Liebes Kind

Thriller. Nominiert für den Crime Cologne Award 2019 (Shortlist).
Buch (kartoniert)
Kundenbewertung: review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.2
Ein emotional schockierender und zugleich tief berührenden Thriller, entrollt Stück für Stück das Panorama eines Grauens, das jegliche menschliche Vorstellungskraft übersteigt.
Buch (kartoniert)

15,90 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Liebes Kind als Buch (kartoniert)

Produktdetails

Titel: Liebes Kind
Autor/en: Romy Hausmann

ISBN: 342326229X
EAN: 9783423262293
Thriller. Nominiert für den Crime Cologne Award 2019 (Shortlist).
dtv Verlagsgesellschaft

1. März 2019 - kartoniert - 432 Seiten

Beschreibung

Dieser Thriller beginnt, wo andere enden
Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht - und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört.
In ihrem emotional schockierenden und zugleich tief berührenden Thriller entrollt Romy Hausmann Stück für Stück das Panorama eines Grauens, das jegliche menschliche Vorstellungskraft übersteigt.

Portrait

<i>Romy Hausmann, Jahrgang 1981, hat sich mit ihrem Thrillerdebüt ,Liebes Kind' (Februar 2019) sogleich an die Spitze der deutschen Spannungsliteratur geschrieben: ,Liebes Kind' landete auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste, Übersetzungen erscheinen in 15 Ländern. 2019 erhielt sie den Crime Cologne Award 2019, die Filmrechte wurden hochkarätig verkauft. ,Marta schläft' ist ihr zweiter Thriller. Romy Hausmann wohnt mit ihrer Familie in einem abgeschiedenen Waldhaus in der Nähe von Stuttgart. Weitere Informationen unter www.romy-hausmann.de

Pressestimmen

»_Die wendungsreiche, abgründige Story, kurzweilige, spannende Kapitel machen das Buch zu einem echten Highlight! Absolute Leseempfehlung!«
Buchblogger Florian Valerius, rtl.de 21.04.2020
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Anne S.
von Anne S. - Hugendubel Buchhandlung Erfurt Nordhäuser Straße - 16.05.2019
Dieses Buch beginnt dort, wo andere aufhören. Mit einer unglaublichen Emotionalität und Authentizität zieht Romy Hausmann ihre Leser in ein Grauen, das selbst nach der Rettung kein Ende nimmt. Schockierend, aufwühlend und ein vollkommen neuer Impuls für die Krimiszene.
Ihrem Buchhändler
von Ihrem Buchhändler - Hugendubel Buchhandlung Cottbus Mauerstraße - 16.05.2019
Nervenkitzel bis zur letzten Seite! Für diesen verzwickten Psychothriller muss man einiges an fiesem Kopfkino aushalten können. Nichts für schwache Nerven, aber definitiv eine Leseempfehlung von Fans von Fitzek und Co.!
Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg
Spannender Psychothriller
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 23.03.2019
Eine fensterlose Hütte im Wald, eine Frau und zwei Kinder. Hier hält er sie seid 14 Jahren gefangen und herrscht über sie. Er plant alles und sein Wille wird erfüllt. Doch dann gelingt es der Frau sich zu befreien und kommt nach einem Unfall mit ihrer Tochter ins Krankenhaus. Doch ist der Alptraum wirklich zu Ende? Ein Thriller, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Was ist passiert? Wir erfahren alles aus den jeweiligen Aussagen der verschiedenen Personen. So bekommt der Leser immer wieder einen anderen Einblick in die Geschehnisse. Ein Ende. Das ich so nicht erwartet hätte. Wenn Sie "Gone Girl" oder "Girl on the train" gerne gelesen haben, dann wird auch dieser Thriller Sie mit Sicherheit auch fesseln.
Bewertungen unserer Kunden
Spannend und intelligent geschrieben
von Kittys Kiste - 20.05.2020
Da dieser Thriller von allen Seiten gelobt wurde und mich auch die Beschreibung der Geschichte wahnsinnig neugierig gemacht hatte, musste ich ihn nun auch endlich einmal lesen und kann sagen, dass ich ihn wirklich gelungen finde. Erzählt wird er aus der Ich-Perspektive, jedoch nicht nur aus einer Sicht, sondern aus der mehrerer Personen, was meiner Meinung nach eine gute Wahl war, da man so direkt an den wichtigsten Charakteren dran war, ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen konnte. Mit ihrem leichten und flüssigen Schreibstil hat es die Autorin sofort geschafft, mich in die Handlung hineinzuziehen. Und ich wollte auch immer wissen, wie es weiter geht, denn die Geschichte war größtenteils richtig spannend. Das lag vor allem daran, dass es Romy Hausmann geschafft hat, immer neue, interessante und unvorhersehbare Wendungen einzubauen, so dass es einfach unmöglich war, den Ausgang der Handlung vorauszuahnen. Dennoch konnte ich hier und da ahnen, in welche Richtung es gehen könnte, wurde aber auch hier und da wieder überrascht. Schön fand ich ebenfalls, dass dieser Thriller größtenteils ohne Blut und brutale Szenen auskommt, sondern der psychische Aspekt im Vordergrund steht. Dennoch finde ich, dass dieser Thriller, die Spannung nicht zu einhundert Prozent halten kann. Gerade im Mittelteil gibt es hier und da mal eine kleine Länge. Was ich allerdings wieder sehr mochte, waren die einzelnen, sehr interessanten und vielschichtigen Charaktere, die teilweise einfach nicht zu durchschauen waren. Allen voran ist da Hannah, die wohl die wichtigste, aber auch seltsamste Person in diesem Thriller ist. Hinter ihre Fassade konnte ich nie so richtig blicken. Und außerdem legt sie eine Art an den Tag, bei welcher man nicht weiß, ob man sie mögen soll oder nicht. Hier hat die Autorin auch ein sehr interessantes und intelligentes Stilmittel eingesetzt, indem sie Hannah hat alles mögliche erklären lassen, sie ständig wiederholte, was sie bisher gelernt hat. So wird auch schon schnell klar, warum das Mädchen so ist, wie es ist. Allerdings hat mich genau dieses Stilmittel auch ab und zu ein bisschen gestört, weil mir diese Widerholungen mit der Zeit einfach zu viel wurden. Und auch Lenas Vater, ein sehr aggressiver Mann, ging mir von Seite zu Seite mehr auf die Nerven. Natürlich konnte ich ihn absolut verstehen, seine Wut auf die Polizei und die Medien, seine Liebe zu seiner Tochter und auch, dass er in seinem Eifer manchmal über die Strenge schlug, aber insgesamt macht seine Art ihn eben auch ein Stück weit unsympathisch. Das hat der Qualität der Geschichte allerdings keinen Abbruch getan. Insgesamt ist dieser Thriller eine absolute Leseempfehlung, gerade wenn man zwar Spannung haben möchte und intelligent geschriebene Charaktere, aber nicht viel Blut und Gewalt. Denn dieser Thriller ist ein wirklich gelungener Einblick in die dunklen Abgründe hinter verschlossenen Türen, der mich persönlich gut unterhalten hat.
Wird Lena entkommen?
von Anonym - 01.05.2020
Liebes Kind von Romy Hausmann Meine Meinung: Das Cover strahlt, sobald man es ansieht, etwas mysteriöses und geheimnisvolles aus, wodurch ich mir das Buch auch erst gekauft habe und unbedingt lesen wollte. Der Klappentext verrät nicht allzu viel von der Geschichte, dennoch war ich sehr gespannt und aufgeregt auf das was mich beim Lesen erwartet. Leider war es etwas schwierig für mich in die Geschichte hineinzufinden und mich auch in die Charaktere hineinzuversetzen. Die Charaktere wurden von Anfang bis Ende durcheinander beschrieben, oftmals kam auch die Vergangenheit und die Gegenwart durcheinander vor, weshalb ich immer wieder erst nachdenken musste was vorher passiert ist, um auch den Zusammenhang richtig zu verstehen. Dadurch, dass die Charaktere oft durcheinander vorkamen und oft nicht allzu viel passiert ist, ist mir die Geschichte oft zu langatmig gewesen. Zu viele Situationen, wo kaum Spannung aufkam. Zwischendurch kam ich bei der eigentlichen Lena und der Jasmin etwas durcheinander. Ich wusste erst überhaupt nicht von welcher Person jetzt eigentlich die Rede war und welche damit in den Hintergrund rückt. Jasmin war für mich auch ziemlich schwierig zu verstehen. Sie lügt ihre Freundin und die Polizisten an, obwohl das Thema längst durch wäre, hätte sie von Anfang an die Wahrheit gesagt. Natürlich kann ich nachvollziehen, wie sie sich gefühlt hat. Die Zeit, in der sie ein völlig anderes und neues Leben führte, muss für sie wahnsinnig schlimm und grauenvoll gewesen sein. Ein Leben zuführen, von dem du bis dahin dir überhaupt keine Gedanken gemacht hast. Kinder aufziehen, die du überhaupt nicht kennst. Einen Mann zu haben, den du überhaupt nicht liebst. Ihm das geben, was er will und viele Regeln befolgen, die dir überaus sinnlos und unwichtig vorkommen. Am Ende der Geschichte war es dann doch gut zu erfahren, wer der Mann überhaupt ist, wie er über die ganze Sache und Situation gedacht und gefühlt hat und was er für ein Ziel verfolgte. Fazit: Ein Thriller, wobei ich mir dann doch die Spannung und das gewisse Etwas gefehlt hat, was einen wirklich guten Thriller ausmacht. 2,5/5*
Spannend, jedoch im Mittelteil einige Längen
von buchwurm05 - 02.04.2020
Lena wird seit 14 Jahren in einer einsamen Hütte im Wald von einem Mann gefangen gehalten. Hier zwingt er ihr ein Leben mit ihm und ihren zwei Kindern Hannah und Jonathan auf, das streng geregelt ist. Jede Zuwiderhandlung wird bestraft. Eines Tages gelingt ihr die Flucht, bei der sie von einem Auto angefahren wird. Was ist geschehen? Und wieso hat sie nur ihre Tochter dabei? Liebes Kind fällt durch seinen ungewöhnlichen Schreibstil auf. Rollt Lenas Geschichte von hinten auf. Das war etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt unterschiedliche Erzählstränge. In Ich-Form wird abwechselnd aus Lenas, Hannahs und Matthias (Vater von Lena) Sicht erzählt. Man erfährt viel über deren Gedanken und wie sie alles erlebt haben. Schon an der Art wie das jeweilige Kapitel geschrieben ist, merkt man sofort, wer gerade erzählt. Das hat mir gut gefallen und ich empfand es auch als spannend. Leider war mir der Mittelteil einfach zu langatmig. Vieles hat sich im Kreis gedreht. Auch die Passagen um Hannah haben mich nach einiger Zeit genervt. Obwohl ich zugeben muss, dass ihr Wesen darin gut beschrieben wurde. Fazit: Ein ungewöhnlicher Thriller in jeder Hinsicht. Der durchaus spannend und flüssig zu lesen ist. Mir im Mittelteil viel zu langatmig war. Was mir das Lesevergnügen etwas getrübt hat. Ich ihn aber trotzdem gerne gelesen habe.
Mir gefiel der Schreibstil nicht
von Emma's Bookhouse - 08.11.2019
Liebes Kind - Romy Hausmann Verlag: dtv premium Taschenbuch: 15,90 € eBook: 14,99 € ISBN: 978-3-423-26229-3 Erscheinungsdatum: 28. Februar 2019 Genre: Thriller Seiten: 432 Inhalt: Dieser Thriller beginnt, wo andere enden Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht - und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört. In ihrem emotional schockierenden und zugleich tief berührenden Thriller entrollt Romy Hausmann Stück für Stück das Panorama eines Grauens, das jegliche menschliche Vorstellungskraft übersteigt. Mein Fazit: Zum Cover: Das Cover ist jetzt nichts besonderes. Man sieht einen kleinen Käfig und ansonsten nur den Titel und den Namen der Autorin. Es ist in schwarz / weiß gehalten und der Name der Autorin in rot. Zum Buch: Ich dürfte dieses Buch als Wanderbuch lesen und ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich es mir nicht selbst gekauft habe, aber dazu gleich mehr. Ich wollte es unbedingt lesen, weil es in aller Munde war und total gehypt wurde. Ich verstehe diesen Hype darum ehrlich gesagt nicht, aber auch das ist wieder nur meine persönliche Meinung. Lena wurde vor 14 Jahren entführt und verschleppt, als Matthias eines Tages den Anruf von seinem Polizisten-Freund Gerd bekommt und er ihm sagt, dass sie eventuell Lena gefunden haben, macht dieser sich allein auf den weg ins Krankenhaus. Leider wird er enttäuscht, doch als ein kleines Mädchen den Gang entlang kommt, sieht er sein Lenchen. Konnte Lena endlich flüchten? Oder ist es gar nicht Lena? Der Schreibstil gefiel mir nicht, trotzdem war das Buch zeitweise wirklich spannend. Wäre es kein Wanderbuch gelesen, hätte ich es vielleicht sogar abgebrochen, aber ich bin doch ganz froh es nicht getan zu haben. Mir waren die Sätze zu abgehakt. Ich hatte das Gefühl, ein Protokoll zu lesen und nicht einen Thriller. Ich schlug mich also durch dieses Buch, es fiel mir zeitweise sehr schwer, aber am Ende war ich wie gesagt, ganz froh darüber. Die Charaktere sind hier unterschiedlich, ich hatte Probleme mich mit denen anzufreunden, am liebsten mochte ich tatsächlich Lenas Mutter, sie hielt sich meist im Hintergrund und hatte eigentlich als einzige den Durchblick. Matthias war mir zu aufbrausend, die Polizei unfähig und Hannah und ihre Gedanken waren mir mitunter zu abstrakt, also ihr seht schon, für mich war dies kein besonderes Buch. Allerdings kann ich sagen es lohnt sich irgendwie es zu Ende zu lesen, denn auf diesen Täter wäre ich nie gekommen. Das war wiederum wirklich gut geschrieben. Die bildliche Darstellung ist ganz ok, einige Szenen wurden gut herausgearbeitet, andere wiederum nur angeschnitten. Bei manchen bekam ich schon ein beklemmendes Gefühl und wollte nicht in der Haut der Opfer stecken. Ich gebe hier 3 von 5 Sternen, aber auch nur weil es trotz Schreibstil der mir nicht gefiel, an manchen Stellen spannend war.
Harter Tobak, aber lesenswert!
von Principessa1909 - 19.08.2019
Das Cover des Buches ist ansprechend und lädt zum Kauf und Lesen des Buches ein. Und es ist auch bezeichnend für den Haupthintergrund der Geschichte: Die Gefangenschaft in einer einsamen Hütte im Wald. Einleitend im Buch findet man lediglich eine alte Zeitungsmeldung, zweispaltig, aus München, in welcher über das Verschwinden einer 23-jährigen Studentin - Lena Beck - berichtet wird. Was geschah damals und wo ist Lena? In die Geschichte selbst wird der Leser abrupt geworfen und ungewohnt: in der Ich-Form. Dadurch befindet man sich direkt mitten im Geschehen, ohne zuerst recht zu wissen, worum es eigentlich geht und was genau passiert. Doch bereits der Sprung zu Hannah, der Tochter der Hauptperson, welche (ebenfalls in der Ich-Form) erzählt was passiert ist, bringt - vermeintlich - Klarheit in das Geschehen und leitet einen Roman ein, welcher gerade durch die Ich-Perspektiven und Erzählerwechsel bis zur letzten Seite spannend bleibt und den Leser zwingt, weiter und weiter zu lesen. Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch, das bis zum Ende mit dem Leser spielt und ihn auf falsche Fährten lockt - die Wahrheit bleibt bis zum Ende verborgen, die Auflösung durchaus überraschend.
Harter Tobak, aber lesenswert!
von Principessa1909 - 19.08.2019
Das Cover des Buches ist ansprechend und lädt zum Kauf und Lesen des Buches ein. Und es ist auch bezeichnend für den Haupthintergrund der Geschichte: Die Gefangenschaft in einer einsamen Hütte im Wald. Einleitend im Buch findet man lediglich eine alte Zeitungsmeldung, zweispaltig, aus München, in welcher über das Verschwinden einer 23-jährigen Studentin - Lena Beck - berichtet wird. Was geschah damals und wo ist Lena? In die Geschichte selbst wird der Leser abrupt geworfen und ungewohnt: in der Ich-Form. Dadurch befindet man sich direkt mitten im Geschehen, ohne zuerst recht zu wissen, worum es eigentlich geht und was genau passiert. Doch bereits der Sprung zu Hannah, der Tochter der Hauptperson, welche (ebenfalls in der Ich-Form) erzählt was passiert ist, bringt - vermeintlich - Klarheit in das Geschehen und leitet einen Roman ein, welcher gerade durch die Ich-Perspektiven und Erzählerwechsel bis zur letzten Seite spannend bleibt und den Leser zwingt, weiter und weiter zu lesen. Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch, das bis zum Ende mit dem Leser spielt und ihn auf falsche Fährten lockt - die Wahrheit bleibt bis zum Ende verborgen, die Auflösung durchaus überraschend.
Spannung anders!
von Danylo Rokytskyy - 15.06.2019
Schwieriges Thema mit unglaublicher Umsetzung. Eines vorweg: Es ist nichts, wie es scheint. In diesem Thriller wird auf 425 Seiten das schreckliche Schicksal von hauptsächlich zwei Frauen erzählt, welche in die Hände eines Psychopathen geraten. Entführungen kommen oft in Thrillern vor, aber hier ist es ganz anders. Stell dir vor, du wirst entführt und am nächsten Tag bist du in einer Hütte mit zwei Kindern eingesperrt, die ihren Vater (aka dein Kidnapper) lieben und die Gefangenschaft als normal erachten. Das Ungewöhnliche: dieser Thriller endet dort, wo andere beginnen. Nämlich mit der Flucht von Lena aus der Holzhütte im Wald. Doch war es wirklich eine Flucht und wieso ist ihre kleine Tochter Hannah dabei. Lena war vor 14 Jahren ominös verschwunden und wurde erst jetzt gefunden; oder doch nicht? Neben Lena wird die Geschichte noch in der Perspektive von Lenas Vater Matthias und ihrer Tochter Hannah erzählt. Hannah ist ein 13 Jahre altes Mädchen, welches durch das Leben in der Hütte in der normalen Gesellschaft schwer hat. Für sie sind die Worte ihres Vaters Gesetz und verurteilt durch diese Gesetze das Verhalten von fremden Menschen. Ich finde, dieses Buch beschreibt sehr gut, dass ein Mensch von den Normen vorherbestimmt wird, welche ihm seine Eltern beibringen. Und wenn man diese Normen, denen der anderen nicht entsprechen, dann kommt es zu Konflikten. Meine Meinung: Ich finde, dass das Buch sehr professionell geschrieben wurde und man daraus viel entnehmen kann. Ich werde das Buch definitiv noch einmal lesen, um mir wirklich alle Nuancen des Romans klarzumachen. Von den Charakteren muss ich sagen, dass alle sehr nachvollziehbar gehandelt haben und dass die Handlung sehr gut durchdacht ist, jedoch konnte ich mich, wenn dann nur mit Jasmin identifizieren. Die meisten Charaktere hatten wirklich sehr unangenehme Züge. Ich würde nicht sagen, dass es ein Thriller war, welchen ich vor Spannung nicht aus den Händen legen konnte, jedoch fand ich in der Geschichte einige Denkansätze für sich selbst. Ich finde den Titel "Liebes Kind" wegen der Geschichte mit Hannah sehr passend. Auch das Cover ist wunderschön und würde ihm definitiv 5/5 Sternen geben. An den geschwärzten Ecken des Buches wurde das Cover aufgeraut, wes mir zudem sehr gefällt. Fazit: Es ist kein einfacher Thriller, den man zwischendurch lesen kann, sondern muss sich für ihn Zeit nehmen, um alles zu verstehen. Außerdem ist das Buch eher nicht für Menschen, welche Krimis wegen der Ermittlungsarbeit lesen, sondern für welche, die sich gerne mit den Absichten und den Gedankengängen der Figuren befassen 4.5/5 Sternen
Durchweg spannend - wenn nur die letzten 60 Seiten nicht wären
von Xirxe - 25.05.2019
Seit 14 Jahren ist Lena verschwunden ohne dass es ein Lebenszeichen von ihr gibt. Dann findet man nach einem Autounfall eine schwer verletzte Frau, neben ihr ein kleines Mädchen, das behauptet, die Frau wäre ihre Mutter und heisse Lena. Nach und nach stellt sich heraus, dass Beide gefangengehalten wurden in einem Haus mitten im Wald, offenbar jahrelang. Doch ist die Frau tatsächlich die vermisste Lena? Die Geschichte entwickelt sich nur zögerlich aus den Erinnerungen zweier Hauptfiguren, Lena und der kleinen Hannah, was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut. Während die vermeintliche Lena voller Emotionen die beängstigte Atmosphäre und ihre Demütigungen schildert, sind Hannahs Erinnerungen völlig sachlich und scheinbar gefühllos. Doch vermutlich ist es genau dieser extreme Gegensatz, der das Ganze so eindringlich wirken lässt. Ich mochte mir kaum vorstellen, was dieses kleine Mädchen erlebt haben musste, um sich so zu äussern wie sie es tut. Der dritte Protagonist ist Lenas Vater, der nie über den Verlust seiner Tochter hingekommen ist und nun all seinen Frust und Ärger an der Polizei auslässt (Alles Deppen ausser mir oder so ähnlich ;-)). Mir war das stellenweise wirklich zuviel, wie er seiner Wut ungebremst freien Lauf lässt und nicht nur im übertragenen Sinn wild um sich schlägt. Ansonsten gibt es nicht allzu viel Action wie beispielsweise Mord und Totschlag bis auf die letzten 60 Seiten; dennoch läuft das Kopfkino auf Hochtouren. Ich habe die mehr als 400 Seiten in gerade einmal zwei Tagen durchgelesen, weil ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Hätte es dann noch diesen übertrieben dramatischen Showdown nicht gegeben, würde ich diesen Thriller bedenkenlos Allen nahe legen, die dieses Genre lieben. So bleibt es bei einer Empfehlung mit Einschränkung.
4.842 Tage
von Miss Norge - 25.05.2019
Pageturner kreisch Hype, Hype, Hype kreisch , Dieses Buch muss man gelesen haben, der Über-Thriller kreisch . So und auf viele andere Art und Weise wurde über dieses Buch geschrieben, da dachte ich, ach Gottchen ne, das muss ich unbedingt lesen, anscheinend lässt es einen nicht mehr los, das Buch MUSS der Obersuperduper Hammer sein. Nun habe ich es gelesen und muss sagen, naja, kann man lesen, aber man muss es nicht unbedingt. Nichts neues im Staate Deutschland, nichts was mich so vom Hocker gehauen hat, das ich dachte, das habe ich noch nie im Leben gelesen. Ok, das der Thriller da anfängt, wo die meisten enden, ist ganz gut überdacht gewesen, aber ansonsten fand ich es weder thrillermässig spannend, noch besonders gut geschrieben. Der Plot hat mich weder emotional gepackt, noch betroffen gemacht oder bestürzt. Die Charaktere sind mir von Beginn an fremd geblieben und an einigen Stellen war der Verlauf der Geschichte sehr langatmig. Also ich persönlich kann den Hype um dieses Buch nicht verstehen.
Horror pur
von Anonym - 18.05.2019
Vor 14 Jahren kam die Studentin Lena nach einer Party nicht zu Hause an. Da sie oder ihre Leiche nie gefunden wurde, konnten die Eltern nie von ihr Abschied nehmen. Jetzt wurde ein Frau gefunden auf die diese Beschreibung passt. Mit ihr wird ein Kind gefunden, welches Lena als Kind total ähnlich sieht. Aber die Frau ist nicht Lena! Wie hängt das zusammen? Das Buch ist sehr gut aufgebaut. Aus der Sicht von Lena, ihrer Tochter und Lenas Vater erlebt der Leser diese unglaubliche Geschichte. Die Tochter Hannah kennt nur das Leben in der Hütte ihr sind die Menschen außerhalb suspekt. Sie versteht ihr Vorgehen nicht. Lena wurde aus ihrem Leben gerissen und muss jetzt mit diesem Erlebnis klar kommen. Sie ist verängstigt und verunsichert. Am schlimmsten ist die Situation für Lenas Eltern. Die Ungewissheit und Hoffnung löst ein Gefühlschaos bei ihnen aus. Die Gefühle und Gedanken der Personen waren so glaubhaft und ergreifend. Es gab immer wieder Wendungen und neue Hinweise, welche den Leser auf falsche Fährten führen. Das Ende war für mich vollkommen überraschend. Die Auflösung war glaubhaft und gut gelöst.
Gefangen
von herr_opunkt_bepunkt - 11.05.2019
nhalt/ Klappentext: Dieser Thriller beginnt, wo andere enden Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht - und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört. In ihrem emotional schockierenden und zugleich tief berührenden Thriller entrollt Romy Hausmann Stück für Stück das Panorama eines Grauens, das jegliche menschliche Vorstellungskraft übersteigt. Persönliche Meinung: Überraschend, fesselnd und emotional- das sind die ersten Gefühle, die mich bei der Lektüre von Liebes Kind bewegen. Eine Geschichte, die mit vielen Wendungen zu einer traurigen Gewissheit führt, starke und interessante Charaktere aufweist. Die auch grausam ist, wenn auch nicht immer durch Gewaltdarstellungen, sondern durch die Bilder der Hoffnungslosigkeit in ausweglosen Situationen. Romy Hausmann ist ein spannendes Thrillerdebüt gelungen, obwohl man auch schon bei Beginn befürchtet, wie es enden könnte. Viele Gewissheiten werden immer wieder in Frage gestellt und die Auflösung hat neben einigen Aha- Erlebnissen auch Unerwartetes anzubieten. So ist der Leser in einer guten Mischung zurückgelassen- das ist ein extrem guter Schachzug!! Nicht einfach Lösungen aus dem Ärmel zu zaubern, sondern sie logisch aufzubauen und aufzulösen. Man fühlt sich seiner Beobachtungsgabe nicht betrogen, sondern wird eingentlich über die ganze Zeit angefüttert. Ich empfehle dieses Buch in einem Rutsch zu lesen. Leider hatte ich im Zwischenteil ein paar Tage pausieren müssen und so hat es da für mich an Fahrt verloren. Dies liegt aber nicht an der angenehm zu lesenden Sprache der Autorin, die es leicht macht die Augen über die Seiten fliegen zu lassen und man gar nicht merkt, wieviele davon plötzlich gelesen worden sind. Mit großer Erwartung blicke ich einem neuen Romy Hausmann- Thriller entgegen.
Gute Idee!
von KiMi - 09.05.2019
Das Buchcover finde ich sehr ansprechend und passend zum Inhalt. Der Klappentext verspricht mal etwas anderes und viel Spannung. Den Buchaufbau finde ich gut und der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Die Charaktere der Hauptpersonen entwickeln sich im Lauf der Geschichte gut raus. Auch die Story wäre mir eine 4 Punkte Bewertung wert gewesen. Aber dann kam der Schluss und mit dem konnte ich mich leider so garnicht anfreunden. Da ich in meinen Rezensionen eigentlich keine Inhalte verraten möchte, um niemandem die Lesefreude zu trüben daher also nun bitte nicht weiterlesen da ich hier leider einen kleinen Spoiler nicht vermeiden kann. Ich fand es spannend zu rätseln wer nun eigentlich Lena wirklich ist und die anschließende Suche nach der echten Lena. Auch Hannahs Rolle finde ich sehr gut ausgebaut und die Frage ob sie nun ein verwirrtes Opfer oder Mitwisseren/-täterin ist. Aber dann einen Täter zu präsentieren der zwar vorher auch bekannt war aber genauso gut irgendjemand von der Straße hätte sein können hat mir doch sehr die Freude am miträtseln getrübt. Das hat bei mir leider einen üblen Nachgeschmack hinterlassen und zum Abzug eines Punktes geführt.
Psycho-Thrill
von gagamaus - 03.05.2019
"Liebes Kind" von Romy Hausmann ist ein Psychothriller, der eher leise und gemächlich daherkommt. Eine Frau wir angefahren und ihre kleine Tochter verhält sich ungewöhnlich und erzählt seltsame scheinbar unzusammenhängende Sachen. Die Polizei vermutet schnell, dass es sich um die vor 13 Jahre verschwundene Lena Beck handelt. Wurde sie wirklich so lange in einer Hütte gefangen gehalten? Hast sie dort Kinder bekommen? Was ist wirklich geschehen? Durch Rückblicke aber vor allem durch die Erzählungen des Kindes und später der Frau wird klar, dass ein grausames Verbrechen geschehen ist. Einer jener Fälle, von denen man immer wieder mal liest, die aber die eigene Vorstellungskraft sprengen. Das Buch gibt hier die Möglichkeit rein zu fühlen, in das Leben der Opfer. Man erfährt wie die Frau und das Kind versuchen zur Normalität zurückzufinden und wie die Familie um Fassung und ein Verstehen ringt. Natürlich wird auch Stück für Stück der Täter entlarvt. Tatsächlich fand ich diesen Teil etwas zäh und gar nicht so spannend. Die Psychologie steht eindeutig im Vordergrund bei diesem Buch. Der Erzählstil ist nah dran an den Personen.
starkes Buch
von Ecinev - 20.04.2019
Aus einer fensterlosen Hütte mitten im Wald kann sich eine junge Frau befreien und wird von einem Auto angefahren. Ihre kleine Tochter ist dabei. So beginnt der Debut Roman von Romy Hausmann. Im Krankenhaus kommt langsam die ganze grausame Wahrheit ans Licht. Das kleine Mädchen und ihr Bruder leben eingeschlossen in einer Hütte, zu essen gibt es Energieriegel, die Luft kommt aus einem Zirkulationsapparat. Die Frau die dort mit ihnen lebt war zur falschen Zeit am falschen Ort und wird dort ebenfalls gefangen gehalten. Ein Vater, seit Jahren auf der Suche nach seiner Tochter klammert sich an die Hoffnung seine Tochter noch lebendig zu finden. Aus der Sicht von Hannah, dem kleinen Mädchen nimmt das Buch Fahrt auf. Der Spannungsbogen ist hoch, der Schreibstil lebendig jedoch die Verwicklungen teilweise stark an den Haaren herbeigezogen und übertrieben. Am Ende fällt es einem schwer den Überblick zu behalten.
Die Hütte im Wald
von Claudia Repp - 18.04.2019
Als eine junge Frau einen Unfall hatte und gemeinsam mit dem kleinen Mädchen Hannah in ein Krankenhaus eingeliefert wird, stellt sich die Frage, wer beide sind, denn Hannah weiß nur ihren Vornamen und bezeichnet Lena, die junge Frau, als ihre Mutter. Gibt es eine Verbindung zu einem 14 Jahre zurückliegenden Vermisstenfall? Jedoch stellt sich schnell heraus, dass Lena nicht die vermisste Lena ist und auch nicht Hannahs Mutter. Was passierte all die Jahre in der Hütte im Wald? Die Autorin entführt die Leser in ein Labyrinth des Schreckens und hat uns emotional fest im Griff, während sie einen Verdächtigen nach dem anderen präsentiert und kurz vor der vermeintlichen Auflösung eine weitere Abzweigung wählt. Hier bleibt der Spannungsbogen straff gespannt, bis ein überraschender Schluss dem Grauen ein Ende setzt. Man legt dieses Buch nicht so schnell aus den Händen.
Mitreißender Thriller
von skaramel - 17.04.2019
Lena lebt im Wald, mit ihren zwei Kindern und ihrem Ehemann - was klingt wie die perfekte Familienidylle ist ein reines Martyrium. Mahlzeiten, der Gang zur Toilette, selbst der Sauerstoff - alles ist geplant und reicht zum Überleben. Vor die Tür kommt sie zum ersten Mal als ihr die Flucht gelingt. Doch nach der kurzen Euphorie, beginnt der Albtraum danach erst richtig. Ganz ehrlich: Entführungen und die Geschichten dazu, die gibt es wie Sand am Meer. Daher waren die Erwartungen an "Liebes Kind" von Romy Hausmann nicht riesig, doch die Pressestimmen waren gut und das Hörbuch gerade verfügbar. Doch schon nach den ersten Kapiteln war der Thriller fesselnd. Ist Lena wirklich Lena? Können ihre Eltern aufatmen? Wenn Lena nicht Lena ist, wer sind dann die Kinder? Und wer macht sowas? Von der Idee erinnert Liebes Kind stark an das englische Pendant "Raum", das auf einem ähnlichen Aufbau basiert. Doch Hausmanns Idee die verschiedenen Charaktere erzählen zu lassen, gibt dem Buch den letzten Schliff. Die unterschiedlichen Perspektiven bringen auf ihre eigene Weise den neuen Input: Hannah bringt Licht in die Zeit im Haus und gibt durch die kindliche, naive Erzählweise Gänsehautgefühl. Matthias, Lenas Vater, der lange nach seiner Tochter gesucht hat, bringt das impulsive Zeitgeschehen mit, der die Situation von außen betrachtet. Und Lena? Lena ist vor allem traumatisiert - ihre Parts sind schwer und manchmal so verwirrend wie sie es selbst zu sein scheint. Alles in allem auf jeden Fall ein hervorragendes Buch, das durch einige perfekt gesetzte Kniffe absolut spannend ist und den Leser mitreißt. Ich empfehle hier übrigens wärmstens die Hörbuchedition, denn - auch wenn das Buch sicherlich auch so durch Aufbau und brilliante Ideen besticht - machen die unterschiedlichen Leser und gerade die monotone Stimme Hannas das Hörbucherlebnis viel, viel intensiver. Also wer mal wieder Lust auf einen packenden Thriller hat, den kann Liebes Kind nur überzeugen.
Solider Thriller mit interessanten Charakteren
von Anonym - 17.04.2019
Seit vierzehn Jahren gilt die Tochter von Matthias Beck als vermisst. Er und seine Frau haben nur einen Wunsch: Klarheit, was mit ihrer Lena passiert ist. Etliche Kilometer entfernt von den Becks wird eine Frau nach einem Unfall in ein Krankenhaus eingeliefert, begleitet von ihrer Tochter Hannah. Der Name der Frau: Lena. Nach und nach ergibt sich für die ermittelnden Polizisten ein furchtbares Bild. Denn die Frau wurde entführt, in einer Hütte im Wald festgehalten und konnte nur durch Zufall fliehen. Handelt es sich bei der Frau um Lena Beck? Ich hatte erwartet, dass mich das Buch schneller in seinen Bann ziehen und ich es zügig beenden würde, ist es doch schon vorgekommen, dass mich Thriller so sehr fesselt, dass ich nicht schlafen konnte, bevor das Buch nicht beendet war. Anhand etlicher Rezensionen sowohl in Videoform auf YouTube als auch auf den gängigen Portalen sprach ich dem Buch vor dem Beginn der Lektüre schon eine Sogwirkung zu, die es so leider nie gab. Das Buch war ohne Frage spannend, doch schleppte ich mich ungefähr bei der Hälfte eher kriechend durch die Geschichte. Das lag vor allem an einigen Charakteren, zu denen ich irgendwie keinen Draht finden und keine Beziehung aufbauen konnte. Geschrieben aus der Perspektive von Hannah, Matthias und Lena ermöglicht die Geschichte wirklich tolle Einblicke in die Gedankenwelt dieser Charaktere. Und während ich alle wirklich super authentisch dargestellt finde, so kann ich noch immer nicht alle von ihnen wirklich greifen. Hannahs Stil gefiel mir unglaublich gut zu Beginn des Buches, da ihre Art der Beschreibung der Dinge und ihre Sicht auf die Welt wirklich interessant und anders waren. Doch nahm mir Hannah im weiteren Verlauf des Buches einfach zu viel Raum ein. Mir hätten weniger Kapitel aus ihrer Sicht etwas besser gefallen. Dies ist eine ganz persönliche Einschätzung, denn natürlich bringt Hannahs Handlungsstrang die Geschichte ganz anders weiter, als es zum Beispiel der von Matthias gemacht hätte und fördert ganz andere Emotionen, Gefühle und Empfindungen. Auch mit Matthias hatte ich ziemliche Probleme. Zum einen konnte ich unglaublich viel Mitgefühl für ihn und seine Situation aufbringen, zum anderen aber stand er sich selber so sehr im Weg und behandelte seine Mitmenschen so, wie ich es mir nie vorstellen könnte. Doch auch hier muss ich ganz stark betonen, dass es sich nur um meine eigene Empfindung einem Charakter gegenüber handelt. Denn wie schon angesprochen sind die Charaktere so authentisch dargestellt wie ich es vorher vielleicht noch nie in einem Thriller empfunden habe. Nur, weil mir die Art und Weise nicht gefiel, wie Matthias mit anderen umging, bedeutet dies nicht, dass ich nicht absolut nachvollziehen oder eher verstehen kann, warum er so handelt. Die Autorin hat sich spürbar Gedanken darum gemacht, wie einzelne Individuen in bestimmten Situationen reagieren könnten und was glaubhaft wäre. Daraus sind ganz eigene Charaktere entstanden, die Ecken und Kanten haben, an denen man sich eben auch mal stoßen kann. Einige Plottwists wurden sehr offensichtlich in die Handlung eingebunden, so dass deren Auflösung keine große Überraschung mehr war. Mich hat das bei diesem Buch jedoch nicht wirklich gestört, sondern viel mehr dazu beigetragen, dass ich mich bei Miträtseln bestätigt fühlte, wenn meine Vermutungen plötzlich wahr wurden. Grundsätzlich ist es Romy Hausmann wirklich toll gelungen, wie sehr ich dann doch mitfieberte. Wenn auch nicht mit den Charakteren. Aber meine eigene Neugier wollte befriedigt werden und das ist gut gelungen. Das Ende hingegen entwickelte sich in eine Richtung, die ich absolut nicht habe kommen sehen. So konnte mich vor allem das letzte Viertel des Buches wirklich fesseln und ich wollte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Ich schwanke zwecks Beurteilung sehr bei diesem Buch, da es für mich irgendwo bei 3.5 Sternen liegt. Da mich bei dem Buch eigentlich nur das letzte Viertel fesseln konnte und ich vorher der Geschichte eher plätschernd folgte, tendiere ich einfach mehr zu 3 als zu 4 Sternen, weshalb ich mich auch für diese Bewertung letztendlich entschlossen habe.
4
von Rebecca1120 - 13.04.2019
Vierzehn Jahre oder 4842 Tage währt das Martyrium um Lena. Eingesperrt in einer Waldhütte, von der Außenwelt abgeschnitten muss sie ihrem Peiniger zu Willen sein. Die gesamten, stets nach gleichem Zeitplan verlaufenden Tage, hat sie nur ein Ziel, ihre Kinder sollen dieser Hölle entfliehen Schon alleine der erste Satz: "Am ersten Tag verliere ich mein Zeitgefühl, meine Würde und einen Backenzahn.", zeigt wie temporeich der Leser hier mit der Handlung konfrontiert wird. Dieser Thriller macht süchtig. Es gelingt der Autorin den Leser durch die stets auf hohem Niveau vorhandene Spannung, zu zwingen das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Wenn ich ehrlich bin: so einen packenden Triller habe ich lange nicht gelesen. Hannah, Lenas Tochter, wird so realistisch in ihrem krankhaften Zwang zum ewigen Zählen, wenn Dinge unangenehm sind, wenn etwas ungewohnt ist oder sie warten muss. Dann ihre ewigen Zitate aus dem Lexikon. Es zeigt auf der einen Seite ihre vorhandene Intelligenz, aber gleichzeitig auch wie krank ihre Seele ist. Ich hatte großes Mitleid mit ihr. Als Leser muss man versuchen zu begreifen, was an den kindlichen Schilderungen Wahrheit oder Fantasie sind. Das fand ich spannend, da sich in den Schilderungen sehr viele Widersprüche verbargen, die mit logischem Verstand nicht erklärbar sind. Aber dadurch wurde mein Ehrgeiz angestachelt hinter die Geheimnisse zu kommen. Aber auch Jasmins kranke Seele, ihr innerer Kampf das Erlebte zu verarbeiten und mit ihrer Schuld umzugehen sind wunderbar beschrieben. Jasmins Drang sich nur mit Lena gedanklich auszutauschen, wenn Erlebtes ihr zu peinlich erscheint, fand ich sehr glaubhaft geschildert. Dabei ist die Handlung insgesamt so unvorhersehbar, so packend und spannend geschrieben, dass dieses Buch in meinen Augen ein MUSS für alle Thriller-Fans ist. Von mir gibts 5 Lese-Sterne.
Die fensterlose Hütte im Wald
von jenvo82 - 13.04.2019
"In seiner Wirklichkeit hatte er mich gefragt, ob ich bereit war zu sterben, und ich hatte mich mit einem stummen Nicken einverstanden gezeigt. Ihm meine Erlaubnis erteilt." Inhalt Seit 14 Jahren wird die damals 23-jährige Studentin Lena Beck vermisst. Ihre Eltern haben die Hoffnung nie aufgegeben, sie eines Tages wiederzufinden. Doch als Lenas Vater Matthias zu einer Schwerverletzten ins Krankenhaus gerufen wird, um sie möglicherweise als seine Tochter zu identifizieren, wird er enttäuscht. Die Fremde hat ein Martyrium in einer einsamen, fensterlosen Hütte im Wald hinter sich, dem sie nur mit Mühe und Gewalt entkommen konnte. Mit ihr geflohen ist ein 13-jähriges Mädchen, angeblich ihre Tochter Hannah, doch diese sieht Lena frappierend ähnlich und wird mittels DNA-Test auch als Kind der Vermissten anerkannt. Für Matthias stellt sich nun die bange Frage, was aus seiner Tochter wirklich geworden ist, wenn die Misshandelte behauptet, Lena zu sein und doch eine ganz andere ist Meinung Dieses Thriller-Debüt der Münchner Autorin Romy Hausmann ist eine Wucht und vereint alles, was ein grandioser Spannungsroman haben muss. Zunächst fällt eine ungewöhnliche Aufteilung der Protagonisten auf, denn hier spricht nicht nur die Gefangene selbst, sondern auch ein schwer gestörtes Kind und ein psychisch labiler, verzweifelter Vater - und jeder öffnet für den Leser eine andere Tür, um ihn am Höllenszenario in der Hütte teilhaben zu lassen. Äußerst geschickt wechselt die Autorin nicht nur die Erzählstimme, sondern auch die Zeitebene. Während man manchmal direkt in der Hütte mit dem ausfallenden Zirkulationsapparat, der für die Frischluft verantwortlich ist, auf ein grausames Ende einer rekrutierten Zwangsfamilie wartet, liest man im nächsten Moment die sensationslüsternen Zeitungsartikel über ein angebliches Partygirl, welches sich mit dem falschen Mann eingelassen hat. Darüber hinaus fesselt aber gerade die gegenwärtige Situation, einer schwer traumatisierten jungen Frau und zweier ebenso beschädigten Kinderseelen, die sich nun in einem Alltag jenseits ihres fensterlosen Zuhauses zurechtfinden müssen. Jede Seite bringt neue Erkenntnisse und macht den Leser auf die Entwicklung neugierig. Der eigentlich perfekte Schachzug dieses Buches ist jedoch die sich immer mehr verdichtende Möglichkeit, dass der Täter gar nicht tot ist. Vielleicht ist ihm die Flucht gelungen, vielleicht will er seine perfekte kleine Familie zurückhaben und sinnt auf eine Möglichkeit erneut in deren Leben zu treten. Und warum gibt die falsche "Lena" immer wieder Unwahrheiten kund? Wer schützt hier wen und wovor? Kluge, aufregende Unterhaltungsliteratur, die tiefe Ängste hervorruft und ein Lügengeflecht aufbaut, bei dem sich jeder fragt, was der andere verbirgt. Fazit Dieser Thriller spielt in der ganz großen Liga mit und konnte mich auf Anhieb überzeugen, deshalb vergebe ich begeisterte 5 Lesesterne. Definitiv eine neue Richtung und diverse Highlights, die immer genau im richtigen Moment gezündet werden. Dennoch spielt die Handlung mehr auf psychologischer Ebene, sie beschreibt traumatisierte Menschen jeder Altersklasse, sie ruft Beklemmung und Bestürzung hervor und agiert weniger mit wilden Mutmaßungen, als vielmehr mit bitteren Wahrheiten. Seit langer Zeit hat mich ein Thriller wieder einmal derart ausgiebig gefesselt. Es gelingt dem Text, dass er in Erinnerung bleibt, dass man auch nach der Lektüre noch darüber nachsinnt und sich in die Beweggründe aller Beteiligten hineinversetzen möchte. Durch eine Empfehlung bin ich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam geworden, wie gut, dass es immer wieder Überraschungen gibt. Auf weitere Bücher der Autorin bin ich sehr gespannt, ein echtes New-Comer-Talent!
grandioses Debüt
von Elisabeth S. - 12.04.2019
Klappentext: Dieser Thriller beginnt, wo andere enden Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht - und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört. Meinung: Was für ein Pageturner! Selten hat mich ein Thriller emotional mehr gepackt, als dieses Buch von Romy Hausmann! Sie beschwört ein zutiefst verstörendes und beklemmendes Szenario herauf, die Abgründe, in die sie den Leser schauen lässt, lassen erschaudern und man spürt das stete Unbehagen förmlich am eigenen Leib. Wir erfahren, dass das Gefängnis im Kopf auch nach der gelungenen Flucht weiterexistiert und die Psyche der größere Feind sein kann. Die Protagonisten sind hervorragend detailliert und differenziert gezeichnet, und sie kommen in den kurzen Kapiteln selbst zu Wort. Wir erfahren vom Alltag in der Hütte und ebenso, was die Eltern von Lena in den Jahre nach ihrem Verschwinden durchleben und leiden mussten. Durch zahlreiche Wendungen und Cliffhanger wird die Spannung, die ab der ersten Seite da ist, permanent hoch gehalten und der Showdown präsentiert uns dann einen Täter, den man nie auf dem Schirm hatte! Der Schreibstil ist wunderbar leicht, flüssig, bildhaft und sehr berührend. Man fühlt und leidet mit den Protagonisten, das Kopfkino läuft permanent auf Hochtouren! Fazit: Dieser Thriller ging mir unter die Haut! Ich schlug das Buch nach Beendigung zu und konnte einfach nicht abschalten, so sehr hat es mich weiter beschäftigt! Es hat zwei Tage gebraucht, bis ich mich für ein neues Buch erwärmen konnte, und das will bei einem Vielleser wie mir etwas heißen... Dieses großartige Thriller-Debüt wird zu Recht gehypt, Chapeau Romy Hausmann! Eine glasklare Kauf- und Leseempfehlung versteht sich von selbst!
Alle Kundenbewertungen anzeigen
Eigene Bewertung schreiben Zur Empfehlungs Rangliste
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Sicher & bequem bezahlen:
Bleiben Sie in Kontakt:
Hugendubel App
Zustellung durch:
1 Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche gekennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den gebundenen Preis eines mangelfreien Exemplars.

2 Diese Artikel unterliegen nicht der Preisbindung, die Preisbindung dieser Artikel wurde aufgehoben oder der Preis wurde vom Verlag gesenkt. Die jeweils zutreffende Alternative wird Ihnen auf der Artikelseite dargestellt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

4 Der gebundene Preis dieses Artikels wird nach Ablauf des auf der Artikelseite dargestellten Datums vom Verlag angehoben.

5 Der Preisvergleich bezieht sich auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers.

6 Der gebundene Preis dieses Artikels wurde vom Verlag gesenkt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

7 Die Preisbindung dieses Artikels wurde aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

11 Bestellungen ins Ausland und der DHL-Paketversand sind von der kostenfreien Lieferung ausgeschlossen.

* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.

*** Gilt für Bestellungen auf Hugendubel.de. Von dem verlängerten Rückgaberecht ausgeschlossen sind eBooks, Hörbuch Downloads, tolino select, das Leseglück-Abo, die eKidz.eu Apps sowie phase6 Apps. Das gesetzliche Widerrufsrecht bleibt hiervon unberührt.