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Das Globalisierungs-Paradox

Die Demokratie und die Zukunft der Weltwirtschaft. 1. Auflage.
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Die bislang vorherrschende, neoliberale Globalisierungslehre hilft nicht weiter, sondern hat die jüngsten Krisen sogar mit verursacht. Das zeigt der renommierte Ökonom Dani Rodrik auf anschauliche und sympathische Weise anhand zahlreicher historische … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das Globalisierungs-Paradox
Autor/en: Dani Rodrik

EAN: 9783406613524
Format:  EPUB
Die Demokratie und die Zukunft der Weltwirtschaft.
1. Auflage.
Übersetzt von Karl Heinz Siber, Dani Rodrik
C.H.Beck

5. April 2011 - epub eBook - 416 Seiten

Beschreibung

Die bislang vorherrschende, neoliberale Globalisierungslehre hilft nicht weiter, sondern hat die jüngsten Krisen sogar mit verursacht. Das zeigt der renommierte Ökonom Dani Rodrik auf anschauliche und sympathische Weise anhand zahlreicher historischer Rückblicke, persönlicher Erlebnisse und harter ökonomischer Fakten.
 
«Das Globalisierungs-Paradox ist ein provokativer Blick auf die Exzesse der Hyperglobalisierung - es sollte Pflichtlektüre sein für alle, die sich eine Welt ohne Finanzkrisen und unfaire Handelspraktiken wünschen.»
Prof. Nouriel Roubini, Autor von «Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft»

«Dieses Buch nimmt die wichtigste Frage unserer Zeit ins Visier: Globalisierung.»
Gordon Brown, Britischer Premierminister a.D.

«Wenn Länder am Rande des globalen Systems, wie Thailand oder Indonesien, in eine Krise stürzen, dann werfen wir ihnen ihre Versäumnisse vor und ihr Unvermögen, die strengen Regeln dieses Systems anzuwenden. Wenn Ländern aus der Mitte des Systems das Gleiche passiert, dann geben wir die Schuld dem System und sagen, es sei an der Zeit, Korrekturen daran vorzunehmen.»
Dani Rodrik

Inhaltsverzeichnis

1;Cover;1 2;Titel;3 3;Impressum;4 4;Widmung;5 5;Inhalt;7 6;EINLEITUNG: Die Geschichte der Globalisierung, anders erzählt;9 7;EINS: Von Märkten und Staaten: Ein historischer Blick auf die Globalisierung;27 8;ZWEI: Aufstieg und Fall der ersten großen Globalisierung;51 9;DREI: Warum erkennt nicht jeder die Vorteile des Freihandels?;79 10;VIER: Bretton Woods, das GATT und die WTO: Handel in einer politisierten Welt;103 11;FÜNF: Die finanzielle Globalisierung und ihre Eskapaden;129 12;SECHS: Die Füchse und Igel des Finanzkapitals;155 13;SIEBEN: Arme Länder in einer reichen Welt;183 14;ACHT: Handelsfundamentalismus in den Tropen;211 15;NEUN: Das politische Trilemma der Weltwirtschaft;241 16;ZEHN: Ist eine Globalregierung machbar? Ist sie wünschenswert?;269 17;ELF: Kapitalismus 3.0;301 18;ZWÖLF: Eine Globalisierung mit Augenmaß;323 19;EPILOG: Eine Gutenachtgeschichte für Erwachsene;361 20;ANHANG;365 20.1;Anmerkungen;367 20.2;Danksagung;401 20.3;Register;403 21;Zum Buch;417


Portrait

Dani Rodrik, geboren 1957 in Istanbul, ist Professor für Internationale Politische Ökonomie an der Harvard University. Sein erstes Buch "Grenzen der Globalisierung" war laut Business Week eines der besten Ökonomiebücher der 90er Jahre. Rodrik betreibt einen vielbeachteten ökonomischen Blog und schreibt für die "New York Times", den "Economist" und die "Financial Times Deutschland".

Leseprobe

EINLEITUNG


Die Geschichte der Globalisierung, anders erzählt


Anfang 1997 veröffentlichte ich ein schmales Büchlein mit dem Titel «Has Globalization Gone Too Far?» (auf Deutsch erschienen 2000 als «Grenzen der Globalisierung»). Wenige Monate später lagen die Volkswirtschaften von Thailand, Indonesien, Südkorea und anderen Ländern Südostasiens am Boden, Opfer eines massiven finanziellen Schleudertraumas von internationaler Reichweite. Jahrzehntelang hatten diese Länder hohe wirtschaftliche Wachstumsraten geboten und waren so zu Lieblingen der globalen Finanzwirtschaft und der entwicklungspolitischen Fachkreise aufgestiegen. Doch dann beschlossen internationale Banken und Investoren von einem Tag auf den anderen, dass diese Länder kein Ort mehr für sichere Geldanlagen waren. In einer steilen Abwärtsspirale wurden immer mehr Gelder aus den besagten Ländern abgezogen. Ihre Währungen stürzten ab, ihre Unternehmen und Banken wurden zahlungsunfähig, die Wirtschaft der ganzen Region brach zusammen. Das war die Geburtsstunde der asiatischen Finanzkrise, die in der Folge zunächst auf Russland, dann auf Brasilien und schließlich auf Argentinien übergriff und nebenbei auch den gefürchteten wie bewunderten Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) zu Fall brachte.

Ich hätte mir zu meiner Hellsichtigkeit und meinem Timing gratulieren können. Mein Buch entwickelte sich im Lauf der Zeit zu einem Verkaufsschlager für seinen Verlag, das Institute for International Economics (IIE) in Washington, was meiner Meinung nach nicht zuletzt daran lag, dass das IIE allgemein als wackerer Verfechter der Globalisierung galt. Die Wirkung war vergleichbar mit der von Nixons Besuch in China: Eine skeptische Stellungnahme zur Globalisierung war interessanter, wenn sie aus einer Ecke kam,
aus der man sie am wenigsten erwartete. «Globalisierungsfreundliche Denkfabrik veröffentlicht warnende Studie von Harvard-Professor: die Globalisierung sei nicht das, als was sie ausgegeben wird» – na, das lässt doch aufhorchen!

Ich war nur leider weit davon entfernt, die Sache richtig getroffen zu haben. Die Krise, die sich auf den Finanzmärkten zusammenbraute, fand in meinem Büchlein keinerlei Erwähnung. Nicht genug damit, dass ich den aufziehenden Sturm nicht hatte kommen sehen, ich hatte sogar beschlossen, die finanzielle Globalisierung – die Devisen, Wertpapiere, Derivate und sonstigen Finanzprodukte im Volumen von Billionen Dollar, die Tag für Tag weltweit gehandelt werden – ganz aus der Betrachtung heraus zu lassen. Ich konzentrierte mich stattdessen auf die Probleme, die der internationale Warenhandel auf den Arbeitsmärkten der Welt und auf dem sozialpolitischen Terrain hervorruft. Ich äußerte die Befürchtung, das rasante Wachstum des internationalen Handels und die Zunahme des Outsourcing würden zu mehr sozialer Ungleichheit führen, Arbeitsmarktrisiken verschärfen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf nationaler Ebene aushöhlen. Ich sprach mich dafür aus, diese Konflikte durch einen Ausbau der Sozialleistungen und durch verbesserte internationale Regeln zu steuern.

Den Entschluss, das Buch zu schreiben, hatte ich gefasst, weil meine Ökonomenkollegen sich lieber über derartige Befürchtungen mokierten, als die Gelegenheit zu nutzen, sich produktiv in die öffentliche Debatte darüber einzubringen. Nach meiner Überzeugung lag ich in diesem Punkt jedoch richtig, und tatsächlich hat sich die Gemeinschaft der wissenschaftlichen Ökonomen seither den von mir vertretenen Auffassungen merklich angenähert. Aber die Kehrseite der finanziellen Globalisierung? Die hatte ich damals noch nicht auf meinem Ra
dar.

In den Jahren nach der asiatischen Finanzkrise wandte sich mein Forschungsinteresse zunehmend der Frage zu, wie die finanzielle Globalisierung funktioniert (oder eben nicht). Als der Internationale Währungsfonds mich 10 Jahre später bat, eine Studie zu diesem Thema zu erarbeiten, hatte ich daher die Zuversicht, für diesen Auftrag gerüstet zu sein. Der Aufsatz, den ich 2007 mit meinem Koautor Arvind Subramanian schrieb, trug den Titel: «Warum hat die finanzielle Globalisierung enttäuscht?».[1]

Was die finanzielle Globalisierung den Menschen verhieß, war, dass sie Unternehmern helfen würde, Investitionskapital aufzutreiben und das unternehmerische Risiko an gewiefte Investoren abzutreten, die dieses Risiko leichter tragen konnten. Die Schwellenländer würden davon am meisten profitieren, weil sie an Kapitalarmut leiden, anfällig für Konjunktureinbrüche und weniger gut in der Lage sind, ihre Wirtschaft zu diversifizieren. Allein, dazu kam es nicht. Die Länder, die sich wirtschaftlich besser schlugen – China zum Beispiel –, wurden nicht zu Empfängern internationalen Investitionskapitals, sondern zu Gläubigern, die den reichen Ländern Geld liehen. Den Ländern hingegen, die auf Kapitalzuflüsse aus dem Ausland angewiesen waren, erging es tendenziell schlechter. In unserem Aufsatz versuchten wir zu erklären, weshalb die Liberalisierung der globalen Finanzmärkte den Entwicklungsländern nicht den versprochenen Segen gebracht hatte.

Kaum hatten wir den Artikel an die Druckerei geschickt, brach in den USA die Subprime-Krise aus und riss die Finanzwirtschaft in den Abgrund. Die Immobilienblase platzte, die Kurse für mit Hypotheken besicherte Wertpapiere (Subprime-Papiere) brachen ein, die Kreditmärkte trockneten aus, und innerhalb weniger Monate stellte sich heraus, dass die Geldhäuser der Wall Stree
t kollektiven Selbstmord verübt hatten. Der Staat musste auf den Plan treten – zuerst in den Vereinigten Staaten, danach in anderen entwickelten Volkswirtschaften – und mit gigantischen Ausfallbürgschaften und mit der Übernahme von Geldinstituten das Schlimmste verhüten.

Die Globalisierung des Finanzsektors bildete den Kern der Krise. Befeuert wurden die Immobilienblase und das monströse Gespinst aus riskanten Derivaten dadurch, dass einige asiatische Länder und die erdölreichen Staaten exzessive Devisenreserven angehäuft hatten. Dass die Krise so leicht von der Wall Street auf andere finanzwirtschaftliche Zentren in aller Welt übergreifen konnte, hatte seinen Grund in der internationalen Verflechtung der Bilanzen, die eine Folge der finanziellen Globalisierung war. Ein weiteres Mal war mir die größere Geschichte, die sich unmittelbar hinter dem Horizont aufbaute, durch die Lappen gegangen.

Natürlich war ich nicht der Einzige. Von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, hatten die meisten Ökonomen Loblieder auf die Innovationskraft der Finanzwirtschaft gesungen, statt auf die Gefahren hinzuweisen, die sich aus dem stetigen Anwachsen eines Systems von «Schattenbanken» ergaben, das als Drehkreuz für unregulierte Finanzgeschäfte diente. Wie schon bei der asiatischen Finanzkrise, hatten sie auch jetzt wieder die Gefahrenhinweise übersehen und ignoriert.

Eigentlich hätte uns weder die eine Krise noch die andere auf dem falschen Fuß erwischen dürfen. Die asiatische Finanzkrise löste eine Flut von Studien aus, die letzten Endes alle auf dieses Fazit hinausliefen: Es birgt Gefahren, wenn ein Staat den Kurs seiner Währung stabil zu halten versucht, während zugleich der Zu- und Abfluss von Finanzkapital ins Land und aus dem Land ungehindert möglich ist. Jeder mit einem guten Zeugnis ausgestattete Ökonom musste das wis
sen, und zwar lange bevor der thailändische Baht im August 1997 seinen tiefen Sturz tat. Die Subprime-Krise hat ebenfalls ihre umfangreiche literarische Würdigung gefunden, und in Anbetracht ihrer Größenordnung und ihrer tiefgreifenden Auswirkungen scheint sicher, dass noch sehr viel mehr über sie geschrieben werden wird. Einige der wichtigsten Erkenntnisse lassen sich jedoch schon jetzt unschwer voraussehen: Märkte neigen zu Blasenbildung, unregulierte Hebelgeschäfte erzeugen systemische Risiken, Mangel an Transparenz untergräbt das Vertrauen, und rasches Intervenieren ist von entscheidender Bedeutung, wenn Finanzmärkte ins Trudeln geraten. Aber wussten wir das alles nicht schon spätestens seit der berühmten Tulpenmanie im 17. Jahrhundert?

Diese Krisen konnten entstehen, nicht weil sie unvorhersehbar gewesen wären, sondern weil sie nicht vorhergesagt wurden. Die Ökonomen (und diejenigen, die auf sie hören) hatten sich zu selbstgewiss ihrem jeweils aktuellen Lieblingsmantra hingegeben: dass der Markt funktioniert, dass innovative neue Finanzprodukte die Risiken auf diejenigen übertragen, die am besten in der Lage sind, sie zu schultern, dass Selbstregulierung besser funktioniert als alles andere, dass jedes staatliche Eingreifen unproduktiv und schädlich ist. Wo Hybris ist, entstehen blinde Flecken. Auch ich, ein Kritiker der finanziellen Globalisierung, war dagegen nicht immun. Wie meine Kollegen von der Ökonomenzunft hatte ich mich der Zuversicht hingegeben, ein wohl überlegtes Regelwerk und entsprechende Vorkehrungen der Zentralbanken hätten ausreichend hohe Barrieren gegen Finanzpaniken und eine finanzielle Kernschmelze in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften errichtet. Als Aufgabe verbliebe lediglich, für entsprechende Regelungen auch in den Entwicklungsländern zu sorgen. Möglich, dass in meiner Deutung...


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