Der entschwundene Sommer

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Ein malerisches Hotel, eine tiefe Freundschaft, ein erschütterndes Unrecht

Mia erbt nach dem Tod ihrer Großmutter ein halb verfallenes, idyllisch an einem See gelegenes Hotel im Taunus. Als sie mehr über die Vergangenheit des einst glanzvollen Hause … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Der entschwundene Sommer
Autor/en: Rebecca Martin

EAN: 9783641113186
Format:  EPUB
Random House ebook

10. März 2014 - epub eBook - 480 Seiten

Beschreibung

Ein malerisches Hotel, eine tiefe Freundschaft, ein erschütterndes Unrecht

Mia erbt nach dem Tod ihrer Großmutter ein halb verfallenes, idyllisch an einem See gelegenes Hotel im Taunus. Als sie mehr über die Vergangenheit des einst glanzvollen Hauses erfahren will, begegnet sie dem Iren Séan, der dort ebenfalls nach Antworten sucht. Gemeinsam stoßen sie auf die Geschichte jenes dramatischen Sommers kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, der das Schicksal von vier Menschen für immer veränderte ...

Eine fesselnde Familiensaga aus Deutschland - der neue Roman von SPIEGEL-Bestsellerautorin Rebecca Martin

Portrait

Rebecca Martin studierte Englisch und Deutsch in Frankfurt am Main und in Dublin, Irland. Ihre Leidenschaft gehört dem Reisen und dem Schreiben. Ihr Roman "Die verlorene Geschichte" gelangte sofort nach Erscheinen auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, gefolgt von "Der entschwundene Sommer", "Die geheimen Worte" und "Das goldene Haus" und die "Die vergessene Freundin". Die Autorin lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf im Nahetal.

Leseprobe

1

Das Ende der Kindheit, 1912

Corinna setzte sich abrupt auf und brachte das Boot dadurch bedenklich zum Schaukeln. Für einen Augenblick stockte der Fünfzehnjährigen der Atem, und das nicht nur der schwankenden Nussschale wegen. Weiter hinten am Horizont, gen Westen, war es in kurzer Zeit noch dunkler geworden. Mächtige Wolken türmten sich drohend himmelhoch auf und kündeten von dem Gewitter, das schon den ganzen Tag über diesem Ort gelastet hatte. Corinna umklammerte mit beiden Händen den Bootsrand, so sehr, dass ihre Finger zu schmerzen begannen. Weiß zeichneten sich die Knöchel unter der Haut ab. Wind kam auf, streifte über die Oberfläche des Sees und ließ hier und da kleine Wellen entstehen. Wasser klatschte gegen die Bootswand. Etwas weiter entfernt ragte zu beiden Seiten des Sees hoch und dunkel und nunmehr ebenso bedrohlich anzusehen der Wald auf. In Reichweite von Corinna rauschte das Schilf am eigentlich nahen und für sie doch so fernen Ufer in den ersten heftigeren Windböen. Fast sah es aus, als würde sie danach greifen können, aber steif vor Angst getraute sie sich nicht, sich zu bewegen oder auch nur den Bootsrand loszulassen. Als sie die Augen schloss, zitterten Tränen an ihren Augenlidern.

Wie konnte das nur geschehen? Wie bin ich hierhergeraten?

Corinna öffnete die Augen. In diesem kurzen Zeitraum hatte der immer stärker auffrischende Wind das Boot noch weiter vom rettenden Ufer fortgetrieben, weg auch von der Seite des Sees, auf der sie vielleic
ht
noch auf sich hätte aufmerksam machen können. In der kleinen Bucht, in die sie nun hineintrieb, würde sie vom Hotel zum Goldenen Schwan aus nicht mehr zu entdecken sein. Und das Ufer blieb ebenfalls unerreichbar: Corinna hatte nie schwimmen gelernt.

Sie bemühte sich, ruhiger zu atmen. In einiger Entfernung erkannte sie bald darauf, dunkel, länglich und irgendwie höhnend die im Wasser schaukelnden Ruder, die ihrer gleichaltrigen Freundin Beatrice – gerade eben noch, wie es Corinna schien – ungeschickt aus den Händen gerutscht waren. Es war auch Beatrices Idee gewesen, sich in diesem Boot zu verstecken.

»Da finden sie uns nie«, hatte sie gesagt und damit Johannes und Ludwig von Thalheim gemeint, die beiden Brüder, mit denen sie seit vielen Jahren die Sommer verbrachten. So sollte es auch dieses Jahr sein. »Wir müssen uns nur ganz flach auf den Rücken legen, dann bemerken sie uns nicht. Du wirst schon sehen. Die kommen nie auf unser Versteck.«

Corinna erinnerte sich, kurz gezögert zu haben, aber Beatrices entschlossene Stimme duldete keinen Widerspruch.

Also bin ich ihr gefolgt. Wie immer.

Beatrice war schließlich die Tochter von Hermann Kahlenberg, dem Besitzer des Hotels zum Goldenen Schwan und damit Mamas Arbeitgeber. Beatrice traf die Entscheidungen. Das hatte sie immer getan, und Corinna, die sich mit Entscheidungen schwertat, hatte sie dafür auch stets bewundert. Beatrice kannte kein Zögern und keine Furcht. Es war gut, ihre Freundin zu sein. p>

Corinna sah wieder nach Westen, in die Richtung, aus der sich das Gewitter anbahnte. In den letzten Minuten hatte sich der Himmel weiter verdunkelt. Der Wind türmte das Wasser zu immer höheren Wellen auf. Das Boot schaukelte unablässig.

Noch regnete es nicht. Corinna fröstelte in ihrem Unterkleid. Die restliche Kleidung und ihre guten Schuhe lagen neben ihr im Rumpf. Sie hatte sie abgelegt, als sie erstmals daran gedacht hatte, das Boot zu verlassen. Corinna biss sich auf die Unterlippe: Ich will nicht hier sein, ich will nicht alleine auf dem See sein, nicht bei Gewitter … Aber auch wenn sie die Augen schloss, um einfach nichts mehr zu sehen, erinnerte sie das stete Auf und Ab des Boots unerbittlich daran, wo sie sich befand.

Aber vielleicht würde sie der Wind dem Ufer ja doch noch nahe genug bringen, auch wenn es momentan eher danach aussah, als treibe sie direkt ins Schilf hinein, wo das Anlanden schwierig wurde.

Ob Mama rechtzeitig bemerkt, dass ich nicht da bin? Nein, wahrscheinlich fiel es Irene Mayer frühestens am nächsten Morgen auf. Die Arbeit in der Küche war schwer, und danach fiel sie meist nur noch erschöpft ins Bett, ohne sich zu versichern, ob die Tochter denn überhaupt in ihrem lag.

Corinna hatte auf diese Weise gelernt, früh auf sich selbst aufzupassen. Sie kannte es nicht anders. Schon als Vierjährige hatte sie allein gegessen und sich selbst fürs Bett fertig gemacht. Morgens war sie oft allein aufgestanden und hatte sich auch ohne fremde Hilfe angekleidet. Mittags hat
te sie dann
in der Hotelküche gegessen, wo sich häufig Beatrice zu ihr gesellt hatte, die das Essen in der Küche abenteuerlich fand.

Und wo blieb Beatrice jetzt? Würde sie Hilfe holen können, wie versprochen?

Corinna schauderte. Sie hatte gleich ein schlechtes Gefühl gehabt, bei der Wahl dieses Verstecks, und sich doch nicht dagegen ausgesprochen. Erstmals mischten sich in ihr Angst und Ärger über die Situation, in die ihre beste Freundin sie gebracht hatte. Noch einmal versuchte sie, den Abstand zum Ufer einzuschätzen. Aber nein, es war einfach zu weit weg.

Und wenn ich ins Wasser springe und mich außen am Boot festhalte? Vielleicht wird es mir so gelingen, an Land zu kommen? Unwillkürlich dachte Corinna an die Wasserpflanzen. Ein neuer Schauder überlief sie. Gewiss würden sich die langen, biegsamen Stängel des Tausendblatts um ihre Beine winden und sie zu Fall bringen. Sie hasste Wasserpflanzen, sogar die Seerosen, die es hier und da gab. Wenn sie an die glitschig feuchte Berührung dachte, zitterte sie wie Espenlaub. Deshalb planschte sie gewöhnlich auch höchstens mal in der Nähe des Sandstrandes, oder setzte sich auf einen abgelegenen Bootssteg und kühlte sich an heißen Sommertagen ab, indem sie die Beine ins Wasser baumeln ließ. Dort war das Wasser frei von den verhassten Pflanzen.

Corinna reckte den Hals und schaute noch einmal zur Hoteluferseite hin. Inzwischen war das Gebäude nicht mehr zu sehen, nur noch das Dach und der obere Giebel mit Beatrices Fenster. Ob die
Freundin das Haus inzwischen sicher erreicht hatte –
oder war sie, wie von ihnen beiden befürchtet, ihrer Mutter, Edith Kahlenberg, in die Arme gelaufen?

In der Ferne grollte es gefährlich. Schlagartig wurde es noch düsterer, der See verlor den letzten Rest seiner Schönheit. Windböen peitschten über die Wasseroberfläche, erste, vereinzelte Regentropfen platschten auf das Boot und auf Corinna. Es war so weit. Das Gewitter würde sie in Kürze erreicht haben.

Soll ich schreien? Aber wer wird mich hier draußen um diese Uhrzeit hören?

Der Speisesaal war jetzt bis auf den letzten Platz besetzt, das Personal hatte alle Hände voll zu tun.

Und wenn ich mich über den Bootsrand beuge und das Boot mit den Händen paddelnd in die richtige Richtung bringe?

Corinna versuchte es sofort, und gab schon im nächsten Augenblick bebend wieder auf. Um ins Wasser zu gelangen, musste sie sich sehr weit über den Bootsrand beugen, und dann lief sie Gefahr, doch hineinzustürzen und zu ertrinken.

Wieder einmal richtete sie sich resigniert auf. Der Warnruf eines Vogels ließ sie zusammenzucken, ein Schatten flatterte über sie hinweg. Der Donner grollte noch lauter.

Aber ich muss etwas tun.

Corinna überwand sich nochmals. Es gelang ihr, das Wasser mit einer Hand zu erreichen. Wieder schauderte sie. Es war erst Anfang des Sommers und das Wasser tatsächlich noch recht kühl. Aber es half nichts. Sie musste handeln, musste sich retten. Sie schwang die Beine über den Boo
tsrand, zögerte erneut. Als
sie sich sachte vorbeugte, kippte das Boot. Bevor sie...


Pressestimmen

"Rebecca Martin vermittelt den Lesern ein eindrückliches Portrait einer Zeit, die nicht nur die gesellschaftlichen Weichen Europas gestellt hat. (...) Sie präsentiert eine Geschichte mit Tiefgang, die noch lange nachwirkt."

Technik

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