Die Welt im Jahr 2035

Gesehen von der CIA und dem National Intelligence Council. Originaltitel: Global Trends. Paradox of Progress.…
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Produktdetails

Titel: Die Welt im Jahr 2035

ISBN: 3406714463
EAN: 9783406714467
Gesehen von der CIA und dem National Intelligence Council.
Originaltitel: Global Trends. Paradox of Progress.
mit 18 Grafiken.
Übersetzt von Christoph Bausum, Enrico Heinemann, Karin Schuler
Beck C. H.

19. September 2017 - kartoniert - 318 Seiten

Beschreibung

Die Reichen altern, die Mittelschichten erodieren, die Bürger reagieren immer gereizter auf die zunehmende Ungleichheit und fragen sich, was sie von ihren Regierungen überhaupt noch erwarten können, religiöse Ideologien und der Populismus setzen ihren Vormarsch fort, die Konflikte, auch solche zwischen Staaten, werden diffuser und disruptiver, Terrorismus und Cyberattacken lassen die um sich greifende Nervosität zusätzlich anwachsen, Regieren wird immer schwieriger. So sieht die Welt der nächsten zwanzig Jahre aus, sagt dieser einzigartige Zukunftsreport, den der CIA und der US-amerikanische National Intelligence Council (NIC) erstellt haben. Über 250 unabhängige Spezialisten weltweit, darunter Ökonomen, Strategen und Geheimdienstler, haben daran mitgewirkt. Er gehört in die Hand jedes Bürgers und nicht nur auf den Schreibtisch des amerikanischen Präsidenten, für den er eigentlich gedacht ist. Sieben globale Trends werden laut Report unsere nähere Zukunft prägen: (1) Die Reichen altern, die Armen nicht. In den wohlhabenden Ländern, in Russland und China schrumpft die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter, in den armen Ländern wächst sie noch. (2) Die Weltwirtschaft verlagert sich. Das Wirtschaftswachstum bleibt schwach, die westlichen Mittelschichten geraten zunehmend unter Druck. (3) Die Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts beschleunigt sich weiterhin und ruft schwerwiegende Brüche hervor. (4) Religiöse Ideologien und nationale Identitäten führen zu einer Welle von Ausgrenzungen. Der Populismus hat noch lange nicht seinen Zenit erreicht. (5) Das Regieren wird immer schwieriger. (6) Das Risiko von Konflikten, auch solchen zwischen Staaten, nimmt zu. (7) Der Klimawandel, Umweltkonflikte und die weltweite Verbreitung von Infektionskrankheiten stellen ernsthafte, bislang nicht beherrschte Gefährdungen dar.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 
TEIL 1
Die Zukunft auf den Punkt bringen 
Die Karte der Zukunft 
Globale Trends bis 2035 
Die Reichen werden älter, die Armen nicht 
Die Weltwirtschaft verschiebt sich 
Technologie erschwert die langfristigen Perspektiven 
Innovation beschleunigt den Fortschritt, führt aber auch zu Brüchen 
Ausgrenzung durch Ideen und Identitäten 
Regieren wird immer schwieriger 
Das Wesen von Konflikten verändert sich 
Der Klimawandel droht 
Konvergierende Trends verändern Macht und Politik 
Die nahe Zukunft 
Zunehmende Spannungen 
Wachsende Bedrohung durch Terrorismus 
Die Weltordnung steht auf dem Spiel 
Drei Szenarien für die fernere Zukunft 
Inseln 
Orbits 
Communities 
Was wir aus den Szenarien lernen können: Chancen durch Resilienz 
Methodologische Anmerkungen 
Glossar 
Dank 
TEIL 2
Einleitung 
Die nächsten fünf Jahre nach Regionen 
Ost- und Südostasien 
Südasien 
Der Nahe Osten und Nordafrika 
Afrika jenseits der Sahara 
Russland und Eurasien 
Europa 
Nordamerika 
Südamerika 
Arktis und Antarktis 
Der Weltraum 
Wichtige globale Trends 
Die Menschen ... 
Wie die Menschen leben ... 
Wie sie kreativ und innovativ wirken ... 
Wie sie prosperieren ... 
Wie sie denken ... 
Wie sie regieren ... 
Wie sie kämpfen ... 
Terrorismus 

Portrait

Der National Intelligence Council (NIC) ist der Thinktank der amerikanischen Geheimdienste für mittel- und langfristiges strategisches Denken. Sein erklärtes Ziel ist es, die Politiker bestmöglich über das gegenwärtige und zukünftige Weltgeschehen zu informieren: ungeschminkt, unparteiisch und ohne Rücksicht darauf, ob die Analysen und Urteile mit der jeweiligen US-Politik übereinstimmen.

Pressestimmen

"Da der Bericht so geschrieben ist, dass er für eine breite Öffentlichkeit leicht verständlich ist, ist es für jeden wichtig in dieses Buch zu schauen, der sich ein Bild von der Welt machen möchte."
Eckhard Stuff, RBB Kulturradio, 27. Februar 2018

"Was wird, weiß keiner. Was sein könnte, verrät dieses Buch."
Hannoversche Allgemeine, 13. Januar 2018

"Wer über den Tellerrand der Tagesmeldungen hinausschauen möchte, hat mit dem Band 'Die Welt im Jahr 2035 gesehen von der CIA' ein ausgezeichnetes Buch zur Hand, das unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten diskutiert."
Thomas Jäger, Focus Online, 26. November 2017

"Der Bericht verdient schon deshalb eine breite Leserschaft, weil er etwas leistet, das der politischen Debatte weitgehend abgeht: Er spricht an, wie sich die verschiedenen globalen Herausforderungen gegenseitig bedingen und vorantreiben (...) ein lesenswertes Buch."
Felix Ekardt, Süddeutsche Zeitung Messebeilage, 10. Oktober 2017

"Nicht nur inhaltlich spannend, sondern auch gut lesbar und verständlich."
Beate Willms, Die Tageszeitung, 12. September 2017

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 12.01.2018

Regieren wird sehr viel schwieriger werden

Die Pyrrhussiege des Westens: Eine Studie des amerikanischen National Intelligence Council beschreibt Szenarien der globalen Entwicklung bis zum Jahr 2035.

Paradox des Fortschritts" hat der amerikanische National Intelligence Council (NIC) seine Analyse globaler Trends in den nächsten zwei Jahrzehnten betitelt. Damit soll zunächst gesagt werden, dass Entwicklungen, die das Leben der Menschen erleichtern und verbessern, Reaktionen provozieren, die an der Wiederherstellung vergangener Ordnungen orientiert sind. Grund dafür ist, dass die Verbesserungen nicht allen zugutekommen, sondern viele sich durch technologische Veränderungen und sozialen Wandel benachteiligt, wenn nicht bedroht fühlen. Konkret: die Liberalisierung der Wirtschaft, von der die Entwicklung profitiert, hat populistische und nationalistische Reaktionen ausgelöst. Was für die einen Fortschritt ist, bedeutet für die anderen Abstieg und Niedergang.

Derlei ist freilich nicht neu, sondern lässt sich seit dem Aufkommen der Fortschrittsvorstellungen am Ende des achtzehnten Jahrhunderts beobachten: Der Konservatismus als reflexiv gewordener Traditionalismus war eine Reaktion auf die Idee eines Fortschritts, in der allgemeine Trends und normative Vorstellungen zu einer einsinnigen Entwicklungsrichtung zusammengefasst wurden. Was die Autoren indes auch meinen, wenn sie vom "Paradox des Fortschritts" sprechen, ist die schwindende Attraktivität des "Westens" im globalen Rahmen, wobei es gerade die Erfolge des westlichen Entwicklungspfades sind, die ihm seit geraumer Zeit die Vorbildlichkeit für andere nehmen. Die nächsten zwei Jahrzehnte, deren wesentliche Trends und Veränderungen prognostiziert werden, sind womöglich stärker durch den chinesischen Entwicklungsweg und den russischen Herrschaftstyp geprägt, während das westliche Modell an inneren Widersprüchen und einer nachlassenden Entwicklungsdynamik laboriert. Das halten die Autoren jedenfalls für möglich, wenn der Westen seine Probleme nicht bald löst, China nicht in wirtschaftliche Turbulenzen gerät und der Widerstand gegen die autoritär-oligarchische Herrschaft in Russland nicht überhand nimmt.

Es sind mindestens zwei alternative Szenarien, die beim Blick in die Zukunft herausgearbeitet werden; während sich nämlich die allgemeinen Trends einigermaßen zuverlässig berechnen lassen, ist das bei Regierungshandeln und Bevölkerungsreaktionen keineswegs der Fall. Die Ausarbeitung von Szenarien spricht für die Seriosität der Arbeit. So können Wahrscheinliches und Unvorhersagbares miteinander verknüpft werden. Es ist im Übrigen keineswegs das spezifische Wissen der CIA, das die Grundlage dieser Prognosen darstellt, wie der deutsche Titel des Reports suggeriert, sondern es handelt sich um eine von Wissenschaftlern des NIC hergestellte Zusammenfassung von Trendanalysen großer Forschungsorganisationen, die in universitären Workshops sowie Gesprächen mit leitenden politischen Beamten ausgearbeitet wurden. Und vor allem: Die hier entwickelten Zukunftsperspektiven stimmen so ganz und gar nicht mit der Agenda der Trump-Administration überein, sondern formulieren Imperative und Erwartungen für die amerikanische Politik, die auf das Gegenteil von Trumps America-first-Politik hinauslaufen.

Es sind fünf Megatrends, auf welche Regierungen in den Augen der Autoren in den nächsten fünf Jahren reagieren müssen. Da ist zunächst der Umstand, dass die Bevölkerung der reichen Staaten des Nordens kollektiv altert, während im Süden junge, nach wie vor wachsende Bevölkerungen dominieren. Bei steigenden Ausgaben für das Gesundheitssystem werden im Norden die Innovationsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft schrumpfen sowie die Zukunftsinvestitionen infolge sinkender Staatseinnahmen zurückgehen, während sich eine abnehmende Erwerbsbevölkerung mit den Kosten des Sozialstaates abmühen wird. Die Kluft zwischen Arm und Reich werde sich infolgedessen weiter vergrößern, ebenso wie die politische Polarisierung der Gesellschaft. Im Süden dagegen werde die Armutsbekämpfung stagnieren und eine unzufriedene Mittelschicht für politische Instabilität sorgen. Es sei darum mit wachsendem Migrationsdruck von Süden nach Norden zu rechnen.

Bei schwachem Wachstum der Weltwirtschaft würden sich, zweitens, die dynamischen Zentren der globalen Ökonomie nach Ost- und Südostasien verlagern, und vor allem Europa werde es schwer haben, seine gegenwärtige Position zu halten. Aber auch die chinesischen Blütenträume würden sich nur zum Teil erfüllen, denn infolge der Ein-Kind-Politik werde dort ebenfalls eine gealterte Gesellschaft entstehen. Die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft werde zu sinkenden Rohstoffpreisen führen, was die Lage in vielen Ländern des Südens weiter zuspitzen werde. In China wiederum entscheide sich die weitere Entwicklung daran, ob es gelingt, die derzeit noch wesentlich exportgetriebene Wirtschaft auf Binnennachfrage umzustellen. Am Erfolg dieser Umstellung hänge die Attraktivität des chinesischen Modells als Alternative zu dem des Westens.

Die Globalisierung hat, so der dritte Trend, die Mittelschichten in den reichen Staaten des Nordens unter Druck gesetzt und zu Abstiegsängsten geführt, während im Süden die Entwicklung mittlerer Schichten nicht vorankommt beziehungsweise dort, wo Mittelschichten eine Rolle spielen, sie mit grassierender Korruption und kleptokratischen Staatseliten unzufrieden sind - ein weiterer Grund, warum mit einer Stabilisierung der politischen Verhältnisse dort nicht zu rechnen sei. Im Norden dagegen werden die geängstigten Mittelschichten nationalistische Sehnsüchte pflegen und verstärkt zu populistischen Bewegungen oder charismatischen Anführern tendieren. Nicht die Rebellion von sozial Abgehängten und politisch Marginalisierten, sondern die Unzufriedenheit der Mittelschicht ist es, die zu politischen Veränderungen oder zum Umsturz bestehender Ordnungen führt.

Im Ergebnis hat das zur Folge, dass Regieren sehr viel schwieriger sein wird als früher: Es gebe mehr Vetospieler sowie höhere und differenziertere Erwartungen an die Politik, während gleichzeitig die finanziellen Spielräume der Regierungen, diese Erwartungen zu befriedigen, immer enger würden. Die Ordnung der Staaten, so die Autoren, werde wohl auch in zwanzig Jahren noch bestehen, da keine Alternative von vergleichbarer Leistungsfähigkeit in Sicht sei, aber die Staaten gerieten infolge wachsender Unzufriedenheit der Bevölkerung unter großen Druck. In Konkurrenz zu den Staaten würden Religionen wie Megacitys als Dienstleister auftreten. Andererseits sind es nur die Staaten, denen die Autoren zutrauen, dass sie mit den Folgen des Klimawandels umgehen können, und auch hier nur diejenigen, die eine hohe Leistungsfähigkeit besitzen.

Und wie ist es unter diesen Umständen um die zwischenstaatlichen Beziehungen bestellt? Den internationalen Organisationen traut die NIC-Studie nicht viel zu, jedenfalls wird angenommen, dass weder ihre Bedeutung noch ihre Leistungsfähigkeit steigt. Dafür erhöht sich, so die komplementäre Annahme, die Wahrscheinlichkeit zwischenstaatlicher Konflikte, die sich bis zu offen ausgetragenen Kriegen steigern könnten. Am wahrscheinlichsten sei jedoch die Entstehung eines Zustandes, der zwischen Krieg und Frieden angesiedelt ist und in dem nicht auszumachen ist, wer da eigentlich Angst und Schrecken verbreitet. Die klare Trennung zwischen Krieg und Frieden schwinde, und an ihre Stelle würden zunehmend Hybride treten. - Es sind keine rosigen Aussichten, die diese Studie bietet. Ihr Realismus bezweckt, dass das Vorhergesagte nicht eintritt. Das wird jedoch nur dann der Fall sein, wenn rechtzeitig gehandelt wird.

HERFRIED MÜNKLER

National Intelligence Council: "Die Welt im Jahr 2035". Gesehen von der CIA. Das Paradox des Fortschritts. Aus dem Englischen von C. Bausum, E. Heinemann und K. Schuler. Verlag C. H. Beck, München 2017. 318 S., br.

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Bewertungen unserer Kunden
Keiner kann in die Zukunft sehen
von Janine - 29.12.2017
Das Buch fässt zusammen, was Spezialisten der CIA und der US-amerikanische National Intelligence Council (NIC) zusammengetragen, um Prognosen für die nächsten 20 Jahre aufzustellen. Es werden die globalen Trends in Bezug auf Politik, Wirtschaft, Gesellschaftsstrukturen, Umwelt, Technologien, Ideologien und vieles weitere aufgezeigt. Was eigentlich dem amerikanischem Präsidenten vorbehalten ist, wird hier für jederman zugänglich gemacht. Ich hatte eine strukturierte und informtive Zusammenfassung der derzeitigen, globalen Trends erwartet. Spezialisten wie vom CIA können sichelrich ein genaueres Bild zeichnen als unsereiner das kann. Ich muss jedoch zugeben, dass ich als Naturwissenschaflterin wenig mit difuss wirkenden Interpretionsmöglichkeiten anfangen kann. Das Buch ist in zwei Teile geteilt, wobei mich der erste Teil besonders langweilte. Mir ist bewusst, dass niemand in die Zukunft sehen kann und man nur Vermutungen darüber anstellen kann, was passieren wird basierend auf aktuellen Fakten und Trendes der letzten Jahre. Aber was hier präsentiert wird ist etweder so naheliegend, dass ich das jeder denken kann, sehr diffus gezeichnet oder einfach nur eine Option unter vielen. Ich kann insgesamt nicht behaupten schlauer zu sein als vorher. Vielleicht fehlten mir auch einfach die Lösungsvorschläge, die hier nicht Thema waren. Ich kann selbst auch keinen Nutzen darausziehen, wenn beispielsweise gesagt wird, dass Regierungen an Glauben verlieren und schlechter agieren können. Den zweiten Teil des Buches fand ich anfangs noch etwas interessant, da ihr Trends in den einzelnen Ländern aufgezeigt wurden. In den Medien haben einige, wenige Länder eine Überpräsenz, so dass man sich um andere Statten nciht allzu viele Gedanken machen. Dieser Teil des Buches bezog sogar die Antarktis und der Weltraum mit ein. Aber auch driftete es shcnell zu sehr allgemingültigen Trends ab, die sich zwar aus der unmittelbaren Gegenward baleiten, aber nichts neuartiges über das Jahr 2035 beinhalteten. Dadurch, dass sehr viele Bereiche (Politik, Wirtschaft, Klima, ...) auf der ganzen Welt behandelt werden, bleibt es recht oberflächlich. Es werden zwar mögliche Szenarien aufgezeigt und sogar mögliche Zeitungsberichte aus der Zukunft erstellt, aber unter welchen Konkreten Bedinungen diese Vor-und Nachteile sich für verschiedene Interessengruppen ergebn würden, wurde nicht tiefgründig diskutiert. Ich habe mich sehr schwer getan mit dem Buch und unverhältnismäßig lange gebraucht, um es zu lesen. Für mich generierte der Inhalt keinen Mehrwert, aber vielleicht ergeht es anderen anders.
Volksverdummung auf der Basis grausiger Träume eines Möchte-gern-Welthegemons.
von Wedma - 10.11.2017
Der Bericht ist gut strukturiert: zwei Teile, die in kürzere Kapitel, meist nur paar Seiten, aufgeteilt worden sind. Teil I widmet sich hpts. den globalen Trends, Teil II hat zwei Unterabteilungen "Die nächsten fünf Jahre nach Regionen" und "Wichtige globale Trends", s. auch Inhaltsverzeichnis. Einige Diagramme/Grafiken verdeutlichen das Geschriebene. Zeitungsmeldungen, wie sie in den nächsten Jahren in den Medien auftauchen könnten, sind vermutlich zur Auflockerung da, z.B. "Eine Zeitungsmeldung aus dem Jahr 2019 China kauft unbewohnte Fidschi-Insel, um Militärbasis zu bauen." S. 74. Aber insg. ist es eine ziemlich trockene Angelegenheit. U.a. von den Auswirkungen des Klimawandels ist die Rede, von der wachsenden Bedrohung durch Terrorismus, von steigenden Spannungen weltweit, etc. Wer seine Meinung zu politischen Ereignissen in der Welt den Leitmedien entnimmt, der wird diesen Report vermutlich als eine Art Dystopie lesen können. Wer aber kritisch diese offiziell genehmigten Interpretationen wahrnimmt, sich vorher anderweitig informiert und womöglich noch eigene Erfahrungen gesammelt hat, der wird aus den Zeilen des Berichts noch ganz andere Dinge herauslesen, die einem eher Unbehagen bescheren und Zukunftssorgen aufkommen lassen. Vor allem wird man die Scheinheiligkeit erkennen können, die hier an den Tag gelegt wurde, wenn es um die Beschreibung bestimmter Trends der Zukunft geht, z.B. die Entwicklung von Terrorismus. Hierzu gibt es ein Kapitel von ca. 20 Seiten. Wer über die Entstehung des IS, z.B. "Schwarze Flaggen" von Joby Warrick, "Wer den Wind sät" von Michael Lüders oder "Nur wenn du allein kommst" von Souad Mekhenet, oder auch "Wer beherrscht die Welt" von Noam Chomsky, "Illegale Kriege" von Daniel Ganser gelesen hat, der weiß, wie ich es meine. Im Report wurde der Sachverhalt so präsentiert, als ob alles, was an Gewalt und Terror passiert, aus freien Stücken geschieht, dass es keine handfesten Ursachen hierfür gäbe, keine Unmengen von US Steuergeldern in die Destabilisierung diverser Regionen geflossen wären, etc., und lediglich den bösen Kräften im Nahen Osten und Asien und einigen anderen Regionen zu verdanken ist. Ich musste an solchen Stellen an Volksverdummung denken, die Michael Lüders in "Die den Sturm ernten", ein sehr lesenswertes Buch übrigens, so beschrieben hat: "Die Machtpolitik Moskaus, Teherans oder Pekings ist im Zweifel jedoch nicht mehr und nicht weniger skrupellos als die des Westens. Sie in den Kategorien von "gut" und "böse" zu verorten, wobei "wir" natürlich zu den Guten rechnen, das grenzt an Volksverdummung." S. 167. Diese wird auch in diesem Werk aktiv betrieben, denn die Verfasser stellen sich ja als die Guten hin. In Moskau soll übrigens ein westenfreundlicher Präsident kommen. Wer die o.g. Werke gelesen hat, kann sich vorstellen, wie es vonstattengehen soll und was das im Klartext bedeutet. Sehr klar liest sich heraus, dass die Rolle der Weltpolizei und der Möchte-gerne-federführender-Weltmacht auch weiterhin von USA beansprucht wird. Wenn man weiß, wie die Politgeschichte bisher gelaufen ist, und wer für viel Leid, Armut und Tod in vielen Ecken der Welt gesorgt hat, näheres dazu in o.g. Quellen, dem wird bei dieser Ankündigung anders zumute. Im Grunde nichts Neues. Aber grausig genug. An mehreren Stellen wird von "autoritären Regimes" in Russland und China berichtet. Sie stehen als Feinde Nr. 1 und 2 da, da sie sich die Freiheit herausnehmen, ihre eigenen politischen Interessen zu haben und diese auf der Weltbühne auch zu verteidigen wissen. Diese Regierungen würden, nach Meinung von CIA, für Identitätskonflikte und noch viel schlimmere Dinge sorgen:"Russland und China betreiben beispielsweise die Entwicklung von Waffensystemen, die in der Lage sind, Satelliten im Orbit zu zerstören, was in Zukunft eine starke Gefährdung für die Satelliten der USA und anderer Staaten bedeuten würde." S. 49. Dass all diese Entwicklungen nichts anderes als Reaktionen auf die Politik des Weltaggressors Nr. 1 sind, ist hier quasi "out of scope". "Steigendes Selbstbewusstsein in China und Russland", S. 73, wird v.a. als etwas Negatives hingestellt, da die Verfasser die geopolitischen Interessen der USA dadurch als gefährdet ansehen. Da gibt noch es mehr ähnlicher "Visionen" im Teil II, wenn es um die Entwicklung der Regionen geht. Diese Sicht der Dinge ließ mich, pardon, an die Beichte eines psychopathischen Despoten denken, der überall Feinde sieht, wohin er schaut, ein klarer Fall von Projektion eigener Ängste und Psychosen insg., jemanden, der seit Ewigkeit unter Verfolgungswahn und argen Wahnvorstellungen leidet, dabei aber fest an seinen eigenen Machtansprüchen hält, koste, was es wolle, denn das ist Sinn und Inhalt seines bedauernswerten Lebens. Hier, und auch an vielen anderen Stellen, musste ich an die antizipierte Zielgruppe denken, an die sich dieses Werk ggf. richtet. Wer wird/kann sich von diesen aalglatten, wohl ausformulierten Sätzen blenden lassen? Hpts. diejenigen, ihre Meinung über die polit. Geschehnisse in der Welt aus den Leitmedien erfahren. Und diese, wie Peter Scholl-Latour noch in 2014 in "Der Fluch der bösen Tat" geschrieben hat, sind längst in der Hand des Lieblingsfreundes hinter dem großen Teich. Also wurde hier viel Hoffnung auf die seit Langem laufende Propaganda gelegt, steter Tropfen höhlt den Stein, und weitere Werbekampagne für CIA Sicht der Dinge in die Welt gesetzt. Zum Schluss gibt es auch "Methodologische Anmerkungen", die mich kaum überzeugen konnten. Für die angepeilte Zielgruppe wird es gut genug sein, vermuteten wohl die Verfasser. Ein Glossar versucht einige Begriffe, wie z.B. Flüchtling, Wirtschaftsnationen, Globalisierung, etc. zu erklären. Fazit: Für Liebhaber düsterer Dystopien ist es vllt eine interessante Lektüre, die zum Grübeln anregt, aber insg. kaum etwas Neues bietet. MMn stellt dieser Report v.a. die Imagepflege dar und Stipulation antizipierter Federführung auch auf diesem Gebiet. Da hat sich jmd Nutzen in der Verbreitung dieser Weltbilder erhofft. Wer noch nicht genug anti-chinesischer und anti-russischer Propaganda wie Volksverdummung insg. abbekommen hat, hier ist die beste Adresse dafür. Wer diese identifizieren und außen vor lassen kann, was zugegebenermaßen viel Arbeit bedeutet, bekommt eine Version möglicher Entwicklungen in der Welt, die man sich größtenteils selbst vorstellen kann. Dabei muss man aber bedenken, dass diese Vision auf Annahmen über Annahmen aufgebaut worden ist. Und wenn eine oder zwei nicht zutreffen, oder gar etwas Unvorhergesehenes eintritt, bricht das Ganze wie ein Kartenhäuschen zusammen. Bis dahin sind es grausige Träume eines Möchte-gern-Welthegemons.
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