Kretische Feindschaft

Ein Fall für Michalis Charisteas. 1. Auflage.
Buch (kartoniert)
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Frühling auf Kreta - Vor der Hafenstadt Chania blühen die Olivenbäume, doch ganz in der Nähe bricht eine alte Fehde wieder auf ...



Wenn Kommissar Michalis Charisteas morgens vor der Arbeit seinen ersten Ellinikos trinkt und dabei den Blick auf den mal … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Kretische Feindschaft
Autor/en: Nikos Milonás

ISBN: 3651025802
EAN: 9783651025806
Ein Fall für Michalis Charisteas.
1. Auflage.
FISCHER Scherz

17. April 2019 - kartoniert - 395 Seiten

Beschreibung

Frühling auf Kreta - Vor der Hafenstadt Chania blühen die Olivenbäume, doch ganz in der Nähe bricht eine alte Fehde wieder auf ...



Wenn Kommissar Michalis Charisteas morgens vor der Arbeit seinen ersten Ellinikos trinkt und dabei den Blick auf den malerischen venezianischen Hafen seiner Heimatstadt Chania genießt, kann er sich nicht vorstellen, an einem anderen Fleck der Erde zu leben. Die Touristen schlafen noch, von den Bergen weht der Duft von Thymian, Oleander und den blühenden Olivenbäumen herüber und vom Meer der Geruch von Salz und Muscheln.



Alles wäre perfekt, könnte in diesem Moment seine Freundin Hannah bei ihm sein. Aber Hannah ist Deutsche und kommt nur alle paar Monate nach Kreta, was für Michalis und seine große Familie jedes Mal ein besonderes Ereignis ist und alle in helle Vorfreude versetzt.



So auch an diesem Tag Ende April. Doch noch bevor Michalis Hannah am Nachmittag am Flughafen in die Arme schließen kann, steckt er mitten in einem neuen Fall. Der Bürgermeister des Nachbarorts wird vermisst und kurz darauf tot in einem Autowrack an der Felsenküste gefunden. Ein Unfall, wie die örtliche Polizei schnell feststellt. Doch im Gegensatz zu seinen Kollegen gibt sich Michalis nicht mit einfachen Erklärungen zufrieden. Bei seinen nicht immer ganz offiziellen Ermittlungen stößt er auf alte Feindschaften, die weitere Opfer fordern werden ...



Der erste Fall für Kommissar Michalis Charisteas

Portrait

Nikos Milonás alias Frank D. Müller hat sich bereits im jungen Alter von 17 Jahren bei seiner ersten Kreta-Reise in die Mittelmeerinsel verliebt. Aus einem kühlen norddeutschen Sommer kommend, war er überwältigt, als er vom Schiff aus die Küste zu Gesicht bekam und der intensive Duft von wildem Thymian übers Meer zu ihm herüberwehte. Seither verbringt er so viel Zeit wie möglich auf Kreta und hat Land und Leute fest ins Herz geschlossen. In seinem deutschen Leben wohnt der gebürtige Hamburger mittlerweile in München, arbeitet als Regieassistent und Dokumentarfilmer und ist (Co-)Autor diverser TV-Sendungen (u.a. »München 7«).

Leseprobe

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Pressestimmen

Mir gefällt besonders gut die Mischung aus einer sehr spannenden und bis zur letzten Seite unklaren Krimihandlung und Michalis Familiengeschichte. Sabine Abel, Bayerischer Rundfunk

Ein unterhaltsames Buch mit viel Kreta-Flair, in dem alte Traditionen und modernes Leben aufeinandertreffen. Erla Bartmann, Bayerischer Rundfunk

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 06.05.2019

Alle Welt ist fasziniert von Spionen
Krimis in Kürze: Jens Lapidus, Dirk Brauns und Nikos Milonás

Was den einen die immer wieder beschworene "Great American Novel", ist den anderen der weiterhin heiß erwartete Nachfolger Stieg Larssons, die "Great Scandinavian Crime Novel" sozusagen, nachdem es mit den postumen Fortsetzungen, David Lagercrantz' "Verschwörung" und "Verfolgung", nicht ganz so gut geklappt hat. Jens Lapidus, schwedischer Strafverteidiger und Autor, ist auch unter den zahlreichen Titelanwärtern - zumindest wenn es nach dem markigen Blurb des unverwüstlichen James Ellroy geht.

"Schweigepflicht" (btb, 640 S., br., 15,- [Euro]) beginnt rasant: mit einem sehr hässlichen Leichenfund, einem brisanten Vernehmungsprotokoll, in dem ein Polizist einen Mann unter Druck setzt, und der jungen Anwältin Emelie, die in einer großen Wirtschaftskanzlei ihren ersten Job bekommen hat und dann aus zunächst rätselhaften Gründen von einem Mordverdächtigen gebeten wird, ihn zu verteidigen. Ein ehemaliger Sträfling, der für die Kanzlei Recherchen betreibt, hilft ihr, was zugleich mitten in die Stockholmer Unterwelt führt, in der sich Banden mit syrischem und mit Balkan-Hintergrund befehden. Wobei es hier nicht nur um Gewalt und Drogen, sondern auch um ambitionierte Finanztricksereien geht.

Lapidus verliert zwar in dem komplizierten Handlungsgeflecht nicht den Überblick, doch seine Erzählökonomie ist leicht defizitär, die Charaktere hätten auch ein wenig mehr literarische Zuwendung verdient gehabt, und manche Formulierungen wirken arg ungelenk, was auch auf das Konto der Übersetzung gehen könnte. Die Spannung immerhin reicht aus, um dabeizubleiben. Doch die Larsson-Nachfolge ist weiter vakant.

Ob "Die Unscheinbaren" (Galiani Berlin, 336 S., geb., 20,- [Euro]) von Dirk Brauns nun ein lupenreiner Spionageroman ist, sollen andere entscheiden. Es ist eine Geschichte aus dem geteilten Berlin, eine wahre Geschichte, ein Familienroman, erzählt mit dem Abstand von fünfzig Jahren vom Sohn des Agentenpaares, der 1965, bei der Verhaftung der Eltern durch die Stasi, achtzehn Jahre alt war. Die Vergangenheit meldet sich per Telefon: Das Spionagemuseum in Berlin fragt an, ob er über die Tätigkeit der Eltern, von der er als Jugendlicher ahnte, sprechen mag.

Dieser Martin Schmidt, der Witwer ist und als Tierarzt in Oberbayern praktiziert, liest also in den alten Akten, er spricht mit seiner neunzigjährigen Mutter, die im Seniorenstift lebt, einer harten, unsentimentalen Frau, deren Augen wie "stahlblaue Scheinwerfer" sind und die ihm als Kind erklärt hatte, Trösten sei würdelos. Er entdeckt, wie sehr ihm das nachhängt.

Und er entdeckt auch, wer die Eltern damals als Spione angeheuert und wer sie verraten hat, er konfrontiert die Mutter damit, und er wird so auch immer wieder mit sich und seiner Vergangenheit konfrontiert, wenn er nach Berlin-Blankenburg fährt, wo die Familie zu DDR-Zeiten wohnte, oder wenn er seine Jugendliebe wiedertrifft. Und betont beiläufig lässt er bei seinen Nachforschungen und Reflexionen durchblicken, dass auch er nach der Ausreise in den Westen "seine Fähigkeiten buchstäblich in den Dienst (stellte)", so als sei Spionage eine Familientradition.

"Die Unscheinbaren" ist ein gut geschriebenes Buch, das die verschiedenen Zeiten immer wieder geschickt ineinander übergehen lässt, weil sie für die Akteure eben nicht immer trennscharf sind. Manchmal ist da, auch wenn der 1968 geborene Brauns den Stoff aus der eigenen Familiengeschichte zieht, in der Bearbeitung dieses Stoffs vielleicht eine zufällige Fügung zu viel, aber das mindert die Qualitäten des Romans nur unwesentlich. "Alle Welt scheint fasziniert von Spionen", denkt Martin Schmidt einmal bei der Erinnerung an sein Zuhause, "dabei sind es meist Lebensdarsteller ohne eigene Sprache".

Ab und zu kann man mal wieder eine Stichprobe machen bei einem jener deutschen Autoren, die sich einen Krimiplot an ihrem Lieblingsurlaubsort ausdenken. In dieser touristischen Variante des Regionalkrimis gibt es allerdings so selten Überraschungen wie auf den Speisekarten des Pauschalreisenden. Das gilt auch für "Kretische Feindschaft" (Scherz, 400 S., br., 14,99 [Euro]). Der Autor heißt natürlich mit bürgerlichem Namen nicht Nikos Milonás, sondern Frank D. Müller, er will in Serie gehen, wie der Titelzusatz "Der erste Fall für Michalis Charisteas" ankündigt, aber es ist doch nach der Lektüre sehr die Frage, ob die reizvolle Gegend um Chania die nötigen Ressourcen dafür bietet. Es geht auch trotz Mordes an einem Bürgermeister und blutigen Familienfehden ziemlich langatmig und bieder zu. Die landeskundlichen Exkurse halten sich zwar in Grenzen, aber der Kommissar mit deutscher Kunsthistorikerfreundin, dessen Familie eine natürlich typisch kretische Taverne betreibt, sollte vielleicht wieder nach Athen zurückkehren. Da ist mehr los.

PETER KÖRTE

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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Kretisches Schweigen
Buch (kartoniert)
von Nikos Milonás
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Bewertungen unserer Kunden
eine Urlaubsempfehlung
von Petra Wiechmann - 15.09.2020
Ein Krimi der uns Leser einen möglichen Urlaubsort schmackhaft machen soll. Dieser Eindruck entstewiht, wenn man die sehr ausführlichen Beschreibungen der Landschaft, des Essens und der äußerst gastfreundlichen Menschen liest. Das ganze Buch besteht aus sehr ausführlichen Beschreibungen, egal um was es geht. Wie er seinen Bart trägt, wie sehr er seine Freundin liebt, wie er Roller fährt oder wie oft er einen Frappé trinkt oder wer ihn bezahlen muss. Der Krimi geht unter, schade, denn es ist ein sehr interessanter Ansatz. Ein Ermittler der feine Strömungen, Veränderungen der Umgebung und der Menschen spürt, als das er sich auf handfeste Tatsachen festlegen kann.
Eher ein Roman als ein Krimi. Tolle griechische Atmosphäre!
von Sandra8811 - 06.07.2019
Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich wollte bei einer Lovelybooks Aktion mitmachen. Cover: Das Cover finde ich total schön. Durch den Hafen und unten die griechischen Ornamente bekommt man gleich Griechenland-Feeling. Ich würde jetzt dadurch nicht gleich direkt auf einen Krimi schließen. Inhalt: Michalis Charisteas ist mit Hannah zusammen. Hannah ist Deutsche und endlich kommt sie wieder einmal zu ihm. Leider kann er die Zeit nicht ganz so sehr genießen, da es nach Ewigkeiten wieder einmal einen Mord gegeben hat. Auf der Insel Kreta passiert dies nicht jeden Tag. Die Polizisten des Reviers Kolymbari verhalten sich jedoch ganz unprofessionell. Wollen sie etwas vertuschen? Handlung und Thematik: Leider wird ja bereits im originalen Klappentext die komplette Handlung gespoliert, sodass eigentlich schon alles klar war. Kein Mörder- und kein Motivraten mehr Das liebe ich eigentlich bei Krimis und Thriller ganz besonders. Auch die Spannung war nicht wirklich da. Es passiert mal was, dann wird gehandelt, dann passiert wieder was, Es kam kein Druck auf und so richtig mitziehen konnte mich das ganze nicht. Allerdings war die griechische Atmosphäre ständig da und es las sich eher wie ein Roman als wie ein Krimi. Charaktere: Michalis ist ein netter Kerl. Er ist zwar Grieche, lässt sich aber von Hannah immer mehr zu deutschen Denkweisen hinleiten. Sympathisch fand ich, dass er immer für Gerechtigkeit sorgen will und den Fall komplett aufdecken mag. Die anderen Charaktere stelle ich jetzt aufgrund Spoiler-Gründen nicht vor. Es ist jedoch am Buchanfang eine Auflistung der wichtigsten Charaktere drin. Schreibstil: Ich finde Nikos Milonás Schreibstil einfach geschrieben, allerdings brauchte ich ewig es zu lesen, weil es mich einfach nicht gepackt hat. Wäre es als Roman deklariert gewesen und nicht als Krimi, so wäre das vielleicht was anderes gewesen. Die griechische Atmosphäre war allerdings voll da und super beschrieben. Die vielen griechischen Gerichte machten echt Hunger :-) Die Charaktere fand ich alle ein wenig flach. Lediglich Michalis war etwas vielschichtiger und interessanter. Kann aber auch daran liegen, dass es so gewollt ist, da die Story ja aus Michalis Perspektive erzählt wurde. Persönliche Gesamtbewertung: Las sich eher wie ein Roman als ein Krimi. Bis auf Michalis waren die Charaktere nicht meins und auch die Spannung war nahezu nicht vorhanden. Die griechische Atmosphäre ist allerdings super! Wenn überhaupt, würde ich das Buch Griechenland-Fans empfehlen.
Gelungener Auftakt mit einem sehr sympathischen Kommissar
von gaby2707 - 24.06.2019
Der Bürgermeister der kleinen kretischen Stadt Kolymbari ist verschwunden. Als Stelios Karathonos kurze Zeit später tot in seinem Wagen, abgestürzt an einer Steilküste, aufgefunden wird, sieht alles nach einem Unfall aus. Nur der junge Kommissar Michalis Charisteas glaubt nicht daran. Sein Gefühl sagt ihm, dass hier mehr dahinter steckt und will anfangen zu ermitteln. Da kommt von ganz oben der Befehl, die Ermittlungen abzubrechen. Doch dann gibt es einen weiteren Toten. Kommissar Michaelis Charisteas ermittelt zusammen mit seinem ihm vorgesetzten Partner Pavlos Koronaios in ihrer Heimatstadt Chania auf Kreta. Ihn habe ich sofort ins Herz geschlossen, wegen seines unerschütterlichen Glaubens an das Gute, wegen seiner Herzlichkeit, seiner Familienverbundenheit und wegen seiner deutschen Freundin Hannah Weingarten, die in Berlin studiert und hier auf Kreta an ihrer Doktorarbeiter weiterarbeiten will. Nur haben die Zwei durch die sich zwischen zwei Familien entspinnende Fehde fast keine Zeit um sich nur um sich selbst zu kümmern. Und auch Michalis Familie würde Hannah gerne absolut unter Beschlag nehmen. Ich finde, der Autor schafft eine so tolle Atmosphäre rund um die gesamte Familie Charisteas mit ihrer Taverne Athena, mit den vielen kretischen Gerichten, den Gerüchen, den Sitten und Gebräuchen, den kleinen Ausflügen in die Umgebung, dass ich mich gleich wie mittendrin fühle. Ich liebe die griechische Gastfreundschaft, die hier immer wieder zelebriert wird und einfach ihren ganz eigenen Flair hat. Überhaupt nimmt die Familie und auch Hannah einen sehr großen Raum ein. Aber klar, sie müssen vorgestellt und "sichtbar" gemacht werden. Besonders die wuselige Mama Loukia hatte ich immer wieder vor Augen. Einfach zum in den Arm nehmen und zum knuddeln, manchmal aber auch ein bisserl anstrengend. Gerade der Zusammenhalt in Michalis Familie steht im krassen Gegensatz zu zwei Familien, wo gerade eine Fehde ausgebrochen ist und sie sich anscheinend alle gegenseitig umbringen wollen. Diese totalen Gegensätze finde ich sehr interessant zu lesen. Eben diese beiden Familien stehen im Fokus dieses Kriminalfalles, der sich in einige Fälle ausweitet. Sehr spannend gemacht. Besonders die Auflösung des Falles hat mir gefallen und sich für mich durchaus realistisch dargestellt. Eine gelungene Premiere für Michalis Charisteas, seiner Hannah und seiner gesamten Familie, die ich sehr gerne noch intensiver kennenlernen möchte. Ein spannender Kriminalfall, interessante Protagonisten und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Bitte mehr davon!
Feinde auf Kreta
von Flo - 19.05.2019
Kretische Feindschaft ist der erste Fall für Kommissar Michael Charisteas und sogleich das Krimidebüt von Nikos Milonás alias Frank D. Müller. Das Cover ist ansprechend und passend gestaltet. Im Innenteil befindet sich eine schön gestaltete Karte Kretas mit den wichtigsten Orten für die Story. Außerdem ist ein Personenverzeichnis vorangestellt, welches außerordentlich hilfreich ist, da man bei so vielen griechischen Namen mal durcheinander kommen kann. Im Laufe des Buches erfährt man viel Lokales über Kreta, das dortige Essen und über griechische Familien. Kreta ist durch die Lektüre auf jeden Fall auf meine Urlaubswunschliste gekommen. Dabei drückt sich auch die schon früh entstandene Kretaliebe des Autors aus. Das Verhalten der Familie und dessen Schilderung rückt manchmal etwas zu sehr in den Vordergrund und lenkt vom eigentlichen Fall ab. Gut gefallen haben mir die Charaktere. Alle werden lebhaft und mit ihren jeweiligen Macken beschrieben. Man kann sich sehr gut in die einzelnen Personen hineinversetzen. Michalis ist einem mit seiner hartnäckigen Art sofort ans Herz gewachsen und hat das, was einen guten Kommissar ausmacht. Nach einem spannenden Anfang, als der Bürgermeister verschwunden war, folgte ein schwächerer und zum Teil etwas langatmiger Mittelteil. Dort standen die kretische Landschaft, Michalis Familie und seine Freundin Hannah im Mittelpunkt. Auf den letzten 100 Seiten (ca.) folgte dann ein Ereignis auf das andere. Die Auflösung des Falles erfolgte ziemlich schnell und wurde ohne viel Gegenwehr von allen Seiten akzeptiert. Das Ende war logisch aufgelöst. Zum Ende hätte ich mir etwas weniger Tempo gewünscht. Alles in allem handelt es sich um einen guten Krimi mit viel lokalen Informationen und starken Persönlichkeiten. Ein guter Auftakt in die Reihe um Michalis Charisteas.
Toller, undurchsichtiger erster Fall für Michalis Charisteas
von Bücher in meiner Hand - 13.05.2019
Ich mag Krimis, die in Griechenland spielen - es gibt nur so wenige davon. Deshalb freute ich mich, als ich von diesem neuen Kriminalroman aus dem Fischer Verlag hörte. Der Ermittler dieser Serie ist der 30jährige Kommissar Michalis Charisteas. Er ist auf Kreta aufgewachsen, seine ganze Familie lebt hier. Nach einigen Jahren in Athen kehrte er wieder zurück und arbeitet nun in Chania unter seinem Onkel Jorgos, dem Leiter der Mordkommission. Zu Michalis Team gehört Assistentin Myrta, IT-Spezialist Christos und Pavlos Koronaios, sein Partner. Die zwei ergänzen sich gut, auch wenn das nicht immer sichtbar ist. Michalis hat den ultimativen Riecher wenn etwas faul ist, ist ruhig und hat den Überblick. Koronaios ist der forsche Typ, der sich öfters ärgert über angeblich unwissende Zeugen, aber auch wenn Michalis mal wieder das Gefühl hat, dass an der Situation was nicht stimmt; insgeheim bewundert er ihn dafür. Dieses unstimmige Gefühl hat Michalis, als sie aufgeboten werden, den verschwundenen Bürgermeister von Kolymbari zu suchen. Die Kollegen vor Ort nerven sich über die Einmischung, die vom Gouverneur der Insel angeordnet wurde. Koronaios ist selbst nicht begeistert, denn es kam öfters vor, dass Bürgermeister Stellos mal für einen Tag verschwand und dessen Frau Fehlalarm auslöste. Doch dieses Mal ist Michalis sich sicher, dass etwas passiert sein muss. Erst recht, als am Tag darauf Stellos in seinem Wagen an einem Felsvorsprung aufgefunden wird und das Team vor Ort die Spurensicherung nicht aufbietet und das Ganze als Unfall betitelt. Michalis legt sich mit Jorgos und dem Polizeivorsteher an, die den Fall abschliessen. Was Michalis nur noch mehr motiviert auf eigene Faust zu ermitteln. Doch der Zeitpunkt ist äussert schlecht. Denn seine deutsche Freundin Hanna landet am Tag als Stellos vermisst wird in Heraklion. Die ganze Charisteas-Familie - bestehend aus den Eltern Loukia und Takis, Bruder Sotiris und Schwester Elena - sie alle rufen alle paar Stunden an und fragen nach, ob er es schafft sie abzuholen. Und als sie dann endlich da ist, haben die zwei kaum eine ruhige Minute vor lauter Familie. Die erst noch nicht versteht, wieso Hannah in Ruhe in ihrem Zimmer arbeiten will und dies nicht unten in der Taverna tut. Aber Hannah ist sympathisch, selbstständig und weiss die Griechen zu nehmen, was für viele Schmunzler sorgt. Familie ist das Top-Thema in Kretische Feindschaft - privat und auch in Michaelis aktuellem Fall. Ich kann mir vorstellen, dass das Thema für einige Leser zu ausführlich behandelt wird. Doch das braucht es, einerseits ist Familie für Griechen wichtig und dann ist es der erste Teil einer Serie, in dem üblicherweise alle Beteiligten vorgestellt werden. Familie Charisteas mit ihrer Taverne im Hafen wird sicher auch in den weiteren Fällen eine grosse Rolle spielen. Andererseits ist es für den Fall interessant, dass eine funktionierende, gut miteinander arbeitende Familie charakterisiert wird und daneben eine Familiengemeinschaft gezeigt wird, die aufgrund vieler Geheimnisse ausser Kontrolle gerät. So wie Michalis dargestellt wird - freundlich, aber stur wenns drauf ankommt und mit einem geschulten Auge für Details - freue ich mich auf weitere Fälle mit ihm und seinem Partner Koronaios. Fazit: Der tolle Auftakt hat mich unterhalten und amüsiert, der Krimi gehört nicht nur in den Griechenland-Urlaub-Koffer gepackt. Neben viel Lokalkolorit und Raki erwartet den Leser auch einen spannenden, undurchsichtigen Fall. 5 Punkte.
Spannend, einfühlsam, prima erzählt
von Anonym - 22.04.2019
Geht es um einen Unfall unter Alkoholeinfluss, um einen Wirtschaftskrimi, um Rache, Eifersucht, oder Bösartigkeit? Fall und Handlung bleiben bis zum Ende spannend, nehmen unerwartete Wendungen, Kehrtwendungen, und entwickelns sich dann doch, manchmal ebenso unerwartet aus einer vermeintlichen Sackgasse wieder heraus, Schritt für Schritt auf eine Lösung hin. Mit Geschick, Einfühlungsvermögen und einer charmanten Sturheit umschifft Kommissar Michalis Charisteas (fast) alle Hindernisse, die sich ihm entweder vorhersehbar aber auch unerwartet in den Weg stellen. Er verfängt sich nicht im komplexen Netz aus Anordnungen, Diensttellen, Kollegen, Verwandschaftsverhältnissen, der Verschlossenheit und Liebschaften von Betroffenen, Wirtschaftsbeziehungen und Politik. Stattdessen nutzt er clever die Linien dieses Netzes und seinen Verstand, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und dabei bleibt Charisteas ein liebenswerter Kommissar und Mensch, der mit Herz und Verstand gute Polizeiarbeit macht, ohne seine Familie und seine deutsche reundin aus dem Blick zu verlieren, der seine Insel, seinen Job, seine Familie und seine Freundin liebt. Ein spannender, einfühlsamer Krimi, eine absolute Leseempfehlung.
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