Warenkorb
€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei
50% und mehr sparen mit den eBook Schnäppchen der Woche** >>

Flammende Steppe

Überarbeitete Neuausgabe.
eBook ePub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind.

Südafrika zur Zeit des Burenkrieges: Lena van Rissek wächst Ende des 19. Jahrhunderts in der Provinz Transvaal auf Leeuwenhof, der Farm ihrer Eltern, auf. Eigentlich soll die älteste Tochter von Stefanus van Rissek den Nachbarssohn Fabricius Bloem he … weiterlesen
eBook

4,99 *

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar (Download)
Verschenken
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!
Flammende Steppe als eBook

Produktdetails

Titel: Flammende Steppe
Autor/en: Ashley Carrington

EAN: 9783943824186
Format:  EPUB ohne DRM
Überarbeitete Neuausgabe.
hockebooks GmbH

12. September 2014 - epub eBook - 400 Seiten

Beschreibung

Südafrika zur Zeit des Burenkrieges: Lena van Rissek wächst Ende des 19. Jahrhunderts in der Provinz Transvaal auf Leeuwenhof, der Farm ihrer Eltern, auf. Eigentlich soll die älteste Tochter von Stefanus van Rissek den Nachbarssohn Fabricius Bloem heiraten, sie fühlt sich aber viel mehr zu ihrem Halbbruder Julian hingezogen. Auch der Einzelgänger ist innerlich zerrissen wegen seiner Zuneigung zu Lena. Doch mit dem Auftauchen des britischen Lieutenants Lionel Faulkner werden Lenas Gefühle auf eine harte Probe gestellt: Eigentlich müsste sie ihn verachten, schließlich gehört er zu den verhassten Engländern. Lena findet dennoch nach und nach immer mehr Gefallen an dem jungen Offizier. Schließlich bricht der Burenkrieg aus. Bitteres Elend beherrscht den Alltag von Lena und ihrer Familie. Und die beiden Liebsten der jungen Farmerstochter kämpfen auf verschiedenen Seiten ...

Portrait

Mit einer Gesamtauflage in Deutschland von fast sechs Millionen zählt Rainer M. Schröder alias Ashley Carrington zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern von Jugendbüchern sowie historischen Gesellschaftsromanen für Erwachsene. Letztere erscheinen seit 1984 unter seinem zweiten, im Pass eingetragenen Namen Ashley Carrington im Knaur Verlag. Seinem unter diesem Pseudonym verfassten Roman Unter dem Jacarandabaum wurde die besondere Auszeichnung zuteil, von der Bundeszentrale ...

Leseprobe

Für Monsignore Hanspeter Steinbach
in herzlicher Zuneigung und Verbundenheit.
Desiderium sinus cordis.

Teil 1
Leeuwenhof


1


Nichts hatte wirklich ein Ende oder einen Anfang. Im Strom der Zeit waren selbst Geburt und Tod nur willkürlich gesetzte Zäsuren, die etwas begrenzen sollten, was doch ewig im Fluss war und sich so wenig fassen ließ wie das gleißende Licht eines heißen Sommertages oder das sternerfüllte Dunkel der Nacht über der schier endlosen Weite Südafrikas. Zu dieser Erkenntnis gelangte Lena van Rissek jedoch erst, als sie selbst schon Mutter erwachsener Kinder war und ihr die Jahre ihrer Jugend auf Leeuwenhof wie aus einem fernen Traum erschienen.

Damals, in jener Zeit, kurz bevor Julian in ihrer aller Leben trat und sie, Lena, aus dem Dornröschenschlaf ihrer so trügerisch heilen, beschaulichen und sehr begrenzten Welt riss, damals waren ihr solche Gedanken jedoch so fremd wie die Einsicht, dass zwischen dem Schwarz und Weiß von Gut und Böse, von Richtig und Falsch ein erschreckend unübersehbares Labyrinth aus Grauzonen existierte.

Natürlich hatten die Ereignisse, die sich zu ihrem persönlichen Schicksal verdichteten, nicht mit jenem rätselhaften Brief begonnen, ja nicht einmal mit den Geschehnissen, die sich fast zwanzig Jahre vorher im fernen Kimberley zugetragen hatten. Die Kette der Ereignisse, die Julian schließlich nach Leeuwenhof brachten, hatte lange vor jenem milden Septembertag des Jahres 1896 eingesetzt. Später, im Rückblick, sollte es Lena jedoch so vorkommen, als hätte für sie alles mit diesem Tag im Frühling begonnen, an dem Adriaan, ihr ältester Bruder, vom Einkauf in Jonkheersdorp mit einem Brief für ihren Vater nach Leeuwenhof zurückkehrte.

»Ein Brief für dich, Pa! Aus Kimberley!«, rief Adriaan, bevor er noc
h die Pferde vor dem Farmhaus zum Halten gebracht hatte, und schwenkte ihn aufgeregt über seinem Kopf.

Adriaan, mit siebzehn der älteste von Stefanus van Risseks vier Kindern und fast drei Jahre älter als Lena, neigte sonst gar nicht zu Aufgeregtheiten, ganz gleich welcher Art. Darin sowie in seiner kräftigen Statur war er ganz das Ebenbild ihres Vaters. Doch wenn es schon ein besonderes Ereignis war, zum Einkauf nach Jonkheersdorp fahren zu dürfen, was seit oupa Willems Zeiten höchstens einmal im Monat, manchmal auch nur alle zwei Monate infrage kam, so war ein Brief eine noch größere Seltenheit.

Lena konnte sich nicht erinnern, dass irgendjemand auf Leeuwenhof jemals einen Brief erhalten hätte. Wozu auch? Die Welt der van Risseks umschloss die Farm am Vaal River, die Höfe ihrer befreundeten Nachbarn sowie die Siedlung Jonkheersdorp mit der einzigen Kirche im Umkreis. Vereeniging, die nächste Eisenbahnstation und gute vierzig Meilen entfernt, lag schon außerhalb ihrer vertrauten Welt, ganz zu schweigen von Pretoria, dem Regierungssitz der freien Burenrepublik von Transvaal, oder gar Johannesburg, dem Sodom und Gomorra der raffgierigen uitlanders, wie oupa Willem und Tante Sophie die Stadt der Goldbergwerke und Ausländer stets voller Abscheu zu nennen pflegten.

Nein, die burischen Farmer schrieben sich keine Briefe. Nicht, dass sie des Schreibens und Lesens nicht mächtig und von hinterwäldlerischer Einfalt gekennzeichnet gewesen wären, wie es die verhassten Engländer ihnen in ihrer heimischen Presse gern unterstellten. Weit gefehlt. Die meesters in den abgelegenen Farmschulen, so armselig diese Lehmhütten auch waren, nahmen ihre Aufgabe als Lehrer ernst und brachten mit jeder neuen Generation ein angemessenes Maß an Bildung in die Farmstuben, die der eines englischen Farmers mit Sicherheit um einiges überlege
n war. Schon die täglichen Lesungen in der Heiligen Schrift, die kein aufrechter boer versäumte, sowie die sonntäglichen Gottesdienste auf der stoep des Farmhauses vor der versammelten Familie und den schwarzen Arbeitern machten diese Kenntnisse notwendig.

Aber zu Feder und Papier zu greifen und einen Brief abzufassen, war eine völlig andere Sache. Welchen Sinn hatte es auch, sich Briefe zu schreiben, kam man doch spätestens alle Vierteljahr zum nagmaal, zur Feier des Abendmahls, in Jonkheersdorp zusammen und sah sich darüber hinaus auch noch bei Beerdigungen, Hochzeiten und anderen besonderen Anlässen? Und wenn es außer der Reihe einmal etwas wirklich Wichtiges zu bereden gab, dann schwang man sich eben aufs Pferd und machte einen Besuch bei seinen Nachbarn. Damit hatte es sich. Aber Briefe schreiben? Unvorstellbar!

Und nun sprang Adriaan vom Kutschbock, mit einem Brief für seinen Vater in der Hand. Und dieser rätselhafte Brief kam noch nicht einmal aus dem eigenen Land und auch nicht aus der benachbarten zweiten Burenrepublik, dem Oranjefreistaat, sondern er kam aus Kimberley, und das lag bekanntlich in der britischen Kapkolonie!

Lena war mit ihrer anderthalb Jahre jüngeren Schwester Deleana aus der Küche hinaus auf die stoep, die überdachte Veranda, getreten, als das schwarze Küchenmädchen Sarie die Rückkehr des jungen baas gemeldet hatte. Tante Sophie, eine gedrungene Person von unermüdlichem Arbeitseifer und mit stets korrekt sitzender Haube und gestärkter Schürze, folgte ihnen auf dem Fuße, an den kräftigen Händen noch Mehl. Als Hanna van Rissek bei der Totgeburt ihres fünften Kindes im Wochenbett gestorben war, war ihre verwitwete, kinderlose Schwester nach Leeuwenhof gekommen, um ihrem Schwager in seiner Trauer beizustehen und vorübergehend im Haushalt und bei der Erziehung
seiner vier halbwüchsigen Kinder zur Hand zu gehen. Das war vor acht Jahren gewesen und längst war Leeuwenhof zu ihrem Heim und der Haushalt zu ihrem unumstrittenen Herrschaftsbereich geworden.

»Ein Brief? Wer sollte Pa denn schreiben? Wir kennen niemanden in Kimberley!«, sagte Deleana altklug und tat die Sache damit ab, denn sie interessierte allein, ob Adriaan ihr den geblümten Stoff für ihr neues Sommerkleid mitgebracht hatte, das Pa ihr versprochen hatte.

»Sei nicht so vorlaut!«, wies Tante Sophie sie sofort zurecht und schoss ihr einen jener Blicke zu, der auch bei ihren schwarzen Bediensteten und Farmarbeitern gefürchtet war.

»Hoffentlich hat Adriaan den hellen und nicht den dunklen Stoff genommen!«, raunte Dele ihrer älteren Schwester zu. »Er hat mir jedenfalls versprochen, Pa zu sagen, dass es den dunklen nicht mehr gegeben habe. Tante Sophie wird zwar erst maulen, aber mit oupas Hilfe kriege ich sie schon dazu, dass sie ihn mir lässt und mir ein neues Sommerkleid näht.«

Tante Sophie, die sonst stets an den seltenen Einkaufsfahrten nach Jonkheersdorp teilnahm, schon um ein scharfes Auge darauf zu halten, dass kein unnötiges Geld ausgegeben wurde, hatte sich an diesem Morgen nicht wohl genug gefühlt, um sich die gut zwei Stunden auf holpriger Wegstrecke hin und noch einmal zurück zuzumuten. Und da ihr Vater dringende Arbeiten zu erledigen hatte und Nägel brauchte, war Adriaan diesmal allein gefahren. Eine günstige Gelegenheit, wie Deleana hoffte, um ihrer Tante und ihrem Vater mithilfe ihres Bruders ein Schnippchen zu schlagen.

»Versprochen hat Adriaan dir das nicht, Dele. Er wollte darüber nachdenken«, stellte Lena klar und wischte sich die Hände an der Küchenschürze trocken. Und wie sie ihren Bruder kannte, der es mit Ehre und Wahrheit sehr genau nahm, glaubte sie kaum,
dass ihre Schwester mit dem hellen Stoff rechnen durfte. Um einer zu großen Enttäuschung vorzubauen, fügte sie deshalb hinzu: »Ich an deiner Stelle hätte mich sowieso für den dunklen entschieden. Erstens wird er nur halb so schnell schmutzig und zweitens steht er dir zu deinem blonden Haar auch entschieden besser.«

»Aber der helle Stoff ist viel hübscher!«, widersprach Dele trotzig.

»Lass das bloß nicht oupa und Tante Sophie hören!«, flüsterte Lena mahnend. »Sie würden dir sonst wegen deiner Eitelkeit eine Strafpredigt halten!« Sie zwinkerte ihrer Schwester zu, um ihren Worten die Schärfe zu nehmen.

»Pah!«, sagte Dele großspurig. »Was versteht oupa denn schon von hübschen Kleidern!« Doch sie senkte dabei nicht nur die Stimme, sondern auch den Kopf. Denn vor oupa Willem hatte man, so alt er auch war, ebenso wie vor ihrer resoluten Tante besser einen Heidenrespekt, wenn man sich das Leben nicht schwerer machen wollte, als es auch so schon war.

Oupa Willem, mit seinen dreiundsiebzig Jahren so dürr und hager wie ein Ladestock und von Wind und Wetter gegerbt wie ein langer Streifen biltong, die sonnengetrocknete Fleischdelikatesse der Buren, saß nur wenige Schritte von ihnen entfernt in seinem Stuhl auf der Veranda und schmauchte Pfeife. Sein zotteliger grauer Bart war von hässlichen braungelben Flecken gesprenkelt. Das kam vom Pfeifensud und weil oupa Willem sabberte, wie Tante Sophie immer wieder schimpfte, ohne dass er sich jedoch etwas aus ihrem Gezeter machte, ganz im Gegenteil.

Sein zerknittertes Gesicht, das den stummen Vorwurf erfunden haben konnte, trug wie üblich einen grimmigen Ausdruck, denn sein Sohn Stefanus hatte wieder einmal eine seiner Anweisungen an die Schwarzen rückgängig gemacht und ihnen ander
e Befehle gegeben. Schon vor über einem Jahrzehnt hatte er die Leitung der Farm an seinen einzigen Sohn abgetreten – sehr widerstrebend und auch nur notgedrungen. Wenn er nicht den schweren Unfall mit dem Ochsenwagen gehabt und davon einen steifen linken Arm sowie eine Gehbehinderung zurückbehalten hätte, hätte er auf Leeuwenhof noch immer das Regiment in alter Strenge geführt. Doch in all den Jahren, die seitdem vergangen waren, hatte er sich noch immer nicht...


Technik

Dieses eBook wird im epub-Format ohne Kopierschutz geliefert. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Öffnen Sie das eBook nach der automatischen Synchronisation auf dem Reader oder übertragen Sie es manuell auf Ihr tolino Gerät mit der kostenlosen Software Adobe Digital Editions.

  • Andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im Hugendubel.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Für Tablets und Smartphones: Unsere Gratis tolino Lese-App
         

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen Herunterladen über "Jetzt lesen" im Browser, oder mit einer kostenlosen Lesesoftware, beispielsweise Adobe Digital Editions.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Mehr aus dieser Reihe

zurück
Gruber, A: Judas-Schrein
eBook
von Andreas Gruber
Glücksucher
eBook
von Brigitte Blobel
Stella Termogen
eBook
von Utta Danella
Das Bernstein-Amulett
eBook
von Peter Prange
Das Eulentor
eBook
von Andreas Gruber
vor
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
¹ Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche ge-
kennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben.
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.