Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen als Buch (kartoniert)
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Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen

Roman. Originalausgabe.
Buch (kartoniert)
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Ein elegantes Hotel an der Ostsee, ein verruchtes Varieté in Berlin, eine starke Frau, die ihren Weg geht, und ein Geheimnis, das alles in Gefahr bringt.

Rügen, 1924. Weiß und prächtig steht es an der Uferpromenade von Binz: das imposante Grand Hotel … weiterlesen
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Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen als Buch (kartoniert)

Produktdetails

Titel: Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen
Autor/en: Caren Benedikt

ISBN: 3764507071
EAN: 9783764507077
Roman.
Originalausgabe.
Blanvalet Verlag

2. März 2020 - kartoniert - 528 Seiten

Beschreibung

Ein elegantes Hotel an der Ostsee, ein verruchtes Varieté in Berlin, eine starke Frau, die ihren Weg geht, und ein Geheimnis, das alles in Gefahr bringt.

Rügen, 1924. Weiß und prächtig steht es an der Uferpromenade von Binz: das imposante Grand Hotel der Familie von Plesow. Vieles hat sich hier abgespielt, und es war nicht immer einfach, trotzdem blickt Bernadette voller Stolz auf ihr erstes Haus am Platz. Hier hat sie ihre Kinder großgezogen: den ruhigen Alexander, der einmal der Erbe des Grand Hotels sein wird; Josephine, die rebellische Künstlerin, die ihren Weg noch sucht; und den umtriebigen Constantin, der bereits sein eigenes Hotel, das Astor, in Berlin führt. Alles scheint in bester Ordnung. Natürlich gibt es hier und da Streitigkeiten mit ihrer Tochter, und irgendetwas stimmt auch nicht mit dem sonst so fröhlichen Zimmermädchen Marie -, aber all das ist nichts gegen das, was der unangekündigte Besuch eines Mannes auslösen könnte, der Bernadette damit droht, ihr dunkelstes Geheimnis aufzudecken ...

Der erste Band einer opulenten Familiensaga.

Portrait

Caren Benedikt ist das Pseudonym der Autorin Petra Mattfeldt. Sie liebt den Norden, eine steife Brise und das Reisen an die Orte, über die sie schreibt. Nach einer eher nüchternen Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten arbeitete sie als freie Journalistin. Inzwischen ist die Schriftstellerei ihr Hauptberuf, und sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem kleinen Ort in der Nähe von Bremen.

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Großartiger Schmöker
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 19.03.2020
Ein großartiger Familienroman. Im Mittelpunkt dieses Romans steht ein elegantes Hotel auf Rügen. Nachdem ihr Mann verstorben ist führt Bernadette von Plesow das Hotel weiter, zusammen mit ihrem Sohn Alexander. Außerdem besitzt sie Anteile an einem Hotel in Berlin, das von ihrem Sohn Constantin geführt wird. Dann gibt es noch die Tochter Josephine, eine eigenwillige Künstlerin. Die Autorin entführt uns in eine Welt voller Intrigen und Dramen, bis hin zu Mord und Erpressung. Die Autorin entführt uns mit dieser Geschichte in die Zwanziger und Dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Fesselnde Unterhaltung.
Bewertungen unserer Kunden
Grandioser Auftakt der Familiensaga
von buchwurm05 - 28.05.2020
Rügen 1924. Bernadette von Plesow führt zusammen mit ihrem ältesten Sohn Alexander das prächtige Grand Hotel in Binz. Nach einem Brand und dem Tod ihres Mannes, hat Bernadette es mit ihrem eisernen Willen und Disziplin geschafft, das Hotel zu einem der Besten am Platz zu etablieren. Doch jetzt sieht sie sich bedroht und bittet ihren jüngsten Sohn Constantin, der erfolgreicher Hotelier und Varietébesitzer in Berlin ist, um Hilfe. Zudem lastet ein dunkles Geheimnis auf ihrer Familie, das auf keinen Fall ans Tageslicht kommen darf....... Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen ist der Auftakt einer wirklich grandiosen Familiensaga. Schnell wurde mir bewusst, dass mich hier viel erwartet. Jedoch anders als gedacht. Es wurde nie langweilig. Irgendetwas ist immer in einer der vielen Erzählebenen passiert. Oft womit ich nicht gerechnet habe. Das hat das Ganze bis zum Schluss spannend gemacht. Je weiter man liest, umso mehr Fahrt nimmt die Geschichte auf. Einige Wendungen inklusive. Die Figuren sind stark, haben viele unterschiedliche Charaktere und manche machen mit der Zeit eine Wandlung mit. Ich konnte dadurch und auch durch den lebendigen Schreibstil, die Geschehnisse förmlich miterleben. Genau mein Geschmack. Was für ein Leseerlebnis. Fazit: Ein grandioser historischer Roman um ein Hotel auf Rügen. Der ganz anders daher kommt wie erwartet und mir ausgesprochen kurzweilige und spannende Lesestunden beschert hat. Ich bin begeistert und kann das Grand Hotel nur empfehlen.
Ein gelungener Auftakt zu einer Familiensaga voller unterschiedlicher und doch ä
von Daniela Anders - 25.04.2020
Binz/Rügen und Berlin in den 1920er Jahren. Eine aufstrebende Hotelier-Familie. Düstere Geheimnisse. Ein Prostituierten- und Drogenring. Eine Familie, die teilweise über Leichen geht, um zu erreichen, was sie will. Aber auch eine Familie mit viel Gefühl und noch mehr Unsicherheiten. Das ist - ganz kurz auf den Punkt gebracht - der Auftakt zu dieser Familiensaga. Zum Klappentext: Rügen, 1924. Weiß und prächtig steht es an der Uferpromenade von Binz: das imposante Grand Hotel der Familie von Plesow. Vieles hat sich hier abgespielt, und es war nicht immer einfach, trotzdem blickt Bernadette voller Stolz auf ihr erstes Haus am Platz. Hier hat sie ihre Kinder großgezogen: den ruhigen Alexander, der einmal der Erbe des Grand Hotels sein wird; Josephine, die rebellische Künstlerin, die ihren Weg noch sucht; und den umtriebigen Constantin, der bereits sein eigenes Hotel, das Astor, in Berlin führt. Alles scheint in bester Ordnung. Natürlich gibt es hier und da Streitigkeiten mit ihrer Tochter, und irgendetwas stimmt auch nicht mit dem sonst so fröhlichen Zimmermädchen Marie -, aber all das ist nichts gegen das, was der unangekündigte Besuch eines Mannes auslösen könnte, der Bernadette damit droht, ihr dunkelstes Geheimnis aufzudecken. Das erst Fünftel war ein bisschen verwirrend, da es in diesem Buch um viele Einzelpersonen geht und jede hier mit ihrer Geschichte aufwartet. Da den Durchblick zu behalten, war anfangs nicht ganz leicht und ich fragte mich auch, wo das hinführt. So nach und nach jedoch war ich völlig drin in dieser Geschichte. Hier überwiegt tatsächlich der Anteil an Charakteren, die ich persönlich überhaupt nicht mag: Egoisten, skrupellose Geschäftsmänner, Zuhälter, gefühlskalte Karrieristen, schwache Emporkömmlinge ohne Rückgrat und naive, verwöhnte Gören. Dennoch hat mich das Buch und die Geschichten all dieser einzelnen Protagonisten in seinen Bann gezogen. Es ist teilweise voraussehbar, ja, aber dennoch auch einfach fesselnd. Ich konnte mich über einzelne Personen wirklich mächtig aufregen, während ich mit anderen großes Mitleid hatte. Auch fand ich die Hauptperson, Bernadette von Plesow, sehr spannend. Anfangs habe ich sie verachtet, aber auch bewundert. Später dann war sie mir einfach nur sympathisch - wenn auch mit Beigeschmack. Ihre drei Kinder haben in mir alle die unterschiedlichsten Gefühle ausgelöst, gern auch mal wechselnd. Nicht ganz klar ist mir, warum der wegen Totschlags unschuldig verurteilte Klaus Denker in diesem Buch vorkommt. Er hat so gar nichts mit der Geschichte zu tun, auch wenn ich seine Rolle sehr gut fand und durchaus Verständnis für ihn habe. Eventuell kommt das aber noch in den nächsten Bänden. Ich mag Bücher, die in mir diese unterschiedlichen Gefühle wecken und ich werde diese Familiengeschichte auf jeden Fall weiterverfolgen. Für mich eine durchaus gelungene, unterhaltsame Familiensaga, die Lust auf me(e)(h)r macht. Wegen des eher schleppenden, verwirrenden Anfangs 1 Stern Abzug, aber immer noch tolle 4 von 4 Sternen.
Weniger wäre mehr gewesen
von Furbaby_Mom - 02.04.2020
Dieses knapp über 500 Seiten umfassende Werk stellt den Auftakt zu einer Familiensaga dar, deren Haupthandlungsorte Berlin sowie Binz sind; dort befinden sich die Immobilien der wohlhabenden Familie von Plesow und sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Beide Häuser, das Grand Hotel und das Astor, streben nach Eleganz, Opulenz und sind um den schönen Schein bemüht. Welch tragische Dramen, Machtkämpfe und Intrigen sich teilweise hinter den Fassaden abspielen, bleibt den meisten Gästen verborgen. Zunächst war ich ein wenig erschlagen von der Vielzahl der Figuren - es sind wirklich zahlreiche Charaktere, in dessen Gedanken man Einblick erhält. Die vergleichsweise hohe Anzahl an unterschiedlichen Perspektiven (diverse einzelne Familienmitglieder, ihre Angestellten, ¿) vermittelt einen ungewöhnlich umfangreichen Überblick über die damalige Gesellschaft(sordnung) und hat zur allgemeinen Spannung beigetragen, allerdings konnte ich zu den wenigsten Protagonisten wirklich Nähe aufbauen, viele waren mir schlichtweg unsympathisch. Von Bernadette, der in meinen Augen die bedeutendste Rolle zukam, war ich positiv überrascht; sie durchlebt im Laufe der Handlung einen Wandel, der sie am Ende des Werkes zu meiner Lieblingsfigur werden ließ. Das massive Konstrukt an Nebenhandlungen war mir persönlich zu viel; eine Geschichte mit ein paar weniger Handlungssträngen hätte mir deutlich besser gefallen. Mir ist bewusst, dass der erste Band einer Reihe dazu dienen soll, die Weichen für den Fortlauf der Story zu stellen; doch gerade aus diesem Grunde hätte ich mir lieber weniger Drumherum und stattdessen einen größeren Fokus auf die verbleibenden Perspektiven gewünscht. Ich hätte nicht mit so viel Brutalität und Action gerechnet - prinzipiell kann ich solche Szenen schon lesen, ich hatte sie lediglich nicht im vorliegenden Werk erwartet, welches mir über große Strecken wie ein Krimi erschien. Das hat dem Ganzen etwas von der ursprünglichen Leichtigkeit genommen und letztlich den Leseeindruck mit einem leicht negativen Touch getrübt. Den Schreibstil der Autorin habe ich als sehr angenehm empfunden; er strotzt vor bildreichen Beschreibungen und viele Ausdrücke, entsprechen der Alltagssprache der damaligen Zeit, was ich bei historischen Romanen immer besonders mag. Insbesondere die zu Anfang jedes Kapitels gewählten Zitate fand ich sehr inspirierend und treffend gewählt. Auch das wunderschöne Cover möchte ich lobend hervorheben; die Abbildung passt perfekt zum vornehmen Grand Hotel. Fazit: Es ist definitiv kein typischer historischer Roman, was ja nicht schlecht sein muss. Verdiente 3.5/5 Sterne. Wer neben einer turbulenten Familiengeschichte auch für Action zu begeistern ist, wird dieses Werk lieben.
Eleganz und Laster in den Goldenen Zwanziger Jahren
von Rolands Bücherblog - 28.03.2020
Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen ist der erste Band einer neuen Familiensaga von Caren Benedikt (einem Pseudonym der Autorin Petra Mattfeldt). Die Autorin entführt den Leser dabei an die Ostsee, genauer nach Binz auf der Insel Rügen. Dort führt mit strenger Hand die verwitwete Bernadette von Plesow das Grand Hotel, die erste Adresse am Platz. Obwohl sie ihren ältesten Sohn als Geschäftsführer hat, hält sie die Mehrheit und alle Fäden in der Hand. Ihr Zweitgeborener führt bereits in Berlin das Hotel Astor und ein Varieté-Theater. Und zuletzt ihre Tochter Josephine, die sich der Kunst als Malerin verschrieben hat, macht die Familie komplett. Der jüngste Sohn fiel bereits im ersten Weltkrieg und ihr Gatte stürzte vom Dach des Hotels. Nach und nach bekommt der Leser immer mehr Einblick in die Familie und ihre Geheimnisse. Jedes der Familienmitglieder verbirgt ein solches, sogar Bernadette und ihr Gatte waren nicht immer das was sie vorgaben. So taucht der Leser in eine Welt von Licht und Schatten ein, von Prunk und Kriminalität. Denn es ist ein Streben nach Macht und Erfolg. Es ist die Zeit nach dem verlorenen Krieg zu Beginn der Goldenen Zwanziger Jahre . Die Schere zwischen arm und reich ist groß, die Rentenmark wird eingeführt. Durch den nach dem Krieg herrschenden Frauenüberschuss eroberten diese neue Positionen. Auch Bernadette ist eine starke Frau, die sich keinerlei Blöße gibt. Ihre Ziele verfolgt sie konsequent, doch aber bekommt der Leser auch Einblicke in ihre tatsächliche Gefühlswelt. Die Figuren sind allesamt gut greifbar mit ihren Ecken und Kanten und ich habe zu jedem einzelnen ein Bild dazu im Kopf erhalten. Der Roman liest sich sehr angenehm flüssig, wieder konnte mich die Autorin mit ihrem Schreibstil begeistern. Auch der Kontrast zwischen dem leisen Binz und dem turbulentem Berlin finde ich gut dargestellt, zwei Welten Ihn denen die Figuren pendeln. Dies gibt dem ganzen weitere Finesse. Für mich war dieser Roman ein gelungener Auftakt der neuen Familiensaga der von Plesow, er hat alles von Spannung bis Dramatik. Man darf gespannt sein auf das Frühjahr 2021, wenn der Folgeband erscheint und der Leser erfährt wie es weitergeht mit dem Grand Hotel.
Eine Familie, ihr Hotel und das Leben
von buecherwurm_01 - 23.03.2020
In den ersten Kapiteln lernen wir die einzelnen Familienmitglieder kennen. Die Mutter und Witwe, die das Hotel seit vielen Jahren erfolgreich führt; der älteste Sohn ist Geschäftsführer und Miteigentümer des Hotels, der zweite Sohn führt ein eigenes Hotel sowie ein Varieté in Berlin und das jüngste Kind, eine Tochter mit Künstlerallüren. Dann ist noch da noch das Zimmermädchen, das eine tragende Rolle spielt. Alle Charaktere treten in einer logisch aufgebauten Geschichte in Erscheinung und machen viele Änderungen durch. Der Schreibstil nimmt den Leser mit. Die gelungenen Landschaftsbeschreibungen lassen Binz und auch Berlin vor dem inneren Auge entstehen. Dies ist sicherlich der bildlichen Sprache geschuldet. Auch die vielen Wendungen passen sehr gut in dieses Bild. Ebenso wie das Cover. Es suggeriert ein Hotel im zwanzigsten Jahrhundert, sehr passend zum Buchinhalt. Die Beschreibung der nicht immer goldenen 1920ern ist gelungen, denn es werden auch die anderen Seiten wie Armut und Kriminalität aufgezeigt. Sehr gut gefallen haben mir die den einzelnen Kapiteln vorangestellten Zitaten der jeweiligen Protagonisten. Sie geben bereits einen Einblick in das Seelenleben des Familienmitglieds. Eine tolle Idee und gelungene Aussagen.
Einmal nach Binz, bitte!
von bookedout.de - 22.03.2020
Obwohl das Buch über 500 Seiten hat und ich historische Romane nicht zu meinen Lieblingsgenres zählen würde, habe ich das Buch innerhalb von drei Tagen verschlungen. Das muss schon was heißen! Caren Benedikt hat es geschafft, mich mit zunächst unsympathischen Charakteren zu verzaubern - auch das ist sehr ungewöhnlich. Genau deswegen muss ich euch jetzt unbedingt mehr von dem Buch erzählen. Handlung Der Roman beginnt im Jahre 1924 in Binz auf Rügen. Bernadette von Plesow hat sich über viele Jahre ihren Wohlstand hart erarbeitet - nicht immer auf die moralisch beste Art und Weise, aber dennoch mit viel Kraft und Ausdauer. Nun führt sie zusammen mit ihrem Sohn Alexander das "Grand Hotel", das renommierteste Hotel in Binz. Während ihre Tochter noch versucht, sich selbst zu finden und sich künstlerisch austobt, leitet ihr zweiter Sohn Constantin ein Hotel in Berlin. Doch sie ahnt, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht und sich ihr Sohn auch abseits der Legalität bewegt. Josephine hingegen ahnt davon nichts und wird unerwartet mit dem Leid der davon Betroffenen konfrontiert. Wie soll sie bloß aus der Situation wieder herauskommen? Als Bernadette dann auch noch von einem unbekannten Mann mit alten Familiengeheimnissen konfrontiert wird, droht alles aus dem Ruder zu laufen. Meine Meinung Die meisten Romane haben gleich zu Beginn meistens eine Figur dabei, die absolut liebenswert ist und mit der man sofort mitfiebert. Meistens gerät genau diese Figur kurze Zeit später in Schwierigkeiten. Im Roman "Das Grand Hotel" ist das anders: Die erste Person, die man kennenlernt und über dessen Vergangenheit man mehr erfährt, ist Bernadette. Sie war mir von Anfang an sehr unsympathisch! Ich habe sie als streng und ungerecht empfunden. Auch die anderen Charaktere waren mir nicht besonders sympathisch. Die Kinder von Bernadette Plesow waren Wohlstand eindeutig gewöhnt und hielten sich für etwas Besseres. Die Angestellten sind nicht recht zu Wort gekommen und erledigten einfach nur ihre Arbeit. Überraschenderweise hat sich meine Einstellung zur Familie mit der Zeit drastisch verändert. Bernadette und Josephine sind mir regelrecht ans Herz gewachsen und es hat sich gezeigt, dass sie doch nicht so herzlos und eigensinnig sind, wie zunächst vermutet. Auch durfte man einige der Angestellten von Bernadette und Constantin besser kennenlernen. Viele davon waren mir sehr sympathisch und taten mir leid. Die Geschichte war konstant interessant und teilweise sogar richtig spannend. Die Machenschaften, die Constantin am Laufen hat, habe ich nicht erwartet, bevor ich das Buch begonnen habe. Aber sie haben die Geschichte nur noch spannender gemacht und vor allem eine andere Seite des Reichtums gezeigt. An manchen Stellen war es etwas brutal, aber nicht bis ins Detail beschrieben, sodass man das Buch auch mit eher schwachen Nerven lesen kann. Der Schreibstil des Romans hat mir sehr gut gefallen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, und das, obwohl historische Romane meiner Erfahrung nach oft schwieriger zu lesen sind, als andere. Dennoch war die Sprache keineswegs banal und man hat einen guten Eindruck davon bekommen, dass der Umgangston in den 1920er Jahren ein anderer war, als heute. Es ist immerhin fast hundert Jahre her. Das Cover Das Cover passt sehr gut zum Roman. Das pompöse Erscheinungsbild des Hotels auf dem Roman entspricht dem "Grand Hotel" sehr gut. Außerdem passt die Farbkombination von gold und blau wunderbar zu dem luxuriösen Leben einiger Figuren. Die Dünen im Vordergrund vermitteln die Ruhe der Gegend, die auch im Buch immer wieder erwähnt wird. Fazit Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich kann es jedem ans Herz legen, der dem Genre Historische Romane nicht abgeneigt ist. Die Figuren waren sehr individuell und haben gut in ihre Zeit gepasst. Die Geschichte war durchgehend interessant und flüssig zu lesen.
Das Grandhotel auf Rügen
von Rebecca Kiwitz - 21.03.2020
Ein herrschaftliches Hotel in Binz auf Rügen in den 20er Jahren welche das Leben der Familie von Plesow im Griff hat. Bernadette ist das Familienoberhaupt und gibt das Zepter nicht aus der Hand. Josephine die Tochter rebelliert sehr gerne gegen ihre Mutter und sucht als Künstlerin immer noch nach ihrer Bestimmung. Der Sohn Constantin hat in Berlin sein eigenes Hotel aufgebaut und Alexander versucht zusammen mit seiner Mutter das Grant in Binz. Alles hat den Anschein es wäre alles in Bester Ordnung zu sein, doch je weiter man hinter die Fassade schaut umso mehr Geheimnisse treten zu Tage. Ich muss gestehen, dass ich mich auf diesen Roman von Caren Benedikt wirklich sehr gefreut habe da ich für mein Leben gerne Historische Romane lese. Als ich mit dem Lesen begann kam ich sehr gut in das Buch rein, allerdings hat dies nicht sehr lange gehalten und ich kam nur noch sehr schleppend voran. Es waren insgesamt um die zehn Handlungsstränge die teilweise sogar während der Kapitel gewechselt haben und ja mich haben diese Wechsel im Laufe des Romans doch sehr in meinem Lesefluss gehindert. Aus diesem Grund hat es ca. 1 Woche gedauert bis ich das Buch gelesen hatte. Es gab Figuren mit denen kam ich wirklich gut zurecht und andere haben mich mit ihrem Verhalten so angewidert, so dass ich für diese Kapitel wirklich sehr lange benötigt habe. Dem Handlungsverlauf konnte man teilweise wirklich sehr gut folgen und dann gab es Stellen denen man nicht so gut folgen konnte und sich so auch etwas gezogen haben, jedenfalls ging es mir so. Von den Figuren her kann man sagen, dass die gesamte Gesellschaftsschichten von damals aufgegriffen warne und man so auch einen guten Einblick in den Alltag der damaligen Zeit bekommen hat. Der Spannungsbogen war bis zum Schluss gespannt und war ich mir bis zum Schluss nicht Sicher wie alles ausgehen wird. Man konnte sich die Handlungsorte anhand der Beschreibungen recht gut vor dem inneren Auge währen des Lesens entstehen lassen. Auch die Figuren des Romans fand ich sehr gut beschrieben, so dass ich mir diese beim Lesen sehr gut vorstellen konnte. Josephine war mir wirklich die liebste Figur des Romans wenn man es so nennen möchte und Constantin konnte ich so gar nicht leiden von den Hauptfiguren her. Leider konnte mich dieser Roman nicht völlig überzeugen und ich muss fast sagen, dass ich wirklich froh war als ich das Buch beendet hatte. Mit der Sternevergabe habe ich mich wirklich schwer getan und nach sehr langer Überlegung vergebe ich drei von fünf Sternen.
Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen
von MarySophie - 16.03.2020
Handlung: Rügen 1924 Nach all den Jahren kann Bernadette von Plesow eine erfolgreiche Bilanz ziehen. Sie führt mit dem Grand Hotel das erste Haus am Platz, dieses ist gut gebucht und genießt einen hervorragenden Ruf. Und auch privat hat Bernadette hier wunderschöne Stunden verbracht. Sie hat dort einige Jahre mit ihrem Mann gelebt und ihre Kinder großgezogen: Alexander, der Erbe des Grand Hotels, Constantin, der sich ein Hotel und Variete in Berlin aufgebaut hat und die einzige Tochter Josephine die künstlerisch begabt ist aber noch nicht weiß, was sie in der Zukunft anstreben will. Zudem hat Bernadette das große Glück, mit ihren Angestellten mehr als zufrieden sein zu können. Allen voran mit dem Zimmermädchen Marie, die stets gut gelaunt ist und eine fantastische Arbeit leistet. Eigentlich könnte Bernadette vollkommen glücklich sein. Sie hat eine neue Liebe gefunden und ihre Kinder gehen ihrer eigenen Wege. Doch eines Tages steht ein Mann im Hotel, der ein Geheimnis aufzudecken droht, welches eigentlich nie ans Licht kommen sollte... Meinung: Das Cover ist einfach wunderschön. Es wirkt herrschaftlich, edel und hat Klasse. Im Grunde gibt es also genau das wieder, für was das Grand Hotel steht. Nicht nur wirkt das Bild sehr idyllisch, auch die Farben harmonieren perfekt miteinander und laden zum Träumen ein. Besonders schick finde ich die goldene Schrift. Sie ist nochmal ein besonderer Hingucker und mit Struktur aufgedruckt, was ich immer schick finde! Insgesamt ein sehr gelungenes Bild, welches auffallend ist und aus der Masse heraussticht. In einer Buchhandlung wäre es mir definitiv aufgefallen und ich hätte das Bedürfnis verspürt, das Buch in die Hand zu nehmen. Schon längere Zeit habe ich auf den Erscheinungstermin des Romans hingefiebert. Seitdem ich das Cover gesehen und die Inhaltsangabe erstmals durchgelesen habe konnte ich es kaum abwarten, das Buch selbst in den Händen zu halten. Und immer wenn ich bei Instagram gesehen hatte, dass manche das Buch vorab lesen durften, wurde ich verdammt neidisch. Am Ende hatte ich das große Glück, bei Lovelybooks an einer Leserunde teilzunehmen und so auch über die Handlung diskutieren zu können. Das fand ich wirklich angenehm, es gab doch einiges, worüber ich mich austauschen wollte und die Meinungen anderer wissen wollte. Von der ersten Seite an hat mir die Schreibweise richtig gut gefallen. Es gibt einen angenehmen Start in den Roman, der Prolog bietet einiges an Spannung und wirkt anregend, man hat folgend noch mehr Lust darauf, einfach weiterzulesen. Danach hat man Zeit um sich an das Setting, die ganze Situation und die Charaktere zu gewöhnen. Man wird nicht ins kalte Wasser gestoßen, es gibt zahlreiche Beschreibungen und Hintergrundinformationen, die man wie Puzzlestücke zusammenfügen kann. Jede Szene wurde sehr bildhaft und lebendig beschrieben, sodass man sich nicht nur das Setting, sondern auch die Charaktere gut vorstellen konnte. Zudem war eine Lebendigkeit herauszulesen, die dem Roman sehr gut getan hat und die Geschichte wirkte dadurch noch authentischer. Es gibt verschiedene Handlungsstränge. Sei es der von Constantin in Berlin oder die von Bernadette, Alexander und Josephine in Binz. Aus der Familie von Plesow kommt lediglich Alexander mit seiner Familie nur wenig zu Wort, er steht eher im Hintergrund und wird nicht so sehr in die Handlung eingebunden. Diese Kapitel der Familie haben mir richtig gut gefallen. Sie haben immer mal ein paar Fragen offen gelassen und somit zum weiterlesen, aber auch zum spekulieren animiert. Diese Kapitel haben alle einen tieferen Sinn gehabt und ließen sich auf eine bestimmte Art miteinander verbinden. Dazu gibt es ab und an noch andere Kapitel von Gästen oder von dem Zimmermädchen Marie. Auch diese haben zueinander gepasst und ließen sich in die gesamte Handlung einordnen. Gerade bei Marie mochte ich die andere Seite ihres Lebens. Es war interessant zu hören, was sie von den von Plesows hält und in was für einfachen Verhältnissen sie eigentlich lebt. Dieser Unterschied zwischen dem Hotel und Maries Familie war drastisch und zeigte verschiedene Seiten der Bevölkerung. Lediglich mit einer Sichtweise hatte ich Probleme. Ich will dazu keinen Namen verraten, nur so viel sei gesagt: es war eine nette, aber schockierende Nebenhandlung. Doch es wirkte auch etwas willkürlich, hatte nicht direkt etwas mit dem Grand Hotel oder den von Plesows zu tun. Daher hatte ich Schwierigkeiten, diese Ereignisse sinnvoll einzuordnen und darin einen Sinn für die weitere Handlung zu finden. Diese Kapitel hätte ich nicht zwingend gebraucht, sie haben dem Roman lediglich mehr Umfang gegeben. Es gibt zwei Handlungsorte auf die sich die Ereignisse aufteilt. Der größere Teil der Handlung findet im Ostseebad Binz statt. Dort spielt so gut wie jedes Kapitel im titelgebenden Grand Hotel, dem grandiosen und exklusiven Hotel von Bernadette von Plesow. Dort lernt man sowohl das Hotel, als auch das Büro der Chefs kennen, sowie einige Gästezimmer und das Restaurant kennen. Lediglich die Orte des Personals werden nicht näher beschrieben. Ich habe das Hotel, aber auch die Räumlichkeiten lebendig vor mir gesehen und konnte mir auch die Charaktere in dieser Umgebung sehr gut vorstellen. Gerade durch genannte Details wie das Meeresrauschen oder den Akkordeonspieler gewann das Setting an viel Charme. Wahrlich traumhaft! Doch auch der zweite Handlungsort, Berlin, konnte mit seiner besonderen Aura bestechen. Es gab einen angenehmen Unterschied zwischen dem ruhigen Binz und dem aufregenden Berlin, es werden zwei Welten beschrieben, die beide ihre Reize, aber auch Nachteile haben. Mir hat auch der Handlungsort Berlin gefallen, doch irgendwie war dort häufig ein dunkler Schleier dabei, die Stadt erschien mir nie sonderlich strahlend oder bunt. Dabei herrschen die goldenen Zwanziger, die Menschen wollten und haben sich vielfältig amüsieren können. Mit den Berlin Kapitel geht meist eine gewisse Tristesse daher, die nochmal den Unterschied zum farbenfrohen und sonnigen Binz verstärkt. Es gibt eine Vielzahl an Personen, doch tatsächlich hatte ich nicht einmal Schwierigkeiten, sie auseinanderzuhalten oder wiederzuerkennen. Dafür war ein jeder zu gut und abwechslungsreich gezeichnet. Oft wurde man von der Autorin leicht gelenkt, ob man einen Protagonisten nun sympathisch oder unsympathisch einschätzt, manchmal wird man auch lange Zeit geschickt getäuscht und erkennt dann plötzlich das wahre Gesicht. Ich hätte mir allgemein gewünscht, dass es dem Leser mehr selbst überlassen ist, wie er eine Person einschätzt. Vielleicht wäre eine objektivere Beschreibung vonseiten des Erzählers angebrachter. Im Zentrum des Geschehens steht stets die verwitwete Bernadette von Plesow, ein Inbegriff einer erfolgreichen Geschäftsfrau und einer gesellschaftlich angesehenen Dame. Über ihre Person kann man einiges schreiben, sie ist einerseits sympathisch, doch gleichzeitig scheint sie ein recht kaltes Herz gegenüber ihren Kindern zu haben. Nur selten kann man sich in ihrer Person eine liebende Mutter vorstellen. Sie ist eine starke Person, die man einerseits nur bewundern kann für ihr Geschick, doch gleichzeitig gibt es auch viele Handlungen, die man nicht gutheißen kann. Stets ist man von ihr hin- und hergerissen und ich habe häufig meine Meinung über sie gewechselt. Auch am Ende finde ich sie, trotz ihrer Machenschaften faszinierend und freue mich auf ein Wiedersehen. Auch ihre Kinder konnten meine Sympathie nie vollkommen erlangen, alle hatten Züge an sich, die ich negativ empfunden habe. Am wenigsten Beachtung bekam Alexander, über ihn kann ich mir auch am Ende nur schwer eine Meinung bilden. Dafür tritt er zu wenig auf, ist nicht so willensstark wie seine restliche Familie und kommt auch vom Charakterrecht blass daher. Constantin ist ein abwechslungsreicher Charakter mit mehreren Gesichtern, dem man nie vollkommen trauen darf. Ich mochte seinen variablen Charakter meist recht gerne, er hat zwar einige negative Geschäfte im Hintergrund laufen, doch man merkt, dass sein Grundwesen positiv ist. Tatsächlich ist er mein Lieblingscharakter. Constantin verströmt einen gewissen Charme, der sehr einnehmend ist. Josephine finde ich etwas zu ziellos. Sie ist für mich der Inbegriff eines reichen, gesellschaftlich angesehenen Mädchens, welches viele Ambitionen hat, diese aber nicht wirklich umsetzt. Oft finde ich sie etwas zu nörglerisch und schwierig, manchmal wäre es positiv gewesen, wenn ihr mehr Menschen offen die Wahrheit sagen würden... Fazit: Meine Vorfreude auf das Buch war zu weiten Teilen mehr als angebracht. Im Grunde hat mich das Buch umgehauen, ich bin so froh es gelesen zu haben und kann schon jetzt die Zeit bis zur Fortsetzung nicht mehr abwarten. Mir haben die Protagonisten hervorragend gefallen, gerade der Charakter von Bernadette war ganz besonders, über sie kann man wahrscheinlich Studien schreiben. Auch das Setting und die Schreibweise hat mich vollkommen überzeugt. Und eigentlich mag ich auch, dass verschiedene Erzählperspektiven gewählt wurden und sich so mehrere Erzählstränge ergeben. Doch mit einem kann ich auch am Ende nicht sehr viel anfangen, er passt nicht direkt zur Familie von Plesow. Dafür, aber auch für die leichte Führung der Erzählinstanz zwecks Sympathien bei den Charakteren ziehe ich einen halben Stern ab. Im Grunde ist das Meckern auf hohem Niveau, doch diese beiden Punkte liegen mir auf dem Herzen und haben mich auch während dem Schreiben dieser Rezension nicht losgelassen. Und so hat die Fortsetzung die Möglichkeit diese kleinen Fehler auszumerzen und mich noch mehr überzeugen zu können! Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sterne
Sternstunden
von Anonym - 12.03.2020
Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen von Caren Benedikt ist der erste Band einer opulenten Familiensaga, die um die erfolgreiche Geschäftsfrau Bernadette von Plesow kreist. Rügen, 1924. Weiß und prächtig steht es an der Uferpromenade von Binz: das imposante Grand Hotel der Familie von Plesow. Vieles hat sich hier abgespielt, und es war nicht immer einfach, trotzdem blickt Bernadette voller Stolz auf ihr erstes Haus am Platz. Hier hat sie ihre Kinder großgezogen: den ruhigen Alexander, der einmal der Erbe des Grand Hotels sein wird; Josephine, die rebellische Künstlerin, die ihren Weg noch sucht; und den umtriebigen Constantin, der bereits sein eigenes Hotel, das Astor, in Berlin führt. Alles scheint in bester Ordnung. Natürlich gibt es hier und da Streitigkeiten mit ihrer Tochter, und irgendetwas stimmt auch nicht mit dem sonst so fröhlichen Zimmermädchen Marie -, aber all das ist nichts gegen das, was der unangekündigte Besuch eines Mannes auslösen könnte, der Bernadette damit droht, ihr dunkelstes Geheimnis aufzudecken ¿ Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet worden. Der feine Sand und die weitläufige Dünenlandschaft vermitteln das Inselflair, und im Hintergrund ist ein imposantes Hotelgebäude zu erkennen, das gehobenen Ansprüchen gerecht wird. Der Titel des Romans ist in goldenen Lettern gehalten worden, während der Untertitel perfekt auf den nächtlichen Sternenhimmel abgestimmt worden ist. Man fühlt sich ans Meer versetzt und glaubt das leise Rauschen der Wellen zu hören. Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen spielt in den Goldenen Zwanziger Jahren, genauer gesagt: 1924, an zwei verschiedenen Schauplätzen, nämlich in Binz, dem größten Seebad auf der insel Rügen, und in Berlin, wobei das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird. An beiden Standorten begegnen wir vielen interessanten Protagonisten, Hauptfiguren wie Bernadette von Plesow und ihrem Sohn Constantin und Nebenfiguren wie Josephine von Plesow , der künstlerisch begabten einzigen Tochter von Bernadette, und dem aus einfachen Verhältnissen stammenden Zimmermädchen Marie, die gut ausgearbeitet worden sind. Zentrale Figur ist die erfolgreiche verwitwete Geschäftsfrau Bernadette von Plesow, welche das noble Grand Hotel in dem ruhigen Ostseebad Binz mit strenger Hand führt und die Geschicke ihrer Familie in ihrem Sinne lenkt. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die stets kühl kalkulierend agiert und ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit zu verbergen sucht. In Berlin wiederum steht ihr Sohn Constantin im Mittelpunkt, der nicht nur das luxuriöse Hotel Astor mit einem angeschlossenen Variété betreibt, sondern auch in der Unterwelt die Fäden zieht. Er ist ein knallharter Geschäftsmann, der im echten Sinne des Wortes über Leichen geht. Wenn man so will, hat Caren Benedict die perfekte Mischung für eine packenden Familiensaga in der Goldenen Zwanziger Jahren gefunden: ein elegantes Hotel an der Ostsee, ein verruchtes Varieté in Berlin, eine starke Frau, die ihren Weg geht, und ein Geheimnis, das alles in Gefahr bringt. Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen ist nicht nur ein interessanter historischer Roman, sondern enthält viele Elemente eines Krimis. Die vornehme Familie von Plesow ist tief in dunkle Geschäfte verstrickt; Bandenkriminalität, Drogen, Schutzgelderpressung, Korruption, Prostitution und Mord gehören zu ihrem täglichen Leben. Auf den zweiten Band darf man gespannt sein!
Ein wunderbar gelungener Auftakt
von Anna625 - 07.03.2020
Bernadette von Plesow ist Besitzerin des Grand Hotel, eines sehr angesehenen Hotels in Binz auf Rügen. Während sie dieses gemeinsam mit Sohn Alexander führt, hat sich der zweite Sohn, Constantin, ein eigenes Hotel in Berlin aufgebaut, und es herrscht eine rege Zusammenarbeit beider Hotels. Als jedoch eines Tages am Strand vor Binz ein Mann tot aufgefunden wird, bröckelt die Fassade der Harmonie und Idylle, und so manch einer geht - wortwörtlich - über mehr als eine Leiche, um an Erfolg und Karriere festhalten zu können. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht vieler verschiedener Personen, wobei die unterschiedlichen Perspektiven jedoch keinesfalls für Verwirrung, sondern vielmehr für wunderbar erfrischende Abwechslung sorgen. Es gibt gleich mehrere Nebenhandlungen, welche alle gekonnt mit der Haupthandlung verflochten werden, und fast jede beteiligte Person darf einen Teil ihrer eigenen Geschichte zum großen Ganzen beitragen. Da wären zum Beispiel Tochter Josephine, die noch auf der Suche nach sich selbst ist und gerade lernt, ihren innersten Gedanken und Gefühlen durch die Malerei Ausdruck zu verleihen; das Zimmermädchen Marie, welches Erfahrungen macht, die sie über sich selbst hinauswachsen lassen; oder Klaus Denker, der seine Familie auf grausamste Weise verloren hat und nun nach Rache sinnt. Auch Bernadette selbst wird eingeholt von der Macht der Vergangenheit, außerdem muss sie feststellen, dass nicht alle Menschen um sie herum wirklich die sind, für die sie sie gehalten hat. Das Grand Hotel ist eine groß angelegte, komplexe Geschichte, die immer wieder überrascht. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und entführt den Leser problemlos in die 1920er Jahre, betont den Kontrast zwischen ruhigem, idyllischem Inselleben und der Metropole Berlin. Die Protagonisten zeugen von Individualität und viele durchlaufen eine große Entwicklung während des Romans. Morde, geheime Bündnisse, Drogen und Prostitution - all das kommt hier ebenfalls nicht zu kurz und wird all jene eines Besseren belehren, die ein seichtes Familiendrama erwartet haben. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung - ich bin schon gespannt auf Band 2!
Familiensaga, zwischen Ostseeidylle Rügens, Downton Abbey und Babylon Berlin
von Fantafee - 05.03.2020
1924, das Grand Hotel in Binz auf Rügen liegt wunderschön direkt an der Ostsee und ist die beste Adresse am Ort. Zusammen mit ihrem verstorbenen Mann Karl hat sich Bernadette von Plesow das Hotel ganz nach ihren Vorstellungen aufgebaut. Sie ist die alles überstrahlende Figur und führt das Hotel mit viel Disziplin. Ihr Sohn Alexander ist zwar der Geschäftsführer des Hotels, aber jeder bespricht die wirklich wichtigen Dinge mit seiner Mutter. Denn Bernadette überlässt nichts dem Zufall und hält die Zügel fest in der Hand. Der zweite Sohn Constantin besitzt in der pulsierenden Metropole Berlin ebenfalls sehr erfolgreich ein Nobelhotel, dem auch ein Varieté angeschlossen ist. Er versteht es geschickt über das Unternehmen seine dubiosen Machenschaften im Berliner Untergrund zu verschleiern. Zu ihrer jüngsten Tochter Josefine ist die Beziehung zur Mutter momentan etwas angespannt, weil die junge Dame nach ihrem Kunststudium in Paris noch etwas ziellos durch die Welt stolpert. Doch jeder von ihnen hat ein kleineres oder größeres Geheimnis, das gewahrt werden soll. So strickt sich um diese Familie eine abwechslungsreicher Teppich einzelner Schicksale aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten: die feine Gesellschaft, ihren Dienstmädchen und Handlangern, avantgardistischen Künstlern, Prostituierten, kleinen Gaunern und wahren Verbrechern. Dazu erfährt man ganz nebenbei einiges über die gesellschaftliche Stimmung und politisch unsicheren Verhältnissen nach dem ersten Weltkrieg, erhält Einblicke in das exzentrische Nachtleben Berlins der 20er Jahre und ins Alltagsleben, die Träume und Sorgen der Menschen. Mit viel gutem Schwung kitzelt die Autorin an verschiedenen Emotionen. Man fühlt mit, wenn zarte Liebesbande geknüpft werden, feuert seine Lieblingsfiguren eifrig an, ballt beim Lesen wütend die Faust oder wischt sich geschwind eine kleine Träne aus dem Augenwinkel. Meiner Meinung nach ein rundum gelungener Auftakt einer großen Familiensaga, ein historischer Schmöker und beste Unterhaltung auf 525 Seiten, die leider viel zu schnell ausgelesen sind. Auf den zweiten Band freue ich mich schon jetzt.
Zu hoch nach den Sternen gegriffen
von Buecherseele79 - 03.03.2020
Die Familie von Plesow führt das berühmte Grand Hotel, direkt in Binz, an der Uferprommenade. Mutter Bernadette führt eine eiserne Hand, ist sie doch um ihr Hotel und seinen Ruf bemüht. Ihr Sohn Alexander unterstützt sie als Geschäftsinhaber mit 30%, noch ganz traut sie ihm das alleinige Geschäft des Hotels nicht zu. Ihr Sohn Constantin unterhält in Berlin das Hotel Astor und ein eigenes Variete und ihre Tochter Josephine versucht sich als Künstlerin. Doch hinter den Kulissen merkt man die Auswirkungen des ersten Weltkrieges und was es für ein Kampf ist einen hohen Standart zu halten¿. Die goldenen Zwanziger, verbunden mit Dowtown Abbey- ich kann da jetzt nicht sonderlich viel mitreden da ich kein Serienjunkie bin aber die goldenen Zwanziger, die Zeit nach dem ersten Weltkrieg, vor Beginn des zweiten Weltkriegs finde sehr facettenreich und von der Stimmung könnte sie damals nicht unterschiedlicher sein. Dann bedient sich die Autorin natürlich einer Kulisse die man von Bildern, Urlaub, Wohnort oder ähnliches kennt - Binz. Da hat man als Leser schon hohe und spannende Erwartungen. Der Schreibstil ist wirklich zu begeistern! Mich konnte die Autorin nach ein paar Sätzen schon für die Geschichte gewinnen und umso mehr ich in Binz und Berlin unterwegs war, mit der Familie von Plesow, umso mehr wollte ich erfahren, umso süchtiger wurde ich nach ihren Geschäften, Intrigen, Geheimnisse und wie sie weitere Wege einschlagen werden oder möchten. Für mich entwickelte das Buch recht schnell einen hohen Suchtfaktor und es fiel, auf Grund der bildhaften Beschreibung, gar nicht schwer, in der Geschichte zu bleiben. Die Familie von Plesow könnte nicht unterschiedlicher sein. Die Mutter Bernadette erscheint kühl aber freundlich, aber sie hat ihre Geheimnisse, sie möchte ihr Grand Hotel als Top Adresse in Binz haben und dafür scheut sich keine Mühen und Wege. Ich fand sie, wegen ihrem Charakter, so interessant. Auf der einen Seite ist sie kühl und streng, lässt keine Toleranz und Fehler zu, auf der anderen Seite liebt sie, vermisst und möchte gerade ihre Kinder halten, hat auch für ihre Mitarbeiter ein offenes Ohr. Alexander und Josephine hängen immer so zwischen den Stühlen, sie liebe und hassen ihre Mutter, wünschen sich mehr Zugeständnisse, mehr Toleranz und Verständnis und dass sie als Menschen, als Kinder von Bernadette wahrgenommen werden. Sie müssen beide ihren Weg finden und auf den bin ich sehr gespannt. Constantin ist hier wohl der Sunnyboy, aber mit einer sehr dunklen Seite. Er ist schillernd, faszinierend und begeistert, auf der anderen Seite hat er mir sehr oft eine Gänsehaut bescherrt da er doch sehr skrupellos seine Geschäfte führt und wohl die grösseren, dunkleren Geheimnisse hat¿vor der ganzen Familie. Und er ist sich nicht zu schade nahestehende Leute für seine Geschäfte zu missbrauchen, zu bestechen oder sie zu belügen. Neben der Familie Plesow erhalten eben auch Angestellte, die Gesellschaft von Binz und Berlin einen Platz und das fand ich sehr gelungen. Nicht nur dass sich alles um die Familie dreht, nein, man wirft auch die Blicke auf die "arbeitende" Gesellschaft, was sie zu leisten hat, dass sie mit den Reparationszahlungen nicht einverstanden sind, dass Hunger, Kälte, Arbeitslosigkeit sie unruhig werden lässt, hoffnungslos. Durch diese beiden Blickwinkel erhält man ein sehr facettenreiches und gut umgesetztes Bild. Bestechungen, Neid, Angst, der Wunsch nach einer starken, politischen Führung, Mord und Drohungen waren in den höheren Kreisen an der Tagesordnung, davon wird auch die Familie Plesow nicht verschont. Für mich hat die Autorin hier einen sehr gelungenen Roman über die schillernden aber auch dunklen Zwanziger geschrieben mit einer sehr interessanten, facettenreichen Familie wo der Leser immer zwischen Verständnis, Liebe, Hoffnung und Fassungslosigkeit schwirrt. Ich bin von diesem ersten Band absolut begeistert, er hat einen hohen Suchtfaktor und am liebsten würde ich den nächsten Band jetzt schon in den Händen halten wollen! Für alle die sich für diese Thematik und vor allem für diese Zeit interessieren ist das Buch kein Fehler.
Eine absolut lesenswerte Familiengeschichte, die einen in den Bann zieht.
von leseHuhn - 02.03.2020
Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen- Band 1 Autorin: Caren Benedikt Verlag: blanvalet Taschenbuch 510 Seiten Klappentext: Rügen 1924. Weiß und prächtig steht es an der Uferpromenade von Binz: das imposante Grand Hotel der Familie von Plesow. Vieles hat sich hier abgespielt, und es war nicht immer einfach, trotzdem blickt Bernadette voller Stolz auf ihr erstes Haus am Platz. Hier hat sie ihre Kinder großgezogen: den ruhigen Alexander, der einmal der Erbe des Grand Hotels sein wird; Josephine, die rebellische Künstlerin, die ihren Weg noch sucht; und den umtriebigen Constantin, der bereits sein eigenes Hotel, das Astor, in Berlin führt. Alles scheint in bester Ordnung. Natürlich gibt es hier und da Streitigkeiten mit ihrer Tochter, und irgendwas stimmt auch nicht mit dem sonst so fröhlichen Zimmermädchen Marie -, aber all das ist nichts gegen den Besuch eines Mannes, der Bernadette damit droht, ihr dunkelstes Geheimnis aufzudecken .... Meine Meinung: Ein gelungener spannender Roman, der uns in die Zeit der Goldenen Zwanziger entführt. Das Geheimnis, um Bernadette von Plesow, ist zum Greifen nah. Wir lernen sehr viele verschiedene Charaktere kennen. Manche begleiten uns bis zum Schluss, aber von einigen müssen wir uns früh verabschieden. Aber alle Protagonisten sind detailliert beschrieben, sodass man ihnen in ihrer Entwicklung sehr gerne folgt. Das Ende ist mehr als überraschend, aber rundet den ersten Teil sehr gut ab. Der Autorin Caren Benedikt ist es gelungen, uns in die verschiedenen Gesellschaftsschichtender Goldenen Zwanziger einzuführen. Ihr Schreibstil ist angenehm und der Spannungsbogen hält uns bis zum Ende gefangen. Die selbstbewusste Bernadette von Plesow, führt mit Konsequenz das Hotel und auch ihre Kinder. Zurecht ist sie Stolz auf ihr Haus, was sie alleine nach dem Tod von ihren Mann zum ersten Haus am Platz gemacht hat. Ihre anfängliche Gefühlskälte entwickelt sich in der Geschichte zum Positiven. Auch ihre Söhne teilen die Liebe zum Hotel. Alexander ist Geschäftsführer des Grand Hotel in Binz und Constantin führt sein eigenes Hotel mit angeschlossenem Varieté in Berlin. Nur ihre Tochter Josephine mag nicht so Recht erwachsen werden. Bernadette schickt Josephine nach Berlin zu Constantin, in der Hoffnung, das sie jetzt endlich lernt auf eigenen Füßen zu stehen. Doch findet die unsichere Träumerin Josephine ihr Glück in Berlin? Die pflichtbewusste und fleißige Marie arbeitet als Zimmermädchen im Grand Hotel. Zudem ist sie noch eine Freundin von Josephine. Im Grand Hotel trifft sie auf ihre große Liebe, die ihr ganzes Leben verändert. Der erste Teil der Familiensaga hat mich vom Anfang bis zum Ende in seinen Bann gezogen. Mein Kopfkino erweckte die Schauplätze mit den Protagonisten zum Leben. Gespannt warte ich nun auf die Fortsetzung oder eine evtl. Verfilmung. Sehr gerne gebe ich 5 ***** und eine klare Leseempfehlung.
Ein gelungener Start einer neuen Familiensaga
von UllaL - 05.02.2020
Meine Meinung: Ich liebe historische Bücher und solche, die in Richtung historische Krimis tendieren noch mehr. Dazu kommt, dass ich bisher viele Bücher der Autorin mit Begeisterung gelesen habe. Außerdem ist das Buchcover ein absoluter Hingucker und ich musste gar nicht lange überlegen, ob ich das Buch lesen möchte. Caren Benedikt entführt mich mit ihrem Buch in die 20er Jahre nach Rügen, genauer gesagt nach Binz. Dort gibt es das Grand Hotel der Familie von Plesow. Ich lernte Bernadette von Plesow, ihre Familie und Angestellte kennen, natürlich auch einige ihrer Gäste. Das lässt sich ja in einem Hotel nicht vermeiden. Aber es sollte nicht bei diesem Hotel bleiben, ihr älterer Sohn führte in Berlin das Hotel Astor und dorthin führte mich die Autorin ebenfalls. Wechselweise wurde ich über alles mögliche informiert. Es war viel an Information, aber durch den angenehmen Schreibstil hatte ich überhaupt keine Probleme. Ich bekam einen Einblick in das Leben der 20er Jahre, die allerdings nicht für alle die Goldenen 20er sein sollten. Die Kluft zwischen arm und reich war groß. Im Hintergrund passierte damals einiges, was einen beunruhigen konnte. Auch die Familie von Plesow war betroffen, sie mischte sogar richtig mit. Aber nun habe ich genug von Inhalt erzählt, wenn ich weitermache, verrate ich zu viel. Auf jeden Fall hat mich die Autorin ein weiteres Mal an das Buch fesseln können. Als Vielleserin ahnte ich einiges, was dann auch eintraf, aber es tat der Spannung keinen Abbruch, denn zusätzlich gab es überraschende Wendungen. Fazit: Ein gelungener Start einer weiteren Familiensaga. Historie und Spannung wurden wunderbar kombiniert. Man kann dieses Buch als einzelnes lesen, aber ich für meinen Teil, bin gespannt auf weitere Folgen und möchte einige der Familie noch weiter begleiten oder sollte ich besser sagen beobachten?
Nur wer weggeht, kann zurückkehren und erkennen, was Heimat wirklich bedeutet
von LEXI - 04.02.2020
Nur wer weggeht, kann zurückkehren und erkennen, was Heimat wirklich bedeutet "Was geschehen ist, ist geschehen, du kannst es nicht mehr ändern. Aber du kannst und musst daraus lernen. Glaub mir, die nützlichsten Erfahrungen deines Lebens werden nicht die guten, sondern die schlechten sein. Nur sie bringen dich weiter." Die Hotelbesitzerin und Freifrau Bernadette von Plesow wird ihrem Ruf als "Grande Dame" mehr als gerecht. Mit äußerster Disziplin, unerschütterlicher Entschlossenheit und großem Selbstbewusstsein arbeitete sie mit ihrem vor einigen Jahren verstorbenen Ehemann daran, das Grand Hotel in Binz als luxuriöses und hochherrschaftliches Feriendomizil für die bessere Gesellschaft zu etablieren. Bernadette strebte ihr Leben lang nach Einfluss, Ansehen, Macht und Reichtum. Zwar hält die ehrgeizige Witwe immer noch sämtliche Fäden in der Hand und repräsentiert das Hotel charmant nach außen hin, ihr Sohn Alexander wurde jedoch bereits als Geschäftsführer eingesetzt. Bernadettes rebellische und trotzige Tochter Josephine möchte der Enge von Binz entfliehen, Freiheiten genießen und bei ihrem Bruder Constantin in Berlin leben. Constantin von Plesow gibt sich zuvorkommend, ist überaus freigiebig und trägt seine kleine Schwester auf Händen. Der Besitzer des Hotel Astor und des dazu gehörenden Varietés unterstützt seine Mutter in finanzieller Hinsicht. Berlin ist für Josephine eine schillernde Welt voller Vergnügen, Musik und Lebenslust, in der sie ihre Karriere als Künstlerin auszuleben versucht. Doch nach und nach lernt sie die Schattenseiten dieser Stadt kennen und wird mit erschütternden Aktivitäten ihres geliebten älteren Bruders konfrontiert. Eine latente Bedrohung aus der Vergangenheit und das Auftauchen eines Fremden setzen Dinge in Gang, die sich nicht mehr aufhalten lassen und letztendlich in ein tragisches Finale münden¿ Der erste Band dieses imposanten Familienepos entführt den Leser nach Binz und skizziert das Bild einer zielstrebigen Frau, die sich mit großer Entschlossenheit ihren Weg nach oben erkämpfte. In Bernadette von Plesow begegnet man einer Protagonistin, die ihren Charme und ihre Liebenswürdigkeit sehr gezielt einsetzt, manipulativ und herzlos sein kann, in jedem Fall jedoch stets die Contenance bewahrt. Caren Benedikts Charakterzeichnung der handelnden Figuren ist außergewöhnlich und in höchstem Maße authentisch. Im vorliegenden Band richtet sie das Augenmerk in erster Linie auf Bernadette und ihre Kinder Alexander, Constantin und Josephine. Die Autorin besitzt einen sehr einnehmenden und flüssigen Schreibstil, die Gedanken und Emotionen der handelnden Personen werden höchst überzeugend zum Ausdruck gebracht. Den Hauptfiguren stehen zahlreiche interessante Nebenfiguren zur Seite, das zerbrechlich wirkende Zimmermädchen Marie Riedel avancierte hierbei zu meiner persönlichen Favoritin. Marie ist seit Jahren auf sich allein gestellt, entstammt tristen häuslichen Verhältnissen, ist ernst und introvertiert. Bernadette von Plesow schätzt das hohe Pflichtbewusstsein des Mädchens und ihre absolute Zuverlässigkeit. Marie spielt eine wichtige Rolle in diesem Buch, ihre enorme charakterliche Entwicklung wurde auf beeindruckende Art und Weise dargestellt. Sie reift vom unsicheren und unglücklichen jungen Mädchen zur selbstbewussten Frau, die über sich hinauswächst und ihren Platz im Leben erkämpft¿ nicht zuletzt mit Bernadettes wohlmeinender Unterstützung. In der vorliegenden Geschichte betreten zudem einige Antagonisten den Schauplatz des Geschehens, andere Nebenfiguren schafften es wiederum, mich sowohl in positiver, als auch in negativer Hinsicht zu überraschen. Aufgrund bestimmter Ereignisse innerhalb der Familie entsteht ein Spannungsbogen im Buch, der durch rivalisierende Verbrecherbanden drastisch gesteigert wird. Falsche Entscheidungen führen zu Zwistigkeiten und letztendlich zu einer tragischen Eskalation der Ereignisse - Caren Benedikt machte es mir als Leser schlichtweg unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Fazit: Die Autorin hat mir mit dem ersten Teil ihres grandiosen Familienepos "Das Grand Hotel. Die nach den Sternen greifen" ein eindrucksvolles und spannendes Leseerlebnis beschert. Faszinierende Charaktere und unerwartete Entwicklungen bereichern diese Geschichte, deren Fortsetzung ich mit großer Erwartungshaltung entgegensehe. Begeisterte fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung für dieses imposante Buch!
Auf und ab im Grand Hotel
von leseratte1310 - 04.02.2020
Bernadette von Plesow ist stolz auf das luxuriöse Grand Hotel an der Uferpromenade von Binz. Das Hotel ist schon lange im Besitz der Familie von Plesow und könnte viel erzählen. Obwohl Bernadette ihrem Sohn Alexander die Führung des Hotels übertragen hat, ist immer noch sie es, die die Fäden in der Hand hält und die Gäste erwarten auch, dass Bernadette ein Auge auf alles hat. Doch dann passieren Dinge, die dem guten Ruf des Hotels schaden könnten. Außerdem gibt es Drohungen, Bernadettes Geheimnis aufzudecken. Dies ist der erste Band der neuen Familiensaga um die Familie von Plesow. Die Autorin Caren Benedikt veröffentlicht unter verschiedenen Namen. Bisher habe ich nur Krimis unter dem Autorennamen Petra Mattfeldt gelesen. Der Schreibstil konnte mich auch bei diesem Roman überzeugen. Durch unterschiedliche Perspektiven erhält man einen umfassenden Einblick. Die Handlungsorte sind so gut beschrieben, dass ich die Bilder genau vor Augen hatte. Aber auch die Charaktere sind interessant und lebendig dargestellt. Bernadette von Plesow wusste schon als junge Frau genau, was sie wollte. Sie stammte aus ärmlichen Verhältnissen, die sie hinter sich lassen wollte. Als sie Karl von Plesow begegnet, nutzt sie ihre Chance und lässt bedenkenlos ihre Familie zurück. Inzwischen ist ihr Mann verstorben und sie kümmert sich mit ihrem ältesten Sohn Alexander um das Grand Hotel. Constantin ist risikobereiter als sein Bruder und hat in Berlin das Hotel Astor. Seine Geschäfte sind nicht so ganz legal, aber so kann er die Familie in Binz unterstützen und dafür sorgen, dass das Grand Hotel sich auch weiterhin gegen die Konkurrenz behaupten kann. Josephine betrachtet sich als Künstlerin, aber sie hat ihren Weg noch nicht gefunden, was Bernadette bekümmert. Sie schickt ihre Tochter nach Berlin zu Constantin. Doch es geht nicht nur um die Familie, auch das Personal und die Gäste tragen zur Geschichte bei. Das Zimmermädchen Marie hat auch einiges zu verarbeiten und braucht Bernadettes Hilfe. Es ist eine interessante Familiengeschichte, die manchmal dramatisch verläuft und dann auch wieder spannend ist. Dieser historische Roman hat mir gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.
Die Suche nach ein klein wenig Glück
von Carmen Vicari - 04.02.2020
Binz, 1924: Vor der traumhaften Ostseeuferpromenade thront das imposante Grand Hotel der Familie von Plesow. Geführt wird es von Bernadette von Plesow. Die aus einfachen Verhältnissen stammende, charakterstarke Frau, wusste schon früh, was sie möchte und wie sie es bekommt. Jetzt ist sie Besitzerin eines großen Hotels und strebt danach, das erste Hotel am Platz zu werden und sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen. Zwar leben ihre beiden Kinder Alexander und Josephine noch bei ihr, doch von beiden ist wenig Hilfe zu erwarten. Während Alexander eher ruhig, zurückhaltend und wenig strebsam ist, ist Josephine die rebellische Künstlerin, die sich noch immer selbst sucht. Einzig ihr zweiter Sohn Constantin scheint ein wenig nach ihr zu kommen. Doch er hat selbst ein Hotel in Berlin eröffnet. Zwar ist der Weg zu Bernadettes Ziel nicht gerade einfach, doch er ist zu schaffen, würden da nicht plötzlich merkwürdige Männer im Hotel auftauchen und ein anderer drohen, ihre Vergangenheit ans Licht zerren zu wollen. Bernadette muss schnell handeln, ehe ihre Existenz und das ihres geliebten Hotels dauerhaften Schaden nimmt. Fast gehen dabei die Sorgen des jungen Zimmermädchens Marie in all dem Trubel unter¿ Die Autorin Petra Mattfeldt schreibt wieder unter ihrem alten Pseudonym Caren Benedikt. Unter diesem Pseudonym hatte ich sie vor Jahren kennen und lieben gelernt. Ihre historischen Romane zogen mich gleich in den Bann. Spannend geschrieben und sehr gut recherchiert, waren sie ein Garant für gute Unterhaltung mit vielen interessanten Informationen zu jener Zeit. Daher war ich begeistert, als ich das neuste Buch der Autorin in den Händen hielt und dieses wieder unter jenem Pseudonym veröffentlicht wurde. Angesiedelt ist das Buch dieses Mal nicht etwa im Mittelalter, sondern in den Goldenen Zwanziger Jahren in Deutschland, wo die Wirtschaft einen Aufschwung erfahren hat. Gerade die Zeit von 1924 - 1929 wird als die Blütezeit für Kunst, Kultur und Wissenschaft angesehen. In diesen Aufschwung pflanzt Petra Mattfeldt ihre Familie von Plesow, lässt sie Teil davon werden und nimmt den Leser mit in eine Zeit, die zwar vom Aufschwung geprägt ist, jedoch nicht alles eitel Sonnenschein war. Sehr anschaulich, teilweise auch unterschwellig, vermittelt die Autorin die Fakten, die die damalige Zeit prägten. Im Vordergrund das Familienleben, die Sorgen und Nöte, nicht nur der Familie von Plesow, auch das junge Zimmermädchen erhält Gehör. Gerade die Wechsel zwischen diesen beiden Schichten fand ich sehr interessant und mitreißend. Cliffhanger am Ende der Kapitel trieben den Lesefluss weiter an. Der Schreibstil ist sehr spannend und flüssig. Hatte ich das Buch zur Seite gelegt, lies mich die Geschichte dennoch nicht los und ich überlegte immer, wie geht es weiter? Was passiert als nächstes? Freud und Leid geben sich buchstäblich die Hand. Hatte ich in der einen Sekunde noch über eine Situation gegrinst, erschreckte mich die Entwicklung an einer anderen Front. Das Ende kam viel zu schnell, aber da es als der erste Teil einer Trilogie angekündigt ist, hoffe ich natürlich auf ein baldiges Wiedersehen mit der Familie von Plesow, der Ostsee und dem imposanten Grand Hotel von Binz. Fazit: Die Goldenen Zwanziger Jahre an der Ostsee und in Berlin, eine Familiengeschichte, wie es sie tatsächlich gegeben haben könnte, machen das Buch zu meinem Jahreshighlight verbunden mit dem Wunsch, bald wieder dorthin zurückkehren zu dürfen.
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