Warenkorb
€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei
Baba Dunjas letzte Liebe als Hörbuch Download
- 23 % **
Hörprobe

Baba Dunjas letzte Liebe

Laufzeit ca. 272 Minuten.
Kundenbewertung: review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5
Ihr 13%-Rabatt auf alle Spielwaren, Hörbücher, Filme, Musik u.v.m
 
13% Rabatt sichern mit Gutscheincode: AUGUST13
 
Deutscher Hörbuchpreis 2016 für Sophie Rois in der Kategorie Beste Interpretin

Longlist Deutscher Buchpreis 2015

Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt die tickenden Geigerzähler fürchtet, baut sich die frühere Krankenschw … weiterlesen
Hörbuch Download

9,99 *

inkl. MwSt.
CD-Preis: € 12,99
Sofort lieferbar (Download)
Verschenken
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!
Baba Dunjas letzte Liebe als Hörbuch Download

Produktdetails

Titel: Baba Dunjas letzte Liebe
Autor/en: Alina Bronsky

EAN: 9783864843020
Format:  MP3-Hörbuch Download
Laufzeit ca. 272 Minuten.
Vorgelesen von Sophie Rois
Tacheles!

20. August 2015 - MP3 Hörbuch Download

Beschreibung

Deutscher Hörbuchpreis 2016 für Sophie Rois in der Kategorie Beste Interpretin

Longlist Deutscher Buchpreis 2015

Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt die tickenden Geigerzähler fürchtet, baut sich die frühere Krankenschwester mit Gleichgesinnten ein neues Leben auf. Die Vögel rufen dort so laut wie nirgends sonst, die Spinnen weben verrückte Netze, und manchmal kommt ein Toter auf einen Plausch vorbei. Während der sterbenskranke Petrov in der Hängematte Liebesgedichte liest und die frühere Melkerin Marja mit dem fast hundertjährigen Sidorow anbandelt, schreibt Baba Dunja Briefe an ihre Tochter Irina, die Chirurgin bei der deutschen Bundeswehr ist. Doch dann kommt ein Fremder ins Dorf - und die Gemeinschaft steht erneut vor der Auflösung.


Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 16.09.2015

Die unerschrockenen Alten strahlen selbst wie Reaktoren
Ein Rentnerklamauk in der russischen Todeszone: Alina Bronskys verunglückter Tschernobyl-Roman "Baba Dunjas letzte Liebe"

In der Todeszone gedeiht das Gemüse prächtig. Und nicht nur das. Die nach der Reaktorkatastrophe von 1986 verlassene und abgesperrte Gegend um Tschernobyl erblüht wie ein Garten Eden. Vögel zwitschern, Bienen summen, und der verhätschelte Hahn der dicken Marja ergibt eine prima fette Brühe. Baba Dunja, eine rüstige Achtzigjährige und einstige Krankenschwester, war die Erste, die vor Jahren, begleitet von sensationshungrigen Journalisten in Schutzanzügen, in ihr altes Dorf Tschernowo zurückkehrte. Jetzt kommen ab und an Biologen vorbei, die in ebensolchen Raumanzügen die Tomaten und Pilze, von denen Dunja isst, mit Pinzetten in Plastikgefäße verfrachten.

Wasser gibt es im Brunnen, Strom hin und wieder, und für das wenige, das nicht im Garten wächst, wie Briefe von der Verwandtschaft, muss man eben in die Stadt, eine mühselige Tagesreise zu Fuß und mit dem Bus. Dunja folgten bald ein paar ebenso unerschrockene Alte, die nun - mehr oder weniger verstrahlt - in der Ruhe des Sperrgebiets kostengünstig ihrem Ende entgegenleben. Dumm nur, dass Baba Dunja hier keinen Besuch von ihrer in Deutschland lebenden Tochter und ihrer einzigen Enkelin Laura bekommen kann. Die Tochter hat es in der Fremde weit gebracht. Alle paar Jahre holt die Bundeswehrärztin strahlengeschädigte Tschernobyl-Kinder aus der Gegend zum Urlaub bei deutschen Familien ab und trifft nebenbei ihre Mutter. Nach Deutschland zu reisen kommt für Dunja nicht in die Tüte, zu weit, zu beschwerlich, und außerdem strahlt sie selbst wie ein kleiner Reaktor. Dass sie ihre Enkelin nur von Fotos kennt und ihren in einer fremden Sprache geschriebenen Brief nicht lesen kann, ist so ziemlich ihr einziger Kummer.

Viel ist nicht los in Tschernowo, und so philosophiert Dunja seitenweise über ihre knorrigen Füße, den Vorteil von deutschen Trekkingsandalen und die anderen Dinge des betulichen Lebens, die sie natürlich immer am besten weiß. Da ist der Leser froh, wenn sich auf Seite achtundfünfzig des schmalen Romans eine Handlung ankündigt. Ein Mann taucht mit seiner kleinen Tochter im Sperrgebiet auf, und die greisen, aber geistig überaus fitten Bewohner ahnen schnell, dass die Kleine nicht todkrank, sondern vielleicht von ihrem fiesen Vater in die Todeszone entführt worden ist.

Als man den Übeltäter zur Rede stellen will, kommt es zum Gerangel, und der Mann endet mausetot auf der verstrahlten Erde. Den Leichnam zu beseitigen stellt die betagte Truppe vor ungewohnte Herausforderungen, aber das Missgeschick schweißt zusammen, was ohne Verstrahlung und Totschlag nie zusammengehörte. Irgendwann kommt die Sache dann doch ans Licht, und Dunja wandert heldenhaft in den Knast, denn der krebskranke Totschläger hätte, wie sie vermutet, dort keinen Tag überlebt. Am Ende wird sie begnadigt und soll zu ihrer Tochter nach Deutschland ausreisen, was die resolute Oma ante portas natürlich zu verhindern weiß.

Ihrem Schicksal trotzende Ich-Erzähler mit spitzer Zunge, scharfem Verstand und Haaren auf den Zähnen sind ein Markenzeichen von Alina Bronsky, deren Romandebüt "Scherbenpark" (2008) zu Recht hoch gelobt wurde. Ihre Sprache war stets eine voller Sätze wie aus Kanonen, schnell, präzise und mit viel Ironie. In ihrem neuen, für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman ist davon nur noch wenig zu spüren. Die jede ihrer Regungen und Bewegungen kommentierende Baba Dunja, harte Schale, weicher Kern, kann die Geschichte allein nicht schultern, und der ebenso pittoreske wie morbide Handlungsort wirkt schnell beliebig austauschbar zu sein.

Es könnte auch eine bedrohte Hallig oder ein entvölkertes Dorf in Ostdeutschland sein, resolute Alte gibt es schließlich überall. Eine Slapstick-Nummer reiht sich an die nächste, ohne dass angefangene Geschichten erzählt, Figuren mit Leben gefüllt werden. Die Witze wirken schal, etwa wenn über die dicke Marja erzählt wird, dass sie ihren versoffenen, prügelnden Mann im Zuge der Reaktorkatastrophe praktischerweise gleich mit entsorgte. Omas im russischen Gefängnis (Gott bewahre!), eine Rentnerhochzeit in der Todeszone, das alles mutet an wie ein Best Exotic Tschernobyl Hotel!

Die 1978 im russischen Jekaterinburg geborene und seit den neunziger Jahren in Deutschland lebende Autorin verramscht ihre sympathischen Überlebenden eines tragischen SuperGAUs in einer mittelmäßigen Rentnerkomödie. Das haben sie nicht verdient.

SABINE BERKING.

Alina Bronsky. Baba Dunjas letzte Liebe. Roman.

Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2015, 150 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Bewertungen unserer Kunden
Eine sehr gelungene und traurige Geschichte
von Wedma - 27.08.2015
Baba Dunja ist eine starke Frau, die ihren eigenen Weg unbeirrt verfolgt, egal, wer und was zu ihren Entscheidungen sagt. Die Frau hat mich ganz schön beeindruckt. Ihre Geschichte fängt recht gemütlich an, aber je weiter, desto ernster werden die Probleme und Fragestellungen. Mit einer Prise Humor, aber doch recht ernst und mit einer bewundernswerten Gleichmut, erzählt sie ihr Leben vor dem Reaktorunglück 1986 und von der Zeit danach: von der Evakuierung und warum sie als Erste ins Dorf zurückkehrte. Eine ganze Epoche, in authentischen wie lebendigen Bildern, die die jungen Menschen von heute sich kaum vorstellen können, wird wieder lebendig. Helle, fröhliche Bilder von Stadtkindern, die vor 86 über die langen Sommerferien zu ihren Großeltern ins Dorf kamen und dort nach Herzenslust herumtobten - Baba Dunja, als einzige medizinische Hilfskrankenschwester im Ort, musste sie mal auch versorgen, stehen im krassen Kontrast zu den Bildern, die sie von ihrer Enkelin Laura hat. Baba Dunja durfte das Mädchen nie kennenlernen, da Laura in Deutschland geboren wurde, dort nun lebt und noch nie zu Besuch gekommen ist. Auf den Fotos, die Tochter Irina Baba Dunja geschickt hat, guckt Laura immer ernst und lächelt nie. Baba Dunja steht sinnbildlich für viele Frauen ihrer Generation. Sie haben ähnliche Schicksale: ein Leben voller Arbeit im Spagat zwischen dem Vollzeitjob, der Kindererziehung und der Arbeit im Haus und Garten, ggf. einem Mann wie ihr Egor, der eigene Interessen mehr schätzte als die der Familie. Und nun ist sie alt, lebt allein, pflegt ihren Gemüsegarten, da sie sich selbst versorgt, und spricht mit den Geistern der toten Dorfbewohner. Auch den Geist des toten Hans ihrer Nachbarin Marja sieht sie auf dem Zaun und nickt ihm im Vorbeigehen zu. Baba Dunja ist eine weise Frau, bei der die Zeit eine ganz andere Dimension hat. Die Vergangenheit ist genauso lebendig wie Gegenwart. Bloß die Zukunft, die durch ihre Tochter Irina und die Enkelin Laura zum Ausdruck gebracht wurde, sieht zunächst sehr undurchsichtig aus. Erst ist Irina so geheimnisvoll wie immer, was ihr Familienleben angeht, als sie endlich zu Besuch, nicht ohne triftigen Grund, kommt. Doch dann Da Baba Dunja ihre Enkelin noch nie persönlich kennengelernt hat, vermutet sie zunächst, dass es Laura gar nicht gibt und stellt prompt die Frage, was alles dann für einen Sinn hätte, wenn es Laura, also ihr Nachkommen in der Übernächsten Generation, gar nicht gibt? Gute Frage. Irina ist in der Fremde nicht besonders glücklich geworden: seit sieben Jahren geschieden, zur Tochter besteht nun auch keinen Kontakt mehr. Laura fördert schon länger ein gestörtes Verhalten zutage, Irina ist hilflos, sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll und wie sie ihrer Tochter helfen könnte. Laura hat Baba Dunja einen Brief geschrieben, in einer Sprache, die Baba Dunja nicht versteht. Die Verbindung von der älteren zur jüngeren Generation scheint also gebrochen: Die Kontinuität, die die Zugehörigkeit zu einem Volk mit seiner Kultur und seiner Sprache da wäre, ist nicht mehr gegeben. Baba Dunja ist nicht besonders glücklich darüber, aber sie hat gelernt, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Sie will aber ihre Enkelin verstehen, sie will wissen, was sie stört, warum sie das macht, was sie macht. Baba Dunja wurde für mich so lebendig, ihre Gedanken und Sorgen so nah, dass ich den Wunsch verspürt habe, sie zu besuchen, mit ihr Tee zu trinken, die wundersamen Spinnennetze in ihrem Haus, ihre Pflanzen draußen zu bewundern, vllt. etwas von den Beeren aus ihrem Garten zu kosten. Von Baba Dunjas Art und ihrer Lebensweisheit kann man ein gutes Stück abschneiden. Das Reaktorunglück steht m.E. als Sinnbild für den Verfall des alten Systems. Die neue Ordnung, die die Kinder außer Landes gebracht und die Kindeskinder von ihrer Kultur und den Großeltern entfremdet hat, macht offensichtlich auch kaum glücklich, wenn man an Irina und Laura denkt. Was bedeutet das für die jungen Frauen, was bedeutet das für Baba Dunja? Die jüngere Generation hat ihre Wurzeln verloren und Baba Dunja ihre Zukunft. Deshalb hat die Geschichte ein offenes Ende, da dieses Dilemma für Baba Dunjas Nachkommen nach wie vor ungelöst bleibt. Ich habe die Ausgabe Hörbuch gewählt. Die Sprecherin Sophie Rois hat mit ihrer Darbietung Baba Dunjas Geschichte bereichert. Jede der Figuren und ihre Stimmungen konnte ich deutlich heraushören und nachvollziehen. Die Figuren wurden von der Autorin Alina Bronsky schon sehr gelungen und liebevoll gezeichnet. Von der Sprecherin Sophie Rois haben sie ihre Stimmen bekommen und wurden auf diese Weise für die Hörer lebendig. Kleine Kritik: Ich wünschte, Sophie Rois hätte es fertiggebracht, die Personennamen richtig auszusprechen. Es hätte schlicht besser, professioneller, respektvoller gegenüber den Figuren und dem Werk insgesamt geklungen. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis. Ich denke, dass ich Baba Dunjas letzte Liebe mal wieder hören werde, weil ich wieder etwas Zeit mit ihr und den Bewohnern von Tchernowo verbringen möchte. Fazit: Eine sehr gelungene wie traurige Geschichte, die der heutigen Gesellschaft ein Spiegel vors Gesicht hält und zum Nachdenken anregt. Baba Dunja wird mir noch länger in Erinnerung bleiben. Ich fühle mich geehrt, dass ich sie kennenlernen durfte.
Eigene Bewertung schreiben Zur Empfehlungs Rangliste
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
¹ Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche ge-
kennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben.
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.