Der kleine Affe Jim ist richtig mies drauf. Das fällt einem direkt beim Aufklappen des Buches auf. Was genau dazu geführt hat, erfahren wir als Leser nicht.Zahlreiche Versuche den kleinen Affen aufzumuntern, bringen leider keinen Erfolg. Er möchte keine Banane, keinen Ball, kein Geschenk und auch keinen Regenbogen. Die Aufheiterungsversuche gehen ihm sogar ziemlich auf die Nerven. So sehr, dass sein Gemütszustand von schlechter Laune zu Traurigkeit übergeht. Doch ein wenig Ruhe und ein guter Freund können kleine Wunder wirken.Der Umgang mit Gefühlen ist für Kleine (und oft auch Große) nicht so einfach. Es gibt eben Tage oder Momente, in denen man sich nicht gut fühlt und einfach schlecht drauf ist. Das Buch vermittelt den Eindruck, dass dies ganz normal ist. Es gehört einfach dazu und letztlich findet sich immer eine Lösung. Ich finde die Idee toll, dass all die vielen kleinen ablenkenden Dinge für Jim in diesem Moment nicht wichtig sind. Aber mit etwas Ruhe und einem Freund sieht das plötzlich ganz anders aus. Ich finde das Buch witzig und wichtig. Dennoch hätte ich mir ein paar erklärende Worte dazu gewünscht. Da sollte der Vorleser evtl. ein wenig weiter ausholen. Meine älteste Tochter ist 13 und sie hat den Sinn des Buches beim ersten Mal Lesen nicht verstanden =).Die Illustrationen sind toll geworden, besonders in Bezug auf Jims Emotionen. Man kann sie ihm quasi direkt im Gesicht ablesen.Fazit:Jeder ist mal mies drauf und das ist auch ok so. Diese Gefühle gehören einfach dazu. Entscheidend ist wie man damit umgeht und ob man etwas findet, das einen aufheitern kann. Eine feine kleine Geschichte, witzig erzählt, toll illustriert und mit wichtiger Botschaft.