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Wo bist du?

Steiners dritter Fall.
eBook ePub

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Der Amerikaner Justin Kramer will mit seiner Freundin Paula einige unbeschwerte Tage in Frankfurt verbringen. Doch plötzlich verschwindet die junge Frau spurlos. Wurde sie entführt? Das Opfer von Menschenhändlern? Justin gerät zwischen die Fronten ei … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Wo bist du?
Autor/en: Martin Olden

EAN: 9783944124360
Format:  EPUB
Steiners dritter Fall.
mainebook Verlag

31. Januar 2014 - epub eBook - 145 Seiten

Beschreibung

Der Amerikaner Justin Kramer will mit seiner Freundin Paula einige unbeschwerte Tage in Frankfurt verbringen. Doch plötzlich verschwindet die junge Frau spurlos. Wurde sie entführt? Das Opfer von Menschenhändlern? Justin gerät zwischen die Fronten eines Bandenkrieges im Rotlichtmilieu und nur einer kann ihm helfen: Hauptkommissar Bernd Steiner.
"Raffiniert konstruierte Geschichten und famos gestrickte Dialoge" - so beschreibt die "Frankfurter Neue Presse" den Stil von Autor Martin Olden, dem er auch im dritten Fall des hartgesottenen Kommissars Steiner treu bleibt. Ein Stück Gangster-Kino für den Kopf!

Portrait

Martin Olden ist das Pseudonym des Journalisten und Kinderbauchtors Marc Rybicki. Er wurde 1975 in Frankfurt am Main geboren und studierte
Philosophie und Amerikanistik an der Goethe-Universität. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Rybicki als Filmkritiker für das Feuilleton der "Frankfurter
Neuen Presse". Ebenso ist er als Moderator des Senders "Radio Fortuna" sowie als Werbe- und Hörbuchsprecher tätig. Im Jahr 2013 veröffentlichte er
zudem seinen ersten Thriller "Frankfurt Ripper". Weitere Titel von Marc Rybicki sind die Kinderbücher "Mach mich ganz", "Wer hat den Wald
gebaut?" und "Wo ist der Tannenbaum?"

Leseprobe

1


Montag, 07. April, 8:30 Uhr


Verbranntes Fleisch. Das Feuer hatte eine Gesichtshälfte weggefressen. Die andere gehörte einem hübschen Mädchen von nicht einmal achtzehn Jahren. Blond, blauäugig, mandelförmige Pupillen, hohe Wangenknochen, Lolita-Lippen. Ein jugendlicher Körper mit schlanker Taille, schmalen Schultern und großen, weichen Brüsten.

Ob sie viele Verehrer hatte? Ging sie gerne tanzen? Hörte sie Pink oder Cro? Träumte sie von der großen Liebe, der sie eines Tages zu begegnen hoffte?

Hauptkommissar Bernd Steiner wusste es nicht. Er kannte nicht einmal ihren Namen. Wer bist du? Woher kommst du? Los Mädel, verrat mir deine Geheimnisse!

Doch die Blondine lieferte ihm keine Antworten. Sie war eine leblose Hülle, die stumm auf dem kalten Stahltisch des rechtsmedizinischen Instituts lag.

„Beschissene Art, die Woche anzufangen“, nuschelte Steiner.

„Meinen Sie das Mädchen oder schwelgen Sie in Selbstmitleid?“, fragte Doktor Andrea Lorant.

Steiner sah in die neugierigen Rehkitzaugen der Rechtsmedizinerin.

„Kann Ihnen egal sein“, grummelte er.

Sie zuckte mit den Achseln und ließ die Winkel ihres Schmollmunds hängen wie ein beleidigtes Kind, das beim Spielen eine Abfuhr erhalten hatte.

„Machen Sie sich nichts daraus“, sagte Hauptkommissar Karol Makourek beschwichtigend zu ihr und wies auf die Tote. „Die Jungen gehen ihm an die Nieren. Da ist er besonders sensibel.“

Steiner fauchte: „Schnauze, Karol!“

„Wie Sie sehen, Frau Lorant, ist er ein launenhafter Typ. Deshalb bin ich auch b
ei ihm ausgezogen und hab mir eine eigene Wohnung gesucht. Seine Stimmungsschwankungen sind heftiger als die meiner Frau.“ Der Tscheche grinste.

Steiner nahm seinen baumlangen Partner ins Visier. „Lass Ivanka aus dem Spiel. Sei froh, dass du so eine tolle Frau abbekommen hast. Lässt dich hier in Ruhe deinen Kram machen, während sie sich in München um eure Tochter kümmert – und noch dazu arbeiten geht. Bei dem Pensum wärst du doch schon zusammengebrochen!“

„Ein Plädoyer für die Tüchtigkeit der Frau? Ich wusste gar nicht, dass Sie ein Feminist sind, Herr Kommissar. Sie haben verborgene Seiten“, sagte Andrea Lorant neckisch. Sie war wieder in Spiellaune. Die Lachfältchen in ihrem gebräunten, femininen Gesicht verbreiterten sich eine Spur.

„Wenn Sie mich beleidigen wollen, suchen Sie sich einen anderen Zeitpunkt und einen anderen Ort aus, Frau Doktor.“ Etwas weniger grob fügte Steiner hinzu: „Dann enthülle ich meine sämtlichen Geheimnisse zu Ihrem Vergnügen.“

„Ach, wissen Sie, die spannendsten Rätsel haben oft eine enttäuschende Auflösung“, meinte sie lässig, während sie von ihrer Stirn eine seidige braune Strähne wischte, die sich aus der Umklammerung eines Haargummis gelöst hatte.

„Das einzige Rätsel, das mich momentan beschäftigt, ist dieses Mädchen“, sagte Steiner. „Wie heißt sie? Woher kommt sie? Wer hat sie umgebracht?“

Doktor Lorants schmale Finger schlüpften in ein paar Einweghandschuhe. „Leider kann ich keine Ihrer Fragen beantworten. Aber ich kann Ihnen sagen, woran sie starb. Nicht an ihren Verbrennungen. Die wurden ihr post mortem zugefügt. Schauen Sie!“

Sie drehte den Leichnam auf
die Seite und zeigte den Kommissaren eine runde, ausgefranste Wunde am Rücken, oberhalb der Nierengegend.

„Eine Einstichspur. Weitere finden sich hier vorne.“ Sie wies auf die schwarz verkrustete Bauchdecke. „Aufgrund der starken Verbrennungen in diesem Bereich schwer zu erkennen. Aber es sind mindestens fünf Stichverletzungen, zugefügt mit einer Messerklinge. Ich habe Stahlpartikel in den Kontakteintrittswunden gefunden.“

„Erstochen also“, murmelte Steiner in seinen dichten Schnauzbart. „Und anschließend angezündet, um Spuren zu verwischen.“

„Aber nicht sehr gründlich“, meinte Makourek.

„Richtig“, stimmte Doktor Lorant zu. „Der Täter hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, sie mit Benzin oder einer anderen leicht entzündbaren Flüssigkeit zu übergießen. Ich konnte nichts davon feststellen. Er hat ihre Kleidung in Brand gesteckt und an den Beinen begonnen. Dort sind die Brandwunden am stärksten. Sehen Sie? Diese Fetzen, die mit der Haut verklebt sind wie zu lang gekochte Nudeln? Das sind Reste einer Leggings.“

Steiner fuhr sich durch sein dünnes braunes Haar und stieß einen angewiderten Laut aus. „Ihre Vergleiche sind sehr appetitlich, das muss ich Ihnen lassen. Demnach hat er versucht, sie anzustecken und als er merkte, dass es nicht so gut klappte, hat er das Feuer wieder gelöscht, den Körper in einen Müllsack gesteckt und ihn weggeschafft.“

„Wo wurde sie gefunden, sagten sie?“, fragte die Rechtsmedizinerin.

„Im Biegwald. In einem Gebüsch. In der Nähe einer Kleingartensiedlung“, erklärte Makourek. „Spaziergänger mit Hund haben sie entdeckt. Dachten zuerst, es sei irgendwelcher Abfall. Kein Wu
nder. Der Wald dort sieht aus wie eine Müllkippe. Alles voll mit Dosen, Flaschen, Essensresten, Brettern, alten Decken, Klamotten und gebrauchten Kondomen. Ein Paradies für Ratten. Da sage noch einer, Ostrava sei die schmutzigste Stadt Europas.“ Er lächelte grimmig. „Der Hund hat nicht aufgehört, an dem Sack zu schnüffeln. Da haben seine Leute näher hingesehen – und die blonden Haare erkannt.“

„Am Fundort wurde sie nicht getötet“, meinte Steiner. „Es gab keine Kampfspuren und niemand hat ein Feuer gesehen. Kollege Rösner verhört noch ein paar Anwohner der Biegwald-Siedlung. Aber die werden auch nichts Brauchbares liefern.“ Er ging zu einem grauen Aluminiumtisch, auf dem die Kleidung und die persönliche Habe der Toten verteilt lag. Verkohlte Reste schwarzer Overknee-Stiefel, ein anthrazitfarbener Mini-Rock, ein pinkes T-Shirt. In ihrer roten Handtasche fanden sich weder Ausweis noch Handy. Lediglich Lippenstift, Lidschatten, Tempotaschentücher und zwei Packungen Präservative.

„Erstochen und weggeworfen ... vielleicht gab`s Streit mit einem Lover und dem sind die Sicherungen durchgeknallt“, mutmaßte der Kommissar.

„Könnte auch sein, dass sie eine Professionelle war. Bei der Menge an Gummis in ihrer Tasche. Der Straßenstrich auf der Theodor-Heuss-Allee ist nicht weit weg von der Biegwald-Siedlung“, schlug Makourek vor.

„So billig sieht sie gar nicht aus“, sagte Steiner.

„Na ja, ihre Aufmachung schon“, bemerkte Andrea Lorant spitz. Sie registrierte Steiners Blick, der taxierend vom obersten Knopf ihres weißen Polo-Shirts über die Blue Jeans bis zu den khakifarbenen Leinenturnschuhen glitt.

„Es soll junge Damen geben, die sich nicht wie Männer anziehen, Frau Dok
tor“, sagte er.

Sie wollte seinen abfälligen Kommentar erwidern, wurde aber von Makourek unterbrochen.

„In der Klasse meiner Tochter gibt es viele Mädchen, die rumlaufen wie russische Prostituierte. Das ist heute Mode. Kann einem gefallen oder nicht. Ich jedenfalls bedaure manchmal, dass ich nicht mehr zur Schule gehen darf.“ Er lachte anzüglich. „Im Ernst, Bernd. Das könnte eine Osteuropäerin sein.“

„Woher nimmst du denn die Weisheit, großer Meister?“, fragte Steiner. „Achtung, Frau Doktor, jetzt bekommen wir von Professor Makourek eine Runde Unterricht in Rassenlehre. Aber denk dran, Karol – die ist seit `45 aus der Mode.“

Makourek überhörte den spöttischen Ton seines Kollegen. „Schau dir die Form der Augen an. Den Gesichtsschnitt. Glaub mir, sie sieht osteuropäisch aus. Ich muss das wissen, oder? Sie ist aus Tschechien oder Polen, der Ukraine oder Russland.“

„Na, dann fangen wir doch in Russland an zu suchen und arbeiten uns langsam über Polen bis nach Frankfurt durch. Einverstanden?“, fragte Steiner gereizt.

Karol Makourek rieb über seine graumelierten Schläfen. „Wäre möglich, dass sie eines von den Mädchen ist, die von der Straße weggefangen werden. Bei uns daheim gab es vor zwei Jahren so einen Fall. In Prag. Eine 16-Jährige feierte in einer Disco ihren Schulabschluss. Als sie um Mitternacht mal rausging, um frische Luft zu schnappen, wurde sie gepackt und in ein Auto gezerrt. Sie bekam ein Tuch vor die Nase, dann wurde ihr schwarz vor Augen. Erst Stunden später wachte sie auf. In einem kleinen Zimmer, irgendwo in Westfalen. Männer kamen, verprügelten und vergewaltigten sie. Tagelang ging das so. Man nennt das ‚Einreiten‘. Nach ein paar
Wochen...


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