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Lügen, die von Herzen kommen

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Hanna hat keinen Freund. Und sie hat die klassische Eieruhrfigur. Zu beidem steht sie. Trotzdem muss man Letzteres ja nicht gleich in die Cyberwelt hinausposaunen.

Prompt lernt sie beim Chatten "Boris"kennen, endlich den Mann, der all das zu haben sc … weiterlesen
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Lügen, die von Herzen kommen als eBook

Produktdetails

Titel: Lügen, die von Herzen kommen
Autor/en: Kerstin Gier

EAN: 9783838706047
Format:  EPUB
Lübbe

13. November 2010 - epub eBook

Kurzbeschreibung

Hanna hat keinen Freund. Und sie hat die klassische Eieruhrfigur. Zu beidem steht sie. Trotzdem muss man Letzteres ja nicht gleich in die Cyberwelt hinausposaunen.

Prompt lernt sie beim Chatten "Boris"kennen, endlich den Mann, der all das zu haben scheint, was Hanna sich wünscht. Beim Online-Partnerschaftstest erreicht er 397 von 400 Punkten. Einem Real-Date steht nichts mehr im Weg. Wäre da nicht der neue Chef. Der ist nämlich sehr viel charmanter als zunächst vermutet und ein ernsthafter Konkurrent für den 397-Punkte-Mann aus der Chat-Runde ...

Portrait

Kerstin Gier hat als mehr oder weniger arbeitslose Diplompädagogin 1995 mit dem Schreiben von Frauenromanen begonnen. Mit Erfolg: Ihr Erstling "Männer und andere Katastrophen" wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt, und auch die nachfolgenden Romane erfreuen sich großer Beliebtheit. "Das unmoralische Sonderangebot" wurde mit der "DeLiA" für den besten deutschsprachigen Liebesroman 2005 ausgezeichnet und "Für jede Lösung ein Problem" wurde ein Bestseller.

Alle Romane von Kerstin Gier werden mit enthusiastischen Kritiken von ihren Leserinnen bedacht. Heute lebt Kerstin Gier, Jahrgang 1966, als freie Autorin mit Mann, Sohn, zwei Katzen und drei Hühnern in einem Dorf in der Nähe von Bergisch Gladbach.

Leseprobe

2. Kapitel


Bevor mein Chef mich dazu zwang, im Internet einen Mann aufzureißen, war ich mit meinem Leben ausgesprochen zufrieden. Ich war sechsundzwanzig Jahre alt, und meine Karriere als Redakteurin beim Fredemann-Verlag hatte gerade erst begonnen.

Außerdem war ich Single – aus Überzeugung und aus Zeitmangel –, was mir eine Menge Ärger und unnötige Komplikationen ersparte. Ich hatte liebe Freunde und eine Familie, in der alle auf eine nette Art verrückt und auf eine verrückte Art immer für mich da waren. Mit meinem kleinen Bruder Philipp teilte ich mir luxuriöse hundert Quadratmeter Wohnfläche, und weil diese hundert Quadratmeter im Anbau unseres Elternhauses lagen und ich obendrein als Babysitter für Philipp engagiert war, zahlte ich keine Miete, so dass von meinem gar nicht mal so bescheidenen Einkommen mehr als genug für andere Dinge übrig blieb.

Natürlich wollte ich nicht für immer dort wohnen bleiben, ebenso wenig wie ich für immer Single oder für immer bei ANNIKA bleiben wollte, aber zu diesem Zeitpunkt meines Lebens war ich damit völlig zufrieden.

Dass man mit seinem Leben zufrieden ist, erkennt man am besten daran, dass man mit niemand anderem tauschen möchte, obwohl man eine Menge beneidenswerter Menschen kennt.

Meine Schwester Antonia, genannt Toni, zum Beispiel war so ein beneidenswerter Mensch: Sie war bildhübsch, mit einem gut verdienenden Juristen verheiratet und mit drei entzückenden Kindern gesegnet. Wie alle Mitglieder unserer Familie – von den Angeheirateten mal abgesehen – hatten auch die Kinder dichte, tizianrote Locken, sogar das Baby. Wenn ich mit meiner Schwester und den Kindern spazieren ging, bekamen wir daher immer jede Menge Witze über Rothaarige zu hören. Nicht, dass uns das noch etwas ausgemacht hätte &ndas
h; wir kannten sie nur alle schon.

»Philipp hat also schon wieder eine neue Freundin.« Toni biss herzhaft in eine Banane. Wir kamen gerade vom Einkaufen, einer Tätigkeit, der Toni nicht mehr ohne eine erwachsene Begleitperson nachkam, seit ihr Zweijähriger eine Pyramide aus Nutellagläsern zum Einsturz gebracht hatte. Toni behauptete, nackt durch ein Krokodilbecken zu tauchen sei ein Klacks gegen das Unterfangen, mit drei kleinen Kinder einen Supermarkt zu besuchen.

Der Babyjogger, den ich schob, war randvoll mit Obst, Butterkeksen, Windeln und Tiefkühlspinat. Mittendrin schlummerte Baby Leander, gerade mal acht Wochen alt. Seine beiden Geschwister machten etwa zwanzig Meter vor uns den Bürgersteig unsicher.

»Philipp ist gerade mal achtzehn und hatte schon mehr Beziehungen als Mick Jagger in seinem ganzen Leben«, fuhr Toni fort. »Ist sie hübsch, diese Helena?«

Ich zuckte mit den Schultern. »Ehrlich gesagt, sie sieht aus wie Jahre nicht gewaschen und als würde sie sich schon zum Frühstück Valium ins Müsli rühren. Wenn Mama und Jost die kennen lernen, kriegen sie Zustände.«

»Mama nicht, die steht auf Freaks«, meinte Toni. »Sie ist doch selber einer.«

»Ja, aber eine andere Sorte Freak. Finn, lass das!«

»Und du, bleib auf dem Bürgersteig, Henriette!«, schrie Toni. Das war leichter gesagt als getan: Henriette hatte eben erst gelernt, das Fahrrad ohne Stützräder zu fahren, eine beachtliche Leistung für eine Vierjährige, zumal ihr am Hinterreifen das Bobbycar ihres kleinen Bruders klebte, der unentwegt »Aus dem Weg! Aus dem Weg!« brüllte.

Meine Schwester rannte ein paar Schritte. Sie hinderte Henriette daran, über die Bordsteinkante zu kippen und hielt Finn so lange an seiner Kapuze fest, bis ein Sicherheitsabstand zwis
chen Fahrrad und Bobbycar entstanden war.

»Aus dem Weg!«, brüllte Finn, und Henriette schrie: »Wenn du mich einholst, spucke ich!«

»Das Leben ist eine Bushaltestelle.« Toni seufzte, als ich sie wieder eingeholt hatte. Sie entsorgte die Bananenschale in einem hübschen blaulackierten Briefkasten, offenbar im festen Glauben, es handele sich um einen Papierkorb. »Wenn sie doch nur einmal aufhören würden, sich zu zanken.«

»Kennst du die Leute?«, fragte ich.

»Welche Leute? Finn! Ich hab gesagt, du sollst Henriette in Ruhe lassen! Hörst du wohl auf zu spucken, Henriette!« Toni drehte sich zu mir um. »Sie sind grässlich, oder? Aber das ist auch kein Wunder: Den ganzen Tag brülle ich sie nur an. Wo waren wir stehen geblieben?«

»Bei den Leuten, denen du gerade eine Bananenschale in die Post geworfen hast«, sagte ich. »Außerdem heißt es, das Leben ist eine Baustelle, Toni. Das ist ein Filmtitel. Und deine Kinder sind nicht grässlich. Wir haben uns in dem Alter auch immer nur gezankt, und Mama hat uns nur angebrüllt.«

»Das Leben ist eine Baustelle?«, wiederholte Toni und seufzte. »Wann komme ich denn schon mal ins Kino, hm? Nein, das Leben ist eine Bushaltestelle, bei der man den Bus verpassen oder in den falschen steigen kann, ohne es zu merken. Ich zum Beispiel sitze im falschen Bus. Dummerweise habe ich es gerade eben erst gemerkt. Scheiße, habe ich die Bananenschale wirklich in einen Briefkasten geworfen?«

Ich nickte. »Ich hab schon versucht, sie wieder rauszuholen. Geht aber leider nicht. Lass uns also schnell weitergehen, als wäre nichts gewesen.«

»Das wird immer schlimmer mit mir.« Toni strich sich hektisch eine Locke hinters Ohr. »Gestern kam ich mit den Kindern vom Kinderarzt. Henriette u
nd Finn haben sich gezankt wie immer, und Leander hat gebrüllt wie am Spieß. Ich also schnell in den Keller, die Tiefkühlsachen in die Gefriertruhe gebracht, wieder hoch gehetzt, das Kleiner-Eisbär-Video reingeschoben und den Kleinen gestillt. Als ich dann später die Wäsche runtergebracht habe, fand ich die Tiefkühlsachen in der Waschmaschine. Glaubst du, ich hab Alzheimer, Verena?«

»Ich bin Hanna.« Verena war unsere andere Schwester, die als Model arbeitete und zur Zeit in Madrid lebte. »Nein, du hast kein Alzheimer«, sagte ich trotzdem. »Du hast einfach nur drei Kinder in vier Jahren bekommen. Damit wäre jedes Gehirn wahrscheinlich vorübergehend überfordert.«

»Vier Kinder in drei Jahren?« Toni seufzte. »Ich sag ja, ich sitze im falschen Bus. Oh nein! Finn! Lass das liegen! Das ist bah! Das ist Aa! Nicht anfassen! Bah! Aa! Kannst du nicht hören? DAS IST VERDAMMTE HUNDESCHEISSE!«

In diesem dramatischen Augenblick klingelte mein Handy. Es war meine Freundin Vivi, die mich daran erinnerte, dass ich vor unserem Sushiabend noch bei ihr vorbeikommen und ihre Bewerbungsunterlagen mit ihr durchgehen wollte. Und außerdem (sagte sie etwas weinerlich) habe sich der supernette Typ, den sie bei einer dieser Dating-Lines im Internet kennen gelernt hatte, als bisexuell geoutet.

»Eigentlich hätte man sich das bei dem Codenamen ja denken können«, sagte ich und reichte Toni ein Päckchen Taschentücher aus meiner Manteltasche. »Wahrscheinlich ist er außerdem pädophil.« Der Kerl hatte sich pünktchenundanton genannt. »Wie gut, dass ihr euch noch nicht im wirklichen Leben getroffen habt!« Vivi traf ihre Internet-Flirts glücklicherweise nie im wirklichen Leben, obwohl sie es sich jedesmal ganz fest vornahm. Ich sollte noch erwähnen, dass sie sich keineswe
gs – wie ich – aus beruflichen Gründen in zweifelhaften Chats herumtrieb, sondern tatsächlich hoffte, hier den Mann fürs Leben kennen zu lernen. Da sie es bisher aber noch nicht getan hatte, schied sie als Kandidatin für unsere »Liebe auf den ersten Klick«-Reportage leider aus. Vivi wäre eher was zum Thema »Warum gerate ich nur immer an den Falschen« gewesen.

»Ist es denn nicht schrecklich intolerant, wenn ich jemanden ablehne, nur weil er sexuell anders orientiert ist?«, fragte sie.

»Du lehnst ihn nicht ab, du lehnst es nur ab, mit ihm und seinem schwulen, minderjährigen Freund ins Bett zu gehen«, sagte ich geduldig.

»Meinst du, dass es das ist, was er von mir will?«

»Vivi, ich hab keine Ahnung. Aber wenn ich du wäre, würde ich es nicht unbedingt herausfinden wollen.«

»Warum nicht?«, fragte Vivi. »Nächste Woche werde ich dreißig. Und selbst ein perverser Mann wäre besser als überhaupt kein Ärger.«

»Warum nicht?«, murmelte auch Toni, die meinen Worten aufmerksam gelauscht hatte, während sie hektisch und hoffnungslos mit den Taschentüchern herumhantierte. »Alles ist besser als das hier.«

Es war wirklich so: Außer mir war niemand mit seinem Leben zufrieden.

»Ich muss jetzt Schluss machen, Vivi, aber ich bin in einer halben Stunde bei dir. Meinst du, du schaffst es bis dahin, keinem deiner perversen Internetbekanntschaften eine E-Mail zu schicken?«

»Das dürfte kein Problem sein«, seufzte Vivi. »Mir ist vorhin eine Tasse Kaffee über die Tastatur gekippt. Da geht gar nichts mehr.«

Ich verstaute das Handy wieder in meinem Rucksack und suchte in Leanders Wickelrucksack nach Feuchttüchern. »Vivi hat wieder mal ihren Job hingeschm
issen, und ich muss ihr bei der Bewerbung helfen, weil sie bei zu viel Freizeit nachweislich auf dumme Gedanken kommt.« Ich kniete neben Toni nieder und kümmerte mich um Finns andere Hand. Das gute Kind fasste grundsätzlich alles mit beiden Händen an. »Um acht treffen wir uns dann mit Carla und Sonja in der Sushibar, und ich hab mir noch nicht die Haare gewaschen. Deshalb muss ich jetzt leider weg.«

»Aber ja, es ist Freitagnachmittag, und das Wochenende hat begonnen«, schnaubte Toni. »Für alle, außer für mich. Justus wird das ganze verdammte Wochenende in Hannover sein. Halt bloß still, Finn! Carla und Sonja wer?«

»Sonja-deine-Handtasche-paßt-aber-nicht-zu-deinenSchuhen-Möhring und...


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