DuMont Reiseabenteuer Dem Nordpol entgegen

Unterwegs im arktischen Europa.
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Auf hohen Breitengraden unterwegs
Seit jeher übt die raue, karge Schönheit der europäischen Arktis auf Entdecker und Abenteurer eine magische Anziehungskraft aus. So geht es auch dem gebürtigen Schotten Gavin Francis, der sich auf eine mehrmonatige … weiterlesen
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DuMont Reiseabenteuer Dem Nordpol entgegen als eBook epub

Produktdetails

Titel: DuMont Reiseabenteuer Dem Nordpol entgegen
Autor/en: Gavin Francis

EAN: 9783770199556
Format:  EPUB
Unterwegs im arktischen Europa.
Dumont Reise Vlg GmbH + C

30. Dezember 2014 - epub eBook - 350 Seiten

Beschreibung

Auf hohen Breitengraden unterwegs
Seit jeher übt die raue, karge Schönheit der europäischen Arktis auf Entdecker und Abenteurer eine magische Anziehungskraft aus. So geht es auch dem gebürtigen Schotten Gavin Francis, der sich auf eine mehrmonatige Reise zu den nördlichsten Außenposten Europas begibt. Sie beginnt auf den Shetlandinseln und führt ihn über die Färöer, Island und Grönland schließlich nach Spitzbergen und Lappland. Mit den Menschen, die in den einsamen und von weiterer Entvölkerung bedrohten Landschaften verwurzelt sind, spricht er über ihr Leben unter den extremen Umweltbedingungen, ihre Zukunftssorgen und Hoffnungen, über Klimaveränderung und das geopolitische Gerangel um die Bodenschätze der Arktis. Zugleich sucht er nach Spuren der Geschichte, geht Mythen und Sagen nach und nimmt den Faden von arktischen Expeditionsforschern wieder auf: Die Zeit der irischen Mönche, die sich auf Missionierungsreisen zu den entlegenen Inseln begaben, der Wikinger und Walfänger sowie wagemutiger Seefahrer, die Schiffspassagen durch das Eis der arktischen Gewässer suchten, wird wieder lebendig. Mit seiner spannenden Mischung aus Reisebericht, Geschichte und Mythologie zeichnet Gavin Francis ein einzigartiges Panorama der nördlichsten Vorposten Europas.

Dieses E-Book basiert auf folgender Printausgabe: 1. Auflage 2014

Portrait

Gavin Francis, 1975 in Fife in Schottland geboren, ist praktizierender Arzt und zugleich Weltreisender und Reiseschriftsteller. Nach seiner Approbation arbeitete er in Afrika und Indien und erkundete auf ausgedehnten Reisen alle Kontinente. Sein Buch »Empire Antarctica«, 2013 mit dem Scottish Book Award ausgezeichnet und im DuMont Reiseverlag auf Deutsch erschienen, dokumentiert seine Zeit als Arzt in einer britischen Forschungsstation in der Antarktis. Im vorliegenden Band »Dem Nordpol entgegen« beschreibt er seine Expeditionen in die europäische Arktis.

Leseprobe

SHETLAND

 

 

Ultima Thule

 

Wolkenschatten und Licht verwoben sich zu einem wandernden Flickenteppich und verflüchtigsten sich am Berghang wie Muster in einem Kaleidoskop. Sie setzten die Landschaft in Bewegung wie Wind, der das Meer aufwühlt. Ich stand auf der nördlichen Landspitze von Unst, der nördlichsten Shetlandinsel. Weit draußen im Atlantik, an der Grenze zur Nordsee, ist sie der letzte Außenposten der britischen Inseln. Schon seit Jahren hatte ich ihr auf Landkarten und Atlanten die Ehre erwiesen der Name klingt so unbritisch, so unschottisch, dass er an eine Wildheit denken lässt, die über die normalen Vorstellungen hinausgeht.

Als ich mit der Fähre hierher gekommen war, hatte ich auf dem Deck gestanden, um Meer und Himmel zu bestaunen. Es waren nur wenige Passagiere an Bord; der Fahrkartenkontrolleur hatte mich auf die Brücke gerufen und mir einen vorüberschwimmenden Delfinschwarm gezeigt. Die Fähre hatte einen Bogen gemacht, um ihm eine Weile zu folgen. Die sanften, eleganten Rundungen der Inseln brachen aus dem schimmernden Wasser wie die Rücken schlafender Wale.

Unerwarteterweise schien es, als würde die Landschaft immer sanfter werden, je weiter wir nach Norden fuhren; öde, düstere Moore hatten Heidekraut und üppigen Weiden Platz gemacht. Als ich auf der Insel angekommen war, hatte der Wind nachgelassen, und ich hatte sehr schnell jemanden gefunden, der mich mit dem Auto bis zum Nordende brachte. Die Fahrerin erzählte mir, sie habe in zwanzig Jahren überall auf den Shetlandinseln gewohnt, bevor sie in Unst sesshaft wurde. Von allen Inseln mochte sie diese am liebsten. Unst ist ein Wikingerwort, hatte sie mir erklärt. Ich glaube, es heißt am nächsten. Für die Wikinger sei die Insel die am nächsten liegende gewesen, da sie hier zum ersten Mal an Land gegangen waren, weil sie vor tausend Jahren von Norwegen über das Meer kamen. >

Die Royal Air Force hatte auf der Insel gerade einen Horchposten aus dem Kalten Krieg geschlossen. Man hatte dort die russischen Düsenflugzeuge belauscht, die nach Kuba und zurück flogen. Meine Fahrerin hatte mich auf die Anlage aufmerksam gemacht, die sich an einen der beiden Hügel am Nordende der Insel kauerte; die gewaltigen Antennenschüsseln wiesen in Richtung des Nordmeeres. In der Überlieferung der Shetlandinseln waren die beiden Hügel zwei Riesen namens Saxa und Herma; sie wurden in Berge verwandelt, nachdem die aufgehende Sonne sie gefangen genommen hatte. Während Saxa im Osten von der RAF mit Beton übergossen und mit Stacheldraht umgürtet wurde, überließ man den westlichen Herma den Vögeln. Der Berg und die ganze Halbinsel gehören heute zum Vogelschutzgebiet Herma Ness.

Ich stand in Herma Ness auf der Klippe. Raubmöwen und Austernfischer, die hier ihre Nester hatten, fegten über meinen Kopf hinweg. Es war Mai; Heidekraut und Moor, Meer und Himmel schimmerten wie in freudiger Erwartung des Sommers. Auf den Klippen wimmelte es von Vögeln. Eissturmvögel vollführten schwindelerregende Luftakrobatik, Basstölpel ließen sich von der Brise tragen und stürzten sich vom Himmel auf unsichtbare Fischschwärme. Auch Papageitaucher waren da: Sie stolperten von den Klippen und schlugen mit ihren absurd kleinen Flügeln. Das warme, angenehme Gras, das von ein paar Schafen kurz gehalten wurde, war von den zarten Blüten der Grasnelken durchsetzt. Die glatte Haut des Meeres wurde nur durch ein Hummerfischerboot durchbrochen, das seine Körbe aus dem Wasser hob; das entfernte Brummen seines Motors war, abgesehen von den Schreien der Vögel, das einzige Geräusch. Auf einem Felsvorsprung im Norden stand Muckle Flugga, der Leuchtturm am Ende Britanniens.

Am Rand der Klippen legte ich meinen Rucksack ab und setzte mich in das sonnenbeschienene Gras. Das hier, so dachte ich, war der nördlichste Punkt, an dem ich jemals gewesen war. Jetzt endlich begann meine Reise. I
ch holte ein Buch aus dem Rucksack, legte mich ins Gras und las über die Entdecker, die vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden erstmals vom Mittelmeer nach Norden gesegelt waren.

Vor langer Zeit, als die Erde flach und die Sonne ein Feuerwagen am Himmel war, fuhren die Phönizier als erste schriftkundige Entdecker nach Norden. Ihr maritimes Großreich erstreckte sich über die Länge und Breite des Mittelmeers, und nach Angaben von Herodot segelten sie um 600 v. Chr. fast nebenbei auch um ganz Afrika. Auch der Nordatlantik war ihnen nicht fremd: Nach Cornwall kamen sie regelmäßig, um mit Zinn zu handeln. Der phönizische Seefahrer Himilkon berichtete als Erster über die Nordgrenze des großen Ozeans ringsum, wie er ihn nannte. (Das Wort Ozean kommt von dem Vor-Sanskritwort a-çayana, was das Umgebende bedeutet.) Irgendwann im 6. Jahrhundert v. Chr. schrieb er, man könne den Atlantik nicht überqueren; er sei ein totes, träges Meer, voller Ungeheuer und von Seetang verstopft. Jahrhundertelang hielten seine Beschreibungen jeden davon ab, die Reise zu wagen, und genau das hatte er vermutlich auch beabsichtigt. Weniger Schifffahrt auf dem Meer bedeutete weniger Konkurrenz beim Handel.

Als die Phönizier hinaus auf den Atlantik drängten, war die griechische Kultur im Begriff des Aufschwungs. Jahrhundertelang hatten die Griechen darauf vertraut, dass Homer und Hesiod ihnen zutreffende Beschreibungen der Erde geschenkt hatten. In Homers Vorstellung war die Erde eine flache Scheibe, um deren Rand sich der Ozean zog. In der Odyssee heißt es über die Geographie des Nordatlantiks: Und das Schiff kam zu den Grenzen des tiefströmenden Okeanos, wo Gau und Stadt der Kimmerischen Männer ist böse Nacht ist über die armen Sterblichen gebreitet. Kurz gesagt, war es eine Gegend, die man gern sich selbst überließ.

In der griechischen Kultur hatte sich ein wohldurchdachtes Weltbild vom hohen Norden etabliert. Anhaltspunkte dafür bezog man aus Afrika. Die Mensche
n, die am weitesten im Süden lebten, waren nach dieser Vorstellung die Äthiopier, und die, so hieß es, seien ein entsetzliches Volk. Man fürchtete sie als gottähnliche Männer und respekteinflößende Krieger, die sich über die gold- und purpurfarbenen Umhänge der zivilisierten Griechen lustig machten. Auf den Marktplätzen Athens erzählte man sich, Äthiopier hätten die Persische Armee nicht nur besiegt, sondern auch als Mistfresser beschimpft, weil die Perser im Gegensatz zu den nomadischen Äthiopiern das angebaute Getreide von gedüngten Äckern aßen. In Griechenland galten die Äthiopier als Musterbeispiel für die edlen Wilden, wie Rousseau sie später nannte, und man nahm an, es müsse auch im Norden ein Gegenstück geben: ein furchteinflößendes Volk, das jenseits des Nordwindes, des Boreas lebte. Diese Hyperboreer, so glaubte man, müssten ein Geschlecht vollkommener Menschen sein, die vom tiefströmenden Ozean selbst lebten. Man erzählte sich, sie hätten früher in der Nähe der Griechen gewohnt, seien dann aber aus den verderbten Zentren der Erde (darunter auch Athen) nach Norden gezogen, um dort ohne Krankheiten, Hungersnöte und Kriege zu leben. Pindar schrieb über sie: Und ihren edlen Worten freut sich am meisten Apollon Krankheiten nicht noch das verfluchte Greisenalter mischt sich dem heiligen Geschlecht. Der Mühen und Kämpfe ledig wohnen sie, entronnen gewaltsamer Vergeltung.

Als Erster stellte Herodot, ein Grieche aus Kleinasien, das homerische Weltbild infrage. Er schrieb um 500 v. Chr., dass nach seiner Ansicht Homer den Ozean erfunden habe, beklagte jedoch, dass es hierfür keine Belege gäbe. Wie er betonte, hatte man entdeckt, dass das Kaspische Meer von Land umgeben ist; demnach konnte Asien selbst sich bis zum Ende der Welt erstrecken. Als Mann der Vernunft veränderte Herodot das Bild der Griechen von der Welt: Diese hatte jetzt keine Grenzen mehr, die Menschen nicht überschreiten sollten, sondern unbekannte Gefilde, die es zu erforschen gal
t.

Im Mittelmeerraum gewann die griechische Expansion an Tempo. Man gründete Kolonien in Sardinien und Korsika sowie an der südfranzösischen Küste. Im vierten Jahrhundert v. Chr., nicht lange nachdem die Kelten über die Alpen gezogen waren und Rom geplündert hatten, wurde in Massilia (Marseille) ein Mann geboren, der zum größten Astronomen, Seefahrer und Entdecker seiner Zeit werden sollte. Pytheas notierte als erster Europäer die Vermutung eines Zusammenhangs zwischen den Gezeiten und dem zu- und abnehmenden Mond. Das Mittelmeer und das Schwarze Meer kannte er sehr gut, und mit seinen genauen astronomischen Beobachtungen konnte er berechnen, dass der Polarstern nicht exakt im Norden steht die Abweichung beträgt nur Bruchteile eines Grades. In Marseille gilt er heute als einer...


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