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Roman ohne U

1. Auflage.
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Am 21. Dezember 2012 hätte die Welt untergehen sollen. Für die meisten Menschen war es bloß ein Tag wie jeder andere. Die Welt von Katharina Bergmüller hingegen brach zusammen.

Gerade erst schien es, als wäre es ihr gelungen, ihrem unbefriedigenden Le … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Roman ohne U
Autor/en: Judith W. Taschler

EAN: 9783711752161
Format:  EPUB
1. Auflage.
Picus Verlag

25. August 2014 - epub eBook - 330 Seiten

Beschreibung

Am 21. Dezember 2012 hätte die Welt untergehen sollen. Für die meisten Menschen war es bloß ein Tag wie jeder andere. Die Welt von Katharina Bergmüller hingegen brach zusammen.

Gerade erst schien es, als wäre es ihr gelungen, ihrem unbefriedigenden Leben eine neue Richtung zu geben und das Glück zu finden - da stirbt ihr Mann in einem Verkehrsunfall. Erst nach und nach erschließt sich Katharina, durch welche Geheimnisse ihr Schicksal, mit dem einer im sowjetischen Gulag verschollenen Pianistin und dem einer Architektin verknüpft sind: Eine nicht unwesentliche Rolle dabei spielt ihr Schwiegervater ...

Meisterhaft und raffiniert komponiert Judith W. Taschler eine generationenübergreifende Familiensaga, in deren Mittelpunkt drei starke Frauen stehen. Herzergreifend, dramatisch, fesselnd bis zur letzten Seite!

Portrait

Judith W. Taschler, 1970 in Linz geboren, im Mühlviertel aufgewachsen. Studium der Germanistik und Geschichte. Sie lebt mit ihrer Familie in Innsbruck, arbeitete als Lehrerin und ist freie Schriftstellerin. Im Picus Verlag erschienen ihr Roman "Sommer wie Winter", 2013 der Bestseller "Die Deutschlehrerin", 2014 der Erzählband "Apanies Perlen" und der Roman "Roman ohne U".

Leseprobe

NOVEMBER 2012: FAMILIE BERGMÜLLER


In diesem Buch geht es um eine Familie. Die Familie ist so gewöhnlich wie ihr Name: Bergmüller. Gibt es einen gewöhnlicheren Namen? Außer Maier und Müller vermutlich nicht.

Da Familie Bergmüller aus vielen Personen besteht, ist es unerlässlich, alle vorzustellen. Vorneweg: Es ist eine tatsächlich ganz gewöhnliche Familie. Das werden Sie, lieber Leser, liebe Leserin, in der Geschichte bald merken, ob an der Tatsache, dass der älteste Sohn auf Facebook tausendvierundfünfzig Freunde hat, im wirklichen Leben aber nur einen, oder an der Tatsache, dass die mittlere Tochter von einem Tag auf den anderen aufhört, Fleisch zu essen. Oder daran, dass der vierzigjährige Vater in einem Teil des Landes, und zwar am Wochenende, der liebevolle Familienvater und im anderen Teil des Landes, von Montagmorgen bis Freitagmorgen, der aufregende Liebhaber ist. Oder daran, dass der zweiundsiebzigjährige Opa der perfekte Schwiegervater ist, der seine Schwiegertochter schätzt und unterstützt, wo es nur geht, und sich ihren Körper manchmal nackt vorstellte (als er noch jünger war), hingegen mit seinem Sohn kein einziges freundliches Wort spricht. Oder daran, dass die neununddreißigjährige Mutter sich oft im Spiegel betrachtet und sich daran erinnert, wie sie als junge Frau von einem außergewöhnlichen Leben träumte.

Sehen Sie? Familien dieser Art gibt es zu Hunderttausenden in ganz Europa, vermutlich in der ganzen Welt.

Die Hauptfigur ist eindeutig Katharina Bergmüller.

Sie ist Mutter von vier Kindern, von denen nur eines geplant war. Deswegen hatte sie lange Zeit Komplexe, denn in ihrem früheren Weltbild wurden nur asoziale Menschen ungewollt schwanger. Als die Kinder noch kleiner waren und sie mit ihnen in de
r Stadt unterwegs war, im Buggy ein schreiendes Baby, an der Hand ein trotziges Kleinkind, hinter ihr zwei schmollende größere Kinder, trafen sie die Blicke der Passanten wie Blitze und sie glaubte vor lauter Scham im Erdboden versinken zu müssen. Sie interpretierte die Blicke als abschätzig und schrieb ihnen folgende Gedanken zu: Können die nichts anderes als Kinder in die Welt zu setzen und dann Beihilfen zu kassieren?

Wenn sie mit ihren Kindern jetzt in der Stadt unterwegs ist, schmeicheln ihr die Blicke der Passanten, sie interpretiert sie als anerkennend und schreibt ihnen folgende Gedanken zu: Vier so nette Kinder! Das muss eine fleißige Frau sein! Wenn wir nur mehr solcher Frauen in unserer Gesellschaft hätten! So sieht eben jeder das, was er sehen will, und es hat sehr viel damit zu tun, wie es gerade im Inneren des jeweiligen aussieht.

Am Morgen steht sie um sechs Uhr auf, bereitet Frühstück und Jausenbrote zu, gibt sich fröhlich und munter, obwohl sie am liebsten noch eine Stunde geschlafen hätte. Nachdem sie die Kinder verabschiedet hat, legt sie für zehn Minuten die Füße auf den Tisch, was sie ihren Kindern nie erlauben würde, liest die Zeitung und trinkt in Ruhe ihren Kaffee, dabei überlegt sie, was sie zu Mittag kochen soll. Im Eiltempo räumt sie die Wohnung auf, um sich anschließend an ihren Computer zu setzen, neben sich das Aufnahmegerät. Als das jüngste Kind in den Kindergarten kam, das war vor drei Jahren, begann sie als selbständige Biografin zu arbeiten.

Sie besucht ältere Leute, die ihre Memoiren den Kindern und Enkeln hinterlassen wollen beziehungsweise deren Kinder und Enkel sich wünschen, mehr vom Leben ihres Vaters oder der Großmutter zu erfahren. In mehreren Sitzungen nimmt sie die Lebensgeschichte des alten Herrn oder der alten Dame mit einem Aufnahmeger&au
ml;t auf. Bei jedem alten Menschen, der ihr beim ersten Treffen etwas aufgeregt die selbst gemachten Kekse oder Kuchenstücke auf der altmodischen Tischdecke zuschiebt, fragt sie sich, was denn nun das Geheimnis in dessen Leben sei. Sie lauscht gerne der ruhigen Stimme des Erzählenden, die sehnsüchtig von vergangenen Zeiten spricht, offen und schonungslos eine Lebensbeichte ablegt. Im hohen Alter, angesichts des Todes, gibt es keine Geheimnisse mehr.

Zuhause hört sie das Aufgenommene ab und klopft es gleichzeitig Wort für Wort in ihren PC. Aus diesem Rohkonzept eine berührende Lebensgeschichte zu schreiben, ist für Katharina am aufwändigsten und herausforderndsten, und doch liebt sie diesen Teil ihrer Arbeit am meisten. Zum Schluss wird Layout und Coverbild ausgesucht und alles der Druckerei übergeben. Das fertige Buch schließlich der Familie zu überreichen, oftmals im Zuge einer Geburtstagsfeier, und die übermäßige Freude im Gesicht des alten Menschen zu sehen, erfüllt sie jedes Mal mit Stolz und Zufriedenheit.

Katharina liebt ihre Arbeit, und seitdem sie als Biografin arbeitet, ist sie ausgeglichener als davor. (Die Tatsache, dass ihre Kinder größer und deshalb viele Dinge einfacher sind, trägt natürlich dazu bei.)

Am Nachmittag sitzt sie neben der Jüngsten und hilft bei der Hausübung, kontrolliert die Aufgaben und Referate der mittleren Tochter, räumt auf, wäscht Wäsche, kauft ein, spielt Chauffeur für die Kinder und trinkt ab und zu mit einer Freundin oder einer Nachbarin Kaffee. An den Abenden liest sie, arbeitet an einer Biografie weiter, trinkt mit Arthur und Olga ein Glas Wein. Einen Abend in der Woche besucht sie einen Yogakurs und einen weiteren Abend in der Woche geht sie mit Freundinnen aus.

Auf das Wochenende freut sie sich jedes Mal, da am Wochenend
e ihr Mann nach Hause kommt, nach dem Wochenende ist sie jedes Mal erschöpft, weil an diesen zwei Tagen erstens alles an Elternschaft und Beziehung nachgeholt werden muss, und zweitens weil sie angespannt versucht, ihren Mann in den zwei Tagen davon zu überzeugen, was für eine gute Mutter, Hausfrau und vor allem Ehefrau sie ist. Montags verachtet sie sich dafür. Katharina weiß, dass sie attraktiv ist, ihre Eitelkeit ist ihr größtes Laster, ansonsten hat sie keines, sie ist eine durch und durch langweilige Frau: Sie liebt ihre Kinder, will es ihrem Mann recht machen, genießt es, ihr selbst verdientes Geld ohne Gewissensbisse auszugeben. Oft wünscht sie sich ein Geheimnis in ihrem Leben, eine verflossene Affäre, der sie immer noch nachtrauert, einen Verehrer, der ihr Liebesbriefe schreibt, eine verrückte Tat auf einer verrückten Reise mit einer verrückten Freundin, an die sie immer wieder denken muss. Da ist aber nichts.

Sie ist groß, hellblond und hat blaue Augen. Früher gaben ihr Schulkolleginnen zu verstehen, dass sie wie eine Mischung aus Kim Basinger und Michelle Pfeiffer aussehe, ältere Menschen wiederum sagten ihr, dass sie einige Jahrzehnte früher das perfekte BDM-Mädchen gewesen wäre. Als Teenager wäre sie gerne eine zierliche, gebräunte Schwarzhaarige gewesen, aus dem einfachen Grund, weil sie fand, dass Dunkelhaarige geheimnisvoller aussahen, sie selbst fand sich zu groß, zu gewöhnlich, ihr Gesicht stets wie ein verdammtes offenes Buch.

Ihre besten Freundinnen im Dorf heißen Doris und Sabine. Ihre Schuhgröße ist neununddreißig, ihr Hobby ist Lesen. Im Winter geht sie manchmal langlaufen.

Im Herbst 2012 ist Vincent siebzehn Jahre alt.

Er besucht die vierte Klasse einer Höheren Technischen Lehranstalt und ist ein durchschnittlicher, et
was fauler Schüler, seine Lieblingsfächer sind Informatik und Physik. Alle Mädchen in seiner Schule sind der Meinung, dass Vincent phänomenal gut aussieht: Er ist wie sein Großvater sehr groß, schlank und sportlich gebaut und hat die blonden Haare und blauen Augen seiner Mutter geerbt. Ansonsten finden sie ihn jedoch langweilig und eigenbrötlerisch, er interessiert sich weder fürs Ausgehen noch für Musik, Filme, Reisen und schon gar nicht für sie. »Ihm fehlt der Pfeffer im Arsch«, sagen sie und seufzen.

Auf Facebook hat er tausendvierundfünfzig Freunde, im wirklichen Leben nur einen einzigen. Dieser Freund heißt Robert, ist um einen ganzen Kopf kleiner als Vincent und hat zwischen Lippe und Nase eine große Narbe, die von einer operierten Hasenscharte stammt. Außerdem ist Robert etwas mollig und sehr schüchtern. Er spricht buchstäblich kein Wort, auf eine Frage hin nickt er oder schüttelt den Kopf, manchmal bringt er ein überfordertes Grunzen zutage, das der Fragesteller dann nach Belieben deuten kann. Katharina ahnt, warum sich ihr Sohn ausgerechnet Robert als Freund ausgesucht hat: Vincent redet nicht gern und mit Robert muss er das nicht, denn dieser ist genauso wortkarg wie er selbst.

Als Baby und kleines Kind war Vincent weinerlich und kränklich, er klammerte sich sehr an seine Mutter, erst in der Volksschule wurde er pflegeleichter und selbständiger. Mit der Selbständigkeit kam die Computersucht, Vincent wurde regelrecht zum Computerfreak. Katharina konnte ihn kaum vom Notebook wegzerren, nirgendwo sonst war er so konzentriert und versunken, beim Legospielen oder Basteln war er fahrig, unausgeglichen und gelangweilt. Sie reglementierte seine Zeit vor dem PC und bemerkte dann eines Nachts, dass ihr Zehnjähriger sein tägliches Pensum eben nächtens nachholte, und rastete völlig aus. Da
nn resignierte sie....


Technik

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