Elchscheiße

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Gödseltorp oder Die Reise zum Urmann: durchgeknallte Dorfbewohner, warm-weich gefüllte Gummistiefel und die aberwitzige Suche nach einem Schatz

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Elchscheiße als eBook epub

Produktdetails

Titel: Elchscheiße
Autor/en: Lars Simon

EAN: 9783423422086
Format:  EPUB
dtv Verlagsgesellschaft

23. April 2014 - epub eBook - 288 Seiten

Beschreibung

»Was machst du denn hier?«, fragte Tanja. »Ich habe gekündigt, Häschen.« Es gab Riesenkrach. Ist ja auch nicht leicht für eine Frau, wenn sie ihrem Ur-Mann wiederbegegnet. Ich hingegen wirkte auf mich ruhig und selbstbewusst. Echte Männer sind so.
Freundin weg, Job weg, Therapeut weg - doch Torsten Brettschneider (35) lässt sich nicht unterkriegen. Er kauft sich einen gebrauchten VW-Bus, tauft ihn Lasse und fährt mit ihm gen Schweden, wo er einen Bauernhof geerbt hat. Die Postkartenidylle lässt jedoch auf sich warten … Älgskit! Was für eine Elchscheiße! Ob Torsten aus der Schwedennummer je wieder rauskommt?

Portrait

Lars Simon, Jahrgang 1968, hat nach seinem Studium lange Jahre in der IT-Branche gearbeitet, bevor er mit seiner Familie nach Schweden zog, wo er als Handwerker tätig war. Heute lebt und schreibt der gebürtige Hesse wieder in der Nähe von Frankfurt am Main. Bisher sind von ihm bei dtv eine dreibändige Comedy-Reihe, das Weihnachtsbuch >Gustafssons Jul< sowie die Urban-Fantasy-Reihe um Zauberlehrling Lennart Malmkvist und seinen sprechenden Mops Bölthorn erschienen. Lars Simon ist ein Pseudonym.

Leseprobe

EINS


Ich nippte an meinem Cappuccino und dachte nach.

Kürzlich hatte ich eine inspirierende Fernsehdoku gesehen, die von einem Ex-Banker handelte, der sich mit seiner gigantischen Abfindung eine ganze Südseeinsel gekauft hatte und nun dort in einer Hütte aus Palmwedeln hauste und nichts anderes tat, als das Leben einer bestimmten Vogelart zu dokumentieren, die nur auf seinem Eiland vorkam und die wahrscheinlich außer ihm und dem Fernsehsender auch niemanden sonst interessierte. Aber egal. Er hatte eine Vision und ging ihr nach. Das imponierte mir.

Also hatte ich letzte Nacht etwas beschlossen.

»Du, Tanja, ich schreibe ein Buch«, platzte es aus mir heraus.

»Wie bitte? Was?«, kam es zurück. Dabei sah sie mich an, als hätte ich ihr von meiner in Bälde anstehenden Geschlechtsumwandlung erzählt.

»Warum denn nicht? Immerhin habe ich ein Thema mit einer riesigen Zielgruppe.«

»Was denn für eins?«

»Es wird ein Buch für Männer in der Midlife-Crisis, allerdings nicht als Ratgeber, sondern verpackt in einer witzigen Erzählung. Ein Bildungsroman sozusagen.«

Ich nickte bekräftigend.

Tanja stand auf und stellte ihre Tasse auf die Spüle. »Meinst du nicht, es wäre für dich sinnvoller, so ein Buch zu lesen, anstatt es zu schreiben?«

Respekt ist ganz, ganz wichtig in einer Beziehung.

Aber wahrscheinlich war der vogelliebhabende Ex-Banker mit seiner Vision auch nicht überall sofort auf Begeisterung gestoßen. Der hatte nämlich mit entschlossenem Blick einen beeindruckenden Schlusssatz in die Kamera gesagt, nachdem diese einen letzten Schwenk über sein Inselparadies vollführt hatte, wo im dichten Urwaldgrün bunt gefiederte Vögel herumflatterten. »Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss!«


Diesen Spruch hatte er zwar bestimmt aus einem Film geklaut, aber er klang überzeugend, und irgendwie passte er auch.

»Torsten! Mensch, du kommst zu spät!«, fuhr Tanja plötzlich erschrocken auf und beendete die Diskussion über meine literarischen Pläne. »Hast du mal auf die Uhr geschaut?«

Nein, hatte ich nicht. Was sollte die Frage? Ich war quasi Schriftsteller! Hatte Tanja mir überhaupt zugehört? Mein Blick begegnete jetzt trotzdem der Küchenuhr. »Hoppla! Schon Viertel vor acht.«

Ich zog schnell den Mantel über, schnappte mir meine Aktentasche, eilte durch den Flur und öffnete die Wohnungstür. Der Schriftsteller musste warten. »Bis später, Häschen!«, rief ich zurück. Tanja hatte in der Küche damit begonnen, die Spülmaschine einzuräumen.

»Du hast nicht vergessen, dass Renate und Ferdinand heute Abend um halb acht zum Essen kommen, oder?«, kam es aus der Küche.

»Nein, weiß ich!«, antwortete ich lautstark. Im Treppenhaus hallte es. »Soll ich noch etwas besorgen?«

»Ja, bring doch bitte zwei frische Baguettes mit, wenn du von der Arbeit kommst«, gab sie mir zwischen Besteckklirren und Tassengeklapper mit auf den Weg.

Die 08:15-Uhr-Bahn war brechend voll. Von der um 08:02 Uhr hatte ich nur noch die Rücklichter im Tunnel verschwinden sehen. Sie war höhnisch lachend vor mir geflohen. Doch jetzt ruckelte ich endlich zusammen mit den anderen Fahrgästen von Ginnheim in die Frankfurter City. Ferdinand und Renate. Ich mochte die beiden eigentlich recht gerne, ihn, obwohl er übertrieben frankophil war, und sie, seine Lebensgefährtin und zugleich beste Freundin von Tanja, obwohl sie übertrieben esoterisch war. Noch mehr hätte ich mir allerdings einen ruhigen Abend in Zweisamkeit mit meiner Freundin gew&uum
l;nscht. Der war überfällig, denn unser Gespräch am Frühstückstisch war leider repräsentativ für den aktuellen Stand unserer Beziehung. Es hätte durchaus besser laufen können. Mit weniger Sand im Getriebe.

Doch dafür hatte ich ja Ferdinand. Der war nämlich nicht nur frankophil, sondern auch Gesprächstherapeut und promovierter Psychologe. Seit gut drei Monaten ging ich mehr oder weniger regelmäßig zu ihm. Heimlich. Niemand wusste davon, vor allem Tanja nicht. Alles hatte nach einem ziemlich fiesen Streit mit ihr kurz nach Weihnachten begonnen, den Ferdinand am Rande mitbekommen hatte. Ganz Gentleman und Freund hatte er geschwiegen, mich aber am nächsten Tag angerufen und mir den Vorschlag gemacht, mich mal bei ihm auszusprechen. Er habe das Gefühl, ich unterdrücke zu viel von mir, sei deshalb unzufrieden und könne daher mit Stresssituationen in der Beziehung dementsprechend unzureichend umgehen. Ich müsse wieder mehr der Ur-Mann werden, der ich einmal gewesen sei. Ferdinand war Anhänger dieser Theorie mit leicht machistischen Tendenzen. Höhle, Faustrecht, Weibchen, Jagd, Instinkte, Beute und Feuer machen, eben Ur-Mann sein. Etwas, das nach seinem Dafürhalten in der heutigen Gesellschaft zu sehr in Vergessenheit geraten sei, aber hundertprozentig noch genauso gut funktioniere wie vor knapp zwanzigtausend Jahren. »Steinaxt statt iPhone«, sagte er abschließend scherzhaft und lachte dabei wie ein provenzalischer Landadliger. So munterte er mich zwar auf, und das war total nett von ihm, dennoch haderte ich damit, seine Dienste wirklich in Anspruch zu nehmen. Und war seine Frau-Mann-Beziehungstheorie nicht ein klein wenig zu anachronistisch?

Am Ende hatte ich trotzdem zugesagt. Was hatte ich zu verlieren?

Drei Haltestellen später stieg ich aus und die Treppe vom U-Bahnhof nach oben zurück ins Tageslicht. Dann schob
ich mich noch einen halben Kilometer durch Schwärme von Menschen, an hupenden Autos vorbei, bis ich an die Hanauer Landstraße kam, wo sich die Büros von Wieland IT-Security befanden. Ein altes Loftgebäude aus roten Ziegeln mit meterhohen stahlgrauen Fenstern und geweißten Gewölbedecken. Meine Schritte hallten durch das lichtdurchflutete, klimatisierte Treppenhaus, dann durch den Flur, bis ich mein Büro erreichte. Ich legte die Aktentasche auf den kleinen Besprechungstisch, zog mein Sakko aus und hängte es an die Garderobe, lief in die Teeküche, zapfte mir eine Latte macchiato und setzte mich an meinen Schreibtisch.

»Guten Morgen«, piepste es.

Ich sah auf. Elisa stand in der Tür. Sie war Vertriebsmitarbeiterin in meinem Team, Anfang dreißig, hatte die Stimme eines Vögelchens, lispelte ganz leicht und trug ihre Kostüme immer eine Nummer zu eng und zu kurz. Sie war trotzdem ledig.

»Eine Frau mit einem seltsamen Akzent hat angerufen. Sie wollte nicht verraten, worum es geht, und sich gleich noch mal melden. Wahrscheinlich wieder nur eine Telefonverkäuferin.«

»Alles klar, danke«, sagte ich und öffnete meine E-Mails, kam aber nicht dazu, sie zu lesen, denn da klingelte es bereits. Ich nahm ab.

»Brettschneider.«

»Herr Brettschneider? Torsten Brettschneider?«, fragte es leise am anderen Ende.

Ein Blick auf das Display zeigte eine ellenlange Nummer, die mit null-null-vier-sechs begann. Wo war das denn? Ein Callcenter in Tadschikistan? Die Länderkennung kam mir trotzdem bekannt vor. Es musste die Telefonverkäuferin sein, vor der mich Elisa eben noch gewarnt hatte. Sie hatte in der Tat einen seltsamen Akzent, aber auch eine ziemlich süße Stimme.

Ich wiegelte ab, bevor sie überhaupt mit ihrem eingeübten Verkaufsgespräch beginnen konnte: »Nichts f
ür ungut, aber ich brauche weder Unterhosen noch todsichere Anlagen auf den Caymans.«

Pause.

»Ich will Ihnen nichts verkaufen, Herr Brettschneider. Mein Name ist Åsa Norrland. Ich bin Justiziarin für Auslandsangelegenheiten bei der schwedischen Anwaltskanzlei Svensson in Borlänge.«

»Schwedische Anwaltskanzlei?«

»Ja, Anwaltskanzlei. Wir vertreiben normalerweise weder Herrenunterbekleidung noch Geldanlagen.«

Ich schluckte.

»Tut mir leid. Bei uns rufen so viele Verkäufer an, dass ich dachte …«

»Kennen Sie eine gewisse Lillemor Eriksson?«, überging sie die Entschuldigung meiner Peinlichkeit.

»Wen?«

»Sie war Ihre Großtante mütterlicherseits.«

»Meine was?«

»Die Schwester der Mutter Ihrer Mutter.«

»Danke, ich weiß, was eine Großtante ist, aber ich wusste bis eben nicht, dass ich eine hatte.«

»Hatten Sie, aber ich muss Ihnen leider mitteilen, dass sie vor zwei Wochen im Alter von einundachtzig Jahren verstorben ist.«

Wir begingen gemeinsam eine Pause. Sie bestimmt, weil sie pietätvoll das Abebben meines Schmerzes über den unerwarteten Verlust einer Angehörigen zulassen wollte, und ich, weil ich mir das Hirn zermarterte, wer denn zur Hölle Tante Lillemor gewesen war.

»Das tut mir natürlich leid, besonders für Tante Lillemor selbst«, nahm ich das Gespräch unbeholfen wieder auf und versuchte gleichzeitig, meine Unwissenheit elegant zu umschiffen, »aber weshalb erzählen Sie mir das?«

Frau Norrland schien sich durch einen Stapel Unterlagen zu wühlen; am anderen Ende der Leitung raschelte es eine Zeit lang.

Abrupt hörte das Geräusch auf.

»Hier habe ich den Aktenvermerk. Ich darf
Ihnen weiterhin mitteilen, dass Sie der letzte lebende Verwandte in direkter Nachkommenschaft von Frau Eriksson und damit ihr Alleinerbe sind.«

»Alleinerbe?«

»Ja.«

»Was heißt das in Zahlen?«, fragte ich vorsichtig, um nicht gierig zu erscheinen.

»Sie hat 17 356 Kronen auf einem Sparbuch.«

»Wie viel ist das in etwa in Euro?« Jetzt wurde es interessant, denn diese Summe klang eher nach gebrauchtem Porsche Boxster als nach Campingurlaub im Sauerland. Ich sah mich schon mit Tanja die Promenade...


Pressestimmen

»Eine schräge Geschichte, witzig geschrieben!«
Hamburger Morgenpost 30.04.2014

Technik

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