Labyrinth der Puppen

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Im Keller des Einkaufszentrums wartet ein Albtraum ... Dan arbeitet in einem Buchladen in einem trostlosen Einkaufszentrum, wo nie etwas passiert. Er hasst seinen Job. Da taucht die drogensüchtige Rhoda auf. Der kleine Junge, für den sie heute den Ba

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Produktdetails

Titel: Labyrinth der Puppen
Autor/en: S. L. Grey

EAN: 9783865522542
Format:  EPUB ohne DRM
Festa Verlag

1. Januar 2014 - epub eBook - 400 Seiten

Beschreibung

Im Keller des Einkaufszentrums wartet ein Albtraum ... Dan arbeitet in einem Buchladen in einem trostlosen Einkaufszentrum, wo nie etwas passiert. Er hasst seinen Job. Da taucht die drogensüchtige Rhoda auf. Der kleine Junge, für den sie heute den Babysitter spielt, ist spurlos in der Menschenmenge verschwunden. In ihrer Verzweiflung zückt Rhoda ein Messer und verlangt, dass Dan ihr bei der Suche nach dem Kind hilft. Als die beiden durch das finstere Kellerlabyrinth des Einkaufszentrums irren, wo sich alte Schaufensterpuppen zu riesigen Bergen auftürmen, wird eine keuchende Kreatur auf sie aufmerksam. Die beiden flüchten in einen Lastenaufzug - doch der hält nicht mehr an, saust hinab, hinab, immer tiefer in die Eingeweide des Gebäudes. Dan und Rhoda ahnen, dass das Spiel gerade erst begonnen hat ... Das Autorenduo S. L. Grey hat nicht nur einen der originellsten Horror-Thriller der letzten Jahre verfasst, sondern auch eine Satire auf unseren Konsum- und Schönheitswahn. The Independent: »Einer der klügsten, unheimlichsten und unvergesslichsten Horror-Romane der letzten Jahrzehnte ... ein meisterhaftes Debüt.«

Leseprobe

Kapitel 1: RHODA


Mein Instinkt drängt mich, seine Hand zu packen, ihm den Zeigefinger auszurenken und den Flachwichser zu Boden zu schicken. Aber ich rühre mich nicht, atme nur tief durch, um meinen Puls zu beruhigen. Ein Presslufthammer bearbeitet meine Brust, genau wie nach einem Abend mit zu viel Ecstasy, aber ich muss mich unbedingt zusammenreißen und verdammt noch mal beruhigen. Ich winde meine Schulter aus seinem Griff.

»Sir«, bellt er mich an. Seine Stimme klingt nasal und herrisch. »Warum sind Sie gerannt?«

»Ich bin kein Sir«, sage ich und drehe meinen Kopf so, dass er mein Gesicht besser sehen kann. Er zuckt zusammen, genau wie ich es erwartet habe, gibt sich nicht einmal Mühe, seine Abscheu zu überspielen. Die meisten Leute versuchen zumindest, das Zusammenzucken zu verbergen, aber nicht dieser Typ – ich weiß noch nicht, ob es ihm scheißegal oder er nur zu beschränkt ist, um es besser zu wissen. Er hat ein aufgedunsenes Gesicht, schnurrbärtig, und sieht aus wie jemand, der seinen Fäusten das Reden überlässt. Die beige Wachdienstuniform ist voller Ketchupflecken, sein Bauch quillt über den Gürtel wie ein Sack mit toten Hundebabys. Eine Locke aus schmierigen grauen Haaren hängt ihm in die Stirn, ein fischbauchweißer Fettwulst lugt über den Rand der Hose, an der ein Knopf fehlt.

»Ma’am. Warum hatten Sie es so eilig, hm?«

Diesen Neandertaler um Hilfe zu bitten, ist so ziemlich das Letzte, was ich will. Aber mir gehen die Alternativen aus. »Ich suche ein Kind.«

»Wie meinen Sie das, Ma’am?«

»Ich habe ein Kind verloren.«

»Was meinen Sie damit, Sie haben ein Kind verloren?«

»Ich bin zusammen mit ihm hier im Einkaufszentrum gewesen und es ist verschwunden.
Ist das verständlich genug für Sie?«

Der Typ richtet sich etwas gerader auf, legt die Hand auf das Pistolenholster an seinem Gürtel und zückt ein Walkie-Talkie. Er starrt mich misstrauisch an; wahrscheinlich überlegt er, was jemand wie ich wohl so spät am Abend mit einem Kind hier zu suchen hat. Von der Ladenzeile gegenüber glotzen mich zwei Verkäuferinnen mit identischer Perücke und verschmiertem Eyeliner an, während sie einen Shop für billigen Schmuck und Accessoires abschließen. Ich starre ihnen in die Augen und forme mit den Lippen die Worte ›Verpisst euch‹. Sie schieben sich ihre Glitzerhandtaschen über die Schultern und huschen mit laut klackernden Schuhen und gesenkten Köpfen davon. Am Ende des Gangs verschwinden sie um eine Ecke. Nur eine Andeutung ihres nervösen Kicherns schwebt zu mir zurück.

»Ihr Akzent«, sagt er. »Sind Sie Touristin? Sie sehen nicht aus wie ’ne Touristin.«

»Was meinen Sie damit?«

Er mustert meine Armeeklamotten.

»Ich bin keine Touristin«, gebe ich zu.

»Das Kind, das Sie suchen ... Junge oder Mädchen?«

»Junge.«

»Wo haben Sie ihn zuletzt gesehen, Ma’am?«

»Im Buchladen.«

»Welchem?«

»Dem großen ... ›Only Books‹ oder wie der heißt.«

Ich warte, dass er einen Schritt zurücktritt, bevor ich mich wieder auf die Beine kämpfe. Meine Knie sind aufgeschürft und knacken entsetzlich, als ich mich aufrichte. Der Drecksack hat mir weder seine Hilfe angeboten noch mich gefragt, ob mir was fehlt. Meine Handflächen, mit denen ich den Sturz abgefangen habe, sind taub, deshalb schüttle ich sie kräftig aus, um die Durchblutung anzukurbeln. Ich bilde eine Faust und der Daumen der rechten H
and fühlt sich steif an. Das Gelenk knackt, als ich ihn bewege. Ich stecke die Hände in die Taschen. Meine Finger finden den Umschlag und schließen sich schützend um ihn.

Wenn er die Bullen ruft, bin ich geliefert. Ich muss mich normal verhalten. Unauffällig.

»Können Sie den Jungen beschreiben, Ma’am?«

Ich muss mich mehrmals räuspern, bis ich die Worte mit der nötigen Ruhe herausbringe. »Etwa acht Jahre alt, SpongeBob-T-Shirt, schwarze Haare, leichtes Übergewicht.« Ich atme tief durch. Das hilft. »Wahrscheinlich hat er beim Stöbern alles um sich herum vergessen.«

Der Typ hält die Hand hoch. »Das lassen Sie mich mal besser beurteilen, Ma’am.« Er knurrt wichtigtuerisch in sein Walkie-Talkie: »Simon, bitte kommen! Simon.«

Es knackt und rauscht, dann: »Ja, Boss, Simon hier. Over.«

»Simon, wir suchen nach einem Kind, das seine Mutter verloren hat. Haltet die Augen auf nach einem kleinen schwarzen Jungen ...«

»Er ist weiß!«

Er starrt mich an. Seine Augen haben einen leichten Gelbstich. Überreste von Akne zeichnen sich auf seiner schlaffen Gesichtshaut ab.

»Entschuldigung, Ma’am?«

»Er ist nicht mein Sohn. Ich passe nur auf ihn auf.«

»Wie lautet der Name des Jungen, Ma’am?«

Ich öffne den Mund, um zu antworten, aber es kommt nichts heraus.

Fuck.

Ich kann mich nicht erinnern.

»Wo sind Sie gewesen, während Sie ihn allein in der Buchhandlung zurückgelassen haben, Ma’am?«, fragt Gelbauge noch einmal.

»Hab ich doch schon gesagt. Ich musste auf die Toilette. Ich dachte, er kommt allein klar.«

Ich linse zur Wanduhr. Viertel nach neun. Zinzi wollte gegen halb elf zurück sein. Sie wird durchdrehen,
wenn sie nach Hause kommt und feststellt, dass der Junge und ihr Wagen verschwunden sind. Und sie wird ganz sicher gefeuert, wenn die Eltern herausfinden, dass sie jemandem wie mir ihren Sohn zum Babysitten anvertraut hat. Andererseits können die Eltern auch nicht allzu pingelig sein, wenn sie Zinzi eingestellt haben – sie ist nicht gerade die Super Nanny.

Schweiß läuft mir über den Rücken. Meine eigenen nervösen Geruchsausdünstungen vermischen sich mit dem abgestandenen Aroma des fensterlosen Wachdienstbüros, das nach alten Zigaretten, dreckigem Teppich und Pizzabelag stinkt.

Neben mir sichtet der Mann, den ich Fingerling getauft habe, das Material der Überwachungskameras. Er ist der Einzige hier, der beim Anblick meines Gesichts nicht zusammengezuckt ist. Wahrscheinlich, weil er selbst ein Krüppel ist: An der rechten Hand hat er zwei glänzende Stümpfe – dort, wo früher Zeige- und Mittelfinger gewesen sind.

»Fassen wir noch einmal zusammen«, meldet sich Gelbauge, der die Situation eindeutig genießt. »Sie sagen, eine Freundin hat Sie gebeten, auf den Jungen aufzupassen, weil sie ausgehen wollte?«

»Wie oft denn noch? Sie ist nicht meine Freundin, sondern meine Cousine.«

»Ist sie auch Britin?«

»Nein.«

»Und aus welchem Grund sind Sie in Südafrika, Ma’am?«

»Was hat das denn damit zu tun?«

»Wir sichten nur die Fakten, Ma’am.«

»Ach ja? Na, wenn das so ist ... ich dachte, ich komme mal rüber, gehe ein bisschen auf Großwildjagd, Sie wissen schon, der übliche Mist, den man in Afrika so macht. Hören Sie, was sollen diese ganzen Fragen? Können Sie nicht einfach losgehen und den Jungen suchen?«

Mein Handy piept und vibriert in meiner Tasche. Ich hole es herau
s und finde eine Nachricht von Zinzi auf dem Display:

hi leute. bin halb 12 zurück. alles klar?

Ich atme erleichtert auf. Das gibt mir eine zusätzliche Stunde Luft.

»Halten Sie es für eine gute Idee, ein Kind in einem Einkaufszentrum ohne Aufsicht zu lassen, Ma’am?«, fragt Gelbauge.

»Lassen Sie mich raten«, kontere ich. »Sie sind bei der Polizei rausgeflogen, stimmt’s?«

Er läuft rot an. Ich wende mich an Fingerling.

»Bitte, Sie müssen ihn finden«, flehe ich ihn an. »Bitte!«

Im Moment würde ich alles tun. Betteln, jammern, heulen. Ich bin bereit, mich auf jeden Deal einzulassen.

Etwas Hässliches windet sich in meinem Magen. Es verrät mir, dass ich ziemlich tief in der Scheiße stecke.

Ich weiß, ich hätte ihn nicht allein lassen sollen. Aber ich dachte, es dauert maximal fünf Minuten. Als ich zum Buchladen zurücklief, war ich noch ganz entspannt, höchstens ein bisschen besorgt, wie ich den Kleinen dazu bringen würde, nichts von unserem spontanen Ausflug zur Highgate Mall zu verraten. Ich quetschte mich an der mageren Tussi vorbei, die gerade das Regal mit den Neuerscheinungen auffüllte, rüber zu den Kinderbüchern, wo ich ihn – völlig vertieft in ein Bilderbuch von Wo ist Walter? – zurückgelassen hatte. Ich befingerte die Autoschlüssel in meiner Hosentasche, befand mich innerlich schon zu Hause, um das kostbare kleine Päckchen zu öffnen, das ich gerade gekauft hatte.

Aber der Teppichboden der Kinderbuchabteilung war bis auf einen Haufen rosafarbener und grüner Sitzkissen leer. Ich hetzte durch die Gänge, vorbei an Kochbüchern, Selbsthilfe-Ratgebern und Abhandlungen über Weltreligionen. Ich beschleunigte meinen Schritt und passierte die grellbunten Reihen
mit Science-Fiction und Fantasy und die Ablagen mit Hochglanzzeitschriften, deren Titel vor meinen Augen verschwammen. Als ich Afrikanische Literatur erreichte, joggte ich regelrecht, mein Puls beschleunigte sich, die ersten Anzeichen von Panik machten sich breit.

Die Blonde hinter dem Ladentisch blätterte gelangweilt in einem Heat-Klatschmagazin. Vor jedem Umblättern leckte sie an ihrem Finger.

»Hi«, sagte ich mit mühsam beherrschter Stimme. »Ich suche ein Kind.«

Sie sah auf und verzog den Mund zu einer Grimasse der Abscheu, als ihr Blick auf die linke Hälfte meines Gesichts fiel. »Wie bitte?«

»Ein kleiner Junge. Trägt ein SpongeBob-T-Shirt. Er war hier. Ich hab ihn hier auf mich warten lassen.«

»Das hätten Sie nicht tun...


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