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Kane 1: Der Blutstein

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Zwei Herrscher in einem Konflikt, der sich bald zum Krieg aufschaukeln könnte: der gebildete Dribeck, Herr eines Stadtstaates, der seinen Männern noch den Beweis erbringen muss, dass er auch mit dem Schwert umzugehen weiß; und Malchion, der Wolf, tri … weiterlesen
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Kane 1: Der Blutstein als eBook

Produktdetails

Titel: Kane 1: Der Blutstein
Autor/en: Karl Edward Wagner

EAN: 9783942396943
Format:  EPUB
Übersetzt von Martin Baresch, Karl Edward Wagner
Golkonda Verlag

20. Februar 2014 - epub eBook - 297 Seiten

Beschreibung

Zwei Herrscher in einem Konflikt, der sich bald zum Krieg aufschaukeln könnte: der gebildete Dribeck, Herr eines Stadtstaates, der seinen Männern noch den Beweis erbringen muss, dass er auch mit dem Schwert umzugehen weiß; und Malchion, der Wolf, trinkfester Anführer der rauen Breim, der in Ermangelung tauglicher Söhne seine Tochter zur Kriegerin ausgebildet hat. Sie beide gieren darauf, ihre Position zu festigen und einander mit Spionen das Leben schwer zu machen.

Doch in einer Welt voller Geheimnisse, die bereits in Vergessenheit gerieten, als Berge und Meere noch jung waren, gehen Kreaturen um, die älter sind als die Menschheit. Eine davon ist Kane, der unsterbliche Schwertkämpfer und Gelehrte, und für ihn sind die Fürsten der Menschen und ihre nichtigen Kämpfe nur Mittel zum Zweck. Mit dem Ring aus Blutstein, der ihm in die Hände fällt, will er eines der Rätsel vergangener Zivilisationen lösen, das vielleicht besser im Dunkeln geblieben wäre ...

Mit diesem Band startet eine überarbeitete Neuausgabe der Kane-Saga, einem der klassischen Meisterwerke der Fantasy. Neben Robert E. Howards Conan und Michael Moorcocks Elric ist Karl Edward Wagners Kane die dritte zeitlose Heldengestalt, die das Genre maßgeblich geprägt hat.

Portrait

Karl Edward Wagner (1945-1994) ist für viele Fantasy-Fans der legitime Erbe des Conan-Schöpfers Robert E. Howard. Sein Epos um den unsterblichen Krieger Kane umfasst drei Romane und zwei Sammelbände mit längeren Erzählungen. Außerdem hat er sich als Herausgeber klassischer Fantasy wie auch als Autor ebenso einfühlsamer wie drastischer Horror-Storys einen Namen gemacht.

Leseprobe

2. Kapitel – Der Turm am Abgrund der Zeit

Die Steine unter den Hufen des Pferdes waren ihm inzwischen beinahe tröstlich vertraut, und ganz plötzlich war Kane sich nicht mehr sicher, ob fünfzig Jahre oder erst fünfzig Tage vergangen waren, seit er das letzte Mal über diesen Grat geritten war. Spärlich wuchsen verkümmerte Bäume aus dem rissigen und von Wind und Wetter geformten Fels, bizarre Schatten vor der orangeroten Sonne im Westen. Der Wind, der ihm das Haar zerzauste und unter den Wolfsfellumhang fuhr, trug den kalten Odem des Meeres mit sich, das als blaues Band um den dunstigen Horizont im Osten geschmiegt lag. Das schwache Murmeln der fernen Brandung hob das Brausen des Windes umso deutlicher hervor, und das schrille Kreischen aufsteigender Vögel legte sich wie eine gebrochene Melodie darüber. Jene fernen Schatten, die im Wind still verharrten oder kreisten ... waren es Raben, Falken oder Möwen? – Waren es überhaupt Vögel? Kane war zu sehr damit beschäftigt, dem kaum benutzten und beinahe zugewachsenen Pfad zu folgen, um ihnen weitere Aufmerksamkeit zu schenken.

Langsam kamen die Ruinen einer niedrigen Mauer in Sicht. Damit war auch der alte Weg, dem er folgte, besser zu erkennen. Unordentliche graue Steinhaufen deuteten auf eingestürzte Gebäude hin, und hin und wieder schmiegte sich ein dachloser Bau an den Kamm der Bergkette. Als Kane sich dem höchsten Punkt des Gebirgsgrates näherte, kamen nach und nach die wohlvertrauten Einzelheiten ihres Turms zum Vorschein. Vollkommen senkrecht ragte die Basaltsäule gen Himmel, etliche tausend Fuß über der weit darunter liegenden Küstenebene. Es war kaum vorstellbar, dass sie nicht schon vor Jahrhunderten in den Abgrund gestürzt war. Aber Kane wusste: Ihre Zerbrechlichkeit war reine Illusion. Die Stadt, die sich einst am Fuße des Tur
mes ausgebreitet hatte – sie war längst zu Schutt zerfallen, noch ehe der große Ozean von diesen Klippen zurückgewichen war, die er davor jahrein, jahraus mit seiner tosenden Brandung bestürmt hatte. Nur der Turm stand nach wie vor unverändert.

Kane fiel auf, dass hinter den hohen Turmfenstern Lichter aufleuchteten, während er sein Reittier die letzten paar hundert Schritte den unebenen Pfad empordirigierte, der zum Gipfel führte. Die Vertrautheit der Umgebung wirkte inzwischen viel stärker auf ihn, fast fühlte es sich an wie eine Heimkehr. Der unablässige Wandel, der seine Wahrnehmung des Daseins bestimmte, ließ für Kane die unheimliche Beständigkeit ihrer Welt umso fremder erscheinen. Ihm kam es vor, als gäbe es in Jhaniikests Turm einen Brennpunkt der Zeitlosigkeit in den ewig wechselnden Mustern des übrigen Universums ... eine Zuflucht vor der Zeit selbst.

Die Tore des Turms schwangen auf, als er sich näherte. Ein nebliger gelber Schein kroch in das Zwielicht heraus, das über den Bergrücken trieb. Geisterhafte Wächter einer längst ausgestorbenen Rasse hoben scheppernd eigenartige Speere zu einem steifen Salut. Kanes Pferd rollte verängstigt mit den Augen und wieherte nervös.

Müde vom tagelangen harten Ritt glitt Kane aus dem Sattel und führte sein schnaubendes Reittier in den Schutz eines Gebäudes ohne Dach nahe dem Fuß des Turmes, wo er es anband. Er sah, dass in den Ritzen zwischen den Bodenplatten genügend Futter wuchs, um das Pferd beschäftigt zu halten, bis er sich seiner richtig annehmen konnte.

Teilnahmslos beobachteten ihn die Wächter mit ihren Raubtieraugen, als er wenig später die Turmportale durchschritt.

Hinter ihm schlossen sich die Torflügel mit leisem Scharren, und er fragte sich, wann sie sich wohl zuletzt für einen Gast geöffne
t hatten. Fackeln beleuchteten seinen Weg durch die Eingangshalle und die steinerne Treppe zu den oberen Stockwerken hinauf.

Jhaniikest stand hoch über ihm am Ende der Stufen. Ihre halb entfalteten Schwingen umrahmten den weiten Durchgang. Ein Lächeln hieß ihn willkommen, bei dem sich dünne rote Lippen über nadelspitze weiße Zähne zurückzogen. Sie streckte Kane eine Hand entgegen.

»Kane! Von weit oben sah ich dich kommen! Du hast den ganzen Nachmittag gebraucht ... Zuerst glaubte ich, du hättest dich verirrt, Jhaniikest vielleicht sogar in all den Jahren vergessen. Liegt es nicht schon Jahrhunderte zurück, seit ich dich das letzte Mal sah?«

»Nicht annähernd so lange, da bin ich sicher«, widersprach Kane, während er niederkniete, um die langfingrige, trügerisch zerbrechlich wirkende Hand zu küssen. »Auf dem Weg hierher war ich sogar der Meinung, nur ein paar Monate fortgewesen zu sein ...«

Sie lachte. Es war ein unheimliches, hohes Trillern.

»Kane ... Sagst du deinen Damen immer, dass die Jahre, die du fern von ihnen verbrachtest, wie Tage vergangen sind?« Ihre großen Silberaugen musterten ihn mit unverhohlener Neugier. Die schwarzen, senkrechten Pupillen wirkten beinahe kreisrund in dem verdunkelten Raum. »Du kommst mir unverändert vor«, stellte sie fest. »Aber letztlich siehst du immer gleich aus ... Genau wie meine Schattendiener hier. Komm ... Setz dich neben mich und erzähle, was du gesehen hast. Der Wein steht bereit, ebenso die Vorspeisen ...«

Von einem schlanken Dienstmädchen, deren Knochen längst zu Staub zerfallen waren, nahm Kane eine bauchige Weinflasche entgegen. Wie sie das schwere Tablett mit den Gläsern balancierte und dabei die Lippen konzentriert zusammenkniff, schien sie ihm wahrhaftig lebendig zu sein. Ja, er glaubte sogar, den schnel
len Stoß des Atems zu erkennen, der das feine gelbbraune Fell über ihren Brüsten bewegte. Jhaniikests Zauber ist mächtig, sann er, während er am Wein nippte. Dämonenwein war es, herbeibeschworen aus einem unvorstellbaren Keller ...

»Ich habe dir etwas mitgebracht«, verkündete er und zog unter seiner Weste und dem Hemd einen Lederbeutel hervor. Einen Augenblick lang wühlte er darin, dann nahm er ein winzig kleines, in weiches Leder eingeschlagenes Päckchen heraus und reichte es ihr.

Jhaniikest ergriff es voller Neugier und ließ nur kurz die Finger darübergleiten, bevor sie das Band mit einer scharfen Kralle durchtrennte und die Umhüllung aufschlug.

»Ein Ring!«, lachte sie erfreut. »Kane ... was für ein wundervoller Stein.« Sie drehte den prächtigen blauen Sternsaphir im Licht, probierte ihn auf einem Finger, dann auf einem anderen, und bestaunte mit vergnügten Lauten, wie er wirkte.

Jhaniikest war ein unheimliches Wesen. Sie war aus der Verbindung der Priesterin einer untergegangenen Rasse aus vormenschlicher Zeit mit dem geflügelten Gott hervorgegangen, den sie verehrt hatte. Hexe, Priesterin, Halbgöttin – sie hatte sich in diesem Turm niedergelassen, der einst Tempel derjenigen gewesen war, die hier gelebt hatten. Mit ihrer Zauberkraft hatte sie ihn erhalten, während die alte Stadt zu Ruinen verfiel; und die Schatten ihres Volkes hatte sie heraufbeschworen, sodass sie ihr im Tode dienten. Eine ewig junge Göttin ohne Himmel. Oder vielleicht war dies ihr Himmel, denn sie hauste seit Jahrhunderten in diesem einsamen Turm und hatte sich mit so unvorstellbaren Künsten und Philosophien beschäftigt, wie es nur die alten Götter zu tun pflegten.

Kane hatte sie – teils durch Zufall – vor langer Zeit entdeckt.

Sie kniete auf ihrem Diwan, die langen Beine untergeschlagen.
Ihre zarten Schwingen waren gefaltet, bewegten sich aber ruhelos, als würden sie von einer unsichtbaren Brise berührt. Abgesehen von diesen Flügeln war Jhaniikest einem menschlichen Wesen nicht allzu unähnlich. Ihre Statur glich fast der eines schlanken, etwa fünfzehnjährigen Mädchens. Sie war knapp zwei Meter groß, und ihre Gliedmaßen schienen unproportioniert. Vom Ansatz ihrer Flügel über die Schultern zogen sich dicke Muskelstränge nach vorne zu einem kielartigen Brustbein. Kleine, feste Brüste lockerten die scharfen Konturen ihres Oberleibes auf. Ein silbrig-weißer Pelz bedeckte ihren ganzen Körper – kurzes und feines Fell wie auf dem Gesicht einer Katze. Auf dem Kopf und am Hals wurde das Haar lang und gewellt, eine stolze Mähne, um die sie jede Hofschönheit beneidet hätte.

Jhaniikests Gesicht war schmal, mit feinen Zügen, Ohren und Kinn waren elfenhaft gespitzt. Ornamente aus Juwelen glitzerten auf ihrem Silberfell – ihrem einzigen Gewand außer einem goldenen Gürtel mit Edelsteinen und glänzenden Seidenschals.

Die Flügel waren das Herrlichste an Jhaniikest: fledermausartige Schwingen mit silbernem Pelz, die den Bereich zwischen Schultern und Hüfte einnahmen und eine Spannweite von zwanzig Fuß erreichen konnten. Angelegt ragten sie über ihrem Rücken auf wie ein Hermelinumhang. Im Flug schimmerten sie Opalen gleich in der Sonne. Mit der übermenschlichen Kraft, die ihrem verdichteten und hohlen Knochenbau innewohnte, konnte sie sich mühelos in die Lüfte schwingen und stundenlang im einsamen Himmel kreisen. Jhaniikest – die geflügelte Göttin eines untergegangenen Reiches. Wie Kane, der um ihre Freude an glänzenden Edelsteinen wusste, es erwartet hatte, gefiel ihr der Saphir – einer der schönsten, die ihm in etlichen Jahren seines Daseins als Dieb und R&au
ml;uber in die Hände gefallen waren. Dabei wäre es ihr mit ihrer Hexenkunst gewiss ein Leichtes gewesen, selbst einen derartigen Schmuckstein – oder gar einen noch schöneren – herzustellen. Aber die Göttin erhielt in diesem Zeitalter kaum noch Gaben, und Kane hatte geahnt, dass sie sich über sein Geschenk freuen würde.

»Was also führt dich wieder in mein Reich?«, fragte Jhaniikest gleich darauf. »Sag nur nicht wieder, du wärst so weit geritten, um mir den Schmuck geben und ein wenig Zerstreuung bringen zu können. Das...


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