Soko weiß-blau-rosa und der Wessobrunner Hexenfluch

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Der eigenwillige Oberkommissar Gschwendtner wird zum bayrischen Landeskriminalamt abgeordnet und dort einer neu aufgestellten Sonderkommission zugeteilt. Gemeinsam mit der aus dem Osten der Republik stammenden Mandy Hammerschmidt und dem homosexuell … weiterlesen
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Soko weiß-blau-rosa und der Wessobrunner Hexenfluch als eBook epub

Produktdetails

Titel: Soko weiß-blau-rosa und der Wessobrunner Hexenfluch
Autor/en: Wolfgang Wallender

EAN: 9783863613686
Format:  EPUB
Himmelstürmer Verlag

1. Januar 2014 - epub eBook - 237 Seiten

Beschreibung

Der eigenwillige Oberkommissar Gschwendtner wird zum bayrischen Landeskriminalamt abgeordnet und dort einer neu aufgestellten Sonderkommission zugeteilt. Gemeinsam mit der aus dem Osten der Republik stammenden Mandy Hammerschmidt und dem homosexuellen türkischstämmigen Emre Gümüs soll er fragwürdige Altfälle aufarbeiten.
Der erste Auftrag führt das Soko-Team in die kleine oberbayrische Gemeinde Wessobrunn. Dort wirft der Abschiedsbrief eines Selbstmörders dunkle Schatten auf drei zurückliegende tödliche Unfälle. Bei ihren Recherchen vor Ort stoßen die Polizisten auf einige Rätsel. Alle Verstorbenen waren Mitglieder eines Hexenbundes. Hatte das etwas mit ihrem Tod zu tun? Die Spurensuche führt die Ermittler in die Vergangenheit. Warum verschwand vor mehr als dreißig Jahren eine junge Frau spurlos? Alte Narben werden aufgerissen. Die heile Welt des Dorfes beginnt zu wanken. Ist der letzte überlebende des Hexenbundes ein Mörder? Und welches Geheimnis verbirgt der Norddeutsche Olaf Arendt? Kommissar Emre Gümüs hat zeitgleich mit noch etwas anderem zu kämpfen. Er flüchtet vor einer Zwangsehe und dem drohenden Ehrentod, den sein Vater für ihn vorgesehen hat, falls sich die vermutete Homosexualität Emres bestätigten sollte.
Soko: weiß-blau-rosa und der Wessobrunner Drudenfluch ist eine locker schräge Krimikomödie, die von der ersten bis zur letzten Seite subtile Spannung bietet und die Leser abwechselnd mit Thrill und Comedy an sich fesselt. Ein grandioses Lesevergnügen, nicht nur für Krimi-Fans.

Leseprobe

Gschwendtner und der Hundehaufen


 

Das Anbahnungslokal im Münchner Rotlichtmilieu war weniger als nur spärlich besucht. Eigentlich saß nur ein einziger Gast in dem heruntergekommenen Etablissement und dieser hatte sich ins dunkelste und hinterste Eck gezwängt. Oberkommissar Gschwendtner ging davon aus, dass der ältere Herr nicht erkannt werden wollte. Eine abgewrackte Animierdame leistete dem Kunden Gesellschaft. Das laute Kichern der ausrangierten Prostituierten, deren Karrierehöhepunkt schon weit in der Vergangenheit lag, war dem schüchternen Halb-Freier peinlich.  

Das schnelle: „Pssst!“, und ein langgezogenes „Schsssst!“, welches er so diskret wie möglich herauspresste, zeugten jedenfalls davon.

Im verschmutzen Schaufenster blinkte ein rotes Neonlicht-Herz. Die Glanzzeit des Schuppens lag Jahrzehnte zurück. In den fünfziger und sechziger Jahren war hier garantiert die Hölle los. In Gedanken sah Gschwendtner ein zum Bersten gefülltes Lokal vor sich. Soldaten der US-Armee dürften die besten Kunden der leichten Damen gewesen sein. Rauchschwaden schwängerten die Luft, Schlager, Rock n’ Roll und Beat liefen die Jukebox rauf und runter. Der US-Dollar lag bei drei oder vier D-Mark und selbst der amerikanische GI mit dem niedrigsten Dienstgrad in der US-Army fuhr BMW oder Mercedes.

Alles verblasst. Jetzt vermittelte das in einer Seitenstraße nächst dem Bahnhof gelegene Nachtlokal eher den Eindruck einer verruchten Spelunke, in der man als Gast besser aus Dosen als aus Gläsern die Getränke zu sich nehmen sollte. Zumindest wenn man Lippenherpes, oder gar Schlimmeres, vermeiden wollte. Eines war klar! Wer hier einkehrte, war entweder für Fehltritte prädestiniert oder dicht wie eine Haubitze. Alternativ hierzu konnte man noch Bulle sein, der im Halbmilieu eine
mehr oder weniger wichtige Information suchte. Genau das traf auf Gschwendtner zu. Aus diesem Grund saß er auf einem der hölzernen Barhocker und wartete auf eine Antwort.

Der Atem des Barkeepers stank abscheulich. Angewidert vom fürchterlichen Mief der Mundfäulnis seines Gegenübers, versuchte Gschwendtner nicht mehr durch die Nase zu atmen, sondern schnaufte flach durch den Mund ein und aus. Dabei war er darauf bedacht, die Luft immer seitlich, weit ab vom Geruchsherd, einzusaugen. Schon kurz nach Beginn des Gesprächs hatte der Oberkommissar für sich beschlossen, sofort einen routinemäßigen Termin beim Zahnarzt zu vereinbaren. Er wollte definitiv nicht wie der Typ enden, der ihm gegenüber stand. Er wollte weder jetzt, noch zu einem späteren Zeitpunkt, pure Zahnruinen in seinem Mund herumtragen, die mehr an historische Schlachten und abgebrannte Burgruinen erinnerten, als an einst weiße Kauwerkzeuge. Nun ja. Sofort würde vielleicht nächste Woche heißen. Spätestens nächsten Monat. Aber da ganz bestimmt. Vorausgesetzt, sein Zahnarzt hatte einen Termin frei. Die kleinen schwarzen Stummel im Rachen des bulligen Mannes hinterm Tresen hatten mit Zähnen nichts mehr gemeinsam. Der verspürte Ekel löste beim Polizisten leichte Gänsehautbildung aus. Gschwendtner stellte sich immer wieder eine Frage. Was ist das für ein Mensch? 

In der Schule gehörte der Dicke garantiert zu den gehänselten Außenseitern. Heute würde man ihn wohl als Mobbingopfer bezeichnen. Damals war er einfach der fettleibige Trottel, der Klassenclown oder das Mastschwein. Spitzname: Specki oder Mister Piggy! Beim Sport hatte er, um sich vor jeglicher Aktivität zu drücken, meistens eine Entschuldigung dabei. Selbstverständlich gefä
lscht. Wer damals
Specki genannt wurde, würde heutzutage wohl eher als Opfer, Schnürschinken oder Mann mit Weißbierspoiler betitelt werden.  

Ich selbst war zu meiner Schulzeit eher rank und schlank, fuhr es durch den Kopf des Kripobeamten.  

Nein, er gehörte nie zu den anderen, zu den seltsamen Kreaturen der Spezies Mensch. Gschwendtner war weder bei den Strebern, den sogenannten Mathe-Einser-Gummifingern, noch bei den Aussätzigen angesiedelt, mit denen niemand spielen wollte und bei denen die Mädchen leise tuschelnd und kichernd vorbei gingen. Er war bei den Normalen zu Hause. Die Aussätzigen, das waren die Loser, die Pickelfressen, fett- oder magersüchtigen Kerle ohne Chance in eine der angesagten Cliquen zu kommen. Das waren Einzelgänger. MOF-Typen. Menschen ohne Freunde! Außer Ihresgleichen hatten sie keine Ansprechpartner. Loser eben! 

Gschwendtner wusste genau, wie es dem Typen hinter dem Tresen ergangen war. Irgendwann wog der Kerl 70 oder 80 Kilo, während seine Klassenkameraden gerade mal 45 Kilo auf die Waage brachten. Und wiederum irgendwann hatte der geistige Tiefflieger zum ersten Mal mit seiner fleischigen Faust zugeschlagen. Die Karriere war vorprogrammiert. Abgebrochene Metzgerlehre, misslungener Fünf-Finger-Rabatt, also beim Klauen zwecks fehlender Grundschnelligkeit erwischt worden, und nach jahrelangem Abhartzen und Sozialschmarotzen holte er sich eine Kneipenlizenz. Damit hatte er alles erreicht, was für ihn möglich war. Jetzt stand er hinter dem Tresen der abgefuckten Bar und warf Gschwendtner seinen übel riechenden Atem entgegen. Mundgulli, schoss es bl
itzartig durch Gschwendtners Kopf.
 

Als die dickwanstige Hand des 130 plus x Kilo-Kolosses sich hob und auf der Schulter des Polizisten landete, mischte sich zusätzlich abstoßender Schweißgeruch zur in der Luft schwelenden Mundfäulnis. Die freigelegte Achselhöhle hatte seit Tagen weder Duschwasser noch Deo gesehen. Achselterror pur! Gschwendtner rang sich ein Lächeln ab und bugsierte seinen Kopf etwas zurück. Ein Würge-Reflex wurde unterdrückt. Verdammt! Er brauchte unbedingt die noch nicht ausgesprochene Information. Er musste mehr Druck machen. Die Achsel lag immer noch frei. Ein Kuhstall wäre eine Parfümmetropole.  

Duschwasser und Deo, durchströmte es ihn. Doppel-D. Genauso wie die Tittengröße der abgehalfterten Nutte, die hinter seinem Rücken immer noch den einzigen Gast belaberte und inbrünstig hoffte, er würde mit ihr für ‘nen Zwanni aufwärts in eines der billigen Zimmer gehen. Der Polizist lachte innerlich über seinen selbst erfunden Doppel-D-Witz und schnappte gleichzeitig nach Luft. Er fühlte sich wie ein trockengelegter Goldfisch und überlegte, ob diese Situation schlimmer war als der letzte Fauxpas, der nur zwei Tage zurücklag. Oh Mann, war das eine peinliche Nummer und wohl einer seiner berühmtesten Fehltritte. Er konnte jetzt noch vor Scham in den Boden sinken. Toll gemacht, Gschwendtner, sagte er im Stillen zu sich selbst. 

 

Vorgestern sollte er im feinen Zwirn seine Beförderungsurkunde abholen. Natürlich im Präsidium und im Beisein seines obersten Chefs.

„Ganz großer Bahnhof! Irgendein Goldsternträger möchte mir gratulieren“, hatte er zu seiner Frau gesagt, als er den Anzug aus dem Schrank nahm und
die Schultern des Sakkos abstaubte. In diesem Moment war ihm noch nicht bewusst, welche Konsequenzen es haben würde, wenn die Hose so eng saß, als wäre er Nurejew, der Balletttänzer. Gut, das Sakko konnte er offen tragen. Das war leger und Lockerheit nahm er sich ohnehin heraus. Das lag allein schon daran, dass die Mode der letzten dreißig Jahre vorbehaltslos an ihm vorbeigezogen war. Er trug genau das, was ihm gefiel. Jeans, T-Shirts und offene Hemden. Nur für diesen einen Tag sollte es der Anzug sein. Wann hatte er ihn zuletzt getragen? War das die Hochzeit von …? Nein, zu lange her. Jetzt fiel es ihm wieder ein. Er trug ihn bei der Firmung von einer seiner Töchter. Danach kleidete er sich bei solchen Anlässen immer in Tracht. „In Bayern kann man das in Lederhosen machen“, sagte er stur. Jetzt stand er vor dem Spiegel und betrachtete sich abschätzend.
Vielleicht habe ich seit der Firmung abgenommen, hoffte er. „Passt!“, kam es zufrieden.  

Mit dem Kopfschütteln seiner Frau und ihrem „Du bist und bleibst ein alter Sturschädel!“ im Ohr, verließ er das Haus.

Sie fuhren im nagelneuen Dienst-BMW. Dem Flaggschiff des Kommissariats und der von höchster Stelle auserkorene Chef-Wagen. Kriminaldirektor Schmelzer, der Dienststellenleiter, saß auf dem Beifahrersitz und rümpfte die Nase, während Gschwendtner auf die stark befahrene Nymphenburger Straße einbog. Das immer kalkiger werdende Gesicht seines Beifahrers bereitete dem Polizisten Sorgen. Die Ursache dafür ebenfalls. Aus dem Fußraum kroch der jedem wohlbekannte und extrem intensive Geruch von Hundescheiße in die Nasen der beiden Insassen des zivilen Streifenwagens.  

Vielleicht hätte ich doch nicht über den Grünstreifen gehen sollen, dur
chfuhr es Gschwendtner.
 

Oder war es sein Chef, der in einen Hundehaufen getreten war? Ein schneller Blick zum Beifahrer. Nein! Vom Chef kommt es nicht. Der Gestank kam von seiner Seite. Unverkennbar!  

„Wollen Sie nicht rechts ran fahren und Ihre Schuhe putzen? Das hält ja niemand aus!“

„Kommt das von mir?“, presste er kurz aus, aber die Situation war zu eindeutig. Rhetorische...


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