Maria Stuart

Reclam XL - Text und Kontext.
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Die Reihe "Reclam XL - Text und Kontext" bietet Klassikertexte mit Kommentar und ist damit speziell auf die Bedürfnisse des Deutschunterrichts zugeschnitten.

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Maria Stuart als eBook

Produktdetails

Titel: Maria Stuart
Autor/en: Friedrich Schiller

EAN: 9783159605760
Format:  EPUB
Reclam XL - Text und Kontext.
Herausgegeben von Wolf Dieter Hellberg
Reclam Verlag

23. Juli 2014 - epub eBook - 192 Seiten

Beschreibung

Die Reihe "Reclam XL - Text und Kontext" bietet Klassikertexte mit Kommentar und ist damit speziell auf die Bedürfnisse des Deutschunterrichts zugeschnitten.

Die Bände haben nicht nur ein größeres Format als die Universal-Bibliothek, sie sind vor allem auch inhaltlich gewachsen. Auf die sorgfältig edierten Texte folgt ein Anhang mit Materialien, die das Verständnis des Werkes erleichtern und Impulse für Diskussionen im Unterricht liefern: Text- und Bilddokumente zu Quellen und Stoff, zur Biographie des Autors, zu seiner Epoche sowie zur Rezeptionsgeschichte. Die Herausgeber sind erfahrene Schulpraktiker, die die Materialien nach den gegenwärtigen Erkenntnissen von Germanistik und Schuldidaktik für jeden Band neu erarbeitet haben.

E-Book mit Seitenzählung der gedruckten Ausgabe: Buch und E- Book können parallel verwendet werden.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit denen der Universal-Bibliothek.
UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar - es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.

Inhaltsverzeichnis

Maria Stuart

Anhang

1. Zur Textgestalt

2. Anmerkungen

3. Materialien
3.1 Leben und Zeit
3.2 Historische Hintergründe des Konflikts zwischen Maria Stuart und Elisabeth
3.3 Schillers philosophische Schriften zur Tragödie
3.4 Maria Stuart und die Französische Revolution
3.5 Wissenschaftliche Rezeption des Dramas

4. Literaturhinweise

Portrait

Friedrich Schiller (seit 1802: von; 10. 11. 1759 Marbach a. N. - 9. 5. 1805 Weimar) bildet mit Goethe den Kern der Weimarer Klassik, der bedeutendsten deutschen Literaturepoche. Schiller begann als Aufsehen erregender Sturm-und-Drang-Dichter und prägte seit 1795 als Publizist, Theoretiker, Dramatiker und Lyriker das berühmte klassische Weimarer Jahrzehnt. Schillers Dramen gehören noch heute zu den meistgespielten der deutschen Literatur, seine Gedichte, z. B. die Balladen, zählten im 19. Jahrhundert und darüber hinaus zum festen kulturellen Kanon der deutschen Literatur.

Leseprobe

Sechster Auftritt


MORTIMER. MARIA.

MARIA.     Von meinem Oheim!

Dem Kardinal von Lothringen aus Frankreich!

(Liest.)

»Traut dem Sir Mortimer, der Euch dies bringt,

Denn keinen treuern Freund habt Ihr in England.«

[18](Mortimern mit Erstaunen ansehend.)

390Ist’s möglich? Ist’s kein Blendwerk, das mich täuscht?

So nahe find ich einen Freund und wähnte mich

Verlassen schon von aller Welt – find ihn

In Euch, dem Neffen meines Kerkermeisters,

In dem ich meinen schlimmsten Feind –

MORTIMER (sich ihr zu Füßen werfend).     Verzeihung

395Für diese verhasste Larve, Königin,

Die mir zu tragen Kampf genug gekostet,

Doch der ich’s danke, dass ich mich Euch nahen,

Euch Hülfe und Errettung bringen kann.

MARIA. Steht auf – Ihr überrascht mich, Sir – Ich kann

400So schnell nicht aus der Tiefe meines Elends

Zur Hoffnung übergehen – Redet, Sir –

Macht mir dies Glück begreiflich, daß ich’s glaube.

MORTIMER (steht auf). Die Zeit verrinnt. Bald wird mein Oheim hier sein,

Und ein verhasster Mensch begleitet ihn.

405Eh Euch ihr Schreckensauftrag überrascht,

Hört an, wie Euch der Himmel Rettung schickt.

MARIA. Er schickt sie durch ein Wunder seiner Allmacht!

MORTIMER. Erlaubt, dass ich von mir beginne.

iv>

MARIA.     Redet, Sir!

MORTIMER. Ich zählte zwanzig Jahre, Königin,

410In strengen Pflichten war ich aufgewachsen,

In finsterm Hass des Papsttums aufgesäugt,

Als mich die unbezwingliche Begierde

Hinaustrieb auf das feste Land. Ich ließ

Der Puritaner dumpfe Predigtstuben,

415Die Heimat hinter mir, in schnellem Lauf

Durchzog ich Frankreich, das gepriesene

Italien mit heißem Wunsche suchend.

  Es war die Zeit des großen Kirchenfests,

Von Pilgerscharen wimmelten die Wege,

420Bekränzt war jedes Gottesbild, es war,

Als ob die Menschheit auf der Wandrung wäre,

[19]Wallfahrend nach dem Himmelreich – Mich selbst

Ergriff der Strom der glaubenvollen Menge,

Und riss mich in das Weichbild Roms –

  425Wie ward mir, Königin!

Als mir der Säulen Pracht und Siegesbogen

Entgegenstieg, des Kolosseums Herrlichkeit

Den Staunenden umfing, ein hoher Bildnergeist

In seine heitre Wunderwelt mich schloss!

430Ich hatte nie der Künste Macht gefühlt,

Es hasst die Kirche, die mich auferzog,

Der Sinne Reiz, kein Abbild duldet sie,

Allein das körperlose Wort verehrend.

Wie wurde mir, als ich ins Innre nun

435Der Kirchen trat, und die Musik der Himmel

Herunterstieg, und der Gestalten Fülle

Verschwenderisch aus Wand und Decke quoll,

Das Herrlichste und Höchste, gegenwärtig,

Vor den entzückten Sinnen sich bewegte,

440Als ich sie selbst nun sah, die Göttlichen,

Den Gruß des Engels, die Geburt des Herrn,

Die he
il’ge Mutter, die herabgestiegne

Dreifaltigkeit, die leuchtende Verklärung –

Als ich den Papst drauf sah in seiner Pracht

445Das Hochamt halten und die Völker segnen.

O was ist Goldes, was Juwelen Schein,

Womit der Erde Könige sich schmücken!

Nur Er ist mit dem Göttlichen umgeben.

Ein wahrhaft Reich der Himmel ist sein Haus,

450Denn nicht von dieser Welt sind diese Formen.

MARIA. O schonet mein! Nicht weiter. Höret auf,

Den frischen Lebensteppich vor mir aus-

Zubreiten – Ich bin elend und gefangen.

MORTIMER. Auch ich war’s, Königin! und mein Gefängnis

455Sprang auf und frei auf einmal fühlte sich

Der Geist, des Lebens schönen Tag begrüßend.

Hass schwur ich nun dem engen dumpfen Buch,

[20]Mit frischem Kranz die Schläfe mir zu schmücken,

Mich fröhlich an die Fröhlichen zu schließen.

460Viel edle Schotten drängten sich an mich

Und der Franzosen muntre Landsmannschaften.

Sie brachten mich zu Eurem edeln Oheim,

Dem Kardinal von Guise – Welch ein Mann!

Wie sicher, klar und männlich groß! – Wie ganz

465Geboren, um die Geister zu regieren!

Das Muster eines königlichen Priesters,

Ein Fürst der Kirche, wie ich keinen sah!

MARIA. Ihr habt sein teures Angesicht gesehn,

Des vielgeliebten, des erhabnen Mannes,

470Der meiner zarten Jugend Führer war.

O redet mir von ihm. Denkt er noch mein?

Liebt ihn das Glück, blüht ihm das Leben noch,

Steht er noch herrlich da, ein Fels der Ki
rche
?

MORTIMER. Der Treffliche ließ selber sich herab,

475Die hohen Glaubenslehren mir zu deuten,

Und meines Herzens Zweifel zu zerstreun.

Er zeigte mir, dass grübelnde Vernunft

Den Menschen ewig in der Irre leitet,

Dass seine Augen sehen müssen, was

480Das Herz soll glauben, dass ein sichtbar Haupt

Der Kirche not tut, dass der Geist der Wahrheit

Geruht hat auf den Sitzungen der Väter.

Die Wahnbegriffe meiner kind’schen Seele,

Wie schwanden sie vor seinem siegenden

485Verstand und vor der Suada seines Mundes!

Ich kehrte in der Kirche Schoß zurück,

Schwur meinen Irrtum ab in seine Hände.

MARIA. So seid Ihr einer jener Tausende,

Die er mit seiner Rede Himmelskraft

490Wie der erhabne Prediger des Berges

Ergriffen und zum ew’gen Heil geführt!

MORTIMER. Als ihn des Amtes Pflichten bald darauf

Nach Frankreich riefen, sandt er mich nach Reims,

[21]Wo die Gesellschaft Jesu, fromm geschäftig,

495Für Englands Kirche Priester auferzieht.

Den edeln Schotten Morgan fand ich hier,

Auch Euren treuen Leßley, den gelehrten

Bischof von Roße, die auf Frankreichs Boden

Freudlose Tage der Verbannung leben –

500Eng schloss ich mich an diese Würdigen,

Und stärkte mich im Glauben – Eines Tags,

Als ich mich umsah in des Bischofs Wohnung,

Fiel mir ein weiblich Bildnis in die Augen,

Von rührend wundersamem Reiz, gewaltig

505Ergriff es mich in meiner tiefsten Seele,

Und des Gefühls nicht mächtig stand ich da.

Da sag
te mir der Bischof: Wohl mit Recht

Mögt Ihr gerührt bei diesem Bilde weilen.

Die schönste aller Frauen, welche leben,

510Ist auch die jammernswürdigste von allen,

Um unsers Glaubens willen duldet sie,

Und Euer Vaterland ist’s, wo sie leidet.

MARIA. Der Redliche! Nein, ich verlor nicht alles,

Da solcher Freund im Unglück mir geblieben.

515MORTIMER. Drauf fing er an, mit herzerschütternder

Beredsamkeit mir Euer Märtyrtum

Und Eurer Feinde Blutgier abzuschildern.

Auch Euern Stammbaum wies er mir, er zeigte

Mir Eure Abkunft von dem hohen Hause

520Der Tudor, überzeugte mich, dass Euch

Allein gebührt in Engelland zu herrschen,

Nicht dieser Afterkönigin, gezeugt

In ehebrecherischem Bett, die Heinrich,

Ihr Vater, selbst verwarf als Bastardtochter.

525Nicht seinem einz’gen Zeugnis wollt ich traun,

Ich holte Rat bei allen Rechtsgelehrten,

Viel alte Wappenbücher schlug ich nach,

Und alle Kundige, die ich befragte,

Bestätigten mir Eures Anspruchs Kraft.

530[22]Ich weiß nunmehr, dass Euer gutes Recht

An England Euer ganzes Unrecht ist,

Dass Euch dies Reich als Eigentum gehört,

Worin Ihr schuldlos als Gefangne schmachtet.

MARIA. O dieses unglücksvolle Recht! Es ist

535Die einz’ge Quelle aller meiner Leiden.

MORTIMER. Um diese Zeit kam mir die Kunde zu,

Dass Ihr aus Talbots Schloss hinweggeführt,

Und meinem Oheim übergeben worden –

Des Himmels wundervolle Rettungshand

540Glaubt ich in dieser Fügung
zu erkennen,

Ein lauter Ruf des Schicksals war sie mir,

Das meinen Arm gewählt, Euch zu befreien.

Die Freunde stimmen freudig bei, es gibt

Der Kardinal mir seinen Rat und Segen,

545Und lehrt mich der Verstellung schwere Kunst.

Schnell ward der Plan entworfen, und ich trete

Den Rückweg an ins Vaterland, wo ich,

Ihr wisst’s, vor zehen Tagen bin gelandet.

(Er hält inne.)

Ich sah Euch, Königin – Euch selbst!

550Nicht Euer Bild! – O welchen Schatz bewahrt

Dies Schloss! Kein Kerker! Eine...


Technik

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