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Todsünde

Ein Rizzoli-&-Isles-Thriller. Originaltitel: The Sinner.
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Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt ist die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen worden. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurze Zeit vor ihrem T … weiterlesen
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Todsünde als eBook

Produktdetails

Titel: Todsünde
Autor/en: Tess Gerritsen

EAN: 9783641093372
Format:  EPUB
Ein Rizzoli-&-Isles-Thriller.
Originaltitel: The Sinner.
Übersetzt von Andreas Jäger, Tess Gerritsen
Random House ebook

31. Juli 2012 - epub eBook - 432 Seiten

Beschreibung

Weihnachten naht, und in Boston herrscht klirrende Kälte. In einem Kloster nahe der Stadt ist die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen worden. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurze Zeit vor ihrem Tod entbunden haben muss - doch von dem Kind fehlt jede Spur. Dann wird eine zweite Frauenleiche gefunden, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Detective Jane Rizzoli, die mit den Ermittlungen betraut wird, und Maura Isles vermuten eine Verbindung der beiden Fälle. Und die Entdeckung eines grausamen Geheimnisses gibt Jane und Maura auf schreckliche Weise Recht ...

Portrait

So gekonnt wie Tess Gerritsen vereint niemand erzählerische Raffinesse mit medizinischer Detailgenauigkeit und psychologischer Glaubwürdigkeit der Figuren. Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die Autorin selbst erfolgreiche Ärztin. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit dem Thriller »Die Chirurgin«, in dem Detective Jane Rizzoli erstmals ermittelt. Seither sind Tess Gerritsens Thriller um das Bostoner Ermittlerduo Rizzoli & Isles von den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Maine.

Leseprobe

1

Man nannte sie die »Königin der Toten«.

Zwar wagte es niemand, den Spitznamen in ihrer Gegenwart auszusprechen, doch ab und zu hörte sie, wie sich die Leute ihn hinter ihrem Rücken zuflüsterten, wenn sie zwischen Tatort, Leichenschauhaus und Gerichtssaal ihrem düsteren Geschäft nachging. Bisweilen konnte sie einen Unterton von finsterem Sarkasmus aus den Kommentaren heraushören: Ach, sieh da, die Herrin der Unterwelt holt wieder eine arme Seele in ihr Reich! Manchmal schwang auch ein nervöses Tremolo in den geflüsterten Bemerkungen mit, wie in dem Getuschel der Frommen, wenn ein gottloser Fremder vorübergeht. Es war die Unruhe derer, die nicht begreifen konnten, warum sie freiwillig in den Fußstapfen der Toten wandelte. Macht ihr das vielleicht Spaß?, fragten sie sich. Übt die Berührung von erkaltetem Fleisch, der Geruch der Verwesung einen solchen Reiz auf sie aus, dass sie dafür den Lebenden den Rücken kehrt? Sie finden das einfach nicht normal – sie werfen ihr verstörte Blicke zu und registrieren Details, die sie nur in ihrer Überzeugung bestärken, dass sie ein ziemlich schräger Vogel ist. Die elfenbeinfarbene Haut, das rabenschwarze Haar mit dem schlichten Kleopatra-Schnitt; die grellrot geschminkten Lippen, wie eine blutige Wunde. Wer außer ihr trägt denn zu einer Leichenuntersuchung Lippenstift? Aber vor allem ist es ihre unerschütterliche Ruhe, die diese Beobachter beunruhigt, die kühle, hoheitsvolle Miene, mit der sie einen grausigen Anblick aufnimmt, bei dem sich ihnen selbst der Magen umdreht. Im Gegensatz zu ihnen wendet sie sich nicht angewidert ab. Im Gegenteil, sie beugt sich herab, geht ganz nahe heran, tastet – und schnuppert.

Und später schwingt sie dann unter den grellen Lampen ihres Autopsiesaals das Skalpell.

So wie jetzt
. Ruhig führte sie die Klinge durch die gekühlte Haut, durch das gelblich glänzende subkutane Fett. Ein Mann, der eine Vorliebe für Hamburger und Pommes frites gehabt hatte, dachte sie, als sie zu einer gewöhnlichen Gartenschere griff, um die Rippen zu durchtrennen und den dreieckigen Schild des Brustbeins anzuheben, wie man die Tür eines Tresors öffnet, um an die darin verborgenen Juwelen heranzukommen.

Das Herz lag in seinem schwammigen Bett aus Lungengewebe. Neunundfünfzig Jahre lang hatte es das Blut durch die Adern von Mr. Samuel Knight gepumpt. Es war mit ihm gewachsen, mit ihm gealtert, hatte sich verändert in dem Maße, wie aus seinem einst jugendlich-muskulösen Körper allmählich diese Ansammlung von Fettpolstern geworden war. Jede Pumpe versagt irgendwann den Dienst, so auch das Herz in Mr. Knights Brust. Er hatte in seinem Hotelzimmer in Boston vor dem Fernseher gesessen, ein Glas Whisky aus der Minibar neben sich auf dem Nachttisch, als es seinen letzten Schlag getan hatte.

Sie stellte keine Spekulationen darüber an, welches seine letzten Gedanken gewesen waren, oder ob er vielleicht Schmerzen oder Angst empfunden hatte. Auch wenn sie seinen Körper in allen intimen Einzelheiten erkundete, auch wenn sie seine Haut aufschlitzte und sein Herz in den Händen hielt, blieb Mr. Samuel Knight für sie ein Fremder – stumm und anspruchslos, bereit, ihr seine sämtlichen Geheimnisse zu offenbaren. Die Toten sind geduldig. Sie beklagen sich nicht, sie drohen und sie schmeicheln nicht.

Die Toten verletzen uns nicht; das tun nur die Lebenden.

Mit ruhigen, effizienten Bewegungen schnitt sie nun die Thoraxorgane heraus und legte das Herz vorsichtig in eine Schale. Draußen fiel der erste Schnee des Dezembers, kleine weiße Flocken, die mit leisem Knistern an die Fensterscheiben prasselten und sich auf den Asphalt senkten. Doch hier im Labor w
aren die einzigen Geräusche das Plätschern des Wassers und das Surren des Ventilators. Mauras Assistent Yoshima glitt lautlos durch den Raum; es war beinahe unheimlich, wie er ihren Anweisungen zuvorkam und immer dann an ihrer Seite auftauchte, wenn sie ihn brauchte. Sie arbeiteten erst anderthalb Jahre zusammen, und doch funktionierten sie schon wie ein einziger Organismus, verbunden durch die Telepathie zweier logisch denkender Gehirne. Sie musste ihn nicht bitten, die Lampe neu auszurichten – es war bereits passiert: Der Lichtstrahl fiel auf das bluttriefende Herz, und die Schere hielt er auch schon in der Hand, sie musste sie nur noch entgegennehmen.

Die dunkel gefleckte Wand der rechten Herzkammer und die weißliche Narbe an der Spitze des Organs erzählten ihr die traurige Geschichte dieses Herzens. Durch einen Myokardinfarkt, der sich vor Monaten oder gar Jahren ereignet hatte, war bereits ein Teil der linken Ventrikelwand zerstört worden. Und irgendwann innerhalb der letzten vierundzwanzig Stunden war es dann zu einem neuerlichen Infarkt gekommen. Eine Thrombose hatte die rechte Koronararterie verstopft und damit die Blutversorgung des rechten Kammermuskels unterbunden.

Sie resezierte Gewebe für die Histologie, doch sie wusste bereits, was sie unter dem Mikroskop finden würde. Blutgerinnsel und nekrotisiertes Gewebe. Die Invasion der weißen Blutkörperchen, die wie eine Armee zur Verteidigung herbeiströmten. Vielleicht hatte Mr. Samuel Knight die Beschwerden in seiner Brust schlicht für Sodbrennen gehalten. Ein allzu üppiges Mittagessen – hätte mich wohl doch bei den Zwiebeln ein bisschen zurückhalten sollen. Nun, ein Beutel Maaloxan würde sicher Abhilfe schaffen. Oder womöglich hatte es noch bedrohlichere Anzeichen gegeben, die er aber geflissentlich ignoriert hatte: das Druckgefühl auf der Brust, die Kurzatmigkeit. Gewiss war es ihm nicht in den Si
nn gekommen, dass er einen Herzinfarkt hatte.

Dass er tags darauf seinen massiven Herzrhythmusstörungen erliegen würde.

Jetzt lag das Herz aufgeschnitten auf dem Sektionsbrett. Ihr Blick fiel auf den seiner Organe beraubten Brustkorb. So endet also deine Dienstreise nach Boston, dachte sie. Ein Fall ohne große Überraschungen. Keine Anzeichen für einen gewaltsamen Tod – wenn man von der schleichenden Gewalt absieht, die du deinem eigenen Körper zugefügt hast, Mr. Samuel Knight.

Die Sprechanlage knackte. »Dr. Isles?« Es war Louise, ihre Sekretärin.

»Ja?«

»Detective Rizzoli ist am Apparat und will Sie sprechen. Können Sie den Anruf annehmen?«

»Ja, ich gehe dran.«

Maura streifte die Latexhandschuhe ab und ging zum Wandtelefon. Yoshima, der am Waschbecken gestanden und Instrumente gespült hatte, drehte den Wasserhahn zu. Er wandte sich zu ihr um und beobachtete sie mit seinen ruhigen Tigeraugen. Yoshima wusste genau, was ein Anruf von Rizzoli bedeutete.

Als Maura schließlich auflegte, fing sie seinen fragenden Blick auf.

»Heute geht es früh los«, meinte sie. Dann zog sie ihren Kittel aus und machte sich auf, um ein neues Opfer in ihr Reich zu holen.

Der morgendliche Schneefall war mittlerweile in eine tückische Mischung aus Schnee und Eisregen übergegangen, und von den Räumfahrzeugen der Stadt war weit und breit nichts zu sehen. Vorsichtig lenkte sie den Wagen den Jamaica Riverway entlang. Zischend pflügten die Reifen durch den tiefen Schneematsch, und die Scheibenwischer kratzten über die vereiste Windschutzscheibe. Es war der erste Schnee dieses Winters, und die Autofahrer hatten sich noch nicht auf die veränderten Bedingungen eingestellt. Einige Pechvögel waren bereits von der Straße abgekommen, und einmal passierte sie einen Streife
nwagen, der mit flackerndem Blaulicht am Straßenrand stand. Ein Polizist und der Fahrer eines Abschleppwagens waren ausgestiegen und blickten in den Straßengraben, wo ein verunglücktes Auto auf der Seite lag.

Die Räder ihres Lexus begannen nach links auszubrechen, und für einen Moment sah es so aus, als steuerte sie direkt auf den Gegenverkehr zu. In Panik stieg sie auf die Bremse und spürte, wie das elektronische Stabilitätsprogramm des Wagens in Aktion trat. Mit wild pochendem Herzen lenkte sie ihr Fahrzeug auf ihre eigene Spur zurück. Verdammter Mist, dachte sie. Ich ziehe wieder nach Kalifornien. Sie verlangsamte die Fahrt zu einem ängstlichen Schleichen, ohne sich daran zu stören, dass die Leute hinter ihr zu hupen begannen und sie den ganzen Verkehr aufhielt. Na los, überholt mich doch, ihr Idioten. Ich habe schon zu viele Fahrer von eurer Sorte auf den Sektionstisch gekriegt.

Bald hatte sie Jamaica Plain erreicht, ein Stadtviertel im Bostoner Westen mit alten Villen und Herrenhäusern, ausgedehnten Grünflächen, ruhigen Parkanlagen und Spazierwegen am Fluss. Im Sommer bot diese grüne Oase Zuflucht vor dem Lärm und der unerträglichen Hitze der Bostoner City, doch an einem Tag wie diesem, wenn der Himmel verhangen war und ein eisiger Wind über die öden Grasflächen fegte, überwog der Eindruck von Trostlosigkeit und Leere.

Die Adresse, zu der man sie bestellt hatte, wirkte ebenfalls wenig einladend. Das Gebäude lag abseits der Straße hinter einer hohen, von Efeu überwucherten Steinmauer. Ein Schutzwall gegen die Außenwelt, dachte sie. Alles, was sie von der Straße aus sehen konnte, waren die gotisch anmutenden Türme eines Schieferdachs und ein einzelnes, hohes Giebelfenster, das sie wie ein dunkles Auge anzustarren schien. Der Streifenwagen, der neben dem Eingangstor parkte, bestätigte ihr, dass sie hi
er richtig war. Nur wenige andere Fahrzeuge waren bereits eingetroffen – die Stoßtrupps, die der Armee von Polizisten und Spurensicherungs-Experten vorangingen.

Sie parkte auf der anderen Straßenseite und stieg aus, den Kopf gesenkt, um sich vor dem ersten eisigen Windstoß zu schützen. Als sie den Fuß auf den Boden setzte, rutschte sie aus und konnte den Sturz nur noch vermeiden, indem sie sich krampfhaft an...


Pressestimmen

"Der Roman ist - wie eigentlich alle Krimis von Tess Gerritsen - ein wahnsinnig spannendes Buch, das den Leser bis zur letzten Seite nicht mehr los lässt. Schonungslos, witzig und unheimlich, ist ,Todsünde' die ideale Lektüre für den Urlaub."

Technik

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