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Requiem für einen Henker

Ein Siggi-Baumeister-Krimi.
eBook ePub

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Es hätten für Siggi Baumeister ruhige Wintertage in der Abgeschiedenheit der Eifel werden können... Der Schnee fällt, die Katze erwartet Junge, und es muss Holz für den Ofen gehackt werden. Doch dann schickt ihn ein Nachrichtenmagazin zur Recherche i … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Requiem für einen Henker
Autor/en: Jacques Berndorf

EAN: 9783954410071
Format:  EPUB
Ein Siggi-Baumeister-Krimi.
KBV Verlags- & Medien GmbH

4. Januar 2013 - epub eBook - 309 Seiten

Beschreibung

Es hätten für Siggi Baumeister ruhige Wintertage in der Abgeschiedenheit der Eifel werden können... Der Schnee fällt, die Katze erwartet Junge, und es muss Holz für den Ofen gehackt werden. Doch dann schickt ihn ein Nachrichtenmagazin zur Recherche in das Bonner Regierungsviertel, und mit einem Mal beginnt für ihn ein Albtraum. Er stolpert in das hektische Treiben einer Mordkommission. Ein Landstreicher wurde erschlagen, eigentlich höchstens eine Zehn-Zeilen-Meldung. Doch Baumeisters journalistischer Instinkt schlägt Alarm. Der Tote, soviel steht schnell fest, war nicht der, für den man ihn hielt. Die Ungereimtheiten häufen sich, Recherchen sollen halboffiziell unterbunden werden, er merkt erst fast zu spät, dass der Preis für seine Nachforschungen sein eigenes Leben sein könnte und dass er sich mit Leuten angelegt hat, vor denen er auch in der Eifel keinen Unterschlupf findet.

Leseprobe

1. Kapitel


Leonhard Cohen sang drohend First we take Manhattan, die Katze Krümel raste in einem Anfall von Schwangerschaftsfieber über den Küchentisch und warf den Honigtopf um, das Telefon schrillte, die Türglocke läutete, und ein Mann brüllte: »Briketts!«

Da ich nicht gleichzeitig auf alles reagieren konnte, sah ich dümmlich zu, wie der große Honigtopf gemächlich zum Tischrand rollte, über die Kante verschwand und dann mit einem satten Flatsch auf den Fliesen landete. Es war ein sehr heller, sehr flüssiger Akazienhonig.

Cohen drohte zum zweiten Mal, jetzt auch Berlin zu nehmen, jemand versuchte, die Haustür mit Gewalt zu öffnen, das Telefon schrillte noch immer, Krümel war verschwunden.

Zwei Wochen lang hatte ich mich mit nichts auseinandersetzen müssen als dem Hämmern des Regens, dem klebrigen Nebel und der ermüdenden Hetze der Gedanken in ganz kleinen, tödlichen Kreisen.

Dieser Anfall von hektischer Betriebsamkeit machte mir zu schaffen.

Der Reihe nach also. Ich schlurfte zur Haustür. Draußen war der Fahrer von der Raiffeisenkasse, und ich sagte ihm, er solle die Briketts vor die Garage kippen, aber ein Stück neben das Tor bitte, damit ich mein Auto noch erreichen könne. Er erwiderte beleidigt, das Auto würde er mir schon nicht zuschütten, und verschwand aus meinem Blickfeld. Das Telefon schrillte noch immer, Cohen hatte seine Eroberungspläne aufgegeben, stattdessen röhrte eine Jungmännertruppe begeistert Life is Life, Krümel duckte sich im Flur hinter meine Gummistiefel und sah so aus, als wolle sie mich überfallen. Ich machte als Nächstes das Radio aus.

Den Honig ließ ich fürs Erste Honig sein un
d ging ans Telefon. Es war Grabert, und er klang wie immer ziemlich verbittert. Er fühlte sich unterbezahlt. »Wie ist das Wetter bei Ihnen in der Eifel? Kriegen wir noch richtigen Schnee? Mein Gott, dieser furchtbare Winter!«

»Wir haben Regen und Nebel und Temperaturen um fünf Grad plus. Die Sicht liegt ständig unter fünfzig Metern. Das ist seit drei Monaten so, und ich bin hochdepressiv.«

»Dann habe ich etwas für Ihre Genesung, ein Stück pralles Leben. Können Sie schnell für mich nach Bonn fahren?«

»O je, ich mag nur die Altstadt, nicht das Regierungsviertel. Da laufen mir zu viele Kolleginnen und Kollegen im Zustande höchster Erleuchtung herum.«

Grabert gluckste. »Diese Sache haben wir aber exklusiv, da kann Ihnen keiner dazwischen. Eine hochfeine Geschichte.«

Immer, wenn Grabert behauptet, er habe eine hochfeine Geschichte, kann man sicher sein, dass es irgendwie mit Geschlechtsverkehr zu tun hat.

»Wer bumst also mit wem?«

»Nicht doch, nicht doch.« Er flötete wie ein Dompfaff, und ich konnte förmlich sehen, wie er fünf Wurstfinger innig auf sein Herz legte. »Tausend auf die Schnelle, wenn Sie die Geschichte hinkriegen.«

»Und wenn ich sie nicht hinkriege?«

»Die Hälfte.«

Ich dachte daran, dass ich die Briketts bezahlen musste und etwas für die Rente tun sollte. Also sagte ich: »Lassen Sie es raus.«

»Also, das Familienministerium ist bekanntlich an der Aidsfront sehr aktiv. Die Ministerin hat einen gewissen hohen Beamten mit einem Bumsbomber nach Thailand geschickt. Wilhelm Blechschmidt heißt der Typ. Er sollte herausfinden, wie die Deutsch
en da unten in den Puffs mit der Furcht vor Aids umgehen. Das war vor vierzehn Monaten. Er ist auch wirklich hingeflogen, aber er hat sich einen Dreck um Aids gekümmert. Stattdessen hat er eine Thaifrau aufgerissen, ein Superweib. Die hat er mitgenommen nach Bonn und ihr ein Prachtappartement gemietet. Seine Ehe ist natürlich im Eimer, und er hat sich den zweiten Frühling auf Staatskosten finanziert. Nicht schlecht, was?«

»Wenn es stimmt. Und Sie, was wollen Sie?«

»Ich will ein Interview mit dem Mann. Nein, nein, nicht was Sie denken, nicht kaputtmachen den Kerl. Ich will ihn sagen hören, dass die deutschen Ehefrauen langweilig sind und dass die Thaimädchen Feuer im Hintern haben. Und Fotos von der Kleinen will ich auch, möglichst geile.«

Grabert ist eine Speerspitze des deutschen Journalismus, Grabert schreibt wöchentlich eine Kolumne, in der er sich um die politische Moral der Deutschen kümmert und vor dem allgemeinen Verfall warnt. Damit wir alle auch präzise wissen, was er meint, bringt er Schmuddelgeschichten aus Bordellen und titelt sie so: Wie Freudenmädchen Katharina S. (23) die große Liebe fand, oder: Ich war meinem Zuhälter hörig, bis Horst (31) kam!

»So ein Interview kriege ich nie, wenn der Mann nicht krank ist.«

»Sie kriegen es. Wenn es überhaupt einer kriegt, dann Sie.«

Er war lästig, ich wollte ihn loswerden und sagte: »Na gut.« Dann hängte ich ein.

Krümel sprang auf den Schreibtisch und starrte mich vorwurfsvoll an. Mit Hilfe alter Kissen und einer noch älteren Pferdedecke hatte ich ihr sechs Tage lang an den besten Stellen im Haus immer neue Nester für ihre Niederkunft gebaut. Sie hatte an allen gerochen und sich gelangweilt abgewendet
.

»Ich baue für dich und die Kleinen ein Nest unter dem Schreibtisch«, erklärte ich ihr jetzt. »Da bist du immer bei mir und kannst deine Jungen auch mal alleine lassen, in Ordnung?«

Sie streckte die rechte Vorderpfote vor und leckte sie genüsslich ab. Sie wollte mehr, und offensichtlich wusste sie, dass ich das wusste.

»Aber auf dem Schreibtisch geht das nicht«, wehrte ich mich. »Das musst du verstehen … Und jetzt scher dich weg, ich muss für dein Fressen etwas tun.«

Aber sie blieb sitzen, starrte mich an und leckte sich schließlich den Bauch. Dann seufzte sie tief und legte den Kopf auf das Telefon. Schwangere Katzen sind nur schwer zu ertragen.

Ich schob sie beiseite und rief im Bonner Familienministerium an. Es war gar nicht schwer, diesen Blechschmidt an den Apparat zu bekommen. Er hatte eine ganz sympathische Stimme.

Ich legte meine Karten sofort auf den Tisch. »Das ist fast peinlich privat. Ich heiße Baumeister, bin Journalist und habe den Auftrag, ein Interview mit Ihnen zu machen. Es geht um Ihre Lebensgefährtin, die Dame aus Thailand.«

Ich hielt es für das Beste, gerade auf das Ziel loszugehen, und hatte dabei die berechtigte Hoffnung, er werde mich auf zivilisierte Weise zum Teufel schicken und den Hörer einhängen.

Stattdessen lachte er und sagte: »Ich habe mich schon gefragt, wie lange es noch dauert. Na gut, besuchen Sie mich zu Hause. Am besten heute Abend, da habe ich Zeit. Sagen wir um acht zum Abendessen, passt Ihnen das?«

»Danke«, sagte ich verblüfft. Ich notierte die Adresse und bedankte mich noch einmal artig. Dann ging ich den Honig in der Küche an. Es dauerte fast eine Stunde, und anschließend gab es dort kein M
öbelstück, das nicht klebte. Schließlich zog ich die Ackerkluft an und begann die Briketts zu stapeln, die natürlich doch zum größten Teil vor der Einfahrt lagen. Das war trostlos, bis ich mir fest einbildete, es trainiere die Muskeln und mache meine Bauchdecke wieder jugendlich und fest.

Krümel hatte sich hoch auf einen Stapel Buchenholz gehockt und sah mir zu. Ab und zu leckte sie sich über den Bauch, um ihren ungeborenen Jungen wärmende Mutterliebe zu geben. So brachten wir den Tag hin, bis ich gegen Abend badete und mich landfein machte.

Über Adenau fuhr ich ins Ahrtal ein, dann die endlosen Kurven bis Altenahr und über die Höhen zum Autobahnkreuz Meckenheim. Es hatte keine Minute aufgehört, in feinen, eindeutig grauen Tropfen zu regnen. Inzwischen schwelgte die Landschaft in Düsternis, sie schien aufgehört haben zu atmen, es gab nirgends klare Horizonte. Um nicht von der ganzen Trübsal angesteckt zu werden, schob ich ein Band von Harry Belafonte ein. O Island in the sun

Blechschmidt wohnte in einem der modernen Blocks auf den Äckern am Südrand der Stadt. Er war ein auffallend schlanker Mann, um die fünfzig, und begrüßte mich mit wachsamer Zuvorkommenheit. Ein bisschen erinnerte er mich an einen freundlichen Habicht, der allerdings genau wusste, was er wollte. Er trug einen teuren dunkelgrünen Samtanzug über einem grauen Rollkragenpullover, und mir kam er vor wie jemand, der kein bisschen Angst vor dem Alter hat.

Er bat mich in einen Wohnraum, der etwa so groß war wie ein halber Tennisplatz, dabei aber durchaus kultiviert wirkte. Bei der Einrichtung war man offenbar nach der Devise vorgegangen: Man muss nicht über Geld reden, man kann es auch in Möbeln anlegen.

»Setzen Sie sich, wohin Sie wollen«, sagte
er mit seiner angenehmen Stimme und strich sich eine silberne...


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