer Charakter; eingebildet, narzisstisch, bindungsunfähig sowie sex- und karrieresüchtig. Ausgerechnet mitten in der Flüchtlingskrise 2015 macht seine Mutter Probleme und somit ist er hin- und hergerissen zwischen Karriere und der Pflicht, ein guter Sohn zu sein. Wie er in diese Aufgabe hinein- und mit dieser über sich hinauswächst, das hat mir gefallen; mehr sogar, es hat mir imponiert! Abwechselnd lesen wir über die Gegenwart im Jahre 2015 und die Vergangenheit, die 1939 beginnt. Ich gebe zu, die Gegenwart hat mich erst nicht so gefesselt, aber das änderte sich im Laufe der Zeit. Die Geschichte von Greta allerdings war so interessant, so spannend, ich konnte das Buch nicht zur Seite legen. Über große Strecken habe ich mit der Familie und besonders mit Greta gelitten und geweint. Ein mir unbekanntes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte hat Susanne Abel hier in Worte gefasst. Ein emotionales Buch, das berührt und zum nachdenken anregt. Ein Buch, das mich begeistert, mich zum lachen und zum weinen gebracht hat. Ein außergewöhnlich gut recherchiertes Buch, das ich jedem ans Herz legen möchte. Von mir gibt es 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.
tolles Buch
von gagamaus - 05.05.2021
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Das ist nicht immer mein Fall, vor allem, weil oftmals die eine Ebene spannend ist und die andere zurückfällt. Das ist bei stay away from Gretchen überhaupt nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Die fortschreitende Demenz von Greta wird sehr realistisch geschildert und man möchte den Sohn anfangs schütteln, weil er so wenig einfühlsam zu sein scheint. Das ändert sich aber, um so mehr er aus der Vergangenheit seiner Mutter erfährt. Diese Vergangenheit spielt vor allem nach dem Krieg und es geht um die Liebe zu einem amerikanischen Soldaten und was daraus entsteht. Mich hat das Buch sehr berührt und die geschichtlichen HIntergründe sind sehr interessant in den Plot verwoben. Ich lese gerne Bücher, die vor, im oder kurz nach dem Krieg spielen. Die Ausnahmesituation der Menschen und die Geschehnisse in Deutschland versprechen immer einen ganz speziellen Ton in den Romanen. Susanne Abel besticht mit einer angenehmen Sprache und einem Gespür für ihre Darsteller. Die Entwicklung der Personen ist glaubhaft. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.
Geheimnisse kommen ans Licht
von Alexander Bittner - 02.05.2021
Nachrichtensprecher Tom Monderath war bislang fast ausschließlich mit seinem eigenen Leben und seiner der Karriere beschäftigt und sein Leben gerät komplett aus der Bahn als sich herausstellt, dass seine Mutter Greta Demenz hat. Tom versucht das zu verdrängen und redet sich ein, dass alles wieder ins Lot kommen wird. Doch dann beginnt sie erstmals von ihrer Vergangenheit in Ostpreußen zu sprechen, von dem Krieg und von ihrem unehelichen farbigen Kind, seiner Schwester Marie. Nur, dass er davon nichts wusste und somit beginnt auch für ihn eine große Veränderung. Wie der Roman ausgeht, wird hier natürlich nicht verraten, soviel sei nur gesagt: es handelt sich um eine ausgesprochen lesenswerte Geschichte, mit viel Gefühl in der man sogar den unsympathischen Frauenhelden Tom an Ende mag und mit ihm mitfühlt. Nebenher gibt es noch ein gutes Stück deutsche Geschichte die erzählt wird und den Leser bereichert. Mich hat die Geschichte überzeugt und ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter.
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