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Das Lied der Freiheit

Roman. Originaltitel: La reina descalza.
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Sevilla 1748: Die freigelassene Sklavin Caridad findet, mittellos in einer ihr fremden Welt, Zuflucht bei der Zigeunerfamilie Vega. Hier freundet sie sich mit der jungen, schönen Sängerin Milagros an und gewinnt die Liebe von Melchor, dem s… weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das Lied der Freiheit
Autor/en: Ildefonso Falcones

EAN: 9783641123758
Format:  EPUB
Roman.
Originaltitel: La reina descalza.
Übersetzt von Stefanie Karg, Ildefonso Falcones
C. Bertelsmann Verlag

6. Oktober 2014 - epub eBook - 752 Seiten

Beschreibung

Sevilla 1748: Die freigelassene Sklavin Caridad findet, mittellos in einer ihr fremden Welt, Zuflucht bei der Zigeunerfamilie Vega. Hier freundet sie sich mit der jungen, schönen Sängerin Milagros an und gewinnt die Liebe von Melchor, dem stolzen Oberhaupt der Familie. Milagros verliebt sich fatalerweise in Pedro, dessen Familie schon seit langem mit den Vegas verfeindet ist. Ihr von Schicksalsschlägen gezeichneter Lebensweg führt sie vom sonnenverbrannten Andalusien in die prunkvolle Königsresidenz Madrid - hier wird die großartige Flamencotänzerin zur »barfüßigen Königin«. Ildefonso Falcones' opulenter, vielstimmiger Roman ist ganz große Oper: Er erzählt von Schmerz und Trauer, Liebe und Freundschaft , Hass und Verrat, Sehnsucht und Hoffnung - und von der Freiheit.

Portrait

Ildefonso Falcones de Sierra, verheiratet und Vater von vier Kindern, arbeitet als Anwalt in Barcelona. Sein Debütroman "Die Kathedrale des Meeres" war ein überwältigender internationaler Erfolg. Mit weltweit mehr als fünf Millionen verkauften Büchern hat sich Falcones als der bestverkaufte spanische Autor historischer Romane verewigt.

Leseprobe

2

Triana lag auf der anderen Seite des Guadalquivir, außerhalb der Mauern von Sevilla. Diese Vorstadt war mit der Stadt über eine alte maurische Brücke verbunden, die auf zehn Barkassen ruhte, die im Flussbett ankerten und mit zwei schweren Eisenketten sowie mehreren Tauen von Ufer zu Ufer gesichert waren. Triana, wegen seiner Verteidigungsfunktion auch die Wächterin von Sevilla genannt, erlebte seine Blüte in der Zeit, in der Sevilla das Monopol für den Handel mit Amerika besaß; doch die nautischen Probleme, die die Versandung des Flusses verursachte, legten es Anfang des Jahrhunderts nahe, die Casa de Contratación, die königliche Behörde, die den Handel und den Schiffsverkehr mit den Kolonien in Amerika kontrollierte, nach Cádiz zu verlegen, was zu einem beträchtlichen Rückgang der Bevölkerungszahl und zum Verfall zahlreicher Gebäude führte. Die etwa zehntausend Bewohner von Triana lebten zum größten Teil auf einer beschränkten Fläche entlang des rechten Flussufers, die auf der anderen Seite von der Cava begrenzt wurde. Dieser Graben hatte zu Kriegszeiten, von den Wassern des Guadalquivir durchströmt, als erste Verteidigungslinie der Stadt gedient und die Vorstadt zur Insel gemacht. Jenseits des Grabens lagen verstreut ein paar Klöster, Einsiedeleien und Häuser sowie die weite, fruchtbare Ebene von Triana.

In einem dieser Klöster, dem Convento de Nuestra Señora de la Salud, lebten die Minimen, die Nonnen eines bescheidenen Ordens, die ein Schweigegelübde abgelegt hatten und ihr Leben in strenger Askese der Kontemplation und dem Gebet widmeten. Hinter dem Kloster, in Richtung der Calle de San Jacinto, lag die kleine Sackgasse Callejón de San Miguel mit dreizehn Gemeinschaftshöfen, in denen etwa fünfundzwanzig Familien lebten. Einundzwanzig dieser Familien waren Zigeunerfamilien, mit Großeltern, Söhnen und Töchtern, Onkeln und Tanten, Cousins und Cousinen, Nichten und Neffen, Enkeln und sogar Urenkeln. Alle diese einun
dzwanzig Familien betrieben Schmiedewerkstätten. In Triana gab es noch weitere Schmieden, die größtenteils Zigeunern gehörten, die bereits Jahrhunderte vor der Migration nach Europa in Indien oder in den armenischen Bergen aus diesem Beruf eine Kunst gemacht hatten. Doch der Callejón de San Miguel war das Zentrum der Schmiede und Kesselschmiede von Triana. Auf diese Gasse öffneten sich die Gemeinschaftshöfe, die im 16. Jahrhundert, während der Blütezeit der Vorstadt, errichtet worden waren. Einige waren nicht mehr als einfache Sackgassen mit ärmlichen ein- und zweistöckigen kleinen Häusern; andere waren zwei- oder dreistöckige, ineinander verschachtelte Gebäude um einen zentralen Patio, zu deren oberen Stockwerken man über offene Gänge mit Balustraden aus Holz oder Schmiedeeisen gelangte. Fast ausnahmslos handelte es sich um bescheidene Behausungen mit einem oder höchstens zwei Zimmern, wo in einer kleinen Nische auf einem Kohlenfeuer gekocht wurde, sofern es im Patio oder in der kleinen Sackgasse keine Feuerstelle für den allgemeinen Gebrauch sämtlicher Bewohner des Gemeinschaftshofes gab. Die Becken zum Waschen und die Latrinen, falls vorhanden, befanden sich im Patio und wurden von allen gemeinsam benutzt.

Anders als in den Wohngebäuden in Sevilla, wo sich in den Patios tagsüber nur Frauen und spielende Kinder aufhielten, herrschte in Triana in den Gemeinschaftshöfen der Schmiedehandwerker den ganzen Tag über geschäftiges Treiben, da die Werkstätten stets im Erdgeschoss lagen. Das unentwegte Hämmern auf dem Amboss hallte aus jeder Schmiede und vermischte sich in der Gasse zu einem eindringlichen metallischen Getöse; der Rauch der Kohlenfeuer, der meistens über die Patios oder gleich durch die Türen der einfachen Werkstätten ohne Schornsteine hinausquoll, war von überall in Triana aus zu sehen. Und im gesamten Callejón, immer von Getöse und Rauch umgeben, herrschte ein munteres Durcheinander von Männern, Frauen und spielenden Kindern, ein lebhaftes Lachen,
Schwatzen, Rufen und Streiten. Zuweilen jedoch verstummten all diese Leute und hielten angespannt vor den Türen der Werkstätten inne: ein Vater, der seinen Sohn an der Schulter festhielt, ein alter Mann, der die Augen schloss, Frauen, die ihren Tanz unterbrachen, wenn sie den Klang eines Martinete hörten den traurigen Gesang der Schmiede, der nur von dem monotonen Hämmern begleitet war, an dessen Rhythmus er sich anpasste, ein eigentümlicher Gesang, der sie schon immer, zu allen Zeiten und an allen Orten, begleitet hatte. Aus dem Klagen der Schmiede und dem Hämmern entstand dabei eine wunderbare Symphonie, die bei den Zuhörern eine Gänsehaut hervorrief.

An jenem 2. Februar 1748, an Mariä Lichtmess, jedoch stand die Arbeit in den Schmieden still. Einige wenige Zigeuner besuchten den Gottesdienst der Iglesia de San Jacinto und gingen zur Virgen de la Candelaria, um bei dieser Marienfigur die Kerzen segnen zu lassen, die ein wenig Licht in ihre Behausungen brachten; vor allem aber wollten sie Konflikte mit den gläubigen Nachbarn in Triana vermeiden, insbesondere mit den Priestern, Mönchen und Inquisitoren, denn für diesen Tag galt eine strikte Ruhepflicht.

Behüte das Mädchen vor den Begierden der Payos, knurrte eine heisere Stimme.

Die in Caló, der Sprache der Zigeuner, ausgesprochene Warnung erscholl in einem Patio im Callejón. Mutter und Tochter blieben stehen. Keine der beiden war überrascht, auch wenn sie nicht wussten, woher genau die Stimme kam. Sie erforschten mit ihren Blicken den Patio, bis Milagros in einer halbdunklen Ecke den silbrigen Schimmer der Knöpfe an der himmelblauen kurzen Jacke ihres Großvaters entdeckte. Dort stand er, aufrecht und still, mit gerunzelter Stirn und verlorenem Blick, wie üblich; auch beim Sprechen hatte er auf seiner kleinen erloschenen Zigarre herumgekaut. Das Mädchen, eine hübsche Vierzehnjährige, lächelte ihm zu und vollführte eine anmutige Drehung; der lange blaue Rock, der Unterrock und die grünen Tücher w
irbelten zum Klimpern ihrer Halsketten durch die Luft.

Alle in Triana wissen, dass ich Ihre Enkelin bin. Beim Lachen leuchteten die weißen Zähne in ihrem Gesicht, das genauso dunkel war wie das ihrer Mutter und das ihres Großvaters. Wer würde sich an mich heranwagen?

Die Wollust ist blind und tollkühn, Mädchen. Viele würden ihr Leben riskieren, um dich zu bekommen. Dann bliebe mir nichts anderes übrig, als dich zu rächen, und es gäbe nicht genügend Blut, um den Schmerz zu heilen. Vergiss das nie!, fügte er, an die Mutter gewandt, hinzu.

Ja, Vater, pflichtete diese ihm bei.

Beide erwarteten einen Abschiedsgruß, eine Geste, ein Zeichen, doch der Großvater blieb erhobenen Hauptes in der Ecke stehen, ohne ein weiteres Wort zu verlieren. Schließlich zog Ana ihre Tochter am Arm, und sie verließen das Gebäude. Es war ein kalter Morgen. Der Himmel zeigte sich bewölkt und verhieß Regen, was allerdings die Bewohner von Triana nicht davon abzuhalten schien, sich zur Segnung ihrer Kerzen zur Iglesia de San Jacinto zu begeben. Zudem wollten auch viele Sevillaner das Kirchenfest nicht versäumen; mit dicken, langen Kerzen auf dem Rücken gelangten sie entweder über die Schiffsbrücke nach Triana, oder sie setzten mit einem der vielen Kähne über den Guadalquivir. Der Menschenauflauf verhieß einen einträglichen Tag, dachte Ana, bevor sie wieder an die Warnungen ihres Vaters dachte. Sie drehte sich zu Milagros um und beobachtete, wie stolz und aufrecht ihre Tochter ging und dabei stets alles im Blick hatte. Wie es sich für eine richtige Zigeunerin gehört!, stellte sie zufrieden fest. Ihre Tochter war nicht zu übersehen. Die kastanienbraune Mähne fiel ihr auf den Rücken, wo sie sich mit den grünen Fransen des Schultertuchs vermischte. Hier und dort steckte im Haar zudem noch ein buntes Band oder eine Perle; große silbrige Kreolen prangten an ihren Ohren, und Perlen- und Silberketten bewegten sich auf ihrem jugendlichen Busen, der in dem weiten und gewagten Au
sschnitt ihrer weißen Bluse gefangen war. Der blaue Rock umhüllte eng ihre schmale Taille und reichte fast bis zu ihren nackten Füßen. Ein Mann musterte sie aus dem Augenwinkel. Milagros bemerkte es sofort, wie eine Katze, und drehte sich zu ihm um; die wie gemeißelten Gesichtszüge des Mädchens wurden sanft, und die dichten Augenbrauen schienen ein Lächeln zu überwölben. Also gehen wir es an, sagte sich die Mutter.

Soll ich dir die Zukunft vorhersagen, junger Mann?

Eigentlich wollte der kräftige Mann weitergehen, doch Milagros lächelte ihm freimütig zu und trat so nah an ihn heran, dass sie ihn fast mit ihren Brüsten streifte.

Ich sehe eine Frau, die dich begehrt, begann die junge Zigeunerin und sah ihm fest in die Augen.

Ana gelangte gerade rechtzeitig zu ihrer Tochter, um diese letzten Worte zu hören. Eine Frau Was für einen Wunsch sollte dieser Mann sonst haben, der eine kleine Kerze trug? Er war groß gewachsen und wirkte gesund, lebte aber offensichtlich allein. Der Mann zögerte mehrere Sekunden, bevor er sich mit der anderen Zigeunerin befasste, die hinzugetreten war: Sie war älter, aber genauso ansehnlich und stolz wie das Mädchen.

Willst du nicht mehr wissen? Milagros zog die Aufmerksamkeit des Mannes wieder auf sich, indem sie tiefer in seine Augen blickte, in denen sie bereits Interesse entdeckt hatte. Sie versuchte, seine Hand zu ergreifen. Du begehrst diese Frau doch, nicht wahr?

Die Zigeunerin spürte, wie ihr Opfer nachgab. Mutter und Tochter kamen schweigend überein: leichte Arbeit. Ein verzagter, schüchterner Mann er hatte versucht, ihren Blicken auszuweichen in einem derben Körper. Bestimmt ging es um eine Frau, immer ging es...


Pressestimmen

"Ildefonso Falcones hat einen Roman voller Leidenschaft und Dramatik verfasst."

Technik

Dieses eBook wird im epub-Format geliefert und ist mit einem Wasserzeichen versehen. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

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