Die Rache der Polly McClusky

Roman. Originaltitel: She Rides Shotgun. 1. Auflage. Großformatiges Paperback. Klappenbroschur.
Buch (kartoniert)
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Vater und Tochter auf der Flucht: "Jordan Harpers Sätze treffen mit der Wucht einer Shotgun" - Los Angeles Magazine
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Produktdetails

Titel: Die Rache der Polly McClusky
Autor/en: Jordan Harper

ISBN: 3550081502
EAN: 9783550081507
Roman.
Originaltitel: She Rides Shotgun.
1. Auflage.
Großformatiges Paperback. Klappenbroschur.
Übersetzt von Conny Lösch
Ullstein HC

23. Februar 2018 - kartoniert - 288 Seiten

Beschreibung

Vater und Tochter auf der Flucht: Jordan Harpers Sätze treffen mit der Wucht einer Shotgun Los Angeles Magazine

Polly McClusky ist elf und eigentlich zu alt für den Teddybär, den sie überallhin mitnimmt, als überraschend ihr Vater Nate vor ihr steht. Der ist aus dem Gefängnis ausgebrochen, um Polly das Leben zu retten. Denn auf Polly ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Nate hat sich im Knast einen mächtigen Feind gemacht: die Gang Aryan Steel hat ihn und seine Familie zu Freiwild erklärt. Nates Exfrau wurde bereits getötet, Polly ist die Nächste auf der Liste. Auf der Flucht durch Kalifornien werden Vater und Tochter zu einem starken Team. Nates Kampftraining macht aus dem schüchternen Mädchen einen selbstbewussten Fighter. Und durch Pollys Scharfsinn halten sie den Vorsprung vor ihren Verfolgern. Bald ist Nate jedes Mittel recht, damit Polly wieder ein Leben ohne Angst führen kann. 

"Ergreifendes Porträt einer Vater-Tochter-Beziehung, umzäunt von Stacheldraht." Booklist

Ein junger Autor, der nur noch kurze Zeit unter dem Radar bleiben wird. Jordan Harper schlägt ein wie das sanfte Brennen eines Schluck Whiskeys. Huffington Post

Ausgezeichnet mit dem Edgar Award in der Kategorie Best First Novel 

Portrait

Jordan Harper wurde 1976 in Missouri geboren. Er war Musikjournalist, Filmkritiker und Fernsehautor. Als Drehbuchautor war er u.a. Lead Writer bei den Fernsehserien The Mentalist und Gotham . Zurzeit lebt er in Los Angeles und arbeitet am Drehbuch von Die Rache der Polly McClusky . Er wird außerdem das Script zur TV-Serie "L.A. Confidential" schreiben.

Pressestimmen

Harper schildert seine Geschichte mit einer Wucht, die den Leser nach Luft schnappen lässt. Frauke Kaberka, Neue Westfälische

Mit seinem Slang berührt der Autor die Seele und fordert einfach nur Menschlichkeit ein. Frauke Kaberka, Westdeutsche Allgemeine Zeitung am Sonntag

Die Rache der Polly McClusky [ist] ein spannender Roadtrip, in denen man auf Gangs und Drogenkartelle, abgehängte Menschen und gutherzige Cops trifft." Sonja Hartl, CrimeMag

"Von einer ganz besonderen Vater-Tochter-Beziehung erzählt dieser Debütroman, der ungemein spannend geschrieben ist." Torben Rosenbohm, SonntagsZeitung

"Schnell, spannend, cool - nach ein paar Seiten hängt man drin und kann nicht mehr raus." Christine Ellinghaus, emotion

"Ein Buch wie ein David-Lynch-Film, mit Blut, das spritzt, und Liebe, die knallt, und einem schüchternen Mädchen, das ein Fighter wird." Christine Ellinghaus, emotion
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Vivian-Carolin R.
von Vivian-Carolin R. - Hugendubel Buchhandlung Erfurt Anger - 18.09.2018
Atemlos verfolgt man als Leser den verzweifelten Versuch eines Vaters, das Leben seiner Tochter zu retten. Der Autor schreibt am Drehbuch zu der Verfilmung seines Thrillers. Das ist Kopfkino pur!
Bewertungen unserer Kunden
Ihr Grinsen machte ihm Angst
von Kaffeeelse - 01.06.2018
Es handelt sich bei diesem Buch um einen spannenden Roadtrip, mit einem Hauch Tarantino und einer Prise Leon, der Profi . Es geht um Nate McClusky, der sich im Gefängnis eine einflussreiche Gang, die Aryan Steel, zum Feind gemacht hat. Dies mündet in einem Hinrichtungsbefehl gegen seine gesamte Familie. Seine Exfrau und ihren Mann kann er nicht mehr retten, aber er holt seine Tochter Polly McClusky von der Schule ab, und eine rasante/extreme/brutale Fahrt/Jagd durch Kalifornien beginnt und Nate versucht mit all seinem kriminellen Geschick seine Tochter zu schützen und den Hinrichtungsbefehl rückgängig zu machen. Gleichzeitig nähern sich Vater und Tochter auch an/lernen sich kennen. Die Tochter entwickelt sich vom kleinen grauen Mäuschen zu einem Amazonen ähnlichen Wesen. Und der Vater entwickelt sehr vielfältige Gefühle für seine Tochter. Alles in allem ein sehr spannendes, rasantes, actionreiches Buch, mit interessant gestalteten, etwas skurrilen Charakteren und einem schönen sehr amerikanischen, auch teils etwas brutalem Handlungsstrang, der einen merkbaren Sog entwickelt. Der Schreibstil ist kurz, trocken und sehr prägnant. Ich habe das Lesen sehr genießen dürfen und habe viele Bilder vor meinem geistigen Auge gesehen/war drin in der Geschichte. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, die Geschichte hatte einen gewissen Reiz/einen gewissen Charme, das Lesen hat Spaß gemacht. Ein toller spannender Roadtrip.
Roadtrip der besonderen Art
von Gisel - 15.05.2018
4 Sterne Nate McClusky wird aus dem Gefängnis entlassen mit dem Wissen, dass seine ganze Familie ausgelöscht werden soll. Seine Ex-Frau kann er nicht mehr retten, wohl aber will er seine Tochter Polly schützen. So finden sie sich auf der Flucht wieder, Nate und Polly, die sich gar nicht kennen. Es drohen ihnen einige Gefahren, doch während die schüchterne Polly langsam Vertrauen in ihren Vater und in sich selbst findet, wachsen die beiden zu einem guten Gespann zusammen. Jordan Harper hat mit diesem Buch ein Roadtrip der besonderen Art geschrieben. Schon die beiden Protagonisten sind so ausgefallen, wie es nur geht. Aber die Situation, in der sie sich wiederfinden, ist mindestens genauso ausgefallen. Während Polly lernt, sich gegen andere zu behaupten, lernt ihr Vater Familiensinn und Verantwortung für jemand anders zu tragen. So rasant die beiden auf der Flucht sind, so leise sind die Zwischentöne in der Entwicklung der beiden. Das Gefühl der Gefahr ist immer anwesend, und doch haben auch die schönen Momente zwischen Vater und Tochter ihren Platz. Auch Gewalt prägt diese Geschichte, schon allein durch die allgegenwärtige Gefahr lässt sie sich nicht umgehen. Und hinterrücks entsteht so eine Sozialkritik an der amerikanischen Gesellschaft, die den amerikanischen Traum ins Hohle laufen lässt und Menschen an den Rand der Gesellschaft drängt. Es ist keine einfache Geschichte, die der Autor hier präsentiert, und sie wird sicherlich polarisieren. Spannend ist sie dennoch, und sie hinterlässt einen aufmerksamen Leser mit vielen Fragen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung für all jene, die sich auch auf eine etwas schwierigere Kost einlassen können.
Brutale Gangstergeschichte
von lesanna - 18.04.2018
Aufgrund des Klappentextes habe ich mir viel von dem Buch versprochen und wurde sehr enttäuscht. Nate, ein Exsträfling entführt seine Tochter Polly, um diese vor einem Todesurteil durch die Verbrechergang Aryan Steel , die schon den Tod von Pollys Mutter auf dem Gewissen hat, zu retten. Polly ist eine ängstliche, verschüchterte 11-Jährige, die immer ihren geliebten Teddy bei sich hat, mit dem sie spricht und der ihr einziger und bester Freund ist. Die Konstellation Vater-Tochter hätte sehr spannend werden können. Nate bringt seiner Tochter alles bei, was er für wichtig hält. Dieses beschränkt sich allerdings auf den richtigen Umgang mit Waffen und anderen Kampftechniken. Die Wut über den Tode der Mutter setzt Polly in Gewalt um und das ärgert mich sehr an dem Buch. Es ist völlig unwahrscheinlich, das innerhalb einiger Wochen aus dem schüchternen Mädchen eine brutale Kämpferin wird. Lediglich ihre Gespräche mit dem Bär geben die wahren Gefühle des Mädchens preis, aber auch darauf geht der Autor viel zu wenig ein. Weiterhin stört mich die Brutalität im Roman und die wirklich sehr flache Sprache: Der Junge hatte einen Blick wie ach du Scheiße . Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen und ich würde es nicht weiterempfehlen.
Roadtrip voller Rache und Gewalt
von Anonym - 12.04.2018
Gegen Nate McClusky haben die Aryan Steel ein Urteil verhängt. Da er einen der ihren getötet hat, soll er, der nun endlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, hingerichtet werden. Doch dieses Urteil erstreckt sich auch auf seine Exfrau Avis und seine elfjährige Tochter Polly. Für die Rettung von Avis und ihrem neuen Mann kommt Nate zu spät, doch Polly kann er noch rechtzeitig an ihrer Schule auflesen. Damit die Aryan Steel sie nicht in die Finger bekommen, nimmt er sie mit auf einen Roadtrip voller Tempo, Gewalt und Rache. Ich erwartete auf Grund der Leseprobe und des Klappentextes ein Buch mit schnellem Tempo und interessanten Charakteren. Und was soll ich sagen, ich habe beides bekommen. Nur nicht immer so, wie ich es mir anfangs vorstellte. Das Tempo ist wahrlich genau so gewesen, wie ich es mir gewünscht habe. Im Nu flog ich nur so durch das Geschehen, nie kam Langeweile auf, keine Passagen zogen sich zu lang. Kurzum, das Tempo passt sehr gut zu der Geschichte. Dies führte in meinen Augen jedoch leider dazu, dass die Charakterentwicklung sehr hinterherhing. Pollys Verhalten änderte sich dermaßen schnell, dass es auf mich rückblickend einfach sehr unlogisch erscheint. Es hätte dem Buch wahrlich nicht geschadet, ein wenig Tempo rauszunehmen, um den Charakteren etwas Zeit zum Entfalten zu geben oder aber mehr Seiten für sie aufzubringen. Denn Polly ist durchaus ein sehr interessanter Charakter. Ein kleines Mädchen, immer in Begleitung ihres Teddys wird nicht nur in gewisser Hinsicht vom eigenen Vater entführt, sondern erlebt eine Welt der Gewalt und Grausamkeit, wie es sich die meisten von uns noch nicht einmal vorstellen können. Hier hätte ich mir noch ein wenig mehr aus ihrer Sicht gewünscht. Nate ist ein Charakter, den man weder lieben noch hassen kann. Ich tolerierte ihn über das Buch hinweg und respektierte ihn am Ende. Sehr interessant fand ich die Schilderung des Systems der Aryan Steel, die sogar aus dem Gefängnis heraus und hinein miteinander interagieren und kommunizieren. Auch die wechselnden Erzählperspektiven von nicht nur Nate und Polly sondern auch im Laufe der Geschichte auftretenden Nebencharakteren gefiel mir richtig gut. So war es mir möglich, mich in Charaktere besser einzufühlen und Geschehnisse aus einem anderen Licht zu betrachten. Der Plot war gut geschrieben, das Ende absolut passend. Der Sprachstil passt zum Buch. Die vielen relativ kurzen Sätze unterstrichen das Erzähltempo sehr gut. Viel verschachtelte Nebensätze hätten hier wahrlich nicht dazu gepasst. Und auch wenn ich kein großer Fan eines solchen Stiles bin, so war ich hier ganz begeistert davon. Mich konnte das Buch absolut fesseln, doch bei dem rasanten Tempo blieben mir die Charaktere eine Spur zu sehr zurück. Von daher vergebe ich gut gemeinte 4 Sterne (mit Tendenz zu 3.5 Sternen). Den Autor werde ich nach diesem Debut jedenfalls im Auge behalten! Empfehlen kann ich das Buch Fans von Don Winslow und jedem, der ein rasches Erzähltempo und spannende Handlungen mag.
Ein Roadmovie mit viel Tempo
von Martin Schult - 07.04.2018
Nate Mc Clusky hat sich kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis einen sehr einflussreichen und grausamen Menschen zum Feind gemacht, den Anführer der Aryan Steel-Gang. Dieser befiehlt die Hinrichtung sowohl von Nate als auch von seiner Frau und Tochter. Bei seiner Ex-Frau kommt er leider zu spät, aber seine Tochter Polly kann er zunächst in Sicherheit bringen. Die Verfolger lassen sich aber nicht so leicht abschütteln, und so kommt es zu einer langen und nervenaufreibenden Verfolgungsjagd... Die Rache der Polly Mc Clusky ist der erste Roman vom Autor Jordan Harper, der bisher in erster Linie mit Drehbüchern auf sich aufmerksam gemacht hat. Seinem Thriller merkt man auch die häufige filmische Umsetzung seiner Werke an, denn mit seinem sehr temporeichen und prägnanten Schreibstil lässt er beim Leser viele Bilder vor den Augen erscheinen und nimmt ihn mit auf einen action-geladenen Trip durch die Wüste. Er benutzt dabei stellenweise sehr knappe Sätze und kurze Kapitel, welche mit den häufigen Perspektivwechseln das Tempo weiter anziehen lassen. Die Spannung wird durch den Hinrichtungsbefehl aufgebaut und durch die niemals endende Verfolgungsjagd auf ständig hohem Niveau gehalten. Die Sprache fällt manchmal ein wenig derber aus, was aber zu den Protagonisten und der Rahmenhandlung passt und die Geschichte so authentisch erscheinen lässt. Insgesamt ist Die Rache der Polly Mc Clusky ein gelungenes Debüt für den Autor Jordan Harper, welches Hoffnung auf weitere fesselnde Bücher macht. Ich empfehle den Roman gerne weiter und bewerte ihn mit guten vier von fünf Sternen!!
Die kleine Banditen-Assistentin und Teddy
von misery3103 - 07.04.2018
" Sag denen, es war Nate McClusky`, sagte er zu Scubby. Sag denen, sie sollen es weitersagen. Ich werde nicht aufhören, bis der Hinrichtungsbefehl gegen mein Mädchen aufgehoben ist. Also wer bin ich?` Nate McClusky`, sagte Scubby. Und Polly auch`, sagte das Mädchen. Und der Mann sah zu ihr rüber und er grinste und das Mädchen grinste " Im Gefängnis tötet Nate McClusky ein Mitglied der Aryan Gang, deren Chef daraufhin seinen Tod und den seiner Ex-Frau und seiner Tochter Polly befiehlt. Nach seiner Entlassung findet Nate seine Ex-Frau und ihren neuen Mann tot auf und nimmt daraufhin seine Tochter mit sich, die ihn eigentlich gar nicht kennt. Auf der Flucht wird ihm klar, dass er nur eine Chance hat, wenn er der Gang so viel Schaden wie möglich zufügt, bis der Todesbefehl gegen Polly fallengelassen wird. Also überfallen die beiden zusammen einige Einrichtungen der Gang und stehlen Drogen und Geld. Doch um Polly zu retten, muss Nate noch weitergehen. Und er ist bereit, alles zu tun. Ich mochte die Veränderung, die Polly durchmacht, während sie mit ihrem Vater zusammen ist. Von einem kleinen, ängstlichen Mädchen wird sie zu einer furchteinflößenden kleinen Mörder-Chica, die ihrem Vater zur Seite steht. Schon vorher von allen unverstanden, wandelt sie sich zu einem liebenswerten Monster, das den härtesten Kerlen Respekt abringt. Und wie sie währenddessen die ganze Zeit Teddy mit sich rumschleppt, den sie durch ihre "Puppenspielerkünste" zum Leben erweckt, was die Leute in ihrem Umfeld zum Lachen bringt, das fand ich so niedlich, auch wenn es ein bisschen verrückt wirkte. Auch Nate wandelt sich. Von einem Knastbruder, der keinen Gedanken an seine Tochter verschwendete, wird er zu einem Vater, der alles tut, um sie zu retten. Das Buch hat mir richtig gut gefallen, auch wenn die Welt, in die die kleine Polly da reinschlittert, eine grausame und brutale ist. Tolles "Road-Movie" mit einer liebenswert verrückten Protagonistin. und auch Teddy würde seine nichtvorhandenen Daumen nach oben strecken!
Polly und Nate
von Ela58 - 19.03.2018
Nate Mc Clusky hat sich im Gefängnis mit einer Gang angelegt und das bedeutet das Todesurteil für ihn, seine Ex und die gemeinsame Tochter Polly. Er flieht aus dem Knast, um beide zu beschützen. Für seine Exfrau kommt die Hilfe zu spät, sie wurde ermordet. Nate kann Polly noch rechtzeitig vor ihrer Schule aufgreifen und es beginnt eine spektakuläre Flucht... Mich hat besonderst die kleine Polly am Anfang sehr berührt. Sie ist hochbegabt, schüchtern und sehr verträumt. Obwohl schon 11 Jahre alt, hat sie ständig ihren Teddybären dabei. Von ihren Mitschülern wird sie ausgegrenzt und das nicht nur wegen ihrer Macke mit dem Bären, sondern auch, weil ihr Vater im Knast sitzt. Pollys Vater Nate erfüllt dagegen alle Klischees eines Knackis. Schon als Jugendlicher kriminell geworden, ist er brutal, eiskalt und gewalttätig. Aber trotzdem zeigt er ganz menschliche Gefühle, nämlich zumindest das Pflichtgefühl, seine Ex und Polly zu beschützen. Am Anfang ihrer Begegnung sind beide sehr distanziert: Polly kennt ihren Vater kaum und ist total verunsichert, sogar ängstlich, als er sie auffordert , mit ihm zu kommen. Für Nate ist Polly einfach nur das Mädchen , das er versucht bei Bekannten zu verstecken, um alleine weiter zu flüchten. Als sein Plan Polly zu verstecken mißlingt , ist er gezwungen, sie mitzunehmen und beide machen auf ihrer Flucht eine besondere Entwicklung durch. Nate bildet Polly im Kampfsport aus und seltsamer Weise findet sie Gefallen daran. Sie setzt auch das Erlernte in die Tat um. Für mich eine erschreckende Entwicklung! Nate hingegen vollzieht eine sehr positive Entwicklung, denn er lernt das Mädchen als seine Tochter zu lieben und sich für sie aufzuopfern. Mich hat der Roman von Anfang an in seinen Bann gezogen, denn es ist eine temporeiche, teilweise brutale aber auch berührende Story!
Roadtrip durch Amerika
von Dandy - 11.03.2018
Der Roman Die Rache der Polly McClusky von Jordan Harper ( u.a. Lead Writer bei den Fernsehserien "The Mentalist" und "Gotham") umfasst 284 Seiten und ist 2018 im Ullstein Verlag erschienen. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Ein Auto quer durch die Landschaft fahrend- ein richtiger Roadtrip. Der Titel, der Name des Autors und um welches Genre sich das Buch handelt, sind sehr gut zu lesen und mit einem Blick erkennbar. Nate hat im Gefängnis ein Mitglied der Aryan Gang umgebracht. Der Anführer der Gang spricht das Todesurteil über Nate und dessen Familie aus. Das Kopfgeld auf seine Tochter ist für Nate zu viel. Er hat nur eine Chance sie zu retten, indem er aus dem dem Gefängnis ausbricht und sich zusammen mit ihr auf die Flucht begibt. Dabei fahren sie quer durch Kalifornien und unter Nates Unterweisungen wird Polly zu einer selbstbewussten Kämpferin. Doch die Verfolger lassen sich nicht abschütteln. Die Geschichte ist sehr spannend. Man kann ihr sehr gut folgen und es passiert immer etwas, sodass nie Langeweile aufkommt. Die Kapitel sind kurz gehalten. Jedes Kapitel ist mit dem jeweiligen Namen und Ortsangabe betitelt. So bemerkt man sofort mit welchem Erzählstrang es weiter geht. Immer wenn es spannend wird, wechselt der Erzählstrang. Dies hat mir sehr gefallen, da man so das Buch kaum aus der Hand legen kann und mit jeder Seite mitfiebert, wann wird der vorherige Strang wieder aufgenommen. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben. Nate, ein harter Kerl mit weichem Kern. Er hat viel Unrechtes im Leben getan, ist ein harter und herzloser Mann. Aber als er seine Tochter kennen lernt, gibt es für ihn nur noch ein Ziel im Leben. Polly zu retten. Polly wird von heute auf morgen aus ihrer kindlichen Welt gerissen. Sie lernt auf dem Trip, zu kämpfen, lernt gefährlichen Situationen aus dem Weg zu gehen oder sie zu meistern und muss ihren Vater beschützen. Sehr interessant fand ich die Mischung aus gefährlichem und rassanten Road Trip und wie sich die Beziehung zwischen Vater und Tochter langsam aufbaut. Diese zwei völlig verschiedenen Komponente unter einen Hut zu bringen- fabelhaft. Die Szenen werden sehr gut und ausführlich beschrieben. Man ist direkt mitten im Geschehen . Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich live dabei bin. Manche Szenen sind etwas blutig und brutal. Jordan Harper arbeitet zur Zeit am Drehbuch zu diesem Buch. Bin schon sehr auf den Film gespannt. Eine gut durchdachte , rasante, abwechslungsreiche Geschichte.
Ein kleines Mädchen ganz groß
von Feelina666 - 10.03.2018
Polly McClusky ist elf Jahre, als sie nach langer Zeit wieder auf ihren Vater trifft. Nate McClusky ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden, als er von dem Hinrichtungsbefehl gegen seine Exfrau, seine Tochter und ihm erfährt, das ein Gangoberhaupt erlassen hat. Kurzerhand entführt er seine Tochter, um sie und sich selbst zu retten. Für seine Exfrau kommt jede Hilfe zu spät. Es beginnt eine waghalsige Flucht quer durch Kalifornien, auf der Polly und ihr Vater versuchen den Hinrichtungsbefehl wieder rückgängig zu machen. In dem Buch Die Rache der Polly McClusky, steht vor allem die kleine Polly im Vordergrund. Zunächst ist sie ein schüchternes kleines Mädchen, das im Verlauf des Buches, aber schnell lernen muss sich zu verteidigen. Auch die Vater -Tochter Beziehung erlebt einen Wandel. Zunächst sind sich beide doch recht fremd und wissen eigentlich nicht wirklich etwas mit einander anzufangen doch dann wachsen sie mehr und mehr zusammen und lernen sich zu lieben. Diese Entwicklung ist einfach nur toll zu beobachten. Das Buch hat genau die richtige Mischung an Spannung und Gefühl. Der Schreibstil ist angenehm, die derbe Ausdrucksweise kann zum Teile aber doch etwas abschrecken, obwohl sie aber gut zum Charakter des Buches passt. Eine spannende Geschichte, mit einer einzigartigen Hauptdarstellerin, die ich nur weiterempfehlen kann.
Spannend und brutal
von Anonym - 10.03.2018
Das Leben der elfjährigen Polly McClusky ändert sich schlagartig, als plötzlich ihr Vater Nate vor ihr steht. Nate ist aus dem Gefängnis ausgebrochen, um seiner Tochter das Leben zu retten. Nachdem Nate im Gefängnis ein Mitglied der Gang Aryan Steel getötet hat, wurde vom Anführer der Gruppe ein Kopfgeld auf ihn und seine Familie ausgesetzt. Nate und Polly beginnen einen gefährlichen Roadtrip auf der Flucht vor den Mördern der Gang und der Polizei. Der Roman von Jordan Harper ist ein echter Page Turner . Die Geschichte ist derart spannend, dass man das Buch kaum zur Seite legen will. Der Schreibstil des Autors ist nüchtern, hart und sehr gut und flüssig lesbar. Man erkennt hier durchaus die Vergangenheit Harpers als Drehbuchautor. Mancher Leser mag sich an der Brutalität mancher Romanstellen stören. Aus meiner Sicht sind auch diese Stellen in der Handlung durchaus schlüssig. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und ich freue mich schon auf die anstehende Verfilmung des Romans.
Natural Born Teddys
von Beust - 08.03.2018
Nate hat in seinem Leben verdammt viel Mist gebaut, dafür hat er gesessen und sich mit den gefährlichen Jungs angelegt und den Bruder des gefährlichsten Jungen - des Präsidenten der Aryan Steel - umgebracht. Darum ist er jetzt zum Tode verurteilt worden. Und seine Ex-Frau. Und seine Tochter. Die aber ist das Beste, was Nate je hingekriegt hat, und deshalb will er jetzt keinen Mist bauen, sondern etwas richtig machen: Polly retten. Er entführt er sie von der Schule - sie und ihren empathischen Teddybären, der die ganze Weisheit eines Teddylebens verströmt und den harten und gewalttätigen Sätzen Harpers ein wenig Plüsch entgegensetzt. Der Teddy ist zwar nicht echt, aber er ist wahr. Der Weg führt das Vater-Tochter-Gespann durch Kalifornien und durch die härteste Tortur seit Léon der Profi. Harpers Geschichte ist voller Übertreibungen: in der Handlung, den Reaktionen der Figuren, den Locations, der Gewalt und nicht zuletzt in der Sprache. Diese Stilmittel setzt er ein, um einerseits ein geniales Road Movie abzudrehen, dessen markige Wucht einen umhaut. Und um andererseits hinter den Überhöhungen zu zeigen, worauf es ankommt: innere Haltung, Fürsorglichkeit und Wahrhaftigkeit. Pollys Teddy mag ein kitschiges Detail sein, aber es verkörpert den Kontrast zwischen der brutalen Welt und der Wahrheit dahinter. Ein Buch, das zu lesen Spaß macht und ein überraschendes Ende hat!
Polly ist einzigartig
von Buecherfreund - 03.03.2018
Polly wird von ihrem Vater entführt, als der aus dem Knast kommt. Doch dann stellt sich heraus, dass er sie nur schützen möchte. Noch im Knast hat er von dem Hinrichtungsbefehl gehört, der gegen ihn, die Mutter seiner Tochter und Polly ausgesprochen wurde. Seine Ex-Frau konnte er nicht mehr rechtzeitig warnen, daher liegt es jetzt bei ihm, seine Tochter zu schützen, für die er durch seine lange Knaststrafe eine fast fremde Person geworden ist. Polly ist vollkommen verängstigt. Doch als sie den Hintergrund der Entführung erfährt, ist sie fest dazu entschlossen, bei ihrem Vater zu bleiben, um den Hinrichtungsbefehl irgendwie aufzuheben und ihre Mutter zu rächen. Der Plan: die Einrichtungen der Aryan Steel auszrauben und sie somit finanziell schwer zu treffen, bis diese dazu bereit sind, den Befehl aufzuheben. Eine wilde Fahrt durch das Land beginnt, während der ihr Vater Polly in die Geheimnisse der Kampf- und Überlebenskunst einführt. Polly macht eine komplette Wandlung durch. Sie wird vom schüchternen Mädchen, das sich an ihren ständigen Begleiter, den Teddybären, klammert zu einem selbstbewussten, starken Mädchen, das sich zu verteidigen weiß. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat genau die richtige Mischung an Spannung und Gefühl, die einen als Leser an das Buch fesselt. Phasenweise hat mich die Geschichte ein wenig an Bonnie & Clyde auf der Flucht erinnert. Dieses Gefühl von Unabhängigkeit, doch trotzdem immer auf der Hut sein zu müssen, trifft die Atmosphäre des Buches ganz gut. Teilweise ist das Buch aber auch sehr brutal, wenn z.B. genau beschrieben wird, wie jemandem im Kampf die Zähne ausgeschlagen werden. Das hätte ich nicht gebraucht. Doch für dieses Buch ist es notwendig, genau wie die manchmal ziemlich derbe Ausdrucksweise. Schließlich befindet man sich hier unter Verbrechern. Wer sich also nicht von den teils brutalen Schilderungen abhalten lässt, dem würde ich dieses Buch definitiv weiterempfehlen, denn die Geschichte (und besonders Polly) sind einzigartig.
Ein Schlag in die Magengrube
von melange - 26.02.2018
Zum Inhalt: Die elfjährige Polly wundert sich, als ihr Vater Nate sie an der Schule abpasst. Dann erfährt sie, dass es einen Mordbefehl gegen ihre Eltern und sie gibt, welcher schon an ihrer Mutter vollstreckt wurde. Um sich und Polly zu schützen, versucht Nate ihr alles beizubringen, was er in seiner kriminellen Karriere gelernt hat und gleichzeitig einen Weg zu finden, den Befehl rückgängig zu machen. Zum Stil: In relativ kurzen Kapiteln, überschrieben mit der Person, aus deren Sicht erzählt wird, schildert der Autor die atemberaubende Flucht in vier Akten. Dadurch wirkt der Roman fast wie eine Oper: Mit Ouvertüre, Zwischenspiel und großem Finale. Es folgt zwar noch eine Art Epilog, aber dieser ist fast als kleine Medizin zum Abebben des Herzschlags notwendig. Mein Eindruck: Was für ein Debüt! Es ist fast nicht zu glauben, dass es sich bei "Die Rache der Polly McClusky" um einen Erstling handeln soll, so intensiv ist die Schreibe von Jordan Harper, so tief trifft er seine Leser ins Herz. Gut, als Drehbuchautor sollte er sich mit Dialogen auskennen, jedoch stehen Milieubeschreibungen und die Schilderungen der Gedanken seiner beiden Hauptpersonen Nate und Polly diesen in nichts nach. Bei dem Leser weckt das zwiespältige Gefühle: Einerseits hofft er auf ein baldiges Ende der Flucht vor den bösen Heerscharen, andererseits fürchtet er dieses, da damit der Roadtrip ebenfalls vorbei sein müsste. Die Verwandlung des kleinen, ängstlichen Mädchens in eine Rächerin ist zwar unglaublich, gelingt Harper aber so gut, dass man ihm jedes einzelne Detail davon abnimmt, bis Polly von einem unauffälligen Braunschopf in ein wassermelonenfarbenes Stahlauge von der Venus geworden ist. Trotz viel Gewalt (auch gegen Kinder und Tiere) ist das Lesen dieses Thrillers ein Genuss, da an vielen Stellen auch die Menschlichkeit ihr Gesicht zeigen darf und ein wunderbar schwarzer Humor an den unwahrscheinlichsten Stellen aufblitzt. Auf die Verfilmung darf man also jetzt schon gespannt sein. Mein Fazit: Glänzende Unterhaltung, viel Blut, viel Feinde, aber auch viel Ehre 5 Sterne
Moderner Western
von misspider - 26.02.2018
Als die elfjährige Polly ihren Vater vor der Schule stehen sieht, weiß sie das etwas Schlimmes passiert sein muss, den eigentlich sollte Nate McClusky im Gefängnis sitzen. Doch seit die Gang Aryan Steel ein Kopfgeld auf ihn und seine Familie ausgesetzt hat, hat er nur ein Ziel: seine Familie zu schützen. Für Pollys Mutter kommt die Rettung zu spät, aber er kann versuchen Polly in Sicherheit zu bringen. Doch schnell wird klar: weglaufen kommt nicht in Frage, und der einzige Weg die Verfolger loszuwerden, ist sich ihnen entgegenzustellen... Bei dieser Geschichte ist man sofort mittendrin, die Einleitung wird nach und nach in Rückblenden eingeschoben. Polly ist ein ungewöhnliches Mädchen: eine stille Außenseiterin, die durch ihren Teddybär mit der Welt kommuniziert. Doch als sie mitbekommt, was und wie ihr Vater tut, scheint ihr das zu gefallen, und sie möchte ein Teil seiner Welt werden - einer Welt aus Gewalt und Verbrechen. So entwickeln sich die beiden auf unbeholfene Weise zu einem merkwürdigen Team, und obwohl Nate derjenige ist, der Polly beschützen muss, steht ihm diese in nichts nach. Die Entwicklung von Polly hat mich ungemein fasziniert, schließlich traut man ihr diese überraschende Wandlung eigentlich nicht zu. Es zeigt sich jedoch schnell, dass sie von ihrem Vater nicht nur die blauen Revolverheldenaugen geerbt hat. Die Beziehung zwischen Tochter und Vater wird vergleichsweise sachlich und emotionsarm beschrieben, trotzdem spürt man wie nahe und ähnlich sich die beiden sind, z.B. in Sturheit und Durchsetzungswillen. Eine fesselnde Mischung aus Roadtrip und Rachefeldzug - oder auch eine ungewöhnliche Familiengeschichte, die oft an einen modernen Western erinnert.
Auf der Flucht
von schliesi - 23.02.2018
Inhalt und meine Meinung: Nate McClusky kommt aus dem Gefängnis frei. Sein erster Weg führt ihn zu seiner elfjährigen Tochter Polly, auf sie wurde ein Kopfgeld ausgesetzt, denn Nate hat sich im Gefängnis Feinde gemacht. Um Polly zu schützen nimmt Nate sie kurzerhand mit auf eine abenteuerliche Reise durch Kalifornien. Pollys Mutter wurde schon getötet und Polly ist jetzt die Nächste auf der Todesliste. Polly hatte bisher kaum eine Verbindung zu ihrem Vater. Auf ihrer Flucht werden Vater und Tochter jedoch langsam ein eingespieltes Team, welches ihren Verfolgern immer einen Schritt voraus ist. Die Handlung ist von Beginn an richtig spannend, man wird als Leser sofort mitten ins Geschehen geworfen. Die kurzen Kapitel gefallen mir besonders gut, dies wird noch durch die Erzählungen aus verschiedenen Blickwinkeln verstärkt. Man fiebert, leidet und bangt mit Polly mit, sie mausert sich im Laufe der Geschichte von einem verschüchterten Mädchen zu einer Heldin, die über sich hinauswächst. Polly erlebt so viele Dinge, die einfach nichts für eine Elfjährige sind. Der Roman ist sehr achtionüberladen, für mich ein wenig zu viel des Guten, eben typisch amerikanisch. Manchmal wäre für mich hier weniger einfach mehr gewesen. Dennoch fühlte ich mich gut unterhalten, die Handlung ist nachvollziehbar, wenn auch für mich nicht immer realistisch genug und die Spannung bleibt konstant auf einem hohen Niveau. Auch der Titel und die Gestaltung des Buchumschlages passen gut zum Inhalt, hier sieht man schon auf den ersten Blick auf was man sich als Leser einlässt. Ich kann mir diese Geschichte übrigens sehr gut als Actionfilm vorstellen.
Pollys Rache ist Notwehr
von Philo - 23.02.2018
Zunächst einmal hat mir die Gangstersprache im Buch nicht gefallen, aber die ist ganz einfach der Story geschuldet. Daß ein 11-jähriges Mädchen, das eigentlich sehr schüchtern und zurückhaltend ist, sich in diesem kriminellen Milieu os schnell zurechtfindet, ist wenig glaubhaft. Nachdem ihr Vater, den sie im Gefängnis wähnt, sie von der Schule abholt und Polly erfährt, daß ihre Mutter und ihr neuer Freund ermordet wurden und sie nicht mehr nach Hause kann, erscheint eher wahrscheinlich, daß sie in eine tiefr Trauer verfällt. Ihr Vater Nate, ihre Mutter, ihr neuer Freund und Polly selbst stehen auf der Todesliste von Aryan Steel, weil Nate ein Mitglied dieser Gang aus Notwehr im Gefängnis getötet hat. Seiner Ex-Frau und deren Freund kann Nate nicht mehr helfen, er setzt aber alles daran, Polly und sich selbst zu retten. Hierzu entwickelt er seine ganze kriminelle Energie und versucht, diese auf Polly zu übertragen. Ich kann nicht glauben, daß Polly, die lieber mit ihrem Bären spricht als mit anderen, ohne seelischen Schaden diese Eindrücke und Erlebnisse überstehen kann. In vielen Situationen verläßt er sich ganz auf Polly und nutzt ihre Hilfe schamlos aus. Man möchte Polly vor ihm retten. Die in kurzen Kapiteln - jeweils aus der Sicht der Protagonisten - geschriebene Geschichte ließ sich gut lesen, und man konnte sich in die Gedankengänge der einzelnen Personen hineindenken. Daß Nate sich mit allen Mitteln gegen seine Verfolger zur Wehr setzt, ist verständlich, das Handeln von Polly dagegen für mich nicht glaubhaft. Auch wenn sie auf der Seite ihres Vaters steht, ist eine solche kriminelle Handlungsweise einer 11-jährigen unglaubwürdig. Ich habe das Buch zu Ende gelesen, weil mich das Schicksal von Polly interessiert hat. Ich wollte wissen, welche Rolle der Autor ihr zugedacht hatte. Ich bin eher enttäuscht und werde dieses Buch nicht weiterempfehlen.
Vater, Polly, Teddy
von Eva Fellner - 23.02.2018
Eine feiner, ungewöhnlicher, aufregender Thriller, den ich fast in einem durchgelesen habe. Gut erzählt, mit schönen fast philosphischen Sprachbilder kann der Autor Gefühle ausdrücken. Polly taucht unter Wasser - diese Starre, diese Verwirrung zu Beginn der neuen Situation kann man kaum in einem besseren Sprachbild darstellen, als unter Wasser zu sein. Der Teddy spielt zuerst nur für Polly eine große, beruhigende, aufmunternder Rolle, aber dann sogar auch für den Vater - diese Figur hat die Brutalität des Plots ziemlich aufgelockert und auf das Gute in den Personen hingewiesen. Schön langsam hat sich auch die gegenseitige Liebe und Verantwortung beider entwickelt, sodass dies ein wunderbarer Vater - Tochter Roman wurde. Herzlichen Dank für die schönen, spannenden Lesestunden!
Spannend und berührend
von Biest - 22.02.2018
Inhalt: Polly McClusky ist eigentlich zu alt für den Teddybär, den sie überallhin mitnimmt. Die Elfjährige ist schüchtern, verträumt und eine Einzelgängerin. Ihren Vater kennt sie kaum, er ist seit Jahren im Gefängnis. Doch dann bricht er aus, um ihr das Leben zu retten, denn auf Polly ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Unvermittelt seht er vor ihr. Nate McClusky ist Anfang 30 und hat im Gefängnis ein Mitglied der Gang Aryan Steel umgebracht. Nate will nicht für die White Supremacists arbeiten. Der Anführer spricht ein Todesurteil über ihn und seine Familie aus, und die Aryan Steel sind ein mächtiger Feind. Für Nates Exfrau kommt jede Hilfe zu spät, aber er ist rechtzeitig an der Schule seiner Tochter. Polly ist weit klüger als ihr Vater, eine Außenseiterin, die ihre Furchtsamkeit durch das Kampftraining mit Nate und die gemeinsame Flucht überwindet. Und Nate weiß, irgendwie muss er das Todesurteil gegen sich und seine Tochter aufheben lassen. Er muss die Gang zum Verhandeln zwingen. Meine Meinung: Einmal angefangen zu lesen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich hatte es an einem Tag durch. Die einzelnen Kapitel sind so aufgeteilt, das man aus Sicht jeder Person Einblicke in die Geschehnisse bekommt. Dabei hat mir besonders die Entwicklung zwischen Polly und Nate gefallen. Polly kennt ihren Vater kaum, als dieser auftaucht und sie mitnimmt. Sie lässt sich aber auf ihn ein und er sich auch auf sie. Man kann sehr schön beobachten wie sie sich einander annäheren. Anfänglich wirkt Polly wie von einem anderen Stern, spricht über ihren Teddy, der sie überall hin begleitet, zu Nate. Durch das Kampftraining und die gemeinsamen Überfälle wird ihre Verbindung zueinander aber immer enger. Nate, eigentlich als böse beschrieben, wirkte auf mich eher sympathisch und sein Handeln ließ sich für mich auch sehr gut nachvollziehen, auch wenns eher illegaler Natur war. Auch die anderen Figuren waren schön gezeichnet und vielschichtig. Die Geschichte an sich ist doch eher ungewöhnlich und an manchen Stellen auch nicht ganz realistisch, aber die Spannung bleibt von Anfang bis Schluss hoch. Das Cover gefällt mir und passt sehr gut zu dieser Geschichte. Der Schreibstil war angenehm, mit Gangsterslang versehen, typisch amerikanisch und ließ sich super lesen. Zum Autor: Jordan Harper wurde 1976 in Missouri geboren. Er war Musikjournalist, Filmkritiker und Fernsehautor. Als Drehbuchautor war er u.a. Lead Writer bei den Fernsehserien "The Mentalist" und "Gotham". Zurzeit lebt er in Los Angeles und arbeitet am Drehbuch von "Die Rache der Polly McClusky". Er wird außerdem das Script zur TV-Serie L.A. Confidential schreiben. Fazit: Ein tolles Buch über eine außergewöhnliche Vater-Tochter-Beziehung. Unbedingt lesen.
Mann, Mann, Mann - was für ein geiles Buch !
von AKRD - 21.02.2018
Mann, Mann, Mann - was für ein geiles Buch ! Entschuldigt die krasse Wortwahl, aber hier gibt es für mich einfach kein besseres Wort..! Polly McClusky ist elf und eigentlich zu alt für den Teddybär, den sie überallhin mitnimmt, als überraschend ihr Vater Nate vor ihr steht. Der ist aus dem Gefängnis ausgebrochen, um Polly das Leben zu retten. Denn auf Polly ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Nate hat sich im Knast einen mächtigen Feind gemacht: die Gang Aryan Steel hat ihn und seine Familie zu Freiwild erklärt. Nates Exfrau wurde bereits getötet, Polly ist die Nächste auf der Liste. Auf der Flucht durch Kalifornien werden Vater und Tochter zu einem starken Team. Nates Kampftraining macht aus dem schüchternen Mädchen einen selbstbewussten Fighter. Und durch Pollys Scharfsinn halten sie den Vorsprung vor ihren Verfolgern. Bald ist Nate jedes Mittel recht, damit Polly wieder ein Leben ohne Angst führen kann. Jordan Harper schreibt in der Tat wie ein Maschinengewehr. Jedes Wort sitzt - den Eindruck hatte ich und der ist selten, daher hat mir das dieses Buch auch so außergewöhnlich gut gefallen. Es ist leicht schräg, eine Art "Roadmovie", läuft wie ein Film vor den Augen des Lesers ab. Eine Verfilmung kann ich mir hier wirklich prima vorstellen und vergebe für dieses "Ausnahmebuch" glatte und voll verdiente 5 Sterne !
Idee gut, Ausführung solala
von Fornika - 21.02.2018
Polly ist ein schüchternes Mädchen, das in der Schule getriezt wird und das nicht nur, weil sie mit ihren 11 Jahren immer noch ihren Teddy ständig bei sich trägt. Sie wohnt eigentlich bei ihrer Mutter, umso erstaunlicher ist es, dass eines Tages ihr Vater vor den Schultoren auf sie wartet. Der ist nach Jahren frisch aus dem Gefängnis entlassen, leider nachdem er dort den falschen Leuten kräftig ans Bein gepinkelt hat. Die Aryan Steel haben ihm Rache geschworen, und so befindet sich nicht nur Nate, sondern auch Polly in höchster Gefahr. Eine irre Flucht beginnt Mich hat der Klappentext angesprochen, diese Mischung aus verqueren Figuren, dramatischer Flucht und die Verbindung zur Aryan Steel hatte ich mir sehr interessant vorgestellt. Leider hat die Geschichte nicht alles halten können, was ich mir erhofft hatte. Man erfährt einen Großteil der Handlung aus Pollys Perspektive, die ich eigentlich ganz sympathisch fand. Irgendwie konnte ich dem Autor ihr kindliches Alter nicht komplett abnehmen, sie handelt an einigen Stellen nicht so richtig nachvollziehbar. Natürlich ist ihre Situation eine sehr ungewöhnliche, trotzdem war ich oft nicht wirklich überzeugt. Ihren Vater Nate dagegen fand ich recht glaubwürdig, auch wenn er an vielen Stellen gängigen Klischees entspricht und nichts wirklich Neues darstellt. Der Autor arbeitet bereits an einem Drehbuch zu Polly, und das schien ihm beim Schreiben des Romans immer schon im Hinterkopf gewesen zu sein. Viele Szenen kann ich mir im TV sehr viel besser vorstellen, als sie im Buch rüberkommen. Harpers Stil ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, hat mir dann aber doch gut gefallen. Er weiß Spannung zu erzeugen, sodass ich schon immer wissen wollte wie es weitergeht, auch wenn ich insgesamt nicht komplett gefesselt war. Unterm Strich kann man Polly durchaus mal zur Hand nehmen, man verpasst aber auch nichts, wenn man lieber auf die Verfilmung wartet.
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