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Die 101 wichtigsten Fragen - Der Erste Weltkrieg

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Wer war schuld am Ausbruch des Krieges? Stimmt es, dass die Menschen vom Krieg begeistert waren? Was heißt eigentlich "Weltkrieg"? Was sind die "14 Punkte"? Wer waren die Dicke Bertha und der Lange Max? Was ist die "Dolchstoßlegende"? Gerd Krumeich, … weiterlesen
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Die 101 wichtigsten Fragen - Der Erste Weltkrieg als eBook

Produktdetails

Titel: Die 101 wichtigsten Fragen - Der Erste Weltkrieg
Autor/en: Gerd Krumeich

EAN: 9783406659423
Format:  EPUB
Beck C. H.

21. Januar 2014 - epub eBook - 155 Seiten

Beschreibung

Wer war schuld am Ausbruch des Krieges? Stimmt es, dass die Menschen vom Krieg begeistert waren? Was heißt eigentlich "Weltkrieg"? Was sind die "14 Punkte"? Wer waren die Dicke Bertha und der Lange Max? Was ist die "Dolchstoßlegende"? Gerd Krumeich, auch international ein hochangesehener Experte für den Ersten Weltkrieg, bietet mit diesem Band der Reihe "101 Fragen" eine ebenso kompetente wie handliche Einführung in das Wissen über den bis dahin größten Krieg der Menschheitsgeschichte.

Portrait

Gerd Krumeich ist Professor (em.) für Neuere Geschichte an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Ersten Weltkrieg vorgelegt, darunter (gemeinsam mit Gerhard Hirschfeld und Irina Renz) das Standardwerk "Enzyklopädie Erster Weltkrieg".

Leseprobe

   Vorkriegszeit und Julikrise

1. Warum versuchten die Europäer, überall auf der Welt Fuß zu fassen? In der historischen Forschung wurde früher der Imperialismus der europäischen Nationen als Hauptverursacher des Ersten Weltkriegs angesehen. Tatsächlich war der Imperialismus der Zeit um 1900 (im Unterschied zum Kolonialismus seit dem 16. Jahrhundert) für die europäischen Nationen eine Art Entwicklungs- und Überlebensstrategie. Die «Landnahme» in Afrika und Asien war zutiefst geprägt von der Überzeugung, dass das «Alte Europa» nicht genug Platz habe, um die sich ständig und massiv vermehrenden Bevölkerungen angemessen zu ernähren und am Wohlstand teilhaben zu lassen. Der Arbeiter als vielleicht wichtigster Konsument war noch nicht entdeckt (das gelang erst mit der vollautomatisierten Billig-Produktion während und in Folge des Weltkriegs).

Um 1900 jedenfalls galt die systematische Expansion in ferne Länder, also die Errichtung und stetige Vergrößerung regelrechter «Imperien», als zwingend notwendig für die europäischen Nationen. England und Frankreich hatten bereits im Laufe der Jahrhunderte solche Imperien aufbauen können, waren also um 1900 weitgehend «saturiert», wohingegen das Deutsche Reich, erst 1871 gegründet, in dieser Beziehung ein echter «Newcomer» war. Umso aggressiver und unbedingter wurden deshalb die deutschen Forderungen auf einen «Platz an der Sonne» (so Reichskanzler Bernhard von Bülow 1906) formuliert. Kaiser Wilhelm II. unterließ es in kaum einer Rede, auf den Anspruch Deutschlands hinzuweisen, auch eine »Weltmacht» zu werden, ein Reich zu besitzen, «in dem die Sonne nicht untergeht». «Weltmacht oder Niedergang», das war die tiefe &Uum
l;berzeugung der Imperialisten, die vor allem in den Kreisen der bürgerlichen Geschäftswelt und der Intellektuellen (weniger bei den Konservativen) ansässig waren. Seit Mitte der 1890er Jahre wurde daher sowohl die deutsche Handels- als auch die Kriegsflotte zielstrebig ausgebaut, was auf Dauer einen Konflikt mit Großbritannien provozieren musste, bestand England doch auf seiner Vorherrschaft auf den Weltmeeren («Britannia rules the waves»).

In Afrika erschien den Deutschen die Möglichkeit zu gezielter Ausdehnung und Arrondierung eines «Imperiums» am einfachsten, hatte das Deutsche Reich doch schon seit den 1880er Jahren Gebiete an der Ost- und Westküste besetzen können (Deutsch-Ostafrika, Togo, Kamerun, Deutsch-Südwestafrika). Man warf den Blick vor allem auf den belgischen und den französischen Kongo. Als «Hebel» der deutschen Afrika-Expansion wurde die Marokko-Frage benutzt, da das Scherifenreich zwar formal selbständig, in Wirklichkeit aber ein Tummelplatz des französischen Imperialismus war. Kaiser Wilhelms II. Reise nach Tanger 1905 und seine Betonung der Bereitschaft Deutschlands, die Freiheit Marokkos zu schützen, waren Auslöser der ersten Marokko-Krise.

2. Wie entwickelte sich das Nationalgefühl bis 1914? Nationalgefühl, Patriotismus und Nationalismus hatten sich seit dem 16. Jahrhundert langsam herausgebildet und immer stärker mit dem Staat verbunden, der im Laufe der Zeit vom Fürsten-Staat zum Nationalstaat geworden war. Ein wichtiger Einschnitt war die Französische Revolution, die den auf seine Nation besonders stolzen freien und gleichberechtigten Staatsbürger schuf bzw. schaffen wollte. Die französische Republik beanspruchte aber auch eine Vorbildrolle für Europa, was damit endete, dass Napoleon Europa beherrschte, wogegen sich wiederum deutscher Nationalstolz mobilisierte. Im
Kampf gegen Napoleon brach sich ein kämpferischer Patriotismus Bahn, der bereits stark von Hass geprägt war. In der Forschung ist strittig, ob Feindschaft und Hass immer zum Nationalismus gehört haben und ob man sinnvoll zwischen Patriotismus und Nationalismus unterscheiden kann. Zweifellos hat es aber im 19. Jahrhundert immer weitere Steigerungen des Nationalismus gegeben, doch zwischen dem Nationalismus der 1848er Revolutionäre und dem extremen Nationalismus der Vorkriegszeit des Ersten Weltkriegs liegen Welten!

Dies gilt besonders, weil in den Jahren der imperialistischen Ausdehnung der europäischen Staaten, also um 1900, die Unterschiede und Grenzen zwischen aggressivem und defensivem Nationalismus verschwammen. Der Anspruch der Nation, dass sie als Lebens- und Zukunftsraum aller Bürger unter Einsatz aller Kräfte gegen Angriffe von außen zu verteidigen sei, wurde immer exorbitanter. Für alle Länder lässt sich um 1900 eine Art religiöse Überhöhung der Nation feststellen («God’s own country», «Dieu avec nous», «Gott mit uns»). In Deutschland, dem erst 1871 konstituierten Nationalstaat, zeigte sich diese Befindlichkeit am ausgeprägtesten, der Nationalismus wurde eine Art kollektive Hysterie. Die Mittellage Deutschlands in Europa führte zu immer neuen Bedrohungsvorstellungen («Einkreisung»). Dafür war nicht zuletzt der neue Imperialismus verantwortlich. Denn dieser verstand sich – anders als der herkömmliche Kolonialismus – als «lebensnotwendige» Zukunftssicherung der Imperien und Nationen. In Deutschland wurde 1890 der Alldeutsche Verband gegründet. Der 1898 gebildete Flottenverein wurde zur ersten Massenorganisation dieses expansiven Nationalismus. Das Motto des 1911 gegründeten «Wehrvereins» lautete charakteristischerweise: «Ein vorwä
rtsstrebendes Volk wie wir, das sich so entwickelt, braucht Neuland für seine Kräfte, und wenn der Friede das nicht bringt, so bleibt schließlich nur der Krieg.»

Man kann feststellen, dass die Idee der Expansion als notwendige und deshalb defensive Zukunftssicherung selbst auf Seiten der Sozialisten viele Anhänger fand, auch wenn diese weiterhin den «imperialistischen Krieg» mit allen Mitteln bekämpften.

3. Was bedeutete Darwins Lehre vom Lebenskampf für die europäischen Nationen vor 1914? Im Jahre 1859 publizierte der Naturforscher Charles Darwin sein Buch «On the Origin of Species», mit dem er die moderne Evolutionstheorie begründete. Eine der Hauptthesen des Werkes war, dass es in der Geschichte der Natur immer neue Adaptierungsprozesse gegeben habe. Die Entwicklung habe sich aus dem Prinzip des «struggle for life» und des «survival of the fittest» abgeleitet, dem alle Natur unterworfen sei.

Darwins Buch hatte einen sensationellen Erfolg. Seine streng naturwissenschaftlichen Beobachtungen und Thesen wurden bald popularisiert und schon in den 1870er Jahren fand eine Übertragung dieser «Naturgesetzlichkeiten» auf Gesellschaften und soziale Klassen statt. Das «survival of the fittest» wurde zu einem Hauptschlagwort derjenigen, die auf imperiale Ausdehnung setzten, also die Überlegenheit des «weißen Mannes» gegenüber anderen «Rassen» behaupteten. Auch wurde behauptet, dass die Arbeiterklasse quasi naturgesetzlich dazu berufen sei, die Bourgeoisie von der Macht zu verdrängen. Des Weiteren wurden «Volkskraft» und militärische Stärke unter diesen Voraussetzungen diskutiert. Deutschland als ein (um 1900) mehr als 60 Millionen «starkes» Volk mit ungeheurer industrieller und wirtschaftlicher Dynamik musste doch ein größeres
«Lebensrecht» haben als das dekadente Frankreich, dessen Bevölkerung zu dieser Zeit nur noch knapp 40 Millionen zählte und immer weiter zu schmelzen schien. Hatte man da nicht das Recht und die Pflicht zur Ausdehnung auf Kosten des Nachbarn? Diese Auffassung war auch unter deutschen Militärtheoretikern sehr verbreitet, beispielhaft in dem 1912 publizierten Buch von Friedrich von Bernhardi, «Deutschland und der nächste Krieg».

4. Warum meinten die Deutschen, von böswilligen Nachbarn umzingelt zu sein? Die deutsche «Weltmacht-Politik» und der Kampf um einen «Platz an der Sonne» führten bald zu Spannungen mit England, weil dieses deutsche Ausdehnungsprojekt mit einer seit 1898 beginnenden massiven Flottenrüstung verbunden war, dem sog. «Tirpitz-Plan». Dieser sah vor, die deutsche Kriegsmarine so stark zu machen, dass England zwar nicht übertroffen, aber konzessionsbereit gemacht werden sollte – beinhaltete also eine regelrechte Erpressungspolitik. Doch England zog nicht nur im Flottenbau nach, sondern bemühte sich auch um neue Verbündete, vor allem um Frankreich, mit dem es 1904 eine «Entente cordiale» (Herzliches Einvernehmen) abschloss. Frankreich hatte sich seinerseits ebenfalls um eine Annäherung bemüht. In Deutschland war die Verblüffung und Verbitterung über diese Verständigung der anderen Großmächte groß. Reichskanzler Bernhard von Bülow lancierte daher 1905 eine Intervention Kaiser Wilhelms II. in Marokko. Dieser hielt im März 1905 in Tanger eine Rede, in der er die Unabhängigkeit des Scherifenreichs betonte und hierfür den Schutz Deutschlands anbot. Das war eine scharfe Provokation Frankreichs, welches sich seit ca. 1900 in Marokko festgesetzt hatte und Militär, Banken und Handel kontrollierte (wogegen Deutschland niemals Einwände erh
oben hatte). Doch nun bestand Deutschland...


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