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Wilder Winter

Ein Hap & Leonard-Roman. Durchgesehene Neuausgabe.
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Hap Collins: weiß, hetero, Kriegsdienstverweigerer.
Leonard Pine: schwarz, schwul, Vietnamveteran.

Die beiden ungleichen Freunde haben schon bessere Tage gesehen und schlagen sich mit Gelegenheitsjobs auf den Rosenfeldern von Texas durch. Eines schönen … weiterlesen
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Wilder Winter als eBook

Produktdetails

Titel: Wilder Winter
Autor/en: Joe R. Lansdale

EAN: 9783944720401
Format:  EPUB
Ein Hap & Leonard-Roman.
Durchgesehene Neuausgabe.
Übersetzt von Richard Betzenbichler, Katrin Mrugalla, Joe R. Lansdale
Golkonda Verlag

15. November 2014 - epub eBook - 204 Seiten

Beschreibung

Hap Collins: weiß, hetero, Kriegsdienstverweigerer.
Leonard Pine: schwarz, schwul, Vietnamveteran.

Die beiden ungleichen Freunde haben schon bessere Tage gesehen und schlagen sich mit Gelegenheitsjobs auf den Rosenfeldern von Texas durch. Eines schönen Wintermorgens tauchen Haps Ex-Frau Trudy und ein paar Kumpels aus den 60er Jahren auf, die den bewaffneten Kampf gegen das Establishment wiederbeleben wollen.

Das Startkapital dazu liegt angeblich im Sabine River: eine Million Dollar aus einem schiefgelaufenen Bankraub. Hap ist in der Gegend aufgewachsen und soll bei der Suche helfen. Doch die Zeiten haben sich geändert, und auch ehemaligen Revolutionären sitzt mittlerweile das Hemd näher als die Hose. So bewahrheitet sich bald das, was Leonard von Anfang an klar war: Wo Trudy ist, gibt's Ärger. Es wird ein wilder Winter.

Aufgenommen in die KrimiWelt-Bestenliste von WELT, ARTE und Nordwestradio.

Portrait

Krimi, Horror, Science Fiction, historischer Roman Joe R. Lansdale ist als Schriftsteller in zahlreichen Gefilden zu Hause. Der gebürtige Texaner weiß nicht nur durch seine Ideenvielfalt und seinen schwarzen Humor zu überzeugen, es ist vor allem seine erzählerische Urwüchsigkeit, die seine Fans begeistert.

Leseprobe

Kapitel 1

An dem Nachmittag, als die ganze Geschichte ihren Anfang nahm, war ich mit meinem alten Freund Leonard Pine auf dem großen Feld hinter meinem Haus. Ich schoss mit einer zwölfkalibrigen Flinte, und er zog die Vögel hoch.

Zieh, sagte ich, und er zog, und die nächste Tontaube flog gen Himmel. Ich riss das Gewehr hoch und holte sie runter.

Mann, sagte Leonard, triffst du eigentlich nie daneben?

Nur wenn ich will.

Ich hatte schon vor langer Zeit von echten Tauben auf tönerne umgesattelt. Ich hatte keine Lust mehr, irgendetwas zu töten, aber das Schießen machte mir immer noch Spaß. Anlegen, abdrücken, den Rückstoß an der Schulter spüren und sehen, wie dein Ziel in der Luft zerfetzt wird das hat schon etwas sehr Befriedigendes.

Ich muss ne neue Kiste aufmachen, sagte Leonard, die Täubchen sind alle tot.

Dann lade ich jetzt mal ne Zeit lang nach, und du schießt.

Ich habe zweimal so lange wie du geschossen und nicht mal halb so viel erwischt.

Mir egal. Mir verziehts allmählich schon die Optik.

Blödsinn.

Leonard stand auf, wischte sich die großen schwarzen Hände an seiner Khakihose ab, schlenderte zu mir herüber und nahm die Flinte. Wir waren gerade dabei zu laden, er die Flinte und ich die Startschleuder, als Trudy um eine Ecke des Hauses bog.

Wir sahen sie im selben Moment. Ich hatte mich gerade umgedreht, um eine weitere Kiste Tontauben zu öffnen, und Leonard hatte sich gerade umgedreht, um eine Schachtel mit Munition aufzuheben. Und da kam sie im Sonnenlicht auf uns zugeschlendert.

Scheiße, sagte Leonard, jetzt gibts Ärger.

Trudy war ungefähr vier Jahre jünger als ich, sechsunddreißig, aber sie sah immer noch aus wie sechsundzwanzig. Langes blondes Haar und Beine bis zum Hals tolle, dunkel gebräunte Beine mit kräftigen Schenkeln. Und sie verstand sich zu bewegen. Sie beherrschte diesen speziellen Hüftschwung, der auch ihre Brüste sanft mitwippen ließ,
gerade so, dass Männer von der Straße abkamen, weil sie es nicht lassen konnten, ihr hinterherzuschauen.

Sie trug ein enges beigefarbenes Sweatshirt, und man konnte sehen, dass sie nach wie vor keinen BH brauchte. Dazu, wie es gerade modern war, einen kurzen schwarzen Rock, der mich an die späten 60er und ihre Minirock-Zeiten erinnerte an damals, als ich sie kennenlernte. Als sie noch eine große Künstlerin werden und ich irgendwie die Welt retten wollte.

Soweit mir bekannt war, hatte sie es in puncto Kunst nie weiter als bis zu einem Zeichentisch und zum Ankleiden von Schaufensterpuppen gebracht. Und was meine Weltrettungsaktionen betraf die beschränkten sich im Wesentlichen auf ein paar Unterschriften unter alle möglichen Petitionen, vom Metall-Recycling bis zur Rettung der Wale. Inzwischen warf ich meine Dosen in den Müll, und ich hatte keinen blassen Schimmer, wie es den Walen ging.

Nimm dich vor ihr in Acht, sagte Leonard, bevor sie in Hörweite war.

Sowieso.

Du weißt, was ich meine. Komm bloß nicht heulend zu mir gerannt, wenn sie dich wieder rumkriegt und dann wieder hängen lässt. Hör auf mich, kapiert?

Ich hab schon verstanden.

Ja, ja, und das Hirn setzt aus, wenn der Schwanz steht.

So ist das nicht, und das weißt du auch.

Dann eben so ähnlich.

Trudy kam näher, und jetzt, als ihr die Mittagssonne voll ins Gesicht schien, sah ich, dass sie doch nicht mehr ganz wie sechsundzwanzig aussah. Die Poren auf ihrer Nase waren etwas größer, unter ihren Augen hatte sie Krähenfüße und um die Mundwinkel herum Lachfältchen. Sie hatte immer gern gelacht, und sie konnte über alles lachen. Eine meiner glücklichsten Erinnerungen war ihre Art zu lachen, wenn wir miteinander schliefen. Dann war ihr Lachen hell und klar wie der Gesang der Vögel. Ich wollte nicht daran denken, aber die Erinnerung war sofort wieder da, wie ein Dorn in meinem Hinterkopf.

Sie lächelte uns zu, und ich spürte, wie der kalte Ja
nuartag ein wenig wärmer wurde. Sie konnte einem Mann dieses Gefühl geben, und das wusste sie auch. Trotz Emanzipation hatte sie diese Fähigkeit nie unterdrückt.

Hallo Hap, sagte sie.

Hallo, antwortete ich.

Leonard, sagte sie.

Trudy, antwortete Leonard.

Was treibt ihr Jungs denn gerade?

Wir schießen auf Tontauben, antwortete ich. Willst du auch mal?

Klar.

Leonard reichte mir das Gewehr. Ich muss los, Hap. Ich meld mich später nochmal. Vergiss nicht, was ich dir gesagt habe, okay?

Ich blickte in das Gesicht mit den harten Zügen und der dunklen Haut, die an die Farbe einer Dörrpflaume erinnerte, und sagte: Das vergess ich schon nicht.

Na dann. Tschüss Trudy. Mit langen Schritten ging er über die Wiese Richtung Haus zu seinem Wagen.

Was sollte denn das jetzt?, fragte Trudy. Ist er wegen irgendwas sauer?

Er mag dich nicht.

Ach ja, hatte ich ganz vergessen.

Hattest du nicht.

Okay, hatte ich nicht.

Willst du zuerst schießen?

Eigentlich würde ich lieber ins Haus gehen und eine Tasse Kaffee trinken. Es ist ganz schön kalt hier draußen.

Du bist nicht gerade angezogen, als ob es kalt wäre.

Ich hab Strümpfe an. Die sind wärmer, als du glaubst. Nur eben nicht warm genug. Außerdem habe ich dich ziemlich lang nicht gesehen ...

Fast zwei Jahre.

... und da wollte ich unbedingt gut aussehen.

Das tust du.

Du auch. Du könntest ein paar Pfund mehr auf den Rippen vertragen, aber ansonsten siehst du gut aus.

Tja, bei dir ist kein Gramm zu viel oder zu wenig. Du siehst super aus.

Jazzgymnastik. Ich habe eine CD, nach der ich trainiere. Wir älteren Damen müssen schon was tun für unsere Schönheit.

Ich lächelte. Okay, alte Dame, lass uns den Kram einsammeln, und dann gehen wir ins Haus.

Sie saß am Küchentisch und lächelte und machte Small Talk. Ich holte den Kaffee raus und versuchte, nicht daran zu denken
, wie es mal zwischen uns gewesen war, aber das gelang mir nicht sonderlich gut.

Sobald die Kaffeemaschine lief, setzte ich mich ihr gegenüber hin. Die Gasöfen erwärmten die Küche halbwegs, und so nah, wie ich ihr jetzt saß, stieg mir ihr Geruch in die Nase eine Mischung aus Minzseife und einem Hauch von Parfüm, das sie vermutlich hinter den Ohren, in den Kniekehlen und unterhalb des Bauchnabels aufgetragen hatte. Jedenfalls hatte sie ihr Parfüm früher immer so aufgetragen, und beim Gedanken daran wurde mir ganz flau.

Arbeitest du noch immer auf den Rosenfeldern?, fragte sie.

Vor Kurzem haben wir sie umgegraben, aber die letzten Tage war nichts mehr zu tun. Der Mann, für den Leonard und ich arbeiten, ist mit dem Abschnitt erstmal fertig. Wird ein paar Tage dauern, bis er uns wieder braucht.

Sie nickte und fuhr sich mit ihren langen Fingernägeln durchs Haar. Ein kleiner goldener Ring blitzte in einem ihrer Ohrläppchen auf. Ich weiß nicht, was mich an dieser Geste oder dem Glitzern des Schmucks so sehr berührte, jedenfalls wünschte ich mir sehnlichst, sie in den Arm zu nehmen, auf den Tisch zu ziehen und ihre zweijährige Abwesenheit ungeschehen zu machen.

Stattdessen begnügte ich mich mit einer meiner liebsten Erinnerungen: An jenem Abend gingen wir zu einer Party, und Trudy hatte eine gestreifte Bluse und einen gestreiften Minirock angezogen. Ich war dreiundzwanzig und sie neunzehn. Die Art, wie sie tanzte, die Art, wie sie sich bewegte, wenn sie nicht auf der Tanzfläche war, ihr Geruch, das alles hatte in mir eine irre Lust geweckt.

Ich flüsterte ihr etwas ins Ohr, und sie lachte, und dann gingen wir raus zu meinem Chevy und fuhren zu unserem Lieblingsparkplatz auf einem mit Pinien bestandenen Hügel. Ich zog sie aus, und sie zog mich aus, und wir liebten uns lange und genüsslich auf der warmen Motorhaube meines Autos. Der Mond schien auf uns herab, als hinge er in dieser Nacht nur für uns am Himmel, und eine kühle Sommerbris
e strich wie der Flügelschlag eines Vogels über unsere Körper.

Am tiefsten eingeprägt hat sich mir abgesehen vom Liebesakt selbst , wie gottverdammt stark und unsterblich ich mich damals gefühlt hatte. Alter und Tod schienen so weit weg und so irreal wie die Geschichten eines Betrunkenen über seine Spaziergänge auf fernen Planeten.

Wie gehts ... wie heißt er doch gleich? Howard? Ich wollte sie das eigentlich nicht fragen, aber irgendwie platzte ich doch damit raus.

Gut. Wir sind geschieden. Seit einem Jahr. Ich glaube, ich habe kein Talent zur Ehefrau. Die Ehe mit dir habe ich ja auch in den Sand gesetzt.

Kein großer Verlust.

Dich habe ich wegen Pete verlassen, Pete wegen Bill, und Bill wegen Howard. Mit keinem hats funktioniert, und mit denen zwischendrin, die ich nicht geheiratet habe, auch nicht. Mit keinem wars auch nur annähernd so wie mit uns. Und Männer, die wenigstens halbwegs so sind wie du, sind immer schwieriger zu finden.

Die Schmeichelei war reichlich dick aufgetragen, also sagte ich lieber nichts dazu. Der Kaffee war fertig, und ich goss uns beiden eine Tasse ein. Als ich ihre auf den Tisch stellte, sah sie mir tief in die Augen, und ich wollte irgendetwas Unverfängliches sagen, aber ich brachte einfach nichts...


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