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Für immer Fish!

Wie Sie die Fish!-Philosophie verankern und Ihre Motivation frisch halten.
eBook ePub

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Spaß am Job - dafür sorgt FISH! Aber was passiert, wenn die anfängliche Begeisterung nachlässt und der Alltag wieder einkehrt? Für immer FISH! zeigt, wie man positive Veränderungen nachhaltig umsetzen kann, und beweist, dass Spaß und Motivation im Be … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Für immer Fish!
Autor/en: Stephen C. Lundin

EAN: 9783864145650
Format:  EPUB
Wie Sie die Fish!-Philosophie verankern und Ihre Motivation frisch halten.
Redline

28. Juli 2003 - epub eBook - 136 Seiten

Beschreibung

Spaß am Job - dafür sorgt FISH! Aber was passiert, wenn die anfängliche Begeisterung nachlässt und der Alltag wieder einkehrt? Für immer FISH! zeigt, wie man positive Veränderungen nachhaltig umsetzen kann, und beweist, dass Spaß und Motivation im Beruf nicht tiefgekühlt werden müssen, um lange frisch zu bleiben.

Portrait

Stephen C. Lundin ist Autor der millionenfach verkauften Bestsellerreihe Fish! Nach verschiedenen Tätigkeiten, deren Spektrum vom Golf-Caddy bis zum nationalen Salesmanager reicht, gründete er zusammen mit Partnern die Firma Ontend Creative Partners. Heute ist er als Filmproduzent, Schriftsteller und Redner tätig und propagiert damit seine Programme Fish! und Cats. Mit seiner Innovationsphilosophie konnte er schon viele internationale Unternehmen, darunter Microsoft und Procter & Gamble, revolutionieren.

Leseprobe

Um weit greifende Veränderungen durchzusetzen, braucht es Einflüsse von außen. Wer neue Visionen vermitteln will, braucht die Aufmerksamkeit aller Beteiligten.

Dennoch können äußere Einflüsse nur über kurze Zeit wirken. Letztlich ist man angewiesen auf die natürliche Energie, die an ihre Stelle tritt und dafür sorgt, dass sie von bleibender Wirkung sind.


Zum Brunch bei »Brunch«


Bei Rhonda und Will Bullock läuft der Sonntag nach einem festen Muster ab. Rhonda singt morgens in einem Gospelchor in der Kirche, und Will und die Kinder sitzen in der ersten Reihe, um ihr zuzuhören. Anschließend fährt die Familie ins Pflegeheim, wo sie ein bisschen Zeit mit der Großmutter verbringt. An besonderen Sonntagen wie diesem geht es hinterher zur Einkaufspassage, wo die Kinder sich über ein Fast-Food-Menü hermachen, während Rhonda und Will fasziniert zusehen, wie ihre Sprösslinge binnen neunzig Sekunden das gesamte Essen verschwinden lassen. Dann bringt Will die Kinder und den Babysitter ins Kino, während Rhonda sich schon mal in die Warteschlange für ein nettes kleines Restaurant einreiht, das passenderweise den Namen »Brunch« trägt.

An diesem Sonntag allerdings schweiften ihre Gedanken ab. Sie stand in der Warteschlange und dachte an das Good Samaritan Hospital, in dem sie arbeitete; eines von vielen Krankenhäusern gleichen Namens, die in New Jersey und den benachbarten Bundesstaaten zu einer festen Institution geworden sind. Seit elf Jahren arbeitete sie im Good Samaritan, doch heute bedrückte sie der Gedanke an ihren Arbeitsplatz.

»He, sehe ich da etwa Sorgenfalten auf dem bezaubernden Gesicht, das sonst nur Lächeln kennt?«

»Entschudige, ich denke gerade an das Krankenhaus, Will. Ich weiß, dass ich damit unsere oberste
Regel verletzt habe, an Sonntagen nicht von der Arbeit zu reden. Und, wie hast du es geschafft, einen Film auszusuchen, der für einen Elfjährigen akzeptabel ist, der sich für praktisch erwachsen hält, und zugleich für eine Sechsjährige infrage kommt, die mit ihrer Puppe ins Kino geht?«

»Wie immer. Mike wollte mich davon überzeugen, dass Shaft prima wäre, obwohl der Film erst ab sechzehn ist. Er meinte, Shaft wäre ein tolles Vorbild, und er könnte seiner Schwester ja die Augen zuhalten, wenn es kritisch wird. Tja, und Mia wollte natürlich in jeden Film mitgehen, den ihr großer Bruder vorschlägt. Als gestrenger Vater habe ich ihnen natürlich gesagt, sie müssten sich etwas ab sechs Jahre aussuchen, also haben wir uns auf den neuen ›Harry Potter‹ geeinigt. Ann sagte übrigens, dass der Film Klasse ist.«

Bei der Erwähnung des Namens sah Rhonda sofort das strahlende Gesicht ihrer Stieftochter Ann vor sich, die mittlerweile achtundzwanzig war und in Los Angeles lebte.

Schließlich kamen sie an die Reihe und setzten sich in ihre kleine Nische, wo sie die Speisekarte studierten und bestellten. Unterdes beobachtete Will seine Frau aufmerksam. Er wusste, dass sie etwas bedrückte. Sein Kosename für sie war »Happy Face«, weil Rhonda normalerweise von geradezu ansteckender Fröhlichkeit war. Sie konnte selbst den muffigsten Kellnern ein Lächeln entlocken und sie dazu bringen, ihr Fotos von ihrer Familie zu zeigen und freundlich mit ihr zu plaudern. Ihre düstere Stimmung an diesem Sonntag war mehr als ungewöhnlich.

»Vergiss unsere Sonntagsregel, Rhonda, und erzähl mir, was los ist.«

»Ich versage in meinem neuen Job.«

»Das kann ich mir kaum vorstellen«, erwiderte Will prompt.

»So ist es aber. Als ich Madeleines Posten &uu
ml;bernahm, habe ich mir fest vorgenommen, mich nicht selbst unter Druck zu setzen. Ich wollte nicht dauernd darüber nachdenken, ob ich jemals so gut sein könnte wie sie. Madeleine war mein Idol. Ich habe diese Frau wirklich bewundert. Sie hat Leben auf eine Station gebracht, auf der zuvor niemand arbeiten wollte, weil die Atmosphäre so bedrückend war. Durch sie wurde die Station im sechsten Stock zum Kronjuwel des Good Samaritan. Alle möglichen hohen Tiere, sogar aus anderen Krankenhäusern, kamen zu uns, um sich anzusehen, was sie zustande gebracht hatte. Madeleine hat uns gezeigt, dass unsere Station kein unfreundlicher und beklemmender Ort sein muss. Dank ihr haben wir gelernt, unseren Arbeitsplatz für uns und die Patienten heiterer zu gestalten. Ich erinnere mich noch an die Zeit, bevor Madeleine bei uns Oberschwester wurde. Mir graute damals jeden Morgen davor, zur Arbeit zu gehen, obwohl ich immer gern Krankenschwester war. Natürlich habe ich versucht, mir meine Fröhlichkeit zu erhalten, aber das war wirklich hart. Jeden Abend kam ich erschöpft und niedergeschlagen nach Hause, wie du ja bestimmt noch weißt. Und dann kam Madeleine. Sie hat uns einen Film gezeigt und uns ein Buch gegeben, dessen Titel so schräg war, dass ich erst dachte, sie machte einen Witz. Doch wir haben dadurch erkannt, wie wir unseren Arbeitsplatz angenehmer und freundlicher machen können.«

Als Rhonda eine kurze Pause einlegte, um etwas zu essen, sagte Will: »Ich höre die ganze Zeit ›wir‹, aber warst du es nicht vor allem, auf deren Unterstützung Madeleine angewiesen war?« Will erinnerte sich noch gut daran, wie frustriert Rhonda manches Mal gewesen war, weil ihre Kollegen sich gegen die Veränderungen sträubten. »Schon wieder ein Trainingsprogramm«, nörgelten sie. »Das geht auch vorbei«, war ein Standardkommentar, ebenso wie »H
atten wir schon, kennen wir, bringt nichts.«

Rhonda dachte einen Moment nach. »Stimmt. Und ich kann den anderen nicht einmal verübeln, dass sie sich dagegen sperrten. In der Krankenpflege hat es so viele Veränderungen und Reformen gegeben, wer will ihnen da verdenken, wenn sich ihre Begeisterung in Grenzen hielt? Aber als sie merkten, dass wir ihnen kein weiteres Trainingsprogramm verkaufen wollten, sondern sie vielmehr einluden, im Team etwas vollkommen Neues zu schaffen, waren alle mit Feuereifer dabei. Es dauerte nicht lange, bis die anderen Stationen mitbekamen, was bei uns vor sich ging. Madeleine wurde zu einer echten Berühmtheit im Krankenhaus. Wir scherzten damals, sie hätte uns mit Freude, Hingabe und Mitgefühl ›geimpft‹. Tja, und nachdem sie auch den anderen Stationen geholfen hatte, für eine bessere Arbeitsatmosphäre zu sorgen, wurde sie schließlich zur Beraterin für alle Krankenhäuser an der Ostküste ernannt.«

»Rhonda, ich kenne die Geschichte von Madeleines kometenhaftem Aufstieg, und ich weiß, was für eine großartige Frau sie ist. Doch das bist du auch. Madeleine hält große Stücke auf dich. Erinnerst du dich, wie sie sagte, dass sie dir voll und ganz zutraut, die Station im Sechsten zu leiten?«

»Ja, ja, und ich denke, ich habe wirklich etwas zu dem beigetragen, was wir erreicht haben. Aber jetzt, wo ich ihren Posten habe, frage ich mich, ob ich uns das erhalten kann, was wir haben. Ehrlich gesagt beginne ich, daran zu zweifeln.«

»Wie kommst du darauf?«

»Du weißt doch von Juan, dem neuen Pfleger, den ich vor drei Wochen eingestellt habe? Na ja, Juan war gestern bei mir und meinte, er fände richtig gut, wie wir auf unserer Station arbeiten. Trotzdem hat er das Gefühl, irgendwie nicht dazuzugehören. Er bat mich, ihn auf eine andere Station zu
versetzen. Juan ist ein erstklassiger und engagierter Pfleger. Wir brauchen dringend Leute wie ihn bei uns, aber er will nicht bleiben! Irgendetwas muss ich falsch machen. Natürlich hatten wir auch früher schon Pfleger und Schwester, die den Belastungen nicht gewachsen waren, doch seit zwei Jahren haben wir niemanden mehr gehabt, der sich versetzen lassen wollte. Wir fuhren sogar eine Warteliste mit Leuten, die auf der Sechs arbeiten wollen. Und deshalb glaube ich, Juans Versetzungsgesuch ist ein Warnzeichen. Möglicherweise sind wir dabei, wieder in unsere alten Muster zurückzufallen. Außerdem ist die Sache mit Juan nicht das Einzige, was mir Sorgen macht.«

»Sondern?«

»Ich kann es schwer beschreiben, weil es eher ein Gefühl ist. Ich spüre, wie das Engagement schwindet. Wenn ich die Pfleger und Schwestern höre, ist da nicht mehr dieselbe Begeisterung in ihren Stimmen wie früher. Und die Ruflichter über den Zimmern blinken immer länger, ehe jemand hingeht. Die Leute helfen einander weniger, und bei besonders unangenehmen Arbeiten scheinen alle nur noch zu versuchen, sich unsichtbar zu machen. Letzte Woche hat sich ein Patient, der an einem Morphiumtropf hing, übergeben, als ich gerade zufällig an seinem Zimmer vorbeikam. Ich drückte den Rufknopf, aber es dauerte ewig, bis endlich jemand kam, um mir zu helfen ihn zu waschen und ihm ein frisches Hemd anzuziehen.«

»Ich denke, ich verstehe, was du meinst, Liebes. Andererseits musst du zugeben, dass du recht hohe Ansprüche stellst....


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