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Das Volk der Bäume

3 CDs, Lesung. MP3 Format. Ungekürzte Ausgabe. Laufzeit ca. 1050 Minuten.
Hörbuch
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Ein geradezu durchtrieben gut komponierter Roman von Hanya Yanagihara

Was als packende Expedition in der Dschungelwelt Mikronesiens beginnt, wird zur Begegnung mit den Abgründen des Menschlichen. In ihrem Roman erkundet Hanya Yanagihara, wie Neugier i … weiterlesen
Hörbuch

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Das Volk der Bäume als Hörbuch

Produktdetails

Titel: Das Volk der Bäume
Autor/en: Hanya Yanagihara

ISBN: 395713157X
EAN: 9783957131577
3 CDs, Lesung. MP3 Format. Ungekürzte Ausgabe.
Laufzeit ca. 1050 Minuten.
Übersetzt von Stephan Kleiner Vorgelesen von Matthias Bundschuh, Gunter Schoß, Thomas Hollaender
Hörbuch Hamburg

1. Februar 2019 - MP3

Beschreibung

Ein geradezu durchtrieben gut komponierter Roman von Hanya Yanagihara

Was als packende Expedition in der Dschungelwelt Mikronesiens beginnt, wird zur Begegnung mit den Abgründen des Menschlichen. In ihrem Roman erkundet Hanya Yanagihara, wie Neugier in Gier umschlägt - nach Ruhm, nach Liebe - und wie weit wir dafür zu gehen bereit sind.

Der junge Arzt Norton Perina kehrt mit einer unfassbaren Entdeckung von der Insel Ivu'ivu zurück: Hat er wirklich ein Mittel gegen die Sterblichkeit gefunden? Eine uralte Schildkrötenart soll die Formel des ewigen Lebens bergen. So kometenhaft er damit zur Spitze der Wissenschaft aufsteigt, so rasant vollzieht sich die Kolonisierung und Zerstörung der Insel. Mit gnadenloser Verführungskraft zieht Hanya Yanagihara uns hinein in den Forscherrausch im Urwald und lässt uns auch dann nicht entkommen, als Perina dort eine weitere Entdeckung macht: seine fatale Liebe zu Kindern. Wie betrachten wir eine Lebensleistung, wenn sich das Genie als Monster entpuppt? Das ist die Frage in diesem brillant geschriebenen, gefährlichen Dschungel von einem Roman.

Portrait

Hanya Yanagiharas Weltbestseller Ein wenig Leben, eines der meistdiskutierten und bestverkauften literarischen Werke der vergangenen Jahre, stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. Yanagihara ist Chefredakteurin des T Magazine der New York Times.
Bewertungen unserer Kunden
Beeindruckend beschriebenes Bild eines kontroversen Wissenschaftlers
von pure.and.simple - 30.04.2019
"Das Volk der Bäume" von Hanya Yanagihara Informationen zum Buch: Das Hörbuch "Das Volk der Bäume" aus dem Hörbuch Hamburg Verlag umfasst 3 CDs mit einer Gesamtzeit von 1075 Minuten und ist seit dem 1. Februar 2019 erhältlich. Worum geht es: Zu Beginn des Buches sitzt der einst gefeierte Wissenschaftler Norton Perina im Alter von ungefähr 60 Jahren im Gefängnis. Er kommuniziert per Brief mit seinem eng vertrauten Assistenten Ronald Kubodera, der ihm zum Aufschreiben seiner Biografie rät. So erfahren wir eine ganze Menge über das Leben des vermeintlich genialen Wissenschaftlers, der wegen sexuellen Missbrauchs hinter Gittern sitzt. Er erzählt von seiner Kindheit, seinem Bruder, seinen Eltern, seiner Jugend, seiner Forschungsreise nach Ivu`ivu einem mikronesischen Inselstaat, wo er eine unglaubliche Entdeckung macht und auch von den für ihn positiven, sowie negativen Folgen der Entdeckung. Zum Wahrheitsgehalt der Geschichte: Norton Perina, seine Entdeckung und auch die Insel Ivu`ivu gab es nie. Das Hörbuch ist aber an die Geschichte eines realen Wissenschaftlers angelehnt. Daniel Carleton Gajdusek forschte auf Papua Neuguinea, entdeckte ebenfalls eine Krankheit, erhielt ebenfalls den Nobelpreis, adoptierte wie die Buchfigur Norton Perina eine große Menge an Kindern von seinen Forschungsreisen und erhielt ebenfalls eine Gefängnisstrafe wegen sexuellen Missbrauchs an von ihm adoptierten Jungen. Quelle: https://www.biologie-seite.de/Biologie/Daniel_Carleton_Gajdusek Meine Meinung: Das Volk der Bäume ist eine Geschichte, die man kaum, oder nur sehr schwer nebenbei hören kann. Ich persönlich musste mich sehr darauf konzentrieren, da sie eine enorme Fülle an Informationen enthält und es kompliziert wird, wenn man etwas verpasst. Auch, wenn es teilweise sehr ins Detail ging, fand ich das Erzählte zu keinem Zeitpunkt langweilig. Im Gegenteil, es war höchst interessant. Trotzdem hat mich die doch etwas schwere Thematik teilweise ermüdet und gedanklich abschweifen lassen, so, dass ich immer mal Pausen einlegen musste. Ich bin tief beeindruckt, wie realistisch die Autorin die Geschichte geschrieben hat. Der Sprachstil ist an die Zeit, in der die Geschichte spielt, angepasst und daher natürlich etwas altmodisch und teilweise wissenschaftlich, jedoch klar und verständlich. Es ist tatsächlich eine sehr krasse und kontroverse Geschichte, die noch lange nachhallt. Kein Buch für nebenbei und auch nicht wirklich was für einen schönen Urlaub, da man sich gedanklich doch sehr mit der Thematik und der Tragik hinter der ganzen Geschichte auseinandersetzt. Wenn man sich jedoch die Zeit für dieses Hörbuch nimmt, ist es eine Bereicherung, ein Denkanstoß und ein Mahnmal. Die Erzählerstimmen Gunter Schoß (Norton Perina) und Matthias Bundschuh (Dr. Ronald Kubodera) sind wie geschaffen für dieses Hörbuch und einfach wahnsinnig passend. Ron ist Perina so ergeben, dass man das Gefühl hat, dass er ihn quasi anbetet und das spiegelt sich einfach perfekt in der Stimme wieder. Eine bessere Wahl als diese beiden Stimmen hätte es nicht geben können. Ich bin total begeistert. Fazit: Eine sehr interessante, krasse und kontroverse Geschichte, die sich mit Genialität, Machtmissbrauch und Zerstörung der Umwelt aus wissenschaftlich Gründen auseinandersetzt.
Die Seele - ein Abgrund
von a.n. - 17.04.2019
Psychoanalyse eines Menschen. Aus verschiedenen Perspektiven nähert sich die beklemmende Lektüre der zwiespältigen Persönlichkeit Norton Perinas. Einerseits aus der Sicht eines langjährigen und treuen Freundes, der ebenfalls verstehen will, was sich doch kaum erschließen und vor allem unter einen Hut bringen lässt. Sein Freund ist Genie und Monster zugleich. Als Zuhörer sträubt man sich, seinen Ausführungen dieselbe Milde zu schenken, seinen Standpunkt einzunehmen. Und man tut recht daran, denn nichts kann begangenes Unrecht aufwiegen. Als Arzt und Forscher nur das Beste für die Menschheit wollend, zerstörte Perina dennoch so manches Leben. Die Frage nach Schuld und Unschuld stellt sich somit gar nicht erst, denn schon vorab ist klar, dass sich Perina schuldig gemacht hat. Imposant und bewegend ist auch der stimmliche Akzent der beiden Sprecher. Gunter Schoß, dunkel, kräftig, mächtig und sehr viel Raum einnehmend. Dagegen Matthias Bundschuh, klar, dezenter, weicher. Eine imaginäre Hierarchie tut sich auf, die dem Zuhörer emotional so einiges abverlangt. Schier jeder Satz wird unweigerlich auf den Prüfstand gestellt, will man sich und seinem eigenen Unrechtsbewusstsein treu bleiben; ungeachtet der menschlichen Leistung dieses genialen Arztes, der gleichzeitig aber auch ein Verbrecher ist. Wissenschaft als Kampf um Macht und Ruhm. Alles was geht, ist erlaubt. Preise und Ehren für ehrlose Einzelkämpfer. Egoist in Weiß. Zu Unrecht empor gehoben. Die charakterlichen und seelischen Defizite können ungesteuert und ungebremst entfaltet werden, so scheint es. Man ist erstaunt und angewidert. Wie leicht das doch geht, wer alles davon weiß und wer alles mitspielt. Alles wird gebührend honoriert, koste es, was es wolle. Leben retten, indem man Leben vernichtet. Beklemmend auch dahingehend, dass ein jeder von uns ebenfalls von dubiosen und schrecklichen Forschungen profitiert hat. Wenn es hilft, wer fragt dann noch, wie es dazu kam?
Wann wird ein Held zum Teufel?
von Claudia S. / Kreis HD - 10.04.2019
Einst Nobelpreisträger, landet Dr. Norton Perina mit über 70 Jahren wegen Pädophilie im Gefängnis. Sein ihm völlig ergebener Mitarbeiter Dr. Kubodera überredet ihn, dort seine Geschichte aufzuzeichnen. So erfährt der Leser/Hörer hier also aus erster Hand - aber natürlich auch aus nur dieser Perspektive - wie Perina aus dem Labor heraus auf der Insel Ivuivu landete. Dort stellt er Forschungen zu den dortigen offenbar ewig lebenden Eingeborenen an. Eine bestimmte Schildkrötenart, die nur auserwählte Menschen verzehren dürfen, scheint der Schlüssel dafür zu sein. Perina erzählt von seinen Entdeckungen - die leider in allen Belangen erschreckend sind. Eigentlich wollte ich weder das Buch lesen noch das Hörbuch hören. Doch dann habe ich das Hörbuch geschenkt bekommen und wagte mich doch daran. Ich hatte mich darauf eingestellt, sehr lange dafür zu brauchen, viele Pausen einlegen zu müssen. Das Thema - oder besser: die Themen - sind nicht einfach und gehören zu den Dingen, die ich nur schwer verkrafte. Auch finde ich das Cover einfach schrecklich. Das ist allerdings tatsächlich einfach nur mein persönlicher Geschmack - ich mag keine Personen bzw. deren Gesichter auf Covern. Kaum hatte ich mit dem Hören begonnen, konnte ich kaum aufhören. Trotz aller immer mal wieder auftauchenden Schrecklichkeiten bzw. den vordergründig relativ harmlosen Szenen, die aber jede Menge Alarmglocken auslösten und so ganz von selbst Gedankengänge auslösten, die gar nicht gut waren. Perina, absolut davon überzeugt, das Richtige getan zu haben, erzählt wirklich ehrlich. Nur wird spätestens am Ende klar, wie er die Wahrheit sieht. Er spricht von Entdeckungen und den Folgen, von Versuchen und Erkenntnissen. Von Aktionen und Reaktionen, von der Insel und der Rückkehr. Nur zwischen den Zeilen wird deutlich, welch Zerstörung seine Forschungen ausgelöst haben. Umso fassungsloser steht man dann aber da. Ganz von selbst beginnt man, über Sinn und Unsinn von der Möglichkeit, durch irgendwelche Möglichkeiten (hier eben das Verzehren einer bestimmten Schildkrötenart) ewiges Leben zu erlangen, zumal die "Nebenwirkungen" auch hier nicht unerheblich sind. Welche unfassbare Zerstörung die Entdeckung nach sich zieht, erwähnt Perina nur am Rande, doch dem Leser/Hörer bleibt einfach nicht erspart, das vor dem geistigen Auge zu realisieren. Doch wird auch klar, dass wir mit unseren Maßstäben die Riten der Ureinwohner messen und über Dinge urteilen, die wir gar nicht verstehen. Jeder noch so kleine Eingriff von außen zerstört das fragile Gleichgewicht der Natur. Perina versucht einerseits, seine Schuld dadurch zu begleichen, indem er Kinder von der nun zerstörten Insel rettet, doch das Ende des Buches raubt mir den Atem und schmerzt mich umso mehr, als ich tatsächlich bereit war, Perinas Beweggründe zu verstehen, Entschuldigungen für ihn zu finden und Mitleid mit ihm zu haben. Hanya Yanagihara ist meiner Meinung nach ein großartiger Roman gelungen, der wachrüttelt und auch verängstigt. Durch die "Fußnoten" von Kubodera gelangt man zu Erkenntnissen, die ohne diese schwieriger gewesen wären. Gleichzeitig lassen sie erkennen, dass Perina niemanden aufgehalten hat. Und das offenen Auges. Besonders erwähnen möchte ich auch noch, dass es immer mal wieder Szenen gab, bei denen ich laut auflachen musste. So sehr haben Perina und Kubodera mich auf die falsche Spur geschickt - und dadurch wird klar, dass es niemals genug ist, nur eine Seite einer Geschichte zu kennen und manchmal sogar zwei zu wenig sind. Die Autorin schafft es, ein paar sehr unangenehme und unbequeme Themen ans Licht zu zerren und den Leser dazu zu zwingen, hinzusehen. Das ist ein erster Schritt, weitere und vor allem reale Verbrechen dieser Art zu verhindern. Ein Buch, das fesselt und durch das man geradezu fliegt. Wunderbare Schilderungen eines einzigartigen Naturvolkes. Ganz viel Diskussionsstoff. Noch mehr Blendwerk. Aber beeindruckend ohne Ende. Manchmal muss man eben auch etwas lesen/hören, das nicht bequem ist und aus der Komfortzone herausholt. Es lohnt sich. Absolut. Fünf Sterne.
Gefährlicher Baum der Erkenntnis
von Emmmbeee - 08.04.2019
Der junge Mediziner Norton Perina reist mit seinem Mentor Paul Tallent zur mikronesischen Insel Ivuivu, wo die beiden einem Menschenstamm begegnen, der körperlich nicht älter zu werden scheint. Offensichtlich liegt es daran, dass die Leute sich von einer bestimmten Schildkrötenart ernähren. Diese Erkenntnis behält Perina aber nicht für sich, sondern veröffentlicht sie und heimst damit jede Menge Ruhm und Anerkennung ein, bis hin zum Nobelpreis. Aber der Baum der Erkenntnis trägt giftige Früchte: Kurz danach wird die Insel regelrecht gestürmt, die Ruhe der Inselbewohner wird zerstört, Kommerz, Ausbeutung und Gier halten Einzug in das ehemalige Paradies. Doch Forschungserfolg will Beifall, will mehr als nur Ruhm. Will mehr als nur die übliche Form der Liebe. Und so ist es nicht weit bis zum Verdacht der Pädophilie. Sein ganzes Genie nützt Perina nichts mehr, er wird des Kindesmissbrauchs bezichtigt und zu einer Haftstrafe verurteilt. Schon zu Beginn liegen alle Karten auf dem Tisch. Deshalb geniesst der geniale Wissenschaftler auch à priori keine Lesersympathien. Doch führt Yanagihara uns immer tiefer in seine Person. Sie lässt Perina in einer Sprache erzählen, deren Sog man sich kaum entziehen kann und der einem trotz allem eine widerwillige Anerkennung abringt. Denn nach und nach lernt man den Menschen verstehen und begreift, wie eng Genie, Hochmut, Perversion und Verbrechen beisammen sein können. Immer wieder wird man gebeutelt zwischen Abscheu, Mitleid und Anerkennung. Doch man darf nie vergessen, wem man da zuhört, wenn die tiefe Stimme Perinas ertönt: doch nur einem gewissenlosen Scheusal, das sich mit allen Mitteln zu verteidigen versucht. Wer sich beim Lesen gern in Komfortzonen bewegt, dem ist von diesem Buch abzuraten. Man muss den Stoff ertragen können, wie schon beim Erstlingswerk Ein wenig Leben . Die Autorin spielt auf sämtlichen Klaviaturen menschlicher Stärken und noch mehr der Schwächen, bringt eine verwirrende Menge von Informationen und wissenschaftlichen Einzelheiten hinein. Vielleicht hätte ich mich in der Druckversion leichter zurechtgefunden, wo man immer wieder zurückblättern kann. In diesem Hörbuch führen zwei sehr unterschiedliche Stimmen (die tiefe, ernste des genialen Wissenschaftlers Perina und helle, behutsam erzählende seines Mitarbeiters Dr. Ronald Kubodera) im Wechsel durch das umfangreiche, in reichhaltiger, farbig-plastischer Sprache erzählte Werk.
Etwas ratlos bleibt man zurück
von Wisent - 06.03.2019
Dieses Hörbuch hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Zwei Themen wurden hier sehr interessant vereint: Forschung und ihre Folgen sowie Kindesmissbrauch. Die erfundene Lebensgeschichte des Nobelpreisträgers Norton Perina wird hier spannend und bildreich beschrieben. Im Stile einer Biografie führt die Geschichte durch sein ganzes Leben, von Kindesbeinen an bis zu seiner Inhaftierung wegen Kindesmissbrauchs im hohen Alter. Nicht ganz verstehen konnte ich die Entscheidung der Autorin, Perina so komplett unsympathisch anzulegen. Forscher, Nobelpreisträger, Denker, all diese Verdienste hin oder her, ich konnte an diesem Charakter nicht das kleinste Bisschen Positives abgewinnen. Sein Assistent, Ronald Kubodera, der sich im Prolog, Epilog und zwischendurch in fußnotenartigen Einschüben zu Wort meldet, macht die Sache durch seine Perina anhimmelnde Art auch nicht besser. Wunderbar hingegen fand ich Yanagiharas Art, schwelgerisch die Forschungsreise Perinas zu einem noch unentdeckten Naturvolk beschreiben. Ihre Art jede Farbe, jede Textur, jeden Geruch poetisch zu beschreiben ist wirklich ein Ohrenschmeichler beim Hörbuch hören. Jedoch wird dies in dem Moment zunichte gemacht, in dem wieder Perinas narzisstische Art und seine Geringschätzung anderen gegenüber durchbricht. So sind die Stellen, in denen er sich über seine Wissenschaftler- Kollegin Esme ergeht stellenweise schwer zu ertragen. Auf dieser Insel wird Perina eine bedeutende Entdeckung machen: scheinbar unsterbliche Menschen, deren körperliche Jugend jedoch mit enormen geistigen Verfall einhergeht. Seine Entdeckung findet großes Echo in der Wissenschaft, jedoch bedeutet dies den Niedergang für dieses Volk und Perina fühlt sich schuldig. So ausführlich dieser Teil gestaltet ist, so vage bleibt der Verlauf der Erzählung um Perinas Schandtaten gegenüber seinen Adoptivkindern. Auch nach Lektüre dieser Geschichte könnte ich dazu, ob es passierte oder nicht, keinen qualifizierten Kommentar abgeben. Natürlich hat man hier nur die Täersicht und dies merkt man dem Roman an. Ein Narzisst berichtet über seine Großtaten und schweigt über Fehlschläge oder delegiert die Schuld. Deswegen hängt man nach der Lektüre auch gedanklich etwas in der Luft. Die Sprecher machen beide einen großartigen Job und wurden perfekt ausgewählt, beide Stimmen passen perfekt zu meinem inneren Bild der Charaktere.
Faszinierend und schockierend zugleich
von Curin - 02.03.2019
Der junge Arzt Dr. Norton Perina entdeckt auf einer mikronesischen Insel Menschen eines bisher unbekannten Stammes, die körperlich nicht zu altern scheinen, aber geistig verwirrt sind. Es stellt sich heraus, dass die Bewohner das Fleisch einer besonderen Schildkröte verzehrt haben, die ihr Lebensspanne deutlich verlängert. Bald schon wird Norton für seinen wissenschaftlichen Durchbruch gefeiert, doch dann wird er wegen Kindesmissbrauchs angeklagt... . Hanya Yanagihara hat hier Roman geschrieben, der gleichzeitig beeindruckend, aber auch verstörend ist und mich nachdenklich zurück lässt. Sie hat hier eine Art fiktionale Biographie entworfen, die die angebliche Geschichte des Dr. Norton Perina erzählt, der erst durch seine bahnbrechende Entdeckung den Nobelpreis erhält, aber dann wegen seiner pädophilen Neigung bei allen in Ungnade fällt. Man bekommt hier wirklich den Eindruck, man würde eine echte Biographie eines tatsächlich existierenden Wissenschaftlers lesen. Dies wird noch durch angebliche Zeitungsartikel und vor allem durch das Vorwort und die Fußnoten des Herausgebers Dr. Kubodera verstärkt. Auf mich wirkte Dr. Norton Perina von Anfang an unsympathisch, was nicht nur an seinen pädophilen Neigungen, sondern auch daran liegt, wie er schon als Jugendlicher über andere Menschen urteilt und wie anmaßend und respektlos er mit seiner Mutter umgeht. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte merkt man immer wieder eine gewisse Gefühlslosigkeit, als er beispielsweise die Laborratten tötet und untersucht und sich bei seiner Ankunft auf Ivu¿ivu gleich vornimmt, die Forscherin Esme Duff zu hassen.Später, als er viele Kinder in die USA holt, adoptiert und großzieht, hat man bereits ein flaues Gefühl, weil man ja schon weiß, dass etwas passieren wird. Die Autorin hat es im Roman wirklich geschafft, den Leser mit in die Handlung hinein zu ziehen und mit vielen Fragen gerade moralischer Art zu konfrontieren. Besonders anschaulich und betörend beschrieben ist die Zeit im Dschungel, der eine unglaubliche Pflanzen- und Tiervielfalt bietet und seine Gäste in seinen Bahn zieht. Umso mehr trifft es einen selbst, als nach Nortons Entdeckung scharrenweise Wissenschafter nach Ivu¿ivu kommen und dort den Dschungel zerstören. Gelesen wird das Hörbuch zum größten Teil von Gunter Schoß. der Dr. Perina spricht. Seine Stimme passt hervorragend zu der Figur und man stellt sich unweigerlich einen älteren Herrn vor, der seine Geschichte ganz unbedarft erzählt. Auch Matthias Bundschuh, der Dr. Kubodera spricht, klingt wirklich wie der Mitarbeiter, der sein Vorbild trotz allem anhimmelt und sein Handeln rechtfertigt. Insgesamt ist ,,Das Volk der Bäume ein besonders Hörerlebnis, welches gleichzeitig fasziniert und schockiert. Gerne empfehle ich es hier weiter.
Verstörend
von Dreamer - 27.02.2019
Ehrlich gesagt fällt mir die Beurteilung von "Das Volk der Bäume" sehr schwer. Der Klappentext kündigt ja eigentlich bereits an, dass die Reise und das Leben von Dr. Norton Perina den Leser mit Abgründen und wirklich Furchtbarem konfrontieren wird. Und was der Klappentext verspricht, das hält dieses Buch auch. Ich habe "Das Volk der Bäume" als Hörbuch gehört, das in 1075 Minuten eine gut geschriebene, aber schreckliche Geschichte vertont. Hanya Yanagihara setzt in ihrer Erzählung zunächst mit einem Vorwort von Dr. Ronald Kubodera an, der Nortons einzig verbliebener Freund zu sein scheint, nachdem er zunächst mit den Missbrauchsvorwürfen und schließlich mit einer Verurteilung wegen der ihm vorgeworfenen Verbrechen konfrontiert wird. Der zuvor in der Wissenschaftswelt für seine Entdeckung des Selene-Syndroms gefeierte Arzt entpuppt sich als Monster. Das stellt die Autorin von vorneherein klar. Grundsätzlich frage ich mich, wie sie auf die Idee gekommen ist, sich ausgerechnet einen solchen Protagonisten wie Norton für ihre Geschichte auszusuchen. In einem weiten Bogen erfährt man als Leser und Hörer zuerst viele Details über Nortons Kindheit (die Beziehung zu seinem Bruder Owen, die Beziehung zu seinem Vater und das verstörende Verhalten, dass er seiner eigenen Mutter gegenüber an den Tag legt, bevor diese, als Norton noch relativ jung ist, stirbt). Norton Perina ist von Anfang an ein Protagonist, dem gegenüber ich eine tiefe Abneigung verspürte. Hochmütig, zum Teil grausam gegenüber anderen, mit einer tiefen Abneigung gegen fast alles und jeden, wird er durch Zufall begleitender Mediziner bei einer Expedition eines Anthropologen. Auf der abgelegenen mikronesischen Insel Ivu¿ivu macht er schließlich eine Entdeckung, die ihm später den Nobelpreis einbringen wird. Dass seine Entdeckung und die Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse schließlich den Anstoß für die Zerstörung dieser alten, bis dahin von der modernen Welt unberührten Gesellschaft, gibt, macht ihm dabei mehr zu schaffen, als das Leid, dass er über die von ihm adoptierten Kinder gebracht hat. Die Gedankengänge, die Norton zum Teil in seinen Briefen an Ronald Kubodera geschrieben hat, der Nortons Biografie aus diesen Teilfragmenten zusammensetzt, sind teilweise sehr schwer zu ertragen. Hanya Yanagihara wirft mit diesem Roman verschiedene Fragen auf, angefangen dabei, ob die Forschung die Zerstörung einer alten Gesellschaftsform rechtfertigt, ob die Ausrottung einer Tierart gerechtfertigt ist im Namen der Forschung. Die Frage, ob wissenschaftliche Verdienste gegen Verbrechen aufgewogen werden können - diese Frage kann ich für mich absolut nur mit "Nein." Beantworten. Die Sprecher des Hörbuchs machen allesamt einen guten Job, lesen den Text deutlich und in einem angenehmen Tempo. Allerdings macht auch das die Geschichte und die Ereignisse nicht weniger grauenvoll und erschreckend. Von mir erhält "Das Volk der Bäume" daher drei Sterne. Die Autorin kann Schreiben, allerdings ist das Thema, mit dem sie sich in diesem Roman auseinandersetzt, ein sehr grausiges.
Kontrovers
von Anonym - 26.02.2019
Die fiktive Biografie des Arztes Norten Perina beschäftigt sich mit dem kontroversen Gegensatz der auch in der realen Welt oft zwischen wissenschaftlichen Errungenschaften und dem daraus resultierenden negativen Folgen für Menschen und Umwelt herrschen. Nachdem man schon zu Beginn des Romans über den groben Verlauf der gesamten Handlung informiert wird, holt die Autorin darauffolgend weit aus. Nortons Kindheit ist nicht ganz einfach. Aber er zeigt sich als äußerst begabt und ambitioniert. So macht er seinen Weg zum aufstrebenden Wissenschaftler und tritt schließlich eine Mission zu einem entlegenen Inselstamm an, wo er schließlich auch seine bahnbrechenden Erforschungen an den Eingeborenen durchführt. Schon früh im Roman wird dem Leser oder Zuhörer der schmale Grat zwischen Wissenschaft und Leid vor Augen geführt. Erstmals erfährt man das im Roman bei der Beschreibung der qualvollen Tierversuche, die in allen Einzelheiten beschrieben werden. Was auf den Leser äußerst grauenhaft wirkt, scheint den Forschern keine Regung zu entlocken. Emotionen im Umgang mit ihren Forschungsobjekten sind ihnen vollkommen fremd. Das individuelle Leben von Geschöpfen muss sich der Wissenschaft sowie dem persönlichen Streben der Forscher unterordnen. So gesehen scheinen die späteren Vergehen, so schrecklich sie auch sein mögen, erklärbar, sie werden auf diesem Wege sozusagen vorbereitet. Norton Perina steht damit für die perversen Gegensätze unsere Zeit, die wir im Namen der Wissenschaft, des Fortschritts und unseres persönlichen Wohls hinzunehmen bereit sind, ohne uns allzu große Gedanken darüber machen zu wollen. Doch wenn das Leid anhand von geschädigten Individuen, die sich zur Wehr setzten irgendwann ans Licht der Öffentlichkeit gerät, kann die Stimmung umschlagen und aus dem gefeierten Genie wird ein Monster. Sind seine Erfolge deshalb weniger wert? Sind andere Wissenschaftler deren Vergehen sich nicht ganz so verheeren ausdehnen wie bei Perina bessere Menschen? - Ein Roman der Fragen aufwirft. (Die beiden Sprecher der Höhrbuchfassung sind großartig.)
Ich bin ehrlich fassungslos!
von Lesezeichenfee - 22.02.2019
Fee zum Buchinhalt: Ein Forscher sorgt für die Zerstörung einer Insel, nur weil er einen Forschungserfolg haben möchte. Privat vergeht er sich an Kinder. Seine Kindheit wird sehr weit - großzügig ausholend - erzählt. Quasi als Entschuldigung für seine Rücksichtslosigkeit. Fees Meinung: Das Cover Auf dem Cover sieht man wohl den Arzt Norton Perina als er noch jung war. Der Rückentext passt auch sehr gut dazu. Mir gefällt das Cover und würde ihm eine 2- geben. Die Stimmen Gunter Schoß (Dr. Norton Perina) und Matthias Bundschuh (Dr. Kubodera, Mitarbeiter von Dr. Perina) lesen wirklich hervorragend, aber auch sie können nix tun, damit die Aufmerksamkeit bleibt, denn die gnadenlosen langen Passagen wo Sachen erklärt werden und dann geht es wieder weiter mit dem Buch, das verwirrt zu sehr und kostet 1000 prozentige Aufmerksamkeit. Man kann nicht nebenher puzzeln und muss sich total auf das Hörbuch konzentrieren. Trotzdem möchte ich den Sprechern eine 2 geben. Ich kann sie gut auseinanderhalten und weiß immer, wer spricht. Der Schreibstil/Charakter und Sonstiges Ich merke, dass die Autorin wirklich gut schreiben kann, aber dieses Buch ist wirklich schrecklich. Eigentlich geht es ja nur um den Forscher Norton Perina, um sein Leben, sein Werk, seine Zerstörung. Der grausamen Forscher, der nur Zerstörung, Quälung, Vergewaltigung von Kindern und den Tod von Menschen und Tieren mit sich bringt. Er zerstört Natur, Menschen, Kinder und Tiere. Das Buch war so schrecklich quälerisch mit all seinem Tun und dazu eine Autorin, die seine Kindheit so weit erklärt, dass ich fast wieder eingeschlafen bin und quasi als Entschuldigung für die unfassbaren Taten die Perina verursacht hat. Ich weiß nicht, wie man ihn da als Forscher hochjubeln kann. Schlimm fand ich, wie oben schon erwähnt, die seitenlangen Erklärungen, wo ich dann einfach nicht mehr wusste, von was die Autorin gerade schrieb. Unfassbare 1075 Minuten musste ich mir dieses Machwerk anhören. Warum wird so viel Gutes gekürzt und dieses Gebilde erscheint mir ungekürzt viel zu lang? Wie kann solch ein Mensch den Nobelpreis bekommen und das entschuldigt all seinen zerstörerischen, rücksichtslosen Handlungen? Ok, es ist ein wahrer Fall, aber ich kann diese Schriftstellerin nicht verstehen, wie sie praktisch Entschuldigungen für seine Taten findet. Allein 1/3 des Buches - hab ich den Eindruck - ist Perinas Werdegang gewidmet, bis er endlich zur Expedition aufbricht. Die Schilderungen wie die Tiere gequält wurden - im Namen der Wissenschaft - einfach grausam. Da frag ich mich, kann die Autorin nachts noch schlafen? Ich wurde jedenfalls beim Hören gequält. Im Prinzip hat die Hanya Ynagihara das Ganze wirklich gut geschildert. Ich musste zuhören, wie die Zerstörung der Insel vor sich ging, wie er Menschen und Tiere quälte, und dann noch wie er sich an den Kindern verging. Das Problem ist, ich konnte es mir bildlich vorstellen! Dieses Hörbuch ist - für mich - kaum zu ertragen gewesen. Manchmal dachte ich auch, es war ein Sachbuch, weil so viel Information und Erklärungen auf mich einprasselten. Leider hatte ich den Eindruck, die Autorin rechtfertigte die Taten dieses Monsters, im Namen der Wissenschaft und was er so alles herausgefunden hat. Und so ein Mensch, der rücksichtslos alles zerstört bekommt den Nobelpreis. Ich bin ehrlich fassungslos! Lesezeichenfees Fazit: Der Autorin ist ein äußerst erschreckender, verstörender, entsetzlicher, gruselig-grausamer Roman gelungen. Hätte sie nicht so viele Erklärungen und Anmerkungen (teilweise seitenlang) gemacht, seine Kindheit nicht entschuldigend für seine Taten so ewig beschrieben und die Tierquälereien nicht so ausführlich ausgebreitet, dass ich meinte, ich bin dabei, aber leider taubstumm und gelähmt, weil ich das nicht verhindern konnte, dann wäre es sicher ein guter Roman geworden. So aber schwankte ich zwischen Langeweile und - Ich muss mich gleich übergeben, das ist ja entsetzlich - und WANN IST DENN DAS HÖRBUCH ENDLICH ZU ENDE. Da mir das Hörbuch nicht gefallen hat, gebe ich zwei Sterne (Sprecher und weil ich es mir bildlich vorstellen konnte) und keine Empfehlung ab.
Anders aber gut
von Buechermauschen - 21.02.2019
Das Volk der Bäume ist das neueste Werk von Hanya Yanagihara in Deutschland . Mit Ein wenig Leben hat sie mich total überrascht und ich war sehr gespannt auf die neue Geschichte . Norton Perinia ist ein junger Arzt und entdeckt auf einer Insel irgendwo im nirgendwo ein Mittel gegen die Sterblichkeit . Auf Ivuivu scheinen die Bewohner Dank des Verzehrs einer Schildkrötenart nicht zu altern . Er steigt durch diese Entdeckung an die Spitze der Wissenschaft auf , erhält sogar den Nobelpreis für Medizin . Doch Erfolg und Ruhm haben ihren Preis... Das Hörbuch geht rund 1075 Minuten und wird sagenhaft gut gelesen von Günter Schoß und Matthias Bundschuh . Sie schaffen es die Atmosphäre dieses bildgewaltigen Buches einzufangen . Es ist ein völlig anderes Buch , keine Geschichte für zwischendurch . Es bleibt nach dem hören viel Stoff zum Nachdenken !
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