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Wilde Reise durch die Nacht

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"Mehr gefährliche Kreaturen als in Hogwarts und genügend skurrile Begegnungen, um Gullivers Reisen Konkurrenz zu machen ... Ein wahrer Schatz." (The Glasgow Herald)

In einer einzigen Nacht muss Gustave von der Erde zum Mond, einmal quer durch das ganz … weiterlesen
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Wilde Reise durch die Nacht als eBook

Produktdetails

Titel: Wilde Reise durch die Nacht
Autor/en: Walter Moers

EAN: 9783641136246
Format:  EPUB
Random House ebook

11. November 2013 - epub eBook - 224 Seiten

Beschreibung

"Mehr gefährliche Kreaturen als in Hogwarts und genügend skurrile Begegnungen, um Gullivers Reisen Konkurrenz zu machen ... Ein wahrer Schatz." (The Glasgow Herald)

In einer einzigen Nacht muss Gustave von der Erde zum Mond, einmal quer durch das ganze Universum und wieder zurück reisen. Denn er hat eine Wette mit dem Tod abgeschlossen, bei der es um nichts Geringeres geht als um sein Leben und um seine Seele.

Mit einem Essay zu Werk und Wirkung Gustave Dorés von Walter Moers: "Wilde Reise durch die Bilder"


Portrait

Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz ist der bedeutendste Großschriftsteller Zamoniens. Berühmt wurde er durch seine 25-bändige Autobiographie «Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers», ein literarischer Bericht über seine Abenteuer in ganz Zamonien und vor allem in der Bücherstadt Buchhaim.

Sein Schöpfer Walter Moers hat sich mit seinen phantastischen Romanen, weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus, in die Herzen der Leser und Kritiker geschrieben. Alle seine Romane wie «Die 13 Leben des Käpt'n Blaubär», «Die Stadt der Träumenden Bücher», «Der Schrecksenmeister» und zuletzt «Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr» waren Bestseller.

Neben dem Kontinent Zamonien mit seinen zahlreichen Daseinsformen und Geschichten hat Walter Moers auch so erfolgreiche Charaktere wie den Käpt'n Blaubär, das Kleine Arschloch und die Comicfigur Adolf, die Nazisau geschaffen.

Leseprobe

»Goethe!« sagte der Knöcherne.

»Du … du bist Goethe?« fragte Gustave irritiert.

»Nein, das Zitat war von Goethe. Ich bin der Tod. Und das ist Dementia, meine arme verrückte Schwester. Sag guten Tag, Dementia!«

»Ich bin nicht verrückt«, kreischte die junge Frau in unangenehmer Stimmlage, ohne ihr Würfelspiel zu unterbrechen.

»Und wie ist dein Name?« fragte der Tod.

»Gustave«, antwortete der Junge tapfer. »Gustave Doré.«

»Fein«, sagte der Tod. »Dann bin ich hier ja richtig. Ich bin gekommen, um deine Seele zu holen.« Er deutete auf die Schatulle in seiner Hand, die, wie Gustave jetzt erkennen konnte, die Form eines sehr kleinen Sarges hatte. »Weißt du, was das ist?«

Gustave schüttelte den Kopf.

»Das ist ein Seelensarg«, rief das Skelett, nicht ohne Stolz in der düsteren Stimme. »Jawohl! Meine eigene Er?ndung. Weißt du, ich interessiere mich nicht für deinen Körper. Den kriegen die Haie, oder er verteilt sich in einem natürlichen Verwesungsprozess im Ozean – na ja, was man so Natur nennt auf diesem erbarmungslosen Planeten. Ich will nur deine Seele, damit ich sie verbrennen kann.«

»Er gehört mir!« kreischte das verrückte Weib und deutete auf die Würfel, die zum zweitenmal eine doppelte Sechs zeigten. Dementia ergriff sie und warf erneut.

»Hm … stimmt«, sagte der Tod missmutig, »das müssen wir noch ausknobeln.« Die Würfel rollten aus. Eine Fünf und eine Sechs.

»Fünfmal die Sechs und einmal die Fünf, das ist schwer zu toppen«, seufzte der Knochenmann.

»Er gehört mir!« triumphierte Dementia und lachte hysterisch. Ihre glühenden Pupillen
zitterten nervös, als sie Gustave fixierte.

»Weißt du«, erläuterte der Tod, »es ist so: Ich kriege dich sowieso, früher oder später, aber wenn du echtes Pech hast, kriegt meine geschätzte Schwester hier auch ein Stück vom Kuchen. Dann wirst du eben auch noch wahnsinnig, bevor du stirbst. In diesem Falle sähe das Szenario wohl so aus: Du treibst noch ein paar Wochen auf einem Floß auf dem Ozean herum, die gnadenlose Sonne verdörrt dir das Gehirn, du halluzinierst ein paar Wassergeister und vielleicht auch noch deine tote Großmutter, die mit der Stimme deines Geigenlehrers spricht – oder so was in der Art. Und dann fängst du an, dich selber aufzuessen.«

Der Tod zuckte mit den Schultern und schleuderte die Würfel aufs Deck. »Tut mir leid, das sind nicht meine Ideen, so ist das halt mit dem … äh, Wahnsinn.«

Er ließ seinen beinernen Zeigefinger in Schläfenhöhe kreisen, nicht ohne sich vorher zu vergewissern, dass Dementia sich auf die Würfel konzentrierte, die gerade ausrollten. Zwei Sechsen.

»Wie du siehst – ich tue mein Bestes.« Der Tod würfelte erneut. Wieder zwei Sechsen.

»Ihr spielt – um mich?« wagte Gustave jetzt endlich zu fragen.

»Na, was dachtest du denn? Meinst du, wir steigen während eines Siamesischen Zwillingstornados auf ein sinkendes Wrack mitten im Meer hinab, nur um ein bisschen zu knobeln? Hier geht es um endgültige Dinge, mein Junge.« Der Tod warf zum drittenmal. Erneut zwei Sechsen. Der Knochenmann klatschte in die Hände, es hörte sich an wie Bleistifte, die auf einen Sarg fielen. Dementia stieß einen klirrenden Schrei aus, der Gustaves Nackenhaare aufrichtete.

»Schwein gehabt!« sagte das Skelett. »Nun, mein Sohn, würdest du jetzt bitte
deine Seele frei machen?«

Gustave schauderte. »Meine Seele frei machen? Was meinst du damit? Wie soll das gehen?«

»Na ja, ist mir doch egal!« Der Tod machte eine wegwerfende Handbewegung. »Du kannst ins Wasser springen und ertrinken. Du kannst dir eins von den Tauen nehmen und dich daran aufhängen. Da vorne liegt ein hübsches, scharfes Entermesser. Hast du schon mal von dem schönen japanischen Brauch namens Seppuku gehört?«

»Ihr meint, ich soll mich selbst umbringen?«

»Ja klar – wer denn sonst? Meinst du, ich mache das? Ich bin der Tod, aber ich bin kein Meuchelmörder.« Dementia lachte übertrieben schrill über den Witz ihres Bruders.

»Was willst du mit meiner Seele denn machen?« fragte Gustave. Er war nicht wirklich an einer Antwort interessiert, er wollte nur ein bisschen Zeit herausschinden.

»Och, ich fliege damit ins All und werfe sie in die Sonne, wie ich das mit all den anderen Seelen mache«, erläuterte der Tod beiläufig. Ein Anflug von Mitleid mischte sich in seine herablassende Stimme. »Was meinst du denn, warum das Ding da oben immer noch so hell brennt, Dummerchen? Ohne Sonne kein Leben, ohne Leben keine Seelen, ohne Seelen keine Sonne – das ist nun mal der ewige Kreislauf des Uni… Aua!« Das Skelett blickte so empört, wie man ohne Augen blicken kann. Dementia hatte mit dem Fuß nach seinem Schienbein getreten.

Der Tod fächerte seine Knochenfinger über sein bloßes Gebiss. »Ach du meine Güte, jetzt habe ich eines der großen Geheimnisse des Universums verraten! Na, macht nichts – du wirst ja wohl kein Buch mehr darüber schreiben, wie?« Die schrecklichen Geschwister lachten mechanisch, als gehöre dieser Scherz zu ihrem festen Repertoire.

&ra
quo;Und ich kann keinen Einspruch einlegen oder so?« Gustaves Stimme hatte jetzt alle Festigkeit verloren. Er versuchte mit seiner Frage nur weiteren Aufschub zu erlangen. Was könnte er unternehmen? Ins Wasser springen? Das käme dem Wunsch des Todes, selber Hand an sich zu legen, ziemlich nahe.

Der Sensenmann schüttelte den Kopf, wobei seine Nackenwirbel knirschten wie Sandpapier. »Nein, tut mir leid, da kann man nichts machen …« bedauerte er.

»Doch! Kann man wohl!« kreischte Dementia.

»Hältst du wohl die Klappe!« zischte der Tod seiner Schwester zu.

»Wenn du mir die Tour vermasselst, dann tu ich es auch!« fauchte Dementia zurück.

»Bekloppte Schnepfe!«

»Sack voll Knochen!«

Der Tod blickte schmollend aufs Meer.

Dementia wandte ihre funkelnden Augen Gustave zu. Ihm war, als würden ihre Pupillen langsam und stetig kreisen, wie zwei Kaleidoskope, die ständig Form und Farbe wechselten.

»Klar kannst du was machen, Kleiner. Frag meinen Bruder nach den Aufgaben!« Ihr Lachen klang wie splitterndes Glas.

»Dementia!« Der Tod raffte wütend seinen Umhang zusammen. Dann ließ er resignierend die Schultern hängen und senkte seinen kahlen Schädel.

»Na schön.« Er seufzte. »Es gibt einen Weg. Den bisher keiner beschritten hat. Weil nie einer danach gefragt hat. Jedenfalls bis jetzt.« Seine Stimme fing an, vor unterdrücktem Zorn leicht zu zittern. »Bis meine bezaubernde, aber leider etwas beschränkte Schwester hier …«

»Pass auf, was du sagst!« fauchte Dementia und zeigte mit ausgestrecktem Zeigefinger auf ihren Bruder. Ihre andere Hand hielt die Würfel fest umklammert, bereit, sie dem Tod an den Kopf zu schleudern.

Der Kno
chenmann knirschte grässlich mit den Zähnen.

»Fünf Aufgaben«, presste er hervor.

»Fünf Aufgaben?« wiederholte Gustave zaghaft.

»Jetzt sind’s sech s

Gustave schwieg eingeschüchtert.

»Die erste Aufgabe: Du befreist eine schöne Jungfrau aus den Klauen eines Drachen.«

Gustave nickte, als hätte er mit etwas Ähnlichem schon gerechnet.

»Aufgabe Nummer zwei: Du durchquerst einen Wald voller bösartiger Gespenster.«

»Einen Wald voller bösartiger Gespenster durchqueren«, versuchte Gustave sich flüsternd einzuprägen.

»… wobei du dich möglichst auff¨allig benimmst!« fügte der Tod hinzu.

Gustave stöhnte.

»Die dritte Aufgabe …« Der Tod dachte angestrengt nach. »Die, äh, dritte Aufgabe …« murmelte er vor sich hin und klopfte dabei mit dem Zeigefinger gegen seine Schläfe. Gustave horchte gespannt.

Das Skelett ruckte hoch, vom Geistesblitz getroffen. »Die dritte Aufgabe: Du errätst die Namen von drei Riesen.«

»Drei Riesen!« protestierte Gustave. »Ist das nicht ein bisschen …«

»Jetzt fünf Riesen!« fauchte das Skelett.

»Aber ich …«

»Sechs Riesen!« Der Tod ließ seine Faust auf die Reling krachen.

Gustave biss sich auf die Unterlippe und nahm sich vor, fortan eisern zu schweigen.

»Aufgabe Nummer vier … Nummer vier … äh …« Das Ausdenken von Aufgaben schien dem Tod zunehmend Schwierigkeiten zu bereiten.

»Phantasie war noch nie seine Stärke!« höhnte Dementia. »Seelen verbrennen, das k
ann er, aber wenn er mal einen einzigen originellen Gedanken …«

»Du bringst mir einen Zahn vom Schrecklichsten Aller Ungeheuer!« unterbrach sie der Tod mit donnernder Stimme. »Aufgabe Nummer vier

»Ja, mach ich!« sagte der Junge mit gesenktem Kopf und dachte trotzig: »Sonst noch was

»Ja, sonst noch was!« schnauzte der Tod so heftig, dass Gustave zusammenfuhr. Konnte der Sensenmann Gedanken lesen?

»Die fünfte Aufgabe …«

»Ungeheuer, Drachen, Riesen, bösartige Gespenster«, dachte Gustave, »schwieriger kann’s nicht mehr kommen.«

Der Tod senkte die ohnehin schon beeindruckend tiefe Bassstimme: »Jetzt pass gut auf, mein Junge, denn das ist die schwierigste Aufgabe von allen. Die fünfte...


Technik

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