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Monument 14 (1)

Originaltitel: Monument 14.
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Vierzehn Jugendliche. Eine Shopping-Mall. Eine Welt, in der nichts mehr ist, wie es einmal war.

An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, … weiterlesen
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Monument 14 (1) als eBook

Produktdetails

Titel: Monument 14 (1)
Autor/en: Emmy Laybourne

EAN: 9783641111120
Format:  EPUB
Originaltitel: Monument 14.
Übersetzt von Ulrich Thiele
Random House ebook

13. Januar 2014 - epub eBook - 336 Seiten

Beschreibung

Vierzehn Jugendliche. Eine Shopping-Mall. Eine Welt, in der nichts mehr ist, wie es einmal war.

An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, dass sie völlig auf sich allein gestellt sind. Während der Strom ausfällt und die Zivilisation zusammenbricht, braut sich am Himmel etwas noch viel Furchtbareres zusammen. Eine Giftwolke aus einer nahen Chemiefabrik nähert sich dem Einkaufszentrum. Diejenigen, die die Chemikalien einatmen, verändern sich in völlig unerwarteter und beängstigender Weise. Der zurückhaltende Dean, bislang eher ein Außenseiter, muss sich mit den anderen verbünden und um sein Überleben kämpfen ...


Portrait

Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.

Leseprobe

 

1– Dingdingding

ERSTER TAG

Deine Mutter kreischt, dass du gleich den Bus verpasst. Sie sieht ihn schon kommen. Du bleibst nicht stehen, um sie zu umarmen und ihr zu sagen, dass du sie liebst. Du dankst ihr nicht dafür, dass sie so eine gute, fürsorgliche, geduldige Mutter ist. Natürlich nicht. Stattdessen schießt du die Treppe runter und sprintest zur Straßenecke.

Wenn es das letzte Mal ist, dass du deine Mutter siehst, wünschst du dir irgendwann, du wärst stehen geblieben, um all das zu tun. Sogar wenn du dadurch den Bus verpasst hättest.

Doch der Bus bretterte bereits durch unsere Straße, und so rannte ich los.

Als ich über die Einfahrt hetzte, hörte ich noch, wie Mom nach meinem Bruder Alex brüllte. Sein Bus, der direkt hinter meinem in den Park Trail Drive eingebogen war, kam pünktlich auf die Minute um 7.09 Uhr. Meiner hätte eigentlich um 6.57 Uhr eintreffen sollen, war aber so gut wie immer spät dran. Als wäre der Busfahrer ebenfalls der Meinung gewesen, dass es irgendwie unfair wäre, mich vor sieben abzuholen.

Alex stürmte hinter mir aus dem Haus. Unsere Sneaker klatschten in einem doppelten Stampfrhythmus über den Gehsteig.

»Denk dran«, rief er mir hinterher, »dass wir nach der Schule noch zur Heilsarmee wollen!«

»Ja, klar«, meinte ich.

Mein Busfahrer drückte auf die Hupe.

Nach der Schule sind Alex und ich manchmal rüber in den Second-Hand-Laden der Heilsarmee, um uns nach altem Elektronikkram umzuschauen. Vor der Benzinknappheit hatte ich Alex immer hingefahren. Jetzt nahmen wir die Räder.

Früher hatte ich ihn auch zur Schule kutschiert, doch seit das Benzin knapp wurde, nahm die ganze Schule den Bus, alle, sogar wir Ob
erstufler. Wir hatten keine Wahl – es war Vorschrift.

Ich hastete die kurze Treppe hoch und war im Bus.

Hinter mir hörte ich, wie sich Mrs. Wooly sarkastisch bei Alex bedankte: »Wie schön, dass du es auch einrichten konntest, Alex.«

Mrs. Wooly fuhr den Grund- und Mittelschulbus seit Urzeiten. In unserer Stadt war sie eine Institution – eine ergraute Institution mit drahtigem Haar, die nach Aschenbecher stank und kein Blatt vor den Mund nahm. Ihr einziger Sinn im Leben war Busfahren, und dafür war sie berühmt-berüchtigt. Sie war schon ziemlich einzigartig.

Mein Busfahrer, der vom Highschoolbus, war dagegen krankhaft fettleibig und nicht der Rede wert. Mr. Reed war für gar nichts berühmt. Höchstens dafür, dass er seinen Morgenkaffee aus einem alten Marmeladenglas trank.

Obwohl der Bus erst kurze Zeit unterwegs war, hielt Jake bereits ganz hinten Hof. Jake Simonsen, der Footballheld, der Obermacker. Jake war vor einem Jahr aus Texas an unsere Schule gewechselt. Zu Hause im Süden, wo sich alles um Football drehte, war er eine Riesennummer, und bei uns wurde er schon genauso verehrt. Mindestens.

»Snacks!«, meinte Jake gerade. »Ich sag’s euch, Leute! An meiner alten Highschool haben ein paar Mädchen Cola und Kekse und Baked Potatoes verkauft, und zwar bei jedem Spiel. Die haben, was weiß ich, Millionen verdient!«

»Millionen?«, fragte Astrid.

Astrid Heyman, die beste Turmspringerin des Schwimmteams, die grausame Göttin, das Mädchen meiner Träume.

»Und wenn schon«, fuhr sie fort. »Ich würde meinen Sport nie aufgeben, um dem Footballteam unter die Arme zu greifen.«

Jake sc
henkte ihr sein goldenes Lächeln. »Nicht um uns unter die Arme zu greifen, Baby. Um einen Batzen Geld zu machen!«

Sie hämmerte ihm die Faust auf den Arm.

»Au!« Jake grinste. »Mann, hast du Kraft. Du solltest es mal mit Boxen versuchen.«

»Ich hab vier kleine Brüder«, erwiderte Astrid. »Ich boxe ­jeden Tag.«

Währenddessen kauerte ich mich auf meinen Platz und atmete erst mal durch. Die Lehnen der blattgrünen Kunst­ledersitze waren so hoch, dass man sich nur richtig hinfläzen musste, um für einen Moment zu verschwinden.

Ich zog den Kopf ein, weil ich mir keine blöden Kommentare über meinen Spurt zum Bus einfangen wollte. Aber Astrid schien nicht mal mitbekommen zu haben, dass ich eingestiegen war. Das war zugleich gut und schlecht.

Hinter mir schmiedeten Josie Miller und Trish Greenstein Pläne für irgendeine Tierrechtsdemo. Die beiden waren so ­eine Art Hippie-Gutmenschen. Normalerweise hätte ich sie gar nicht richtig gekannt. Doch in der sechsten Klasse hatte ich mich mal freiwillig gemeldet, um Wahlkampf für Cory Booker zu machen, und so waren wir gemeinsam von Tür zu Tür gezogen. Das war eigentlich ganz lustig, aber jetzt sagten wir nicht mal mehr Hi, wenn wir uns sahen.

Fragt mich nicht warum. Die Highschool veränderte die Leute irgendwie.

Der Einzige, der mich überhaupt wahrgenommen hatte, schien Niko Mills zu sein. Niko beugte sich rüber und zeigte auf meinen Schuh. Er sagte nichts – dafür war er wohl zu cool –, er zeigte nur. Und er hatte recht: Meine Schnürsenkel waren ­offen. Ich band den Schuh neu und bedankte mich, doch dann schob ich mir sofort die Ohrstöpsel rein und konzentrierte mic
h auf mein Minitablet. Ich hatte Niko nichts zu sagen und er mir offenbar auch nicht. Sonst hätte er nicht so auf meinen Schuh gedeutet.

Soweit ich wusste, wohnte Niko mit seinem Großvater in einem Blockhaus am Fuß des Mount Herman. Die beiden jagten sich ihr Essen selbst und hatten keinen Strom, und als Klopapier benutzten sie wild wachsende Pilze. Oder so ähnlich.

In der Schule wurde Niko nur »tapferer Jägersmann« genannt, und der Spitzname passte wirklich wunderbar zu seiner perfekten Haltung, seiner dünnen, drahtigen Statur und seiner ganzen Kombination aus brauner Haut, braunen Augen und braunem Haar. Niko hatte etwas Steifes, Stolzes an sich – wie die meisten Leute, mit denen keiner redet.

Ich ignorierte den tapferen Jägersmann und versuchte, mein Minitab hochzufahren. Aber das Teil war tot, was echt seltsam war. Ich hatte es gerade erst vom Ladedock geholt, bevor ich aus dem Haus ging.

Da hörte ich ein leises Geräusch: Dingdingding. Ich nahm die Ohrstöpsel raus und lauschte auf die kleinen Dings. Sie klangen wie Regen, nur metallischer.

Plötzlich verwandelten sich die Dings in DINGS, aus den DINGS wurde Mr. Reeds Schrei: »Verdammte Scheiße!«, und im nächsten Moment dellte sich das Dach ein – WUMM, WUMM, WUMM. Spinnennetzartige Risse schossen durch die Windschutzscheibe. Mit jedem WUMM verwandelte sich die Scheibe wie bei einer Diashow. Je mehr Risse durchs Glas zuckten, desto undurchsichtiger wurde sie.

Ich blickte aus dem Seitenfenster.

Hagelkörner prasselten auf den Asphalt, in allen Größen, von winzig klein bis das-kann-doch-kein-Hagel-mehr-sein.

Autos rutschten über die komplette Straße. Doch im Gegensatz zu den anderen Fahrern sti
eg Mr. Reed nicht auf die Bremse, sondern aufs Gas. Er war ein geborener Raser.

Unser Bus schlingerte über eine Kreuzung, quer über den Mittelstreifen und auf den Parkplatz des Greenway-Super­stores. Der war noch ziemlich leer, weil es gerade mal Viertel nach sieben oder so war.

Als ich mich umdrehte, nach hinten, zu Astrid, schaltete die Welt gleichzeitig auf Zeitlupe und Zeitraffer. Der Bus schlitterte auf dem Eis, brach seitlich aus und geriet ins Schleudern, immer schneller und schneller, bis es mir den Magen in den Hals drückte. Ungefähr drei Sekunden lang wurde mein Rücken gegen das Fenster gepresst wie in einem heftigen Karussell, dann krachten wir gegen eine Straßenlaterne. Ein gräss­liches metallisches Knirschen.

Ich wollte mich noch an die Lehne vor mir klammern, aber da schmiss es mich schon durch die Luft. Auch ein paar andere flogen durch die Gegend. Ich hörte keine Schreie. Nur Grunzlaute und ab und zu einen dumpfen Aufprall.

Obwohl es mich seitlich weggeschleudert hatte, knallte ich gegen das Dach. Wie war das möglich? Kurz darauf kapierte ich es – der Bus war umgekippt. Er kreischte auf der Seite über den Asphalt. Und kam bebend zum Stillstand.

Der Hagel, der bisher das Dach gnadenlos eingedellt hatte, dellte jetzt uns gnadenlos ein.

Denn jetzt lag der Bus auf der Seite, und die Fensterreihe über uns hämmerte der Hagel sofort durch. Viele meiner Mitschüler wurden zugleich vom Hagel und vom Scherbenregen getroffen.

Aber ich hatte Glück. In meiner Nähe hatte sich ein Sitz gelöst, den ich über meinen Kopf zerren konnte wie ein kleines Dach.

Es hagelte Eisklumpen in allen Größen. Manche waren klein und rund wie Murmeln, manche waren riesige knollige Teile, in denen Kies und anderes graues Zeug steckten.

Überall wurde geschrien und gebrüllt. Jeder versuchte, sich möglic
hst schnell unter einem lockeren Sitz zu verkriechen oder aufzustehen und sich an die Wand zu pressen, also ans ehemalige Dach.

Ein Lärm, als wären wir in einem Sturzbach aus Steinen und Felsblöcken gefangen. Das Hämmern nahm kein Ende. Als würde jemand mit einem Baseballschläger auf den Sitz über meinem Kopf einprügeln.

Ich beugte mich noch weiter vor, um aus den Überresten der...


Pressestimmen

»Erste Liebe in Zeiten der Katastrophe. Ein realistischer Thriller mit allem, was dazu gehört. Hochspannend!«

Technik

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das buch ist...
von lollabionda - 17.05.2016
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