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Der freie Hund

Commissario Morello ermittelt in Venedig. 4. Auflage.
Buch (kartoniert)
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Ein Commissario aus Sizilien in Venedig - spannend und hochpolitisch.

Commissario Antonio Morello, genannt "Der freie Hund", hat in Sizilien korrupte Politiker verhaftet und steht nun auf der Todesliste der Mafia. Um ihn zu schützen, wird er nach Vene … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Der freie Hund
Autor/en: Wolfgang Schorlau, Claudio Caiolo

ISBN: 3462052454
EAN: 9783462052459
Commissario Morello ermittelt in Venedig.
4. Auflage.
Kiepenheuer & Witsch GmbH

5. März 2020 - kartoniert - 325 Seiten

Beschreibung

Ein Commissario aus Sizilien in Venedig - spannend und hochpolitisch.

Commissario Antonio Morello, genannt "Der freie Hund", hat in Sizilien korrupte Politiker verhaftet und steht nun auf der Todesliste der Mafia. Um ihn zu schützen, wird er nach Venedig versetzt. Er hasst die Stadt vom ersten Augenblick an. Zu viele Menschen, trübes Wasser, Kreuzfahrtschiffe, die die Luft verpesten und die Stadt gefährden - selbst der Espresso doppio, ohne den er nicht leben kann, schmeckt ihm in Sizilien besser. Doch Venedig ist eine große Verführerin. Unaufhaltsam entwickelt sie ihre Anziehungskraft. Als Silvia, die schöne Nachbarin, ihm ihr persönliches, verborgenes Venedig zeigt, werden Morellos Widerstandskräfte auf eine harte Probe gestellt. Da wird der junge Anführer einer Bürgerinitiative gegen die Kreuzfahrtschiffe ermordet, und der freie Hund hat seinen ersten Fall, der ihn tief in die Verstrickungen von italienischer Politik und Verbrechen führt.

Wolfgang Schorlau, Erfinder des Privatermittlers Georg Dengler, und Claudio Caiolo, in Sizilien geboren und in Venedig zum Schauspieler ausgebildet, werfen einen neuen Blick auf ein altes italienisches Desaster. Die beiden Freunde tun dies heiter, gelassen und gekonnt - inmitten der aufregenden Kulisse einer großen Stadt.

Portrait

Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. Neben den neun »Dengler«-Krimis »Die blaue Liste«, »Das dunkle Schweigen«, »Fremde Wasser«, »Brennende Kälte«, »Das München-Komplott«, »Die letzte Flucht«, »Am zwölften Tag«, »Die schützende Hand« und »Der große Plan« hat er die Romane »Sommer am Bosporus« und »Rebellen« veröffentlicht. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis, 2012 und 2014 mit dem Stuttgarter Krimipreis sowie 2019 mit dem Stuttgarter Ebner Stolz Wirtschaftskrimipreis ausgezeichnet.

Pressestimmen

"Schorlau und Caiolo haben da einen spannenden Plot geschaffen, den sie in einer Stadt spielen lassen, die sie durch die Augen eines Süditalieners entdecken." Helmut Pusch Südwest Presse 20200511
Bewertungen unserer Kunden
Ein anderer Blick auf Venedig - fernab der Romantikvorstellungen
von Marie aus E. - 31.05.2020
Commissario Antonio Morello braucht ständig einen Espresso und hasst Venedig, so wie seine neuen Kollegen ihn verabscheuen. Schließlich kommt er aus dem Süden, damit ist für die Bewohner Venedigs schon alles gesagt. Dass mit seiner Besetzung für zwei Kolleg*innen Karrierehoffnungen zerstört wurden, macht den Start nicht leichter. Das Coverbild deutet es schon an - die Kreuzfahrtindustrie, die Venedig nachhaltig schädigt, ist auch Thema des Krimis. Der eigentliche Fall, den der Commissario gegen viel Widerstand aufklären will, gerät im Buch fast in den Hintergrund. Er ist präsent, ja, aber sehr viel geht es auch um das Leben in Venedig. Um die Veränderungen, die der Massentourismus mit sich bringt. Ich fand den Einblick total spannend und habe ganz viel Neues erfahren. Etwa, dass Venedig eigentlich winzig ist, gerade einmal 56.000 Einwohner - und nicht die Stadt, sondern die Region das Schicksal der Stadt prägt. Diese hat ganz andere Interessen. Auch das Lebensgefühl, Einkauf auf den Markt, aber auch das fürchterliche, sich im Alltag ständig durch Touri-Massen durchquetschen müssen wird überzeugend vermittelt. Hungrig sollte man jedenfalls das Buch nicht in die Hand nehmen, denn der Commissario kocht auch noch gut. Die Vorurteile, die innerhalb der Landstriche Italiens vorherrschen, die Verflechtung von Mafia und Politik und die Charaktere, die alle menscheln - superspannend, für mich viel spannender als der eigentliche Fall. Puristische Krimifans könnten vielleicht von dem Buch etwas enttäuscht sein - wenn man aber auch einen Einblick in das Venedig-Alltagsleben bekommen möchte und gerne auch Drumherum mag, dann ist es ein absolut empfehlenswertes Buch. Und obwohl mit kritischem Blick geschrieben, schafft es das Autorenduo, dass man sich wie nach Venedig gebeamt fühlt, gerade jetzt ein kleiner gedanklicher Urlaub. Danke dafür.
Sehr politisch
von AKRD - 30.05.2020
Sehr politisch Mich hat dieses Buch sehr neugierig gemacht, weil das Autoren-Duo einfach sehr spannend klingt und ich wissen wollte, wie das so funktioniert und ob überhaupt, wenn ein Schriftsteller und ein venezianischer Schauspieler gemeinsam schreiben. Durch Claudio Caiolo bekommt dieses Buch meiner Meinung nach diese "Intensität vor Ort": damit meine ich, dass man als Leser absolut alles nachempfinden kann, auch die Örtlichkeiten, so als sei man schon mal dort gewesen. Die Details, das ist alles sehr gut geschildert. "Commissario Antonio Morello, genannt »Der freie Hund«, hat in Sizilien korrupte Politiker verhaftet und steht nun auf der Todesliste der Mafia. Um ihn zu schützen, wird er nach Venedig versetzt. Er hasst die Stadt vom ersten Augenblick an. Zu viele Menschen, trübes Wasser, Kreuzfahrtschiffe, die die Luft verpesten und die Stadt gefährden - selbst der Espresso doppio, ohne den er nicht leben kann, schmeckt ihm in Sizilien besser. Doch Venedig ist eine große Verführerin. Unaufhaltsam entwickelt sie ihre Anziehungskraft. Als Silvia, die schöne Nachbarin, ihm ihr persönliches, verborgenes Venedig zeigt, werden Morellos Widerstandskräfte auf eine harte Probe gestellt. Da wird der junge Anführer einer Bürgerinitiative gegen die Kreuzfahrtschiffe ermordet, und der freie Hund hat seinen ersten Fall, der ihn tief in die Verstrickungen von italienischer Politik und Verbrechen führt." 336 Seiten voller spannender Seiten vor der Kulisse einer sehr spannenden, interessanten Stadt, gut gemacht !
Commissario Morello ermittelt in Venedig.
von Inge Weis - 28.05.2020
Venezia criminale! Ein Commissario aus Sizilien in Venedig - spannend und hochpolitisch - ermittelt in Venedig. Heiter und gekonnt gelassen werfen die Autoren Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo einen neuen Blick auf eine alte italienische Hassliebe: Die Mafia und die Politik - und das vor der Kulisse einer der bezauberndsten Städte der Welt. Commissario Antonio Morello, genannt der freie Hund, hat auf Sizilien korrupte Politiker verhaftet und steht nun auf der Todesliste der Mafia. Um ihn zu schützen, wird er nach Venedig zwangsversetzt. Er hasst die Stadt vom ersten Augenblick an: Viel zu viele Menschen, trübes Wasser, Kreuzfahrtschiffe, die bis tief in die Stadt hineinfahren, die Luft verpesten und die Stadt gefährden - selbst der lebensnotwendige Espresso Doppio schmeckt ihm in Sizilien besser. Doch als Silvia, die schöne Nachbarin, ihm ihr verborgenes Venedig zeigt, werden Morellos Widerstandskräfte auf eine harte Probe gestellt. Kurze Zeit später wird der junge Anführer einer Bürgerinitiative gegen die Kreuzfahrtschiffe ermordet, und Morello, der freie Hund hat seinen ersten Fall, der ihn tief in die Verstrickungen von italienischer Politik und Verbrechen führt. Wer Schorlau liest, bekommt immer 2in1! Ein italienischer Krimi in klassischer Tradition. Sizilianisches und venezianisches Flair, vermischt mit Politik und der Mafia. Ein neuer Commissario mit Vergangenheit und origineller Truppe. Die Hommage an Andrea Camilleri ist gelungen. Spannende Unterhaltung und Hintergrundwissen zu politischen Zusammenhängen. So kenn ich den Autor und Erfinder des Privatermittlers Georg Dengler von den Dengler Romanen. So auch hier, das zeigte schon die Leseprobe. Nach Privatermittler Dengler jetzt Commissario Morello. Kurz gesagt, wenn enge Freunde ein Buch schreiben - der eine hoch brisante politische Thriller schreibt und der andere in Venedig zum Schauspieler ausgebildet wurde - entsteht ein packender, waschechter venezianischer toller Krimi mit aktuellem Hintergrund, hochbrisant, hochpolitisch und sehr empfehlenswert. Ein Politkrimi, der den Finger in die Wunde legt, ganz so wie man es von Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo erwartet. Die Beiden haben das Flair , aber auch die politischen Probleme der noch wunderschönen, alten Stadt gut vermengt, ihr Ermittler klingt echt und auch die Handlung macht Laune und bringt Spannung rüber. Verpackt in eine spannende, atmosphärische Geschichte bieten die beiden sehr gute Unterhaltung und viel Hintergrundwissen. Dazu kommt die reizvolle Spannung der Begegnung des Sizilianers mit Venedig. Gut gemacht. Mehr davon! Perfekt für Reisen im Kopf... Meiner Meinung nach eine echte Konkurrenz für Brunetti! Absolute Leseempfehlung!
Spannender Krimi mit Hintergrund
von aebbies.buechertruhe - 21.05.2020
Nachdem Commissario Antonio Morello in Sizilien korrupte Politiker verhaftet hat, steht er auf der Todesliste der Mafia. Zu seinem Schutz wird er nach Venedig versetzt. Als der Anführer einer Bürgerinitiative gegen Kreuzfahrtschiffe ermordet wird, muß Morello seinen ersten Fall lösen. Er gerät in die Welt von Politik und Verbrechen. "Der freie Hund" ist ein Gemeinschaftsprojekt von Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo. Von diesem Projekt bin ich positiv überrascht. Der Krimi ist spannend, er beginnt zwar etwas gemächlich, steigert sich jedoch zu einem Fall, der mich nicht mehr losgelassen hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm, leicht zu lesen und mit etwas Augenzwinkern. Man merkt nicht, daß hier zwei Autoren am Werk waren. Beeindruckend ist die Thematik. Massentourismus und die Verunreinigung der Umwelt durch Kreuzfahrtschiffe werden hier durchleuchtet. Man erfährt am Beispiel von Venedig, welche Folgen dies alles hat. Auch der Lokalkolorit kommt nicht zu kurz - Venedig wird hier sehr schön dargestellt und man bekommt ein klares Bild dieser Stadt. Commissario Morello war mir direkt sympathisch. Ja - es kam bei mir sogar Mitleid auf. Versetzt in eine Stadt, die er haßt, muß er nun sein Leben dort verbringen. Seine Entwicklung jedoch ist gut zu verfolgen. Ebenso die Handlung - hier besticht das Buch durch einen logischen und schlüssigen Aufbau. Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Zunächst war ich nur neugierig auf das Thema - dann war ich sehr schnell voller Begeisterung für diesen Krimi!
Commissario Morello ermittelt in Venedig
von whiterose1 - 16.05.2020
Der Freie Hund von Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo Ein Kriminalroman mit 336 Seiten, erschienen am 05.03.2020 im KiWi-Verlag - das gewählte Cover ist einfach nur perfekt ¿ Zum Inhalt: Der Commissario Morello wird zur eigenen Sicherheit nach Venedig versetzt, da er sich in seiner Heimat die Mafia zum Feind gemacht hat. Leider gefällt es ihm in Venedig gar nicht. Ihn stören die vielen Menschen, die sich mit Kreuzfahrtschiffen durch die Lagunen zwängen, dann die stinkenden Kanäle und die anderen Sitten und Gebräuche. Aber, Morello kämpft sich durch, als dann ein Mord passiert, kommen ihm seine Erfahrungen aus Sizilien zugute. Ein junger Mann, der sich als Mitglied einer Protestaktion gegen die Kreuzfahrtschiffe eingesetzt hat, wird tot aufgefunden. Den beiden Autoren ist die Einbindung von Commissario Morello in Venedig gut gelungen. Die einzelnen Charaktere wurden gut herausgearbeitet, ein gewisser Humor kommt zum Tragen und letztendlich wird dem Leser auch etwas über die Schönheiten der Stadt vermittelt. Ich selbst war zweimal in Venedig, war begeistert von der Lagungenstadt an der Adria. Gott sei Dank gab es damals in den Siebzigern noch keine Kreuzfahrtschiffe :) Fazit: Ich habe mit viel Freude das Buch gelesen, die Art des Schreibens gefiel mir gut. Daher von mir hierfür gerne die volle Punktzahl von 5*. Danke an vorablesen.de für diesen tollen Buchgewinn!
Mafia meets Serenissima
von callmeabookaholic - 12.05.2020
Antonio Morello wird nicht umsonst "der freie Hund" genannt. Mit kalter Präzision macht er Jagd auf die Mafia in Sizilien und macht sich dadurch in den Kreisen des organisierten Verbrechens keine Freunde. Um ihn zu schützen, wird er kurzerhand nach Venedig zwangsversetzt. Ein Umstand, der Morello gar nicht gefällt, denn Venedig macht auf ihn von Anfang an keinen positiven Eindruck: zu laut, zu touristisch, hoffnungslos überlaufen, schmutzige, stinkende Kanäle - und jede Menge soziale Probleme. Noch dazu hat er in seinem neuen Team mit einigen Startschwierigkeiten und Vorurteilen gegenüber Süditalienern zu kämpfen. Besser kann es für ihn nicht starten. Als dann noch ein junger Aktivist ermordet wird, der den Kreuzfahrtschiffen den Kampf angesagt hat, klemmt sich Morello trotz aller Widerstände beharrlich hinter den Fall und spürt schnell, dass bei diesem Verbrechen wieder die Mafia ihre Finger im Spiel hat. Ich freue mich immer, wenn sich bekannte Autoren mal neuen Schauplätzen und neuen spannenden Charakteren widmen. Und ich finde persönlich, dass dem Autorenduo mit Antonio Morello ein äußerst vielschichtiger und kantiger Charakter gelungen ist, der auch durch einen persönlichen Schicksalsschlag noch eine Rechnung mit der Mafia offen hat. Schon allein dieser Umstand ist es, der auf eine Fortsetzung dieses Auftaktkrimis hoffen lässt. Denn es gibt hier aus meiner Sicht noch eine Menge zu erzählen und viel spannenden Stoff mit Konfliktpotenzial. Auch bei den anderen Charakteren zeichnet sich ein buntes, unterhaltsames Bild unterschiedlicher Menschen und Standpunkte, sowie auch interessanter Reibungspunkte ab, z.B. zu seinem Vorgesetzten, die die Geschichte dadurch unterhaltsam und lebendig werden lassen. Natürlich merkt man dem Krimi an, dass es sich hier um einen Auftakt-Krimi handelt. Es müssen Personen vorgestellt, verschiedene Handlungsstränge aufgebaut und Hintergründe erklärt werden. Dennoch fand ich den Krimi insgesamt sehr unterhaltsam und lebendig erzählt. Besonders das italienische Flair und die Stadt Venedig als Kulisse werden sehr lebendig und anschaulich beschrieben. Man kann förmlich mit dem Commissario durch die Gassen/Kanäle Venedigs streifen und erhält jede Menge (auch kulturelle) Hintergrundinformationen, die man sonst als normaler Tourist wohl nicht auf den ersten Blick erfahren würde. Schorlau und Caiolo betreten sicherlich kein leichtes Terrain - ist doch der klassische Venedig-Krimi schon von der bekannten Donna Leon und ihrem Commissario Brunetti besetzt. Nichts desto trotz finde ich, können beide einen gut akzentuierten, atmosphärischen Krimi abliefern. Neben einer guten Portion Humor, beweisen beide dabei auch fundierte Ernsthaftigkeit. Wie man es von Schorlau-Krimis gewohnt ist, widmen sich die Autoren einem aktuellen Thema, das den Stoff für diese Kriminalgeschichte liefert und gleichzeitig auch einen kritischen Blick hinter die Kulissen dieser schönen und bedrohten Stadt wirft. Dabei werden die Fakten und politischen Seitenhiebe gut gestreut und tiefgründig, sowie glaubhaft eingebaut. Besonders das fundierte Wissen über die Zusammenhänge der sizilianischen Mafia mit der italienischen Politik fand ich äußerst interessant erzählt. Die politischen Verstrickungen, Korruption, Macht und Kunstraub reichen weit in das öffentliche Leben hinein - auch ins schöne Venedig. Es bleibt abzuwarten, ob sich daraus neuer Stoff für weitere Kriminalgeschichten mit Morello stricken lässt oder ob das Thema irgendwann auch erschöpft sein wird. Der Schreibstil ist ein weiterer Pluspunkt: locker, unterhaltsam und viel wörtliche Rede, machen die Geschichte aus meiner Sicht sehr lebendig, anschaulich, emotional und gut getaktet. Genau das richtige Tempo für ein kurzweiliges, atmosphärisches Krimiabenteuer. Ich freue mich in jedem Fall auf eine Fortsetzung. Mein Fazit: Schorlau auf neuen Spuren. Mit einer atmosphärisch-kurzweiligen Kriminalgeschichte beweist Schorlau mit seinem Co-Autor, dass er auch italienische Krimis kann. Aktuelles Thema - fundiert erzählt, ohne sperrig zu wirken - mit genau dem richtigen Humor und gut dosiertem italienischen Flair. Aus meiner Sicht sehr unterhaltsam und ein guter Auftakt, der Lust auf mehr gemacht hat.
ein unterhaltsamer und atmosphärischer Krimi
von Marita Robker-Rahe - 28.04.2020
Der freie Hund ein Roman, den zwei Autoren geschrieben haben, unter anderem Wolfgang Schorlau, ein von mir sehr geschätzter Autor, dessen Bücher ich alle gelesen habe, war für mich ein sehr unterhaltsames und atmosphärisches Buch, das die italienische Lebensart, aber auch einige Probleme dieses wunderschönen Landes widerspiegelt. Kommissar Morello, ein bekennender Süditaliener, der seine Heimat Sizilien verlassen musste, weil er der Mafia auf die Füße getreten ist, wird zu seiner Sicherheit nach Venedig versetzt. Mit wenig Enthusiassmus, aber dafür mit viel Auffsehen, beginnt er dort seine Arbeit und wird gleich am ersten Tag auf der Arbeitsstele mit einem Mord konfrontiert. Ein junger Aktivist, der sich gegen Kreuzfahrtschiffe in der schönsten Stadt der Welt einsetzt, wird erstochen aufgefunden. Was steckt dahinter. Morello muss sich nicht nur auf die Suche nach dem Mörder machen , sondern muss sein Team erst einmal für sich gewinnen, denn seine Kollegen sind von einem Süditaliener als Chef nicht gerade erfreut. Außerdem trifft er auf viel Skepsis bei seinen Vorgesetzten, nicht nur weil er eine eigene Vorstellung von Ermittlungen hat, sondern auch hinter allem die Mafia vermutet, die doch eigentlich nur in Sizilien vermutet wird. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, es ist sehr unterhaltsam, mit viel Humor und noch mehr atmosphärischen Schilderungen, erfährt der Leser nicht nur viel über die italienische Lebensart, sondern auch über Probleme des Massentourismus in Venedig und die Strukturen der Mafia. Ich fand es sehr interessant ein bisschen Einblick in diese Dinge zu bekommen und zwar auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Mir haben die Figuren in diesem Krimi sehr gut gefallen. Das Team um Morello wird sehr gut beschrieben und ich hoffe, dass wir noch viel über Morello und seine unkonventionelle Art zu ermitteln erfahren werden. Dicke Empfehlung für einen für mich sehr gelungenen ersten Band dieser Reihe.
Fürchterlich geschrieben
von Favourite trash - favourite treasure - 21.04.2020
Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler! Zunächst zu den positiven Dingen: Ich lese sehr gerne Krimis, die in Regionen spielen, die ich interessant finde. Da brauche ich auch nichts Anspruchsvolles. Dieses Buch versprach aber auch noch eine aktuelle sozialkritische Komponente, denn es geht um den Schaden, den Venedig aufgrund von Tourismus nimmt, v.a. durch Kreuzfahrtschiffe. Eigentlich vielversprechend. Der Anfang hat mir auch tatsächlich gut gefallen, Morellos grummelige Innenansicht war mir sehr sympathisch. Mir ist nur schon früh negativ aufgefallen, dass er alle paar Seiten "Cazzo" sagt und mit anderen italienischen Ausdrücken um sich wirft, die nur teilweise übersetzt werden. Vor allem aber war es die Häufung von "Cazzo", die mich zunehmend gestört hat. Und hier gehe ich nun zu meiner Kritik über. Die Charakterisierung der Figuren hat mir überhaupt nicht gefallen. Morellos Verhalten ist gekennzeichnet durch Angeiern von Frauen jeden Alters und maßlose Selbstüberschätzung. Überall wittert er die Mafia, oft ohne jeden Anhaltspunkt. Die Autoren wollten ihn offensichtlich besonders cool machen, was sich auch im Schreibstil mit den kurzen Sätzen spiegelt. Das ist ihnen nicht gelungen. Er soll wie ein charmanter Frauenheld wirken, aber er ist nur ein bemitleidenswerter schmieriger alter Mann, was die Lektüre sehr unangenehm macht. Die anderen Figuren sind eine Ansammlung von Klischees und Skurrilität, z.B. der Sexist Mario oder die Pathologin, die von toten Körpern angemacht wird. Soll ich darüber lachen? Was die Handlung angeht, tritt der eigentliche Fall völlig in den Hintergrund. Die Geschichte strotzt vor Logikfehlern: unsinnige Lokalbesuche, nicht nachvollziehbare heftige Reaktionen auf harmlose Aussagen, ohne jeden Grund enthält Morello Teilen seines Teams willkürlich Ermittlungsergebnisse vor. Von Ermittlungen kann man kaum sprechen, denn man legt hier mehr Wert auf Anekdoten und das Leben drumherum als auf spannende Handlung. Morello trinkt öfter einen Espresso doppio, als dass er tatsächlich über seinen Fall nachdenkt. Eine impulsive Entscheidung jagt die nächste: Gerade verführt er noch die Nachbarin, die er seit einer Stunde kennt, in der Küche - wohlgemerkt, obwohl er die ganze Zeit von traumatischen Erinnerungen an eine andere Frau gequält wird -, da fliegt er schon zurück nach Palermo, weil seine Mutter krank ist, obwohl er dort in akuter Lebensgefahr schwebt und einen Mord aufzuklären hat. Zu alledem kommt ein so stumpfer Humor, dass er die Handlung gänzlich verdrängt und völlig unglaubwürdig macht, vor allem der Handlungsstrang mit dem Dieb, den Morello am Anfang festnimmt. Die Absurdität wird schnell unerträglich und so habe ich nach der Hälfte die Lektüre abgebrochen. Als ich ein wenig über das Buch recherchiert habe, bin ich auf etwas Seltsames gestoßen: In einer anderen Rezension wurde eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Autoren und der Journalistin Petra Reski, die viel zu Mafia publiziert und in Venedig lebt, geschildert. Es steht der Vorwurf im Raum, dass die beiden Autoren viel von Frau Reski abgeschrieben (dabei auch noch Fehler gemacht) haben. Ich möchte hier keine langen Zitate oder Links posten, aber es ist nicht schwierig, die Sache zu recherchieren, wenn man mehr wissen möchte. Ich empfehle auf jeden Fall, den Blog von Petra Reski zu besuchen, wo sie ihre Sicht der Dinge detailliert darlegt. Es ist hier nicht leicht zu beurteilen, wer Recht hat, und ich möchte auch ehrlich gesagt nicht noch mehr Zeit auf dieses "Buch" verschwenden, aber was mich als Leser vor allem verunsichert, ist der Umgang des Verlags mit diesem Problem. Es gibt eine Presseerklärung, ebenfalls problemlos online zu finden, und diese finde ich eines seriösen Verlags nicht würdig. Mit Formulierungen wie "nebulöse Vorwürfe" ist die Ausdrucksweise sehr unsachlich und fördert nicht die Lösung des Konfliktes. Dass KiWi zunächst seine Autoren in Schutz nimmt, ist klar, aber man scheint hier überhaupt nicht an einer Klärung interessiert zu sein, sondern nur daran, einen schlechten Roman an den Mann zu bringen. Erstaunlicherweise hat das auch funktioniert, denn das Buch hat es im März auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft, sogar auf den ersten Platz. Tatsächlich hat der Roman eine eigene Homepage; man hat sich offensichtlich sehr viel von dieser Publikation versprochen, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, denn KiWi hat so viele gute Bücher, aber dieses ist sicher keins davon. Mein Gesamteindruck ist, dass sich hier alle Beteiligten sehr wenig Mühe gemacht haben und das haben Leser nicht verdient. Mit 16-Euro-Broschur gehört der Krimi nämlich auch nicht zu den günstigen Büchern. In meiner Bewertung wäre ich auf zwei Sterne gekommen, aber aufgrund dieses undurchsichtigen Konfliktes ziehe ich noch einen ab. So ein Drama braucht kein Mensch, schließlich gibt es massig andere geniale Italien-Krimis, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann.
Spannender Spaziergang durch Venedig
von Juliane - 20.04.2020
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Ein kriminalistischer Spaziergang durch meine Lieblingsstadt. Sofort springt das Bild von Kanälen, Brücken und Palazzi vor meinem geistigen Auge auf. Kommissar Morello, aus Sizilien nach Venedig versetzt, macht trotz der etwas sperrigen Art und seines Venedig-Verdrusses einen ganz sympathischen Eindruck. Der Rest vom Team ist noch etwas blas und eindimensional, aber das kann sich noch entwickeln. Unklar ist mir allerdings, warum die Zusammenarbeit zwischen Morello und seinem Stellvertreter dann doch wieder gelingt, obwohl dieser ihn als süditalienisches Arschloch bezeichnet. Der Fall ist durchaus interessant, ein junger Student, der sich gegen Kreuzfahrtschiffe engagiert, ein wichtiges Thema, das man meiner Meinung nach noch intensiver hätte betrachten können. Alles in allem ein spannender Krimi vor toller Kulisse. Was mich allerdings sehr stört, ist die fehlende Genauigkeit bei der Recherche vor Ort. Santa Maria della Salute liegt nicht auf der Giudecca sondern an der Spitze von Dorsoduro. Da es sich bei Kirche um eines der Wahrzeichen der Stadt handelt, darf das meiner Meinung nach nicht passieren und hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. Der bleibt auch leider nachdem ich mich etwas intensiver mit dem Blog von Petra Reski beschäftigt habe. Warum sich Textstellen hier sehr ähneln, sei dahin gestellt, aber dennoch mindert es den Gesamteindruck. Schade.
Unterhaltsam, mit viel Luft nach oben
von Jerri - 20.04.2020
Commissario Morello geht in Sizilien erfolgreich gegen die Mafia vor. So erfolgreich, dass er nach seinem letzten Coup auf deren Todesliste steht und seit einem Anschlag auf sein Leben in der Kaserne untergebracht wird. Und letztendlich zu seinem Schutz nach Venedig versetzt wird (die Mafia ermordet keine Staatsdiener außerhalb Siliziliens, so daß er in Venedig sicher sein sollte). Er ist nicht mit dieser Versetzung einverstanden und haßt Venedig vom ersten Augenblick, zu heiß, zu laut, zu voll, es stinkt. Seine Kollegen mögen den Sizilianer ebenfalls nicht, hatten sie doch gehofft, die freie Stelle ergattern bzw. durch Nachrücken die Karriereleiter erklimmen zu können. Kaum in der Lagunenstadt angekommen, liefert er sich eine unterhaltsame Jagd nach einem Taschendieb, und sofort am nächsten Tag wird er zu einem Mordfall gerufen. Ein Mord, der ihn in die höchsten Kreise Venedigs führt. Morello eckt überall an, muss sich erst noch verinnerlichen, dass er in Venedig keine publikumswirksamen Verfolgungsjagden veranstalten soll und die oberen Zehntausend sollten doch bitte nicht behelligt werden. Und dass die Mafia, die er in allem und jedem vermutet, in Venedig nicht präsent ist. Das Verhältnis zu seinen Kollegen ist auch schwierig, voller Vorurteile, die sich immer und überall äußern und die Zusammenarbeit schwierig machen. Es ist ein Krimi, der die Problematik in Venedig mit den Kreuzfahrtschiffen und Millionen Touristen, der Wohnungsnot der Venezianer und das Sterben der Lagune aufzeigt. Gleichzeitig werden auch die schönen Seiten Venedigs beleuchtet. Eine Einführung in die sizilianische und venezianische Küche bekommt auch noch. Alles in allem ein locker zu lesender Krimi, der noch viel Luft nach oben hat, und eine Menge Klischees bedient. Durch die vielen Ortsbeschreibungen manchmal etwas langatmig, blitzen doch ab und zu mal ein paar Handlungen auf, die zum Kriminalfall gehören, allerdings auch welche, die absolut überflüssig sind, wie z.B. seine Reise nach Sizilien. Die vielen italienischen Sätze sind auch überflüssig. Wenn ich einen Krimi auf deutsch lese, der in Italien (oder Frankreich oder wo auch immer) spielt, will ich nicht die Hälfte in der Landessprache lesen, auch wenn die Übersetzung sozusagen darunter steht. Das fällt mir in letzter Zeit besonders bei Büchern auf, die in Frankreich oder in diesem Fall in Italien spielen auf. In Büchern, die im englischsprachigen Raum spielen oder in Skandinavien, steht ja auch nicht die Hälfte in Landessprache da. Für zwischendurch ganz ok, aber es fehlt einem auch nichts, wenn man das Buch nicht gelesen hat.
Wenig überzeugend
von Ingeborg Remberger - 18.04.2020
Wolfgang Schorlau hat gemeinsam mit Claudio Caiolo einen neuen Ermittler erschaffen, den aus Sizilien stammenden Claudio Morello. Morello, der in Sizilien erfolgreich gegen die Mafia ermittelt hat und jetzt dort um sein Leben bangen muß, wird, um ihn zu schützen, nach Vendig versetzt. Dort muß er sich vor der Mafia nicht fürchten. Aber an Venedig gefällt Morello wenig. Die vielen Touristen in der Stadt, die mit den riesigen Kreuzfahrtschiffen eintreffen. Das Wasser ist schmutzig, die Luft verpestet, sein geliebter Espresso (immer dopio) schmeckt in Sizilien besser und seine Kollegen mögen ihn auch nicht als neuen Vorgesetzten, weil er immer alles besser weiß und die Kollegen auch nur unzureichend in die Arbeit mit einbindet. Ein neuer Ermittler, ein spannender Klappentext und ein namhafter Autor sollten Garant für einen spannenden Krimi sein. Aber weit gefehlt. Voller Klischees und ohne große Spannung läßt mich das Buch enttäuscht zurück. Immer wieder wird der neue Vorgesetzte von den Kollegen nicht gemocht. Waren sie doch selbst auf den Posten scharf. Immer wieder auch die Auseinandersetzung mit dem obersten Chef, was zu einer Suspendierung führt. Zu oft gelesen, als daß es noch interessant wäre. Ich bin mit dem neuen Ermittler nicht warm geworden. Sein Lieblingswort scheint Cazzio zu sein, was im Buch viel zu häufig vorkommt, so daß ich für Morello wenig Sympathie entwickeln konnte. Das Buch beschreibt die großen Probleme, die Venedig mit den riesigen Kreuzfahrtschiffen hat und daraus ergeben sich auch die Ermittlungen, die Morello zu einem Mordfall aufnehmen muß. Ein Student wird ermordet. Er gehörte einer Gruppe junger Leute an, die gegen die Kreuzfahrtschiffe in Venedig protestierten. Es folgen viele Vernehmungen, die alle ergebnislos verlaufen. Ein Hauptverdächtiger kann entkommen. Mir scheint außerdem, daß Morello mehr Interessen an seiner neuen Nachbarin hat als an seinen Ermittlungen. Bei einem Ausflug mit ihr lernt er die Schönheiten Venedigs kennen. Dieser Teil des Buches hat mir sehr gefallen, hat ja aber mit dem Kriminalfall nichts zu tun. Wer einen spannenden Krimi sucht, wird hier eher enttäuscht sein, deshalb gebe ich keine Leseempfehlung ab.
Unterhaltsamer Krimi, der in Venedig spielt und zudem politsch/gesellschaftskrit
von Isabell - 13.04.2020
Commissario Antonio Morelli wird gegen seinen Willen, jedoch aus sicherheitsrelevanten Gründen von Sizilien nach Venedig versetzt. Die Kollegen treten ihm voller Ressentiments entgegen und auch Antonio stößt auf Widerstände bei seinem Arbeitsablauf. Antonio Morelli ist nicht ohne Grund als freier Hund bekannt, denn er legt Regeln großzügig aus, nimmt keine politischen oder taktische Rücksichten, sondern ist so eine Art moderner Robin Hood . Als kurz nach seiner Ankunft ein junger Mann, Anführer einer Bewegung für den Umweltschutz Venedigs bezüglich der Kreuzfahrtschiffe, ermordet wird, beginnt Antonio Morelli zu ermitteln. Mich hat dieser Krimi auf mehrerlei Arten sehr gut unterhalten. Der Schreibstil, die sympathische Hauptfigur, die unterschiedlichen Mitarbeiter, die ebenfalls sehr gut vorstellbar waren, das Lebensgefühl der Italiener, das Flair Venedigs, spitzfindige Dialoge, der Humor, die Macht des Geldes, die Korruption, das Zwischenmenschliche,die Mafia,die gesellschaftskritischen Elemente bezüglich der Schere zwischen Arm und Reich, Liebe, Trauer, Schuld sowie die Brisanz der Bedrohung Venedig durch die Kreuzschifffahrt. Der Fall entwickelt eine gewisse Eigendynamik, war höchst facettenreich, spannend und keine Minute langweilig. Fünf Sterne! Ich hoffe sehr auf weitere Fälle mit Antonio Morelli.
Mehr Italien als Krimi
von Anonym - 09.04.2020
Inhalt: Commissario Antonio Morello, genannt »Der freie Hund«, hat in Sizilien korrupte Politiker verhaftet und steht nun auf der Todesliste der Mafia. Um ihn zu schützen, wird er nach Venedig versetzt. Er hasst die Stadt vom ersten Augenblick an. ... Da wird der junge Anführer einer Bürgerinitiative gegen die Kreuzfahrtschiffe ermordet, und der freie Hund hat seinen ersten Fall, der ihn tief in die Verstrickungen von italienischer Politik und Verbrechen führt. Wer einen spannenden Krimi erwartet wird hier leider enttäuscht. Es geht in diesem Roman mehr um das italienische Lebensgefühl, den aktuellen Umweltschutz, Rezepte und die Mafia. Das ist unterhaltsam und stellenweise auch sehr informativ. Aber der Kriminalfall rückt dadurch eher in den Hintergrund. Die Figuren sind sehr gut dargestellt und der Schreibstil ist flüssig. Aber mich konnte dieser Fall nicht in seinen Bann ziehen. Geschmäcker sind halt verschieden.
Leichte Kost und kurzweilig
von Anonym - 09.04.2020
Der sizilianische Polizist Antonio Morello wird gegen seinen Willen nach Venedig versetzt - von vielen als die schönste Stadt der Welt bezeichnet. Denn auf Sizilien ist er nach seinem letzten Einsatz, bei dem er korrupte Politiker hat verhaften lassen, nicht mehr sicher. Dort hat es die Mafia auf ihn abgesehen. Als in seinem ersten Fall in Venedig ein junger Mann ermordet wird und vieles vertuscht wird, erahnt Morello auch in dieser Stadt ein doppeltes Spiel von vielen in Machtpositionen. Was viele seiner Kollegen als Paranoia abtun, nehmen dennoch einige ernst uns ermitteln an Morellos Seite auf der Suche nach der Wahrheit. Das Cover spiegelt wider, was dem Leser im Buch begegnen wird und stimmt den Leser auf den Inhalt ein. Und so findet sich der Leser im Venedig von Antonio Morello wieder, der ein etwas eigensinniger Zeitgenosse ist. Er hat seine Ansichten, vertritt diese und alles zusammen macht ihn auf eine bestimmte Art und Weise sympathisch. Es wäre allerdings zu hoch gegriffen zu sagen, dass man sich als Leser mit dem Ermittler identifizieren kann. Zwar kommt der Leser gut in die Geschichte rein, doch schienen viele Dialoge und Begegnungen an einigen Stellen sehr künstlich, wodurch ich persönlich wieder einen Schritt zurückgeworfen wurde bei der Suche nach Gemeinsamkeiten. Auch wenn ich mich also gut in die Geschichte denken konnte, hatte ich doch immer das Gefühl, ein Zaungast zu sein, der von außen auf das Geschehen blickt. Nichtsdestotrotz hat es doch Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Die Story hinter allem spiegelt das oftmals bestätigte Vorurteil gegenüber Italien in Bezug auf Korruption und die Aktivitäten der Mafia wider, doch wirft es auch einen kritischen Blick auf die Branche der Kreuzfahrten. Alles zusammen haben die Autoren gut verknüpft, sind allerdings im Nachhinein betrachten oftmals eher oberflächlich geblieben, sodass sich vieles kurz abhandeln ließ. Für mich ist das Buch ein durchschnittliches Buch, welches amüsant war und leicht zu lesen. Was ich mich allerdings das gesamte Buch hindurch gefragt habe: Wo kommt eigentlich der Spitzname und Titel des Buches "Der einsame Hund" genau her?
Sizilien gegen Venedig
von ES - 07.04.2020
Kommissario Antonio Morello hat der Mafia übel mitgespielt und steht deshalb auf deren Abschussliste. Zum eigenen Schutz wird er von Sizilien nach Venedig versetzt. Die Stadt stinkt und ist von Touristen überfüllt. Antonio will unbedingt wieder zurück und fügt sich eher wiederwillig seinem Schicksal. Und schon wird er auf einen Mord angesetzt. Ein junger Aktivist gegen Kreuzfahrtschiffe wurde erstochen. Antonio muss sich mit Kollegen die ihn nicht wollen, der Stadt die ihm nicht gefällt und in der er sich nicht auskennt und unkooperativen Angehörigen herumschlagen. Ein Krimi mit einem sympathischen Protagonisten, der trotz allem seinen Mann steht und den Fall aufklärt. Das Thema um Umweltschutz um die Kreuzfahrtschiffe bei Venedig ist aktuell und überzeugt. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen und ich hoffe das noch mehr folgen werden.
Bissig
von raschke64 - 06.04.2020
Kommissar Antonio Morello, genannte "Der freie Hund", wird nach Venedig versetzt. Eigentlich stammt er von Sizilien, hat sich dort mit der Mafia angelegt, ist dort nicht mehr sicher. Venedig ist für ihn eine Strafe. Er mag die Stadt nicht, er mag die Touristen nicht, er will eigentlich nur schnell zurück. Doch das kann er nicht. Auch sein Team will ihn nicht als Chef. Gleich der erste Fall ist ein Mord. Ein junger Mann aus einer der besten Familien Venedigs wird erstochen. Doch die Ermittlungen gegen tiefer als erwartet. Mir hat das Buch gut gefallen. Zum einen ist es ein spannender Krimi. Aber gleichzeitig wird sehr viel Lokalkolorit rübergebracht. Ich war noch nicht in Venedig, kann diesen Teil also nicht einschätzen. Dafür erkenne ich gut, dass die Teile von Sizilien sehr genau beschrieben wurden. Morello ist ein interessanter Polizist. Er hat seine Grundsätze und ist ziemlich stur, trotzdem ist er kein Einzelgänger. Ganz nebenbei erfährt man viel zur Geschichte der Mafia und zu den aktuellen Verstrickungen dieser mit der Politik in Italien. Ebenfalls erfährt man viel zu den Problemen zwischen Nord- und Süditalien. Trotzdem ist das Buch nicht einfach trockene Geschichte, sondern in Teilen sogar recht witzig. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.
Zuviel Sizilien
von Edith Lannert - 05.04.2020
Commissario Morello, ein Sizilianer durch und durch, hat sich durch unzählige Verhaftungen korrupter Politiker und Mafiosos mit der Mafia angelegt und wird zu seiner eigenen Sicherheit nach Venedig versetzt. Dort erwartet ihn ein Team, das viele Vorurteile gegen ihn hegt und dem entsprechend fällt es ihm sehr schwer, daß Vertrauen seiner Mitarbeiter zu gewinnen. Und dann geschieht ein Mordfall, bei dessen Ermittlungen sich Morello und sein Team zum ersten Mal zusammen bewähren müssen.... Eigentlich ein toller Plot, der sehr viel Spannung verspricht, aber leider nicht hält. Ich hatte den Eindruck, Sizilien steht im Mittelpunkt dieses Krimis und nicht die Mordermittlungen. So erfährt der Leser z. B. wie Commissario Morello eine original caponata siciliana zubereitet. Am Garibaldi-Denkmal in Venedig trifft er auf Spaziergängerinnen, denen er ausgiebig die Geschichte Sizilien und über Garibaldis Mitwirken berichtet. Die gleichen Informationen gibt Morello nochmals seiner Kollegin Klotze zum besten. Eine weitere Flut an Informationen erhält der Leser über die Mafia, die bei denVerhaftungungen involvierten Beamten und Richter. Authentische Hintergrundinformationen finde ich immer gut, aber in diesem Krimi war es einfach zuviel. Die ganze Spannung rund um die Ermittlungen des Kriminalfalls bleiben dadurch einfach auf der Strecke. Sehr schade, ich habe mir von der Leseprobe viel versprochen, das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.
Kurzweilig
von schokoflocke - 03.04.2020
Venedig - eine traumhaftschöne und romantische Stadt ? Das sieht Commissaro Morello aber ganz anders. Da er bei seinen Ermittlungen in Fokus der Mafia geraten ist, ist der Coomissario zu eigenem Schutz nach Venedig versetzt worden, was ihn nicht gerade glücklich macht. Die Stadt gefällt ihm nicht, das Essen schmeckt nicht und er will so schnell wie möglich nach Sizilien zurück. Zum Grübeln bleibt Morello aber nicht viel Zeit, sein erstes Mordopfer in Venedig lässt nicht lange auf sich warten. Der Kriminalfall ist in sich nicht besonders spektakulär und die Ermittlungen sind zwar wichtig, stehen aber auch nicht im Vordergrund. Es ist eben kein typischer Krimi. Es geht um das italienische Lebensgefühl, die Antypatie zwischen Nord- und Süditalien, Umweltschutz und natürlich um die Mafia. Ich fand diese Mischung erfrischend und unterhaltsam. Nur, wie immer wenn viele Themen angesprochen werden, überzeugd eigentlich keins so richtig, aber auf eine leichtfüssige Art fand ich das Buch doch interessant. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, leicht zum folgen, klar und verständlich. Auch die Charaktere sind gut gezeichnet und sehr für so eine Geschichte passend. Allerdings fand ich die Geschichte auch bisschen klischeehaft und leider hab ich die Spannung vermisst. So gesehen bin ich nicht gerade begeistert, aber wer eine kurzweilige Unterhaltung sucht, wird hier fündig.
Kurzweilig und unterhaltsam
von eine Kundin - 28.03.2020
Commissario Antonio Morello, zur eigenen Sicherheit nach Venedig versetzt, ermittelt in "Der freie Hund" in seinem ersten Fall. Wolfgang Schorlau und seinem Co-Autor Claudio Caiolo ist ein unterhaltsamer und flüssig zu lesender Krimi gelungen, der von Beginn an spannend daherkommt. Die Schreibweise ist locker und lebendig, was auch durch viele eingebaute italienische Sätze unterstrichen wird. Das wiederum transportiert die Atmosphäre gekonnt, wenn neben der Polizeiarbeit elegant noch die italienische Lebensart beschrieben wird. Es ist kein knallharter Krimi, dennoch macht es Spaß Antonio sowohl bei seiner Arbeit als auch bei seinen "Stadtansichten" während seiner Spaziergänge zu begleiten. Antonio ist ein sympathischer Hauptprotagonist über den ich durchaus gern noch mehr lesen würde. Mich hat dieser Krimi mit seinen humorigen und fesselnden Abschnitten, aber auch mit den kritischen Blicken auf Venedig und deren Politik gut unterhalten. Ich kann den Krimi weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sterne.
Ein sehr kurzweiliger Krimi!
von Lesejenny - 23.03.2020
Ich habe bisher alle Krimis von Wolfgang Schorlau gelesen, somit konnte ich die Veröffentlichung dieses Buches kaum abwarten. Und ich wurde nicht enttäuscht! Commissario Antonio Morello wurde von Sizilien in die Lagunenstadt Venedig versetzt, was ihm so gar nicht schmeckt . Diese Maßnahme ist jedoch unumgänglich, da er durch seine Ermittlungen auf Sizilien auf die Todesliste der Mafia geraten ist. Auch seine neuen Kollegen empfangen Commissario Morello nicht gerade herzlich, lediglich seine neue Nachbarin ist ihm freundlich gesinnt. Kurz nach seiner Ankunft passiert der erste Mord, ein Student, der eine Bürgerinitiative gegen Kreuzfahrschiffe leitet, wird umgebracht. Die Ermittlungen geben Antonio Morello Einblicke in die Gesellschaft Venedigs, in die politischen Verstrickungen sowie in die Umweltprobleme der Lagunenstadt. Commissario Morello wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer, auch die anderen Charaktere sind gut herausgearbeitet. Der freie Hund ist ein Krimi, den ich gerne gelesen habe und der mir einiges Hintergrundwissen bzgl. Venedig vermittelt hat. Ich werde auch einen zweiten Band dieser Reihe lesen und empfehle Band 1 gerne weiter!
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