Aufschlussreicher Bericht, eines Afghanistan-Veteranen, der sich sicherlich wünscht, er wäre dort nie im Einsatz gewesen.
die noch nie in einem Kriegsgebiet kämpfen mussten. Wie wenig wussten wir damals über den deutschen Einsatz am Kundus? Mit welcher Vehemenz wurde damals das Wort "Kriegseinsatz" in den Medien vermieden und verharmlosend von "Stabilisierungseinsatz" gesprochen, wie heftig wurde der damalige Verteidigungsminister zu Guttenberg niedergemacht, als er es wagte, zwei Tage nach dem Karfreitagsgefecht das Wort "Krieg" auszusprechen? Und in all dem Schlamassel mittendrin befand sich Herr Clair und versuchte das Beste aus seinem Einsatzbefehl zu machen. Mit der Folge, dass ihn der damalige Einsatz traumatisierte und bis heute verfolgt. Krieg tötet nicht nur, Krieg macht auch dauerhaft krank, das ist für mich die Botschaft, die Herr Clair in seinem Buch vermittelt. Ich wünschte, das würden genau diejenigen Personen lesen, die meinen, man müsse nur genügend aufrüsten und Waffen zur Verfügung haben, dann würde man schon sich und das Land gut verteidigen können.