Sieben Lügen

Psychothriller. Originaltitel: Seven Lies. Empfohlen von 16 bis 99 Jahren. 1. Aufl. 2020.
Buch (kartoniert)
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Mit einer kleinen Notlüge fängt alles an. »Natürlich passt ihr gut zusammen, du und Charles«, versichert Jane ihrer besten Freundin Marnie, auch wenn sie deren Verlobtem gegenüber insgeheim größtes Misstrauen hegt. Doch eine Lüge zieht bekanntlich we … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Sieben Lügen
Autor/en: Elizabeth Kay

ISBN: 3785726694
EAN: 9783785726693
Psychothriller.
Originaltitel: Seven Lies.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
1. Aufl. 2020.
Übersetzt von Rainer Schumacher
Lübbe

28. Februar 2020 - kartoniert - 384 Seiten

Beschreibung

Mit einer kleinen Notlüge fängt alles an. »Natürlich passt ihr gut zusammen, du und Charles«, versichert Jane ihrer besten Freundin Marnie, auch wenn sie deren Verlobtem gegenüber insgeheim größtes Misstrauen hegt. Doch eine Lüge zieht bekanntlich weitere nach sich, und schon bald ist das Verhältnis der drei unwiederbringlich vergiftet. Stück für Stück gerät die Situation außer Kontrolle. Aus Unbehagen wird Verdacht, aus Verdacht Gewissheit - und aus Freundschaft eine tödliche Falle ...

Das atemberaubende Thriller-Debüt einer faszinierenden neuen Erzählstimme aus England

Portrait

Elizabeth Kay arbeitet unter einem anderen Namen für einen großen britischen Verlag. Zusammen mit ihrem Ehemann lebt sie in London. Ihr Debütroman Sieben Lügen löste eine internationale Bieterschlacht um die Übersetzungs- und Filmrechte aus.


Pressestimmen

"Eine wahrhaftig raffiniert aufgebaute Story mit heimtückischen Wendungen." Buchmedia Magazin, 03.2020
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg
Spannender Thriller
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 11.03.2020
Was für ein spannender Thriller. Vom ersten bis zum letzten Satz hat die Handlung mich gefesselt. Die Autorin schafft es, die Spannung durch das ganze Buch hindurch zu halten. Dabei kommt dieser Thriller ohne Gewalt und Blutvergießen aus. Die komplette Handlung wird in der ich-Form erzählt, was das Ganze noch realistischer erscheinen lässt. Ein tolles Thriller-Debüt.
Bewertungen unserer Kunden
Ein ruhiger, tiefgründiger Psycho-Thriller über Freundschaft, Abhängigkeit, Lüge
von Fernweh_nach_Zamonien - 08.05.2020
Inhalt: Marnie und Jane sind seit ihrer Schulzeit die engsten Freundinnen und nur im Doppelpack zu haben. Selbst Familientragödien und Schicksalsschläge scheinen der Freundschaft nichts anhaben zu können. Bis Traumprinz Charles in Marnies Leben tritt und die Freundschaft der jungen Frauen bröckelt. Eine kleine und harmlose Notlüge Natürlich, ihr passt gut zusammen! zieht die nächste nach sich bis sich Jane vor lauter Eifersucht in einem Geflecht aus Lügen verstrickt und die Situation nicht mehr kontrollieren kann. Ein gefährlicher Strudel aus Lügen und Misstrauen mit tödlichen Folgen. Mein Eindruck: Dem Buchtitel entsprechend ist die Geschichte in sieben Abschnitte unterteilt. In jedem von ihnen wird eine von Janes Lügen offenbart und der neugierige Leser so immer tiefer in die Abgründe hineingezogen. Aber die Story funktioniert nicht nur durch diese Aufteilung sondern besonders durch Janes Art zu erzählen: aus ihrer Perspektive in der Ich-Erzählung immer wieder per Du an eine unbekannte Personen gerichtet. Warum und an wen erfährt der Leser erst zum Schluss. Janes Freundschaft zu Marnie ist geprägt von Einseitigkeit und Abhängigkeit. Ihre Einsamkeit, Eifersucht, die Lügen und ihr Wahn, der mit jedem Abschnitt immer konkreter wird, vergiftet die Freundschaft immer weiter. Die Autorin gibt der Gestaltung der Charaktere viel Raum und lässt dadurch auch Vergangenheit, Vergleiche und Entwicklung der Personen zu. Hierdurch leidet hin und wieder die Spannungskurve, aber ihr Vorgehen ist wichtig, um die Hintergründe und Janes Besessenheit zu verstehen. Auch die Tatsache, dass keiner der Charaktere sonderlich sympathisch ist, ist ungewöhnlich, passt aber perfekt zur Handlung. Jane ist ebenso wie Marnie manipulativ und regelrecht besessen. Auch Charles ist ein wahres Eckelpaket. Wer einen blutigen und schockierenden Thriller mit durchgehender Spannung erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. Aufgrund der Leseprobe hatte auch ich mir zumindest mehr Spannung erhofft. Wer sich jedoch auf den psychologischen Aspekt und die vielschichtigen Nebenschauplätze (Alzheimer, Magersucht, Verlust und Tod) einlässt, den erwartet ein tiefgründiger und leiser Einblick in die Abgründe der menschlichen Psyche. Fazit: Ein faszinierender psychologischer Thriller, der stellenweise unter die Haut geht und schockiert - selbst wenn einige Wendungen vorherzusehen sind und die Spannung nicht durchgehend gehalten wird. Vielschichtig und tiefgründig ohne großes Blutvergießen liefert Sieben Lügen einen Blick in die menschlichen Abgründe. ... Rezensiertes Buch: Sieben Lügen aus dem Jahr 2020
Komplexer Psychothriller, der in die Abgründe der menschlichen Seele blickt
von duchessofmarvellousbooks - 30.04.2020
Selten habe ich mich so zwingen müssen ein Buch zu lesen wie dieses. Erst war ich Feuer und Flamme, da sich der Klappentext so gut anhörte, dann haben aber so viele dieses Buch förmlich zerrissen, sodass ich erst keine Lust darauf hatte. Aber ich bin froh, mir meine eigene Meinung gebildet zu haben, denn meine ist anders! Aber erstmal zum Inhalt: Mit dieser kleinen Notlüge fängt alles an. Natürlich passen du und Charles gut zusammen , versichert Jane ihrer besten Freundin Marnie. Doch dann läuft alles aus dem Ruder. Und zwar gewaltig. Denn eine Lüge zieht bekanntlich die nächste nach sich, und schon bald ist das Verhältnis der drei unwiederbringlich vergiftet. Aus Unbehagen wird Verdacht, aus Verdacht Gewissheit - und aus Freundschaft eine tödliche Falle ... Das Buch ist in sieben Abschnitte unterteilt. Jeder von ihnen erzählt die Geschichte wie es zu einer Lüge gekommen ist und ihre Folgen. Durch diesen Aufbau wird die Neugier sehr gesteigert. Auch die etwas andere Erzählform ist interessant. Die Handlung wird überwiegend aus der Ich-Perspektive von Jane erzählt, wobei diese sich immer wieder direkt an eine unbekannte Person wendet. Die Erzählung wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Das ist manchmal etwas verwirrend, aber so lernt man die Charaktere besser kennen. Bei diesem Thriller liegt ganz klar die Konzentration auf der Psychologie des Menschen. Es ist eher ein tiefgründiger, dunkler Psychothriller, der den Fokus auf die Abgründe der menschlichen Seele legt. Die Autorin zeigt auf, wie die Beziehung zwischen den Protagonisten durch äußere Einflüsse beeinflusst wird, dass die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst und wie schnell sich Liebe in Obsession verwandeln kann und vor allem wie gefährlich Lügen sind. Auch dass man irgendwann selbst die Lüge glaubt und wie verschieden Wahrheiten aufgefasst wird. Das war sehr faszinierend. "Eine gut erzählte Lüge wird zur Wahrheit." Fazit: Die Schwächen des Buches sind an einigen Stellen die fehlende Spannung, es ist etwas langatmig, die Autorin verliert sich öfters in Details und das offene Ende. Trotzdem ist das Buch gut. Es besticht durch Einzigartigkeit und Realitätsnähe und behandelt schonungslos viele wichtige Themen wie etwa Freundschaft, Obsession, die Gefahren von Social Media, Alzheimer, Magersucht, Traumata; Liebe und Tod. Wer gerne psychologische Thriller liest, die tiefsinnig sowie wenig blutig sind, einem die Abgründe der menschliches Selle vor Augen führt und vielschichtige Probleme behandelt wird sich von diesem Roman gut unterhalten fühlen.
von luciebookworld - 27.04.2020
Inhalt: Jane und Marnie sind beste Freundinnen - und unter Freunden kann man doch ehrlich sein, oder? Doch um ihre Freundschaft zu retten, fängt Jane an Lügen zu spinnen. Die eine zieht die andere nach sich und irgendwann wird es zu einem tödlichen Spinnennetz, aus dem es augenscheinlich kein Entkommen gibt¿ Meinung: Das Buch ist in sieben Abschnitte unterteilt. Jeder von ihnen beinhaltet die Geschichte, die zur jeweiligen Lüge führt. Diesen Aufbau finde ich sehr gelungen, da er meine Neugier steigern konnte. Auch die gewählte Erzählform hat mein Interesse geweckt. Die Handlung wird überwiegend aus der Ich-Perspektive von Jane erzählt, wobei diese sich immer wieder direkt an eine andere Person wendet. Somit wirkt es so, als würde sie die Geschichte jemanden mitteilen. Der Schreibstil hat diese besondere, eher unkonventionelle Erzählweise gut und fließend in die Geschichte eingebunden, so dass das Leseerlebnis dadurch nicht gestört wurde. Die Handlung des Buches finde ich grundsätzlich sehr interessant. Jede Lüge hat eine Geschichte und zeigt durch diese die gefährlichen Abgründe der menschlichen Psyche auf - und dies so realistisch, dass mir manchmal die Luft weggeblieben ist. Die Geschichte entfaltet sich gezielt und besitzt durchweg einen roten Faden, der schlüssig konstruiert ist. Auch die Details der Handlung waren gut durchdacht und haben mich mehr als einmal zum Nachdenken gebracht. Letztere haben zusammen mit dem Konstrukt aus Nebenhandlungen überwiegend zu dem erschreckend realitätsnahen Leseerlebnis beigetragen. Es ist also nachvollziehbar wenn ich sage, dass ich auf der einen Seite von der Handlung begeistert war. Auf der anderen Seite ist mir im Verlauf der Geschichte dann aber leider eine, für mich, große Schwäche ins Auge gefallen: Die fehlende Spannung. Zu Beginn des Buches gibt es einen kleinen Spannungsbogen. Danach scheint es so, als hätte die Autorin fast ganz auf die Spannung verzichtet. Nach ungefähr der Hälfte des Buches war meine Neugier auf das Ende der Geschichte fast nicht mehr vorhanden und ich musste mich teilweise dazu zwingen weiterzulesen. Das hat das Leseerlebnis in der ganzen zweiten Hälfte des Buches negativ beeinflusst. Diese Enttäuschung wurde leider nur ein wenig durch die solide Ausarbeitung der Protagonisten gelindert. Vor allem Jane konnte mich da überzeugen. Ihr Gedankenfluss erscheint zwar manchmal simpel, ist dennoch bei genauerem Hinsehen komplex - genau wie ihr Charakter. Die Autorin hat sich an dieser Stelle bemerkbar viel Mühe gegeben, was sich in der Authentizität von Jane widerspiegelt. Die anderen Charaktere wurden meiner Meinung nach aber leider etwas vernachlässigt. Sie spielen zwar für die Handlung eine große Rolle, dennoch erscheinen sie eher blass. Dies kann natürlich aber auch gezielt von der Autorin gewollt sein, weil wir die Geschichte ja durch Janes Augen erleben. Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch durch seine Einzigartigkeit und Realitätsnähe begeistern konnte. Dennoch besitzt es auch Schwächen, wie zum Beispiel die überwiegend fehlende Spannung, die schwer ins Gewicht fallen. 3,5/5
Leider ohne Spannung und mit zu viel Details
von vibresbuecherwelt - 15.04.2020
Meinung / Schreibstil: Wie schön ist dieses Cover bitte? Ich finde es wirklich sehr toll und war direkt hin und weg. Nachdem mich auch noch der Klappentext angesprochen hat, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Leider hat sich für mich nicht wirkliche Spannung aufgebaut. Von Beginn an wurden Dinge bis ins kleinste Detail beschrieben, was die Szenen wirklich unnötig in die Länge zog. Ebenfalls waren mir die Kapitel zu durcheinander. Es gab meiner Meinung nach keinen roten Faden und es wurde zu viel hin und her gesprungen. Zudem fand ich die Handlungen von der Protagonistin teilweise etwas unglaubwürdig bzw. unüberlegt und auch die Personen an sich wurden leider sehr flach gehalten. Jane war mir leider auch sehr unsympathisch und ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen. Ich habe sie als sehr unreif empfunden und wurde einfach nicht mit ihr warm. Marnie war für mich eine durchschnittliche Frau ohne richtige Tiefe oder speziellen Eigenschaften. Das Ende kam sehr abrupt, obwohl vorher alles unnötig viel beschrieben wurde. Es wurde sehr schnell abgewickelt und ich hatte keine Zeit das Buch richtig abzuschließen. Auch das Ende an sich war, meiner Meinung nach, ziemlich geschmacklos. Die Idee an sich fand ich nicht schlecht, allerdings wurde das Potenzial nicht komplett ausgeschöpft. Fazit: Für mich auf keinen Fall ein Thriller. Sehr langatmig, zu viele Details und ohne Spannung. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.
Wer solche Freunde hat...
von Prinzeras-Zeilenreisen - 21.03.2020
Das Buch Sieben Lügen habe ich mir als Ebook bei Netgalley angefordert, da es mir vom Cover richtig gut gefallen hat. Ich habe den Klappentext nicht vorher gelesen, sondern wusste nur, durch Bookstagram, dass es sich um einen Thriller handelt. Ich habe ja erst vor Kurzem wieder angefangen Thriller zu lesen und bin deshalb in diesem Genre noch nicht ganz so tief verwurzelt. Da ich aber mehr Thriller lesen möchte, habe ich mich sehr gefreut, dass Netgalley meine Anfrage bestätigt hat. Wie schon erwähnt, habe ich mir das Buch vor allem aufgrund des Covers angefordert. Ich mochte diese Farbgebung total gerne. Das Cover ist, abgesehen von der grün-blau-grauen Marmorierung sehr schlicht gehalten, wie für ein Buch dieses Genres passend. Als physisches Buch, schimmert dieser Farbverlauf sogar etwas. Die Hauptaspekte des Buches spielen sich vor allem in den Wohnungen der Protagonisten ab. Die Umgebung wird zwar beschrieben aber nur leicht, da diese für die Geschichte an sich auch absolut unerheblich ist. In den Momenten, in welchen die Umgebung wichtig für die Handlung ist, wird diese natürlich genauer erläutert. Das Buch ist geschrieben, als würde die Hauptprotagonistin, Jane, diese jemandem erzählen. Wieso dies der Fall ist, erklärt sich gegen Ende des Buches und als ich es erfahren habe, fand ich es extrem passend. Man erfährt alles was in Janes Kopf vor sich geht und auch wenn das teilweise etwas verquere Gedanken sind, kann man dadurch richtig eintauchen und fühlt sich beinahe selbst als Täter . Von den Gefühlen der anderen Personen erfährt man dementsprechend nur aus Janes Sicht und auch nur das, was sie dazu denkt und bemerkt. Ich habe mir am Anfang schwer getan, die Geschichte komplett zu verstehen, da es keinen linearen Erzählstrang gibt, sondern immer wieder Zeitsprünge in die Vergangenheit oder auch in die Zukunft. Hier brauchte ich erst ein wenig, bis mir klar war, in welcher Zeit die Geschichte nun tatsächlich spielt. Das hat sich dann aber eingespielt und ich war ab diesem Zeitpunkt tatsächlich im Geschehen drin. Jane ist eine Persönlichkeit, für die ich teilweise Verständnis aufbringen kann, teilweise würde ich jedoch sagen, ist sie aber, durch ihre Kindheit vermutlich, psychisch unzurechnungsfähig und sehr labil. Marnie im Gegenzug dazu, ist eine Person, welche mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht und genau weiß was sie will. Sie lebt ihr Leben, ist selbstständig, mutig und sich ihre Taten vollends bewusst. Leider ist sie auch etwas naiv und in manchen Aspekten etwas zu vertrauenswürdig. Ich muss jedoch sagen, dass ich vermutlich in vielen Aspekten genauso gehandelt und geglaubt + vertraut hätte wie sie. Das fand ich dann sogar etwas beängstigend, denn ich könnte genauso an Marnies stelle stehen und würde nichtsahnend in mein Unglück laufen. Die Autorin Elizabeth May hat es geschafft, dass ich schon nach den ersten Seiten komplett an das Buch gefesselt war. Dies hat sich bis zur Hälfte auch nicht verändert. Danach fand ich den Thriller leider etwas langatmig und es passierte nicht mehr viel Unerwartetes. Das Ende hatte dann aber nochmal richtig Pfiff und hat mich atemlos zurückgelassen. Fazit: Ich kann für diesen Thriller eine Leseempfehlung aussprechen, muss jedoch sagen, dass es nicht so viele Plot Twists in der Handlung gibt, wie man sie von diesem Genre vielleicht erwarten würde. Ich mochte das Buch jedoch trotzdem super gerne und fand es sehr spannend.
Spannender Thriller
von Kupfis Bücherkiste - 15.03.2020
Ist es wert, eine Freundschaft aufs Spiel zu setzen? Wieviel Lügen verträgt eine Freundschaft? Die Freundschaft zwischen Jane und Marnie verträgt diese Lügen nicht. Denn was mit einer Notlüge anfing, endet in einer Katastrophe. Jane und Marnie sind seit Schulzeiten eng befreundet, und kennen sich bis ins letzte Detail. Sie teilten die erste Liebe, die erste gemeinsame Wohnung, und alle ihre Geheimnisse. Bis Jane die erste Notlüge ausspricht: sie spricht sich für Charles aus, der mit Marnie zusammen ist. Dabei kann Jane Charles absolut nicht ausstehen. Das Verhältnis des Dreiergespanns wird immer schlechter, bis Marnie sogar Jane aus der Wohnung wirft. Jane fühlt sich zurück gesetzt, und mag nicht akzeptieren, dass sie in dieser Freundschaft das fünfte Rad am Wagen ist. Dieses Gefühl kennt sie bereits aus ihrer Familie, wo die Mutter sich immer um die jüngere Schwester gekümmert hat, und der Vater die Familie im Stich lies. Jane klammert sich an Marnie, denn für sie ist ihre beste Freundin alles, was sie noch hat. Marnie kann diese Gefühle aber nicht erwidern, und versucht ihre beste Freundin auf Abstand zu halten, damit sie ihr eigenes Leben leben kann. Mit tragischen Konsequenzen, die beinahe ein zweites Menschenleben fordert. Das Thriller-Debüt von Elizabeth Kay hat mich bis zum Schluss begeistert. Aus der Perspektive von Jane erzählt, wird der Leser durch die sieben Lügen geführt, die die Freundschaft zwischen Jane und Marnie belasten. Jane versucht zu erklären, wie eine Lüge auf der anderen aufbaut, und sie sich gezwungen gefühlt hat, Marnie mit ihren Notlügen zu steuern, um sie als beste Freundin zu behalten. Selbst als die Freundschaft zerbrochen ist, glaubt sie noch an eine Rückkehr Marnies, die aber schockiert von ihrer Freundin abgerückt ist. Die Autorin Elizabeth Kay erschafft mit Jane eine sehr tragische Figur, die ihren Vater an eine andere Frau verloren hat. Die Mutter versinkt in ihrer Demenz, die Schwester kämpft mit schwerwiegenden Essstörungen. Ihr eigener Mann kommt bei einem tragischen Unfall ums Leben, dessen Tod sie nie richtig verwunden hat. Für Jane ist Marnie der letzte Bezugspunkt, den sie noch hat, und teilt entsprechend ungern. Als sich die Chance bietet, räumt sie Charles ein für alle mal aus dem Weg. Jeder Störfaktor, sei es die Journalistin Valerie, die Jane auf die Schliche kommt, oder Familienmitglieder, müssen aus dem Weg geschafft werden. Als Marnie die wahre Persönlichkeit Janes entdeckt, ist sie entsetzt, und gleichermaßen machtlos. Kay hat hier eine Welt erschaffen, die gruseliger nicht sein könnte. Es ist ein Ausflug in eine psychologische Störung, die seines gleichen sucht. Und doch habe ich mit Jane mitgefühlt, habe sie verstanden, auch wenn ich ihre Taten nicht für gut heiße. Jane und ihre Schwester haben nie die Dämonen der zerbrochenen Familie verwinden können, und gehen ihren - wenn auch grausamen - Weg. Die Erzählperspektive, die Janes Sichtweise der Geschichte erzählt, ist für mich persönlich sehr gut gewählt. Es ist eine Geschichte über die Tragik von psychologischen Krankheiten, deren Brisanz im Alltag immer wieder gefunden werden können, deren Notlügen nie zielführend sind. Für mich eines meiner Jahreshighlights! Übrigens: Bastei Lübbe hat auch beim Cover nicht gekleckert: In grün-silber-blau-Tönen gehalten, die wie Glitzerlack schimmern, ist das Buch ein absoluter Hingucker.
Keine Lüge ist harmlos!
von HeckenHexe - 13.03.2020
Es gibt den Spruch: "Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde!", was dieser Roman eindrucksvoll beweist. Dieser Romandebüt von Elizabeth Kay erzählt über die jahrelange Freundschaft von Jane und Marnie Gregory, die schon in der Schulzeit beginnt, die Studienzeit, die erste gemeinsame Wohnung. Jane erzählt, wie sie die große Liebe findet, heiratet und bald darauf zur Witwe wird. Wie sie sich abschottet, um ihre kranke Schwester sorgt und jeden Samstag ihre an Demenz erkrankte Mutter. Worauf sich ihre Freundschaft zu Marnie aufbaut, dass sie Alles für sie tun würde und getan hat. Sie klammert sich an ihre Freundschaft zu Marnie, die als Influenzerin Karriere macht und ihre große Liebe in Charles findet. Als Marnie Jane fragt, ob Charles und sie füreinander geschaffen sind beantwortet Jane die Frage mit der Lüge "Ja". Denn sie mag ihn gar nicht, Jane hasst ihn sogar und lässt kein gutes Haar an ihm. Nur gegenüber Marnie traut sie sich nicht, bis Marnie und Charles von ihrer Hochzeitreise wieder zu Hause sind. Nach und nach erfährt der/die Leser*in mehr über die Freundinnen und warum auch Marnie bald Witwe wird. Wie beinahe die Wahrheit ans Licht kommt. So düster, wie das Cover wirkt, so beklemmend wirkt dieser Roman auf mich. In einigen Momenten kam ich mir wie eine Art Mitwisser vor und ich hätte mir ein gerechteres Ende gewünscht. Auf jeden Fall ein außergewöhnliches Debüt, das neugierig auf mehr macht.
von Happymountain - 06.03.2020
Das Buch von Elizabeth Kay sprang mir - wie es so oft passiert - durch das interessante Cover ins Auge. Im Buch selbst geht es um Jane und ihre beste Freundin Marnie. Jane, die auch als Erzählerin des Romans fungiert, ist eine sehr interessante Figur. Während des Lesens haben sich meine Gefühle ihr gegenüber mehrfach gewandelt: von Mitleid, über Gleichgültigkeit bis hin zu Abscheu. Wieso erzähle ich euch natürlich nicht, da ich hier den interessierten Noch-nicht-aber-bald-Lesern nicht vorgreifen möchte. ;-) Das Buch hat eine clevere Aufteilung in drei Abschnitte, die die sieben Lügen des Titels beinhalten. Begonnen hat es mit Lüge Nummer eins, einer Notlüge: Ja, ihr seid ein tolles Paar. Ich denke, eine Lüge dieser Art könnte jedem von uns herausrutschen, wenn man eine Freundin nicht verletzen möchte oder gar Angst um die Freundschaft zueinander hätte. Genauso geht es Jane. Doch diese eine Lüge zieht immer weitere und schwerwiegendere Lügen mit sich. Jane spricht im Verlauf des Buchs zu uns Lesern und man wundert sich über diese direkte Ansprache. Sie macht das Buch aber auch besonders. Im zweiten Abschnitt drängte sich mir der Verdacht auf, dass Jane vielleicht doch eine andere Person anspricht, ob ich Recht hatte, müsst ihr selbst herausfinden. ;-) Der Schreibstil des Buchs ist ähnlich speziell wie die Freundschaft der beiden Frauen. Wirklich oft tauchen Sätze und Abschnitte auf, die ich enorm sprachgewaltig und feinfühlig fand. Jedes Wort saß und verlieh dem Gesagten eine große Bedeutung. Ich denke, Beispiele zeigen am besten, was ich meine: Ich hasste ihn. Ich hasste ihn auf eine allumfassende, brennende, biblische Art. Marnie ist das Licht, und ich bin die Dunkelheit. Dein Herz ist nun zwei Herzen geworden, und eines davon wird stets irgendwo anders schlagen. Die Trauer folgt keiner Logik. Es gibt schlicht Zeiten, in denen es erträglich ist, und dann ist sie es wieder nicht. Diese Sätze fand ich so kraftvoll und schön, dass ich sie beim Lesen aufgeschrieben habe. Für manche Leser mag der Roman so scheinen als gäbe es Längen. Ich jedoch empfand jedes Kapitel über die Vergangenheit, die Freundschaft, die Familie, die Partner als wichtig. Wichtig um Jane zu verstehen und das Bild, was sich uns zeigt Stück für Stück zusammenzusetzen. Auch wenn der vermeintliche Showdown recht früh im Buch erfolgt ist, so wurde es auch danach für mich nicht langweilig. Die Dynamik zwischen den beiden Frauen hat sich verändert und unterschwellig merkte ich die ganze Zeit eine Bedrohung, die über allem schwebte. Diese bedrückende Stimmung hat mich regelrecht durch die Seiten getrieben. Das Buch würde ich dabei trotzdem nicht als Thriller einstufen. Für mich ist es eher ein Psychogramm einer Freundschaft in Form eines psychologischen Spannungsromans. Das Ende gefiel mir gut und hat das Buch abgerundet. Nicht alles wurde dabei auserzählt. Für einige mag das vielleicht unbefriedigend sein. Ich jedoch empfand es als passend und würdigen Abschluss. Für alle Liebhaber von psycholgisch ansprechenden Büchern gibt es daher eine klare Leseempfehlung.
Eine perfekte Freundschaft?
von milkysilvermoon - 06.03.2020
18 Jahre sind Jane Black und Marnie Gregory nun schon enge Freundinnen. Seit der gemeinsamen Schulzeit verbringen die Engländerinnen regelmäßig Zeit zusammen und nehmen rege am Leben der jeweils anderen teil. In der schweren Zeit, als Jane ihren Mann Jonathan bereits kurz nach der Hochzeit verlor, war Marnie ihr eine Stütze. Nun ist es die beste Freundin, die glücklich liiert ist. Doch anstatt sich für Marnie zu freuen, beginnt Jane eine Kette von Unwahrheiten. Mit einer Notlüge fängt alles an: "Natürlich passen du und Charles gut zusammen , versichert Jane Marnie. Aber je mehr Jane sich in den Lügen verstrickt, desto mehr läuft aus dem Ruder - und zwar gewaltig¿ "Sieben Lügen" ist ein Thriller von Elizabeth Kay. Meine Meinung: Das Buch besteht aus 46 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Zudem ist es in neun Teile gegliedert: die sieben Lügen, "Die Wahrheit" und "Vier Jahre später". Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Jane - mit Ausnahme des letzten Teils. Sie wendet sich immer wieder an eine dem Leser unbekannte Person, die sie direkt anredet. Neben dem aktuellen Geschehen gibt es Rückblenden. Dieser Aufbau ist kreativ und sehr gut durchdacht. Der Schreibstil ist anschaulich, schnörkellos und - dank viel wörtlicher Rede - lebhaft. Der Einstieg in die Geschichte ist ziemlich direkt und fiel mir leicht. Echte Sympathieträger gibt es bei den Protagonisten für mich nicht. Im Mittelpunkt des Thrillers stehen die beiden Frauen. Es sind zwei interessante Charaktere, die mit ihren menschlichen Schwächen realitätsnah wirken. Schon nach wenigen Kapiteln verfestigt sich der Eindruck, dass mit Jane etwas nicht stimmt und sie wahrscheinlich seelisch instabil ist. Ihr psychischer Zustand lässt sich aber nicht so recht fassen. Auch bei Marnie kommen allmählich Zweifel auf, ob sie so perfekt ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Charles wird gar als arrogant, überheblich und egoistisch dargestellt. Thematisch deckt der Thriller so einiges ab. Es geht um Freundschaft und Liebe, aber auch um Demenz, sonstige physische, aber auch psychische Krankheiten, Unglücksfälle, Verlust, Trauer und andere dramatische Ereignisse. Dies macht das Buch tiefgründiger und abwechslungsreicher als erwartet. Ein kleines Manko ist für mich die Spannungskurve. Schon am Ende des ersten Kapitels, also sehr früh, erfährt der Leser, dass Charles sein Leben lassen musste. Damit wird die Neugier geweckt, wie es dazu gekommen ist. Die genauen Umstände sind jedoch bereits zur Mitte des Buches geklärt, wodurch das Tempo des Thrillers leider zwischenzeitlich spürbar nachlässt. Erst gegen Ende hin nimmt die Geschichte wieder deutlich mehr Fahrt auf. Im letzten Drittel gibt es noch Überraschungen und Wendungen, allerdings auch ein oder zwei Ungereimtheiten. Das Ende ist ein wenig offen gehalten, was mir gut gefallen hat, weil es zur Geschichte passt. Das geheimnisvolle Cover trifft meinen Geschmack. Erfreulich finde ich auch, dass sich der deutsche Titel so stark an der englischen Originalausgabe ("Seven Lies") orientiert. Mein Fazit: "Sieben Lügen" von Elizabeth Kay ist ein lesenswerter Psychothriller. Beim Spannungsaufbau schöpft die Geschichte zwar nicht ihr gesamtes Potenzial aus. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt.
Eine Kette aus Lügen, eine ungesunde Freundschaft und ein Todesopfer... 
von Hilal Türe - 04.03.2020
Selten liest man einen Roman, bei dem man direkt von der Hauptfigur angesprochen wird. In "Sieben Lügen" erzählt Jane aus der Ich-Perspektive und wendet sich unmittelbar an den Leser - nimmt man jedenfalls zuerst an. Schnell wird aber klar, dass Jane nicht zu dem Leser spricht, sondern ihre Geschichte einer ganz bestimmten Person erzählt, deren Identität erst gegen Ende gänzlich aufgeklärt wird.  Obwohl Jane einige recht vielschichtige Charakterzüge aufweist, konnte sie mich als Hauptfigur nicht wirklich überzeugen. Zu keinem Zeitpunkt konnte ich Sympathie für sie aufbringen. Ganz im Gegenteil wurde sie mit jedem weiteren Detail aus ihrem Leben und ihrer Gefühlswelt zunehmend nervenzermürbender, so dass man es irgendwann leid war, ihrer verzerrten Wahrnehmung zu folgen. Dass mit ihr so Einiges nicht stimmt, erkennt man bereits in den Anfängen. Auch Marnie ist keine Figur, der man Sympathie entgegenbringen könnte. Sie ist oberflächlich, egoistisch und nutzt Janes Zuneigung und Wohlwollen ihr gegenüber völlig aus. Im Grunde genommen kann man als Leser nur erwarten, dass bei dieser ungesunden Freundschaft das Unheil seinen Lauf nimmt.  Als es dann zu einem Todesfall kommt, baut sich endlich der lang ersehnte Spannungsbogen auf. Janes Lügengebäude  scheint in sich zusammen zu fallen, was den Leser mitfiebern lässt, ob und wie sie sich aus diesem Wirrwarr entwinden wird. Insbesondere als sich eine neugierige sensationsgierige Reporterin an Jane hängt und nach der Wahrheit forscht, nimmt die Story richtig Fahrt an. Auf einen spektakulären Knall wartet man dann jedoch vergebens. Was mich ganz besonders gestört hat, war der rasante Abschluss ohne logische Konsequenzen, die nun am Ende hätten folgen müssen. Kay beweist hiermit, dass ein Thriller auch auf ruhige Art und Weise nervenaufreibend sein kann. Spannung kommt hier allerdings spät auf, um dann am Ende plötzlich und sinnlos zu verpuffen. Der Abschluss dieser eigentlich vielversprechenden Story wirkt erzwungen und lieblos, was mir insgesamt ein eher unbefriedigendes Leseerlebnis beschert hat. Damit bleibt der Thriller m.E. völlig hinter seinem Potential zurück.  Fazit: "Sieben Lügen" ist eher ein durchschnittlicher Psychothriller mit vielversprechender Geschichte zwar, aber nicht ganz durchdachtem Verlauf und mäßigen Spannungsmomenten. Kays Werk ist allenfalls im Hinblick auf die Darstellung der Psyche einer gestörten labilen Person interessant zu lesen, kann aber auch nicht mit Authentizität punkten.
Alles für die Freundschaft
von liesmal - 01.03.2020
"Sieben Lügen" sind es, die Elisabeth Kay zum Thema eines Psychothrillers macht. Erschienen ist das Buch bei Lübbe. Seit Kindertagen sind Jane und Marnie die besten Freundinnen. Nichts und niemand kann diese Freundschaft trennen, dieser Meinung waren sie beide¿ Jane erzählt ihre Geschichte. Ich fühle mich persönlich angesprochen, aber spricht sie wirklich mit mir? Zunächst ist es nur eine kleine Lüge, eher eine Notlüge, mit der die Freundin nicht beunruhigt werden sollte. Aber irgendetwas läuft quer - anders als erwartet. Schon bald scheint es, als hätte Jane große psychische Probleme. Nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl, dass etwas Licht ins Dunkel kommt und dass ich vielleicht einen Hauch von Idee bekomme, wie sich alles entwickelt. Aber die Autorin versteht es, mich immer wieder zu verwirren. Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich bei diesem Buch keine Gänsehaut bekomme. Was aber nichts über die Qualität der Geschichte aussagen soll, denn die gefällt mir wirklich richtig gut und zeigt, dass es nicht wichtig ist, dass in einem Thriller das Blut fließen muss. Spannung geht auch anders! Es gibt immer wieder auch tolle Zitate, die mit der Geschichte nicht unbedingt zu tun haben. Und Janes Familiengeschichte hat mich richtig berührt und ergriffen.
Abgründig
von Sago - 01.03.2020
"Sieben Lügen" ist ein raffiniert konstruierter Psychothriller, der sich zu Beginn viel Zeit nimmt, zum Ende hin allerdings zu schnell zu einem durchaus überraschenden Ende kommt. Spannung und Faszination können daher nicht auf dem hohen Startniveau gehalten werden. Schade, dass sich die Autorin zum Schluss zu sehr beeilt hat. Ich-Erzählerin Jane ist seit ihrer Kindheit eng befreundet mit der attraktiven Marnie. Als Jane ihren Mann Jonathan früh verliert, wird Marnie erneut zum Zentrum von Janes Universums. Doch Marnie hat nun ihrerseits Charles kennen- und lieben gelernt. Dumm nur, dass Jane Charles absolut nicht sympathisch findet. Schon früh verrät uns Jane, dass das für Charles nicht gut enden kann¿ Wie viele Bücher des Genres lebt der Roman von einer instabilen Protagonistin, deren Wahrnehmung die Sicht der Dinge prägt. Ist Charles tatsächlich ein derartiges Ekel? Was fasziniert Jane bloß derartig an der ichbezogenen Marnie, welche Geheimnisse hütet Janes Familie? Und wen spricht sie in ihrer Erzählung immer wieder direkt an, ein potentielles Opfer? Die Schilderung Janes fand ich besonders virtuos. Kann sie zunächst noch viele Sympathiepunkte sammeln, spürt man als Leserin bald, dass bei ihr etwas ziemlich im Argen ist. Aus schleichendem Misstrauen wird erst allmählich Gewissheit. Dennoch konnte ich mich der unwillkürlichen Reaktion, mit Jane mitzufiebern, nicht entziehen. "Sieben Lügen" ist nicht nur der Titel, sondern auch die äußerst raffinierte Konstruktion der Story. Mit jeder Lüge, die Jane Marnie erzählt, nähern wir uns dem Abgrund ein wenig mehr. Sprachlich bewegt sich der Roman auf wunderbar hohem Niveau. Immer wieder stößt man auf Sätze, die man sich notieren möchte. Hätte sich die Autorin nur für das Ende mehr Zeit genommen und den Epilog etwas überzeugender gestaltet, es hätte zweifellos für fünf Sterne gereicht. Wer eher psychologischen Thrill als brutale Action sucht, ist hier goldrichtig. Auf jeden Fall werde ich Ausschau nach weiteren Büchern aus der Feder von Elizabeth Kay halten.
von Ladybug - 01.03.2020
Mit dieser kleinen Notlüge fängt alles an. Natürlich passen du und Charles gut zusammen , versichert Jane ihrer besten Freundin Marnie. Doch dann läuft alles aus dem Ruder. Und zwar gewaltig. Denn eine Lüge zieht bekanntlich die nächste nach sich, und schon bald ist das Verhältnis der drei unwiederbringlich vergiftet. Aus Unbehagen wird Verdacht, aus Verdacht Gewissheit - und aus Freundschaft eine tödliche Falle ... Ein wunderschön gestaltetes Cover, das allerdings noch keinen Hinweis auf die Geschichte gibt, ziert diesen Psychothriller von Elisabeth Kay, der mich von Beginn an gefesselt hatte. Das Buch ist in sieben Abschnitte gegliedert, jeder Abschnitt steht für eine Lüge von der Hauptprotagonistin Jane! Durch die hervorragende Schreibweise der Autorin fühlte ich direkt mit Jane, der mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer wurde. Jane sprach einen direkt an und ich hatte immer das Gefühl, sie erzählte mir von ihren Gefühlen und Gedanken. Das Ende rundete diesen Psychothriller perfekt ab, lediglich zwei Handlungen im Laufe der Geschichte fand ich etwas unverständlich. Mein Fazit: Mir hat dieser Psychothriller gut gefallen und aufgrund des tollen Schreibstils absolut gefesselt. Ein empfehlenswertes Debüt der Autorin für alle Liebhaber von Psychothriller.
Ein Thriller ohne Thrill
von heinoko - 27.02.2020
Warum fällt mir bei diesem Buch als erstes ein, dass es ein großartiges Cover trägt? Schwarz, Silber und blaugrüne Farbschlieren. Nichts aussagend, aber irgendwie gelungen. Die Handlung kann man, ohne zu spoilern, ganz schnell erzählen. Jane und Marnie sind von Kindesbeinen an beste Freundinnen, unzertrennliche Freundinnen, bis ins Erwachsenenalter hinein. Als Marnie heiratet, greift Jane zu ihrer ersten Notlüge. "Natürlich passen du und Charles gut zusammen," versichert sie ihrer Freundin Marnie. Bei dieser Lüge bleibt es jedoch nicht. 370 Seiten lang fragte ich mich beim Lesen, was ich von diesem Buch halten soll. Ich überlegte, ob mir Theorie weiterhelfen kann. Das Buch trägt die Bezeichnung "Thriller". Ein Thrill bedeutet Nervenkitzel, und zwar in der Regel durch Bedrohung des einen oder anderen Protagonisten. In einem wirklich gut geschriebenen Thriller nimmt die Bedrohung quasi die Handlung in die Hand, so entsteht ein echter Pageturner. Spätestens wenn man die Definition genauer betrachtet, sind Zweifel angebracht, was das vorliegende Buch betrifft. Denn einen Nervenkitzel hat dieses Buch bei mir wirklich nicht ausgelöst. Auch wenn es sich flüssig und streckenweise auch spannend lesen ließ. Allerdings eben ohne Thrill. Bei Amazon steht immerhin sehr viel passender "Psychothriller" als Genre-Bezeichnung. Und hier bedeutet die Definition, dass die Spannung weniger durch Taten, als vielmehr durch Gefühle wie Bedrohung, Erschrecken, Irritation hervorgerufen wird. Es wird eine Erwartungshaltung beim Leser aufgebaut, die jedoch völlig überraschend in die Irre geleitet wird. Die Perspektive im Psychothriller ist in der Regel die des Opfers, dessen Wahrnehmung der Machtlosigkeit den eigentlichen Thrill beim Leser auslöst. Diese Bezeichnung ist für das vorliegende Buch stimmiger, aber nur halbherzig, denn - wie bereits gesagt - der Thrill fehlt. Es werden pathologische Beziehungen geschildert, kranke Verhaltensweisen, ohne sie tiefenpsychologisch ernsthaft zu begründen. Die Handlung ist vorhersehbar, sie bietet keine wirklichen Überraschungen. Letztlich watet man 370 Seiten lang anhand durchaus feinsinniger Beobachtungen durch eine Nabelschau der Protagonistin. Ja, das Buch ist wie das Cover: Gut gestaltet, aber nichts aussagend.
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