Eine etwas andere Liebesgeschichte, flott erzählt.
Zunächst einmal möchte ich das Cover loben. Auch nach dem Lesen des Buches finde ich es sehr gelungen. Ein nachdenklicher Junge, der an eine graue Betonwand lehnt. Ein bisschen bildgewordene Prämisse. Außerdem ist die Schriftgröße angenehm.Doch was nützte das, wenn der Inhalt nicht stimmt? Der Autor nimmt den Leser mit an den Rand der Gesellschaft, und beschönigt dabei nichts, nicht einmal die Protagonisten. Die sind nicht super schön, und auch sonst nicht außergewöhnlich, dafür aber sehr unterschiedlich.Mike, ein verkappter Schwuler, der dies durch nach außen gezeigten Schwulenhass verbirgt, und der sensible Jonas, der immer wieder mit jenem aneinandergerät. Die Geschichte wird rasant erzählt, auch das erste Mal der beiden geht entsprechend schnell. Ob das in der Realität so passieren könnte? Menschen sind unterschiedlich, also warum nicht.Die beiden kommen sich näher, verheimlichen ihr Verhältnis auf Mikes Bestreben hin natürlich, haben auch sonst sehr unterschiedliche Ansichten von Partnerschaft. Selbst Mike Sichtweise ist einleuchtend, besonders, nachdem der Vater vorgestellt wurde.Aber ich will den Inhalt nicht verraten!Mein Fazit: Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, und am Ende möchte ich unbedingt wissen, wie es mit Mike und Jonas weitergeht!Der Autor hält sich weder mit Beschreibungen noch mit inneren Monologen auf, es entstehen keine Bilder im Kopf, die Umgebung bleibt unklar. Die Handlung steht im Mittelpunkt, wird in schnellem Tempo erzählt.Mir gefällt dieser Stil, ist mal was völlig anderes.Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.