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Setze dir größere Ziele

Die Geheimnisse erfolgreicher Persönlichkeiten.
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Nur wer sich große Ziele setzt, erreicht sie auch! Wer glaubt, die einzigen Garanten zum großen Erfolg sind Talent, Intelligenz oder einfach nur Zufall, der irrt. Berühmte Persönlichkeiten und angesehene Unternehmensgründer -so unterschiedlich sie au … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Setze dir größere Ziele
Autor/en: Rainer Zitelmann

EAN: 9783864146688
Format:  EPUB
Die Geheimnisse erfolgreicher Persönlichkeiten.
REDLINE Verlag

15. August 2014 - epub eBook - 352 Seiten

Beschreibung

Nur wer sich große Ziele setzt, erreicht sie auch! Wer glaubt, die einzigen Garanten zum großen Erfolg sind Talent, Intelligenz oder einfach nur Zufall, der irrt. Berühmte Persönlichkeiten und angesehene Unternehmensgründer -so unterschiedlich sie auch sein mögen - haben alle eine entscheidende Sache gemeinsam: Sie streben von Anfang an nach Großem! Rainer Zitelmann beweist in der, nun im Redline Verlag erscheinenden, überarbeiteten Neuauflage seines Buches, dass Leute wie Arnold Schwarzenegger, Jim Rogers oder Coco Chanel alle von Anfang an hoch hinaus wollten und es deshalb auch geschafft haben. Ein spannendes Buch, das nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam ist und nach dessen Lektüre sich dem Leser völlig neue Zukunftsmöglichkeiten eröffnen.

Portrait

DR. Rainer Zitelmann besitzt und führt mehrere erfolgreiche Unternehmen und ist außerdem ein bekannter Historiker, Schriftsteller und Journalist. Er hat zahlreiche Bücher geschrieben, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Bekannt wurde er durch diverse Fernsehauftritte und Vorträge.

Leseprobe

1. Größere Ziele setzen


Arnold Schwarzenegger – im Jahr 1966 gerade 19 Jahre alt – hatte am Rande des »Mr. Universum«-Wettbewerbs in London eine Unterhaltung, an die sich Rick Wayne, selbst Bodybuilder und Journalist, später erinnerte. »Glauben Sie, dass ein Mann alles bekommen kann, was er will?«, fragte ihn Schwarzenegger. Die Frage erstaunte Wayne, der ihm antwortete: »Ein Mann muss seine Grenzen kennen.« Schwarzenegger war mit der Antwort nicht einverstanden: »Sie irren sich.« Wayne, der Ältere und Erfahrenere, der viel in der Welt herumgekommen war, war zunehmend irritiert über den vermeintlich arroganten jungen Sportsfreund aus Österreich: »Was soll das heißen, ich irre mich?« Schwarzeneggers Antwort: »Ein Mann kann alles bekommen, was er will – vorausgesetzt, er ist bereit, den Preis dafür zu zahlen.«22

Über die Episode berichtet Laurence Leamer in seiner 2005 erschienenen Biografie Fantastic. The Life of Arnold Schwarzenegger. Als Leamer die Biografie schrieb, war Schwarzenegger Gouverneur der achtgrößten Volkswirtschaft der Welt – des amerikanischen Bundesstaates Kalifornien. Zuvor hatte er eine Karriere in Hollywood gemacht und war einer der bestbezahlten Filmschauspieler der Welt, der für seine Filme Gagen von 20 Millionen Dollar und mehr einstrich. Durch Immobiliengeschäfte war Schwarzenegger, der mit 21 Jahren in die USA gegangen war, Multimillionär geworden, und bis heute hat er mehrere Hundert Millionen Dollar verdient.

Schwarzenegger führte seinen Erfolg vor allem auf seine Zielstrebigkeit zurück: »Ich habe mir ein Ziel gesetzt, und zwar möglichst deutlich als ein Bild. Daraus habe ich den Hunger, den Antrieb geholt, es in die Wirklichkeit umzusetzen.«23 Er sagte sich nicht
etwa: »Wäre schön, wenn das klappt, vielleicht sollte ich es mal ausprobieren.« Mit einer solchen Einstellung erreicht man keine großen Ziele. Die meisten Menschen, so Arnold Schwarzenegger, stellten »Bedingungen« und sagten sich: »Wäre toll, wenn das passierte.« So komme man jedoch nichts ans Ziel: »Das reicht nicht. Man muss sich gefühlsmäßig stark engagieren, sodass man es ganz stark will, den Vorgang zu lieben beginnt und alle Hürden nimmt, um das Ziel zu erreichen.«24

Nicht jeder mag Arnold Schwarzenegger, seine Muskeln, seine Filme oder seine politischen Meinungen. Doch darum geht es hier nicht. Es geht um die Frage »Wie ist es möglich, dass der Sohn eines Polizisten aus einer kleinen Stadt in Österreich, der keine leichte Kindheit hatte, in so vielen verschiedenen Bereichen so viel erreicht – im Sport, im Geschäftsleben, im Filmbusiness und in der Politik?«.

Lassen Sie uns einen Moment die erstaunliche Karriere von Schwarzenegger nachvollziehen, weil Sie aus dieser Karriere einige wichtige Einsichten über das Denken und Handeln erfolgreicher Menschen ableiten können – und vor allem die Wichtigkeit klarer und großer Zielsetzung verstehen werden.

Schon als Teenager träumte er den amerikanischen Traum einer Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär. »Meine Freunde träumten von einem Staatsposten, damit sie eine Pension bekämen. Ich war immer beeindruckt von Geschichten über Größe und Macht«, so Schwarzenegger.25 Er kaufte sich jede Illustrierte, las jeden Artikel über die USA. Er redete oft von Amerika, so berichten seine Schulfreunde. Sein Biograf Marc Hujer schreibt: »Er hat seine Karriere dauernd weitergesponnen, vom Bodybuilder zum Filmstar zum Politiker, es gab stets ein neues Ziel, eine neue
Überraschung. Er strebte immer vorwärts, zurückgegangen ist er nur, um Anlauf zu nehmen für den nächsten Sprung in seiner Karriere.«26

Schwarzenegger selbst beschrieb sein Erfolgsrezept so: »Ich setzte mir ein Ziel, visualisierte es sehr deutlich und entwickelte den Drang, den Hunger, es in die Realität umzusetzen. Diese Art von Ehrgeiz, die Tatsache, eine Vision vor Augen zu haben, erfüllt einen mit einer besonderen Begeisterung. Durch diese Begeisterung ist es nicht schwierig oder negativ oder hart, Disziplin aufzubringen.«27 Dann, so Schwarzenegger, sei es sogar einfach, Schmerzen zu akzeptieren, die dazugehörten, wenn man Erfolg haben wolle.

Mit 30 Jahren erklärte er seine Erfolge so: »Am glücklichsten bin ich darüber, dass ich mich voll auf meine Vision konzentrieren kann, wo ich in Zukunft sein will. In meinen Tagträumen sehe ich sie so klar vor mir, dass sie fast schon Wirklichkeit ist. Dann bekomme ich dieses Gefühl der Leichtigkeit und ich muss nicht krampfhaft darauf hinarbeiten, dorthin zu gelangen, weil ich das Gefühl habe, schon dort zu sein, dass es nur eine Frage der Zeit ist.«28

Als Teenager erklärte Schwarzenegger, er wolle der beste Bodybuilder weltweit werden. Sein Jugendtrainer erinnert sich: »Am ersten Tag, an dem Arnold trainierte, sagte er: ›Ich werde Mr. Universe.‹ Er trainierte sechs, manchmal sieben Tage die Woche, ungefähr drei Stunden täglich. Innerhalb von drei, vier Jahren nahm er 20 Kilo reine Muskelmasse zu.«29

Arnold trainierte wie ein Besessener. Manchmal konnte er sich vor lauter Muskelkater nicht einmal mehr die Haare richtig kämmen. Als am Wochenende einmal sein Trainingsraum verschlossen war, schlug er wie ein Einbrecher die Scheibe ein, um an die Geräte zu kommen. Wenn seine Freunde ihn fragten, ob er
nachmittags nach der Schule Fußball mit ihnen spielen wolle, lehnte er das mit der Begründung ab, schnelles Rennen würde seine Muskelentwicklung behindern.

Er bewunderte Reg Park, damals ein erfolgreicher Bodybuilder, den er später jedoch bei einem Wettkampf bezwingen sollte. Doch als Teenager war Park, der in Filmen die Rolle des Herkules spielte, sein Idol. »Wenn er es geschafft hat, konnte ich es auch schaffen. Ich würde Mr. Universum werden. Ich würde ein Filmstar werden. Ich würde reich werden. Ich hatte meine Passion gefunden. Ich hatte ein Ziel«, erinnerte sich Schwarzenegger später.30

Damals war Bodybuilding ein Sport, den niemand ernst nahm. Es gab nicht die großen Fitnessstudios, die man heute in jeder Stadt der Welt findet. Es gab staubige Hinterzimmer, in denen zum Teil zweifelhafte Gestalten trainierten, die bei Meisterschaften ihre Körper einölten und bei den meisten Menschen nur Kopfschütteln hervorriefen. Schwarzenegger war es egal, was die anderen dachten. Er hatte sich diese Sportart ausgesucht, in der er alles erreichen wollte.

Seine Eltern waren strikt gegen Arnolds Hobby. Seine Mutter fragte: »Warum willst du dir das antun?« Der Vater hielt ihm vor: »Was willst du tun mit all diesen Muskeln, wenn du sie einmal hast?« Arnold war um eine Antwort nicht verlegen: »Ich möchte der bestgebaute Mann auf der Welt sein. Und dann möchte ich nach Amerika gehen und in Filmen spielen.« Sein Vater hielt ihn schlicht für »verrückt«: »Ich glaube, wir gehen besser zum Doktor mit ihm.«31

Als Schwarzenegger im September 1968 nach Amerika ging, um dort an einem Bodybuilding-Wettkampf teilzunehmen, war er siegessicher, weil er kurz zuvor in London zum zweiten Mal den »Mr. Universum«-Titel gewonnen hatte. Doch er verlor in Amerika gegen Frank Zane, ob
wohl Schwarzenegger sehr viel muskulöser war und 27 Kilogramm mehr wog.

Zane wies jedoch bessere Proportionen auf, und seine Muskeln erschienen definierter. Für Schwarzenegger war die Niederlage schrecklich. Er weinte die ganze Nacht, war verzweifelt. Immer wieder ging ihm durch den Kopf: »Ich bin weit weg von zu Hause, in dieser fremden Stadt, in Amerika, und ich bin ein Verlierer.«32

So wollte er nicht zurück nach Europa. Er lernte seine Lektionen, verstand die Ursachen für seine Niederlage. Systematisch arbeitete er an seinen Schwächen. Die Wadenmuskulatur war seine besondere Schwäche, also packte er sich von oben bis unten in einen Trainingsanzug, sodass seine guten Muskelpartien nicht mehr zu sehen waren, und schnitt die Hose in Wadenhöhe ab, sodass alle im Studio seinen schwächsten Muskel sehen konnten. Die Blicke der anderen gaben ihm die Motivation, genau an diesem Muskel zu arbeiten, bis er die Schwäche beseitigt hatte.

Später sollte Schwarzenegger alle Titel gewinnen, die man im Bodybuilding gewinnen kann. Er wurde 13-mal Weltmeister und gewann vor allem siebenmal den »Mr. Olympia«, einen Wettbewerb, an dem nur Weltmeister teilnehmen dürfen und der die höchste Auszeichnung im Bodybuilding ist.

Aber Bodybuilding war für ihn dennoch nicht alles. Er wollte auch reich werden. Als er in die USA kam, sprach er kein Englisch. Er nahm Englischunterricht und studierte später Wirtschaft, weil er glaubte, Wirtschaftskenntnisse seien eine gute Basis zum Geldverdienen. Auch das Geldverdienen wird bei ihm zur Besessenheit. Selbst als er noch fast kein Geld hatte, begann er zu sparen, um zu investieren. Schwarzenegger kaufte sanierungsbedürftige Immobilien in Santa Monica, später investierte er in Bürogebäude und Shopping Malls. Mit 30 Jahren war er Millionär. Die Zeitschrift California Business schri
eb 1986: »Schwarzenegger hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen Ruf als scharfsichtiger Unternehmer und als einer der erfolgreichsten Immobilienentwickler Südkaliforniens erworben.«33

Schwarzenegger gab sich damit nicht zufrieden. Er erklärte, er wolle einer der bestbezahlten Filmschauspieler von Hollywood werden. Die Menschen lachten ihn aus. Sie waren der Meinung, es würde allenfalls für die Nebenrolle in einem Muskelfilm reichen, wo er nicht viel sprechen müsse. Die ersten Filme, in denen er spielte, entsprachen auch diesem...


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