Die Verwandelten

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Zwei junge Menschen verwandeln sich in Waschbären. Thomas Brussig macht daraus einen hoch komischen Gesellschaftsroman.

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Produktdetails

Titel: Die Verwandelten
Autor/en: Thomas Brussig

ISBN: 3835336053
EAN: 9783835336056
Wallstein Verlag GmbH

3. Februar 2020 - gebunden - 326 Seiten

Beschreibung

Zwei junge Menschen verwandeln sich in Waschbären. Thomas Brussig macht daraus einen hoch komischen Gesellschaftsroman.

Bräsenfelde ist ein Kaff in der Provinz, das man sich ungefähr so vorstellen muss, wie es heißt. Und dennoch begibt sich dort Aufregendes, Weltbewegendes: In der Waschanlage einer Tankstelle verwandeln sich Fibi und Aram, zwei übermütige Jugendliche in Waschbären. Was wie ein Witz anmutet, den niemand glauben kann, wird unabweisbare Realität, der man sich stellen muss. Keine kleine Zumutung für ihre Familien, die Mitschüler und vor allem für sich selbst. Hält dieser Blödsinn einer medizinischen Untersuchung stand? Beim Veterinär? Oder beim Kinderarzt? Was sagt der Genetiker? Wie steht es um die juristischen Implikationen? Menschenrechte? Kinderrechte? Tierrechte? Geht das wieder weg? Und wenn nicht, lässt sich das Wunder touristisch nutzen, finanziell? Auf jeden Fall muss das ganze medial groß aufgezogen werden. Bald reisen Reporterteams aus aller Welt an, Stars und Sternchen kommen in die von Fibi moderierte tägliche Show, um sich von einem Waschbären befragen zu lassen. Aber was wird aus Fibi und Aram?
Thomas Brussig entwickelt aus einer phantastischen, aberwitzigen Ausgangssituation einen spannenden Roman, der mit großer Souveränität über unsere moderne Gegenwart erzählt.

Portrait

Thomas Brussig, 1964 in Berlin geboren, hatte 1995 seinen Durchbruch mit »Helden wie wir«. Es folgten u.a. »Am kürzeren Ende der Sonnenallee« (1999), »Wie es leuchtet« (2004) und »Das gibt's in keinem Russenfilm« (2015). Seine Werke wurden in über 30 Sprachen übersetzt.
Thomas Brussig ist der einzige lebende deutsche Schriftsteller, der mit einem seiner literarischen Werke wie auch mit einem Kinofilm und einem Bühnenwerk ein Millionenpublikum erreichte.

Pressestimmen

»ein wirkliches Vergnügen«
(Ulrike Baureithel, Der Tagesspiegel, 09.02.2020)

»Der Autor hat mit dieser surreal-genialen Ausgangslage (...) ein ebenso kluges, wie witziges Szenario entworfen.«
(Martina Kothe, NDR »Buch des Monats«, 03.02.2020)

»ein bunter, absurder, irrwitziger Roman ( ), bei dem es trotz der Tiere ganz schön menschelt.«
(Thorsten Mack, NDR Kulturjournal, 03.02.2020)

»Eine tierisch lustige und sehr bissige Satire auf die menschliche Natur in unserer unmittelbaren Zukunft.«
(Brigitte, 12.02.2020)

»Die Geschichte ist ihm (Brussig) fantastisch gelungen.«
(Katrin Krämer, Radio Bremen, 15.02.2020)

» Die Verwandelten ist ein wunderbar tänzelnder Gesellschaftsroman.«
(Petra Kohse, Frankfurter Rundschau, 06.02.2020)

»All das bringt Spaß, weil Brussig die absurde Medienwirklichkeit offenbar bestens von innen kennt und gar nicht groß übertreiben muss, um Komik zu erzeugen.«
(Thomas Borchert, dpa, 13.02.2020)

»Brussigs Stärke sind die verrückten Dialoge, die Umgangssprache, und der Sound, den er verwendet. Da schreibt einer sehr direkt und mit einem Gespür für Echtheit.«
(Felix Diewald, ORF fm4, 19.02.2020)

»Ein verrückt anmutender Roman, der dennoch viel über unsere gesellschaftliche Realität aussagt.«
(Insa Grüning, mitvergnuegen.com, 13.01.2020)

»Ich habe mich köstlich amüsiert, aber ich fand manche Stellen zugleich sehr traurig.«
(Frank Schmid, rbbKultur, 27.03.2020)

»Bissig und mit einem aufklärerischen Impetus«
(Mario Pschera, neues deutschland, 29.02.2020)

»ein ziemlich kurzweiliger und überraschend realistischer Roman«
(Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger, 19.03.2020)

»Thomas Brussigs Roman Die Verwandelten ist köstlich.«
(Ostthüringer Zeitung, 09./10.04.2020)

»ein großer Spaß mit ernster Grundierung«
(Anne Amend-Söchting, literaturkritik.de, 15.05.2020)

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 06.02.2020

Sei fortan ein Waschbärwesen

Humor aus Bräsenfeld: Was möchte uns Thomas Brussig mit seiner Romanfarce "Die Verwandelten" sagen?

Hoppla, da traut sich einer was! Als deutscher Schriftsteller ein Buch namens "Die Verwandelten" zu schreiben, selbst mit mehr als hundert Jahren Abstand zu Kafkas "Verwandlung", das will etwas heißen. Oder zumindest suggerieren, dass es etwas heißt. Auch wenn dann gar nicht so heiß gegessen wird, wie die Sache angerührt erscheint.

Immerhin, der Autor der "Verwandelten" ist Thomas Brussig. Mit seinem Debüt "Helden wie wir" schrieb er 1995 den ersten Roman über die deutsche Wiedervereinigung, der ein Bestseller wurde, vor allem seiner Schelmenstruktur wegen. Vier Jahre später kam zum zehnjährigen Jubiläum des Mauerfalls nicht nur die Verfilmung dieses Buchs, sondern auch "Sonnenallee" ins Kino, zu dem Brussig gemeinsam mit dem Regisseur Leander Haußmann und Detlef Buck das Drehbuch (und gleich noch einen Roman) verfasst hatte. Dann wechselte der 1964 in Ost-Berlin geborene Schriftsteller von seinem früheren Stammverlag Volk und Welt zu S. Fischer, doch obwohl er dort zwanzig Jahre lang regelmäßig weitere Bücher publizierte, stellte sich der große Anfangserfolg nicht wieder ein. Nun nimmt Brussig bei Wallstein einen neuen Anlauf, und wenn es nach der Geschichte ginge, die sein neuer Roman erzählt, dürfte einem Publikumsrenner nichts im Wege stehen. Denn was erwartet man von Brussig? Eine amüsant erzählte Geschichte vor dem Hintergrund ostdeutscher Befindlichkeit.

Und hier ist sie: "Die Verwandelten", das sind die in einem mecklenburgischen Kaff namens Bräsenfeld lebenden Teenager Phoebe Hüveland, genannt Fibi, und Aram Stein. Im Internet stoßen sie auf die Anleitung eines Comedians, wie man vom Menschen zum Waschbären wird: Man futtert Beeren in einer Autowaschanlage. Billigster Schenkelklopfhumor. Das Problem ist nur, dass Fibi und Aram tatsächlich Waschbären werden, als sie diese Anleitung in ein Filmchen für ihr gemeinsames Videoblog umsetzen wollen. Fibi kann immerhin noch sprechen, Aram nicht einmal mehr das. Beider Familien sind verblüfft, aber nicht fassungslos. Schließlich steckt in der Sache eine gute Story, also viel Geld. Vater Hüveland ist zudem Bürgermeister von Bräsenfeld und wittert Massentourismus.

Eine Mediensatire also, die Thomas Brussig erzählt. Und ein Provinzroman. Und eine Generationenfarce. Und natürlich selbst auch Schenkelklopfhumor, wenn Fibi als Waschbär in die Familie zurückkehrt und dort neue Essmanieren vorführt oder twerkend die Hüften schwingt. Brussig delektiert sich an der Absurdität der Situation, und zugleich wird doch mit Aram ohne große Worte eine traurige Gegenfigur aufgebaut, die mangels Sprechvermögen nicht fernsehtauglich und also auch nicht gut verwertbar ist. Die resultierenden Konflikte zwischen den Familien Hüveland und Stein liegen auf der Hand, aber da verschenkt Brussig einiges an Potential seiner Geschichte und setzt lieber aufs Burleske, in Ansätzen auch aufs Gesellschaftskritische, wenn er die redaktionelle Behandlung der Waschbärensensation in Zeitungen und Sendeanstalten oder die anwaltliche Beratung von Familie Hüveland weitaus breiter schildert als die Enttäuschungen bei den Steins. Zumal dann noch eine kleine Andeutung, dass Arams Vater Sympathien fürs extrem rechte politische Spektrum hegen könnte, eine neue Spur aufmacht, die aber ins Leere läuft, weil der Roman ihr einfach nicht mehr weiter nachgeht. Gleiches gilt bezeichnenderweise auch für eine syrische Flüchtlingsfamilie, die Brussig gerade mal für eine Rahmung des Geschehens nutzt.

Angesiedelt ist das Ganze in der nahen Zukunft, Handlungszeitpunkt sind die Jahre 2023 bis 2026. Warum, ist unerfindlich, denn nichts am Erzählten benötigt diesen zeitlichen Vorgriff. Im Gegenteil: Wenn eine Szene mit der Ästhetik von Rama-Frühstückswerbung verglichen wird, sind wir wohl eher in Vorwendezeiten als im Mecklenburg von morgen. Und Brussigs Humor ist ohnehin recht bräsig. Als zur Auswertung von Fibis Handydaten ein Spezialist mit BND-Vergangenheit zu Rate gezogen werden soll, wird dessen Werdegang vom Kontaktmann so resümiert: "Der ist nur unter einem Vowand aussortiert worden, nachdem sich ne behinderte Ostfrau beworben hatte, eine Bewerbung, die drei Quoten bedient, Ostquote, Frauenquote, Behindertenquote. Da wird jeder Personalchef schwach. Um an der Abfindung zu sparen, wurde was mit Alkohol konstruiert. Der Deal war, dass er sich dagegen nicht wehrt, dafür aber als fester Freier lukrative Aufträge zugeschustert bekommt. Nun haben Sie die ganze Geschichte." Und Hand aufs Herz, die ist ganz schön schlecht.

Wie manches in "Die Verwandelten", aber denn doch nicht alles. Was für Brussigs Roman einnimmt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der die absurde Ausgangssituation behandelt wird. Was in der Autowaschanlage passiert ist, wird erzählt, aber nie erklärt - das hat Brussig von Kafka gelernt. Zwar gibt es wissenschaftliche Untersuchungen zu Fibis Verwandlung, aber was dabei herauskommt, klingt so: "Obwohl wir rein materiell oder eben anatomisch nichts Menschliches an ihr finden konnten, ist sie von der Identität, vom Selbstverständnis her ein Mensch. Sie beschreibt zwar, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen seelisch-mental zu einem Waschbären wird und sich in dieser Identität auch wohlfühlt. Aber das passiert nur, wenn sie nicht menschlich angesprochen, angeregt, eingebunden, gefordert wird. Das heißt, das Menschliche kann mit ihr jederzeit, in jedem Augenblick erarbeitet werden. Unterbleibt dies, wird sie phasenweise zum Waschbären." Allerdings sieht sie immer so aus. Da haben es die Juristen leichter, wie Vater Hüveland feststellt: "Bevor ich bei Professor Ahlert war, dachte ich, eine Waschbärenverwandlung ist ein einziger Kladderadatsch, aber je länger du ihm zuhörst, desto mehr bist du überzeugt, dass unsere Gesetze auch darauf vorbereitet sind, dass sich Minderjährige in Waschbären verwandeln."

In solchen Momenten, wo ein tiergewordener Mensch zur willkommenen Einnahmequelle für andere wird, erreicht "Die Verwandelten" ein hohes Unterhaltungsniveau. Bei den Klischeefiguren dieser anderen büßt der Roman es dann aber wieder ein (die macht- und sexgeile lesbische Fensehintendantin, der strunzdumme Comedian). Brussigs Humor ist reaktionär, wogegen gar nichts zu sagen wäre, wenn daraus etwas für die Handlung folgte - und wäre es nur so etwas wie Weltekel. Doch alle machen ihren Frieden mit den Umständen. Bis auf Aram, der zum Schluss, dem besten Teil der "Verwandelten", sein eigenes Schicksal findet. Damit sollen "Die Verwandelten" wenn auch nicht zur Groteske, so doch zumindest noch zur Tragikomödie werden. Aber dafür hätte sich wohl auch der Autor Thomas Brussig verwandeln müssen.

ANDREAS PLATTHAUS

Thomas Brussig: "Die Verwandelten".

Roman.

Wallstein Verlag, Göttingen 2020. 328 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Bewertungen unserer Kunden
Rabiate Metamorphose
von SaintGermain - 22.08.2020
In einem kleinen Dorf in Mecklenburg verwandeln sich 2 Jugendliche in Waschbären. Während Fibi darüber redet und nur wenig Probleme damit hat, spricht Aram kaum, denn seinen Traum vom Profifußball muss er so aufgeben. Schon nach kurzer Zeit dreht sich aber alles nur noch um Vermarktung und nicht mehr warum dies passiert ist oder ob man es rückgängig machen kann. Das Cover ist in seiner Schlichtheit gut gelungen; besonders sticht die Pfote in toller Haptik hervor. Das Buch kommt ohne Schutzumschlag aus. Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt. Insgesamt erinnert Schreibstil und Plot ein wenig an Bücher von David Safier. Das Buch regt einerseits zum Nachdenken an, andererseits kann man auch bei vielen Szenen lachen oder zumindest ein Lächeln auf das Gesicht bekommen. Ein richtiger Schinkenklopfer oder Humor-Roman ist es aber nicht. Vielmehr wird hier auch satirisch an die Sache gegangen. Dabei übersieht der Autor aber einiges: Warum muss der Roman in der (nahen) Zukunft spielen? Zudem werden einige Handlungsbögen begonnen und nicht fortgesetzt. Und das Ende war für mich kein richtiges Ende, auch wenn einiges abgeschlossen werden konnte. Positiv sind die Kapitel, die jeweils einer Person des Romans die wichtigste Rolle gibt. Schwierig sind auch die ungewöhnlichen Vornamen, obwohl ich ja selbst wie eine Person heiße. Insgesamt kommen viele Charaktere vor, aber bis auf die Hauptpersonen sind sie alle nur wenig greifbar und verschwinden auch schnell wieder. Obwohl das Buch teilweise an ein Jugendbuch erinnert, würde ich es Jugendlichen nicht wirklich empfehlen, sondern doch eher dem mittleren Alter. Während vieles um den Medienrummel voraussehbar war, wurde Aram im Buch dann total vernachlässigt, denn nur kurze Eindrücke bekam man von seinem Leben als Waschbär. Das Ende ließ mich dann völlig unzufrieden zurück, auch die Ed-Sheeran-Szenen waren unnötig und der Sinn war mir nicht ersichtlich. Fazit: Idee grandios, Umsetzung leider nicht so. 3,5 von 5 Sternen
Witzig, skurille Geschichte. Doch für mich eher ein Jugendbuch.
von Lesefreund - 20.08.2020
Fibi und Aram, zwei Jugendliche, haben oft ziemlich blödsinnige Ideen für ihre Life-Hacks. Denn nichts ist ihnen wichtiger, als endlich eine Million Klicks zu erreichen. Als sie für ihren nächsten Dreh mit ihren Fahrrädern in eine Autowaschanlage fahren, passiert das Unfassbare. Sie werden geschäumt, gebürstet und getrocknet und plötzlich sind sie Waschbären. Nur wie kommen sie aus der Waschbärennummer wieder raus? Hilmar Hüveland, der Vater von Fibi geht die Sache logisch an und versucht mit juristischer Unterstützung der Lösung des absurden Problems näher zu kommen. Es dauert dann natürlich nicht mehr lange und die Medien bekommen Wind von der skurillen Situation. Eine wirklich gelungene Geschichte, die gerade am Anfang mit viel Witz, Parodie und flotten Sprüchen geschrieben wurde. Die Hauptpersonen, Fibi und Aram, lässt der Autor bewusst übertrieben im Jugendjargon ihre Dialoge führen. Durch den lockeren, witzigen Schreibstil liest sich das Buch leicht und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Mich hat das Buch gut unterhalten und des öftern zum lachen gebracht. Ein ungewöhnliches Buch, eine absurde Geschichte, aber durchaus lesenswert.
Super Idee, Umsetzung eher mittelmäßig
von hulahairbabe - 09.08.2020
Der Roman "Die Verwandelten" von Thomas Brussig handelt von zwei Jugendlichen, die sich durch eine Internetanleitung in Waschbären verwandeln. Blöd nur, wenn sich keine Anleitung für die Rückverwandlung finden lässt. Fibi und Aram fristen also ihr Dasein als Waschbären und werden zu Zuschauermagneten. Während Fibi das Rampenlicht für sich entdeckt, zieht Aram sich immer mehr zurück Als ich begonnen habe das Buch zu lesen, habe ich noch etwas ganz Anderes erwartet. Der Anfang ist rasant und sehr lustig geschrieben. Alleine schon auf die Idee zu kommen, dass zwei Jugendliche sich durch eine wahnwitzige Instagram-Aktion in Waschbären verwandeln, fand ich super interessant. Die beiden Waschbären führen überall zu Irritation, die relativ schnell in Sensationsgeilheit und Geldgier umschwenkt. Warum nicht aus zwei jugendlichen Waschbären Profit schlagen, insbesondere, wenn einer sogar reden kann? Thomas Brussig beschreibt hier sehr schön das, was uns unterbewusst eh schon klar ist: Menschen sind bereit für Geld und Raum viel zu tun, wenn nicht sogar alles. Im Laufe der Story lernt man unterschiedliche Charaktere kennen, die aus unterschiedlichen Gründen etwas mit Fibi und Arams Geschichte zu tun haben. Ich bin was die Wahl der Charaktere und Handlungsstränge angeht etwas zwiegespalten. Einerseits war es mir etwas zu viel des Guten und mich haben die vielen unterschiedlichen Namen verwirrt. Bei dem ein oder anderen habe ich bis zum Schluss nicht verstanden, was er für einen Mehrwert in der Handlung gebracht hat. Andererseits waren auch kurze Geschichten dabei, die mich durchaus zum Lachen und/oder Nachdenken gebracht haben. Generell muss ich sagen, dass ich weder sagen kann, dass Buch hat mir sehr gut gefallen, noch, dass es mir nicht gefallen hat. Ich fand es ganz nett und gesellschaftskritisch. Was mir aber gefehlt hat waren humorvolle und satirische Elemente, die kamen einfach viel zu kurz. Zudem kommt man recht schwer in die Geschichte rein und der Sprachstil konnte mich nicht so richtig mitnehmen. Zwischendrin musste ich mich manchmal ein wenig quälen weiterzulesen. Gefallen hat mir dann aber wieder das Ende, wenn es auch recht unerwartet war und etwas unvollendet gewirkt hat. Es bleiben nämlich viele Fragen offen. Dennoch habe ich für mich aus dem Ende viel Stoff zu nachdenken ziehen können und meine verstanden zu haben, was der Autor dem Leser sagen wollte. Besonders gut fand ich, dass sich beide Waschbären/Jugendliche unterschiedlich entwickelt haben. So kam auch der Aspekt "Wann ist ein Mensch ein Mensch und wann ein Tier" sehr schön anhand des direkten Kontrastes raus. In Summe gibt es 3 Sterne von mir, für eine super Buchidee, die mir aber noch nicht ganz ausgereift erscheint.
Vom Mensch zum...
von Kristall86 - 03.05.2020
Klappentext: "Bräsenfelde ist ein Kaff in der Provinz, das man sich ungefähr so vorstellen muss, wie es heißt. Und dennoch begibt sich dort Aufregendes, Weltbewegendes: In der Waschanlage einer Tankstelle verwandeln sich Fibi und Aram, zwei übermütige Jugendliche in Waschbären. Was wie ein Witz anmutet, den niemand glauben kann, wird unabweisbare Realität, der man sich stellen muss. Keine kleine Zumutung für ihre Familien, die Mitschüler und vor allem für sich selbst. Hält dieser Blödsinn einer medizinischen Untersuchung stand? Beim Veterinär? Oder beim Kinderarzt? Was sagt der Genetiker? Wie steht es um die juristischen Implikationen? Menschenrechte? Kinderrechte? Tierrechte? Geht das wieder weg? Und wenn nicht, lässt sich das Wunder touristisch nutzen, finanziell? Auf jeden Fall muss das ganze medial groß aufgezogen werden. Bald reisen Reporterteams aus aller Welt an, Stars und Sternchen kommen in die von Fibi moderierte tägliche Show, um sich von einem Waschbären befragen zu lassen. Aber was wird aus Fibi und Aram?" Tja, was wäre denn wenn? Thomas Brussig lässt uns bei diesem Roman "Die Verwandelten" ein gewaltiges Kopfkino einräumen. Natürlich kann man diese Geschichte nicht für voll nehmen, aber die Idee dahinter ist doch zu komisch. Jedenfalls bis zur Hälfte des Buches muss man immer wieder schmunzeln, lachen, manchmal zustimmend nicken oder auch hier und da die Stirn runzeln, denn dann verliert sich die Geschichte irgendwie im Nichts. Auch das Ende kommt abrupt und auch dieses entfleucht im Nirvana des Nichts. Warum? Hat der Autor keine Ideen mehr dafür gehabt? Ist ihm der eigene literarische und bissige Saft ausgegangen? Es wirkt jedenfalls so. Die Geschichte ist weder tiefgründig noch fesselt sie den Leser. Brussigs Wortwahl lässt alles was in der heutigen Zeit die Welt "bewegt", aufs Korn nehmen - Satire wenn man so will. Aber irgendwie ist es das auch nicht, weil viele, ja sehr viele Parts, sich eben so verlieren. Sehr schade, denn die Story hat Potential und kann in jeglicher Hinsicht weitergesponnen werden. 3 von 5 Sterne gibt es hier!
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