Lektüreschlüssel. Thomas Mann: Der Tod in Venedig

Reclam Lektüreschlüssel.
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Produktdetails

Titel: Lektüreschlüssel. Thomas Mann: Der Tod in Venedig
Autor/en: Hans-Georg Schede

EAN: 9783159600888
Format:  EPUB
Reclam Lektüreschlüssel.
Reclam Philipp Jun.

22. Juni 2012 - epub eBook - 96 Seiten

Beschreibung

Der Lektüreschlüssel erschließt Thomas Manns "Der Tod in Venedig". Um eine Interpretation als Zentrum gruppieren sich 10 wichtige Verständniszugänge:
* Erstinformation zum Werk
* Inhaltsangabe
* Personen (Konstellationen)
* Werk-Aufbau (Strukturskizze)
* Wortkommentar
* Interpretation
* Autor und Zeit
* Rezeption
* "Checkliste" zur Verständniskontrolle
* Lektüretipps mit Filmempfehlungen

Inhaltsverzeichnis

1. Erstinformationen zum Werk
2. Inhalt
3. Personen
4. Werkaufbau
5. Sprache und Stil 6. Interpretation
7. Autor und Zeit
8. Rezeption
9. Checkliste zur Verständniskontrolle
10. Lektüretipps mit Filmempfehlungen

Portrait

n/a

Leseprobe

2. Inhalt


Erstes Kapitel


Die Hauptfigur der Novelle ist der Schriftsteller Gustav von Aschenbach. Das erste Kapitel (7–12) handelt von seinem plötzlichen Entschluss, für drei oder vier Wochen nach Italien zu reisen.

Nervlich überreizt von den Mühen seines schriftstellerischen Tagespensums unternimmt Aschenbach an einem Nachmittag im Mai eines nicht näher bestimmten Jahres zu Anfang des 20. Jahrhunderts einen ausgedehnten Spaziergang durch seine Wahlheimatstadt München, um innerlich wieder zur Ruhe zu kommen (7). Das Gegenteil geschieht: Am Nördlichen Friedhof an einer menschenleeren Haltestelle auf die Tram, die Straßenbahn, wartend, hat er eine Begegnung, die ihn vollends aus dem Gleichgewicht bringt (7f.).

Vor der Aussegnungshalle nimmt Aschenbach eine Gestalt wahr, deren fremdartiges Aussehen, Gesichtszüge und herrische, wilde Haltung ihn in seinen Bann ziehen. Seine eingehende Musterung des Fremden erwidert dieser mit einem derart kriegerischen Blick, dass Aschenbach sich unangenehm berührt abwendet (8f.). Der verstörende Blickkontakt wirkt in inneren Bildern fort, die sich unmittelbar darauf in Aschenbachs Bewusstsein drängen. Sie zeigen ihm eine Dschungellandschaft mit üppig und unübersichtlich wuchernder Vegetation, fremdartigen Vögeln und einem im Bambusdickicht lauernden Tiger. Aschenbach, der die Unruhe, in die ihn die Begegnung mit dem Fremden versetzt hat, sofort als Reiselust gedeutet hat, ist zugleich fasziniert und verängstigt (9f.). Er versucht, sich über diese überraschende, seiner gewohnten Lebensweise durchaus fern liegende Reiselust Rechenschaft abzulegen und erkennt darin das Bedürfnis, auf einige Zeit der Mühsal seiner künstlerischen Arbeit zu entfliehen. Zwar liebt er den Dienst an der Kunst, wie er seine Tätigkeit versteht
, aber er empfindet ihn auch als Bürde. Davon überzeugt, dass künstlerische Kontrolle und Souveränität nur mittels einer gezügelten Empfindung zu erreichen sind, scheint ihm aber diese gezügelte Empfindung den Genuss an der eigenen Leistung zu verderben. Zwar wird sein Werk von der Nation geehrt, aber er selbst hat keine Freude mehr daran. Kurz, er entdeckt, dass er dem eigenen Tun zwiespältiger gegenübersteht, als ihm das bis vor kurzem klar war. Insofern erscheint es ihm nur vernünftig, die augenblickliche produktive Hemmung zu akzeptieren und sich durch eine Reise auf andere Gedanken bringen zu lassen, um diese kleine Krise seines Selbstverständnisses als Künstler auf undramatische Weise zu überwinden (11f.).

Zweites Kapitel


Im zweiten Kapitel (13–20) informiert der Erzähler über Aschenbachs Vorfahren (13), seine persönliche Entwicklung und körperliche Konstitution (13–15), den Charakter und die Wirkung seiner schriftstellerischen Werke (15–17), seine Entwicklung als Künstler (17–19) und zuletzt seine bürgerliche Existenz sowie seine äußere Erscheinung (19f.).

Aschenbach ist in Schlesien geboren und entstammt väterlicherseits einer Familie von Offizieren, Richtern und höheren Verwaltungsbeamten, die sich durch asketische Pflichterfüllung in ihren den Staatsinteressen dienenden Ämtern auszeichneten. Seine Mutter hingegen war die Tochter eines böhmischen Kapellmeisters. Diese gegensätzlichen Erbteile bilden die Grundlage seiner Persönlichkeit und seines Künstlertums.

Noch in jungen Jahren erobert er sich mit seinem Werk, das sowohl das breite Publikum wie die Kenner anspricht, eine Stellung in der literarischen Welt. Aufgrund seiner schwachen Konstitution vom Besuch einer öffentlichen Schule ausgeschlossen, o
hne Kameradschaft und ohne jugendliche Unbekümmertheit aufgewachsen, hat er sich bereits früh eine zuchtvolle Lebensweise auferlegt, um den Ansprüchen, die sein Talent an ihn stellt, gerecht zu werden. Sein Lieblingswort ist »Durchhalten« (14).

Dieses »Durchhalten« kennzeichnet auch sein Werk, das als ein Trotzdem dasteht, als ein Sieg des Willens und der Begabung über die allgegenwärtige Überforderung. Sinnbildlich für diese Haltung und damit auch sinnbildlich für Aschenbachs in seinen Werken bevorzugten Heldentypus steht der Heilige Sebastian, der noch angesichts seiner Qualen Anmut und Würde bewahrt. Dieser Heroismus der Schwäche, wie er vom Erzähler bezeichnet wird, verbindet Aschenbach mit seinen Lesern, den durch die gesellschaftlichen Verhältnisse der modernen Welt Überbürdeten und Überanstrengten, und bewirkt untergründig die Anteilnahme, die sie seinem Werk entgegenbringen, weil sie sich in ihm, bewusst oder unbewusst, wiedererkennen.

Aschenbachs Entwicklung als Künstler läuft auf eine gewollte Meisterlichkeit und Klassizität zu. Begonnen hat er, scharfsinniger Psychologe, ironischer Meister der Entlarvung, unverkennbar – auch wenn es nicht ausdrücklich gesagt wird – als Schüler Friedrich Nietzsches, indem er konventionelle Wahrheiten und jede scheinbare moralische Eindeutigkeit verwarf. Jenseits von Gut und Böse aber entsteht die Sympathie mit dem Abgrund. Gegen den scharfen Reiz solcher Erkenntnis bald abgestumpft, fasst Aschenbach in der Mitte seiner Entwicklung den, wie es heißt, tiefen Entschluss »des Meister gewordenen Mannes, das Wissen zu leugnen, es abzulehnen, erhobenen Hauptes darüber hinwegzugehen« (17). Er ekelt sich vor der Pose des alles Durchschauenden und löst dafür das »Wunder der wiedergeborenen Unbefangenheit«
ein, wie er es selbst nennt (18). Diese neue Haltung kommt in der Würde, Reinheit, Einfachheit seiner von nun an geschaffenen Werke zum Ausdruck. Ob diese »sittliche Vereinfältigung der Welt und der Seele« (18) nicht aber, indem sie die psychologische Erkenntnis (und damit auch Selbsterkenntnis) unterdrückt, ihrerseits zwiespältig ist und den Keim des Unsittlichen in sich trägt – das stellt der Erzähler als Frage in den Raum, die vorerst unbeantwortet bleibt. Effekt und Erfolg von Aschenbachs Haltung auf der Ebene der öffentlichen Anerkennung ist, dass seine Werke Eingang in die Schullesebücher finden und er zum 50. Geburtstag von einem deutschen Fürsten den persönlichen Adel verliehen bekommt.

Aschenbach war verheiratet und hat eine ihrerseits bereits verheiratete Tochter. Seine Frau starb schon früh nach wenigen glücklichen Ehejahren. Äußerlich ist Aschenbach etwas weniger als mittelgroß, bartlos und beinahe zierlich von Gestalt, gegen die sein bedeutender Kopf fast zu groß wirkt. Seine Gesichtszüge sind asketisch und durchgeistigt, von inneren künstlerischen Erlebnissen geprägt. Er trägt eine Brille. Besonders bemerkenswert ist der im Ruhezustand oft schlaffe, dann aber wieder schmale und angespannte Mund. Hier findet sich der innere Zwiespalt wieder, der für die gesamte Persönlichkeit Aschenbachs als charakteristisch erscheint.

Drittes Kapitel


Das dritte Kapitel (20–49) erzählt Aschenbachs Italienreise bis zu dem Zeitpunkt, als er seinen inneren Widerstand gegen die Gefühle, die seine Urlaubsbegegnung mit dem Knaben Tadzio in ihm auslöst, aufgibt.

Etwa zwei Wochen nach dem im ersten Kapitel geschilderten Erlebnis, zwischen Mitte und Ende Mai, bricht Aschenbach nach Italien auf. Er plant, vier Wochen wegzubleiben (20).


Zunächst reist er über Triest nach der Adria-Insel Pola, wo ihm aber das schlechte Wetter, die übrige Hotelgesellschaft und das Fehlen eines Sandstrands das Gefühl geben, noch nicht am gewünschten Ort zu sein. Dann wird ihm klar, dass das märchenhaft Fremde, nach dem es ihn verlangte, ohne dass er eine Fernreise auf sich zu nehmen gewillt war, natürlich in Venedig zu finden wäre, und so schifft er sich nach anderthalb Wochen von Pola nach Venedig ein (20f.).

Die Überfahrt, auf einem veralteten und düsteren Schiff, ist seltsam. Auf Deck macht besonders eine Gruppe junger einheimischer Handelsgehilfen durch lautes Benehmen auf sich aufmerksam. Zu seinem Erschrecken erkennt Aschenbach, dass derjenige der Gruppe, der sich dabei besonders hervortut, eigentlich ein geschminkter und als Jüngling verkleideter Greis ist (22f.). Aschenbach hat mehr und mehr die Empfindung einer ins Träumerische hinüberspielenden Entstellung der Wirklichkeit (23f., 25). Zu seiner Enttäuschung wird er von der Stadt seiner Sehnsucht nicht, wie bei früheren Aufenthalten, mit strahlendem Wetter willkommen geheißen. Der Himmel bleibt trüb (24). Während der Einfahrt in den Hafen hat der falsche Jüngling, inzwischen betrunken und äußerlich derangiert, noch einen abstoßenden Auftritt: Er albert herum und leckt sich auf in Aschenbachs Augen obszöne Weise mit der Zunge die Mundwinkel (25). Als die Passagiere das Schiff verlassen, wendet sich der Alte in zudringlicher Weise direkt an Aschenbach, der dessen geschmacklosen und anstößigen Vertraulichkeiten minutenlang ausgesetzt ist (26).

Aschenbach möchte mit einer Gondel zur Station jener kleinen Dampfer gebracht werden, die zwischen der Stadt und dem Lido, wo er wohnen wird, verkehren. Der Gondolier, dem er sich anvertraut, ein schmächtiger Mensch mit brutalen Gesichts
zügen, rudert ihn...


Pressestimmen

"Endlich, endlich, endlich! Kein verzweifeltes Hin- und Herpauken mehr vor der Deutsch-Klausur, keine Ohnmachtsanfälle mehr, weil man die eigene Schrift im Schulheft nicht mehr entzfiffern kann, den Lehrer nicht verstanden hat oder - Spaß muss sein - die Hälfte des Unterrichts in der Schul-Cafeteria abgehangen hat. Reclam macht's möglich, deutlich entspannter zu lernen: 'Lektüreschlüssel für Schüler' heißt die neue Reihe des Verlages, in der Klassiker der deutschen Literatur genau so aufgearbeitet werden, wie man's braucht für eine Prüfung. (...) Der Lektüreschlüssel ist fast zu gut, um ihn den Schülern zu überlassen. Da dürften auch Lehrer zugreifen. Clever!"
-- Generalanzeiger

Technik

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