Gute Idee, aber leider nicht überzeugend umgesetzt. Nicht mein Fall
Im Mittelpunkt steht Millie, die seit der Silvesternacht, in der ihre lebensfrohe Schwester vergewaltigt wurde, völlig verändert ist. Während ihre Schwester kaum noch wiederzuerkennen ist, entwickelt Millie einen tiefen Hass auf Männer - zumindest auf jene, die Frauen Gewalt antun. Aus Ohnmacht wird Wut, aus Wut wird ein Rachefeldzug.Sie gründet eine Hotline, bei der Mädchen und Frauen anrufen können, wenn sie Probleme mit einem Typen haben. Millie fährt los, holt sie ab und sorgt dafür, dass ihnen nichts passiert. Doch irgendwann reicht ihr das nicht mehr. Für sie gibt es zu viele "schlimme Kerle", die ungestraft davonkommen. Also beginnt sie, selbst zur Täterin zu werden. Ihr eigentliches Ziel bleibt dabei stets, den Vergewaltiger ihrer Schwester zu finden und sich an ihm zu rächen.Der Grundgedanke der Geschichte ist definitiv stark und bietet viel Potenzial. Leider konnte mich die Umsetzung nicht wirklich packen. Die Handlung hat mich emotional nicht abgeholt und an manchen Stellen habe ich mehrmals den Kopf schütteln müssen - vor allem darüber, wie lange Millie scheinbar unentdeckt bleibt. Dass die Polizei ihr nicht früher auf die Spur kommt, erschien mir wenig glaubwürdig.Auch ihre beste Freundin Nina, die immer loyal an ihrer Seite steht, konnte für mich nicht viel zur Tiefe der Geschichte beitragen.Insgesamt war es leider nicht mein Fall. Die Idee hinter der Geschichte ist interessant, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Natürlich ist das nur meine persönliche Meinung - vielleicht spricht das Buch andere Leserinnen und Leser deutlich mehr an.