Ausgehend von erheblichen und anhaltenden Wirksamkeitsdefiziten nimmt Lea Kallenbach in der vorliegenden Arbeit eine Perspektiverweiterung auf die evidenzbasierte Steuerung des Schulsystems vor. Dies erfolgt in zweifacher Weise: theoretisch auf der Grundlage der Weltbeziehungssoziologie (Rosa 2016) und empirisch über die Entwicklung und Anwendung eines rekonstruktiven Zugangs. Hierdurch eröffnen sich neue Interpretationswege, die das Nicht-Gelingen evidenzbasierter Steuerung als Schnittstellenproblematik zwischen einzelnen Ebenen des Schulsystems verstehen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung. - Die Steuerung des deutschen Schulsystems. - Evidenzbasierte Steuerung im Spiegel bildungswissenschaftlicher Forschung. - Die Soziologie der Weltbeziehung. - Rückblick und Zwischenfazit: Evidenzbasierte Steuerung aus weltbeziehungstheoretischer Perspektive. - Spezifika der evidenzbasierten Steuerung im Erhebungsland Berlin. - Theoretische Entwicklung eines rekonstruktiven Zugangs zu Weltbeziehungen. - Anlage der empirischen Studie. - Ergebnisse der empirischen Studie. - Theoretisierung der Ergebnisse der empirischen Studie und Beantwortung der Forschungsfragen. - Zusammenfassung und Diskussion der Arbeit und ihrer Erträge.