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Tod im Dünengras

Ein Sylt-Krimi.
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Erik Wolfs Strandspaziergang mit Mamma Carlotta, seiner italienischen Schwiegermutter, ist richtig beschaulich- bis der Kriminalhauptkommissar in den Sylter Dünen einen Toten entdeckt, der offenbar erschlagen wurde. Das nächste Mordopfer lässt nicht … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Tod im Dünengras
Autor/en: Gisa Pauly

EAN: 9783492960816
Format:  EPUB
Ein Sylt-Krimi.
Piper ebooks

20. August 2012 - epub eBook - 336 Seiten

Beschreibung

Erik Wolfs Strandspaziergang mit Mamma Carlotta, seiner italienischen Schwiegermutter, ist richtig beschaulich- bis der Kriminalhauptkommissar in den Sylter Dünen einen Toten entdeckt, der offenbar erschlagen wurde. Das nächste Mordopfer lässt nicht lange auf sich warten: Utta Ingwersen liegt tot in ihrer Boutique. Bald findet Erik heraus, dass sich deren Mann kurz zuvor eine Auseinandersetzung mit einem italienischen Schutzgelderpresser geliefert hat, und wenig später wird der Mafioso selbst erschlagen aufgefunden. Der allerdings kommt Mamma Carlotta merkwürdig bekannt vor. Sie mischt sich mit ihrer weiblichen Intuition in die Ermittlungen ein- tatkräftig unterstützt von der italienischen Tante des Toten, die eigens nach Sylt angereist ist und zum Entsetzen von Erik Wolf ebenso viel und laut redet wie seine Schwiegermutter ...

Portrait

Gisa Pauly hängte nach zwanzig Jahren den Lehrerberuf an den Nagel und veröffentlichte 1994 das Buch »Mir langt's - eine Lehrerin steigt aus«. Seitdem lebt sie als freie Schriftstellerin, Journalistin und Drehbuchautorin in Münster, ihre Ferien verbringt sie am liebsten auf Sylt oder in Italien. Ihre turbulenten Sylt-Krimis um die temperamentvolle Mamma Carlotta erobern regelmäßig die SPIEGEL-Bestsellerliste, genauso wie ihre erfolgreichen Italien-Romane. Gisa Pauly wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Satirepreis der Stadt Boppard und der Goldenen Kamera des SWR für das Drehbuch »Déjàvu«.

Leseprobe

 

Das Meer war an diesem Tag von einem schönen dunklen Blau. Wenn eine Woge sich aufbäumte und mit gischtigen Fingern nach der Brandung griff, entstand, kurz bevor sie zusammenbrach, ein wunderbares Grün direkt unter dem Scheitelpunkt der Welle. Erik Wolf zwang sich, immer wieder nach diesem Grün Ausschau zu halten. So konnte er sich dem Meer zuwenden und versuchen, das zu ignorieren, was hinter seinem Rücken geschah und wofür er sich am liebsten bei der kompletten Nordsee entschuldigt hätte.

Es war ein früher Sonntagmorgen. Die Hochsaison war vorbei, die Nachsaison brachte zwar noch viele sonnige Tage, aber sie begannen nicht mehr leuchtend blau, sondern grau und verhangen. Auch dieser Morgen hatte sich durch einen Dunstschleier ans Licht gedrängt, jetzt aber stand er in einem klaren Grau über ihnen, das nicht weniger schön war als das Blau des Hochsommers. Deswegen war Erik bereit gewesen, seinen ersten freien Tag nach der Ankunft seiner Schwiegermutter auf Sylt mit einem Strandspaziergang zu beginnen. Mamma Carlotta hatte es sich gewünscht, und er war gern darauf eingegangen. Sogar die Kinder hatten sich bereit erklärt, ihrer Nonna zuliebe sonntags früh aufzustehen, und sich, ohne zu murren, ihre winddichten Jacken übergezogen.

Am Kliffkieker waren sie zum Strand hinabgestiegen und wanderten nun gen Norden. Erik liebte es, wenn der Strand noch menschenleer war. Er genoss die Stille, die in Wirklichkeit alles andere als still war, liebte das Getöse, mit dem die Brandung an den Strand schlug, denn still waren sie trotzdem, diese frühen Stunden am Meer, in denen nur die Natur lärmte und alles andere schwieg.

So jedenfalls hatte Erik sich diesen Spaziergang vorgestellt. Schweigend, den Blick aufs Meer gerichtet oder in den Himmel, mal auf die Füße, um zu beobachten, wie sie sich in den Sand gruben, od
er zurück, um die Spur zu verfolgen, die sich hinter ihnen aufreihte.

Die Strandspaziergänge, die er mit Lucia gemacht hatte, waren so gewesen. Seiner Frau war das Schweigen genauso schwergefallen wie ihrer Mutter, aber angesichts der Weite des Strandes und des Meeres war auch sie verstummt, hatte ihre Hand in seine geschoben und ihre Verbundenheit schweigend genossen. Damals hätte er es nie für möglich gehalten, dass einmal etwas so Zufälliges wie die kurze Unaufmerksamkeit eines Lkw-Fahrers ihre tiefe Verbundenheit zerstören könnte.

Er kniff die Augen fest zusammen, um Lucias Bild wegzudrängen. Schlimm genug, dass die Stimme in seinem Rücken ihn so sehr an Lucia erinnerte, dass es wehtat. Da half es gar nichts, die Ähnlichkeit zu leugnen, nur weil Lucia in einem Moment wie diesem geschwiegen hätte.

»Il mare! Magnifico! Wie majestätisch!«

Noch immer wandte er sich nicht um, weil er sich nicht zusätzlich zur lauten Stimme, zum Pathos und zum Tempo, mit dem die Worte seiner Schwiegermutter von der Zunge rollten, auch noch über ihre großen Gesten ärgern wollte. Und auf keinen Fall wollte er Mamma Carlotta bewundern, obwohl es schon erstaunlich war, über welchen Wortschatz sie mittlerweile verfügte. Erst recht, wenn man berücksichtigte, auf welche Weise sie die deutsche Sprache erlernt hatte: ohne Lehrbuch, ohne Sprachtrainer, ohne Vokabelhefte oder das Lernen unregelmäßiger Verben. Carlotta Capella hatte Deutsch gelernt, indem sie mit Lucia und den Kindern am Telefon redete, und hatte ihre Sprachkenntnisse verbessert, als ihr Nachbar eine Deutsche heiratete, die sich gern in ihrer Muttersprache unterhielt. Über die Grammatik lernte sie erst etwas, als Carolin beschloss, Lehrerin zu werden, an ihrer Großmutter ihr späteres pädagogisches Wirken trainieren wollte und ihr viele schriftliche Aufgaben na
ch Umbrien schickte, deren Lösungen sie später am Telefon gewissenhaft überprüfte.

Erik Wolf, der vierzehn Jahre jünger war als seine Schwiegermutter, war sicher, dass es ihm niemals gelungen wäre, auf gleiche Weise Italienisch zu lernen. Er konnte sich nur mühsam verständigen, wenn er in Umbrien war, obwohl Lucia sich große Mühe gegeben hatte, ihn mit ihrer Muttersprache vertraut zu machen, damit er sich mit den vielen Tanten, Onkeln, Cousins und all den anderen Mitgliedern des riesigen Capella-Clans unterhalten konnte. Er hatte es nicht geschafft. Und irgendwann war er sogar froh gewesen, dass er der Einzige war, dem es nachgesehen wurde, schweigend einer lautstarken Diskussion beizuwohnen, ohne sich einzumischen, oder einfach nur dabeizusitzen und an etwas anderes zu denken. Nach dieser Erkenntnis hatte er seine Bemühungen gänzlich eingestellt und war dankbar gewesen, dass niemand mehr versuchte, ihn in ein Gespräch zu ziehen, das ihn schon beim Zuschauen schwindelig machte.

»Dieser herrliche Strand!«, hörte er in seinem Rücken. »Ohne die vielen Strandkörbe gefällt er mir noch besser! Nur dieser graue Himmel! So etwas gibt es in Italia nicht. Und die Sonne …«

Erik hörte ein verächtliches Schnalzen. Bei allem, was Carlotta mittlerweile an Sylt liebengelernt hatte – mit der Dauer und der Kraft des Sonnenscheins war sie nie zufrieden.

»Carolina! Wird in deinem Chor auch ein Lied über das Meer gesungen?«

Nein, nicht auch das noch! Seit Carolin dem Inselchor beigetreten war und daraufhin den Beschluss gefasst hatte, später Sängerin zu werden, gab es im Hause Wolf keine ruhige Minute mehr. Dabei war auf Carolins Einsilbigkeit bis dahin stets Verlass gewesen, sie war eben ganz Eriks Tochter. Es reichte, dass Felix genauso lärmend war wie seine italienischen Vorfahren u
nd genauso gern und laut redete wie sie. Erik war immer dankbar gewesen, dass aus Carolins Zimmer selten ein Laut drang und dass sie stundenlang schweigend neben ihm sitzen konnte.

Neuerdings aber sang sie. Sehr laut, sehr enthusiastisch und vor allem den lieben langen Tag. Wenn er sich anfänglich noch über die hübsche klare Stimme seiner Tochter gefreut hatte, so war es damit bald vorbei gewesen. Manchmal war er sogar drauf und dran, ihr zu verraten, wie wenig er daran glaubte, dass ihr Talent für eine Karriere ausreichte. Aber dann brachte er es doch nicht übers Herz und hoffte, dass ihr diese Erkenntnis irgendwann selbst kommen würde. Hoffentlich bald!

Das wiederholte er leise, als Carolin anstimmte: »Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen, der eiskalten Winde raues Gesicht …«

Erik sah sich um. Hoffentlich war kein Bekannter in der Nähe, der mitanhören konnte, wie Carolin gegen die Brandung ansang. Und dass jemand ihre Gesangsdarbietung beobachtete, wollte er erst recht nicht. Denn Carolin sang nicht nur sehr laut und unbekümmert, sondern machte auch vor den Posen einer Operndiva nicht halt. Kein Zweifel, die Mitgliedschaft im Inselchor tat ihrem Selbstbewusstsein gut, darüber hätte sich Erik eigentlich freuen sollen. Und seit sie wusste, dass sie bei dem sehnsüchtig erwarteten Chorwettbewerb ein Duett mit der Solosängerin bestreiten würde, war ihr Selbstwertgefühl noch weiter gestiegen. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass sie als einziges Chormitglied Noten lesen und vom Blatt singen konnte, ärgerte sie sich nicht einmal mehr über ihren Bruder, der sich über das Volkslieder-Repertoire des Inselchors lustig machte. Nein, Carolin stand zu ihrer Entscheidung, den grünen Wald und die Vögelein darin zu besingen oder eben die brausenden Wogen.

Erik konnte nicht umhin, seine Tochter für ihre aufrechte
Haltung zu bewundern. Trotzdem wäre es ihm lieber gewesen, sie hätte sich für die Musik von Amy Winehouse oder Britney Spears begeistert. Er wollte eine ganz normale Tochter, die sich so verhielt wie ihre Klassenkameradinnen. Während der paar Monate, in denen Carolin unbedingt Schriftstellerin werden wollte, hatte ihn schon ihre Schwärmerei für Günter Grass befremdet. Kein Wunder, dass Carolin so wenig Kontakt zu Gleichaltrigen hatte. Wer keine einzige CD von Tokio Hotel besaß und von Rockmusik weniger verstand als der eigene Vater, der war zum Außenseiter verdammt. Der Chorwettbewerb des Inselchors würde Carolins Beliebtheit nicht steigern. Und das Schlimmste war, dass ihr das vermutlich völlig gleichgültig sein würde.

Erik entfernte sich ein Stück, um Abstand zu seiner Tochter und seiner Schwiegermutter zu gewinnen. Er würde sich ihnen erst wieder nähern, wenn sämtliche Strophen von »Wir lieben die Stürme« heruntergesungen waren.

Erfreut stellte er fest, dass Felix ihm folgte. Dem war die Singerei noch lästiger als dem Vater, der sich immerhin einen großen Teil des Tages im Polizeirevier Westerland aufhalten durfte, während Felix dem Gesang seiner Schwester viel häufiger ausgesetzt war. Zu Hause erschlug er jedes Volkslied mit seiner Heavy-Metal-Musik, doch am Strand konnte er nichts anderes tun, als abzuwarten, bis das Lied zu Ende war.

»Ich gehe mal eben nach oben in die Dünen«, sagte Erik. »Ich hätte ganz gern ein paar Minuten meine Ruhe.«

»Ich auch«, erklärte Felix.

Erik lächelte. »Für dich kann es doch sonst gar nicht unruhig genug sein.«

»Ich kann Volkslieder aber nicht leiden.«

»Ehrlich gesagt, ich auch nicht.«

Mamma Carlotta reckte den Hals, wandte sich aber beruhigt wieder Carolin
zu, als sie sicher sein konnte, dass Erik und Felix sich nicht heimlich davonmachen wollten. Sie mochte es nicht, wenn sich jemand absonderte, und holte über kurz oder lang jeden in den Kreis der Familie zurück, der sich daraus entfernt hatte. Lange konnte es nicht dauern, bis sie nach ihnen rufen und vorwurfsvoll fragen würde, ob es etwa irgendwo etwas Wichtigeres gäbe als Carolins Gesangskarriere.

Erik blieb stehen, als er das erste Dünengras niedergetreten hatte. Unten wurde mittlerweile im Duett gesungen, und er war froh, sich so weit von dieser Entgleisung...


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