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TodesDuft

Ein Weserbergland-Krimi.
eBook ePub

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Selbst ernannte Hirnforscher experimentieren mit ahnungslosen Versuchspersonen. Die gewünschte Bewusstseinserweiterung verändert die Wahrnehmung der Probanden auf erschreckende Weise ... Ein Hauch des Todes weht über die Lutterburg ... Welch tragisch … weiterlesen
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TodesDuft als eBook

Produktdetails

Titel: TodesDuft
Autor/en: Andreas Schmidt

EAN: 9783827198150
Format:  EPUB
Ein Weserbergland-Krimi.
Niemeyer C.W. Buchverlage

22. März 2012 - epub eBook - 224 Seiten

Beschreibung

Selbst ernannte Hirnforscher experimentieren mit ahnungslosen Versuchspersonen. Die gewünschte Bewusstseinserweiterung verändert die Wahrnehmung der Probanden auf erschreckende Weise ... Ein Hauch des Todes weht über die Lutterburg ... Welch tragisches Schicksal hat sich hier vor dreißig Jahren ereignet? Warum munkelt man, dass es an diesem unheimlichen Ort spukt? Ein Trupp von Geisterjägern nimmt sich der alten Geschichten an - unter ihnen eine junge Frau, die an den Experimenten der Forscher teilgenommen hat und zu einem anderen Menschen wurde ... Ist es Zufall, dass ausgerechnet sie im Keller der Ruine eine Leiche findet? Albtraum und Realität scheinen zu verschmelzen ... Der Tote arbeitete bei einem namhaften Hersteller von Lebensmittelzusätzen, die einzige noch lebende Angehörige, seine Mutter, lebt vereinsamt in Wuppertal. Kennt sie das Geheimnis ihres verstorbenen Sohnes? Die Hauptkommissare Maja Klausen, Norbert Ulbricht und Jürgen Grundmann vom Zentralen Kriminaldienst in Hameln ahnen Schlimmes: Handelt es sich hier um einen besonders schweren Fall von Werkspionage oder gar Erpressung? Was, wenn die Zusätze in Lebensmitteln vergiftet und Millionen ahnungsloser Menschen in Gefahr sind?

Leseprobe

EINS


Längst hatte sie jedes Gefühl für Raum und Zeit verloren. Einer Marionette gleich marschierte sie durch das verfallene Gebäude. Geröll knirschte unter den Sohlen ihrer Schuhe, die Kuppen ihrer Finger glitten über raue Wände, deren Tapeten sich längst in Wohlgefallen aufgelöst und einem weichen Pilzbefall Platz gemacht hatten. Das fahle Licht des Mondes fiel durch die glaslosen Fenster und die Decke, die es an manchen Stellen schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr gab. Es war eine grotesk anmutende Szenerie, in der sie sich bewegte. Sie spürte weder Kälte noch Wärme, war in ihrer eigenen Welt gefangen, die ihr nicht einmal Raum ließ, Furcht zu empfinden. Sie funktionierte einfach; ihre volle Konzentration war auf die Eindrücke fixiert, die sie in diesem Augenblick sammelte. Fast fühlte sie sich wie im dunklen Saal eines Kinos, in dem sie sich als einzige Person befand und das Geschehen auf der Leinwand verfolgte.

Sie wusste, wohin sie gehen musste.

Ein Name beherrschte ihr Denken und Handeln: Muthesius.

Er führte sie immer weiter in das Innere des alten Hauses, schien sie aus einer anderen Dimension herauszuleiten. Mechanisch setzte sie einen Fuß vor den anderen, spürte die unnatürliche Weitung ihrer Pupillen und das erweiterte Bewusstsein.

Muthesius … Der Name jagte ihr Angst ein.

Muthesius zog sie in ihren Bann, und so verdrängte sie auch die Furcht vor dem unbekannten Gebäude, das diese Beklemmung auf sie ausübte. Sicher bewegte sie sich durch die vom Verfall beherrschten Mauern, die so viel Elend erlebt hatten, die längst zu schweigenden Zeitzeugen geworden waren.

Die junge Frau stieg eine Treppe hinunter und fand sich wenig später in einem muffig riechenden Kellergewölbe wieder. Spinnweben spannten sich zwischen den Steinsäulen, die das Gebäude st
ützten. Auch hier hatte die Natur begonnen, sich ihr Reich zurückzuerobern. An den Wänden sah sie schemenhaft große Schimmelpilze, und sie hielt unwillkürlich den Atem an.

In Nischen des Kellers erkannte sie große Holzkisten mit rostigen Beschlägen. Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit hatte sich eine dicke Staubschicht auf dem wurmstichigen Holz abgesetzt. Sie fand keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, denn plötzlich sah sie Lichter, die sie umgaben. Hochgewachsene Schemen, die von innen heraus zu leuchten schienen. Sie hörte Stimmen, die beschwörend auf sie einredeten, ohne dass sie auch nur ein einziges Wort verstand.

Die Irrlichter schienen um sie herumzutanzen, drehten sich wie ein lustiger Reigen. Gleichzeitig verspürte sie die unerklärliche Kälte, die an ihrem Körper hinaufkroch und ihre zierliche Gestalt zu lähmen drohte.

Sie kam zu einer Erkenntnis, die so unglaublich schien und doch so logisch klang: Bei den Lichtgestalten musste es sich um die Geister längst Verstorbener handeln.

„Nein“, stammelte sie. „Das ist nicht möglich. Das kann nicht sein! Es gibt keine Geister. Verschwindet!“ Das letzte Worte mündete in einem spitzen Schrei, dann spürte sie, wie der Boden unter ihr nachzugeben schien. Erschrocken riss sie die Arme hoch, ruderte, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Doch es war ein Sturz ins Bodenlose. Im nächsten Augenblick kehrte Stille ein, und völlige Dunkelheit umfing sie. Es war vorbei.

„Sie kommt zu sich.“

Ein schrilles Pfeifen malträtierte ihre Nerven auf eine nie erlebte schmerzhafte Art und Weise. Man hatte sie an irgendwelche Geräte angeschlossen, die offenbar ihre Körperfunktionen überwachten und mit akustischen Signalen dokumentierten. Es war kalt in dem Raum, und sie empfand eine panische Angst. Katharina spannte die Musk
eln an, wollte aufstehen und von diesem Ort verschwinden, doch das Anspannen der Muskulatur bereitete ihr höllische Schmerzen. Erst zu spät registrierte sie, dass sich die eng angelegten Lederriemen in ihre Hand- und Fußgelenke einschnürten und dort blutige Striemen hinterließen.

Träumte sie?

Der bodenlose Fall, den sie eben noch erlebt hatte, endete abrupt auf einer kalten Pritsche. Die Gedanken flossen zäh wie Sirup durch ihr Hirn. Man hatte sie betäubt, ihr eigenes Denken und Handeln mit einem einzigen Knopfdruck ausgeschaltet. Als sie die Augen öffnen wollte, spürte sie, dass ihre Lider schwer wie Blei waren. Sie fühlte sich fremd in ihrem eigenen Körper, wähnte sich in einer pulsierenden Hülle aus Fleisch und warmem Blut. Dass dies ihr eigener Körper sein sollte, in dem das, was man gemeinhin als ihre Seele bezeichnete, lebte, vermochte sie kaum zu realisieren. Übelkeit stieg in ihr auf, der Fluchtinstinkt manifestierte sich in ihrem Denken.

Alles ist vergänglich, Katharina, schrie eine Stimme tief in ihr.

Sie blinzelte und glaubte, hochgewachsene Schatten zu ihrer rechten und linken Seite zu erkennen.

Betrachtete man sie mitleidig, hilflos?

„Es ist etwas schiefgelaufen.“ Der Stimme nach handelte es sich um einen jungen Mann, der ihren Verdacht bestätigte. Seine Stimme klang hohl, scheinbar befanden sie sich in einem spärlich eingerichteten Raum. Möglicherweise waren die Wände gefliest, überlegte Katharina.

„Unsinn. Sie lebt, und es geht ihr gut. Die Instrumente dokumentieren, dass ihre körperlichen Funktionen nicht durch das Experiment beeinträchtigt worden sind.“ Eine harsche Stimme, offenbar jemand, der es gewohnt war, Anweisungen zu geben.

„Mach das Licht an“, rief eine andere Stimme aufgeregt. „Mach sofort das verdammte Licht an!“


Katharina schloss die Augen. Durch die geschlossenen Lider erkannte sie das grelle Licht von flackernden Neonröhren unter der Decke. Die Röhren knackten, als würden Knochen brechen und jagten ihr einen Schauer über den Rücken. Panik ergriff die junge Frau, als sie sich darüber bewusst wurde, diesen Menschen völlig ausgeliefert zu sein. Man hatte sie an das hohe Bett gefesselt wie eine Geisteskranke. Wie ein wildes Tier, das man anders nicht zähmen konnte.

Ging von ihr denn eine Gefahr aus?

Sie wusste es nicht, registrierte im Dämmerzustand, in dem sie sich befand, nur die Hektik, die um sie herum ausbrach.

„Spritz ihr schon das Mittel!“, keifte eine Frauenstimme. „Oder willst du riskieren, dass sie vor unseren Augen krepiert?“

„Mach dich locker, ich bin schon dabei.“ Der Unbekannte sprach mit tiefer, ruhiger Stimme. „Wann gewöhnst du dir endlich ab, so hysterisch zu sein?“

Katharina war ausgeliefert. Allein der Umstand, nicht zu wissen, wo sie war und wie sie hierhergekommen war, bereitete ihr Todesängste.

Erst jetzt registrierte sie, dass sie nur ein dünnes Nachthemd trug. Eines jener Hemdchen, die man Patienten in einer Klinik anzog, bevor sie zu einer anstehenden Operation gebracht wurden. Befand sie sich in einem Krankenhaus?

Ein kehliger Schmerzenslaut kam über ihre spröden Lippen, als der Mann an ihrer Seite die Nadel der Injektionsspritze tief in ihr Fleisch rammte. Sie spürte eine Flüssigkeit in ihre Adern schießen, und schon im nächsten Moment wurde sie von der Ohnmacht ergriffen. Die Stimmen der Menschen an ihrem Bett klangen verzerrt und wie durch Watte an ihre Ohren, dann kehrte Stille ein, und selbst das grelle Licht der Neonröhren an der Decke des fensterlosen Raumes verblassten und wurden von einer nicht zu erklärenden Schwärze verdrängt. Ihr
Herzrasen beruhigte sich, und Katharina spürte, wie ihre Muskeln erschlafften. Hatte sie ihren eigenen Tod erlebt?

Bundesstraße 83, Höhe Pegestorf, 2.10 Uhr


„Fahr ran, ich muss pinkeln“, rief Kai gegen die stampfenden Rhythmen aus der Stereoanlage an. Er beugte sich vor und klopfte Nils, der den kleinen Japaner lenkte, auf die Schultern. Prompt fing er sich einen wütenden Blick über den Innenspiegel des Mitsubishi ein.

Nils bereute es, dass er sich freiwillig dazu bereit erklärt hatte, den Fahrdienst zu übernehmen, während seine Freunde sich von ihm betrunken nach Bodenwerder kutschieren ließen. Nach einem Discobesuch in Holzminden hatten sie in den frühen Morgenstunden den Heimweg angetreten, und Nils’ Laune war seit der Abfahrt in der Stadt der Düfte schlagartig gesunken, denn Tom und Kai nervten gewaltig, wenn sie zu viel getrunken hatten.

„Wir sind in zehn Minuten zu Hause“, knurrte Nils entnervt.

„Ich muss aber jetzt pinkeln“, erwiderte Kai unerbittlich und schüttelte den Kopf.

Tom, der auf dem Beifahrersitz hockte, erwachte aus einer Art Dämmerschlaf.

„Du hast eine Blase wie ein Mädchen“, bemerkte er und lachte wiehernd. „Ich muss mal Pipi“, fügte er dann in hoher Stimmlage hinzu.

Von den sanften Hügeln des Weserberglandes, die sich neben der Straße in den sternklaren Nachthimmel erhoben, waren nur Schemen zu erkennen. Doch die Männer hatten schon lange kein Auge mehr für die Schönheit der Gegend, in der sie lebten und gemeinsam aufgewachsen waren.

Nils drehte die Lautstärke des Autoradios höher, was die Jungs dazu veranlasste, lautstark mitzugrölen.

Kai hatte sein menschliches Bedürfnis jedoch nicht vergessen. „Halt jetzt endlich an, da vorn kommt gleich der Nuttenparkplatz!“

R
22;Du nervst echt total“, brummte Nils und setzte den Blinker, als ein kleiner Parkplatz am Rand der gut ausgebauten Bundesstraße in Sicht kam. Am Weserufer stand ein alter Wohnwagen, der mit knallroten Herzen bemalt war. Hier versah eine Prostituierte ihren Dienst, doch um diese Zeit war der schäbige Wohnwagen verlassen, und auch die blinkenden Lichter, mit denen die Liebesdienerin in der Dämmerung auf sich aufmerksam machte, waren dunkel.

Nils schaltete herunter und lenkte den Mitsubishi auf den unbefestigten Parkplatz. In einem Schlagloch hatte sich eine Pfütze gebildet. Das Wasser spritzte auf, als die Reifen durch das Loch...


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