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Über deine Höhen

Ein Westerwald-Krimi.
eBook ePub

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Wer ihre richtigen Eltern sind, weiß die fast siebzehnjährige Lena aus Frankfurt nicht. Umso verwunderter ist sie, als sie eines Tages einen Brief vom Anwalt ihres verstorbenen Großvaters erhält. Der alte Mann, von dessen Existenz sie bisher nicht ei … weiterlesen
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Über deine Höhen als eBook

Produktdetails

Titel: Über deine Höhen
Autor/en: Micha Krämer

EAN: 9783827198372
Format:  EPUB
Ein Westerwald-Krimi.
Niemeyer C.W. Buchverlage

10. März 2013 - epub eBook - 272 Seiten

Beschreibung

Wer ihre richtigen Eltern sind, weiß die fast siebzehnjährige Lena aus Frankfurt nicht. Umso verwunderter ist sie, als sie eines Tages einen Brief vom Anwalt ihres verstorbenen Großvaters erhält. Der alte Mann, von dessen Existenz sie bisher nicht einmal ahnte, hat ihr einen heruntergekommenen Hof hinterlassen. Gemeinsam mit ihrem Adoptivvater Max zieht sie in den Westerwald. Schnell wird klar, dass nicht nur das alte Gemäuer eine dunkle Vergangenheit hat. Im Dorf trifft sie auf eine Mauer des Schweigens. Wer waren ihre Eltern? Was geschah in der Nacht ihrer Geburt, als ihre Mutter starb? Bereits in einer der ersten Nächte malt ein Unbekannter mit Blut ein Pentagramm über ihre Haustür. Unheimliche Gestalten schleichen nachts durch den Wald hinter dem Hof. Und dann hört sie das Heulen des Wolfes.

Portrait

Micha Krämer wurde 1970 in Kausen im Westerwald geboren. 1989 zog es ihn nach Betzdorf, wo er es ganze 15 Jahre aushielt, bevor das Heimweh ihn zurück nach Kausen führte. 2009 veröffentlichte der gelernte Elektroniker kurz nacheinander die beiden Kinderbücher Willi und das Grab des Drachentöters und Willi und das verborgene Volk. Der regionale Erfolg der beiden Bücher, die er eigentlich nur für seine eigenen beiden Kinder schrieb, war überwältigend und kam für ihn selbst total überraschend. Einmal Blut geleckt musste im Jahre 2010 nun ein richtiges Buch her. Im Juni erschien sein erster Roman für Erwachsene und zum Ende des Jahres 2010 sein erster Kriminalroman, der die Geschichte der jungen Kommissarin Nina Moretti erzählt. Neben seiner Familie, dem Beruf und dem Schreiben gehört die Musik zu einer seiner großen Leidenschaften. Mehr über Micha Krämer auf www.micha-kraemer.de

Leseprobe

Kapitel 1


30. September 2011
Der 1. Tag


Mit einem leichten Ruck drückte Lena die Tür auf und spähte vorsichtig in ihr neues Zuhause. Zögernd betrat sie die Diele des alten Wohnhauses. Muffige Luft drang ihr entgegen. Es roch feucht, dreckig, nach kaltem Rauch und irgendwie auch nach altem Mensch. Sie kannte diesen Geruch von den Sozialstunden, die sie im vergangenen Sommer in einem Frankfurter Seniorenheim ableisten musste. Dort hatte es ähnlich gerochen. Nur der Geruch des Rauches, der von den Holzöfen zu kommen schien, war ihr neu. Ganz langsam ging sie weiter. Es war still im Haus. Das einzige Geräusch, das sie vernahm, war das Atmen von Max, ihrem Adoptivvater, der dicht hinter ihr stand.

Lena strich über eine grünweiße Kommode aus furniertem Holz, im Look der siebziger Jahre. Staub wirbelte auf. Die Tapeten in dem schmalen Flur waren vergilbt und fleckig, die niedrigen Decken des alten Fachwerkhauses, genau wie die Wände und der Fußboden, der im Eingangsbereich mit einem blaugelben Mosaik gefliest war, krumm und schief.

Hier sollten sie nun wohnen? Was für eine Scheiße. Das Haus lag am Rande eines hohen Fichtenwaldes in einer Sackgasse. Es gab nur einen Weg, der sich von dem kleinen Dorf Blittersbach, unten im Tal, fast einen Kilometer hier heraufschlängelte und hinter der Abzweigung zum Hof im Wald verschwand. Wie es aussah, gab es in dem 400-Seelen-Kaff auch nichts außer einer kleinen Bäckerei, einer schäbigen Kneipe und natürlich einer Kirche. Bis zum Supermarkt im nächst größeren Ort waren es gut und gerne zehn Kilometer. Bevor sie hierhergekommen war, glaubte Lena noch, dass wirklich alles besser sein konnte als die Wohnung, die sie bisher bewohnten. Sie hatte sich im achten Stock einer Mietskaserne im Frankfurter Westend, mit Blick auf das Klärwerk, befunden. Ja, sie hatt
e tatsächlich geglaubt, es könnte nicht noch schlimmer kommen. Sicher war sie sich da in diesem Moment allerdings nicht mehr.

Als sie vor vier Wochen den Brief von dem Notar las, der morgens mit der Post gekommen war, hatte sie sich riesig gefreut. Sie, Lena Reinmann, hatte geerbt. Einen Hof. Einen richtigen alten Bauernhof im Westerwald. „Den verkaufen wir“, jubelte sie damals spontan und war Max um den Hals gesprungen. „Und von dem Geld machen wir erst mal richtig Urlaub und zahlen all unsere Schulden.“ So hatte sie sich das gedacht. Frankfurt zu verlassen, war für sie dabei keine Option gewesen. Sie wohnte schon immer in der Main Metropole und glaubte auch hierher zu gehören. Natürlich würden sie umziehen, in eine schicke Wohnung oder ein Häuschen in einem der besseren Vororte. Aber doch nicht in irgendein Kuhdorf im Westerwald, wo es von morgens bis abends nach Scheiße stank und man sogar noch aufpassen musste, dass man nicht in dieselbige hineintrat. Doch wie so vieles in Lenas Leben, war es auch diesmal anders gekommen.

*

Dass Max nicht ihr leiblicher Vater war, hatte sie schon lange gewusst. Maximilian und Marina Reinmann, hatten sie vor sechzehn Jahren als Säugling adoptiert. Lenas leibliche Eltern waren angeblich kurz nach ihrer Geburt gestorben. Woran, wusste sie nicht und so wie es schien, gab es auf der ganzen Welt auch niemanden, der ihr das erzählen konnte oder wollte. Umso verwunderter war sie gewesen, als sie erfuhr, dass sie die einzige Erbin eines Hofes im Westerwald war. Der alte Mann, bei dem es sich um ihren leiblichen Großvater handelte und von dessen bloßer Existenz sie bis dato noch nicht einmal etwas ahnte, hatte sie als seine alleinige Erbin bestimmt. Das Haus, das Land drum herum und ein Bankkonto mit gut und gern einer Million Euro gehörten nun ihr. Zumindest fast. Wie bei allem in Lenas Leben gab es nämlich auch diesmal w
ieder einmal einen Haken. Der alte Mann, in dessen Haus sie nun standen, hatte in seinem Letzten Willen verfügt, dass Lena ihr Erbe erst mit einundzwanzig bekam. Dann durfte sie damit tun und lassen, was sie wollte. Allerdings hatte der Alte auch verfügt, dass sie bis dahin ein monatliches Taschengeld von zweitausend Euro bekam und sie und ihr Adoptivvater auf dem Hof wohnen durften, wenn sie das wollten.

Das traf sich gut. Da Geld bei den Reinmanns in den letzten Jahren immer knapp gewesen war, fiel ihnen die Entscheidung nicht gerade schwer. Max Reinmann war freier Autor. Er schrieb Drehbücher fürs Fernsehen. Meistens für Seifenopern, die schon nach den ersten Folgen wieder eingestellt wurden, weil sich einfach kein normaler Mensch diesen schnulzigen Kram ansehen wollte. Dementsprechend dürftig waren in der letzten Zeit die Honorare ausgefallen. Zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.

Das war nicht immer so gewesen. Früher war Max richtig gut gewesen. Die Sender und Produktionsfirmen hatten ihm die Tür förmlich eingerannt. Doch seit Marinas plötzlichem Tod vor fünf Jahren war es mit ihm stetig bergab gegangen. Max bekam irgendwie nichts mehr auf die Reihe. Schreibblockade nannte er das. Wochenlang hatte er nicht ein einziges Wort zu Papier gebracht. Hatte einfach an seinem Schreibtisch gesessen und aus dem Fenster gestarrt, bis er schließlich einen Weg fand, seine Blockade zu überwinden. Mit Alkohol! Erst trank er nur wenig. Dann immer mehr. Und am Schluss soff er ständig. Leider waren seine im Suff verfassten Werke nicht gerade Kassenschlager. Es kam, wie es kommen musste. Die Bank versteigerte ihnen das Haus praktisch unter dem Hintern weg. Sie mussten umziehen in einen Betonklotz mit 120 Wohneinheiten und bester Aussicht auf eines der großen Frankfurter Klärwerke. Der Gestank bei Ostwind war entsetzlich und Max soff immer noch mehr. Das ging so bis zu dem Tag, al
s sein Herz nicht mehr mitmachte und er einfach vor ihren Augen im Wohnzimmer zusammenbrach. Der Arzt im Krankenhaus erklärte ihr später, es wären insgesamt drei Infarkte gewesen. Max wurde operiert. Fünf Bypässe. Und das mit gerade einmal vierzig. Von der Klinik aus ging es sofort in die Reha mit anschließendem Entzug.

Max war erst einige Tage wieder zu Hause, als die Nachricht über das Erbe kam. Gleichzeitig mit dem Brief des Notars und etlichen Mahnungen war auch die Kündigung der Wohnung gekommen. Mittlerweile waren sie über ein halbes Jahr mit der Miete im Rückstand. Die Wohnungsbaugesellschaft war deshalb der Auffassung, dass sie und Max bis zum ersten Oktober raus sein mussten.

*

Heute war der dreißigste September und sie waren tatsächlich raus. Mit zwei Koffern, ihren Schlafsäcken und einem Korb voller Konserven hatten sie am Morgen Frankfurt mit dem Taxi verlassen. Frank, ein Freund von Max aus alten Tagen, würde ihnen am nächsten Wochenende ihre Möbel und die restlichen Habseligkeiten mit einem Lastwagen der Spedition, bei der er arbeitete, hinterherbringen. Bis dahin musste es halt so gehen.

Die letzten Monate hatten Lena gestärkt. Während Max‘ Abwesenheit in der Klinik und während seines Entzugs, hatte sie gelernt sich durchzuboxen und den Laden allein geschmissen. Sie war, so glaubte sie, reifer geworden. Erwachsener und bestimmt vernünftiger. Im Grunde hatte sie auch alleine entschieden, dass sie umzogen. Max hatte nur gelächelt und genickt. Gemeinsam würden sie neu anfangen. Mietfrei wohnen und jeden Monat zweitausend Euro auf dem Konto waren dafür eine solide Grundlage. Und wenn Lena einundzwanzig war, würden sie alles verkaufen und irgendwo anders hingehen. Doch für den Anfang war der Westerwald okay. Es würde gehen.

*

Sie betrat das Wohnzimmer und blickte sich um. Auch hi
er waren alle Möbel vollkommen unmodern und größtenteils verschlissen. „Was hältst du davon, wenn wir draußen auf dem Hof ein großes Feuer machen und den ganzen Mist einfach verbrennen“, hörte sie Max sagen. Lena drehte sich um und lächelte gequält. „Was hältst du davon, wenn wir alles an seinem Platz lassen und direkt die ganze Bude anzünden.“ Max lachte auf. „Das wär wahrlich das Einfachste. Wir zünden die Hütte an, bescheißen die Versicherung und bekommen dann jeder ein wunderschönes Einzelzimmer im nächsten Knast.“ Lena lachte auch. Nicht über den Witz. Nein, sie lachte, weil Max lachte. So hatte sie ihn seit fünf Jahren nicht erlebt. Alles würde gut werden.

*

Die nächsten Tage verbrachten sie damit, sich einzurichten und das Haus zu entrümpeln. Zuerst nur in der unteren Etage. Die oberen Räume würden irgendwann folgen. Der Hof war riesig. Direkt an das Haupthaus, in dem es allein neun Zimmer gab, war das Stallgebäude angebaut. Daran in einer Art U-Form und somit direkt gegenüber dem Wohnhaus gab es eine riesige Scheune. Wie im Haus, stapelte sich auch hier das Gerümpel. Fast schien es, als habe der alte Mann niemals etwas weggeworfen. Unermüdlich schleppten sie alten Krempel auf eine kleine Wiese hinter der Scheune. Das Feuer, das Max mit Hilfe einiger Liter Diesel entfachte, qualmte auch weit weniger, als sie zuerst befürchtet hatten. Es gelang ihnen auf diese Weise innerhalb von drei Tagen, die gesamte untere Etage, bis auf einen uralten Küchenschrank und eine Eichenkomode, die Max restaurieren wollte, in den Flammen zu entsorgen. Auch die mindestens fünf Schichten Tapeten und die alten ?eckigen Teppichböden endeten im Feuer.

„Wenn du das in Frankfurt machst, kommst du ins Gefängnis“, alberte Frank, als er grinsend aus dem La
stwagen stieg und die Reste eines Sessels im Feuer schwelen sah. Mit jedem ihrer eigenen Möbelstücke, das sie von der Ladefläche luden und in das Haus trugen, fühlte Lena sich wohler. Endlich waren die Dinge ihr wieder vertraut. Und nach nicht einmal einer Woche fühlte sie sich sogar ein bisschen wie Zuhause angekommen. Zwar hatte sie noch immer kein eigenes Zimmer und pennte neben Max auf dem Ikea Klappsofa in dem frisch tapezierten Wohnzimmer, aber auch das...


Technik

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