Mit diesem Buch legt der Autor Franz Hafermeyer aka Thomas J. Fraunhoffer einen launigen Fußball-Krimi rund um eine Frauenmannschaft aus dem beschaulichen Donauwörth vor, dem es vielleicht so ein wenig an Tiefe fehlt, in Sachen Unterhaltungswert gibt es aber doch recht wenig zu meckern.
Die Damen des SV Donauwörth stehen kurz vor einem wichtigen Spiel, in dem es um den Aufstieg geht, als ihr Physiotherapeut nicht zum Training erscheint. Hat er die Mannschaft wirklich im Stich gelassen, weil er in Kürze die Nationalmannschaft der Männer bei der Weltmeisterschaft in den USA betreuen soll, obwohl er versprochen hat, bis zum entscheidenden Spiel noch voll zur Verfügung zu stehen ? Die Spielerinnen Ina, Tanja und Loretta können das nicht glauben und machen sich kurzentschlossen selbst auf die Suche. Dabei merken sie schnell, dass es rund um den Verein einige dubiose Rivalitäten und heimliche Affären gibt, die durchaus als Motiv für ein Verbrechen herhalten könnten.
Mit einem lockeren, aber durchaus packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und baut dabei einige aktuelle Bezüge aus der Welt des Fußballs in die Geschichte ein. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei erleben wir das zuweilen recht wilde Treiben fast komplett aus den wechselnden Perspektiven der drei Hobbydetektivinnen. Am Ende bietet der Autor eine verblüffende Auflösung, die ziemlich überraschend, aber dennoch recht schlüssig daherkommt. Und natürlich darf zum Schluss auch eine ausführliche Würdigung des entscheidenden Aufstiegsspiels nicht fehlen.
Ein humorvoller Fußball-Krimi mit einer feinen Prise Lokalkolorit aus dem Geburtsort des Autors, der mich zwar nicht komplett überzeugen, unter dem Strich aber doch gut und spannend unterhalten konnte.