Werbung, Rezensionsexemplar
'Der Schlüssel' ist der erste Thriller von Katrin Peterson und ist am 1. Juli 2026 als eBook bei Bastei Lübbe/beTHRILLED erschienen. Das Buch umfasst insgesamt 282 Seiten (Printausgabe).
Worum geht es?
Nachdem ihre Mutter gestorben ist, treffen die beiden Schwestern Sarah und Kim, die verschiedener nicht sein könnten, in ihrem Elternhaus wieder aufeinander. Kim lebt noch immer dort und Sarah wollte am liebsten gar nicht erst zurückkehren. Während die beiden die Sachen ihrer Mutter durchgehen, entdeckt Sarah einen alten Schlüssel in einem ungewöhnlichen Versteck. Bei der Suche nach dem passenden Schloss, müssen sich die beiden Schwestern den Narben ihrer Vergangenheit stellen und es kommen schockierende Geheimnisse ans Licht.
Meine Meinung:
Der Schlüssel war mein erstes Buch der Autorin, bei geheimnisvollen Schlüsseln bin ich aber sofort interessiert! Das Buch ist das Debüt der Autorin in diesem Genre. Ansonsten schreibt sie Feelgood-Romane, allerdings unter einem Pseudonym.
Die Protagonisten des Buchs sind die beiden Schwestern Sarah und Kim, die nach langer Zeit wieder aufeinandertreffen sowie in einem anderen Zeitstrahl Janis und Charly, die Nachbarn und Freunde sind und in ähnlich schwierigen familiären Verhältnissen aufgewachsen sind. Die Charaktere im Buch haben mir wirklich sehr gut gefallen. Sie waren super interessante Persönlichkeitstypen und hatten sehr spannende Hintergrundgeschichten. Besonders gut gelungen fand ich, wie die verschiedenen Leben der Charaktere am Ende alle zusammenhängen.
Die Autorin hat einen schönen Schreibstil und man konnte das Buch sehr schnell durchlesen. Das liegt aber sicher auch daran, dass der Thriller durchweg packend und nie langatmig war und ich ihn dadurch kaum aus der Hand legen konnte. Das Buch ist in verschiedenen Zeit- und Handlungssträngen geschrieben, was das Lesen und Verstehen aus meiner Sicht immer etwas schwieriger macht. Hier war dies aber absolut nicht der Fall. Der Autorin ist es ganz besonders gut gelungen, die Stränge nachvollziehbar zu verknüpfen und ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, den Faden zu verlieren. Die Stimmung im Buch war überwiegend düster und regnerisch. Da der Hauptstrang mit Sarah und Kim hauptsächlich in und um deren Elternhaus spielt, das abgelegen und versteckt im Wald liegt, hat das regnerische und verhangene Wetter perfekt zur Stimmung beigetragen.
Der Schlüssel hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders hervorheben möchte ich noch einmal die besonders gelungenen Zeitstränge und verschiedenen Persönlichkeitstypen. Beides macht das Buch zu etwas Besonderem. Das Einzige, was mir ein bisschen gefehlt hat, war eine Aufarbeitung der verstörenden Vergangenheit von Sarah. Ich finde, das hätte noch ein bisschen ausgeführt werden können, auch wenn man sich seinen Teil natürlich denken kann. Das war aber der einzige kleine Kritikpunkt. Insgesamt ist Der Schlüssel aus meiner Sicht ein wirklich hervorragendes Debüt der Autorin. Ich hoffe, wir können uns noch auf weitere Thriller von ihr freuen.